{"id":32967,"date":"2016-10-27T00:01:04","date_gmt":"2016-10-26T22:01:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=32967"},"modified":"2019-10-06T16:02:55","modified_gmt":"2019-10-06T14:02:55","slug":"32967","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/10\/27\/32967\/","title":{"rendered":"raison d\u2019\u00eatre"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #888888;\">Vorbemerkung der Redaktion:<\/span> Jede kulturelle Leistung ist f\u00fcr das Onlinemagazin Kulturnotizen (KUNO) der Versuch, die Sterblichkeit zu dekonstruieren. Die Dekonstruktion der Sterblichkeit macht das von der Unausweichlichkeit des Todes gepr\u00e4gte Leben lebbar. Wir erinnern an den K\u00fcnstler Peter Meilchen durch seine Werke:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Roman <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15301\"><em>Schimpfen<\/em><\/a> von Peter Meilchen zu ver\u00f6ffentlichen ist mehr als Trauerarbeit. Es ist der Versuch einer notwendigen Reparatur einer schicksalhaften Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Schimpfen<\/em> ist ein Text ohne Ged\u00e4chtnis, allein von Erinnerungen an Bilder, Ger\u00fcche, Gef\u00fchle getragen und auf der Suche nach einer zu erz\u00e4hlenden Geschichte. Wer von seinem Leben erz\u00e4hlt, erz\u00e4hlt immer eine Erfolgsgeschichte. Wer erz\u00e4hlt, lebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Meilchen ist ein Fr\u00fchverlorener, seine Biografie endet nicht mit dem Tod, er lebt weiter \u2013 durch sein Werk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schland_dvd_cover-212x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"schland_dvd_cover-212x300\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schland_dvd_cover-212x300.jpg\" width=\"212\" height=\"300\"\/><\/a><\/em>Die Restauration von \u00bb<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SMFU2_5xl-E\">Schland<\/a>\u00ab ist eine Resynchronisation, die Bild und Ton des Films, im vorliegenden Original gegeneinander verrutscht, wieder in den richtigen Bezug zueinander bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/peter-meilchen.der-bogen.de\/\">Peter Meilchen<\/a> geht mit seiner Kamera so dicht an die Dinge dieser Welt heran, da\u00df diese ihren Anspruch aufgeben, Dinge dieser Welt zu sein \u2013 und zum Bild werden k\u00f6nnen. Sein \u2018Sehen\u2019 ist kein Begaffen, sondern existenziell vollzogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuletzt zu sehen in der Reihe <em>Fr\u00fchlingel<\/em>, die im Buch \/ Katalog-Projekt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=591\">Wortspielhalle<\/a> dokumentiert ist.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Texte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Texte\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Texte.jpg\" width=\"209\" height=\"300\"\/><\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer von seinem Leben erz\u00e4hlt, erz\u00e4hlt immer eine Erfolgsgeschichte. Wer erz\u00e4hlt, ist nicht allein. Er geh\u00f6rt in eine Welt, die seine Welt geworden ist. Ganz auf die Ablagerungen der eigenen Biographie setzend und ohne Attit\u00fcde benennt Peter Meilchen so die Quelle seiner reichen und doch nie vagen \u00bbTexte\u00ab. Wir freuen uns die Aufnahmen von Martin Meinsch\u00e4fer in dieser Reihe vorstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/meilchen\/meilchen.htm\">H\u00f6rprobe<\/a> dieser <em>Texte<\/em> h\u00f6ren Sie in der akustischen Anthologie MetaPhon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/meilchen_meth_011-198x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"meilchen_meth_011-198x300\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/meilchen_meth_011-198x300.jpg\" width=\"198\" height=\"300\"\/><\/a>Das Bildtagebuch <em>Beobachtungen eines Unsichtbaren<\/em> besteht aus 366 Bildern (Din-A-4-Arbeiten) und stellt das Schalt\u2013Jahr 2003\/04 mit seinen t\u00e4glichen Wahrnehmungen und den entsprechenden gedanklichen Verbindungen des K\u00fcnstlers. Seine Kunst setzt die andere M\u00f6glichkeit der Deutung voraus. Man braucht sich nicht auf die eine und allein g\u00fcltige Botschaft festzulegen. Seine Bilder sprechen zum Betrachter in vielen Sprachen. Meilchens Arbeit einer Gattung zuzuordnen hie\u00dfe, seine Kunst vom Leben zu trennen.<\/p>\n<h4><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12763\">Nachruf<\/a> zu Peter Meilchens Lebenswerk und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21518\">Essay<\/a> <em>50 Jahre Krumscheid \/ Meilchen<\/em> \u00fcber die&nbsp;Retrospektive im Kunstverein Linz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung der Redaktion: Jede kulturelle Leistung ist f\u00fcr das Onlinemagazin Kulturnotizen (KUNO) der Versuch, die Sterblichkeit zu dekonstruieren. Die Dekonstruktion der Sterblichkeit macht das von der Unausweichlichkeit des Todes gepr\u00e4gte Leben lebbar. 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