{"id":2283,"date":"2012-03-08T03:39:32","date_gmt":"2012-03-08T03:39:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=2283"},"modified":"2019-09-29T18:42:23","modified_gmt":"2019-09-29T16:42:23","slug":"fundraising","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/08\/fundraising\/","title":{"rendered":"Fundraising"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Pfundraising.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2284\" title=\"Pfundraising\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Pfundraising-300x249.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"249\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Pfundraising-300x249.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Pfundraising-1024x852.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am 27.10.2008 verstarb der Artist Peter Meilchen in Arnsberg, er wurde knapp 60 Jahre alt. Sowohl als bildender K\u00fcnstler, wie auch als Autor ist Meilchen ein Beobachtungsvirtuose, der viele Preziosen zu bieten hat, Wahrnehmungen, die vielleicht nicht unbedingt lebenswichtig sind, aber gerade in ihrer Fokussierung des Nebens\u00e4chlichen dem Leser Aha\u2013Erlebnisse und Wiedererkennungseffekte verschaffen. Er nimmt sich und seinen Figuren kein Blatt vor den Mund, die Brutalit\u00e4ten in Wort und Bild k\u00f6nnen uneingeschr\u00e4nkt defilieren. Dies geh\u00f6rt sp\u00e4testens seit Rabelais zur Lust am Grotesken, dieses destruktiv\u2013sch\u00f6pferische Sich\u2013gehen\u2013Lassen, die verbale Ausschweifung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher sind aus dem Nachlass zwei DVDs und ein H\u00f6rbuch erschienen. Sowohl in seinem nachgelassenen Roman &#8222;Schimpfen&#8220;, als auch in dem Konvolut hinterlassener Reden, loser reflektierender Texte und Briefe zeigt er, dass das Entdecken und Nutzen des Kleinen und so offensichtlich Nebens\u00e4chlichen tats\u00e4chlich manches Mal mehr \u00fcber unsere Kultur und deren Wertigkeit zu vermitteln wei\u00df, als die stete und stets langweilige Wiederholung von bereits bekannten Bildern, Motiven, Zeichen und zitierf\u00e4higen K\u00fcrzeln. Er webt mit Hilfe von Bild und Text an einer Realit\u00e4t, die als eine \u00dcberrealit\u00e4t uns zu fassen in der Lage ist. Das scheinbar Banale erh\u00e4lt hier eine Tiefe, die uns den Teppich unter den F\u00fc\u00dfen unserer Selbstgef\u00e4lligkeit entzieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pl\u00f6tzlich entdecken wir, dass eben jener Bodenbelag \u00fcber einem gro\u00dfen Nichts lag. Schwarzes Loch. Mit dem Ausspruch &#8222;Da schau, schon wieder nichts.&#8220; bringt Peter Meilchen die Leere eines ganzes Kunstmarktes auf den Punkt, der sich in eklektizistischen Bildzitaten gef\u00e4llt, der sich selbst zitiert und glaubt, hieraus k\u00f6nne eine Erkenntnis erwachsen. Erkennen aber ist gar nicht das Ziel von Kunst, sie gen\u00fcgt sich selbst, denn &#8222;Die Provinz hat nichts mit dem Ort zu tun, sondern mit dem Denken.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst der Betrachter und Leser wird zu einer Erkenntnis gelangen, die \u00fcber die Kunst und damit ihre Realit\u00e4t hinaus geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer von seinem Leben erz\u00e4hlt, erz\u00e4hlt immer eine Erfolgsgeschichte. Wer erz\u00e4hlt, lebt. Peter Meilchens Biografie endet nicht mit dem Tod, er lebt weiter \u2013 durch sein Werk.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/IMG_95411.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2294\" title=\"IMG_9541\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/IMG_95411-290x300.jpg\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/IMG_95411-290x300.jpg 290w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/IMG_95411-990x1024.jpg 990w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/IMG_95411.jpg 1763w\" sizes=\"auto, (max-width: 290px) 100vw, 290px\" \/><\/a>Um Meilchens nachgelassenen Roman &#8222;Schimpfen&#8220; in 2013 publizieren zu k\u00f6nnen, bietet die Edition Das Labor ein \u201aB\u00fccherregal\u2019 mit Publikationen an. Dieses Regal wurde gestaltet von Haimo Hieronymus und ist erh\u00e4ltlich \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.der-bogen.de\/\">Werkstattgalerie der Bogen<\/a>. &#8211; Bereits jetzt ist auch eine Suscription von &#8222;Schimpfen&#8220; m\u00f6glich. Jeder F\u00f6rderer wird namentlich im Buch genannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bisher von Peter Meilchen in der Edition Das Labor erschienen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/schland.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2287\" title=\"schland\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/schland.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"299\"\/><\/a><em>Schland<\/em> &#8211; DVD von Peter Meilchen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Restauration von \u00bbSchland\u00ab ist eine Resynchronisation, die Bild und Ton des Films, im vorliegenden Original gegeneinander verrutscht, wieder in den richtigen Bezug zueinander bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Meilchen geht mit seiner Kamera so dicht an die Dinge dieser Welt heran, da\u00df diese ihren Anspruch aufgeben, Dinge dieser Welt zu sein \u2013 und zum Bild werden k\u00f6nnen. Sein &#8218;Sehen&#8216; ist kein Begaffen, sondern existenziell vollzogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen-texte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2288\" title=\"meilchen-texte\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen-texte-209x300.jpg\" alt=\"\" width=\"209\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen-texte-209x300.jpg 209w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen-texte.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px\" \/><\/a><em>Texte<\/em> &#8211; H\u00f6rbuch von Peter Meilchen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer von seinem Leben erz\u00e4hlt, erz\u00e4hlt immer eine Erfolgsgeschichte. Wer erz\u00e4hlt, ist nicht allein. Er geh\u00f6rt in eine Welt, die seine Welt geworden ist. Ganz auf die Ablagerungen der eigenen Biographie setzend und ohne Attit\u00fcde benennt Peter Meilchen so die Quelle seiner reichen und doch nie vagen \u00bbTexte\u00ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen_meth_011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2289\" title=\"meilchen_meth_011\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen_meth_011-198x300.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen_meth_011-198x300.jpg 198w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen_meth_011-677x1024.jpg 677w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/meilchen_meth_011.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a><em>Beobachtungen eines Unsichtbaren<\/em> &#8211; DVD von Peter Meilchen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Bildtagebuch besteht aus 366 Bildern (Din-A-4-Arbeiten) und stellt das Schalt\u2013Jahr 2003\/04 mit seinen t\u00e4glichen Wahrnehmungen und den entsprechenden gedanklichen Verbindungen des K\u00fcnstlers. Seine Kunst setzt die andere M\u00f6glichkeit der Deutung voraus. Man braucht sich nicht auf die eine und allein g\u00fcltige Botschaft festzulegen. Seine Bilder sprechen zum Betrachter in vielen Sprachen. Meilchens Arbeit einer Gattung zuzuordnen hie\u00dfe, seine Kunst vom Leben zu trennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem <a href=\"http:\/\/www.bookrix.de\/_title-de-matthias-hagedorn-lebenszeit-als-belichtungszeit\">Nachruf<\/a> denke ich \u00fcber Peter Meilchens Arbeit nach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27.10.2008 verstarb der Artist Peter Meilchen in Arnsberg, er wurde knapp 60 Jahre alt. 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