{"id":3211,"date":"2012-04-09T00:01:59","date_gmt":"2012-04-08T22:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=3211"},"modified":"2019-10-05T13:47:56","modified_gmt":"2019-10-05T11:47:56","slug":"adspecta","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/04\/09\/adspecta\/","title":{"rendered":"adspecta"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/attachment.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3212\" title=\"attachment\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/attachment-300x218.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/attachment-300x218.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/attachment-1024x745.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Soviel Anfang war selten, denkt man hoffnungsfroh immer wieder, wenn die neue Saison beginnt. Soviel Anfang ist meist, mahnt dann die Erinnerung, und auch die Hoffnungstr\u00e4ger sind oftmals dieselben. Theater ist f\u00fcr mich deshalb so faszinierend, weil es noch im Scheitern viele R\u00e4tsel aufgibt. Ich mag an die Zukunft der B\u00fchne nicht zu glauben, ohne an dessen Vergangenheit zu denken. Die Wurzeln des Theaters liegen im Kultischen, im Sakralen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten Dramen wurden in der Antike zu Ehren des Gottes Dionysos aufgef\u00fchrt. Auf der Orchestra mit Maske, Kost\u00fcm und Kothurn zu agieren, war eine Form von Gottesdienst. Die Verbindung zum Religi\u00f6sen l\u00f6ste sich in der Folgezeit zwar auf, doch die Nachwirkungen waren noch lange zu sp\u00fcren. Wer zum Priesteramt nicht taugte, f\u00fcr den war auch das Theater tabu. Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren Frauen auf der B\u00fchne als Protagonisten weiblicher Charaktere unvorstellbar. M\u00e4nner \u00fcbernahmen ihre Rolle. In \u00e4hnlicher Weise war bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts Menschen mit dunkler Hautfarbe der Zugang zur B\u00fchne verwehrt. Inzwischen gibt es Textfl\u00e4chentheater, das Regieteam Rimini Protokoll arbeitet mit Zeitzeugen, die Spiellust ist auch im 21. Jahrhundert ungebrochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Anke Kemper und Silvia Nagel, woher nehmen Sie den Mut zu einer Verlagsgr\u00fcndung?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! Dass man daf\u00fcr Mut braucht, war uns bis jetzt noch gar nicht bewusst. Uns reichte die Mischung aus Leidenschaft zum Theater und der Reiz, etwas Neues zu beginnen. So ist die Idee f\u00fcr die Verlagsgr\u00fcndung entstanden. Nur wer wagt, gewinnt! &#8211; Angst haben wir jedenfalls nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Warum der Name adspecta?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! adspecta kommt aus dem Lateinischen und bedeutet frei \u00fcbersetzt: &#8222;Sieh an&#8220;, was unserer Auffassung nach viel mit dem Theaterthema zu tun hat. Au\u00dferdem beinhaltet SIeh AN die Anfangsbuchstaben unserer Vornamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Was ist ihre Beziehung zum Theater?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! Seit einigen Jahren spielen wir selbst aktiv als Laienspieler, leiten mittlerweile gemeinsam eine eigene Theatergruppe. W\u00e4hrend einiger Weiterbildungen in Form von div. Workshops, die wir teilweise besucht und teilweise durchgef\u00fchrt haben, wuchs die Begeisterung f\u00fcrs Theater immer weiter an. Eine von uns ist selbst auch als Autorin aktiv.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Sie suchen abendf\u00fcllende Theaterst\u00fccke, Kurzst\u00fccke f\u00fcr jeden Anlass, Sketche, St\u00fccke f\u00fcr Hand- und Puppentheater. Wie kann man sich das inhaltlich vorstellen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! Wir glauben, dass die Phantasie von Autoren keine Grenzen kennt. Solange ethische und moralische Aspekte unserer Meinung nach im Rahmen bleiben, m\u00f6chten wir, dass die Kreativit\u00e4t w\u00e4chst und uns zur Aufgabe machen, dass das Interesse am Schreiben und Spielen lebendig bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Wie funktioniert die Vermittlungsarbeit zwischen Schriftstellern, Schauspielern und Theatern?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! Eine sehr spannende Geschichte. Jeder Schriftsteller ist anders, hat seine Vorlieben und seine genauen Vorstellungen. Wir haben uns als Aufgabe gesetzt, auch selbst aktiv zu werden und nach passenden B\u00fchnen zu suchen und nicht nur darauf zu warten, bis eine B\u00fchne durch Zufall auf die passenden St\u00fccke im Verlag st\u00f6\u00dft. Wie die Regisseure und die Schauspieler das St\u00fcck schlussendlich umsetzen ist meist auch f\u00fcr uns eine gro\u00dfe \u00dcberraschung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Das &#8222;Theater a.d. Ruhr&#8220; hat bewiesen, wohin der Weg f\u00fchrt, wenn man die ausgetretenen Pfade des deutschen Stadttheatersystems verlassen m\u00f6chte. Was ist via Bestwig f\u00fcr die Zukunft zu erwarten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! Inwieweit die umliegende Bev\u00f6lkerung bereit ist, ausgetretene Pfade zu verlassen, liegt sicher nicht in unserem Ermessen. Wir werden auf jeden Fall bem\u00fcht sein, unser Angebot in alle Richtungen so auszubauen, damit der Weg auf allen Pfaden begehbar wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Sie haben den <a href=\"http:\/\/www.uschtrin.de\/pr_adspecta.html\">Sauerl\u00e4nder Theaterst\u00fcckepreis 2012<\/a> ausgeschrieben, wie ist die Reaktion darauf?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! Wir sind positiv \u00fcberrascht. Die Resonanz ist bis jetzt sehr gro\u00df. Besonders erfreut sind wir dar\u00fcber, dass wir hierdurch Autoren motivieren konnten, bereits f\u00fcr den Eigenbedarf verfasste Werke aus den privaten Archiven hervorzuholen und wieder aufleben zu lassen.&nbsp; Zwar erf\u00fcllen nicht alle zugesandten St\u00fccke die Kriterien der Ausschreibung, aber wenn sie in unser Verlagsprogramm passen, nehmen wir auch diese gerne auf. Da der Wettbewerb noch bis 31.08.2012 l\u00e4uft, erwarten wir noch einiges.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? In Ihrem Programm befindet sich passend zum Schalke-Sponsor Veltins die Proketenoperatte \u00bbTore : Punkte = Meisterschaft\u00ab von A.J. Weigoni. Warum haben Sie dieses St\u00fcck in Ihr Programm aufgenommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">! Wir halten das St\u00fcck &#8222;Tore:Punkte=Meisterschaft&#8220; f\u00fcr ein interessantes wenn nicht sogar au\u00dfergew\u00f6hnliches Werk, das in unserer fu\u00dfballbegeisterten Gesellschaft sicherlich gro\u00dfen Anklang finden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">? Ihrer Arbeit w\u00fcnsche ich viel Erfolg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soviel Anfang war selten, denkt man hoffnungsfroh immer wieder, wenn die neue Saison beginnt. Soviel Anfang ist meist, mahnt dann die Erinnerung, und auch die Hoffnungstr\u00e4ger sind oftmals dieselben. 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