{"id":21766,"date":"2014-01-19T00:01:53","date_gmt":"2014-01-18T23:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21766"},"modified":"2019-10-05T18:43:17","modified_gmt":"2019-10-05T16:43:17","slug":"genius-loci","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/19\/genius-loci\/","title":{"rendered":"genius loci"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Genau wie sein Landsmann und Vorg\u00e4nger im Ural, Georg Wilhelm Henning, rekonstruiert Kellner die altgewohnte Umwelt, damit diese sowohl heute als auch in der Zukunft immer in Bewegung bleibt und stets neue Sichtweisen liefert.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Irina Chmyrewa<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/genius-loci.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-21769\" title=\"genius loci\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/genius-loci-300x109.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"109\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/genius-loci-300x109.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/genius-loci.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>In diesem Projekt setzt Thomaas Kellner sich auf eine k\u00fcnstlerisch-fotografische Weise mit zwei wichtigen Wirtschaftsr\u00e4umen in Deutschland und Russland auseinander, die eine gemeinsame Geschichte der Industriekultur verbindet. Die Rede ist von seiner Heimatstadt Siegen und zwei der gr\u00f6\u00dften St\u00e4dte Russlands, Jekaterinburg und Perm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was kaum jemand wusste: Jekaterinburg und Perm sind von dem geb\u00fcrtigen Siegener Georg Wilhelm Henning gegr\u00fcndet worden. Georg Wilhelm de Gennin (russisch: \u0413\u0435\u043e\u0440\u0433 \u0412\u0438\u043b\u044c\u0433\u0435\u043b\u044c\u043c \u0434\u0435 \u0413\u0435\u043d\u043d\u0438\u043d), wie er in Russland genannt wird, 11. Oktober 1676 \u2013 12. April 1750, war ein in Deutschland geborener Offizier und Feuerwerker, der aufgrund seiner beachtlichen Kenntnisse in der Metallurgie von Peter dem Gro\u00dfen nach Russland eingeladen wurde. In den 1720er Jahren gr\u00fcndete Henning Russlands erste Fachschulen f\u00fcr Bergwesen, reiste durch Europa, um Spezialisten im Bereich Bergbau zu werben und nach Russland zu holen und baute neue Fabriken im Ural, die sich in k\u00fcrzester Zeit zu einem bedeutenden Wirtschafts- und Bildungszentrum entwickelten: Jekaterinburg und Perm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2012 begab Kellner sich deshalb auf die Spuren Hennings und fotografierte wichtige Unternehmen in Deutschland und Russland, um ihre Gemeinsamkeit, die Verarbeitung von Stahl und Metall, fotografisch festzuhalten. Es entstand eine neue Serie \u00fcber die Industriearchitektur im Siegerland und im Ural, die die bisher wenig bekannte Verbindung zwischen diesen Wirtschaftsr\u00e4umen darstellt. Gezeigt werden seine Arbeiten in einer Ausstellung, die im November in Jekaterinburg startete und danach weiter nach Moskau, Krasnodar, nach Pingyao in China und zur\u00fcck nach Siegen wandert. Zus\u00e4tzlich entsteht in Deutschland ein Buch, das auf 140 Seiten in wundersch\u00f6nen Fotografien die Industriearchitektur und -Kultur der jeweiligen Gebiete pr\u00e4sentiert und Interessantes \u00fcber das Eisenland Siegerland, die Herkunft Hennings und seine Arbeit als K\u00fcnstler erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thomas Kellner lebt seit 1989 in Siegen, wo er seit 1997 als freischaffender K\u00fcnstler t\u00e4tig ist. Seine Arbeiten wurden in Einzelausstellungen unter anderem in London, Paris, Brasilien und New York gezeigt. Museen u.a. in Houston, Chicago, Rochester und Rio de Janeiro, haben seine Werke bereits in ihre Sammlungen integriert. Wichtige Gro\u00dfprojekte der vergangenen Jahre, waren seine Arbeiten zum 200. Jubil\u00e4um des Bostoner Athenaeums und zum 50-j\u00e4hrigen Geburtstag der Hauptstadt Brasiliens, Bras\u00edlia.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Dank gilt vor allem jenen die dieses Projekt m\u00f6glich gemacht haben: Boschgotthardtsh\u00fctte (BGH), Deutsche Edelstahlwerke DEW, Heinrich Georg GmbH Maschinenfabrik, Graebener Group, \u00a0RWE Siegen, Sparkasse Siegen, Stadt Siegen, Tsubaki Kabelschlepp, Kreis Siegen Wittgenstein und Vetter dekoration, neben vielen Einzelnen die \u00fcber crowdfundraising und Subskription zu diesem Projekt beigetragen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>genius loci<\/strong>, Heute, ab 12.00 Uhr in der Art Galerie, F\u00fcrst-Johann-Moritz- Stra\u00dfe 1, 57072 Siegen und im Anschlu\u00df in das Atelier von Thomas Kellner in der Friedrichstra\u00dfe 42.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genau wie sein Landsmann und Vorg\u00e4nger im Ural, Georg Wilhelm Henning, rekonstruiert Kellner die altgewohnte Umwelt, damit diese sowohl heute als auch in der Zukunft immer in Bewegung bleibt und stets neue Sichtweisen liefert. Irina Chmyrewa In diesem Projekt setzt&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/19\/genius-loci\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-21766","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literatur"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21766"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21766\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}