{"id":27980,"date":"2024-07-16T00:01:25","date_gmt":"2024-07-15T22:01:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27980"},"modified":"2022-02-22T19:43:31","modified_gmt":"2022-02-22T18:43:31","slug":"kreativitaet-und-disziplin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/07\/16\/kreativitaet-und-disziplin\/","title":{"rendered":"Kreativit\u00e4t und Disziplin"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Disziplin setzt in der Formung des Materials ein, aber ich wei\u00df, dass schon die Auswahl des Materials einem kreativen Akt unterliegt, nicht beherrschbar ist und auch nicht vollkommen beherrschbar sein sollte. Auch die Formung selbst, zu der eine gewisse Disziplin notwendig ist, geht nat\u00fcrlich einher mit sch\u00f6pferischen Kr\u00e4ften, spontanen, intuitiven Ideen. Trotzdem: Disziplinierung ist nicht nur Handwerk, sie erm\u00f6glicht auch den richtigen Fluss der Kreativit\u00e4t. Ich wende mich gegen das schnelle Runterschreiben. Das kann hin und wieder gut gehen. Aber besser ist es, wenn der Autor seine Kreativit\u00e4t trainiert: Wenn er das Tr\u00e4umen vermehrt, indem er es sich vornimmt, sich damit besch\u00e4ftigt, analysiert, interpretiert, Tr\u00e4ume literarisch verwendet. Kreativit\u00e4t ist stimulierbar und trainierbar, wenn auch nicht immer abrufbar, aber es ist steuerbarer, als mancher glaubt. Mag sein, dass diese Begabung sehr unterschiedlich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich stelle mir einen Schacht zum Unterbewusstsein vor, den ich \u00f6ffne, wenn ich schreibe. Ich sp\u00fcre nach einer Weile, wie die Sprache von allein flie\u00dft. Aber das kann ich steuern, jederzeit, und auch erst einmal zulassen, dann wieder anhalten. Ich schreibe morgens am besten \u2013 aber da muss ich arbeiten gehen, und am Wochenende komme ich morgens selten zum Schreiben. Jedes Mal in den Ferien, vor allen in den Gro\u00dfen,\u00a0 sp\u00fcre ich, wie nach etwa einer Woche dieser kontrollierbare Prozess der F\u00f6rderung aus dem Schacht immer besser wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div id=\"attachment_9174\" style=\"width: 132px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bergmann_1_sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9174\" class=\"size-full wp-image-9174\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Bergmann_1_sw.jpg\" alt=\"\" width=\"122\" height=\"182\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9174\" class=\"wp-caption-text\">Ulrich Bergmann<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>.<\/p>\n<p>Eine W\u00fcrdigung von Ulrich Bergmann finden Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15183\">hier<\/a>.<b><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Disziplin setzt in der Formung des Materials ein, aber ich wei\u00df, dass schon die Auswahl des Materials einem kreativen Akt unterliegt, nicht beherrschbar ist und auch nicht vollkommen beherrschbar sein sollte. Auch die Formung selbst, zu der eine&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/07\/16\/kreativitaet-und-disziplin\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":98374,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[866],"class_list":["post-27980","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-ulrich-bergmann"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27980","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27980"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27980\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":99592,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27980\/revisions\/99592"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98374"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27980"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27980"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27980"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}