{"id":25906,"date":"1996-09-13T12:00:43","date_gmt":"1996-09-13T10:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25906"},"modified":"2022-02-17T14:44:40","modified_gmt":"2022-02-17T13:44:40","slug":"vordenker-im-netz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/09\/13\/vordenker-im-netz\/","title":{"rendered":"Vordenker im Netz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/VordenkerLogo.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"VordenkerLogo\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/VordenkerLogo.gif\" alt=\"\" width=\"283\" height=\"62\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Joachim Paul ist ein wichtiger Vordenker \u2013 nicht etwa, da\u00df er uns etwas vor denkt, sondern im Sinne von: \u201eEr denkt nach vorn!\u201c In der Mediensteinzeit des Internets installiert er mit der Plattform <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/\"><em>vordenker <\/em><\/a>einen der aufregensden <em>Tr\u00f6delm\u00e4rkte<\/em>. KUNO spult f\u00fcr ein Statement zur\u00fcck:<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div>\n<dl id=\"attachment_19551\">\n<dt><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Paul1-200x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Paul1-200x300\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Paul1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>vordenker, unser f\u00fcr viele Disziplinen offenes Web-forum bietet Ihnen ein Forum f\u00fcr Ideen und Beobachtungen aller Art<\/em>. <em>Seit den achtziger Jahren begegnet uns der Begriff \u203aVordenker\u2039 in der Presse im biographischen und politischen Zusammenhang sehr h\u00e4ufig, und sogar Grimms Deutsches W\u00f6rterbuch belegt die verbreitete Aktivit\u00e4t des \u203aVordenkens\u2039 in der Literatur und Philosophie des vergangenen Jahrhunderts. Es gibt aber entschieden mehr als traditionelle Gr\u00fcnde, wenn Joachim Paul auf diesen Ausdruck zur\u00fcckgreift.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das \u203aDenken\u2039 hat nicht nur wortgeschichtlich viel mit Erinnerung zu tun. Wir denken unter anderem, indem wir Bekanntes mit neuen Erfahrungen oder Erkenntnissen vergleichen, unsere Phantasie dabei bewegen, die Dinge verstehen und neue Gedanken hervorbringen. Dies zeigt: Das Denken kennt keine disziplin\u00e4ren Schranken, die auch die Wissenschaft eigentlich eher unterst\u00fctzen als begrenzen sollen, und es bewegt sich auch in der R\u00fcckbesinnung immer bezogen auf noch zu formulierende, d.h. zuk\u00fcnftige Gedanken. Denken ist daher ebensowenig nur ein Nach-Denken, wie die Arbeitsteilung in den Wissenschaften Selbstzweck ist. Dennoch f\u00fchren die Schattenseiten der Partikularisierung oft zur vielbeklagten Fachblindheit, erschweren Verst\u00e4ndnis und gegenseitigen Respekt.<\/em><\/p>\n<\/dt>\n<dt><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<dl id=\"attachment_19551\">\n<dt>Der Herausgeber des <em>vordenker<\/em> Joachim Paul erforscht Gebiete, die \u00fcber den Rand der Buchstaben und Texte hinausreichen. Sie dehnen sich in gewisser Weise indes sogar \u00fcber die Grenzen von Geist und Vernunft hinaus aus. In der Tradition Montaignes versteht er den Essay als Versuch, gibt diesem aber den naturwissenschaftlichen Sinn des Experiments, der experimentellen Versuchsanordnung und zugleich die existenzielle Bedeutung des Lebensexperiments und vertieft beides so ins Abgr\u00fcndige, dass aus dem Versuch sowohl die Versuchung wie der Versucher und das Versucherische sprechen. Welche labyrinthischen Gedankeng\u00e4nge bei diesem Auswahl\u2013 und Transformationsprozess durchlaufen werden, wie schnell ein brauchbarer Gedanke zu Abfall und Nebens\u00e4chliches fruchttragend werden kann, beschreibt Paul in seinen Essays.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<\/dt>\n<dt><\/dt>\n<\/dl>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Trans.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Trans\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Trans.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"227\" \/><\/a>In <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=468\">Trans-<\/a> einer Reflexion \u00fcber <em>Menschen, Medien, Netze und Maschinen<\/em> k\u00f6nnen wir dem wilden, kompromisslosen Denken von Joachim Paul ins 21. Jahrhundert folgen. Dieses Buch zeigt Paul denkend und es zeigt auch, wie er denkt.\u00a0Er richtet seine Aufmerksamkeit genau darauf, was dem Denken im Wege steht. Genauer: was das Denken \u00fcberhaupt erst pr\u00e4sent macht. Paul entwickelt eine Medientheorie, die auf Kulturtechniken setzt: Medien, Netze und Maschinen schreiben mit an unserem Denken.\u00a0 Wenn ein User nur <em>unter<\/em> einem Programm arbeitet, ist er regelgerechter Untertan. Pauls Reflexionen waren 1996 eine Flaschenpost an die Zukunft; entkorkt verstr\u00f6men die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16147\">Essays<\/a> von Joachim Paul ein bet\u00f6rendes Bouquet.<\/p>\n<dl id=\"attachment_4236\">\n<dt><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joachim Paul ist ein wichtiger Vordenker \u2013 nicht etwa, da\u00df er uns etwas vor denkt, sondern im Sinne von: \u201eEr denkt nach vorn!\u201c In der Mediensteinzeit des Internets installiert er mit der Plattform vordenker einen der aufregensden Tr\u00f6delm\u00e4rkte. 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