{"id":26207,"date":"2023-04-19T00:01:14","date_gmt":"2023-04-18T22:01:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26207"},"modified":"2022-02-25T14:20:44","modified_gmt":"2022-02-25T13:20:44","slug":"raumgreifende-spracherkundung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/04\/19\/raumgreifende-spracherkundung\/","title":{"rendered":"Raumgreifende Spracherkundung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Wer gelernt hat, den Zeichen zu misstrauen, dem bleiben zwei Optionen. Entweder legt man es darauf an, unter dem Schein der Oberfl\u00e4che die eigentlichen \u00f6konomischen, politischen oder sexuellen Triebkr\u00e4fte zu enth\u00fcllen, oder man versucht, in der Wirklichkeit einem letztlich undurchdringlichen, nicht reproduzierbaren Realen zu begegnen, das sich dann aber nur poetisch beschreiben l\u00e4sst.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Helmut Lethen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der <em>Wortspielhalle<\/em> existieren keine <em>Verhaltenslehren der K\u00e4lte<\/em>. Hier gibt es zwischen den Zeilen eine literarische Metaebenenlust, die sich durch eine Geistesverwandtschaft auf den ersten Klick kongenial erg\u00e4nzt. Die Verwandlungsk\u00fcnstlerin Sophie Reyer textet mit dem Sprechsteller A.J. Weigoni. Man meint zwischen ihren Zeilen h\u00f6ren zu k\u00f6nnen, wieviel Spa\u00df die Schriftsteller dabei hatten, dieses Projekt per elektronischem Brief zu erarbeiten. Und dieser Spa\u00df geht nicht etwa auf Kosten der Leser, sondern transportiert sich mit ihrer Hilfe. Ein charmanter Unterhaltungswert poetischer Art.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>vom homo ludens zum homo poeticus<\/em><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_18268\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PortaitSophieReyer1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18268\" class=\"wp-image-18268 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PortaitSophieReyer1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18268\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Konstantin Reyer<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Welt, die von Globalisierung, Quotenabh\u00e4ngigkeit und Fusionen bestimmt wird, droht eine Nivellierung des Individuellen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bildet die Poesie als literarische Ausdrucksform einen Gegenpol zur mentalen Versteppung und vermittelt geistige Orientierung. Die lyrische Kompression von Reyer und Weigoni zur Twitteratur bietet die M\u00f6glichkeit, sich die Kodierungen der Nachrichten\u2013 und Informationskan\u00e4le, der Bild\u2013, Ton\u2013 und Filmarchive in intensiver Textausdeutung zu erschliessen. Dies Schriftsteller passen den vorherrschenden Literaturbegriff einer ver\u00e4nderten Wirklichkeit an. Die Wortspielhalle ist ein atmender Beweis f\u00fcr die Grenzen von Authentizit\u00e4t, Utopie, Originalit\u00e4t und Copy\/Paste. Das merkt man diesem Projekt an, das mit abendl\u00e4ndischen Vorstellungen von Literatur spielt, ebenso wie diese Texte einer Hyperkultur unterworfen sind. Mit dem b\u00fcrgerlichen Fundament ist dem Literaturbetrieb die \u00dcbersicht \u00fcber die darzustellende Wirklichkeit abhanden gekommen. Diese <em>LiteraturClips<\/em> sind verschachtelt, von Tempo\u2013 und Harmoniewechseln durchzogen, da\u00df beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Man meint zwischen den Zeilen spektakul\u00e4re Dynamikspr\u00fcnge, pl\u00f6tzliche Schnitte und abrupte Atmosph\u00e4renwechsel, wie sie die Musique concr\u00e8te h\u00e4ufig pr\u00e4gen, zu h\u00f6ren. Es ist eine vitale Form der Sprache. Wo sonst kann das ABC freier sprechen?<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Verwandlungsk\u00fcnstlerin trifft auf Sprechsteller<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf einer Meta\u2013Ebene ist diese Wortspielhalle auch eine Erinnerung an ein Lesen, welches das Leben von Sophie Reyer und A.J. Weigoni verwandelte, man lese dazu das aufschlu\u00dfreiche <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19055\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> zwischen der Verwandlungsk\u00fcnstlerin und dem Sprechsteller auf diesem Online-Magazin. Wie in dem fr\u00fcher schon publizierten Gespr\u00e4ch zum <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16720%29\">Thema<\/a> Performance erkunden die Autoren pr\u00e4zise das Geheimnis k\u00fcnstlerisch reflektierter Spontaneit\u00e4t. Es ist aufschlussreich f\u00fcr dieses artistische, hoch reflektierte St\u00fcck Literatur. Jede zweite Lekt\u00fcre ist eine Widerbegegnung mit dem Text und mit dem, der man gewesen ist, der man wohl nie aufgeh\u00f6rt hat zu sein. Kein Bildhauer kann wie Michelangelo mei\u00dfeln, kein Maler wie Vermeer malen, keine Dramatikerin wie Ilse Aichinger dichten. Reyer und Weigoni erschaffen lediglich eine Wirklichkeit durch die Deutung der Realit\u00e4t, die uns Leser umf\u00e4ngt. Literarisches Werk und Biografie werden aufeinander bezogen, da\u00df Eine aus dem Anderen erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Rebellion gegen Austriazismen<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wienerin Sophie Reyer h\u00e4lt nicht ostentativ an ihrer Sprachf\u00e4rbung fest, ihr Schm\u00e4h hat keine Sanftheit behalten, sondern eine polemische Sch\u00e4rfe gewonnen, die man dieser zierlichen Frau nicht zutraut. Diese sprachm\u00e4chtige Autorin wird umso bissiger, je lyrischer sie textet. Hier findet keine experimentelle Textzertr\u00fcmmerung statt, diese Poesie spiegelt eine fragmentarische Gesellschaft, diese Autoren \u00f6ffnen den Blick auf die Gegenwart. Nicht nur die Literatur bedarf der Befreiung durch den Sprachwitz, mehr noch der Leser. Und manchmal steckt eine solche Subversion in einem Diminutiv, gelegentlich in einem dialektalen Wispern.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der dr\u00e4ngende Wille zum Tun, die sch\u00f6ne Lust am Spiel<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_50068\" style=\"width: 243px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Weigoni.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-50068\" class=\"wp-image-50068 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Weigoni.jpeg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-50068\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Leonard Billeke<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weit davon entfernt sich von ihrem Charme abwatschen zu lassen, setzt der ungarisch rheinische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12628\"><em>VerDichter<\/em><\/a> A.J. Weigoni auf Snobismus, analytische Tiefe und der Verfolgerung der etymologischen Spuren. Wie seiner <em>Mitverschw\u00f6rerin<\/em> geht es ihm darum die Monumentalit\u00e4t der Musik in Poesie einzuschmelzen, ohne Ehrfurcht und mit spielerischer Leichtigkeit. Die Aufmerksamkeitsspanne, die Weigoni seinem Gegen\u00fcber und dem Leser abfordert, ist von enormer Gewitztheit. Er ist erfrischend die sprunghaft\u2013assoziativen Verkn\u00fcpfungen anstelle formaler und inhaltlicher Geschlossenheit und die Selbstreflexivit\u00e4t zu lesen, in der st\u00e4ndig das Erz\u00e4hlen und die Sprache als dessen Medium selbst zum Thema werden. Sein <em>Eindampfen<\/em> stellt in jedem Fall eine <em>VerDichtung<\/em> war.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Die Aneinanderreihung von <em>LiteraturClips<\/em> wirkt wie ein Kommentar zur Rezeption der Poesie im Zeitalter der digitalen Fotografie und l\u00e4dt dagegen zum Verweilen ein.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen objektiven Fakten und subjektiver Interpretation ist es, was diese Twitteratur zu einem spannenden Vermittler von Information und Geschichte macht \u2013 besonders wenn sie, statt die Ambivalenzen hinter der Strenge eines Sonnets zu verstecken, diese in den Vordergrund r\u00fcckt. In diesem Bewu\u00dftseinsstrom werden in ungeordneter Folge Bewusstseinsinhalte einer oder mehrerer Figuren wiedergeben. Hinter den zahllosen Verflechtungen der verarbeiteten Stoffe und Stile, hinter den weitgespannten Verweisen zwischen den Zeilen, st\u00f6\u00dft der kundige Leser auf die Vieldeutigkeit menschlicher Existenz, auf Unberechenbarkeit sowie auf die Unm\u00f6glichkeit, klare ethische Richtlinien festzulegen, aber eben auch auf die Mahnung, sich gleichwohl eine ethisch\/moralischee Ordnung zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Reyer und Weigoni sind letztendlich auch Menschen, die lesen, sie sind \u2013 wie wir alle \u2013 Leser ihrer selbst.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Subtile an dem Projekt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=591\"><em>Wortspielhalle<\/em><\/a> ist, da\u00df die Texte von Sophie Reyer und A.J. Weigoni in beide Richtungen verweisen: Vor und zur\u00fcck. Im Proze\u00df der Selbstorganisation haben diese Autoren eine h\u00f6here strukturelle Ordnungen erreicht, ohne dass erkennbare \u00e4u\u00dfere steuernde Elemente vorliegen.\u00a0In einer <em>Parallelaktion <\/em>rufen die Komponistin und der Sprechsteller\u00a0ein k.u.k. in Erinnerung, da\u00df sie als \u201aKunst und Klang\u2019 sinnf\u00e4llig dekonstruieren. Das Geheimnis dieser <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=11410\">Twitteratur<\/a> liegt in der Mischung aus Vollkommenheit und Unvollkommenheit, in der F\u00e4higkeit dieser Schriftsteller unter der Oberfl\u00e4che das menschliche Drama, den ungesch\u00f6nten Ausdruck zu entdecken. Reyer und Weigoni pr\u00e4sentieren in ihrer Wortspielhalle eine Literatur als Gegenprogramm zu Alltag und Banalit\u00e4t. Hier findet keine experimentelle Textzertr\u00fcmmerung statt, diese Poesie spiegelt eine fragmentarische Gesellschaft, die Komponistin und der H\u00f6rspieler \u00f6ffnen mit ludischem Innovationsverhalten den Blick auf die Gegenwart.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Friedrich von Schiller<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Buch \/ Katalog-Projekt ist von einer paradox ernsten Unernsthaftigkeit. Auf einer Metaebene geht es diesen Autoren um das eigene Lesen und Schreiben, ein Sich-Einschreiben des lyrischen Ichs, denn auch in den digitalisierten Lebensabl\u00e4ufen bliebt das Sprachspiel eine menschliche Leistung, die allein in der Lage ist, die Ganzheitlichkeit der menschlichen F\u00e4higkeiten hervorzubringen. Nicht nur die Literatur bedarf der Befreiung durch den Sprachwitz, mehr noch der Leser. Und manchmal steckt eine solche Subversion in einem Diminutiv, gelegentlich in einem dialektalen Wispern. Die &#8218;Twitteratur&#8216; von Reyer und Weigoni ist von Tempo- und Harmoniewechseln durchzogen, da\u00df beim Lesen keine Langeweile aufkommt. \u00c4hnlich wie Friedrich Schiller halten die Komponistin und der Sprechsteller eine R\u00fcckbesinnung auf das Poetische und Spielerische f\u00fcr erstrebenswert, um entgegen den allgegenw\u00e4rtigen Zw\u00e4ngen einen Freiraum f\u00fcr eine menschliche Bet\u00e4tigung nach selbst gew\u00e4hlten Regeln und um ihrer selbst willen zu schaffen. Es ist in der <em>Wortspielhalle<\/em> eine vitale Form der Literatur entstanden, die der Sprache auf die Finger schaut, sie zugleich ihrem eigenen Gef\u00e4lle \u00fcberl\u00e4\u00dft und damit entfesselt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\u00a0<span style=\"color: #999999;\"><em>Die Einzigartigkeit des Kunstwerks ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Walter Benjamin<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_19545\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/MarionHaberstroh-300x225.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19545\" class=\"size-full wp-image-19545\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/MarionHaberstroh-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19545\" class=\"wp-caption-text\">Marion Haberstroh<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wortspielhalle ist gepr\u00e4gt von Weite, Spielfreude und existenzieller Wucht. Die Dringlichkeit der Sprachfindung schwingt in diesem Projekt mit, man sollte diese Texte im Wortsinn lesen oder sich in der Interpretation der Schauspielerin <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14028\">Marion Haberstroh<\/a> und des Autors vor Ohren f\u00fchren lassen. Sp\u00e4testens hier verliert sich die auratische Distanz zum Zuh\u00f6rer. Probeh\u00f6ren kann man einen Auszug aus der Wortspielhalle in der Reihe <a href=\"http:\/\/vordenker.de\/weigoni\/wortspielhalle.htm\">MetaPhon<\/a>. Im Sprachspiel kommt die Poesie mit der Unterst\u00fctzung von Haberstroh zu sich selbst. Die <em>Wortspielhalle<\/em> ist ein Umkreisungsbuch von Textartisten. Bilder und Texte, Schnipsel und Stills wechseln sich ab, alles wirkt leichtf\u00fc\u00dfig. Das Oszillieren zwischen Prosa und Lyrik bietet ein lebendiges, ein dynamisches Zusammenspiel von Form und Inhalt. Die reiche \u00dcberf\u00fclle der mit Bildern und Reflexionen ges\u00e4ttigten Prosa wirkt wie eine hemmungslose, ausgelassene Verschwendung von Kraft und Ideen. Als h\u00e4tten die Reyer und Weigoni zu viele davon, verschwenden sie Einf\u00e4lle, Gedanken und Situationen wieder, halb nur eingel\u00f6st, nachdem sie einmal blitzartig hervorgetreten sind. Dieses Moment des Verschwenderischen ist gleichzeitig ein durchg\u00e4ngiges Thema dieser Poesie.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Das collagehafte Buch ist mehr als die Summe seiner Teile.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder kann sein Leben komponieren wie Musik, diese \u00dcbereinstimmung der beteiligten Artisten werden mit den <em>Inventionen<\/em> von Peter Meilchen weitere Zwischent\u00f6ne abgewonnen. Das Leben im 21. Jahrhundert und nicht weniger die Kunst: ein Spiel, eine Verschiebung von Signifikanten, ohne schicksalhafte Kettung an ein biografisches oder historisches Signifikat. Die Schwere der Existenz wird aufgehoben durch die Leichtigkeit der k\u00fcnstlerischen Interaktion. Reyer trifft als dichtende Analytikerin auf einen analytischen Verdichter. Weigonis Variante der <em>Twitteratur<\/em> l\u00e4\u00dft einen philosophischen Bildungsroman auf wenige Zeilen zusammenschnurren, w\u00e4hrend er als Erz\u00e4hler auf der Suche nach dem Sinn des globalisierten Lebens ist &#8211; wie wir alle.<\/p>\n<div id=\"attachment_50424\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meilchen.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-50424\" class=\"wp-image-50424 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meilchen.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meilchen.jpeg 640w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meilchen-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-50424\" class=\"wp-caption-text\">Peter Meilchen deutet auf den Rheinkilometer 630<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Inventionen von Peter Meilchen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <em>Inventionen<\/em> in diesem Buch \/ Katalog stammen von Peter Meilchen. Weil die Grenzen der Sprache zugleich die Grenzen der Welt sind, betrifft die meisten Menschen nur die Welt der Mitteilbarkeit und ihr gemeinsames Symbolsystem, Peter Meilchens Welt hat andere Grenzen, in ihr k\u00f6nnen Bilder vorkommen, die sich selbst bedeuten. Die bildende Kunst nimmt wieder ihren Ort im Dreieck Kunst \u2013 Idee \u2013 Bild ein. Und eine Idee zu einem ganzheitlichen Bild, das unterschiedlichste Dinge vereint, zu formen, darin besteht die gro\u00dfe Aufgabe k\u00fcnstlerischen Schaffens. Keineswegs ist die Welt also nur alles, was der Fall ist, der K\u00fcnstler kann es so zeigen, da\u00df sie uns auf fremde Weise vertraut vorkommt. Meilchen hinterfragte in Zusammenarbeit mit\u00a0Weigoni\u00a0die Widerspr\u00fcche zwischen Wort und Bild, \u00fcberschritt aber fr\u00fch die Grenzen der Malerei, indem er Installationen, K\u00fcnstlerb\u00fccher, Fotografien oder den Film <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/meilchen\/schland.htm\">Schland <\/a>schuf. Er verspricht dem Betrachter eine Wirklichkeit, die jene Bildwirklichkeiten nicht mehr ben\u00f6tigt, in welche der Betrachter seit der Renaissance gleichsam einem Fenster hineinsieht. Ein Bild interessiert ihn nur, wenn es anders wird als das, was ich man sich vorgestellt hat. Mit Bildern ist es wie mit W\u00fcnschen: Die unerf\u00fcllten bleiben intakt, die erf\u00fcllten werden flach. Einer der Vorteile von Kunst gegen\u00fcber der Wirklichkeit ist die Hemmungslosigkeit, mit der man sie ansehen darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Das Durchschnittswerk des heutigen Gelehrten will wie ein Katalog gelesen sein. Wann aber wird man soweit sein, B\u00fccher wie Kataloge zu schreiben? Ist das schlechte Innere dergestalt in das \u00c4u\u00dfere gedrungen, so entsteht ein vortreffliches Schriftwerk, in dem der Wert der Meinungen beziffert ist, ohne da\u00df sie deswegen feilgeboten w\u00fcrden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Walter Benjamin<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schnittstelle der Beziehung zwischen bildender Kunst, Musik und Texten hat Peter Meilchen stets interessiert. Seine k\u00fcnstlerische Produktion war von konzeptuellen \u00dcberlegungen getragen. In seinem Werk sehen wir Arbeiten, die stets die Grenzen von k\u00fcnstlerischem Objekt und Alltagsgegenstand befragen. Dies erkennt man auch an der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21518\"><em>Fr\u00fchlingel<\/em><\/a>, die erstmals im Kunstverein Linz ausgestellt wurde. Er greift auf bew\u00e4hrt analoge Mittel, wie Entwicklerfl\u00fcssigkeit, Photopapier und das Mittel der Collage zur\u00fcck. Jeder kann sein Leben komponieren wie Musik, diese \u00dcbereinstimmung der beteiligten Artisten werden mit den <em>Inventionen<\/em> von Peter Meilchen weitere Zwischent\u00f6ne abgewonnen. Das Leben im 21. Jahrhundert und nicht weniger die Kunst: ein Spiel, eine Verschiebung von Signifikanten, ohne schicksalhafte Kettung an ein biografisches oder historisches Signifikat. Die Schwere der Existenz wird aufgehoben durch die Leichtigkeit der k\u00fcnstlerischen Interaktion.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Gibt es eine Wirklichkeit hinter den Bildern? Und wenn ja, gibt es einen direkten Zugang zu ihr?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz neu sind diese Fragen nicht. Die Sehnsucht nach dem \u201cunvermittelten Blick\u201d auf die Welt, jenseits der Medien, ist so alt wie die menschliche Kultur. Doch wie der K\u00fcnstler Peter Meilchen sie stellt, das macht sein Werk so wertvoll. Da\u00df dies auch mit einer spielerischen Leichtigkeit geschehen kann, belegt die Reihe <em>Fr\u00fchlingel<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil die Grenzen der Sprache zugleich die Grenzen der Welt sind, betrifft die meisten Menschen nur die Welt der Mitteilbarkeit und ihr gemeinsames Symbolsystem, Meilchens Welt hat andere Grenzen, in ihr k\u00f6nnen Bilder vorkommen, die sich selbst bedeuten. Gegen die seit der Zentralperspektive eingef\u00fchrten Annahme, da\u00df Kunst denken in Bildern sei, richtete sich bereits der russische Formalist Viktor Schklowski in seinem Aufsatz <em>Kunst als Verfahren<\/em>:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>K\u00fcnstlerisch im engeren Sinne wollen wir nennen, was mit Hilfe besonderer Verfahren entstand, die darauf abzielen, Dinge m\u00f6glichst eindeutig als Kunst wahrnehmbar werden zu lassen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die bildende Kunst nimmt wieder ihren Ort im Dreieck Kunst \u2013 Idee \u2013 Bild ein. Und eine Idee zu einem ganzheitlichen Bild, das unterschiedlichste Dinge vereint, zu formen, darin besteht die gro\u00dfe Aufgabe k\u00fcnstlerischen Schaffens. Keineswegs ist die Welt also nur alles, was der Fall ist, der K\u00fcnstler kann es so zeigen, da\u00df sie uns auf fremde Weise vertraut vorkommt. Meilchen hinterfragte in Zusammenarbeit mit\u00a0Weigoni\u00a0die Widerspr\u00fcche zwischen Wort und Bild, \u00fcberschritt aber fr\u00fch die Grenzen der Malerei, indem er Installationen, K\u00fcnstlerb\u00fccher, Fotografien oder den Film <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/meilchen\/schland.htm\">Schland <\/a>schuf. Meilchen wirft einen illusionsloser Blick auf das, was bleibt, er verspricht dem Betrachter eine Wirklichkeit, die jene Bildwirklichkeiten nicht mehr ben\u00f6tigt, in welche der Betrachter seit der Renaissance gleichsam einem Fenster hineinsieht. Ein Bild interessiert ihn nur, wenn es anders wird als das, was ich man sich vorgestellt hat. Mit Bildern ist es wie mit W\u00fcnschen: Die unerf\u00fcllten bleiben intakt, die erf\u00fcllten werden flach. Einer der Vorteile von Kunst gegen\u00fcber der Wirklichkeit ist die Hemmungslosigkeit, mit der man sie ansehen darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Die Schnittstelle der Beziehung zwischen bildender Kunst, Musik und hat Weigoni stets interessiert<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder kann sein Leben komponieren wie Musik, diese \u00dcbereinstimmung der beteiligten Artisten werden mit den <em>Inventionen<\/em> von Peter Meilchen weitere Zwischent\u00f6ne abgewonnen. Das Leben im 21. Jahrhundert und nicht weniger die Kunst: ein Spiel, eine Verschiebung von Signifikanten, ohne schicksalhafte Kettung an ein biografisches oder historisches Signifikat. Die Schwere der Existenz wird aufgehoben durch die Leichtigkeit der k\u00fcnstlerischen Interaktion. Weigonis Variante der <em>Twitteratur<\/em> l\u00e4\u00dft einen philosophischen Bildungsroman auf wenige Zeilen zusammenschnurren, w\u00e4hrend er als Erz\u00e4hler auf der Suche nach dem Sinn des globalisierten Lebens ist \u2013 wie wir alle.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Gibt es eine Wirklichkeit hinter den Bildern?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenn ja, gibt es einen direkten Zugang zu ihr? Ganz neu ist die Frage nicht. Die Sehnsucht nach dem &#8222;unvermittelten Blick&#8220; auf die Welt, jenseits der Medien, ist so alt wie die menschliche Kultur. Doch wie der K\u00fcnstler Peter Meilchen sie stellt, das macht sein Werk auch nachhaltig so wertvoll. Das dies auch mit einer spielerischen Leichtigkeit geschehen kann, belegt die erstmals ausgestellte Reihe <em>Fr\u00fchlingel <\/em>in Rahmen der Ausstellung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21518\">50 Jahre Krumscheid \/ Meilchen &amp; Der Bogen<\/a> im Kunstverein Linz.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Schland, Schland ist alles Gebilde von Menschenhand<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meilchen hinterfragte in Zusammenarbeit mit\u00a0Weigoni\u00a0die Widerspr\u00fcche zwischen Wort und Bild, \u00fcberschritt aber fr\u00fch die Grenzen der Malerei, indem er Installationen, K\u00fcnstlerb\u00fccher, Fotografien oder den Film <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/meilchen\/schland.htm\">Schland<\/a> schuf. Seine Photos sind ein Abdruck der vom Objekt zur\u00fcckgeworfenen Lichtstrahlen. Sie sind nicht blo\u00df eine leere Behauptung, sondern enthalten Spuren von etwas, das tats\u00e4chlich einmal da war. Er verspricht dem Betrachter eine Wirklichkeit, die jene Bildwirklichkeiten nicht mehr ben\u00f6tigt, in welche der Betrachter seit der Renaissance gleichsam einem Fenster hineinsieht. Ein Bild interessiert ihn nur, wenn es anders wird als das, was ich man sich vorgestellt hat. Mit Bildern ist es wie mit W\u00fcnschen: Die unerf\u00fcllten bleiben intakt, die erf\u00fcllten werden flach. Einer der Vorteile von Kunst gegen\u00fcber der Wirklichkeit ist die Hemmungslosigkeit, mit der man sie ansehen darf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortspielhalle<\/strong>, eine Sprechpartitur von Sophie Reyer &amp; A.J. Weigoni, mit Inventionen von Peter Meilchen, Edition Das Labor, M\u00fclheim 2014<\/p>\n<div id=\"attachment_98578\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98578\" class=\"wp-image-98578 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Wortspielhalle_Cover-e1645551555962.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-98578\" class=\"wp-caption-text\">Cover: Fr\u00fchlingel von Peter Meilchen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt <em>Wortspielhalle <\/em>ist in der Edition Das Labor <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=591\">erschienen<\/a>. Die Sprechpartitur wurde mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22035\">lime_lab<\/a> ausgezeichnet. Einen Artikel zum Konzept von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sophie_Reyer\">Sophie Reyer<\/a> und A.J. Weigoni lesen Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19038\">hier<\/a>. Vertiefend zur Lekt\u00fcre empfohlen sei auch\u00a0das Kollegengespr\u00e4ch\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19055\">:2= Verweisungszeichen zur Twitteratur<\/a>\u00a0von Reyer und Weigoni zum Projekt\u00a0<em>Wortspielhalle<\/em>. Eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/10\/19\/hoeherwertige-konfiguration\/\">h\u00f6herwertige Konfiguration<\/a> entdeckt Constanze Schmidt in dieser Colaboration. Holger Benkel lauscht <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/10\/29\/zikaden-und-haeher\/\">Zikaden und H\u00e4her<\/a>n nach. In ihrem preisgekr\u00f6nten Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17985\"><em>Referenzuniversum<\/em><\/a> geht Sophie Reyer der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende Analysieren gebrochen wird. Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18115\">hier<\/a>. Eine W\u00fcrdigung des Lebenswerks von Peter Meilchen findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12763\">hier<\/a>. Alle <em>LiteraturClips<\/em> dieses Projekts k\u00f6nnen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?author=124\">hier<\/a> abgerufen werden. H\u00f6ren kann man einen Auszug aus der <em>Wortspielhalle<\/em> in der Reihe <a href=\"http:\/\/vordenker.de\/weigoni\/wortspielhalle.htm\">MetaPhon<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer gelernt hat, den Zeichen zu misstrauen, dem bleiben zwei Optionen. Entweder legt man es darauf an, unter dem Schein der Oberfl\u00e4che die eigentlichen \u00f6konomischen, politischen oder sexuellen Triebkr\u00e4fte zu enth\u00fcllen, oder man versucht, in der Wirklichkeit einem letztlich undurchdringlichen,&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/04\/19\/raumgreifende-spracherkundung\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":98578,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,1151,52,394],"class_list":["post-26207","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-marion-haberstroh","tag-peter-meilchen","tag-sophie-reyer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26207"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100535,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26207\/revisions\/100535"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98578"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}