{"id":2842,"date":"2012-03-22T00:01:52","date_gmt":"2012-03-21T23:01:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=2842"},"modified":"2019-10-05T09:40:52","modified_gmt":"2019-10-05T07:40:52","slug":"copyright-copyleft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/22\/copyright-copyleft\/","title":{"rendered":"copyright \/ copyleft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Es gibt kein geistiges Eigentum. Autoren haben keine Rechte, nur Pflichten.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Jean-Luc Godard<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Es wird so getan, als ob wir Kunst machen als Hobby. Das Rumgetrampel darauf, dass wir uncool seien, wenn wir darauf beharren, dass wir diese Werke geschaffen haben, ist im Grunde nichts anderes, als dass man uns ins Gesicht pinkelt und sagt: &#8218;Euer Kram ist nichts wert. Wir wollen das umsonst haben.&#8216; Eine Gesellschaft, die so mit ihren K\u00fcnstlern umgeht, ist nichts wert.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Zu glauben, man k\u00f6nnte auf Plattenfirmen verzichten, und dann w\u00fcrde man trotzdem noch dieselbe Musiklandschaft vorfinden, wie wir sie jetzt haben, oder sagen wir mal vor zehn Jahren hatten, das ist ein gro\u00dfer Irrtum.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Zu glauben, irgendwann k\u00e4me das Sozialamt um die Ecke und w\u00fcrde die Bezahlung der K\u00fcnstler \u00fcbernehmen und dabei w\u00fcrde noch gescheiter Rock&#8217;n&#8217;Roll rauskommen &#8211; das kann man knicken.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die kleinen Labels sind alle weg. Was bleibt, ist Volksmusik, deutscher Schlager und Rockmusik f\u00fcr die \u00c4lteren.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber YouTube: &#8222;YouTube geh\u00f6rt Google. Das ist ein milliardenschwerer Konzern, die aber nicht bereit sind, pro Klick zu bezahlen.&#8220; \u2026 &#8222;Wir sehen nicht ein, dass Milliardengesch\u00e4fte gemacht werden, auch mit Werbung in diesem Bereich, und wir kriegen davon nichts ab.&#8220; \u2026 &#8222;Ein Gesch\u00e4ftsmodell, das darauf beruht, dass diejenigen, die den Inhalt liefern, nichts bekommen, das ist schei\u00dfe.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Quelle: Sven Regener am 21. M\u00e4rz <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/index.html\">im BR-Radiomagazin &#8222;Z\u00fcndfunk&#8220;<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dank Streaming ist die Musikindustrie erstmals seit vielen Jahren wieder wirtschaftlich im Auftrieb. K\u00fcnstler beschweren sich freilich zu Recht, dass der neue Geldregen nicht zu ihnen durchrieselt. Anl\u00e4sslich der \u00f6sterreichischen Amadeus Awards hat Laurin Lorenz f\u00fcr den <em>Standard<\/em> mal <a href=\"https:\/\/derstandard.at\/2000102046620\/Das-Spotify-Problem-der-Musiker-Untergehen-im-Strom-des-Erfolgs\">durchgerechnet<\/a>, wie die Bilanz im Falle des Opus-Hits &#8222;Live is Life&#8220; aktuell aussieht: Bei 33 Millionen Streams des Songs zahlt <em>Spotify<\/em> zwischen 200.000 und 280.000 Dollar Tantiemen an die Industrie, die den Kuchen aber erst einmal unter sich aufteilt. Online-Vertrieb und Labels &#8222;erhalten noch einen Prozentsatz der Einnahmen, Vertriebe oft bis zu 20 Prozent, Labels &#8211; je nach Vertrag &#8211; zwischen 85 und 50 Prozent jenes Betrags, den der Vertrieb weiterleitet. Die vierk\u00f6pfige Band Opus w\u00fcrden dann von 200.000 Dollar nur noch zwischen 80.000 und 24.000 Dollar erreichen. Da sehen die Welthits pl\u00f6tzlich arm aus.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im multimedialen Bienenstock lanciert die <em>Ed<\/em><em>it<\/em><em>ion Das Labor<\/em> auf der Plattform <em>vordenker.de<\/em> mit <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/metaphon_konzept.htm\">MetaPhon<\/a> eine Reihe, in der vielf\u00e4ltige Facetten der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=8121\">multimedialen Kunst<\/a> und des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=28660\">H\u00f6rbuchs<\/a> zug\u00e4nglich gemacht werden, die nach den herk\u00f6mmlichen Marktgesetzen unerschlossen bleiben. Der <em>Markt<\/em> wird entmystifiziert. Das aufgekl\u00e4rte Publikum erwartet K\u00fcnstler, Wissenschaftler, Akteure, die den Vorhang aufrei\u00dfen, um in einer anderen Form zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt kein geistiges Eigentum. Autoren haben keine Rechte, nur Pflichten. 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