{"id":19853,"date":"2014-06-15T06:55:49","date_gmt":"2014-06-15T04:55:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19853"},"modified":"2018-03-25T16:29:28","modified_gmt":"2018-03-25T14:29:28","slug":"stein-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/06\/15\/stein-2\/","title":{"rendered":"Stein"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbMan ist auch nicht von Stein!\u00ab \u2013 das ist ganz gut. Ich h\u00e4tte aber hinzuf\u00fcgen sollen: ebenso wenig ist man ein Engel! \u2013 ich w\u00fcnschte, wir w\u00e4ren&#8217;s! \u2013 Nein, \u2013 wir sind Menschen, umkleidet mit einem Leibe und regiert von unsern Einbildungen, und was f\u00fcr ein Hin- und Hernaschen zwischen diesen und unsern f\u00fcnf Sinnen, besonders zwischen einigen! \u2013 Ich wenigstens mu\u00df das zu meiner Besch\u00e4mung einr\u00e4umen. \u2013 Gen\u00fcge es, hier auszusprechen, da\u00df von allen Sinnen das Gesicht (viel mehr als der Tastsinn, obgleich ich wohl wei\u00df, da\u00df die Barbati diesem den Vorrang geben) den unmittelbarsten Verkehr mit der Seele hat, da\u00df er st\u00e4rkere Eindr\u00fccke giebt und der Phantasie etwas Unaussprechliches hinterl\u00e4\u00dft, das durch Worte ihr nicht zugef\u00fchrt werden \u2013 oder das sie durch Worte wieder loswerden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"hide-if-no-js\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"set-post-thumbnail\" class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=19862&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\" aria-describedby=\"set-post-thumbnail-desc\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-266x266 size-266x266 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Gema\u0308lde-von-Joshua-Reynolds.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Gema\u0308lde-von-Joshua-Reynolds.jpg 480w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Gema\u0308lde-von-Joshua-Reynolds-240x300.jpg 240w\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"266\" \/><\/a>Laut Friedrich Nietzsche war er <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19824\">Der freieste Schriftsteller<\/a>. KUNO stellt diesen Meister der Abschweifung in die Ahnenreihe der <em>Twitteratur<\/em>. Dank des Kurznachrichtendienstes Twitter ist der Aphorismus in Form des Mikroblogging eine auflebende Form. Bestand die Modernit\u00e4t der lakonischen Notate bisher in ihrer Operativit\u00e4t, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Sp\u00e4tmoderne. Es ist <em>Twitteratur<\/em>. Der in der Schwebe gelassene Sinn, die Produktion von Ambiguit\u00e4t \u2013 was f\u00fcr Roland Barthes Brecht im Theater geleistet hat, indem er die Sinnfrage zwischen B\u00fchne und Zuschauerraum neu verteilte \u2013 findet sich in dieser Kunstform wieder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbMan ist auch nicht von Stein!\u00ab \u2013 das ist ganz gut. 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