{"id":27250,"date":"2014-11-15T00:00:42","date_gmt":"2014-11-14T23:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27250"},"modified":"2023-05-04T17:22:16","modified_gmt":"2023-05-04T15:22:16","slug":"mein-klassiker-mit-zukunft-perry-rhodan","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/15\/mein-klassiker-mit-zukunft-perry-rhodan\/","title":{"rendered":"Mein Klassiker mit Zukunft \u2013 Perry Rhodan"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in der Literatur muss es nicht immer Chateaubriand, Zanderfilet oder Kaviar sein. Die Currywurst mit Pommes und Mayo hat ebenso ihre Daseinsberechtigung. Noch dazu, wenn sie scharf, deftig und pfiffig gew\u00fcrzt daher kommt. Eine solche ist die <a href=\"http:\/\/www.perry-rhodan.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Perry Rhodan-Heftserie<\/a> im Bereich der Science Fiction. Nicht Rhouden oder Rhoden wie Hoden, sondern Rhodan \u2013 mit langem O und langem A, so wie in Mond und Bahn.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/PR0001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-27400 alignleft\" title=\"Titelbild Heft 1 - Unternehmen Stardust\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/PR0001-205x300.jpg\" alt=\"PR0001\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/PR0001-205x300.jpg 205w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/PR0001.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a>Die von Walter Ernsting aka Clark Darlton und Karl-Herbert Scheer ins Leben gerufene Serie, die am 8. September 1961 mit dem Roman \u201eUnternehmen Stardust\u201c zu einem Heftpreis von 70 Pfennig startete und seitdem ununterbrochen w\u00f6chentlich fortgesetzt wird, ist in mehrerer Hinsicht ein Ph\u00e4nomen und nicht nur in ihrer Einzigartigkeit ein Superlativ. In den 50ern und 60ern zum Ende der Hochzeit der klassischen SF gestartete vergleichbare Projekte wie etwa die 1966 erstmals erschienene Reihe \u201eRen Dhark\u201c, die gleichwohl heute einen gewissen Kultstatus genie\u00dft, wurden schnell wieder eingestellt. Aber Perry Rhodan, das sind zum aktuellen Zeitpunkt 2778 B\u00e4nde der Heftromanserie \u2013 eine ziemlich lange Currywurst also \u2013 plus zus\u00e4tzliche abgeschlossene Miniserien und Spin Offs wie Atlan sowie diverse Buchreihen, Einzelbuchprojekte und auch eine Comic-Reihe. Zudem entschlo\u00df sich der Pabel Moewig-Verlag zu einem 2011er \u201eReboot\u201c der Serie, Perry Rhodan NEO, dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Science Fiction?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist durchaus hilfreich, sich vor Detailbetrachtungen einmal mit der allgemeinen Frage zu besch\u00e4ftigen, was das kulturelle Ph\u00e4nomen SF \u00fcberhaupt bedeutet. Und: gibt es gute SF, gibt es schlechte? Wenn ja, was sind die Qualit\u00e4tskriterien? Und wie grenzt sich SF ab, sagen wir zur Masse der Fantasy-Literatur? F\u00fcr mich gibt es da einen wesentlichen auch geschmacklichen Unterschied. Ich mag Fantasy nicht besonders, wohl aber SF.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die klarste Trennlinie zieht f\u00fcr mich der 1940 in die USA emigrierte deutsche Philosoph und Logiker <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gotthard_G%FCnther\">Gotthard G\u00fcnther<\/a>. Sich mit Kultur und Gesellschaft seines neuen Gastlandes konstruktiv auseinandersetzend machte er sehr schnell die aufkommende SF-Literatur als ein wesentliches Ph\u00e4nomen der amerikanischen Andersartigkeit aus. F\u00fcr ihn ist, wie sp\u00e4ter auch f\u00fcr Gene Roddenberry&#8217;s Star Trek die Besch\u00e4ftigung mit dem Weltraum die logische Fortsetzung des amerikanischen Frontiergeistes, des \u201eGo west, young man!\u201c, das All als \u201eFinal Frontier\u201c, als letzte Grenze, die es \u2013 zun\u00e4chst literarisch \u2013 zu meistern gilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Konsequenz dieser Auffassung suchte er den Kontakt zur amerikanischen SF-Szene und freundete sich mit Autoren wie etwa John W. Campbell an. 1952\u00a0 gab er als Erst\u00fcbersetzer im D\u00fcsseldorfer Karl-Rauch-Verlag eine vierb\u00e4ndige Reihe \u201eRauchs Weltraumb\u00fccher\u201c heraus, bestehend aus Isaac Asimov&#8217;s \u201eIch, der Robot\u201c, Jack Williamson&#8217;s \u201eWing 4\u201c, John W. Campbell&#8217;s \u201eDer unglaubliche Planet\u201c und einer Kurzgeschichtensammlung, u.a. mit Lewis Padgett, mit dem Titel \u201e\u00dcberwindung von Raum und Zeit\u201c. <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/gunther_web\/gunther_web.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Seine editorischen Kommentare<\/a> zu diesen Werken sind philosophische Leckerbissen, und das nicht nur f\u00fcr den SF-Fan. <i>\u201eMeist st\u00f6\u00dft man auf Unglauben und Verbl\u00fcffung, wenn man erw\u00e4hnt, dass der Auftakt der Science Fiction in Deutschland nach dem Krieg eine hochakademische Angelegenheit war, dass ein deutscher Philosophieprofessor der erste Herausgeber einer Science Fiction-Reihe war\u201c<\/i>, schreibt Wolfgang Jeschke in seinem Nachwort zur Edelausgabe von Williamsons Wing 4 als Band 54 der Bibliothek der Science Fiction Literatur im Heyne-Verlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus schrieb G\u00fcnther neben seiner akademischen T\u00e4tigkeit <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/gunther_web\/gunther_web.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">popul\u00e4rwissenschaftliche und philosophische Betrachtungen<\/a> f\u00fcr die US-SF-Magazine \u201eAstounding Science Fiction\u201c, sp\u00e4ter \u201eAnalog\u201c, und f\u00fcr \u201eStartling Stories\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie G\u00fcnther in seiner Autobiographie \u201e<a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/ggphilosophy\/gg_selbstdarstellung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selbstdarstellung im Spiegel Amerikas<\/a>\u201c bemerkt, hat es zu allen Zeiten seit Platons Timaeus Utopien und mehr oder weniger Vision\u00e4res wie auch gedankliche Reisen in den Weltraum gegeben. Das ist aber nach G\u00fcnther nicht Science Fiction im eigentlichen Sinn. Ihm geht es um das Neue.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u201eEs sind\u201c<\/i>, so G\u00fcnther, <i>\u201eliterarische Sch\u00f6pfungen, die nicht aus dem eng Terrestrischen ins Kosmische vorsto\u00dfen, was letzten Endes nur das \u00fcberm\u00e4\u00dfig vergr\u00f6\u00dferte Irdische ist, es sind auch nicht Gedanken, die die heutige Technik entlang ihren nat\u00fcrlichen Entwicklungslinien ins Utopische extrapolieren oder dasselbe mit sozialen Institutionen tun. In dem, was wir im strengeren Sinne hier als Science Fiction bezeichnen, geht es um unvergleichlich viel mehr. Es handelt sich n\u00e4mlich um Ausbr\u00fcche aus dem klassisch Kosmischen \u00fcberhaupt in ein Transkosmisches, das aber alles andere als supernatural ist. Aus dem Bannkreis aller \u00fcberhaupt erfahrbaren menschlichen Rationalit\u00e4t hinaus bricht hier die Literatur hinein in ein \u201eRationales\u201c, das im unheimlichsten und f\u00fcrchterlichsten Sinne au\u00dfermenschlich in unserem klassischen Sinne ist.\u201c<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Transkosmisches?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also der Ausbruch in ein Transkosmisches, das aber keinesfalls als \u00fcbernat\u00fcrlich gelten soll. Und er f\u00fchrt auch ein positives Beispiel f\u00fcr ein derartiges literarisches Werk an, die SF-Kurzgeschichte \u201eMimsy Were The Borogoves\u201c[1] von Lewis Padgett, ein Pseudonym f\u00fcr das Autorenehepaar Catherine Lucile Moore und Henry Kuttner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Geschichte, deren deutscher Titel \u201eGar elump war der Pluckerwank\u201c lautet, f\u00e4llt eine Kiste mit Alien-Spielzeug, das nicht nach den Gesetzen menschlicher Rationalit\u00e4t konstruiert ist, dem 7-j\u00e4hrigen Sohn und der 2-j\u00e4hrigen Tochter eines College-Professors auf einem amerikanischen Campus in die H\u00e4nde. Im Verlauf der Handlung ver\u00e4ndert sich das Denken der noch nicht fest gepr\u00e4gten Kinder durch die Besch\u00e4ftigung mit dem Spielzeug derart, dass sie sich einen Weg aus unserer Welt heraus bauen und auf eine Weise aus der Welt verschwinden, die den Vater in den Wahnsinn treibt. Das, so G\u00fcnther, ist Science Fiction!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also der Versuch der Vorstellung nicht-menschlicher Rationalit\u00e4ten, die Frage nach einem Sein, dessen Objektivit\u00e4t nicht den Gesetzen menschlicher Vernunft folgt. Klopft man die Perry Rhodan-Serie einmal daraufhin ab, kommt wirklich Interessantes und Erstaunliches zutage, das bei einer Heftchen-Serie auf den ersten Blick nicht so ohne weiteres zu erwarten ist. Oder die Frage nach der Identit\u00e4t des Individuums, kann ein Selbst von einem anderen \u00fcbernommen werden? Das kommt bei Perry Rhodan \u00f6fter vor, gelegentlich werden sogar Gehirne geklaut. Oder ist Subjektivit\u00e4t m\u00f6glich, die totale Anschauung ist, ohne einen begleitenden Willen? Yep, da gibt es in der Serie denkende W\u00e4lder und so manches Andere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In gut geschriebener Science Fiction sieht der Mensch sich schon mal Wirklichkeiten gegen\u00fcber, die allen Regeln unserer Vernunft widersprechen, die gar nicht da sein d\u00fcrften, und die doch da sind. Das ist in der Serie fast schon sowas wie eine Regel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vorstellung des Unvorstellbaren also. A.E. van Vogt&#8217;s Erz\u00e4hlung \u201eDesertion\u201c ist ein weiteres herausragendes Beispiel daf\u00fcr. Sie handelt davon, dass der, der einmal das Wesen des Universums mit allen Sinnen erfahren hat, damit aus der Menschheit desertieren muss und nie mehr Mensch sein will.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Perry Rhodan ist gute Science Fiction<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um es vorab deutlich zu sagen, Perry Rhodan ist geradezu voll davon. Nat\u00fcrlich gibt es \u2013 als roten Faden in der gesamten Serie \u2013 auch hier den Versuch, Menschheitsgeschichte fortzuschreiben mit in die Zukunft hinein extrapolierter Technik und Politik. Also das, wie G\u00fcnther es nennt, \u00fcberm\u00e4\u00dfig vergr\u00f6\u00dferte Irdische, V\u00f6lker und Sternenreiche, die sich bisweilen \u00fcber mehrere Galaxien erstrecken. Mit Territorien und territorialen Anspr\u00fcchen der Beherrschung des Raums inklusive bewaffneter Auseinandersetzungen und dem ewigen Spiel um Freiheit, Macht, R\u00e4nke und Intrigen. Insoweit ist Perry Rhodan auch klassische Space Opera. Als solche \u2013 das kann auch gar nicht anders sein \u2013 spiegelte und spiegelt die Serie zeitaktuelle kulturelle, politische und gesellschaftliche Trends, fungiert gewisserma\u00dfen als eine Art fortgeschriebener Zeitzeuge im literarischen Medium der Science Fiction.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber oft bieten diese Elemente den Anker des Normalen, den Rahmen oder die Hintergrundfolie f\u00fcr etwas Anderes. Die Heftserie wartet gleich mit mehreren menschlichen Schicksalen a la van Vogts Desertion auf, prominente Beispiele sind die Romanfiguren Alaska Saedelaere und j\u00fcngst auch Julian Tifflor. Der eine wurde zum Au\u00dfenseiter durch einen technischen Unfall, ein Alien-Gewebeklumpen setzte sich in seinem Gesicht fest, bei dessen Anblick man wahnsinnig wird. Seitdem muss Alaska zum Schutz seiner Umgebung eine Maske tragen. Das treibt ihn aus der Gesellschaft fort und zu einsamen kosmischen Reisen und Aufgaben, denen sich sonst kaum jemand zu stellen wagt. Der andere, Julian Tifflor, wird zum Einzelg\u00e4nger durch eine spezielle Erfahrung, die f\u00fcr andere schlicht nicht nachvollziehbar ist. Durch einen besonderen Zeitraffer-Effekt erlebt er innerhalb eines Abenteuers Jahrmillionen des Werdens und Vergehens im Universum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Perry-Rhodan-Kosmos, das Perryversum, hier sage ich bewusst Kosmos, denn es umfasst mehrere Universen, wimmelt von Leben. Und das ist gut so. Er ist der gr\u00f6\u00dfte Science Fiction-Kosmos \u00fcberhaupt.[2] Manche V\u00f6lker wie z.B. die Arkoniden oder Tefroder sind uns Menschen sehr \u00e4hnlich, es gibt sogar gemeinsame Abstammungslinien, andere wieder sind unglaublich fremd und pflegen &#8211; im G\u00fcntherschen Sinne &#8211;\u00a0 eine v\u00f6llig anders geartete Rationalit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Debut-Roman des sp\u00e4teren Rekord-Autors William Voltz, Band 74, \u201eDas Grauen\u201c vom 1.2.1963, begegnen Menschen das erste Mal einem Vertreter des unfassbar fremden Volks der Gys-Voolbeerah. Diese auch Molek\u00fclverformer genannten, zur Gestaltwandlung f\u00e4higen Wesen \u2013 in der franz\u00f6sischen Perry-Ausgabe \u201eLes M\u00e9tamorphes\u201c genannt &#8211; stammen aus der 600 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie Uufthan-Pynk (ARP 273) [3] und sind offensichtlich auf der Suche nach etwas, das erst hunderte Hefte und tausende Romanjahre sp\u00e4ter aufgekl\u00e4rt wird. So entwickelt die Serie \u00fcber viele Handlungsf\u00e4den und Kontexte einen ihr ganz eigenen Suspense, der von Fans und Autoren liebevoll \u201eSense of Wonder\u201c, kurz SoW genannt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der vielf\u00e4ltigen fremdartigen Romangesch\u00f6pfe aus dem Perryversum \u00e4u\u00dferte ein Fan mal auf einer Mailingliste, dass die Wraith, die dominierenden B\u00f6sewichte aus der TV-Serie Stargate Atlantis, eine Lebenskraft aussaugende Kreuzung aus wei\u00dfhaarigem Metalfreak und staatenbildendem Insekt, bei Perry Rhodan gerade mal zum Monster der Woche taugen. Nicht falsch verstehen, ich mag die Stargate-Serien. Aber da ist was dran.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Roboter und Cyborgs, Lebewesen, Maschinen und das dazwischen &#8230;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was dem Trekkie die Borg, sind dem Rhodanier die Posbis, kurz f\u00fcr positronisch-biologische Roboter. Anstatt <i>\u201eWiderstand ist zwecklos\u201c<\/i>, hei\u00dft es: <i>\u201eSeid Ihr wahres Leben?\u201c<\/i> Eine kollektivistische Roboterzivilisation, die von einem organischen Zentralplasma regiert wird und die sich im Perryversum nach anf\u00e4nglichem heftigen Konflikt zum treuesten Verb\u00fcndeten der Terraner, der Menschheit entwickelt. Mit den Borg haben die Posbis die W\u00fcrfelform ihrer Raumschiffe gemeinsam.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Intelligente Roboter und auch maschinell-organische Hybride sind ein immer wieder gern genommenes Motiv in der SF, in Star Trek wie gesagt Data oder die Borg, in den Stargate-Serien die Replikatoren und bei Terminator die Naniten-Roboter. Nur, die rhodanschen Posbis waren \u2013 nach Asimovs \u201eI Robot\u201c und Williamsons \u201eHumanoids\u201c vom Planeten \u201eWing 4\u201c die ersten, die gewisserma\u00dfen zur \u201eSerienreife\u201c entwickelt wurden. Schaden von der Menschheit abwenden, das Asimovsche Motiv zieht sich durch die gesamte SF, so auch bei Rhodan. Und es ist ein gutes Motiv, dem aber eine gewisse Dialektik innewohnt, die des Gegensatzes von Selbst- und Fremdbestimmung des Menschen und seiner Beziehung zu Maschinellem. Dazu geh\u00f6rt auch, dass es einen Entwicklungsprozess bei den Posbis gibt, der menschliches Leben nachahmen, nachempfinden will. Prominenteste Vertreterin dieser Richtung ist die Posbi Jawna Togoya, aktuell die Kommandantin des irdischen Fernraumschiffs RAS TSCHUBAI.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sagt \u00fcber sich: <i>\u201e &#8230;Ich bin ein Wechselbalg, pendle st\u00e4ndig, Millionen Male in der Sekunde, zwischen zwei Existenzformen hin und her. Keiner von beiden, weder der menschlichen noch der robotischen, geh\u00f6re ich wirklich an. Die einzige Weise, wie ich bislang damit fertig werden kann, ist: mit Demut. Manchmal allerdings muss auch jemand wie ich \u00fcber seinen Schatten springen. Ha! Noch so eine widersinnige, unm\u00f6glich realisierbare terranische Redensart&#8230;\u201c<\/i> (PR 2409, S. 40)<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Does Humor Belong in Science Fiction?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie man sieht, hat auch Humor in der Serie seinen Platz, der die ganze Bandbreite umfassend vom Subtilen, Dialektischen bis ins Deftige reicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines meiner pers\u00f6nlichen Lieblingsv\u00f6lker \u2013 das ist nat\u00fcrlich Geschmackssache \u2013 sind die allenfalls entfernt menschen\u00e4hnlichen Cheborparner. Sie unterhalten ein eigenes Sternenreich in unserer Milchstra\u00dfe, etwa 43.000 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Sie haben H\u00f6rner und ihre Gestalt erinnert an einen Faun oder Satyr, bzw. an den Leibhaftigen. Die Cheborparner beherrschen schon einige Jahrtausende l\u00e4nger als die Menschen die \u00fcberlichtschnelle Raumfahrt und waren bereits im Mittelalter, im 10. und 11. Jahrhundert zu Forschungszwecken auf der Erde. Der Cheborparner Uldormuhecze Foelybeczt, aufgrund der Unaussprechlichkeit seines Namens kurz UFo genannt, ist aktuell erster Vorsitzender des Neuen Galaktikums, einer Art UNO der V\u00f6lker in unserer Milchstra\u00dfe. In einem legend\u00e4r gewordenen Trivid-Interview sagte er, der Vergleich mit dem terranischen Teufel werde ihm durchaus gerecht und er werde die Menschen deshalb nur noch st\u00e4rker ins Herz schlie\u00dfen. (PR 2729)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nebenbei bemerkt, man denke an UFos Namen, liefert die Perry-Rhodan-Serie immer wieder hervorragende Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Computerpassworte \u2026 nein, ich habe jetzt nicht wirklich was verraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">First Contact<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das Folgende ist vorwegzuschicken, dass in der Perry Rhodan-Serie irdische Raumschiffe nach arkonidischem Vorbild konstruiert und wie nat\u00fcrliche Himmelsk\u00f6rper ann\u00e4hernd kugelf\u00f6rmig sind. Das bedeutet Effizienz in der Material-Volumen-Beziehung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Erstber\u00fchrung mit der Serie hatte ich im Herbst 1970, im Alter von 13. Irgendwie fiel mir ein altes Heft in die H\u00e4nde, Band 197, \u201eH\u00f6llentanz der Riesen\u201c, in der 1. Auflage erschienen 1965.\u00a0 Zun\u00e4chst wunderte ich mich, dass dieser omin\u00f6se Perry Rhodan vom Titelschriftzug im Heft \u00fcberhaupt nicht vorkommt. Zu den Personen dieses Romans geh\u00f6ren unter anderen der aus Afrika stammende Nome Tschato, genannt \u201eDer L\u00f6we\u201c, wagemutiger Kommandant des 500 m durchmessenden terranischen Schlachtkreuzers LION mit 800 Personen Besatzung und sein von eingebildeten Magengeschw\u00fcren geplagter erster Offizier Dan Picot. Man bedenke, ein Afrikaner als Kommandant eines irdischen Raumschiffs, 1965! Und es war \u2013 im Roman \u2013 das normalste der Welt, und ein Jahr vor Star Trek und der Kommunikationsoffizierin Uhura an Bord der Enterprise 1966. Beides waren Revolutionen in den Medien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Perry Rhodan ist \u2013 nebenbei bemerkt \u2013 alles andere als rassistisch oder gar faschistisch und war es nie. Eine <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XnXc33z5D5I\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Monitor-Sendung<\/a> \u2013 f\u00fcr uns Heutige eine echte Groteske, ein wahrer Br\u00fcller \u2013 aus dem Jahr 1969 wollte das weismachen. Zum 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Serie sah das im TV, hier <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XnGWpzkA060\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WDR<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1-ql46WvoDo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZDF<\/a>, schon anders aus :-).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichwohl werden Rassismus, Diskriminierungen sowie elit\u00e4re Machtanspr\u00fcche gelegentlich in der Serie thematisiert, so auch in der aktuellen Figur des Tamaron der Tefroder, Vetris-Molaud. Denn nicht alle Figuren, V\u00f6lker oder Interessengruppen pflegen Toleranz oder gar die Anerkenntnis des Anderen, des Andersartigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heft 197 also beginnt mit einem sparsamen Dialog zwischen Tschato und Picot, der mir damals gerade 13-j\u00e4hrigen die gewisse Magie einer wortkargen erwachsenen M\u00e4nnerfreundschaft n\u00e4her brachte. Ich war augenblicklich fasziniert. Offensichtlich war gerade eine erste Version der LION zerst\u00f6rt worden und Picot will nicht mehr. Er hat einen Versetzungsantrag eingereicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u201eDas gl\u00e4nzende Ding da drau\u00dfen im Regen ist nichts als eine H\u00fclle aus Stahl\u201c, sagte Tschato. \u201eEin toter Metallk\u00f6rper wie tausend andere. Sie sagten einmal, dass Sie und ich die LION w\u00e4ren, Dan.\u201c \u2026.. \u201eWollen Sie, dass eine halbe LION startet, Dan?\u201c<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einfach herrlich. Mir f\u00e4llt dazu gleich Kirks Satz zu Dr. McCoy aus einem Star Trek-Kinofilm ein: <i>\u201eDie Enterprise braucht Dich, verdammt Pille, ich brauch&#8216; Dich!\u201c\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war dieser spezielle Mix, dieser dramaturgische Bogen, der mich bei der Serie hielt, aus Supertechnik, Fremdartigkeit und den Br\u00fccken in heutige Normalit\u00e4ten schlagenden Dialogen der handelnden Figuren.\u00a0 Nach und nach fielen mir weitere Hefte in die H\u00e4nde, u.a. einige aus dem Zweihunderter-Block, in denen ein gewisser Faktor 4, Miras-Etrin, einer der Meister der Insel, heftige Anschl\u00e4ge gegen die Erde plant. Und wieder, dieselbe Faszination.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So blieb ich bei der Serie. In der ersten Auflage startete zu dieser Zeit mit Heft 500, \u201eSie kamen aus dem Nichts\u201c gerade der Schwarm-Zyklus. Gro\u00dfartig, aber trotz Faszination verstand ich \u00fcber weite Strecken nur Bahnhof und Raumschiffe klauen. Gl\u00fccklicherweise kam ich an einzelne \u00e4ltere Hefte, um meine Wissensl\u00fccken wenigstens teilweise zu f\u00fcllen. Heute ist daf\u00fcr das Wiki-Lexikon <a href=\"http:\/\/www.perrypedia.proc.org\/wiki\/Hauptseite\">Perrypedia<\/a> neben den Romanen eine erste Wahl. Aber 1971 war das Internet noch in weiter Ferne. Selbst die Computer, die Positroniken an Bord der Raumschiffe, hatten eher die Dimensionen von alten IBM-Mainframes. Der Mikroprozessor war ja gerade erst erfunden &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">First Contact, die Zweite<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Neo76.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-27399 alignleft\" title=\"Cover PR NEO 76 - Berlin 2037 - Text dazu weiter unten\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Neo76-208x300.jpg\" alt=\"\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Neo76-208x300.jpg 208w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Neo76.jpg 355w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a>Allm\u00e4hlich wurde klar, dass die Serie seit Band 200 grob in Zyklen, d.h. mehr oder weniger abgeschlossene Handlungsstr\u00e4nge organisiert ist, die 100 Hefte umfassen. Sehr neugierig war ich aber auf den Beginn der Serie. Im Februar &#8217;73 startete dann die dritte Auflage. So las ich \u201edie Dritte\u201c und \u201edie Erste\u201c parallel. Die first contact-Aliens sind bei Star Trek die Vulkanier, bei Rhodan die Arkoniden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Perry Rhodan, so erfuhr ich, war einer von vier Astronauten der US-Space-Force, die 1971 als erste auf dem Mond landeten, aha, aber Armstrong und Co? Ok, die Serie spielt also seit &#8217;69 in einem Paralleluniversum, gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Mond finden Rhodan und seine Kollegen einen gestrandeten Forschungskreuzer der sehr menschen\u00e4hnlichen Arkoniden, die seit etwa 20.000 Jahren ein gro\u00dfes Sternenreich unterhalten, dessen Zentrum, Arkon, f\u00fcr Rhodan und seine Freunde unvorstellbare 34.000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Kugelsternhaufen M13 liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rhodan gelingt es nach recht schneller Verarbeitung \u2013 eines seiner grundlegenden Charaktermerkmale \u2013 dieses Kulturschocks der Erstbegegnung, f\u00fcr den an einer Art Leuk\u00e4mie erkrankten Chefwissenschaftler der Expedition, den Arkoniden Crest, medizinische Hilfe auf der Erde zu organisieren. Damit sichert er sich f\u00fcrs Erste die Dankbarkeit der ebenso attraktiven wie arrogant k\u00fchlen Kommandantin Thora, die die Menschen \u2013 zurecht, wie ich finde \u2013 f\u00fcr Barbaren einer niederen Entwicklungsstufe h\u00e4lt. Mit Hilfe der an Bord des Kreuzers verf\u00fcgbaren Beiboote und der arkonidischen Supertechnik gelingt es ihm, einen drohenden Atomkrieg zwischen den Machtbl\u00f6cken der Erde zu unterbinden. Dem folgt der allm\u00e4hliche Aufbruch der Menschheit zu den Sternen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menschen sowie viele andere V\u00f6lker und Wesen, die ihnen begegnen, fristen ihr Dasein irgendwo auf der Mitte der Evolutionsleiter zwischen Einzeller und Superintelligenz. Eine dieser Superintelligenzen, genannt ES, ist es dann auch, die Perry Rhodan und einigen anderen sogenannnte Zellaktivatoren verleiht, Ger\u00e4te, die die K\u00f6rperzellen ihrer Tr\u00e4ger permanent regenerieren. Eine leihweise und relative Unsterblichkeit also, verbunden mit einem nicht ganz klaren Auftrag sowie literarisch als Garant zum beliebigen Fortsetzen der Heftserie. Mit dem \u00c4lterwerden der Autorengenerationen der Serie wird die Unsterblichkeit Rhodans und einiger weiterer Helden zunehmend schonmal als Last dargestellt.[4]<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Sternenreiche<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach und nach kommt neben der arkonidischen Technik auch Selbstentwickeltes zur Anwendung \u2013 und in der Gegenwart der Erstserie, im Jahr 5104 nach unserer Zeitrechnung umfasst der Einflussbereich der LFT, der Liga Freier Terraner etwa 15.000 Siedlungswelten. Die LFT ist eine Pr\u00e4sidialdemokratie \u2013 naja &#8230; \u2013 und versteht sich als eine multikulturelle F\u00f6deration der Menschen (Terraner), der von ihnen besiedelten Welten und interessierter Fremdv\u00f6lker.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus anderen Sternenreichen in unserer Milchstra\u00dfe und der n\u00e4heren Nachbarschaft blickt man bisweilen mit Neid, mit Bewunderung, mit wohlwollender Zuneigung oder auch mit Verachtung oder Feindschaft auf die politisch-kulturellen Systeme und Machenschaften der Terraner und ihrer LFT. Soweit ist die Serie ganz ein kosmischer Spiegel der politischen und kulturellen Gegenwart, so what? Und ich frage mich bisweilen, was das terranische Finanzgenie Homer G. Adams zu unseren heutigen Wirtschaftskrisen gesagt h\u00e4tte oder der freakige \u00d6kologe Patulli Lokoshan vom Planeten Kamash zu der Weise, wie wir mit unserem Planeten umgehen. Beide \u2013 ich bin sicher \u2013 w\u00fcrden nur den Kopf sch\u00fctteln und uns f\u00fcr total bekloppt erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider kann ich nicht f\u00fcr mich in Anspruch nehmen, einen v\u00f6lligen \u00dcberblick \u00fcber die Serie zu haben. Perry begleitete mich ins Physikstudium und vers\u00fc\u00dfte mir wie auch einigen Komilitonen so manche langweilige Vorlesung. Und, geschadet hat&#8217;s nicht, das Diplom habe ich trotzdem. Irgendwann nach Heft 1300, im Zyklus \u201eG\u00e4nger des Netzes\u201c bin ich dann ausgestiegen. Und vor einigen Jahren fiel mir am Bahnhofskiosk Heft 2200 in die H\u00e4nde, der Beginn des Sternenozean-Zyklus. Seitdem bin ich wieder dabei und Rhodanier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuell ist eine fremde Macht in der Milchstra\u00dfe aufgetaucht, die Rhodan und den nicht unbedingt befreundeten Bostich, den Herrscher des Arkonidenreiches, festgesetzt und eines Verbrechens bezichtigt hat, das sie noch gar nicht begangen haben, das sie nach Ansicht des Kl\u00e4gers aber in der Zukunft ver\u00fcben werden! Verr\u00fcckt. Inzwischen sind beide ausgeb\u00fcchst und der Rest wird sich finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Mad Scientists, \u00dcberlicht-Antriebe, Kristalle und lebende Raumschiffe<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein sehr beliebtes Konzept in der SF, vor allem in TV-Serien und Kinofilmen, nenne ich das Modell des \u201emad scientist\u201c. Literarisch-dramaturgisch sind das meist sogenannte Trickster, Figuren, die einer Handlung eine unvorhersehbare Wendung geben k\u00f6nnen oder diese mit Humor oder Slapstick anreichern. Prominente Vertreter sind der Anthropologe Dr. Daniel Jackson aus Stargate SG1, Dr. Walter Bishop aus Fringe und vor allem der komplett durchgeknallte Physiker Dr. Rodney McKay aus Stargate Atlantis, der sich immer f\u00fcr einen Tick genialer h\u00e4lt, als er wirklich ist. Alle im Grunde Einzelg\u00e4nger, die sich letztlich aber doch als teamf\u00e4hig herausstellen, immer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier ist die Rhodan-Serie keine Ausnahme. Sie ist voll von Brainiacs, genialen Einzelg\u00e4ngern wie Payne Hamiller, Geoffrey A. Waringer, Malcolm S. Daellian oder Myles Kantor, von Ideen besessenen Unternehmern wie der Whistler-Familie, oder ganzen Bastler-V\u00f6lkern wie den Paddlern, den Swoon oder den naturbegabten Hypermathematikern, den Keloskern. Da gibt es dann auch wieder h\u00fcbsche Au\u00dfenseiter, z.B. ein Kelosker mit Dyskalkulie, mit Rechenschw\u00e4che also.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich stelle mir vor, was der cholerische Physiker Arno Kalup, der Entwickler des terranischen Linearantriebs \u2013 von der \u201eOptik\u201c der Darstellung her am ehesten vergleichbar mit dem FTL (faster than light) oder dem Hyperantrieb aus den Stargate-Serien \u2013 zur Zersetzung der f\u00fcr den Warp-Antrieb in Star Trek verantwortlichen Dilithium-Kristalle gesagt h\u00e4tte: \u201eIneffizient, total ineffizient, das ganze! Warum nehmt ihr nicht Howalgonium?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer sind es besondere Kristalle in der SF, denen die Kraft innewohnt, die nat\u00fcrlichen Entfernungsgrenzen relativ zum Einsteinraum zu \u00fcberwinden. Mit einer Ausnahme, in der deutschen, mit einer besonderen Qualit\u00e4t des TechSpeaks ausgestatteten Serie Raumpatrouille hei\u00dft&#8217;s wenn&#8217;s eilig wird: \u201eR\u00fccksturz zur Erde, Hyperspace plus Schlafende!\u201c Einmal abgesehen davon, dass es nicht n\u00f6tig sein sollte zu st\u00fcrzen, wohin auch, die Erde ist ja nicht das Gravitationszentrum des Universums, scheint es diese obskure \u201eschlafende Energie\u201c zu sein, die hier die Aufgaben \u00fcbernimmt, die andernorts von Hyperkristallen erledigt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offensichtlich scheint der Kristall, seine mathematische Exaktheit, etwas zu sein, das beim Betrachten alte Strukturen und Muster in unserem Zentralnervensystem anspricht und dort so etwas wie einen Mythos des Unerkl\u00e4rlichen, des Magischen weckt. Ein solch ebenm\u00e4\u00dfiges gl\u00e4nzendes Objekt kann nicht rein nat\u00fcrlichen Ursprungs sein, daher muss ihm eine Macht, ein Potential innewohnen, das f\u00fcr uns nur mittelbar zug\u00e4nglich ist. Nicht umsonst wurde im Altertum auch der Schmiedekunst magisches Potential zugesprochen, denn ihr Ergebnis war immer etwas Reines, das in der Natur so nicht vorkommt. Seien es die ZPM-Module und \u201eSteuerkristalle\u201c aus den Stargate-Serien, Dilithium aus Star Trek, Howalgonium, Khalumvatt oder Salkrit aus Perry Rhodan, immer sind es kristalline Objekte, die den Zugang zu den \u201e\u00dcberr\u00e4umen\u201c oder den Zugriff auf \u201ewahnsinnig viel\u201c Energie oder etwas ganz Anderes erm\u00f6glichen. Und genau genommen ist da was dran, schlie\u00dflich sind unsere Halbleiter ja auch kristallinen Charakters. Ver\u00e4ndern wird sich dies auch in der SF erst, wenn das volle Potential amorpher sowie spr\u00f6der Materialien technisch erkannt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie dem auch sei, g\u00e4nzlich dem Realit\u00e4tsverlust anheim gefallen ist man, wenn sich die sogenannte \u201eRhodanitis\u201c bemerkbar macht, wenn man zu Objekten oder Geschehnissen aus der realen Welt Dinge aus dem Perryversum assoziiert. Vor Jahren fuhr ich auf dem Weg zur Arbeit regelm\u00e4\u00dfig an der Baustofffirma Sakret \u00a9, an riesigen Tanks mit dem Namen drauf vorbei, und immer las ich \u201eSalkrit\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt in der SF aber auch einen organischen Gegentrend zu Metallisch-Kristallinem, das sind wachsende, lebende technische \u201eObjekte\u201c oder Hybride. Wobei die Frage ist, und das macht den Reiz aus, was dort noch \u201eObjekt\u201c ist, bzw. wie ein Objektbegriff zu fassen w\u00e4re. Die Wraith aus Stargate Atlantis haben organische Raumschiffe. Die Rhodanschen Dolans der Zweitkonditionierten, lebende Schiffe, sind jedoch literarisch viel konsequenter umgesetzt. In der englischen Wikipedia ist ihnen sogar <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Dolan_%28bioship%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein eigener Artikel<\/a> als Konzept \u201ebioship\u201c innerhalb der SF gewidmet.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Fans und Autoren<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Hommage an die Serie d\u00fcrfen Fans und Autoren nicht fehlen. Die Fans deshalb, weil sie die Serie am Leben halten, eine Serie ohne Fans ist letztlich undenkbar. Ernsting und Scheer hatten einen guten Riecher f\u00fcr den Beginn. Doch das allein reichte nicht aus. Es brauchte weitere Kreative, die die anf\u00e4nglichen Ideen weiterentwickelten und transformierten. F\u00fcr die alte Serie waren und sind insgesamt 45 Autorinnen und Autoren t\u00e4tig geworden, darunter Namen wie Hanns Kneifel, Kurt Mahr, Ernst Vlcek oder H.G. Francis und f\u00fcr NEO schreiben mittlerweile 24 Autoren. So dann und wann schreiben auch aus anderen Bez\u00fcgen bekannt gewordene Autoren als G\u00e4ste f\u00fcr die Serie, so Andreas Eschbach, Gisbert Haefs, Titus M\u00fcller und Tanja Kinkel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute sind alle Autorinnen und Autoren ehemalige Fans. Das muss auch so sein. Eine Serie zu verfassen ist auch eine Managementleistung. Es schleichen sich Fehler ein, und nicht alles ist per Zeitschleife zu korrigieren. F\u00fcr eine Serie diesen Umfangs zu schreiben muss daher auch eine Team- und Toleranzleistung sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber neben dem literarischen Handwerkszeug des schreiben K\u00f6nnens ist die gr\u00f6\u00dfte Anforderung an SF-Autoren ganz allemein die Bereitschaft, grandios zu scheitern. Denn letztlich bleibt die Vorstellung der eingangs erw\u00e4hnten au\u00dfermenschlichen Rationalit\u00e4t oder von etwas Unvorstellbarem etwas Menschliches, Vorstellbares, bzw. wird zu Menschlichem, wenn der oder die Schreibende kreativ Etwas in die Wirklichkeit eines Romans oder einer Kurzgeschichte holt. Das ist wie mit dem Gelb von van Gogh. Wir k\u00f6nnen es erst sehen, seit van Gogh es erfunden hat. Doch damit hat er \u2013 wie der kreative SF-Autor \u2013 Grenzen der Vorstellung verschoben. Kunst ist zum Gebrauch, zur Arbeit an der eigenen Vorstellungskraft gedacht. Und Perry Rhodan ist im besten Sinne Gebrauchsliteratur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Apropos, wer las denn eigentlich Perry Rhodan in der Jugendzeit der Serie? Ich w\u00fcrde sagen, eine Fr\u00fchform dessen, was man heute Nerd nennt, also technoaffine Jugendliche beiderlei Geschlechts mit einem \u00dcbergewicht bei den m\u00e4nnlichen Vertretern. Und wer liest Perry Rhodan heute? Ein mir aus politischen Bez\u00fcgen bekannter Jurist, Mitte 40, erz\u00e4hlte mir einmal, er sei im ICE angesprochen worden: \u201eWas lesen Sie denn da auf ihrem Ebook-Reader?\u201c Antwort: \u201ePerry Rhodan, Heft 186.\u201c \u201eUnd was haben Sie noch auf dem Reader?\u201c Antwort: \u201ePerry Rhodan, Hefte 1 bis 185!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Perry Rhodan NEO<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2011, in einer Zeit, in der endg\u00fcltig alle SF-Narrative \u2013 nach ganzen Bibliotheken von SF-B\u00fcchern, zahlreichen TV-Serien, jeder Menge Kino-Filmen und Computerspielen \u2013 zum hundertsten Mal erz\u00e4hlt scheinen, startete der Pabel-Moewig-Verlag eine komplett neue Serie. Sie erscheint zweiw\u00f6chentlich neben den inzwischen obligatorischen Ebooks f\u00fcr alle Rhodan-Heft-Serien auch in Form schnuckliger Taschenb\u00fccher, <a href=\"http:\/\/perry-rhodan-neo.net\/\">Perry Rhodan NEO<\/a>. Die Zukunft beginnt von vorn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grundidee scheint dieselbe zu sein, der Erstkontakt mit den Arkoniden findet jedoch in naher Zukunft 2036 statt. Die Serie legt mehr oder weniger die von heute aus extrapolierte geopolitische Lage zugrunde. Alle Leute rennen mit\u00a0 Online-Pads, diversen elektronischen Gadgets und Devices in der Gegend rum und das Internet hei\u00dft inzwischen Evernet. Eine Cyberpunk-Komponente also. Ideal und aktuell als Einstieg f\u00fcr SF-Jungvolk. Und die Kenner der alten Serie beziehen doppelt Spannung beim Lesen, da die Grundidee komplett anders umgesetzt wird, einige Figuren sind bekannt, andere neu. Auch die Handlung verl\u00e4uft anders und die Erz\u00e4hlstr\u00e4nge kommen naturgem\u00e4\u00df ohne das typische 60er-Jahre-Pathos aus. Aktuell haben die Arkoniden die Erde besetzt. Auf dem Einband von Band 76, \u201eBerlin 2037\u201c, ein Arkonidenraumschiff zu zeigen, das \u00fcber Reichstag und Funkturm im Himmel von Berlin h\u00e4ngt, ist schon eine Nummer. (s.o.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus hat mit dem Reboot Perry Rhodan NEO gegen\u00fcber dem Start der Erstserie auch der Eros in die Serie Einzug gehalten. Thora und Perry d\u00fcrfen nun aneinander herumspielen, irgendwas mit Lenden und Br\u00fcsten (PR NEO 77). Ob die Nerds das verkraften, wird sich zeigen &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe des Altkosmos der Serie darf auch bei NEO Einiges erwartet werden \u2013 und \u2013 das schreit endlich nach einer wasauchimmer TV-, HBO- oder Netflix-Serie.\u00a0 Mit dem Ende der Stargate-Staffeln ist im Film-Bereich der SF \u2013 nach meinem pers\u00f6nlichen Daf\u00fcrhalten \u2013 g\u00e4hnende Langeweile eingekehrt, die gelegentliche Remakes von l\u00e4ngst bekannten und x-fach durchgekauten Storylines eher noch schlimmer machen. Und der Rest im Phantastik-Bereich ist Vampirschei\u00dfe. Hier muss wirklich was Neues her. Vielleicht mit Joe Flanigan \u2013 John Sheppard aus Stargate Atlantis \u2013 als Perry Rhodan und der unglaublichen Anna Torv \u2013 Olivia Dunham aus Fringe \u2013 als Thora. Letztlich ist das aber eine Sache des pers\u00f6nlichen Geschmacks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erheben wir darauf einen <a href=\"http:\/\/www.perrypedia.proc.org\/wiki\/Vurguzz\">Vurguzz<\/a>. Das Getr\u00e4nk ist jedoch mit Vorsicht zu genie\u00dfen, es ist gehaltvoll wie die Serien und hat 160% Alkohol, 60% davon im Hyperraum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie dem auch sei, Perry Rhodan bleibt mein Mann im All. Punkt.<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten:<br \/>\n[1] Der Titel \u201eMimsy Were the Borogoves\u201c als auch seine \u00dcbersetzung \u201eGar elump war der Pluckerwank\u201c ist eine Textzeile aus dem Gedicht Jabberwocky, Humpty Dumpty&#8217;s Lied aus Lewis Carrolls &#8222;Alice hinter den Spiegeln&#8220;, dt. \u00dcbersetzung: Christian Enzensberger<br \/>\n[2] Selbst das StarTrek-Universum, Isaac Asimovs Foundation-Universum oder Alan Dean Fosters Homanx-Kosmos sind verglichen mit der raumzeitlichen Ausdehnung des Perryversums eher Inseln.<br \/>\n[3] Die in der Serie genannten Galaxien-Systeme und Cluster entsprechen \u2013 bis auf die Galaxie Hangay &#8211; real existierenden Systemen aus den astronomischen Katalogen.<br \/>\n[4] Unsterblichkeit als Last, eine stimmungsm\u00e4\u00dfig gute Kurzzusammenfassung dazu liefert der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oKNeHclb8hw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trailer<\/a> zum 2008 erschienenen Computerspiel \u201ePerry Rhodan \u2013 The Adventure\u201c von Braingame, ca. ab sec 35.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0***<\/p>\n<h5>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch den Artikel <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=24481\">Perlen des Trash<\/a> \u00fcber 25 Jahre Gossenhefte und das <a href=\"http:\/\/vordenker.de\/kollegen\/walter.htm\">Kollegengespr\u00e4ch <\/a>von A.J. Weigoni mit dem Bastei L\u00fcbbe-Autor Dieter Walter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der KUNO-Reihe \u201cMein Klassiker\u201d w\u00fcrdigte A.J. Weigoni das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25671\">2:1 der wahren B\u2019russia<\/a> gegen den EffCeh. Enno Stahl <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26051\">Big New Prince <\/a>von The Fall. Matthias Hagedorns W\u00fcrdigung ging an die Fernsehserie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26045\">Raumpatrouille<\/a>. Ulrich Bergmann n\u00e4herte sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26129\">The Hollow Man <\/a>von T.S. Eliot an. Peter Paul Wiplingers Klassiker ist der Maler <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26024\">Valentin Oman<\/a>. Joachim Feldmann spricht <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26157\">Lazy Sunday<\/a> von den Smal Faces den Klassiker-Rang zu. In einem Kollegengespr\u00e4ch zwischen A.J. Weigoni benennt <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/mischa.kuball\">Mischa Kuball <\/a>den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26621\">Lauf<\/a> des Pheidippides vom Schlachtfeld in das 42 km entfernte Athen als seinen Klassiker. Conny Nordhoff <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26748\">verliebte<\/a> sich gar in eine ganze Stadt.<\/p>\n<h5>Und eine weitere Leseempfehlung \u2192<\/h5>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\"><strong>TRANS-<\/strong> \u2026 Reflexionen \u00fcber Menschen, Medien, Netze und Maschinen, von Joachim Paul ist als ebook erschienen \u2013 nicht im epub-Format, sondern als pdf-Datei, die mit jedem g\u00e4ngigen pdf-f\u00e4higen Reader zu \u00f6ffnen ist \u2013 zu beziehen <a title=\"Link zum ebook-Shop von epubli\" href=\"http:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/TRANS--Joachim-Paul\/29552\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier bei epubli<\/a>, exklusiv. Von einem Angebot auf anderen Verkaufsplattformen wurde abgesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Totholz-Variante gibt es weiterhin, hier: <a title=\"Link zum Shop f\u00fcr die Totholz-Version\" href=\"http:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/TRANS--Joachim-Paul-9783844255027\/27457\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TRANS- als klassisches Buch<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"left\">Lesen Sie auch das Portr\u00e4t von Joachim Paul \u2192 <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16147\">Ein Pirat entert das Denken<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #888888;\">Quellennachweis<\/span>: Das Copyright f\u00fcr die in diesem Beitrag verwendeten Titelbilder der\u00a0Perry-Rhodan-Serie liegt bei: Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Auch in der Literatur muss es nicht immer Chateaubriand, Zanderfilet oder Kaviar sein. 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