{"id":3111,"date":"2012-04-21T00:03:49","date_gmt":"2012-04-20T22:03:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=3111"},"modified":"2020-07-06T16:16:43","modified_gmt":"2020-07-06T14:16:43","slug":"endlich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/04\/21\/endlich\/","title":{"rendered":"Endlich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>We have a grandios Saison gespielt.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Roman Weidenfeller<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #333333;\">Endlich ein Interview mit einem Schriftsteller, in dem es um das wichtigste geht: Fu\u00dfball. Ein Auszug aus dem sehr gelungenen Interview mit der <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2012-03\/interview-peter-esterhazy\">ZEIT<\/a>:<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ZEIT\u00a0ONLINE: K\u00f6nnen Sie noch die ungarische Mannschaft von 1954?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Esterh\u00e1zy: Moment&#8230;. Grosics, Buz\u00e1nszky, L\u00f3r\u00e1nt, Lantos, Bozsik, Zakari\u00e1s, Budai, Kocsis, Hidegkuti, Pusk\u00e1s, Czibor. So etwa. Und Sie?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ZEIT\u00a0ONLINE: Deutschland, WM 90: Illgner, Berthold, Buchwald, Kohler, Augenthaler, Littbarski, Brehme, V\u00f6ller, H\u00e4\u00dfler, Klinsmann, Matth\u00e4us.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Esterh\u00e1zy: Matth\u00e4us war ja mal ungarischer Trainer. Stilistisch absolut stimmig! Ein Bluffcoach f\u00fcr eine Bluffmannschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ZEIT\u00a0ONLINE: Was ist das Sch\u00f6nste, das man zum Fu\u00dfball sagen kann?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Esterh\u00e1zy: Das Sch\u00f6nste ist nat\u00fcrlich das kaum zu verstehende, gebr\u00fcllte Tooooooooor! Aber ich habe ungarische Ohren und der schrecklichste Satz ist nat\u00fcrlich: &#8222;Rahn schie\u00dft, Tooooor!&#8220; Das ist der schrecklichste Satz des Fu\u00dfballs \u00fcberhaupt. Und der Tiefpunkt der ungarischen Geschichte, gleich nach der russischen Invasion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Falls die Beschreibung \u201eKaum jemand hat Literatur und Fu\u00dfball so verbunden wie Sie.\u201c auf Peter Esterh\u00e1zy zutrifft, so sollte man im gleichen Atemzug auch den rheinisch\/ungarischen Schriftsteller A.J. Weigoni nennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">S<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3121\" title=\"Logo\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Logo-300x234.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Logo-300x234.png 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Logo.png 523w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>oeben hat Weigoni seine Proletenoperette \u00bbTore : Punkte = Meisterschaft\u00ab, festiggestellt. Das St\u00fcck beschreibt eine Woche des fiktiven Vereins Borussia; die authentische Geheimsprache des Fussballs in einer abgeschirmten Welt. Und \u2013 was wir schon immer ahnten \u2013 die wahren Kulissenschieberinnen sind Frauen, die den M\u00e4nnern ihr Spielzeug grossz\u00fcgig belassen, damit sie ihren Spieltrieb ausleben k\u00f6nnen. Das St\u00fcck ist keine Kom\u00f6die; es muss mit vollem Ernst gespielt werden, um das L\u00e4cherliche dieser Trag\u00f6die darzustellen. Das Geschehen sollte nicht auf einer zentralen B\u00fchne spielen, sondern an unterschiedlichen Spielst\u00e4tten im Raum, mitten im Publikum. Die G\u00e4nge der Schauspieler sollten die Wege sein, die das Publikum auch nimmt. Das &#8222;Vereinsheim&#8220; sollte in der Halbzeitpause auch das Caf\u00e9 f\u00fcr das Publikum sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie es auch bei Interview mit Esterh\u00e1zy anklingt, befindet sich diese traditionelle Sportart im Medienzeitalter einer Transformation. Der Sieg von heute gilt fast schon als Nachricht von gestern. Es z\u00e4hlt, was morgen auf der Tagesordnung steht. Pause machen nur Verlierer. Gewinner kennen nur die Verl\u00e4ngerung. Was z\u00e4hlt, ist l\u00e4ngst nicht mehr das Fussball\u2013<em>Spiel<\/em>, was sich rechnet ist der z\u00e4hlbare Erfolg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erfolg fehlt dem Verein <em>Borussia,<\/em> den Weigoni \u00bbTore : Punkte = Meisterschaft\u00ab beschreibt, nach einem missgl\u00fcckten Saisonstart, und schon stellt sich ein unsichtbares Ritual ein: Krisenmanager sind im Vorstand gefragt. Viele K\u00f6che suchen nach einem Erfolgsrezept und probieren alte Mittel aus: Ein \u00fcberraschender Transfer liegt in der Luft. Die passende Gelegenheit wird genutzt, um einen erfolglosen Trainer als Entwicklungshelfer in die W\u00fcste zu schicken. Ein ehrgeiziger Altstar bl\u00fcht nach einem Kreuzbandriss wieder auf. Der bisexuelle Jungstar findet nach seinem Coming\u2013out aus der Formkrise. Und nicht zuletzt: ein neuer Trainer bringt frischen Wind mit alten Tugenden, um \u00fcber den Kampf wieder zur\u00fcck ins Spiel zu kommen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vertreten wird\u00a0\u00bbTore : Punkte = Meisterschaft\u00ab durch den <a href=\"http:\/\/www.adspecta.de\/\">adspecta-Theaterverlag<\/a>. Ob es zu EM 2012 zur Auff\u00fchrung gelangt, war nach Redaktionsschlu\u00df noch nicht zu erfahren, wir rechnen fest mit einer Auff\u00fchrung zur WM 2014.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>We have a grandios Saison gespielt. Roman Weidenfeller Endlich ein Interview mit einem Schriftsteller, in dem es um das wichtigste geht: Fu\u00dfball. Ein Auszug aus dem sehr gelungenen Interview mit der ZEIT: ZEIT\u00a0ONLINE: K\u00f6nnen Sie noch die ungarische Mannschaft von&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/04\/21\/endlich\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":50068,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[313],"class_list":["post-3111","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-peter-esterhazy"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3111"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3111\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}