{"id":19966,"date":"2022-03-30T00:01:26","date_gmt":"2022-03-29T22:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19966"},"modified":"2022-02-20T17:33:20","modified_gmt":"2022-02-20T16:33:20","slug":"traumtanzer-revisited","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/03\/30\/traumtanzer-revisited\/","title":{"rendered":"Traumt\u00e4nzer \u2219 Revisited"},"content":{"rendered":"<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--><\/p>\n<h2 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Zur\u00fcck in die Zukunft der 1990er Jahre<\/span><\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hat mich der Teufel geritten, da\u00df ich den anschlie\u00dfenden Artikel aus l\u00e4ngst vergangenen Zeiten hervorhol, um ihn nach so vielen Jahren noch einmal zu ver\u00f6ffentlichen? Es kann nicht schaden, sag ich blau\u00e4ugig (und sowohl Bensch als auch Kraus pflichten mir spontan bei, ei, ei), einmal wieder daran zu erinnern, da\u00df Lyrik von jetzt nicht mit Lyrik von Jetzt einsetzt, sondern, naturgem\u00e4\u00df, weit vorher\u00a0\u2013 paar tausend Jahre la\u00df ich mal weg: Ein (mit-)entscheidender Umbruch (davon abgesehen, da\u00df die Lyrik auch w\u00e4hrend der 70er und 80er Jahre dank herausragender Marathonpoeten wie Volker Braun, Hans Magnus Enzensberger, Elke Erb, <span style=\"color: #000080;\"><a href=\"http:\/\/www.poetenladen.de\/theo-breuer-walter-helmut-fritz-gedicht.htm\"><span style=\"color: #000080;\">Walter Helmut Fritz<\/span><\/a><\/span>, Ernst Jandl, Wulf Kirsten, Karl Krolow, Friederike Mayr\u00f6cker, Christoph Meckel, Oskar Pastior und manch andrer mehr\u00a0\u2013 ich denk an den Monolithen <span style=\"color: #000080;\"><a href=\"http:\/\/titelmagazin.com\/artikel\/19\/2161\/was-neues-im-westen.html\"><span style=\"color: #000080;\">Rolf Dieter Brinkmann<\/span><\/a><\/span>, aber auch an Nicolas Born und J\u00fcrgen Theobaldy \u2013 zu keiner Zeit seit den 50er Jahren in einer so unguten Verfassung war, wie manche Ver\u00e4chter gern behaupten) kam Ende der 80er Jahre mit Thomas Klings geschmacksverst\u00e4rker \u2013 und auch das war ja nicht die Neuerfindung des Rades. (Von dem Lekt\u00fcreschock hat sich trotzdem so mancher biedere Versschmied nie erholt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die im Vergleich zur Lyrik von jetzt nicht weniger vitalen 90er Jahre (in denen die Gedichtb\u00fccher im Schnitt deutlich h\u00f6here Auflagen hatten als heute \u2013 fast ungl\u00e4ubig erinnere ich mich der rund tausend verkauften Exemplare des blauen Schmetterlings) haben eine Reihe von Lyrikern hervorgebracht (von denen in diesen Zeiten verbl\u00fcffend wenig nur noch die Rede zu sein scheint im Lyrikdiskurs), deren Gedichtb\u00fccher weiterhin, trotz der m\u00e4chtigen Lyrikwelle, die in den Jahren nach 2000 \u00fcber uns schwappt, sehr, sehr lebendig im Hirn herumtollen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/3927861200-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20013 alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"3927861200 (2)\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/3927861200-2-204x300.jpg\" alt=\"\" width=\"143\" height=\"210\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/3927861200-2-204x300.jpg 204w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/3927861200-2.jpg 459w\" sizes=\"auto, (max-width: 143px) 100vw, 143px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich denk, beispielsweise, an Marcel Beyers Falsches Futter, Durs Gr\u00fcnbeins d. J. grauzone morgens, Thomas Klings morsch, Barbara K\u00f6hlers Deutsches Roulette, Bert Papenfu\u00df&#8216; routine in die romantik des alltags, Raoul Schrotts Hotels, die die Lyrik in jenem Jahrzehnt ganz sch\u00f6n aufgemischt haben. Gleichzeitig denke ich aber auch an die vielen Autoren und sonstigen \u00dcberzeugungst\u00e4ter, deren Namen nicht so gel\u00e4ufig sind und die zwischenzeitlich gar von der Bildfl\u00e4che verschwunden sind (in der 1999 erschienenen Monographie Ohne Punkt &amp; Komma. Lyrik in den 90er Jahren kann man sich ein Bild von ihnen als Gestalt machen), und um die geht es (exemplarisch) in Traumt\u00e4nzer \u00b7 Revisited, den ich, alle Bedenken seitens Peer Quers (der ausnahmsweise einmal vollkommen recht hat) in den Wind schlagend, exakt in der Fassung belasse, die ich 1995\/96 schrieb und die 1997 in der Chemnitzer Literaturzeitschrift Laterne ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Seit Beginn der 90er Jahre<\/span><\/h5>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/stadt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-19974\" title=\"stadt\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/stadt-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/stadt-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/stadt-684x1024.jpg 684w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/stadt.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a> <\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">will diese Welt wohl vollends aus den Fugen geraten. Ursa\u00adchenforschung im Hinblick auf kultu\u00adrelle Ent\u00adwicklungen scheint mir wegen der zwangs\u00adl\u00e4ufigen Verflech\u00adtungen mit den gro\u00dfen und kleinen nationalen und internationalen politi\u00adschen Unruhen und Umw\u00e4lzungen sowie der zu wenig distan\u00adzierten Be\u00adwu\u00dftseinslage zur Zeit noch ganz unm\u00f6glich zu sein. Meine Mutma\u00ad\u00dfungen w\u00e4ren somit der Gefahr unterworfen, statt eines diffe\u00adrenzier\u00adten geistigen Spektrums lediglich meine enge egomorphe Sichtweise zu pr\u00e4\u00adsentieren. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Folglich kann es in meinem Text auch nicht darum gehen, warum in den 90er Jah\u00adren im deutschspra\u00adchigen Raum mehr kreative Klein\u00adverlage und Handpressen gegr\u00fcndet worden sind als je zuvor, son\u00addern da\u00df dem so ist \u2013 ganz im Sinne von Joseph Beuys, der dem \u203aDa\u00df\u2039 in vielerlei Hinsicht grund\u00ads\u00e4tzlich den unbe\u00addingten Primat vor dem \u203aWarum\u2039 gegeben hat. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Entwicklungen rufen \u2013 offenbar natur\u00adgesetzlich \u2013 stets Gegenent\u00adwicklungen hervor, und so finden wir in einer Zeit der zumindest \u00e4u\u00ad\u00dferlich perfektionistisch wir\u00adkenden Hoch\u00adglanzma\u00adgazine auch (wie\u00adder!) immer mehr \u203aBuchma\u00adcher\u2039, die bewu\u00dft den \u203aaltmodischen\u2039 Weg ge\u00adhen: Gemeint sind die Verleger, Publizi\u00adsten und Autoren, die selbst Hand anlegen, um ihre literarische Kunst an die Frau zu brin\u00adgen, und die das Urmenschliche kulturellen Schaffens auf kreat\u00fcrli\u00adche Weise wieder ins Bewu\u00dftsein der Leser zu r\u00fccken versuchen. In der einen Edition entstehen dabei auch materiell wert\u00advolle K\u00fcnstler\u00adb\u00fccher, in der anderen geht es darum, auf betont einfa\u00adche Art und Weise originelle Texte zum Leser zu transportieren. <\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Im-Block.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-20019 alignright\" title=\"Im Block\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Im-Block-205x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"189\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Im-Block-205x300.jpeg 205w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Im-Block-700x1024.jpeg 700w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Im-Block.jpeg 1687w\" sizes=\"auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">An\u00adgetrieben wer\u00adden diese einzelg\u00e4ngerischen \u00dcber\u00adzeugungst\u00e4ter da\u00adbei allerdings we\u00adniger von einem idealistisch ange\u00adhauchten Sen\u00addungsbe\u00adwu\u00dftsein, sondern \u2013 ganz einfach \u2013 von der Lust am Machen, bei dem der kom\u00admerzielle Aspekt zun\u00e4chst einmal kei\u00adnerlei Bedeu\u00adtung hat und schlie\u00dflich nur dazu dient, ein wenig das \u00dcberleben zu erm\u00f6gli\u00adchen. Diese Literatur- und Kunstmacher leben nicht von, son\u00addern mit ihren Boxen, B\u00fcchern und Brosch\u00fcren, aber \u2013 wir k\u00f6nnen nun einmal nicht alles haben im Leben &#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Ich lebe ja hier ganz westlich im Westen, da, wo Fuchs und Hase sich (noch) gute Nacht sa\u00adgen und die Welt mit Brettern zugenagelt ist: im Sibirien Deutschlands, als quasi Zugerei\u00adster inmitten des kleinen Zwergvolks der Eifler in einem noch kleineren Dorf, wo es tats\u00e4ch\u00adlich noch Misthaufen am Stra\u00dfenrand gibt \u2013 einen davon habe ich in mei\u00adnem Gedicht <span style=\"font-variant: small-caps;\">1 berliner in sistig\/eifel<\/span> zu \u00fcberregio\u00adnalem Ruhm ver\u00adholfen \u2013 und einige andere skurrile Ana\u00adchronismen mehr: Kurz, es ist einmalig hier! <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Light-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19973\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Black Light (2)\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Light-2-183x300.jpg\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"210\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Light-2-183x300.jpg 183w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Light-2-627x1024.jpg 627w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Light-2.jpg 1746w\" sizes=\"auto, (max-width: 128px) 100vw, 128px\" \/><\/a>Aber davon wollte ich ja gar nicht schw\u00e4rmen; nein, die vermeintlich negativen Aspekte meiner Le\u00adbensrandlage beabsich\u00adtigte ich an den Anfang meines Textes stellen: die Abwegigkeit eines be\u00adschau\u00adlichen, gesunden und ganzheitli\u00adchen Landlebens im Zeitalter von Neurose, Smog und Verkehrskol\u00adlaps, die fehlenden literari\u00adschen Dialoge, die kulturelle Abgelegenheit usw. Sicherlich ist diese Tatsa\u00adche ein we\u00adsentli\u00adcher Grund daf\u00fcr, da\u00df ich im Laufe der Jahre so viele Kontakte in alle Welt gekn\u00fcpft habe und die Mail Art aus diesem ver\u00adwunsche\u00adnen Eifeld\u00f6rfchen in der Tat das gemacht hat, was ich 1986 \u2013 als ich noch lange nichts von Mail Art wu\u00dfte \u2013 in angeheitertem Zu\u00adstand zu Ri\u00adchard Burns, dem englischen Dichter aus Cambridge, von dem ich unter anderem <em>Tree<\/em> (1989) und <em>Black Light<\/em> (1996) ins Deutsche \u00fcbertragen habe, sagte: <em>Sistig is the cultural na\u00advel of the world<\/em> &#8230; (Ja, r\u00fcmpfen Sie nur die Nase, aber wer einmal hier in die\u00adser kulturkargen Landschaft gewesen ist, wird mich verstehen: Man hat nur die Wahl zwischen Heu\u00adlen oder Hybris &#8230; Nein, mit den W\u00f6lfen heule ich nicht \u2013 \u2013 \u2013 obwohl die auch schon wieder, wenn auch vereinzelt, in waldigen Schluchten gesichtet werden. Echt wahr, kein J\u00e4gerlatein.)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Bonn und Haarbach, Mainz und Wien, Dresden, Halle an der Saale, K\u00f6ln und Ber\u00adlin sind Poststempel auf Kunstpostsendungen, deren Inhalte ich in diesem Aufsatz vorstellen m\u00f6chte. Die Auswahl ist nicht zuf\u00e4llig. Denn was die Kleinverlage <em>Corvinus Presse<\/em> (Ber\u00adlin) \u2219 <em>Das-Fr\u00f6hliche-Wohnzimmer-Edition<\/em> (Wien) \u2219 <em>Pips-Dada-Corporation<\/em> (Bonn) \u2219 <em>Spinne\/Buchlabor<\/em> (Dresden) \u2219 <em>Teraz Mowie \/ Hybriden Verlag<\/em> (Berlin) \u2219 <em>UNI\/vers(;)<\/em> (Halle an der Saale) \u2219 <em>ur\u00e4us-Handpresse<\/em> (Halle an der Saale) \u2219 <em>Ventile \/ Verlaxsfusjon amanita- &amp; aygen-Verlag<\/em> (Mainz)\u00a0\u00b7 <em>Verlags\u00adinstitut f\u00fcr Ganz &amp; Garnix<\/em> (D\u00fcsseldorf) \u2219 <em>ZWELFENbein \/ gesang der bucke\u00adlaale<\/em> (Schwerin) bei allen Un\u00adterschieden ver\u00adeint, ist das Exzentrische, das Irre, das Rappel\u00adk\u00f6p\u00adfige, das Spleenige, das Tolle, das \u00dcbergeschnappte, das Wahnsin\u00adnige, das Vernunftlose und Ver\u00adr\u00fcckte. Hier sind ausschlie\u00dflich K\u00fcnstler als Herausgeber und Publizisten am Werk, die noch Nasen haben zum Riechen, Augen zum Gucken, H\u00e4nde zum Anfassen &#8230; <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/im-zentrum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-20029\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"im zentrum\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/im-zentrum-219x300.jpg\" alt=\"\" width=\"92\" height=\"126\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/im-zentrum-219x300.jpg 219w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/im-zentrum-750x1024.jpg 750w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/im-zentrum.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 92px) 100vw, 92px\" \/><\/a>Zum Gl\u00fcck hat sich das ja (wieder?) gewandelt in diesen letzten Jah\u00adren, die irgendwann ein\u00admal die 90er Jahre gewesen sein werden, in den immer lebendiger und zahlreicher werdenden alternativen Klein\u00adverlagen, Minipressen und Literaturzeitschriften: da\u00df der Trend hin zum Andersartigen, Leben\u00addigen, Originellen, Originalen wieder von viel mehr Menschen gesch\u00e4tzt und gef\u00f6rdert wird als in den immer nur fast ausschlie\u00dflich hochglanzpapierenen 80er Jah\u00adren &#8230; <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19980 alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"ein dichter erlebt das chaos im kopf\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf-300x208.jpg\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf-300x208.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf-1024x712.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/ein-dichter-erlebt-das-chaos-im-kopf.jpg 1681w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a>Die hier vorzustellenden Editionen suchen zun\u00e4chst einmal den sinn\u00adlichen Kontakt zum Rezipienten: Das Verstehen, wenn \u00fcberhaupt n\u00f6\u00adtig nach einem vielleicht \u00fcberw\u00e4ltigenden haptischen oder visuel\u00adlen ERLEB\u00adNIS, stellt sich sicherlich und zwangsl\u00e4ufig am Ende der gei\u00adstig-seeli\u00adschen Rezeptions- und Perzeptionsvorg\u00e4nge wie von selbst ein \u2013 nach\u00addem man sich immer und immer wieder mit dem Text (egal welcher Art) auseinandergesetzt hat &#8230; Denn eins will ich in der Kunst zu\u00adn\u00e4chst einmal \u00fcberhaupt nicht: auf Teufel-komm-raus und m\u00f6g\u00adlichst SOFORT ein Kunstwerk verstehn: Was ver\u00adstehn wir denn schon von unserem Mitmen\u00adschen, von dieser Welt \u2013 \u2013 \u2013 vom Univer\u00adsum ganz zu schweigen \u2013 sinnlos, also, da\u00df so viele Le\u00adser und Be\u00adtrachter immer gleich jammern: Das (Bild, Ge\u00addicht usw.) verstehe ich nicht &#8230; Nein, nein, der Mensch besteht nicht aus Kopf allein &#8230; <\/span><\/p>\n<h5 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #999999;\">1 \u00b7 UnZeitGeist &amp; UnKomMerz<\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><br \/>\n<\/span><\/h5>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Was fasziniert zahlreiche K\u00fcnstler und Schriftsteller aus aller Welt so sehr an PIPS, der <em>Objekt- &amp; Literatur\u00adzeitschrift f\u00fcr Un\u00adZeitGeist &amp; UnKom\u00adMerz<\/em>, da\u00df sie oft endlos viele Stunden im Jahr daf\u00fcr arbeiten, um blo\u00df in den ja nun seit der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15956\">Mainzer Mini-Pressen-Messe 1995<\/a> preis\u00adgekr\u00f6nten Karton zu ge\u00adlangen &#8230;? (Dietmar Vollmer, K\u00f6lner Postkarten- und Stempelk\u00fcnstler mit Witz, meinte in einem Fern\u00adsehinterview, wenn der Pips-Karton von der Post gebracht werde, sei er aufgeregt wie als Kind an Weihnachten &#8230; Wird durch <em>Pips<\/em> also das Kind im Manne entlarvt?)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Jeder Beitr\u00e4ger \u2013 von denen es pro Ausgabe etwa 40 bis 50 aus aller Welt gibt \u2013 gestaltet sein Werk voll\u00adst\u00e4ndig selbst \u2013 ein Blatt, ein Ob\u00adjekt, ein Waswei\u00dfich \u2013 und zwar in diesem Jahr 98mal, so da\u00df es von Herausgeberin Claudia P\u00fctz in je\u00adden der dreimal im diesem Jahr 98mal aufgelegten themenge\u00adbunde\u00adnen Kar\u00adtons gelegt werden kann: Daraus ent\u00adsteht automatisch ein buntes Gemeinschaftskunst\u00adwerk, das nat\u00fcrlich voller literarisch-k\u00fcnstleri\u00adscher \u00dcberraschungen steckt. Visuelle + experimentelle Poesie sind \u2013 wie bei <em>Wohnzimmer, buckelaale, Teraz Mowie, Buchlabor &amp; uni\/vers(;)<\/em> besonders stark vertreten. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">In Zeiten der Massenproduk\u00adtion von sehr oft v\u00f6llig lieblos hergestell\u00adten B\u00fcchern und Zeitschriften mit banalem Inhalt sind diese in Kleinstauflagen erscheinenden Arte\u00adfakte f\u00fcr mich zu Perlen ge\u00adwor\u00adden, die ich allt\u00e4g\u00adlich in die Hand nehme, um wieder etwas Neues darin zu entdecken &#8230; <\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #999999;\">2 \u00b7 O du fr\u00f6hliche &#8230;<\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><br \/>\n<\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Box.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19979\" title=\"Black Box\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Box-218x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"240\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Box-218x300.jpeg 218w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Black-Box-745x1024.jpeg 745w\" sizes=\"auto, (max-width: 174px) 100vw, 174px\" \/><\/a>Wohnzimmer <\/span><\/em><span style=\"font-size: 10.0pt;\">erscheint in der Wiener <em>Edition Das Fr\u00f6hliche Wohnzimmer<\/em> und nennt sich im Unter\u00adtitel <em>Zeitschrift f\u00fcr unbrauchbare Texte und Bilder<\/em>. Mehr brauche ich zu dieser mit viel Copyart, Com\u00adputerart und weiteren unartigen Experimentental\u00adformen angef\u00fcllten ca. 45seitigen Zeitschrift (deren gelegentliche Sonderausgaben <em>einem<\/em> Autor gewidmet sind) wohl nicht zu sagen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Immerhin wurde Fran\u00adzobel, der auch zum (erweiterten) Wohn\u00adzimmerkreis geh\u00f6rt, 1995 ebenfalls ausgezeichnet: mit dem In\u00adgeborg-Bachmann-Preis! Das hat mich \u2013 wie der V.O.-Stomps-Preis f\u00fcr <span style=\"font-variant: small-caps;\">Pips <\/span>\u2013 sehr ge\u00adfreut (obwohl ich allen kulturellen Preisen eigentlich eher skeptisch gegen\u00fcber\u00adstehe: Was hat man nicht schon alles geh\u00f6rt, wie die Preise da ver\u00adschoben werden &#8230; Aber wenn&#8217;s dann we\u00adnig\u00adstens die Kleinen trifft: Bravo!) <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Die Edition <em>Das Fr\u00f6hliche Wohnzimmer<\/em> pu\u00adbliziert nun allen Wi\u00addrigkeiten zum Trotz \u2013 immer schwieriger wird es in den 90er Jah\u00adren, auch nur kleine Sum\u00admen aus \u00f6ffentlichen Kassen zu bekom\u00admen \u2013 ebenfalls seit bald 12 Jahren seine v\u00f6llig abseits des Mainstreams an\u00adzusiedelnden quirligen B\u00fccher, deren Ungew\u00f6hnlich\u00adkeit kaum be\u00adschreib\u00adbar, daher einfach ausprobiert werden mu\u00df. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Man\u00adches aus dem fr\u00f6hlichen Programm rezipiere ich wie Musik, an\u00adderes wie Bilder, auch wenn es sich \u203aeigentlich\u2039 um Literatur han\u00addelt, eine Literaturart allerdings, bei der am laufenden Band eine na\u00adt\u00fcrliche Verquickung ikonographi\u00adscher, linguistischer und interme\u00addialer Ebe\u00adnen stattfin\u00addet, die mich immer wieder in einen total unge\u00adw\u00f6hnlichen Erregungs\u00adzustand (einem spezifischen Gemisch aus Ge\u00adf\u00fchlswallun\u00adgen und Ge\u00addankenspr\u00fcngen) versetzt, die tats\u00e4chlich eine h\u00fcbsch-h\u00e4\u00dfliche Wohn\u00adzimmerstimmung ver\u00adbreitet \u2013 sicherlich nicht blo\u00df bei mir &#8230;<\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000080;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #999999;\">3 \u00b7 Buckelaale \u00b7 Zwelfenbein<\/span> <\/span><\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/t-h.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-20006\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"t &amp; h\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/t-h-212x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"240\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/t-h-212x300.jpeg 212w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/t-h-726x1024.jpeg 726w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/t-h.jpeg 1803w\" sizes=\"auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px\" \/><\/a>Hauptsache original und originell \u2013 und je einfacher die Mittel, um so besser \u2013 lautet das Motto von Alex Nitsche (einem Men\u00adschen, dessen lyrische Stimme immer pr\u00e4gnanter und \u2013 zum Gl\u00fcck \u2013 auch immer ge\u00adfragter wird: Bei Social-Beat- und Off-Lyrik-Aktionen \u2013 was im\u00admer hinter den Begrif\u00adfen stecken mag, derer sich die Veranstal\u00adter oft unre\u00adflektiert bedienen \u2013 liest man vermehrt seinen Namen, der zur Zeit Ga\u00adrant ist f\u00fcr starke Lyrik) und der mittlerweile im Bayern\u00adlande ver\u00adsucht, die n\u00e4chste Ausgabe des mail-art-orientierten Maga\u00adzins gesang der buckelaale auf die Beine zu stellen, und es dauert &amp; dauert, und dann h\u00f6rt man neuer\u00addings aus allen Himmelsrichtungen, da\u00df aus der <em>Edi\u00adtion Heulsuse<\/em> und der gleichnamigen Zeitschrift, die Nitsche mit Simone Dankert in Schwerin he\u00adrausgebracht hat, nun die Nachfol\u00adgeedition <em>ZWELFENbein<\/em> entstanden ist, an der auch Tom Toys und <em>Vapet<\/em> beteiligt sind. (Allerdings \u2013 nix Genaues wei\u00df ich nicht &#8230;) <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Was Alex Nitsche daneben noch alles an kleinen <em>Heul\u00adsuse<\/em>-Publika\u00adtionen \u2013 z. T. im Hosentaschen\u00adformat \u2013 druckt und kleckst und bindet und tut und macht: einfach + sch\u00f6n. Besonders gefallen hat mir, was Nitsche zusammen mit Tom Toys ge\u00admacht hat, n\u00e4mlich: <em>ELV<\/em>, von dem ich k\u00fcrzlich eine neue Auflage gesehen habe: geschnittene Ge\u00addichte und Grafiken, handgedruckt und handgebunden: fein! Noch neu ist ein B\u00e4ndchen mit Gedichten von Hadayatullah H\u00fcbsch, das Nit\u00adsche auf der dies\u00adj\u00e4hrigen Mainzer Mini-Pressen-Messe pr\u00e4sentierte. Bleiben wir also geduldig und warten weiter auf die neue Ausgabe von <em>der gesang der buckelaale \u2013 journal f\u00fcr visuelles chaos u. seltsamen text<\/em>, des\u00adsen Format \u2013 DIN A 4 halbiert \u2013 bereits ins Auge springt und das f\u00f6rmlich nach Farbe riecht! <\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">4 \u00b7 Hybriden<\/span><\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Der (oder die) Hybride ist ein Mischling, der aus einer (auch be\u00adwu\u00df\u00adten) Kreuzung her\u00advorgegangen ist. Somit ist der Verlagsname von vornherein gleichzeitig Programm: Hartmut Andryczuk kreuzt, und zwar vornehmlich visuelle Poesie und verbale Kunst, all das, was sich unter dem Begriff des Kosmo\u00adgraphischen subsumieren l\u00e4\u00dft, Kunstformen also, der sich nur wenige Menschen (ob rezeptiv oder produktiv) widmen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Folgerichtig erscheinen im Hybriden Verlag aus\u00adschlie\u00dflich Buch\u00adkunstwerke in Klein- und Kleinst\u00adauflagen von 1, 2, 4, 13, 21, 55 oder 99 Exemplaren, um nur ein paar der editorisch be\u00adtrachtet sehr unge\u00adw\u00f6hnlichen Zahlen zu nennen. Eines der hybriden Produkte hei\u00dft beispielsweise Chim\u00e4ren. Hierzu hat An\u00addryczuk 15 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler eingeladen, je 2 x 21 themenbezogene Original\u00adarbeiten einzusenden. Aus den eingesandten Beitr\u00e4gen ent\u00adsteht das Gesamt\u00adkunstwerk Buch, von dem jeder Beitr\u00e4ger selbstver\u00adst\u00e4ndlich ein Ex\u00ademplar als Honorarausgleich erh\u00e4lt. Ein solches Buch hat nat\u00fcrlich seinen Preis. 395, 550 oder gar 1400 DM sind Summen, die meine Leser hier vielleicht \u00fcber\u00adraschen, dem bibliophi\u00adlen Sammler aber kei\u00adneswegs zu hoch sind, wenn es um die Vervoll\u00adst\u00e4ndigung einer Kol\u00adlektion geht. Die meisten Titel im Hybriden Ver\u00adlag sind denn auch vergriffen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Regelm\u00e4\u00dfig erscheint im Hybriden Verlag das kosmographisch orien\u00adtierte Magazin <em>Teraz Mowie<\/em>, dessen zun\u00e4chst unm\u00f6glich erschei\u00adnende Titeldechiffrierung sp\u00e4te\u00adstens dann ganz einfach wird, wenn man erf\u00e4hrt, da\u00df <em>Teraz mowie<\/em> pol\u00adnisch ist: Sprich jetzt! hei\u00dft es, nicht mehr und nicht weniger &#8230; Seit 1989 gibt Andryczuk diese K\u00fcnstler- und Poeten\u00adzeitschrift heraus, deren Ziel in erster Linie die krea\u00adtive Kommunikation des internatio\u00adnalen Netzwerks der visuellen Poesie anstrebt und f\u00f6rdert, wie es im Impressum einer jeden Aus\u00adgabe hei\u00dft. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Das alles hat mit dem \u00fcblichen Buch oder der g\u00e4ngigen Zeitschrift ja nur noch wenig gemein: Jede Ausgabe von <em>Teraz Mowie<\/em> beinhaltet z.B. eine Originalbeilage, ver\u00adsteckt in ei\u00adnem eingeklebten Briefum\u00adschlag \u2013 die Nummer 22 vom Dezember 1996 gar deren zwei. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Ob Drahtbindung, Schuhkarton, schwarzer Briefumschlag oder polni\u00adsche Sanit\u00e4tst\u00fcte \u2013 die Ar\u00adbeits\u00admit\u00adtel und -techniken im Hybriden Verlag des Hartmut Andryczuk sind durch und durch ungew\u00f6hn\u00adlich und zwingen den eingestanzten Blickwinkel in andere, vielleicht viel zu selten eingeschlagene Rich\u00adtungen. Und immer wieder sorgt der Hybride f\u00fcr neue \u00dcberraschun\u00adgen: Hybridenland hei\u00dft die neue Edi\u00adtion, die ab Ende 1997 <em>Teraz Mowie<\/em> abl\u00f6sen wird: Hybriden\u00adland ist als Buchkassette, die aus\u00adschlie\u00dflich aus Originalarbeiten verschie\u00addenster Art bestehen wird. Die Startauflage besteht aus 25 Exempla\u00adren, deren Preis um die 400 DM liegen wird. Seit einigen Monaten verschickt Andryczuk K\u00fcnst\u00adlerpostkarten, auf die er auch zumeist \u203aAnt\u00adworten\u2039 erh\u00e4lt. Au\u00dferdem verschickt er fadengebun\u00addene Schul\u00adhefte, die von Leuten wie Pierre Garnier, J\u00f6rg Kowalski, Ulla Rohr u.v.a. \u203agef\u00fcllt\u2039 zur\u00fcck\u00adgeschickt werden. Neue K\u00fcnstlerb\u00fc\u00adcher sind in Vorbereitung. Wir sind ge\u00adspannt &#8230;<\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">5 \u00b7 Ventilieren<\/span><\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><br \/>\n<\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Die Mainzer Literaturzeitschrift <em>Ventile<\/em> ist ebenfalls als weih\u00adnachtliche Auspack\u00adstimmung verbrei\u00adtende Kunterbuntwun\u00addert\u00fcte angelegt, dabei aber weniger international, sondern haupt\u00ads\u00e4chlich an der deutschsprachigen Literaturszene interessiert: Erst sieben Ausga\u00adben sind von dieser Literaturzeit\u00adschrift erschienen, aber Marcus We\u00adber &amp; Dr. Treznok haben ihr von Beginn an einen unver\u00adwechsel\u00adbaren (kolorierten) Stempel aufgedr\u00fcckt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Im Briefkopf nennen sie sich <em>er\u00adLEBniszeitschrift<\/em> und zitieren V.O. Stomps: <em>Ich will drucken, was die gro\u00dfen Verlage nicht riskieren k\u00f6nnen oder wollen. Ich suche keine Bestseller, sondern junge Ta\u00adlente, das Abseitige, das Experi\u00adment und auch das inhaltlich Ge\u00adwagte<\/em>. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Wie eine Wundert\u00fcte gef\u00fcllt, bietet Ven\u00adtile Textheft und jede Menge Beilagen: vor allem die unver\u00adwechselba\u00adren (wundersch\u00f6nen) Hand\u00addrucke, die dem Standort Mainz alle Ehre machen. Auch der sehr le\u00adbendige Inhalt von Ventile l\u00e4\u00dft auf einen in\u00adstinktsicheren Literaturge\u00adschmack schlie\u00dfen, der eindeutig editori\u00adsche Fu\u00dfspuren hinterl\u00e4\u00dft \u2013 durchg\u00e4ngig. Da geht es zwar kun\u00adterbunt und da\u00addawild und furchtbar eigenwillig zu, aber das Ganze ist durch\u00addacht und hat \u2013 Stil! Kompli\u00adment, meine Her\u00adren &amp; Ladies! Schlie\u00dflich liegt in jeder <em>Ventile<\/em>-T\u00fcte noch der Ventilator, die von Brandstifter Stefan Brand herausgege\u00adbene Zeitschrift f\u00fcr Musik- und Buchrezen\u00adsionen, f\u00fcr Dada und Expe\u00adriment (die Sie aber auch unabh\u00e4ngig von <em>Ventile<\/em>erwerben k\u00f6nnen). <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Unge\u00adw\u00f6hnlich weiterhin, da\u00df Weber und Treznok nicht nur gemein\u00adsam diese Literaturzeitschrift Ventile publi\u00adzieren, nein, beide haben auch noch ihren eigenen klei\u00adnen Verlag: Bei Weber ist es der <em>amanita<\/em>-verlag, der die Reihe Falt\u00adblattgeschichten mit handgesetzten und auf einer Gu\u00adtenbergschen Handpresse ge\u00addruckten Umschl\u00e4gen heraus\u00adbringt, w\u00e4hrend Dr. Treznok sich in sei\u00adnem <em>Aygen<\/em><span style=\"font-variant: small-caps;\">&#8211;<\/span><em>Verlag<\/em> haupt\u00ads\u00e4chlich selber verlegt: Wer sich in Zeiten von (sinnlosen) Recht\u00adschreibreformen nicht mit die\u00adsem Lyriqqer be\u00adsch\u00e4ftigt, mu\u00df sich nicht wundern, wenn er\/sie ei\u00adnes Tages nicht mehr mitreden kann!!! <\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000080;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">6 <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">\u00b7 Lichtgestal<\/span><\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #999999;\">t<\/span> <\/span><\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Guillermo-Deisler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19969\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Guillermo Deisler\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Guillermo-Deisler-237x300.jpg\" alt=\"\" width=\"166\" height=\"210\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Guillermo-Deisler-237x300.jpg 237w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Guillermo-Deisler.jpg 285w\" sizes=\"auto, (max-width: 166px) 100vw, 166px\" \/><\/a>Als Nachruf sei hier mittendrin zwischen all den quicklebendigen Herausgebern an den Klassiker der Zeitschriften f\u00fcr (internatio\u00adnale) visuelle Poesie \u2013 <span style=\"font-variant: small-caps;\">Uni\/vers(;)<\/span> \u2013 erinnert, der in Halle an der Saale von Guillermo Deisler von 1988 bis 1995 herausgegeben wurde. Guil\u00adlermo Deisler (v.a. auch als Gra\u00adfiker bekannt gewordener Gestal\u00adter zahlreicher K\u00fcnstlerb\u00fc\u00adcher) verstarb im Herbst des Jahres 1995, we\u00adnige Wochen nachdem Biby Wintjes, <em>der K\u00f6nig der Kleinverleger<\/em> (Claudia P\u00fctz) das Zeitliche gesegnet hatte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Die Menschen, die Guil\u00adlermo Deisler gekannt haben, werden diese Lichtgestalt als Kommu\u00adnikations\u00adk\u00fcnstler schlechthin im Ged\u00e4chtnis behalten. Vom Prinzip her \u00e4hnlich wie Pips erschien Uni\/vers(;) ohne Themenbin\u00addung im <span style=\"font-variant: small-caps;\">din-a-5-<\/span>For\u00admat, jeweils in 100er Auflage, wobei auch hier die einzel\u00adnen Bl\u00e4tter m\u00f6g\u00adlichst per Hand gestaltet wurden. Ein Leckerbissen f\u00fcr den Sammler von originaler visual &amp; experimen\u00adtal poetry. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn2.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcT68JwI3tfzZzOz4ED74G9T-7JAs92jkih_OaEPimJIx6j4AYcC\" alt=\"\" width=\"96\" height=\"154\" \/>Wie bei <em>Pips<\/em> oder <em>buckelaale<\/em> findet man Collagen, Frottagen, Holz\u00adschnitte, Linolschnitte, Radierun\u00adgen, Zeichnungen, Fotos usw. In <span style=\"font-variant: small-caps;\">UNI\/vers<\/span>(;) treffen sich Kosmographische Poesie und Mail Art wie selbstverst\u00e4nd\u00adlich, und nicht zuletzt dank dieser wirklich herausra\u00adgenden Publika\u00adtion (von der 35 Ausgaben erschienen sind) ist diese kommu\u00adnikative Kunstform Mail Art auch hierzulande ein wenig be\u00adkannter geworden: F\u00fcr mich ist <span style=\"font-variant: small-caps;\">UNI\/vers(;)<\/span> \u00fcbrigens \u00fcberhaupt der Einstieg in eine Kunstland\u00adschaft gewesen, die mir bis 1991 g\u00e4nzlich unbekannt war.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">7 \u00b7 Kontaktismus<\/span><\/span><\/h3>\n<div id=\"attachment_19972\" style=\"width: 164px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19972\" class=\" wp-image-19972 \" style=\"border: 0px none;\" title=\"Der Mailartist liebt Kontakte\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte-220x300.jpg\" alt=\"\" width=\"154\" height=\"210\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte-220x300.jpg 220w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Der-Mailartist-liebt-Kontakte.jpg 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 154px) 100vw, 154px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19972\" class=\"wp-caption-text\">\u2192 Und nicht nur der Mail Artist &#8230;<\/p><\/div>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Das hierzu\u00adlande so be\u00adliebte Naser\u00fcmpfen \u00fcber den Eigenverlag, der nicht nur von V. O. Stomps als not\u00adwendiges Mittel der Eigeninitiative in ei\u00adner <\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\">auch in der Kultur stark von \u203aVitamin B\u2039 be\u00adstimmten <\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Welt betrachtet wird, ist gerade bei einem nicht \u203amarktkonformen\u2039 Dich\u00adter wie Tom Toys bzw. dessen <em>Ganz&amp;Garnix-Verlag<\/em> vollkommen un\u00adangebracht. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Tom Toys \u2013 f\u00e4lschli\u00adcherweise immer wieder zu den Hard-Core-Social-Beat-Autoren ge\u00adz\u00e4hlt \u2013 ist ein absolut autonomer K\u00fcnstler-Schrift\u00adsteller, der sein ge\u00addankliches Konzept best\u00e4ndig fortschreibt und sich bewu\u00dft weiterzu\u00adentwic\u00adkeln sucht. Die von ihm bis hin zur Bin\u00addung\/Heftung selbst ge\u00adstalteten Werke \u2013 oft sind die Gedichte auch noch vom ihm umzeich\u00adnet \u2013 sind somit au\u00dfen wie innen unge\u00adw\u00f6hn\u00adlich und zeu\u00adgen von einem schaffenden Geist und Menschen, der in dieser Vitalit\u00e4t unserer Kul\u00adtur nur guttun kann \u2013 egal, wie man zu den Inhalten und Formen sei\u00adner Texte und seiner eignen Art als Mensch und K\u00fcnstler stehen mag. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang auch sein En\u00adga\u00adgement f\u00fcr das von ihm erfundene <em>S.E.N.F.-Blatt<\/em><span style=\"font-variant: small-caps;\"> (<\/span>Nachfolger von <em>Schmut\u00adzengel<\/em><span style=\"font-variant: small-caps;\">)<\/span>, das als monatliches Kommunikati\u00adonsforum f\u00fcr alle die Dichter und K\u00fcnstler gedacht ist, die sich un\u00adtereinander st\u00e4rken und nicht von ei\u00adnem kapitalunter\u00adwanderten Kul\u00adturbetrieb abh\u00e4ngig sein wollen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Es tut seine Wirkung \u2013 wenn auch im kleinen! Ich habe Tom Toys mehrfach bei (u.a. auch von ihm organi\u00adsierten) Off-Lyrik-Veran\u00adstal\u00adtungen erlebt und kann nur sagen: Dieser Mensch und sein Werk sind identisch, in sich stimmig und integer. Leider wird er viel zu oft mi\u00df\u00adverstanden, weil viele Leute mi\u00dftrau\u00adisch werden, wenn die Dinge wirklich beim Namen genannt, die Begriffe beim Schopf ge\u00adpackt und die Ph\u00e4nomene auf den Punkt gebracht werden \u2013 und zwar scho\u00adnungslos und wahrheits\u00adgetreu. Die Suche nach Licht, Liebe und Sinn pr\u00e4gen diese von starkem seins- und echtheits\u00adbetonten Sendungsbe\u00adwu\u00dftsein gepr\u00e4gten Texte, deren Besonderheit weniger in formaler Durchgereiftheit als in ihrer nach Wahrhaftigkeit suchenden Authen\u00adtizit\u00e4t liegen. Tom Toys&#8216; B\u00fcchlein und Brosch\u00fcren sind jeweils St\u00fccke eines unge\u00adheu\u00adren geistigen Steinbruchs, aus dem noch mancher Rohling heraus\u00adgehauen werden wird. Soeben finde ich auf der Seite 69 von Rose Ausl\u00e4nders Ge\u00addichtband <em>Ich z\u00e4hl die Sterne meiner Worte<\/em> folgendes Gedicht, das ich Tom Toys abschlie\u00dfend schenken m\u00f6chte:<\/span><\/p>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Ich sehne mich<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Nach Licht und Liebe<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Doch niemand kommt<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Ich bin allein<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">\u00a0<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Mein Sch\u00f6pfer sagt<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Bald wirst du fliegen<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Und einen nackten<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Engel sehn<\/span><\/address>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 10.0pt;\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">8<\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\"> \u00b7 Spinnen <\/span><\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Buchlabor.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-20004\" title=\"Buchlabor\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Buchlabor-218x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"240\" \/><\/a>Zu den eher stillen K\u00fcnstlerbuchmachern geh\u00f6rt Dirk Fr\u00f6h\u00adlich, der in seinem Dresdner Gartenhaus <span style=\"font-variant: small-caps;\">Buchlabor <\/span><em>Die Spinne<\/em> kreiert bzw. ediert, und das jeweils unisono mit 16 an deren K\u00fcnst\u00adlern\/Schriftstellern. In 20er Auflagen erscheinen die wertvollen, erst\u00adklas\u00adsig (und sehr ungew\u00f6hnlich) gebundenen K\u00fcnstlerb\u00fccher. Etwa 70mal hat Fr\u00f6hlich dieses Kunstst\u00fcck mittlerweile vollbracht. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Zahl\u00adreiche K\u00fcnstler und Autoren, die auf dieser Welt mit Mail Art und\/oder visueller Poesie und ex\u00adperimenteller Kunst zu tun haben, haben hier sicherlich schon ihre Visitenkarte abgegeben. Das edito\u00adrische Prinzip gleicht dem von <span style=\"font-variant: small-caps;\">Pips <\/span>und <span style=\"font-variant: small-caps;\">UNI\/vers<\/span>(;), nur entste\u00adhen durch die extrem kleine Auflage und die phantastische Bindung B\u00fccher, die quasi unbezahlbar sind: Kaufen kann man sie denn auch nicht \u2013 jeder Bei\u00adtr\u00e4ger erh\u00e4lt sein Honorarexemplar, und die drei \u00fcberz\u00e4hligen Exemplare gehen in die drei gro\u00dfen deutschen Buch\u00adsammlungen nach Bonn, Frankfurt und Leipzig. Erwerben kann man allerdings von den B\u00fcchern kopierte Hefte, die auch einen guten Ein\u00addruck von dem vermitteln, was im Buchlabor passiert. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Seit einiger Zeit publiziert Fr\u00f6hlich auch Einzeltitel \u2013 Lyrik und kurze Prosa \u2013 in sehr sch\u00f6nen leinen\u00adgebundenen B\u00fcchern: Susanne Alt\u00admann, Caroline Hartge, Andreas S. Berndt und geh\u00f6ren zu den Auto\u00adren einer lite\u00adrarischen Reihe, die in einer Auf\u00adlage von 120 Exem\u00adplaren publiziert wird und mit Preisen zwischen 24 und 30 DM au\u00ad\u00dferor\u00addentlich preis\u00adwert ist.<\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">9<\/span><span style=\"font-size: 10.0pt;\"> \u00b7 Buchk\u00fcnstler <\/span><\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Mittendrin.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19976\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"Mittendrin\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Mittendrin-184x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"149\" height=\"243\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Mittendrin-184x300.jpeg 184w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Mittendrin-630x1024.jpeg 630w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Mittendrin.jpeg 1779w\" sizes=\"auto, (max-width: 149px) 100vw, 149px\" \/><\/a>In der Beurteilung der buchk\u00fcnstlerischen Qualit\u00e4t, die Verleger und Herausgeber Hen\u00addrik Liersch nun schon anhand von \u00fcber 50 B\u00fcchern seit der Verlagsgr\u00fcndung der <span style=\"font-variant: small-caps;\">Corvinus Presse<\/span> im Jahre 1990 unter Beweis gestellt hat, ist sich die Kritik absolut einig: erst\u00adklassige Gestaltung und Bindung zeichnen diese B\u00fccher aus, deren Markenzeichen Originalmarmorpa\u00adpierumschlag, Blockbuch, Kar\u00adtoneinband mit japanischer Bindung, R\u00fcckstichbroschur mit Handfa\u00addenheftung, Originalgraphik, Handsatz und Buchdruck und\/oder si\u00adgnierte und nume\u00adrierte Vorzugsausgaben sind, deren Preisgestaltung die au\u00dferordentlich wohlfeile Volksausgabe erm\u00f6glicht. 1991, 1992 und 1994 ver\u00f6ffentlichte ich bei der Corvinus Presse die Gedichtb\u00e4nde <em>Mittendrin<\/em>, <em>Stillstand in der Arena<\/em> sowie <em>Der blaue Schmetterling<\/em>.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Mit Ewa Boura (in Thessaloniki geboren, in London studiert, in Ber\u00adlin le\u00adbend) und ihrem Gedicht\u00adband <em>Das erste Buch Eytyxia<\/em> h\u00e4lt die Corvinus Presse eine weitere \u00dcberraschung f\u00fcr ihre Leser und Sammler bereit: In schwarzes Leinen eingeh\u00fcllt, wird hier ein K\u00fcnstlerbuch in einer Auflage von 50 Exemplaren pr\u00e4sentiert, das in reiner Handarbeit ent\u00adstanden ist: Die Gedichte sind handgesetzt und handgedruckt, f\u00fcnf originale Radierungen von Katharina Kranichfeld variieren Ewa Bou\u00adras Thema \u2013 Erotik \u2013 in eindringlicher Manier. La\u00adko\u00adnisch, emphatisch, metaphorisch, chiffriert und wortspiele\u00adrisch n\u00e4\u00adhert sich die Dichterin in ei\u00adnem Dutzend freirhythmisch verfa\u00dfter Ge\u00addichte dem lebensbe\u00adherrschenden Thema von Sexua\u00adlit\u00e4t, Liebe, Ero\u00adtik: <\/span><\/p>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Ein Wind st\u00f6\u00dft zur\u00fcck<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">die Zukunft in den Hoden.<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Ein Grau t\u00f6nt ins Ge\u00adbirge hinun\u00adter<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">und siehe da<\/span><\/address>\n<address class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 1.0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">eine Taube ist geboren. <\/span><\/address>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Sparsam, beinah knauserig mit Worten haushaltend, zwingt uns Ewa Boura zur Reflexion \u00fcber ein Thema, das die Dichterin durch ihren Stil echt und faszinierend interessant macht. <\/span><\/p>\n<h3 class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-variant: small-caps;\">10<\/span><span style=\"font-size: 10pt;\"> \u00b7 K\u00fcnstlerbuch<\/span><\/span><\/h3>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 1px solid black;\" src=\"https:\/\/encrypted-tbn3.gstatic.com\/images?q=tbn:ANd9GcT3PupmbqE21lWVrfEbruFnfcEjWhcTvGHf6vl5L4pc2QHtjdo1lA\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"265\" \/>Am 17. Dezember 1994 h\u00e4tte Hans Henny Jahnn, tats\u00e4chlich einer der bedeutendsten und zugleich am wenigsten gelesenen deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, seinen 100. Geburtstag gefeiert. Grund genug f\u00fcr die gutb\u00fcrgerlichen Feuilletons, die Vielseitigkeit und Monumentalit\u00e4t dieses b\u00fcr\u00adgerschreckenden Schreibmonomanen zu preisen, als gelte es einen neuen Volkskulturhelden zu ent\u00addecken.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Ganz andere Wege geht seit ihrer Gr\u00fcndung vor 6 Jahren die ur\u00e4us-Handpresse aus Halle an der Saale, die nach <em>Mozart 1991<\/em>, <em>Kolumbus 1992<\/em> und <em>H\u00f6lderlin 1993<\/em> zum <em>Hans-Henny-Jahnn-Almanach 1994<\/em> einlud, der am 17.12.94 er\u00adschien. Bei diesem Almanach (1995 \u00fcbri\u00adgens <em>Novalis<\/em>, 1996 dem <em>Westdeutschen Zyklus von 1836<\/em> und 1997 <em>Heinrich Heine<\/em> gewidmet) handelt es sich um ein jeweils in 100er Auflage er\u00adscheinendes K\u00fcnstlerbuch, das von etwa 25 K\u00fcnstler\u00adschriftstellern mit originalgra\u00adphischen, handgesetzten, collagierten Beitr\u00e4gen aller Art (kreativ, kritisch, meditativ, assoziativ, sub\u00adjek\u00adtiv, originell) gestaltet, von <em>ur\u00e4us<\/em>-Verleger Hans-Ulrich Prautzsch profes\u00adsionell herausgegeben und von Bernd Reinhardt in Halbleinen und Karton einfach, aber tadellos gebunden wird. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">500 DM kostet diese z.B. auch immer mit Kaltnadelradierungen und Lithographien berei\u00adcherte Rari\u00adt\u00e4t, zwischen deren Buchdeckeln 1994 eine Jahnn-Hom\u00admage entstanden ist, die zu einer lebendigen Ausein\u00adandersetzung mit einem Schriftsteller herausfordert, von dem zu hof\u00adfen ist, da\u00df seine mammu\u00adtige Roman-Trilogie <em>Flu\u00df ohne Ufer<\/em> (\u00fcber 2200 Seiten umfas\u00adsend) nicht nur neureiche Wohnzimmer\u00adschr\u00e4nke ziert, sondern auch, wenigstens teilweise, gelesen wird. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">Der <em>Hans-Henny-Jahnn-Almanach 1994<\/em> ist die 10. Publikation der ur\u00e4us-Handpresse, die u.a. auch B\u00fc\u00adcher von und mit Hadayatullah H\u00fcbsch und Guillermo Deisler ge\u00admacht hat: Handsatz und Hand- bzw. Buchdruck sowie Originalgra\u00adphik sind die Markenzeichen dieses kleinen Verlags, dem zu w\u00fcn\u00adschen ist, da\u00df er es schafft, sich gegen die schier un\u00fcberwindlich er\u00adscheinenden Marktgesetze derart durch\u00adzusetzen, da\u00df wenigstens \u203a\u00dcberleben\u2039 garantiert ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: center;\" align=\"center\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10.0pt;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/only-a-filled-mail-box-is-a-good-mail-box.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19971 alignright\" style=\"border: 1px solid black;\" title=\"only a filled mail box is a good mail box\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/only-a-filled-mail-box-is-a-good-mail-box-300x165.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"115\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/only-a-filled-mail-box-is-a-good-mail-box-300x165.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/only-a-filled-mail-box-is-a-good-mail-box.jpg 526w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a>Mit diesen kreativ t\u00e4tigen Menschen, die ich hier kurz (und exemplarisch f\u00fcr eine schier un\u00fcberschaubar gewordene alternative Kunst- und Literaturwelt, in der es nur so wimmelt von skurri\u00adlen \u00dcberzeugungst\u00e4tern aller Art) vorgestellt habe, habe ich seit Beginn der 90er mehr oder weniger kommuni\u00adkativ &amp; kon\u00adstruktiv zusammen gearbeitet. Egal, ob die ge\u00admeinsam Wegstrecke kurz oder von l\u00e4ngerer Dauer ge\u00adwesen ist: Sie haben meinen Lebenswandel entscheidend mit be\u00adeinflu\u00dft und in die Richtung gedr\u00e4ngt, die mich \u2013 gl\u00fcckli\u00adcherweise \u2013 heute bestimmt! Von Hartmut Andryczuk stammt der Begriff <em>Communication Art<\/em>, der die hier vorge\u00adstellten Magazine \u2013 so verschieden sie im einzelnen auch wieder sind \u2013 stark miteinander im <em>Poetry &amp; Art Network<\/em> verbin\u00addet. Indem wir einander auf dem Post\u00adweg begegnen, verwan\u00addeln wir unsere Briefk\u00e4sten in Kunst\u00adgalerien &amp; Bibliotheken. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #808080;\">(1995\/96)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Thema K\u00fcnstlerbucher lesen finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Vertiefend auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcck in die Zukunft der 1990er Jahre Hat mich der Teufel geritten, da\u00df ich den anschlie\u00dfenden Artikel aus l\u00e4ngst vergangenen Zeiten hervorhol, um ihn nach so vielen Jahren noch einmal zu ver\u00f6ffentlichen? Es kann nicht schaden, sag ich blau\u00e4ugig (und&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/03\/30\/traumtanzer-revisited\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":97870,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1442,1435,1440,722,1439,1428,1430,1423,1422,509,516,255,1436,1431,143,372,249,568,1002,1427,549,374,1432,1429,844,619,1437,260,1421,840,1441,388,489,241,1434,84,144,1433,886,1396,1438,1443],"class_list":["post-19966","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-alex-nitsche","tag-andreas-s-berndt","tag-bert-papenfus","tag-caroline-hartge","tag-christoph-meckel","tag-claudia-putz","tag-dietmar-vollmer","tag-dirk-frohlich","tag-dr-treznok","tag-durs-grunbein","tag-elke-erb","tag-ernst-jandl","tag-ewa-boura","tag-franzobel","tag-friederike-mayrocker","tag-fritz-widhalm","tag-hadayatullah-hubsch","tag-hans-magnus-enzensberger","tag-hans-ulrich-prautzsch","tag-hartmut-andryczuk","tag-hendrik-liersch","tag-ilse-kilic","tag-jorg-kowalski","tag-joseph-beuys","tag-jurgen-theobaldy","tag-karl-krolow","tag-katharina-kranichfeld","tag-marcel-beyer","tag-marcus-weber","tag-nicolas-born","tag-oskar-pastior","tag-pierre-garnier","tag-raoul-schrott","tag-rolf-dieter-brinkmann","tag-susanne-altmann","tag-theo-breuer","tag-thomas-kling","tag-ulla-rohr","tag-v-o-stomps","tag-volker-braun","tag-walter-helmut-fritz","tag-wulf-kirsten"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19966","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19966"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19966\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98888,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19966\/revisions\/98888"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97870"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19966"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19966"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19966"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}