{"id":29511,"date":"2015-07-09T00:01:35","date_gmt":"2015-07-08T22:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29511"},"modified":"2022-03-07T06:24:11","modified_gmt":"2022-03-07T05:24:11","slug":"mara-genschel-material","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/07\/09\/mara-genschel-material\/","title":{"rendered":"Mara Genschel Material"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">\u00a0<span style=\"color: #888888;\"><em>Dieses Buch gibt einen Einblick in das Gattunsgrenzen hinterfragende Werk Mara Genschels. Zwar kennt und nutzt sie Verfahren der bildenden Kunst und der zeitgen\u00f6ssischen Musik. Dennoch wird dabei der Kernbereich der Literatur nicht verlassen. Ihr Werk kann dar\u00fcber hinaus als ein Modellfall betrachtet werden, wie von Lesern mit \u00e4sthetischen Herausforderungen umgegangen wird. Verst\u00e4ndnish\u00fcrden, so erweist sich hier, m\u00fcssen nicht unbedingt in der Struktur eines Artefaktes liegen. H\u00fcrden k\u00f6nnen auch durch die hergebrachten Gepflogenheiten unseres \u00f6ffentlichen Umgangs damit erst erzeugt werden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch habe noch nie einen bedeutenden Lyriker getroffen, der nicht sehr umg\u00e4nglich war\u201c, sagt mir ein nicht nur bedeutender Lyriker [1], sondern auch einer, den ich selbst sch\u00e4tze. Und in der Tat ist es plausibel: Wer seine Sprache beherrscht, findet mehr M\u00f6glichkeiten, einen aufkommenden Dissens sprachlich zu schlichten.\u202d Aber auch dieser Verdacht ist unabweisbar: Vielleicht gibt es viele unfreundliche aber bedeutende Lyrikerinnen, die im Kleinklein murkeln, weil es f\u00fcr die Lektoren immer zu unbequem war, sich mit dem Kram auseinandersetzen, den jene schon wieder patzig einfordert. Woher sonst die Faszination, die einzelne Gnatzk\u00f6ppe und St\u00e4nkerer auf den Literaturbetrieb aus\u00fcben? \u201eP\u00f6bel mal, Lyriker!\u201c (Mara Genschel) Liegt dem nicht das Bewusstsein zu Grunde, dass irgendetwas fehlt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u202dMara Genschel sieht im gesamten Buchmarkt eine [solche] Affirmationsmaschine[, wie sie hier im Kleinen beschrieben wurde]. Literaturmanagerinnen, Kulturbeamte und Literaturwissenschaftlerinnen leben von dem Ruf einer vielf\u00e4ltigen Buchkultur ebenso wie Autoren, die auf diesem guten Ruf Trittbrett fahren und Derivate feilbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ambitioniertes Kunstverst\u00e4ndnis,\u202d einer der Hauptsch\u00f6pfer dieses Rufes, gilt dabei allzu oft als hinderlich und der K\u00fcnstler wird zum St\u00f6renfried mit Starall\u00fcren, wenn er Sonderw\u00fcnsche jenseits etablierter Raster anmeldet. Mara Genschel macht f\u00fcr diesen Literaturbetrieb keine Lyrikb\u00e4nde mehr.<br \/>\nSie inszeniert dies jedoch auch nicht als ein\u202d \u201egro\u00dfes Schweigen\u201c oder \u00e4hnliches. [Wenn diesem Band \u00fcber sie irgendetwas Inszenatorisches anhaften sollte, ist das der Initiative des Verlegers und seiner Beitr\u00e4ger geschuldet. Immerhin nimmt das Buch nicht f\u00fcr sich in Anspruch, in irgendeiner Weise ein g\u00fcltiges oder vollst\u00e4ndiges Bild der Dichterin zu entwerfen. [2]<br \/>\nSchon dass sie uns Rechte f\u00fcr den Wiederabdruck freigibt,\u202d ist ein Akt der Freundschaft, zu dem sie \u00fcberredet werden musste, und wahrlich kein Schielen nach einer Hintert\u00fcr, erkl\u00e4rt der leidgeplagte Kleinverleger hier.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber man darf auch unterstellen, dass Mara Genschel annimmt, dass eine Ausbreitung ihres Kunstverst\u00e4ndnisses f\u00f6rderlich f\u00fcr das Gemeinwesen w\u00e4re. Sie schl\u00e4gt also eine M\u00f6glichkeit aus. Nun k\u00f6nnte man argumentieren: Ihr Fehlen auf diesem Markt wird gar nicht bemerkt. Sie vollstrecke genau die Marginalisierung, vor der sie Angst habe. Funktional im Sinne ihrer Utopie wird diese Haltung allenfalls, wenn diese als exemplarisch wahrgenommen w\u00fcrde. Ihre Zur\u00fcckhaltung in Bezug auf Inszenierung ist jedoch weder Bescheidenheit noch gar blo\u00df Bescheidenheitstopos, sondern Programm, denn schon hier lauert eine weitere Gefahr f\u00fcr das Konzept der Dichterin. Mara Genschel m\u00f6chte lieber nicht als Marke oder Maskottchen enden, welche(s) das v\u00f6llig Jenseitige, das Andere des Betriebes verk\u00f6rpert, wie es der Markt immer wieder auch zu seiner Legitimation erfordert, um sich selbst aus dem Bewusstsein zu schaffen: \u201eSeht doch, hier ist alles m\u00f6glich! Der Markt organisiert nur Distribution auf bestm\u00f6gliche Weise, die Inhalte sind ihm ja egal!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u202dMara Genschel bleibt als K\u00fcnstlerin nat\u00fcrlich auf irgendeine Form von \u00d6ffentlichkeit angewiesen. Wo sie sie nicht selbst organisieren kann, indem sie Hefte in Kleinauflagen herstellt und vertreibt 3, \u202csteigt f\u00fcr sie der Aufwand:\u202d \u202cJeder Veranstalter,\u202d \u202cder Mara Genschel einl\u00e4dt,\u202d \u202cmuss sich darauf gefasst machen,\u202d \u202cdurchleuchtet zu werden,\u202d \u202cinwiefern gerade seine Veranstaltung Momente der Affirmation des \u00dcblichen enth\u00e4lt,\u202d \u202cdie Mara Genschel nicht mittragen m\u00f6chte,\u202d \u202coder wenigstens darauf,\u202d \u202cdass sie die situative Konstellation zwischen Auftretenden,\u202d \u202cPublikum und Ort mit den Mitteln schr\u00e4ger Komik in etwas anderes transzendiert. [4] Ihr Konzept wird damit jeweils eigens auf diese Umst\u00e4nde der Anfrage angepasst.\u202d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Veranstalter,\u202d \u202cder Mara Genschel einl\u00e4dt,\u202d \u202chei\u00dft das immer,\u202d \u202cer wei\u00df nie genau,\u202d \u202cob ihr Auftritt auch f\u00fcr ihn g\u00e4nzlich\u202d \u201e\u202cgut geht\u202d\u201c\u202c.\u202d \u202cWenn es schiefgeht\u202d (\u202caber auch wenn es scheinbar gut geht\u202d) \u202cist nie ganz klar,\u202d \u202cob eine Provokation intendiert war,\u202d \u202coder ob die K\u00fcnstlerin f\u00fcr das,\u202d \u202cwas sie\u202d sich vorzunehmen gen\u00f6tigt sah, zu provisorisch ger\u00fcstet war. Und so kann es vorkommen, dass eine Veranstalterin vergr\u00e4tzt zur\u00fcckbleibt, obwohl das Publikum angeregt folgte und Mara Genschel allemal zuzutrauen ist, weitherzig genug zu sein, niemanden blo\u00dfzustellen. Ihr Horizont ist eher auf strukturelle Momente der Literatur und ihrer \u00d6ffentlichkeit ausgerichtet, der t\u00e4glichen Arbeit anderer begegnet sie durchaus mit Respekt. F\u00fcr Veranstalterinnen, deren Qualit\u00e4tsbewusstsein [5] so \u00fcberspannt ist, dass sie die Verantwortung f\u00fcr das, was geschieht, nicht oder nur m\u00fchevoll den geladenen Literaturprofis \u00fcberlassen wollen, ist das mitunter problematisch.<br \/>\nVeranstaltungsreihen gehen am n\u00e4chsten Dienstag zum n\u00e4chsten Thema \u00fcber,\u202d Mara Genschel beh\u00e4lt einen Wust vielf\u00e4ltiger, nicht leicht zu verallgemeinernder Erfahrungen zur\u00fcck und kann nichts tun, als sie f\u00fcr die n\u00e4chste Veranstaltung fruchtbar zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun gibt es immer den Verdacht,\u202d dass in solchen Zwangslagen nur steckt, wer eben nicht gut genug oder nicht weit genug w\u00e4re, und man h\u00e4lt sich, leider immer erst nachtr\u00e4glich, an den Lichtgestalten unabh\u00e4ngiger Geister fest, die der Markt \u201eletztlich\u201c eben doch nicht unterdr\u00fccken konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also muss hier mit Namen und Adresse gearbeitet werden,\u202d will man zeigen, dass dieseAnpassungsleistung durch H\u00f6flichkeit und Zur\u00fcckhaltung nicht Problem der niederen Chargen des Betriebs ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fu\u00dfnoten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u202d1 [\u202cDie Wahl des Geschlechtes folgt dem Zufall.\u202d \u202cSowohl die maskuline als auch die feminine Form verstehen sich wo es nicht anders klar aus dem Kontext hervorgeht inklusiv.\u202d]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u202d2 \u00a0[\u202cAuch die Dichter Norbert Lange und Tobias Amslinger oder der Kritiker Michael Braun beispielsweise haben sich bereits intensiver mit Mara Genschels Werk besch\u00e4ftigt,\u202d \u202cArbeiten zu ihr verfasst und dabei Aspekte ihres Werks hervorgehoben,\u202d \u202cdie hier fehlen.\u202d \u202cDie Auswahl der hier versammelten Arbeiten erw\u00e4chst aus rein praktischen Gesichtspunkten,\u202d \u202cwelchen Buchpreis der Verleger den Interessierten zumuten wollte,\u202d \u202cund m\u00f6glicherweise nicht zuletzt der Bequemlichkeit des Herausgebers.\u202d \u201e\u202cMG:\u202d \u202cKriegt ihr daf\u00fcr eigentlich Geld\u202d? | \u202cMS:\u202d \u202cKeine Ahnung\u202d! | \u202cLB:\u202d \u202cN\u00f6\u202d! | \u202cMS:\u202d \u202cGut\u202d! \u202c&#8230;\u202d\u201c \u202cSiehe Gespr\u00e4ch Nr.\u202d \u202c5\u202d \u202cin diesem Band.]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3 \u00a0Auf <a href=\"https:\/\/3c.gmx.net\/mail\/client\/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.referenzflaeche.com%2Fabout%2F%E2%80%AD\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.referenzflaeche.com\/about\/\u202d<\/a> \u202cerl\u00e4utert sie:\u202d \u201c\u202cDie Referenzfl\u00e4che ist kein abgeschlossener Gedichtband.\u202d \u202cSie l\u00e4sst sich trotzdem bequem ins Regal stellen.\u202d \u202cIch bringe in diesem Konzept meine Vorstellung von\u202d \u202cNachbereitung und \u00dcbergriff auf vermeintlich\u00a0stabilen Text unter.\u202d \u202cDen stabilen Text scheint die schwarz\/wei\u00df-Branche als Vertriebs-\u202d \u202cund Verbreitungssouver\u00e4n zwar noch immer zu verwalten.\u202d \u202cSeine Unber\u00fchrbarkeit ist aber l\u00e4ngst nicht mehr real.\u202d \u202cBei der Referenzfl\u00e4che handelt es sich um Verfahren,\u202d \u202cdie sich in gr\u00f6\u00dferen Auflagen wie denen von Literaturzeitschriften oder Lyrikeditionen nur als Reproduktion erm\u00f6glichen lassen\u202d \u2013 \u202cdie aber in letzter Konsequenz nur als Originaleintragungen funktionieren.<br \/>\nIn kleinsten Auflagen\u202d (\u202c20-50\u202d) \u202cstelle ich Textsammlungen zusammen,\u202d \u202classe sie drucken und greife dann nach meinen Vorstellungen handschriftlich ein.\u202d \u202cJedes Heft ist somit ein Unikat.<br \/>\nDa das Prinzip nicht auf bibliophilem Pathos\u202d (\u202cim Sinne beispielsweise der Wertzuschreibung k\u00fcnstlerischer Handsigniertheit\u202d) \u202cbasiert,\u202d \u202cverkaufe ich sie zum Selbstkostenpreis von\u202d \u202c5,-\u202d \u202cpro St\u00fcck.<br \/>\nIch entwickle die Referenzfl\u00e4che laufend weiter.\u202d \u202cDas betrifft sowohl die Produktion weiterer Rohtexte,\u202d \u202cals auch die Erprobung weiterer Eingriffe.\u202d \u202cFalls Ihnen ein Heft der nullten oder ersten Auflage gef\u00e4llt\u202d \u2013 \u202cbestellen Sie gern auch Hefte der vierten oder achtzehnten.\u202d\u201c\u202c,\u202d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4 Mara Genschel bemerkte einmal:\u202d \u201e\u202cH\u00e4ttest du nur irgendein Interesse daran,\u202d \u202cdie Bedingungen in und unter denen du \u00fcberhaupt Autor zu sein glaubst,\u202d \u202coffenzulegen,\u202d \u202calles w\u00fcrde sehr viel schneller politisch,\u202d \u202cals es den G\u00e4sten auf deinem Podium lieb sein kann.\u202d\u201c\u202c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5 Qualit\u00e4tsbewusstsein hat ja leider wegen seiner Neigung zur Einsinnigkeit der Ma\u00dfst\u00e4be stets eine gewisse Tendenz zur Verengung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"data:image\/jpeg;base64,\/9j\/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD\/2wBDAAoHBwgHBgoICAgLCgoLDhgQDg0NDh0VFhEYIx8lJCIfIiEmKzcvJik0KSEiMEExNDk7Pj4+JS5ESUM8SDc9Pjv\/2wBDAQoLCw4NDhwQEBw7KCIoOzs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozs7Ozv\/wAARCAGQASwDASIAAhEBAxEB\/8QAGwABAAMAAwEAAAAAAAAAAAAAAAMEBQIGBwH\/xABFEAACAgECAgQNAgMHAwIHAAAAAQIDBAUREiETMTRBBhQiUVNUYXJzgZKxwXGTFTKRByMzQlKh0RZigjbwNUNjdKKjs\/\/EABkBAQADAQEAAAAAAAAAAAAAAAACAwQBBf\/EACIRAQEAAgICAgMBAQAAAAAAAAABAhEDIRIxBBMyQVEUIv\/aAAwDAQACEQMRAD8A9Zw8PFeFQ3jVN9HH\/IvMTeJ4vq1P7aGF2Gj4UfsTgQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aHieL6tT+2icAQeJ4vq1P7aM\/UMTGV8dsepeT\/AKF52a5m6j2iPuflgW8LsNHwo\/YnIMLsNHwo\/YnAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAABm6j2iPuflmkZuo9oj7n5YFvC7DR8KP2JyDC7DR8KP2JwAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAZuo9oj7n5ZpGbqPaI+5+WBbwuw0fCj9icgwuw0fCj9icAAAAAAAAAAfN021ut11oD6AfJSjCLlJqMUt22+SA+g+JppNPdPqZ9AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAABm6j2iPuflmkZuo9oj7n5YFvC7DR8KP2JyDC7DR8KP2JwAKupZcsHTcnLhWrJU1ynGDe3E0urfuOWBmQz8GrKrWysju1\/pfevk90BYAMzR9X\/AItLLcauGqi7grlvv0kdk+L2b8\/kBpmRr+uPRaI2Qxnkznvw1ptOXsXJ\/wC+xrnn39oupTodNuDk3Qtr3rscYeRFPf8AzNcnui3hw885Ec7qbcbvDJQk1q92Th3LnKmFcnt5kuGS865vrM+rwlUaYXzzrrL8mfHLHlskl1Jb78Te222\/L7nVp40LsevKyMq2y61btKDitu979T71zJ8HTcbNV0rczMqr2l0TlJPqXkxfLrfN8upNHp\/ThIz+dr0Gnwss03JhRlqVdVtbcZZPk9E9ut829v179vOQX+EN2o6esnNpXi6g5xx4vbpdlvxT69l5o8+7fzHmN2VG9UV2V9Uk5zcnKVnm336jUycjGssxqcRyhXZxRlw19HGa3SS6urbfd8yP+bGXZ9lezaHG2Oi4nTt9JKtSlu29m+e3P9S+Ymm6\/iWY1dEuld9cUnGFMnutuT5LkmaeNmQyZSUarobekqcd\/wCp5meN3bY0yzSwACDoAfN0+oD6AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAZuo9oj7n5ZpGbqPaI+5+WBbwuw0fCj9icgwuw0fCj9icDN8If\/T2f8CX2IcBfw\/WcjBb2py141QvNLkrIr57S\/8AJk3hF\/6ezvgy+xw1umfiNedQt78GSvgl\/miltOPzi2v12A5a7dNYccOibhkZ0+gra64p\/wA0vlFN\/wBCjR0un\/xWrTqFKddtNVMNt1H+7hFN+xLm\/wBCxp869V1e3UoS48fHh0GO+5t7Ocl\/+K+TKd85LUcyjxiWPXkZ9ddlkHs9uhT2T7t2kt\/aBes0e6FMrf4xmrIjHfpHYlDf3NuHb2HnH9pWrZWXiaLKNihXm43TWQj1KS25r2eUz0PN0jQ8HEnk5WPGUa113TlNyfcube7Z5h4b13vB0HIlDgg8Ho1Hz7cMpfJNpfI0fG75Yhn+Lr8Mman4rk2WU48pQ6V7cU4w3b4U\/m3+rJM\/NuVtVsYyqp\/+VTdPicYPfh2357bJJ+ff2kWLiT1LMuuWNOdVMoylVu9tnsopv2nPUtLyYarXjRo6bIla1KFcd2ltyXL7ex7HqXUrO5YVLdeNdleRi3WbOUEt1BSSm\/8Adf8AtFy2yy3MwaKFKEKanFSs7nvxTfsa3PlGFPHeLC2cnXc2ouMPJ34l1PzPl3dexXxcd3a3j4raqnY5Qm7X5MHs0+b\/AE5sndXtF7BCOPg6fdnYtXlTkoYyhLhc9lsm3377N8zZwcid9U+kcJTrm4ScOp7Hm2mZV+RZXj15FV1VEY7VyUlVx972T9m\/VzX6ncNHtvpxJ16dg037S8u1XqKlPv3W3L9DyuXj1O2nHLbsZT1XMeDp9l0Odj2jWv8AufJf8\/IrJa1a\/K6Gn57r\/l\/1RSzU68e15OVK2vFaXHPZcVkmt0kvMuS\/VlOOPaVrenPocdznLfgju3t17I+URUalskm+b5bc31mLrWqX11U19G6Ksm1VKUlvZLfuUe7f2\/0L+nYdtcpZWTZOV1i2UXNtQj5vNv52cuOsd0320AU83LsrnVj40VLIufLfqhFfzSf6fdouEdJAAOAAAAAAAAAAAAAAAAAAABm6j2iPuflmkZuo9oj7n5YFvC7DR8KP2JyDC7DR8KP2JwI7qa8imdN0FOua2lF9TRz2W23cfStlahh4TSycmqpyW6jKXN\/outgc8XFx8LHjj4tMKaob8MILZLd7nGzBxboXQtx65xve9qlHdT5Jc\/kkccbU8HMm4Y+VVZNLdwUvK2\/TrLQGfj6FpmNfC6vFj0lf8kpylPg\/Tdvb5HRPDvRf4lrWFpGlURqjCMr8iUI7Kvia5vuW+x6WVsrT8TNTWTRGxNJPfvS7i3iz+vLyRym5p0GegaDomBVj5OViPpOHpLZWeVCSe7\/le+zXL2be3cy5Y0aoZOVpmndPhO1XVztSi3tt5aXXt5uvlv52ekrRdIw6LHXpeMoqLclGlbsg1TxT+DdLj0U738Cr8hLfia\/BdjzS31vaFweX8OoZ+dj02VVRnfGThGV21UlJ8Tfup7vbfr\/oZWfpeRj5lfFk1ZN0E7LZVSclXHi23b\/Xu\/5O252BiV5lUKkr7JRbmoQTk2m+OW\/Up+T38mturrK1eHG3Q5W4dis6GuU2+qf8223C\/wDMtlyXs5M3Y8mu1NjI0zUI6VTfOUPGJZUP5nF1vi3aT3823PuO+4nhfYsZwlj4+Eq6uKKgpW8TUU9tklt19Z0jwitppxserTszp48PlNcUdtuaT4ub6ntsybUMvMl4vDLeRX0LUdq7f8q5bSey2ey5Ec8MeTVsdluLvmN4T5UMeELsfpbZV7wlwThxtLqe8dkytmWXabiynnwVk5Jy2jOL6Oe6fkrfd78\/b9jrWqa9irFx7YVzco2xcksyVnEl\/Mn1R6u\/mZOoa54xTerLZwSt4oVVzjz3333kub258ur2lWPBu7k0lc3cdc1OeTqmDOyucLKrXOHFzhV3LqflSb\/35Gvl5bwIu\/NzZxyZQaqrcuVS23c5Jct0k38u86jXmUV12ThOuc65wdSjJzhRFvfeUutvr3\/oclfneEfhEsTF4Y0UtbWSjvx893KS357tJ7eaKRG8fU\/kdmXbvHg\/iTVT1C6M4TyIRjVVN86ql\/Kn\/wBz33ftfsNkjpr6GmFfHKfDFLim93L2skMOV3droAAi6AAAAAAAAAAAAAAAAAAAZuo9oj7n5ZpGbqPaI+5+WBbwuw0fCj9icgwuw0fCj9icCpqmb\/D9NvylDjlXHyI\/6pPlFfNtEemaZDCg7rdrcy3nffLnKT8y80V3Ij8Id46Ldao8XQyhbJeeMZqT\/wBkzRjKM4KcWnGS3TXegKmpaZVqFGz\/ALvIr8qm+K8uqXc0\/uu84fxKWJpmPdqFUo5NijF01LilKzbmopdff8iOWn6pxSktcnGO7aXi1fJf0MPTtS1HPzMDJhVVnWLEtknKzol\/i8PEtk+eyX9QNt61Zj7Tz9NyMSiT26aUoTjHzcXC3w\/r1EmXrNONlvChRdkZTipQqrS3knvz3b2SW3Nvzor5F+s3Y9lVmkYvBODjLfM5bNe4RaDRKGZKy6cLb1g48JWwe6lspdT702Bbq1Oyd8cTLxLsG65PopScZxk0t9k1ut9uezPNNU1zU8XUbtNoynZPHlZXU5LaK8r9e5brdJnpHhBaqcfEtfVDMrfL5nlvhBh3wy7MvHzIyWTOTsTW2ye8nFPbnvLdfq0a\/je7tXyM7D1PJ8flldKk6bekvaj5Ed+T3a7mm\/sW1OdORbPBrvfC93s1HjTk1FcPdun380ivp1LxMC\/JvothW7quKC2lxR3fXu9n1bb8+sijqNtVNuPXF00WZHSurfeST6op9fVvu31ezc3\/AJWyfpn9INezrMiivIdbhjqe2PHl5Cakmlt180\/06j7PNzbq44ufK5QqXDGiuMW+fPeXt57tvcoahZG7Lg6qejjxuSgm2vKXJR37v93vud4p1HA0fAdSw8nxq2l9Le6epOO+y5789\/kv13FtxnUS9ut4kFi5cY31xslGSa2knww257J8t31b78n8jR6FrRbJzxJKLkqIN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alt=\"\" width=\"240\" height=\"320\" \/><strong>Mara Genschel Material<\/strong> Bertram Reinecke [Hg.], ein Band mit Au\u00dfeinandersetzungen mit dem Werk der Dichterin von Luise Boege, Ann Cotten, Michael Gratz, Martin Sch\u00fcttler und Meinolf Reul.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu enth\u00e4lt der Band einen Dokumentationsteil mit teilweise unver\u00f6ffentlichten Arbeitsproben von Mara Genschel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">100 Seiten,\u00a024 X 18cm \/\u00a012 Euro (D)Bestellen unter info[at]reinecke-voss.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>, sowie einen Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>\u201c <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Dieses Buch gibt einen Einblick in das Gattunsgrenzen hinterfragende Werk Mara Genschels. Zwar kennt und nutzt sie Verfahren der bildenden Kunst und der zeitgen\u00f6ssischen Musik. Dennoch wird dabei der Kernbereich der Literatur nicht verlassen. 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