{"id":30346,"date":"2015-08-30T00:01:25","date_gmt":"2015-08-29T22:01:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=30346"},"modified":"2022-04-02T17:30:18","modified_gmt":"2022-04-02T15:30:18","slug":"die-tyrannophilie-der-intellektuellen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/30\/die-tyrannophilie-der-intellektuellen\/","title":{"rendered":"Die Tyrannophilie der Intellektuellen"},"content":{"rendered":"<p><b><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: normal;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manche philosophischen Abhandlungen gewinnen erst viele Jahre nach ihrer Erstver\u00f6ffentlichung eine durchschlagende \u00dcberzeugungskraft, vor allem wenn sie in ihrer deutschsprachigen Version, rund 14 Jahre nach ihrer Erstver\u00f6ffentlichung 2001, den Untertitel \u201aDie Tyrannophilie der Intellektuellen\u2018 tragen. Mark Lilla, Professor f\u00fcr Geisteswissenschaften an der Columbia University in New York mit dem Schwerpunkt \u201apolitische und religi\u00f6se Ideengeschichte des Westens\u2018, hat f\u00fcnf deutsche (Hanna Arendt, Martin Heidegger, Karl Jaspers, Carl Schmitt, Walter Benjamin) und drei franz\u00f6sische (Alexandre Koj\u00e8ve, Michel Foucault, Jacque Derrida) Philosophie- und Politikwissenschaftler ausgew\u00e4hlt. Auf der Grundlage von biographischen und erkenntnistheoretischen Studien m\u00f6chte er am Beispiel des eigenartigen Ph\u00e4nomens der Tyrannophilie nachweisen, dass \u201eviele Intellektuelle der irrigen Vorstellung erliegen, eine gute Gesellschaft k\u00f6nne geschaffen werden, indem man einem Tyrannen dient, der die Macht hat, seinen Willen durchzusetzen.\u201c (S. 9) Diese Art von Philia sei im 20. Jahrhundert von einzelnen Intellektuellen auf die tyrannischen Ideologien \u00fcbertragen, und \u201ezu einer unerwartet m\u00e4chtigen Kraft in der modernen Geschichte\u201c geworden. R\u00fcckblickend auf das vergangenen Jahrhundert res\u00fcmiert Lilla in seinem Vorwort aus dem Jahr 2014, dass zwei gro\u00dfe historische Narrative das westliche politische Denken im Gefolge der Franz\u00f6sischen Revolution bestimmt h\u00e4tten: eine progressive, die in einer befreienden Revolution gipfelte, und eine apokalyptische, \u201ekonterrevolution\u00e4re, die sich stets die Restauration eines imagin\u00e4ren ancien r\u00e9gime auf die Fahnen schrieb.\u201c (S. 10) Beide Narrative f\u00e4nden heutzutage kaum noch Bef\u00fcrworter. Daf\u00fcr sei das zeitgen\u00f6ssische politische Denken vor eine neue Herausforderung gestellt, n\u00e4mlich wie mit dem Dogma des Libertarismus umzugehen sei. Im Unterschied zum Liberalismus, der f\u00fcr einen Ministaat pl\u00e4diert, vertritt er die Idee von einem Nullstaat. Er gr\u00fcndet sich nach Lilla auf die Idee, dass individuelle Autonomie vor sozialer Verpflichtung gehe und sich zu einem Dogma entwickelt habe, das sich quer durch alle politische Richtungen verteile, selbst die Linke setze nicht mehr auf Klassensolidarit\u00e4t und fordere keine Opfer mehr f\u00fcr das Gemeinwohl. Vielmehr wolle sie den Menschen aus seinen traditionellen Verpflichtungen und sozialen Normen herausl\u00f6sen, um dessen K\u00f6rper (weniger dem Geist!) die Chance einzur\u00e4umen, sich frei zu entfalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner Polemik gegen die dogmatische Simplizit\u00e4t des Libertarismus, unter dessen Banner sich gegenw\u00e4rtig Anarchisten, Propheten der Demokratisierung, Kreuzritter der Menschenrechte, evangelikale Wachstumsprediger und sogar Hacker aus aller Welt versammelten, konstatiert er, dass die noch in den 1970er\/1980er Jahren in den gro\u00dfen Print-Medien pr\u00e4senten Intellektuellen sich in der Zwischenzeit \u201e aus dem Staub\u201c gemacht h\u00e4tten. Das einst mit Verve geschriebene politische Pamphlet sei \u201eakademischen Lehrb\u00fcchern \u2026 und fernsehwirksamen Schlagworten (gewichen)\u201c. Doch schon wenige Wochen nach dem Anschlag auf die Twin-Towers in New York habe sich eine neue \u201epolitisch-theologische Ideologie \u00fcber den Erdball\u201c (S. 12) verbreitet, der sich nicht nur als islamischer Fundamentalismus in afrikanischen und s\u00fcd- wie auch in ostasiatischen L\u00e4ndern eine terroristische Ausbreitung fand, sondern auch eine Anziehungskraft auf tausende junger M\u00e4nner und Frauen aus Westeuropa entwickelt. Ein solches ideologisch inspiriertes politisches Abenteurertum habe in den 1930er Jahren zu den Irrwegen der demokratischen Sozialisten wie auch in die gigantischen Verbrechen der Nationalsozialisten gef\u00fchrt. Die lange Phase der Dekolonialisierung habe die Phantasien der Dritte-Welt-Romantiker bis in die 1980er Jahre aufrechterhalten. Sie k\u00f6nnte mit der Intervention von Michel Foucault f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Islamischen Revolution im Iran nunmehr im R\u00fcckblick wie \u201eein Vorgeschmack auf das Aufeinanderprallen einer sterbenden westlichen Ideologie mit einer h\u00f6chst lebendigen postkolonialen\u201c wirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ungeachtet der in der westlichen Hemisph\u00e4re weit verbreiteten Haltung, dass man der Geschichte keinerlei Sinn mehr abgewinnen k\u00f6nne, w\u00fcrden die immer wieder verkannten Ph\u00e4nomene des politischen Lebens, so Lilla, jedoch weiterhin ihre Wirkung zeigen. Es habe sich eine Haltung durchgesetzt, die nur noch Rechtsanspr\u00fcche durchsetzen will, ohne zu begreifen, welche Ziele der politische Islamismus verfolgt. Umso wichtiger sei es, zu begreifen, wie wir mit diesen Ph\u00e4nomenen nach den intellektuellen Fehlleistungen im 20. Jahrhundert umgehen. Ein Anspruch, den Lilla mit einer Kombination von biografischen Vergleichen und erkenntnistheoretischen Methoden einl\u00f6sen m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon der erste Blick auf die Leitfiguren im Kapitel I und die folgenden Erl\u00e4uterungen \u00fcberraschen: Martin Heidegger \u2013 Hannah Arendt \u2013 Karl Jaspers. Eine der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Geschichten im Geistesleben unserer Zeit sei sie gewesen, die Liebe und Freundschaft zwischen Arendt und Heidegger von 1924 bis 1975, dem Zeitpunkt des pl\u00f6tzlichen Ablebens der Philosophin. Belanglos sei die fr\u00fche fleischliche Liebe zwischen der Studentin und dem skrupellosen Jungprofessor gewesen, wie Elzbieta Ettinger in \u201eHannah Arendt Martin Heidegger: eine Geschichte\u201c (M\u00fcnchen 1995) eine in vieler Hinsicht r\u00e4tselhafte Beziehung zu deuten versuchte. Nicht weniger r\u00e4tselhaft gewesen sei die intellektuelle Verbindung zwischen dem Existenzialisten und eigenwilligen Apologeten nationalsozialistischer Pathologien und der j\u00fcdischen Philosophin, die bei Karl Jaspers promoviert hatte. Zwischen diesen Philosophen (Arendt selbst bezeichnete sich als Politologin!) habe sich bis zu Beginn der 1930er Jahre ein philosophischer Diskurs entfaltet, der 1933 abbrach, als Hannah Arendt wegen ihrer j\u00fcdischen Zuschreibung durch die Nazis nach Frankreich und 1941 in die USA fliehen musste und ihr einst verehrter Martin zum nazitreuen Rektor der Universit\u00e4t Freiburg ernannt wurde. Wie widerspr\u00fcchlich sich auch die Freundschaft zwischen Jaspers, der sich von Heidegger w\u00e4hrend der Naziherrschaft distanzierte und diesem nach 1945 mildernde Umst\u00e4nde zusprach und dennoch mit dem \u201ed\u00e4monischen Anti-Philosophen\u201c brach, und Heidegger, der nach 1950 wieder publizieren durfte, in der Nachkriegszeit entfaltete, geh\u00f6rt zu den verwirrenden Einsichten in die Denk- und Handlungsweisen eines der einflussreichsten Philosophen deutscher Denktraditionen. Mit dem Bezug auf Heideggers Hauptwerk \u201eSein und Zeit\u201c (1927) versucht Lilla die abstruse Hinwendung des Philosophen zu dem rassistischen Machtwahn so zu deuten: \u201edie Nazis selbst (h\u00e4tten) die \u201ainnere Wahrheit und Gr\u00f6\u00dfe des Nationalsozialismus\u2018 zerst\u00f6rt. Da sie nicht Heideggers Weg verfolgt h\u00e4tten, h\u00e4tten sie die Deutschen von ihrer Begegnung mit dem Schicksal abgehalten.\u201c (vgl. S. 39)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was den \u201eKronjuristen\u201c des Dritten Reichs betrifft, dem aus dem westf\u00e4lischen St\u00e4dtchen Plettenberg stammenden Carl Schmitt, so ordnet ihn Lilla in die Reihe derjenigen Apologeten der Nazis ein, die von Anfang an deren Terrorherrschaft argumentativ unterst\u00fctzt haben. Seine Politik-Theorie, die als \u201eDezisionismus\u201c bezeichnet wird, richtet sich gegen den modernen Liberalismus, so Lilla, \u201eder den Staat als neutrale Institution betrachtet\u201c (S. 63) Eine solche Bewertung seines umfangreichen Werkes, die zwischen der Betrachtung der Grundlagen der Politik bar von liberalen moralischen Illusionen und der schonungslosen Denunziation liberaler Heuchelei schwanke, sei aber bei einem pr\u00fcfenden Blick auf die umfangreiche Forschungsliteratur nicht haltbar. Heinrich Meiers scharfsinnige Studie \u201eDie Lehre Carl Schmitts \u2013 Vier Kapitel zur Unterscheidung Politischer Theologie und Politischer Philosophie\u201c (Stuttgart 1994) w\u00fcrde auch, so Lilla, den antisemitischen Impetus des \u201eTheologen der Jurisprudenz\u201c offenbaren: \u201e\u2026 sein Antisemitismus war keineswegs ein kalkulierter zum Gefallen seiner Nazi-F\u00f6rderer. In seiner D\u00e4monologie\u00a0 nehmen die Juden vielmehr die Stelle des \u201aFeindes der Vorsehung\u2018 ein, den man zu bek\u00e4mpfen hat, um \u201adas Werk des Herrn\u2018 zu verrichten.\u201c (S. 78). So widerwillig die politische Theorie von Carl Schmitt von den Anh\u00e4ngern des weitr\u00e4umigen liberalen Gedankengeb\u00e4udes auch reflektiert wird, so werden sie doch mit einem Gegner konfrontiert, der von dem Gedanken \u00fcberzeugt sei, dass die Moderne ein gewaltiger kosmischer Fehler sei. Und um diesen zu korrigieren, w\u00fcrde er \u201ejedes intellektuelle oder politische Extrem einschlagen\u201c. Wie Schmitt sehnten sie sich nach einem neuen Abschnitt der Heilsgeschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kapitel III setzt sich mit der schwierigen Rezeption von Walter Benjamins Werk auseinander, das theologische, philosophische, sozialgeschichtliche und literaturhistorische Themen und Diskursfelder aufweist. Seine marxistischen Sinnfelder waren, so Lilla, \u201eimmer verkn\u00fcpft mit seinen urspr\u00fcnglich theologischen Fragestellungen\u201c. (S. 102) Seine enge Freundschaft mit Theodor Adorno, der ihm das materielle \u00dcberleben in den Exiljahren bis zu seinem Freitod 1940 erm\u00f6glichte und in Benjamins Hinwendung zum unorthodoxen Marxismus sich eine \u201efruchtbare S\u00e4kularisierung seines Denkens\u201c erhoffte, tr\u00fcbte sich wegen konzeptioneller und methodischer Differenzen im Laufe der 1930er Jahre ein. Benjamins apokalyptische Sicht der europ\u00e4ischen Politik (Verrat Stalins an der kommunistischen Bewegung nach dem Pakt mit Hitler) l\u00f6schte in ihm jegliche Hoffnung auf die Erl\u00f6sungskraft des Kommunismus. Ergebnis seiner tiefen Desillusion ist seine Abhandlung \u201e\u00dcber den Begriff der Geschichte\u201c, in der er dem historischen Materialismus in der Gestalt einer Puppe nur dann eine Chance bietet, wenn sie die Theologie in ihren Dienst nimmt. Sie bestehe darin, dass der Materialismus von der Theologie lernen k\u00f6nne, dass die Idee vom Fortschreiten der Geschichte eine Illusion sei, als Aneinanderreihung von Katastrophen, die ein riesiges Tr\u00fcmmerfeld hinterlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Kapiteln IV bis VI dienen die drei Abhandlungen \u00fcber Alexandre Koj\u00e8ve, Michel Foucault und Jacques Derrida als markante Beispiele westlicher Denkmodelle, in denen sich nach den herben, desillusionierenden Entt\u00e4uschungen im Umgang mit faschistischen oder kommunistischen Doktrinen korrigierende theoretische Ans\u00e4tze abzeichneten. IV: Alexandre Koj\u00e8ve als Beispiel f\u00fcr eine kongeniale Hegel-Rezeption, dessen Autor eine Idee aufs Podest erhob und \u201edie Gesellschaft nach deren Bild zu formen trachtete(n)\u201c (S. 133), V: Michel Foucault, dessen aufsehenerregende Abhandlungen \u201e\u00dcberwachen und Strafen\u201c,\u00a0 \u201eDer Gebrauch der L\u00fcste\u201c oder \u201eWahnsinn und Gesellschaft\u201c die intellektuellen Diskurse der 70er und 80er Jahren bestimmten und dem Lilla bescheinigt, dass er \u201eberauscht mit seinen inneren D\u00e4monen k\u00e4mpft, diese auf die Sph\u00e4re des Politischen projiziert, die ihn nicht wirklich interessiert.\u201c (S. 153). VI: Jacques Derrida, dessen Dekonstruktivismus alle politischen Ideologien des Westens ablehne, wobei der Marxismus in seiner Kritik weitgehend verschont bleibe und der Kommunismus erst dann totalit\u00e4r geworden sei, \u201eals er versuchte, das eschatologische Heilsprogramm zu erf\u00fcllen, das Marx selbst entworfen hatte.\u201c (S. 171).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem pointierten Nachwort unter der \u00dcberschrift \u201eVerlockung von Syrakus\u201c erl\u00e4utert Lilla seine Thesen im R\u00fcckgriff auf Platons Entscheidung, im Jahre 368 v. Chr. dem sizilianischen Herrscher Dionysos II., dem Nachfolger des Tyrannen Dionysos I., nicht mit seiner Philosophie zu dienen. Dieser Dionysos sei quasi unser Zeitgenosse, der im 20. Jahrhundert die unterschiedlichsten Namen angenommen habe: \u201eLenin und Stalin, Hitler und Mussolini, Mao und Ho Chi Minh \u2026 Ceau\u015fescu und Milo\u0161evi\u0107.\u201c (S. 188) Und dieses Problem Dionysos sei so alt wie die Sch\u00f6pfung, das seiner intellektuellen Parteig\u00e4nger hingegen sei neu. Es bestehe darin, dass im Zusammenhang mit der Entstehung der zwei gro\u00dfen Tyrannensysteme, dem Kommunismus und dem Faschismus, sich auch ein neuer Menschentyp herausgebildet habe, der philotyrannische Intellektuelle. Er diene sich, wie z.B. Martin Heidegger, Carl Schmitt in Deutschland, aber auch Georg Lukacs, den Tyrannen an. Als politischer Voyeure h\u00e4tten sie auch die neuen Machthaber nach dem Zweiten Weltkrieg in Havanna, Moskau oder Ost-Berlin besucht oder von ihren Schreibtischen aus Lobeshymnen geschickt. Und wer ist schuld an all diesen Irrungen und Wirrungen in der europ\u00e4ischen Geistesgeschichte? Etwa die deutschen Dichter und Denker, so J\u00fcrgen Habermas in Lillas Interpretation,\u00a0 die sie sich seit dem 19. Jahrhundert daran gew\u00f6hnt h\u00e4tten, \u201esich in eine mythische geistige Welt zur\u00fcckzuziehen und dort ihre Fantasien \u00fcber Hellas oder den deutschen Wald zu pflegen, was sie schlie\u00dflich dazu verleitet habe, in der Zwangsherrschaft der Nazis den Beginn einer spirituellen und kulturellen Erneuerung zu sehen.\u201c (S. 198) Oder das blinde politische Engagement franz\u00f6sischer Intellektueller, wie Raymond Aron behauptet? Lilla verneint beide L\u00f6sungsans\u00e4tze und verweist auf den armen Historiker, der sich in der europ\u00e4ischen Geistesgeschichte verirrt hat. Und der Leser, der diesen spannenden Diskursen bis dahin gefolgt ist, sollte sich nun mit Lilla auf die Spurensuche nach einer vorl\u00e4ufigen L\u00f6sung machen. Es lohnt, so wie die Lekt\u00fcre dieser erkenntnispraktischen Deutung eines Ph\u00e4nomens, das darin besteht, dass die tyrannischen Zuckerb\u00e4ckerh\u00e4uschen immer wieder so verlockend sind \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der hemmungslose Geist<\/b>, von Mark Lilla. Aus dem Amerikanischen von Elisabeth Liebl. M\u00fcnchen (K\u00f6sel-Verlag) 2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Der-hemmungslose-Geist.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-89383\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Der-hemmungslose-Geist.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Der-hemmungslose-Geist.jpg 220w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Der-hemmungslose-Geist-189x300.jpg 189w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Der-hemmungslose-Geist-160x255.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Manche philosophischen Abhandlungen gewinnen erst viele Jahre nach ihrer Erstver\u00f6ffentlichung eine durchschlagende \u00dcberzeugungskraft, vor allem wenn sie in ihrer deutschsprachigen Version, rund 14 Jahre nach ihrer Erstver\u00f6ffentlichung 2001, den Untertitel \u201aDie Tyrannophilie der Intellektuellen\u2018 tragen. 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