{"id":33429,"date":"2016-02-28T00:01:59","date_gmt":"2016-02-27T23:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=33429"},"modified":"2022-03-10T05:56:00","modified_gmt":"2022-03-10T04:56:00","slug":"gerade-heraus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/28\/gerade-heraus\/","title":{"rendered":"Gerade heraus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Fragmentarischer Versuch einer Prosaverortung<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch verprasst Zeit und Energie (und immense Finanzmittel) mit dem Schaffen bedeutungsloser Gadgets: Internet, immer neue Mobiltelefone, Tablets, Game Consoles, Roboter, per USB aufw\u00e4rmbare Kaffeetassen. Angela Merkel ist <i>besonders angetan von Autos, die selbstst\u00e4ndig einparken.<\/i> (FAZ, 17. September 2015)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cool. Aber entbehrlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch bleibt mit seiner Prosa allein. Nerdprosa und Geekprosa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind alle zu Deppen einer gigantesken Medienmaschinerie geworden \u2013 sagt er, der ehemalige Werbetexter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Massenmanipulationsprosa \u2013 sagt der Andere, der Noch-Werbetexter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er sagt: die sogenannten Informationsmedien hinken uns in nichts hinterher, im Gegenteil. Verbl\u00f6dungsprosa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Andere fragt: wiegt Verbl\u00f6dung denn schwerer als Manipulation \u2026 vor dem Weltgericht aller lebenden und toten Prosa (aller Ideen) \u2026 (aller ProsEN vielmehr? &#8211; wirft er ein \u2013 nein, kein Plural, du armseliger Autor \u2013 sagt der Andere) \u2026 vors\u00e4tzliche, also strategisch betriebene Verbl\u00f6dung der von einer Gemeinschaft mehr oder minder abh\u00e4ngigen Individuen und Manipulation, das ist schlie\u00dflich einerlei, wiegt gleich schwer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gebrauchsprosa. Friss deinen Burger und werde wie du bist. Nimm dein Smartphone und mach den Akku voll. Vergiss nicht das Update f\u00fcr dein Navi. Dein Blogpost des Tages m\u00f6chte ebenso in die Welt geschmiert werden (verbildlicht) wie der Kommentar in deinem Lieblingsforum. Kein einziger deiner Friends auf Facebook kann dir heute erkl\u00e4ren, warum deine Fu\u00dfgesten unter dem Heck deines Ford Focus einmal mehr f\u00fcr den Arsch waren aber da ist ja noch die <i>Candy Crush Saga<\/i> mit dem bl\u00f6den Level 65, <i>so low<\/i> und so verdammt <i>tricky.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Odus ist tot. Bis zum n\u00e4chsten Mal. Die einzige Prosa, die nicht existiert, ist die Candycrushprosa. <i>Oh no,<\/i> meint Toffette Toffee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn du noch Zeit hast, morgens p\u00fcnktlich zu deinem n\u00e4rrischen Broterwerb zu erscheinen, freu dich wenigstens auf das kommende <i>Extreme Rafting<\/i> zwischen den bizarren Felsw\u00e4nden des Ridnauntals. Pack deine <i>GoPro<\/i> ein. <i>Be a hero.<\/i> Ridnauntalprosa: Im Norden erstrecken sich die Stubaier Alpen, s\u00fcdlich das Jaufengebirge. Hier liegen das h\u00f6chstgelegene Bergwerk Europas, die h\u00f6chste Schutzh\u00fctte S\u00fcdtirols, das Becherhaus, und der h\u00f6chste Berg der Stubaier Alpen, das Zuckerh\u00fctl. Und <i>Heroes<\/i> \u00fcberall. Brauchen <i>Heroes<\/i> Prosa?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war an einem Sonntag im August. In Berlin. Prenzlauer Berg. Treten Sie ein. Legen Sie Ihre Traurigkeit ab! Hier d\u00fcrfen Sie schweigen. Er schwieg. Der Andere legte los: mit Geschichten \u00fcber Eiscreme aus Muttermilch, wiederverwendbare Fischblasen-Kondome aus dem Jahr 1900 (gebraucht, noch sechsmal anwendbar), die Suche nach der verlorenen Sprache, die Umkehrung aller Werte, aller Worte, \u00fcber L\u00f6cher, die wir in das Erdreich unserer Sprache gegraben hatten \u2026 wo einst der Eros sa\u00df. Wir \u00fcbergossen den Eros mit Unrat, weshalb heute alles Prosa ist, verdrie\u00dfliche H\u00f6llenprosa; der stechend schweflige Gestank der Kulturzersetzung wabert durch die Literaturclubs des digitalen Zeitalters (oder ist es nicht b\u00f6se gemeint und nur Dilettantismus?). Das ist keine Revolution. Das ist Entleidenschaftlichung (sagte der Andere). Der Andere war in Hochform. Er hatte vorgegl\u00fcht. Alles, was geschieht, ist Prosa. Das Ambiente war perfekt. Obschon, hier war nicht alles Prosa, sondern skurril. Ein Ort, an dem die Eingebungen einen ansprangen wie Wiesenschaumzikaden (das 400-fache des Eigengewichts an Sprungkraft).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier war jeder Tag ein Sonntag und es war immer August.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnerungsprosa: Nirgendwo schmeckten die Schrippen so nach Berlin wie hier. Wir sprachen \u00fcber Kunstperlen aus dem Cyberspace, die Fotos von Tony Duran, alte Abrissh\u00e4user, sexy Damen, gut gebaute Jungs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und es gab (grenzwertige) erotische Prosa (Harry Moor: Arsch! Oder die irre Geschichte vom Gatsch), von Autoren, die niemand je vermisst hatte, mit Namen, die niemand kennen wollte. Anita Isiris. Imrish Vulvart [sic]. DreamingDolphin: <i>Erstbesuch im Swingerclub. Folge III.<\/i> (<i>Es waren also Frauen da, die bereit waren (und Vergn\u00fcgen daran fanden), mit mehreren M\u00e4nnern (und Frauen) gleichzeitig Sex zu haben.) <\/i>Berlin rocks. <i>Wer nie aus allen Wolken fiel, lebt in ihnen. <\/i>(Sigmar Schollak)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesungen finden nicht mehr statt. Daf\u00fcr gibt es jetzt Mein Haus am See. <i>It&#8217;s not a bar, it&#8217;s not a club, it&#8217;s something sexier in between.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er empfahl ein Buch: <i>Ich bin ein Schwein.<\/i> Schrottprosa. Und er ging mit mir ins Gericht: Zum Beispiel (willk\u00fcrlich) das Internet als bedeutungsloses Gadget deklassieren, sagte der Andere, nenne ich \u2026 k\u00fchn!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prosa ist das, was ich selber schreibe. Der Rest ist das, was andere schreiben.<br \/>\nIhm fehlen die Worte und dann findet er sie wieder. Ein neuer Stil muss her, hatte er eines Tages gesagt, der bodennahe, jedoch hierarchisch h\u00f6her etablierte Creative Director. Okay. Okay, hatte er gesagt \u2013 und er, der nunmehr ehemalige Werbetexter, deklarierte eine neue Lebensabschnittsprosa. Kannste haben deinen neuen Stil. Hatte er zwar nicht gesagt aber schei\u00df drauf er redet nicht viel. Schreibt lieber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so schrieb er denn, noch sch\u00fcchtern der lyrischen Subjektivit\u00e4t und Rhythmisierung verpflichtet, ein St\u00fcck Prosapoesie. Finger\u00fcbung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Tag ein Gedicht schreiben, habe ich mir gedacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein Schmonzes \u00fcber rote Rosen und Sonnenunterg\u00e4nge,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">keine L\u00fcgen \u00fcber Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Renitent m\u00f6chte ich sein, Thanatos gegen\u00fcber,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">und auch ansonsten rebellieren gegen alles.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Finger\u00fcbung und noch mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Tag eines.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Tod \u00fcberlisten durch ein t\u00e4gliches Gedicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Sisyphos sein, die G\u00f6tter verachtend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Fels, den ich hinaufrolle, m\u00fcsste ein Azurit sein;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">gleichwohl Azurit ist ein Mineral \u2026 kann ich das rollen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein Fels. Keine Strafe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn schon straflos: ein bisschen Himmelzerschmettern vielleicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Skyshatter!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn es das nicht ist,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">schreibe ich eben \u00fcber meine sch\u00f6ne Nachbarin,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">die sommers jeden Morgen einsam durch ihren Garten streift,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">eine Rose schneidet, in ihren eigenen Beeten und Rabatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Des Abends sitzt sie still da<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">und beobachtet den Sonnenuntergang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Meditation.<br \/>\nJeden Tag eine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wahrscheinlich wei\u00df sie mehr \u00fcber die Liebe als ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Sisyphos wird \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Azurit ist mittelhart. Ob das zur Erkenntnis reicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Skyshatter!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Liebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rote Rosen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also doch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Andere (der Werbetexter) fragt mich und sich: Warum liest der Mensch \u00fcberhaupt? Lesen ist viel zu kreativ. Zeitaufwendig. Unbequem. Fertige Bilder sind leichter zug\u00e4nglich. Hype der (bewegten) Bilder. Jeder Hanswurst versteht worum es geht. Das Gehirn muss nichts produzieren, konsumiert die Tr\u00e4ume fix und fertig komponiert, inklusive Geschmacksverst\u00e4rker (Sound) und Dislike-Option (ausschalten oder wegsehen, falls einem die Hackfresse eines bestimmten Schauspielers nicht gef\u00e4llt (der Andere hat einen ganz bestimmen Schauspieler im Sinn, offenbar)). Die 5 Minuten Terrine. &#8218;Ne Tolle Idee. Prosa in Bildern, die Dominanz des Visuellen. Anschalten und reinziehen. Man muss nicht einmal umr\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Prosa werden Texte sowie \u00c4u\u00dferungen bezeichnet, die weder durch Verse, Reime noch Rhythmus (Metrum) gebunden sind. Daher wird die Prosa auch als ungebundene Rede bezeichnet. Sie umfasst die Alltagssprache, aber auch die k\u00fcnstlerisch gestaltete Form in der Literatur (Kunstprosa). Eine Sonderform, die zwischen gebundener und ungebundener Rede steht, sind die freien Rhythmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Welt reimt sich nicht mehr. Fiktionale Prosa:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHeute morgen dachte ich an ein Interview mit dem Schauspieler Hugh Laurie, \u00fcber das ich w\u00e4hrend einer Recherche in einem billigen Klatschblatt figurativ gestolpert bin.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd?\u201c, brummte der Lektor und verh\u00fcllte seinen Gorillasch\u00e4del in einer z\u00e4hen Tabakwolke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEr sagte \u2026 Laurie also meinte, die geilste Sache der Welt sei f\u00fcr ihn, sich nach einer Dusche ein paar frische weiche Baumwollsocken \u00fcber die F\u00fc\u00dfe zu streifen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abermals zog der Gorilla zu ungest\u00fcm an seiner Flor de Selva, brachte das Connecticut Shade Deckblatt und die Einlage zum aufleuchten, zu rot \u2013 es war offensichtlich, dass er den hervorragenden Honduras-Tabak \u00fcberhitzte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas soll die geilste Sache der Welt sein?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eNun stell dir vor, du ziehst ein paar frische Socken \u00fcber, so oft du m\u00f6chtest, und st\u00e4ndig hast du das Gef\u00fchl, die Socken kratzen dich an den F\u00fc\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLaurie hat das doch blo\u00df gesagt, um etwas anderes zu sagen als all die anderen \u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBesser, bildlicher noch: stell dir vor es sind in den Socken, die du deinen F\u00fc\u00dfen \u00fcberstreifst, diese kleinen Knubbel drin.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas sind doch alles Spinner, mehr oder weniger.\u201c<br \/>\n\u201eWie soll ich das bezeichnen \u2026 Kn\u00f6tchen, Flusen, das kennst du doch auch, oder?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas soll wohl sein Alleinstellungsmerkmal sein. Verstehst du.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHinzu kommen manchmal noch \u00fcbersch\u00fcssige F\u00e4den, F\u00e4dchen, die gen\u00fcgend Impertinenz besitzen, sich unverhofft zwischen deine Zehen zu zw\u00e4ngen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMir ist jeder Schriftsteller lieber.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSowas l\u00e4sst dir keine Ruhe. Du versuchst es zu ignorieren, schl\u00fcpfst in deine Schuhe, gehst los &#8230;\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAlleinstellungsmerkmal: Sockenfetischist!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas macht dich fertig!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWenn ich&#8217;s mir recht \u00fcberlege, gibt es unter euch Schriftstellern ebenso fragw\u00fcrdige V\u00f6gel. Zuhauf, mein lieber, zuhauf.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr heute zum letzten Mal sehe ich das Ende seiner Honduras irgendwo vor dem vernebelten Lektor aufglimmen. <em>Some say it&#8217;s the Ghost <\/em><i>Train&#8217;s headlight<\/i> \u2026 und endlich, ich bin so unh\u00f6flich, beschlie\u00dfe ich zu gehen, ebenso pl\u00f6tzlich wie wortlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWenn dich deine Socken aus dem Konzept bringen, laufe doch barfu\u00df.\u201c, hustet es mir hinterher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich ziehe die B\u00fcrot\u00fcr ins Schloss, kraftlos, laut genug, um das \u00fcbliche Kopfsch\u00fctteln der herben Sch\u00f6nheit von Lektoratsassistentin auszul\u00f6sen. Mir einen Blick zu schenken macht sie sich nicht die M\u00fche, nicht einmal ihren bedrohlichen Dominablick, wenn ihre irritierend gro\u00dfen, nichtsdestoweniger mandelf\u00f6rmigen Mangaaugen schwarzmagisch gl\u00fchen: Auf wunden Knien will ich dich sehen dass du elendig bettelst um meine Vergebung du verfluchtes Subjekt, oder du wirst meine neunschw\u00e4nzige Katze sp\u00fcren auf deinem nackten \u2026 Arsch! (Gatsch? Oh nein!) Strafe \u00fcber dich. Strafe. Strafe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen bildet, sagt er. Wenn ja &#8230; warum? &#8211; entgegnet der Andere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn der Andere ihm sagt, wir h\u00e4tten Eros mit Unrat \u00fcbergossen und somit s\u00e4mtliche Prosa gedem\u00fctigt, spricht er ihm von der Bedrohung der gegenw\u00e4rtigen Kunst (und Prosa) durch das Unsch\u00f6pferische?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herzschei\u00dfe! Auch das ist Prosa. Herzschei\u00dfe (Alicia Metz): <i>Dieses Leben betrachten, das so weit entfernt ist und das sich trotzdem so gut anf\u00fchlt. Ganz echt und nah.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alleinstellungsprosa: <i>Gatsch <\/i>(wieder)<i>. Ein hartes Wort, ich wei\u00df.<\/i> (Harry Moor) <i>Aber es gibt kein besseres deutsches Wort. Und ihr k\u00f6nnt mich alle mal mit eurer langweilig gewordenen deutschen \u00c4sthetik der Scheinheiligkeit. Noch mal: Gatsch, Gatsch, Gatsch.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Ich geile Arsch-o-Arsch-so-Backenknackerherrlichkeiten. Ich starre Spaltgedunkel sich im wei\u00dfen Wei\u00df verflie\u00dfend. Ja und n\u00e4geleingekrallt im Arschgefleisch der Menschin m\u00f6chte ich einmal sterben.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Arno Schmidt wurde ehedem als Pornograph (und Gottesl\u00e4sterer) denunziert. G\u00fcnther Grass desgleichen. Pornograph und Blasphemiker. <i>Zugegeben, ich bin Insasse einer Heil- und Pflegeanstalt \u2026<\/i> Die Blechtrommel markiert einen Wendepunkt der deutschsprachigen Prosa, zweifellos, ein Geniestreich. Auftritt Oskar Matzerath. <i>Ein Schelmenroman, freilich. Das war gewollt vom Erz\u00e4hler. Heute liest man die Blechtrommel au\u00dferdem als Warnliteratur.<\/i> (Hans Mayer)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insassen einer Heil- und Pflegeanstalt. M\u00f6glicherweise sind wir das alle. Sein Leben als Werbetexter, <i>das so weit entfernt ist<\/i>, mit der\u00a0 pr\u00e4genden Produktprosa. All der Sprachrotz, dachte er, als der (schon einmal erw\u00e4hnte) Creative Director in seinem Storyboard f\u00fcr einen kompletten Spot bl\u00e4tterte: <i>Sie baden gerade Ihre H\u00e4nde drin<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Schleim der <i>Brainwashprose<\/i> die niemand braucht. Er war jung, sie irgendwie noch j\u00fcnger \u2013 es summte aus den hippen Standboxen <i>wenn se&#8216; verliebt is&#8216; das gibt es und das is&#8216; dein gl\u00fcck aber du versiebst es locker und l\u00e4ssig easy come and easy go fick dich und deine ganze beschissene show du liebst mich nicht<\/i> &#8211; die schwerbr\u00fcstige br\u00fcnette Reinzeichnerin, halbnackt auf seinem Ledersofa ausgestreckt, die Schenkel maximal ge\u00f6ffnet; wie f\u00fchlt es sich an, dich zu lieben, hauchte er (bescheuerte Umschreibung f\u00fcr Sex); <i>come in and find out<\/i>, s\u00e4uselte sie und unvermittelt sah er 1000 <i>Flacons<\/i> sich selbstt\u00e4tig entst\u00f6pseln und roch eine olfaktorische Kakophonie (sagen wir Duftdissonanz) und er brachte einfach nichts mehr auf die Reihe und fiel in eine ausgewachsene Depression. Nicht lustig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Werbeprosa durchsetzt unser Leben wie die Sporen eines alles erstickenden Schimmels. Man muss sich befreien. <i>Have it your way.<\/i> Doch du wirst scheitern.<i><\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Einer der Grundz\u00fcge des Geschlechts, das damals [w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges] lebte, war eine Verzwicktheit und Umst\u00e4ndlichkeit, Direktionslosigkeit und Gedankenflucht, die ihresgleichen sucht: wir wissen bereits, da\u00df eine derartige Chaotik und seelische Labilit\u00e4t in einem gewissen Grade das Merkmal aller Zeitalter bildet, in denen sich Neues vorbereitet. Trat hiezu nun noch die Desperadoroheit und hemmungslose Amoralit\u00e4t, die der damaligen Generation ebenfalls in seltenem Ma\u00dfe eigen war, so war es ganz unvermeidlich, da\u00df das schauerlich-groteske Monstrum dieses bestialischen, blindw\u00fctigen, endlosen und prinzipienlosen Krieges entstand, der ein Menschenalter lang fra\u00df, um zu fressen, und nicht begreifen l\u00e4\u00dft, warum er anfing, warum er aufh\u00f6rte und warum er \u00fcberhaupt auf der Welt war.<\/i> (Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit)<i><\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Das ist Prosa, wie Gott sie (sonntags) tr\u00e4umt \u2026 So kernig, so lebhaft hat kein zweiter zu schreiben vermocht, vielleicht selbst Nietzsche nicht<\/i>. (Daniel Krause, tabularasa)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottesprosa. <i>Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt<\/i> (lau wie unsere krisenverliebte Gegenwart), <i>werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Pr\u014dsa oratio. <\/i>Prorsus: vorw\u00e4rts, geradewegs. Oratio: Sprache, das Sprechen. Wikiprosa: <i>Als <\/i>[\u2026] <i>Begriff bezeichnet die Prosa jene unterschiedlichen Gattungs-Elemente der Literatur, die Beobachtetes, Empfundenes, Erdachtes und Gedachtes mitteilen und mehr oder weniger interpretieren: in einen ausgesprochenen oder unausgesprochenen Sinn-Zusammenhang stellen, erkl\u00e4ren, kommentieren, analysieren oder bewerten und die <\/i>[\u2026] <i>in ihrer Darstellungsform nicht versf\u00f6rmig sind.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was aber sagt ihm das? Ist alles Prosa? Ist er Prosa? Der Andere ebenso? So wie all die anderen? Warum fing die Prosa an? Die Vorsokratiker versuchten, die Wirkung ihrer Texte durch rhythmisch-stilistische Regeln zu optimieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wann wird sie aufh\u00f6ren? Wo der Mensch nicht ist, gibt es keine Prosa. Einmal vereint in Orgrimmar, wird es nur noch um Add-Ons gehen. Was wird er ausrichten k\u00f6nnen? Ohne Prosa und ohne <i>Void Storage<\/i>. Oder es sei Harmagedon. <i>Damn civilians<\/i>. Eschatologische Prosa als vorletztes Ausdrucksmittel. Als letztes sprechen die Waffen. Welche? Konventionell? Nuklear? Digitale Medien?<i><\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Das Void Storage ist ein Lager indem ihr R\u00fcstungsgegenst\u00e4nde die ihr gerne behalten wollt einlagert. Au\u00dferdem k\u00f6nnt ihr eure R\u00fcstung mit der Hilfe eines weiteren NSCs so aussehen lassen wie euer altes Lieblingsset oder auch eure Waffe.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gameprosa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und f\u00fcr immer bleibt die Ich-Prosa. Sind Gedanken nicht effizienter, umfassender, klarer als Sprachbilder, ungen\u00fcgende? Die ausgegebenen Gedanken, Ideen, noch einmal schlucken, umkodieren, als Sprache (Prosa) unzureichend materialisiert und naturgem\u00e4\u00df entstellt und verzerrt wiederum hervorw\u00fcrgen, das ist (sagt der Andere) als ob man einen verschluckten und ausgeschissenen Kaugummi noch einmal zwischen die Z\u00e4hne nimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und \u00fcbrigens d\u00fcrfe man keinesfalls (so der Andere) Erscheinungen wie Harry Moor, Anita Isiris, Imrish Vulvart in einem Text nennen mit Arno Schmidt, G\u00fcnther Grass und Hans Mayer. Nicht einmal mit Sigmar Schollak und Alicia Metz. Das sei ein Verbrechen am Geiste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken.<\/i> (Samuel Johnson) Lalala (Text vergessen), auch das ist Prosa. Wenn, dann verstehen andere, auch dir nahe stehende, nur Fragmente deiner Selbst. Du selbst verstehst dich nicht. <i>Lost in prose.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Falls der Mensch irgendwann Sprache \u00fcberwindet und unsere Gedanken unmittelbar mit Gedanken der anderen kommunizieren werden, wie definieren wir dann Prosa? Gehirnprosa.<br \/>\n<i>Brain-to-Text-Verfahren rekonstruiert gesprochene W\u00f6rter und S\u00e4tze aus Hirnsignalen. <\/i>(<i>Frontiers in Neuroscience<\/i>, hier wiedergegeben aus: scinexx.de, Dezember 2015) Angst. Harmagedon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gedankensyntax, Typologie, <i>Brainprose<\/i>. Immateriell. Ungreifbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch nach Harmagedon wird es Prosa geben. Neue Prosa f\u00fcr neue Menschen. (Sagt der Andere) <i>Brain-to-Brain <\/i>(oder sonst wie)<i>.<\/i> Und weiter: Bereits vor Harmagedon suchen wir Erneuerung, wollen Medien vermischen und dabei neue, hybride oder intermediale Formen entdecken.<i><\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Dieses theoretisch und inhaltlich immer noch sehr breit gef\u00e4cherte Gebiet ber\u00fchrt aktuelle Debatten der Narratologie, Gattungspoetik, Intermedialit\u00e4t und Hybridisierung (Rabatel, Genette, N\u00fcnning, Combe, Rajewsky, Spielmann). <\/i>[\u2026] <i>Wie tragen etablierte Methoden einer pr\u00e4zisen, exemplarischen, theoretisch fundierten Lekt\u00fcre einerseits, und neuere, quantitative Verfahren der literarischen Textanalyse (Jannidis, Ramsay, Jockers) andererseits, zur Untersuchung der generisch und\/oder medial transgressiven modernen Prosa bei? Wo liegen ihre jeweiligen Beschr\u00e4nkungen?<\/i> (romanistik.de)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prosa erscheint ihm also ungreifbar (sagt der Andere), gewiss abgrenzbar, w\u00e4hrend s\u00e4mtliche Entgrenzungsversuche bislang k\u00fcmmerlich oder glorreich wiederum in Prosa m\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In welchem Zustand befindet sich die Prosa von heute? Wo ansetzen? Wo verorten? Wie verstehen? Antike, Kunstprosa, mittelalterliche patristische und philosophische Prosa, Saga, Sp\u00e4tmittelalter, Heldenbuch-Prosa, literarische Prosa, Roman &#8211; der erste Prosaroman entstand in Spanien? (Don Quijote) &#8211; Neuzeit, Novelle, Erz\u00e4hlung, Essay &#8230; Drama \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heldenb\u00fccher. Dietrichepik. \u00dei\u00f0rekssaga: <i>Nicht wenige sachthematisch orientierte Beobachter haben l\u00e4ngst verstanden, dass Germanistik und Nordistik aus dem Fall Thidrekssaga bislang als Beklagte und Richterinnen hervorgegangen sind. Und solange ihnen bereitwillige Historiker mehrheitlich am Rockzipfel h\u00e4ngen, werden sie auch und vor allem seit Ritter-Schaumburg weiterhin versuchen, beiden Positionen mit krampfhaft gestanzten Deutungsschablonen zu dienen, die mit schier unersch\u00f6pflich erscheinender medi\u00e4valbibliografischer Intertextualit\u00e4t, unkritisch ausgelegter mittelalterlicher Dietrich-Theoderich-Verschmelzung und daraus nicht minder fragw\u00fcrdigen forschungsideologischen Kombinations-, Interpretations- und Deduktionszw\u00e4ngen bis zur pseudochronistisch-dichterischen Abstempelung einer im Mindesten historiografischen Herrschervita reichen m\u00fcssen. <\/i>(Rolf Badenhausen, <i>Dietrich von Bern \u2013 Chronik oder Dichtung?<\/i>) Prosaprobleme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prosa heute, sagt der Andere, sei oft wie der <i>cafard<\/i> bei Emil M. Cioran. <i>Dagegen kann man nichts machen. Das muss sich von selbst ersch\u00f6pfen.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den von dem Anderen hergestellten Zusammenhang zwischen Eros und Prosa kann er beim besten Willen noch immer nicht erfassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wo genau liegt Orgrimmar? Im Norden von Durotar liegt Orgrimmar. You are so dead! Somebody call a medic!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er braucht keinen Arzt, um (verlorengehend) den Spuren Leiris&#8216;, Picassos, Duchamps, Cahuns, Ponges folgend, neue (Prosa)Formen zu (er)finden; denn er ist nicht mehr Werbetexter. Er ist Schriftsteller. Er traf einen Verleger, dem er vor 20 Jahren ein Manuskript hatte zukommen lassen. Totaler M\u00fcll war das gewesen, das Manuskript kam bald zur\u00fcck, immerhin Lesespuren aufweisend \u2026 bis Seite 10. Und selbstverst\u00e4ndlich erinnerte sich der Verleger nicht an den damaligen Versager und schon Werbetexter, der nun, 20 Jahre sp\u00e4ter, einen als genial bewerteten Text vorlegte, der ihn sozusagen \u00fcber Nacht zum Schriftsteller machte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unglaubliche Lebensprosa. Zu sch\u00f6n um wahr zu sein. Beinahe Poesie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute ist er ununterbrochen auf der Suche nach Prosaformen. Er leistet seinen Beitrag, um Spuren zu hinterlassen, wissend, dass er scheitern wird \u2013 denn er teilt eine Vision des Anderen (des Noch-Werbetexters): Alles was uns bleiben wird, ist mediengesteuerte Demagogie in ihrer kriminellsten Form.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">\u201eWenn ein Philosoph \u00fcber die Sprache schreibt, lese ich ihn nicht, wenn es ein Schriftsteller ist, werfe ich das Buch fort. In Frankreich, das stimmt schon, fasziniert und l\u00e4hmt dieses Problem jeden, der schreibt. Mich interessiert nicht, was sie von der Sprache denken, sondern wie sie sie anwenden, ihre eigene Sprache \u2013 das Instrument, und nicht die Reflexion \u00fcber das Instrument.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Emil M. Cioran, <i>Cahier de Talamanca, <\/i>in der \u00dcbersetzung von Verena von der Heyden-Rynsch<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Denis_Ullrich-e1520668311146.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-47232\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Denis_Ullrich-e1520668311146.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"180\" \/><\/a><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> \u2192<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Essay wurde beim KUNO-Essaypreis 2013 mit einer lobenden Erw\u00e4hnung bedacht. Die Begr\u00fcndung findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12856\">hier.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 Die Redaktion verlieh Denis Ullrich f\u00fcr einen weiteren fulminanten <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26608\">Text<\/a> den KUNO\u2013Essay\u2013Preis 2015.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 Die Gattung des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Essays<\/a> h\u00e4lt das freie Denken aufrecht, ohne, da\u00df der literarische Anspruch verlorengeht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fragmentarischer Versuch einer Prosaverortung Der Mensch verprasst Zeit und Energie (und immense Finanzmittel) mit dem Schaffen bedeutungsloser Gadgets: Internet, immer neue Mobiltelefone, Tablets, Game Consoles, Roboter, per USB aufw\u00e4rmbare Kaffeetassen. Angela Merkel ist besonders angetan von Autos, die selbstst\u00e4ndig einparken.&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/28\/gerade-heraus\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":116,"featured_media":98720,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1893],"class_list":["post-33429","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-dennis-ullrich"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33429","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/116"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33429"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33429\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102157,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33429\/revisions\/102157"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98720"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}