{"id":1910,"date":"2012-03-06T03:33:05","date_gmt":"2012-03-06T03:33:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=1910"},"modified":"2019-09-29T18:48:33","modified_gmt":"2019-09-29T16:48:33","slug":"ruhrgebeat-im-lcd","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/06\/ruhrgebeat-im-lcd\/","title":{"rendered":"Ruhrgebeat im LCD"},"content":{"rendered":"<p>mit Ludmillus, Haimo Hieronymus und Eva Kurowski<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Ludmillus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1912\" title=\"Ludmillus\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Ludmillus-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Ludmillus-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Ludmillus-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/Ludmillus.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Minnes\u00e4nger Ludmillus erfreut die Herzen seines Publikums mit mittelalterlicher Musik und galanter Unterhaltung. Dieser Barde pflegt die hoch ritualisierte Form der gesungenen Liebeslyrik. Die Tradition seines Liedgutes reicht zur\u00fcck in das Jahr 1150. Die im Minnesang gepflegte Version des Hochdeutschen ist der Versuch einer ersten gesamtdeutschen Literatursprache. Der neuzeitliche Barde reist mit seiner Cister \u201cNelly\u201d und drei H\u00f6rb\u00fcchern im Gep\u00e4ck durch die Lande, auf da\u00df sowohl dem einfachen Volk, als auch den Edelleuten in Nah und Fern die Augen und Ohren offen stehen bleiben. In der Tradition von Walther von der Vogelweide singt Ludmillus Lieder der gleichberechtigten Liebe oder schildert erotische Erlebnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/HaimoHieronymus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1913\" title=\"HaimoHieronymus\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/HaimoHieronymus-203x300.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/HaimoHieronymus-203x300.jpg 203w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/HaimoHieronymus-693x1024.jpg 693w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/HaimoHieronymus.jpg 813w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a>Haimo Hieronymus treibt in \u00bbDie Angst perfekter Schwiegers\u00f6hne\u00ab ein vertracktes Spiel. Zwischen Selbst-Befragung und schwarzen Sarkasmus entlarvt er das \u00e4u\u00dfere Bild als Schema, die Oberfl\u00e4che der Haut als verletzbare H\u00fclle des Eigentlichen. Schreibens sucht er nach den gesetzten Normen und wei\u00df, dass man sie nicht \u00fcberschreiten muss, um Grenzg\u00e4nger zu werden. Herr Nipp sucht in einer entgrenzten Welt Grenzen in sich. Es bleibt eine Vorstellung, die betreten werden kann. Man kann diesen Raum durchschreiten, die Welt da drau\u00dfen vergessen, sich einfach auf die Situation einlassen, mit eigenen Bildern, den Ger\u00fcchen und dem leicht ged\u00e4mpften Klang der Au\u00dfen- und Innenwelt. Im Zeitalter der kulturellen Globalisierung und Traditionsverschiebungen bleibt der Mensch als strauchelndes Wesen auf den Stra\u00dfen der Zivilisationen zur\u00fcck und sucht nach den Bruchst\u00fccken seiner selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/EvaKurowski.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1914\" title=\"EvaKurowski\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/EvaKurowski-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/EvaKurowski-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/EvaKurowski-682x1024.jpg 682w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/EvaKurowski.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Eva Kurowski ist eine Kartographin des Ruhrgebiets, das sie so detailgetreu nachzeichnet, da\u00df das Abbild mit der Wirklichkeit deckungsgleich wird, um alsbald in dieser zu zerfallen. \u00bbGott schmiert keine Stullen\u00ab besteht aus Simulakren, aus quasi parodistischen Nachahmungen des wirklichen Lebens, wir treffen Edelkurt, Jerko, Fasia und Helge Schneider, also lebensechte Menschen aus der Region. Bei dieser sozialistischen Kindheit im Ruhrgebiet ist niemand gleichgeschaltet. Jeder lebt sein Drama, jeder ein anderes. Eva Kurowski wei\u00df es, und sie gestaltet diese Dramen ebenso gewaltig wie zart. Ihre halluzinativ genaue Wiedergabe von Geringf\u00fcgigkeiten, in deren Verkettung ein Ort und eine Zeit decodierbar werden, macht sie zur Post-Pop-Autorin, einer Heimatdichterin fern aller Folklore und eine Reiseschriftstellerin im eigenen Hinterhof. \u201eIm Hinterhalt des Alltags sind wir verlorene Kinder\u201c, scheint es immer wieder aus dem Subtext von \u00bbGott schmiert keine Stullen\u00ab zu raunen. Doch haben einige die Chance, das Ganze selbstbestimmter zu bestehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6. M\u00e4rz 2012, Einlass: 20.00 Uhr, Beginn. 20.30 Uhr.<\/p>\n<p>mit Ludmillus, Haimo Hieronymus und Eva Kurowski (begleitet durch Hartmut Kracht).<\/p>\n<p>im (LCD) im Salon des Amateurs, Grabbeplatz 4, D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert von der Kunststiftung NRW e.V.<\/p>\n<p>Moderation: A.J. Weigoni<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit Ludmillus, Haimo Hieronymus und Eva Kurowski Der Minnes\u00e4nger Ludmillus erfreut die Herzen seines Publikums mit mittelalterlicher Musik und galanter Unterhaltung. Dieser Barde pflegt die hoch ritualisierte Form der gesungenen Liebeslyrik. Die Tradition seines Liedgutes reicht zur\u00fcck in das Jahr&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/06\/ruhrgebeat-im-lcd\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44,59],"class_list":["post-1910","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literatur","tag-haimo-hieronymus","tag-helge-schneider"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1910\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}