{"id":33643,"date":"2022-08-19T00:01:49","date_gmt":"2022-08-18T22:01:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=33643"},"modified":"2022-08-18T17:31:41","modified_gmt":"2022-08-18T15:31:41","slug":"im-einpersonenaufzug-nach-oben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/08\/19\/im-einpersonenaufzug-nach-oben\/","title":{"rendered":"Im Einpersonenaufzug nach oben"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sind diese Momente; in denen man ganz drau\u00dfen steht &#8211; und dort\u00a0eingeschlossen sich vorfindet im innersten Bezirk des <i>allgemeinen <\/i><i>Subjektiven<\/i>. Man schlie\u00dft die Augen oder heftet sie auf eine metallische Wand und erwartet ergeben was nun geschieht: ganz ohne eigenes\/fremdes Zutun.\u00a0 W\u00fcrde man darin umkommen, ohne je vorher eine Erkl\u00e4rung abgegeben zu haben &#8212; ich zweifle, ob die pl\u00f6tzliche, vom Selbst sicher erwartete und es aufl\u00f6sende Abwesenheit \u00fcberhaupt bemerkt werden w\u00fcrde:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">DAS ist der Augenblick f\u00fcr die vage Spekulation (w\u00e4re man in der Lage, sie jetzt anzustellen), ob \u00fcberhaupt jemals <b>e t w a s<\/b> war. Und ob das; was ist, jetzt ist, der kurze Moment des Erwachens ist, in einem endlos umf\u00e4nglichen Verweigern einer Natur, die an ihren \u00e4u\u00dfersten Punkten allein Wahrnehmung ist, an der unser Verm\u00f6gen immer wieder abprallt, nicht weiter, nicht mehr als Denken ist wom\u00f6glich (eine Art Gas in allem Fl\u00fcssigen)- und f\u00fcr immer sind wir getrennt von seiner Ursache geblieben. (Der Kopf, der noch in der Vergangenheit agiert, denkt dabei so: Metaphysik, Transzendenz &#8211;\u00a0 Hilfsraum- und Zeitw\u00f6rter f\u00fcr die Redundanzen der Langeweile und Selbstgef\u00e4lligkeit.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind dumm. &#8218;Wir d\u00e4mmern dahin im matten, \u00f6ligen Licht, das wir nur mit gro\u00dfer Lustanstrengung energieren und &#8222;begnadet&#8220; auszustrahlen glauben, und wenn sich in diesem Gefunzel einmal mehr ein Gegenstand von einer besten Seite zeigt, gie\u00dfen wir \u00d6l nach; ersticken die M\u00f6glichkeit, zugeben zu k\u00f6nnen, dass wir uns geirrt haben k\u00f6nnten; dass etwas nur deshalb vielleicht im &#8222;eigenen Licht&#8220; deutlicher zu sehen ist, damit wir genauer hinschauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jener Moment, von dem ich schwerf\u00e4llig anfangs sprach, dehnt sich au\u00dferhalb physischer Anwesenheit und spekulativen Denkens aus &#8212; er filtert ohne Rest alles noch &#8222;Individuelle durch eine kl\u00e4rende, saubere Panik (par nique), die weder Sprache noch Bewegung hat, sondern reine Geschwindigkeit ist &#8212; Geschwindigkeit einer au\u00dferhalb jeder sich ausdehnenden Temperatur eines Engels?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber Engel kennen weder Religionen noch B\u00fccher! Die geringste Ersch\u00fctterung &#8211;\u00a0\u00a0 immer &#8222;zu fr\u00fch&#8220; oder &#8222;zu sp\u00e4t&#8220; t\u00e4towiert blitzschnell das Ged\u00e4chtnis &#8211; immer scheint man den Zeitpunkt der Ersch\u00fctterung selber zu wollen, denn sonst k\u00e4me man tats\u00e4chlich in diesem sauberen Nebel der Panik, der Geschwindigkeit aller Wissenschaft baren Temperatur, u m kein Z\u00f6gern!\u00a0 Keine Rechtfertigung. Niemand wird ja wissen, dass Du, Du, den viele kennen und dessen Sache Du anvertraut warst, dagewesen bist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-97863 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Angelika-Janz.jpg\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"253\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Angelika-Janz.jpg 299w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Angelika-Janz-160x135.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px\" \/><\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=36409\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a>, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz \u00fcber den Zyklus <em>fern, fern<\/em> gef\u00fchrt hat. Vertiefend ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber ihre interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin<\/em>. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/asthetische-prothetik\/\">Ann\u00e4herung<\/a> an die visuellen Arbeiten von Angelika Janz. Und nicht zuletzt, Michael Gratz \u00fcber Angelika Janz\u2018<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/freiraum\/\"> tEXt bILd<\/a><\/p>\n<footer class=\"entry\">\n<p class=\"tags\">\n<\/footer>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Da sind diese Momente; in denen man ganz drau\u00dfen steht &#8211; und dort\u00a0eingeschlossen sich vorfindet im innersten Bezirk des allgemeinen Subjektiven. 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