{"id":18537,"date":"1989-09-23T00:01:30","date_gmt":"1989-09-22T22:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18537"},"modified":"2021-11-07T17:12:02","modified_gmt":"2021-11-07T16:12:02","slug":"hiddensee-die-attraktion-des-nichts","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/09\/23\/hiddensee-die-attraktion-des-nichts\/","title":{"rendered":"Hiddensee. Die Attraktion des Nichts"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><em><span style=\"color: #888888;\">Das Grenzenlose ist dem Menschen n\u00e4her.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\">Hanns Cibulka, Sanddornzeit<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nirgendwo in der DDR war die Utopie des Grenzenlosen, nirgendwo die Imagination, den im Transzendenten liegenden Westen in sich zu sp\u00fcren, gr\u00f6\u00dfer als auf dem Sylt des Ostens: Am Weststrand Hiddensees gelang dem B\u00fcrger der DDR, wenn er bei klarem Wetter die K\u00fcste der d\u00e4nischen Insel M\u00f8n sieht, die unio mystica mit sich und dem Dr\u00fcben &#8211; keine Mauer, nur die Ostsee.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon auf den fast autoleeren Alleen Mecklenburgs sp\u00fcrte ich, wie ich selbst in diese Gef\u00fchle hineinwuchs, wie ich Westliches hinter mir lie\u00df, Wesentliches vor mir hatte. Der Tourist, der ich im Westen naturgem\u00e4\u00df war, ging im Osten unter in der Erfahrung des west-\u00f6stlichen Wahns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben mir im Auto sa\u00df mein Begleiter aus Halle, wo ich als Kind aufwuchs, bis ich sechs Jahre vor dem Bau der Mauer in den Westen kam. Seit \u00fcber zwanzig Jahren verlebte mein Begleiter den Sommer auf Hiddensee. Vor Sonnenaufgang \u00fcberquerten wir den R\u00fcgendamm. Als die Sommersonne aus dem Ostsee-Osten aufstieg, standen wir auf dem ber\u00fchmten Kreidefelsen der Stubbenkammer, und wie das Licht die noch graue Wand des K\u00f6nigsstuhls wei\u00df anmalte, als st\u00fcnden wir in C. D. Friedrichs Atelier, da hoben sich alle Widerspr\u00fcche von Ost und West dialektisch in gesamtdeutscher Romantik auf. Pl\u00f6tzlich liefen Soldaten der Nationalen Volksarmee durchs Bild. Ein Dutzend dunkelblauer Trainingsanz\u00fcge durchbrach die hundert Meter weit entfernte Kasernenmauer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Schaprode warteten wir auf das Boot nach Vitte. \u00dcberm Bodden lag \u201edat s\u00f6te L\u00e4nneken\u201c, Hiddensee, im Morgendunst. Auf der Landkarte sehen die Umrisse der 17 Kilometer langen Insel wie ein Seepferdchen aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 8 Uhr 30 wird laut Fahrplan unser Boot ablegen, in einer Stunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u201ebewachte Parkplatz\u201c am kleinen Hafen war mit Wartburgs und Trabbis \u00fcberf\u00fcllt. Der Parkplatzw\u00e4chter gab mir die beiden Adressen privater Parkpl\u00e4tze am Ortsrand. In eingez\u00e4unten Wiesengrundst\u00fccken und G\u00e4rten standen Hunderte von Autos. Das Parken kostete 1 Mark pro Tag. Leicht verdientes Geld. Kapitalismus-Nischen dieser Art waren der Kitt im Gef\u00fcge der sozialistischen Planwirtschaft. Ich zahlte mit Westgeld.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Anlegestelle stand die gro\u00dfe Traube wartender Werkt\u00e4tiger, die Urlaub machten, vor der Gangway, dem Nadel\u00f6hr, durch das, wie wir schon ahnten, nicht jeder kam. Den Vortritt hatten die Hiddenseer, dann die R\u00fcckkehrer mit Unterkunft auf Hiddensee, dann die Neuank\u00f6mmlinge mit Gep\u00e4ck, zuletzt kamen die Tagesbesucher an die Reihe. Die \u00dcberfahrt kostete 1,50 Mark.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u201eBreege\u201c war v\u00f6llig \u00fcberladen. Dutzende von Reisewilligen mussten auf das n\u00e4chste Schiff der \u201eWei\u00dfen Flotte\u201c warten. Die Dieselmotoren des 1935 in Dienst gestellten Boots brachten alles zum Zittern, das Boot legte ab, w\u00fchlte sich mit Schlagseite durch den Bodden, schon bald war das viel zu tief im Wasser liegende Heck von Meerwasser fast kn\u00f6cheltief \u00fcbersp\u00fclt. Doch das Vertrauen der Passagiere war berechtigt. Nach zwei Stunden Fahrt \u00fcber Neuendorf nach Vitte auf Hiddensee erreichten wir das trockene Ufer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sohn unseres Vermieters holte uns mit einem Gep\u00e4ckfahrrad ab. In wenigen Minuten waren wir vor dem alten Kapit\u00e4nshaus mit dem dicken Dach aus Rohr angelangt. In einem neu gebauten Bungalow wurden wir einquartiert: Wohnschlafzimmer, Kochnische, und WC mit Waschbecken &#8211; so komfortabel wohnten nur wenige Inselurlauber. Die Unterkunft kostete 12 Mark pro Nacht und pro Person, im Preis inbegriffen waren zwei kleine Fahrr\u00e4der, das geh\u00f6rte schon zum Service der ganz besonderen Art.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die 18 Quadratkilometer gro\u00dfe Insel war die exklusivste deutsche Insel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten der j\u00e4hrlich etwa 40.000 G\u00e4ste wohnten durchschnittlich 14 Tage lang in den Heimen des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) oder einzelner Volkseigener Betriebe (VEB). Meist nur einmal im Laufe des Arbeitslebens, wenn \u00fcberhaupt, geh\u00f6rte man zu den Auserw\u00e4hlten, auch dann, wenn man eigentlich gar nicht wollte; kaum einer lie\u00df sich eine Hiddensee-Reise, schon aus Prestige-gr\u00fcnden, entgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab 2600 Betten f\u00fcr Urlauber, das ist die doppelte Einwohnerzahl. 1300 Heimbetten und 900 Betten in teils privaten Vertragsh\u00e4usern vergab der FDGB-Feriendienst, der geringe Rest wurde rein privat vermietet. Wer ein Haus hat, vermietet im Sommer die kleinste Kammer, auch die eigenen R\u00e4ume, wenn Familienmitglieder selber auf Reisen sind. 250.000 Tagesg\u00e4ste kamen j\u00e4hrlich auf die Insel. Das war alles in allem nicht viel, verglichen mit dem Massentourismus westlicher Inseln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem letzten Krieg, als noch wenig Inselbetrieb war, kamen viele illustre G\u00e4ste: Gerhart Hauptmann, der hier sein Sommerdomizil hatte, Heinrich von Stephan, Fritz Reuter, Alfred Kerr, Asta Nielsen, Joachim Ringelnatz, Billy Wilder, Albert Einstein, Ernst Barlach, Stefan Zweig, Max Reinhardt, K\u00e4the Kollwitz, Gustav Hertz, Erich Heckel, Thomas Mann, Carl Zuckmayer, Walter Felsenstein . . . und nach dem Krieg, nach der \u201eBefreiung unseres Landes durch die ruhmreiche Rote Armee\u201c (Herbert Ewe, Hiddensee. Rostock, 4. Aufl. 1986, S. 219), wurde die Insel den Werkt\u00e4tigen \u00fcbergeben, als Surrogat f\u00fcrs Volk, als Trost und Rechtfertigungsgrund f\u00fcr das zu ferne Capri. Auch das ZK der SED richtete sich ein Haus in Kloster ein, und die beliebte Gastst\u00e4tte \u201eHaus am H\u00fcgel\u201c, die hier war, musste schlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die grob verlegten Betonplatten aus der Hitlerzeit (Transportwege f\u00fcr den \u00f6kologischen und milit\u00e4rischen K\u00fcstenschutz, bis hin zum zerst\u00f6rten Kriegsbunker am Enddorn, dem Nordkap der Insel) holperten die oft recht klapprigen Fahrr\u00e4der.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab zwei Fahrradverleiher (in Vitte mit 300 und in Neuendorf mit 60 R\u00e4dern), jeden Morgen an der langen Schlange wartender Kunden leicht erkennbar. Die Betriebsheime und Privatvermieter stellten weitere R\u00e4der bereit, doch gab es f\u00fcr viele kein Rad.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur selten sah man eines der 40 auf der Insel zugelassenen Dienstfahrzeuge. \u201eDie Attraktion von Hiddensee ist das Nichts\u201c, schrieb die DDR-\u201eTrib\u00fcne\u201c (Nr. 69\/1989). Das ist die Wahrheit. \u201eKeine Nachtbars. Keine Diskothek, keine Stra\u00dfenbahn . . . keine Gesch\u00e4fte ohne Schlange. Und nat\u00fcrlich kein Textilzwang. Hiddensee hat den l\u00e4ngsten FKK-Strand der Republik. Nacktbaden geh\u00f6rt heute zum guten Ton.\u201c Das war es, das Gef\u00fchl der kleinen Freiheit, der Abwesenheit von Mode- und Konsumzwang. In der \u00dcberf\u00fclle der Zeit genossen die Inselgl\u00fccklichen das Inselgl\u00fcck, ganz losgel\u00f6st vom sozialistischen Festland, die launischen Wetternuancen im meist milden Sommerklima, die Unplanbarkeit des manchmal t\u00e4glichen Wechselbads kalter und warmer Meeresstr\u00f6mungen. Schon vor Sonnenuntergang floss das Bier, schluckte so mancher \u2018Braunen\u2019 zum Einheitspreis. Noch sch\u00f6ner wurde dann die Sonne, wenn sie, vom Osten her kommend, auf der Transitstrecke des himmlischen \u00dcberb(l)aus emigrierend, im Westen golden unterging. Da zischte die Ostsee, da zischte der letzte Tropfen im Hirn auf, ehe Schlag 22 Uhr die \u201eInselbar\u201c der Ost-CDU in Kloster dichtmachte. Auch die \u201eHeiderose\u201c des FDGB, zwischen Neuendorf und Vitte, machte dann dicht, die \u201eStranddistel\u201c in Neuendorf, der \u201eEnddorn\u201c in Grieben &#8211; alle l\u00f6schten punkt 10 das Licht. Selbst die Grillfeiern, Unterhaltungsabende und Tanzfeste in den FDGB-Heimen endeten dann. Doch der am Morgen in der Kaufhalle zu Vitte gekaufte Stoff, aus dem die n\u00e4chtlichen Inseltr\u00e4ume waren, verl\u00e4ngerte die Sperrstunde ins privatistisch Grenzenlose.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die f\u00fcnfzehn \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen gastronomischen Einrichtungen der Insel geh\u00f6rten fast alle dem FDGB oder VEB-Heimen oder waren wenigstens deren Vertragsh\u00e4user. Manche dieser Lokale standen der allgemeinen \u201eVerkostung\u201c mittags und abends, manche nur abends, zur Verf\u00fcgung. Daneben gab es reine Heimkantinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u201eKlausner\u201c ist das \u00e4lteste, 1911 erbaute, Restaurant. Am Nachmittag, genau 15 Uhr, wurde Kaffee und eine Sorte Kuchen f\u00fcr die Dornbusch-Spazierg\u00e4nger serviert. Viertel vor drei stellten die Servierer und Serviererinnen, bevor der ziemlich elegante Kellner im klassischen Dress des b\u00fcrgerlichen Zeitalters die Bestellungen aufnahm, mit lautem Geklirr die Tassen auf die Tische im Freien, unverw\u00fcstliches Kaffeegeschirr aus dickem Porzellan, noch dicker, noch h\u00e4rter als das beim Milit\u00e4r. Dazu Aluminiuml\u00f6ffelchen und steinharte Zuckerst\u00fccke. Auf jeden dritten Tisch kam Kaffeesahne. Der Personalmangel im Dienstleistungsbereich war auf der Insel gro\u00df. Wer wollte hier schon l\u00e4ngere Zeit leben, wenn nicht als Gast oder Vermieter?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Hiddenseer verdienen ihr Geld im Schlaf\u201c, schrieb die \u201eTrib\u00fcne\u201c. Monat f\u00fcr Monat verdienten die privaten Vermieter am Traum von der Exklusivit\u00e4t. Hier gewesen zu sein, das war was. Die Insel ist auch wirklich sch\u00f6n. Ich kenne keinen Flecken im total touristifizierten Westen, der so nat\u00fcrlich ist, so still, so wohltuend altmodisch (die neueren Strandk\u00f6rbe waren allerdings aus Plaste). So allsympathisch leer von sinnloser B\u00e4derbetriebsamkeit, so wilhelminisch-erinnerungsvoll, so heil ist kaum ein Ort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles Staatliche war hier so fern &#8211; wenn man von den selten zu sehenden Schiffen der Seepolizei oder vom Haus des ZK der SED einmal absieht. Ich habe nicht einmal einen der beiden Volkspolizisten gesehen. Kein Transparent der Partei. Nichts wesentlich Westliches dr\u00e4ngte sich hier auf. Kein Westauto, kein Westb\u00fcrger. Man war unter sich, geh\u00f6rte endlich einmal nicht, wie zum Beispiel in Rum\u00e4nien oder Bulgarien, zur letzten Touristenklasse. \u00dcberhaupt schien alles Politische vollkommen abwesend. Allerdings nicht immer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im einzigen privaten Restaurant, im \u201eHaus am Meer\u201c in Neuendorf, wurde ich Zeuge des Unmuts \u00fcber \u00f6stliche Lebensdefizite. Das Nachschubschiff \u201eHoffnung\u201c\u00a0 versorgte die Insel \u00fcberdurchschnittlich gut. Wenn aber dann doch die letzten Liter Fassbier tr\u00fcb waren, rotierte die ewige Litanei von den ewigen Wartezeiten f\u00fcr Trabant und Fahrschule. Doch wurde die Kritik nie wirklich grunds\u00e4tzlich, und hier auf der Insel wie in Leipzig, Potsdam, Frankfurt\/Oder, Dresden, Cottbus, Greifswald oder Berlin, Hauptstadt der DDR, schwieg jeder die gef\u00e4hrlichen Gedanken in sich hinein. Die K\u00fcche im \u201eHaus am Meer\u201c hielt, was die Menukarte versprach. Ich w\u00e4hlte unter den etwa zwanzig Speisen eines der beiden Fischgerichte, Makrelenfilet. Es schmeckte gut, und inzwischen gab es wieder klares Bier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sonne sank im Westen. Das Bier zischte leise im Hirn. Noch eine gute Stunde bis zum Inselzapfenstreich. Vor den Tischen im Freien stellten zwei junge Leute ihre Inselaquarelle aus. Auf einmal ging da ein M\u00e4dchen lang, mit Rucksack, ganz allein. Es war bestimmt mit dem letzten Boot gekommen. Sie fragte vergeblich nach einem Hotelzimmer, wanderte weiter, fahrradlos, ging zum Kiefernwald an der Seek\u00fcste, in die Traummaschen am Rande des gro\u00dfen Netzes DDR.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Begleiter trieb mich zum Aufbruch an. Wir \u00f6ffneten die Schl\u00f6sser unserer R\u00e4der und fuhren zur\u00fcck nach Vitte. Noch war es hell genug, noch war die \u201eHeiderose\u201c ge\u00f6ffnet. Auf zu einem vorletzten Bier dort! Die Stimmung in der \u201eHeiderose\u201c war gut. Am Nachbartisch sa\u00df die Sekret\u00e4rinnen-Schickeria aus Berlin, Hauptstadt der DDR, in hautenger Ledermode und bestellte ein \u201eRotk\u00e4ppchen\u201c nach dem anderen. Wir Bier. Noch n\u00fcchtern genug, zischte mir der Gedanke durch den Kopf: Die Sch\u00f6nheit der Frauen ist \u00fcberpolitisch. Im Zehn-Uhr-Zapfenstreich erlosch auch dieses Licht. Unsere R\u00e4der stolperten \u00fcber die Betonplatten zur\u00fcck nach Vitte, wo das letzte Bier der fr\u00fchen Nacht zum tiefen Inselschlaf hin\u00fcberleitete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich dachte an \u201eHoffnung\u201c, das Nachschubschiff im Bodden. Ich dachte an den weiten Ostseeblick nach Westen auf der Dornbusch-Steilk\u00fcste an der \u201eHucke\u201c, wo die Insel einen Knick macht, am Hinterkopf des Seepferdchens. Bodden, Ostsee, Bodden . . . Ostsee &#8211; ich schwankte hin und her, o Mann, das Bier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18540\" title=\"Cover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Cover-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Cover-184x300.jpg 184w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Cover.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a>Nach Sonnenaufgang las ich Hanns Cibulkas \u201eSanddornzeit\u201c, ich las seine sch\u00f6nste Zeile \u00fcber Hiddensee: \u201eDas Grenzenlose ist dem Menschen n\u00e4her.\u201c Meint er das wie ich? Und wenn die Grenzen wirklich einmal fallen, was dann?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Nur stille, stille, dass es nicht.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was Bergmann mit Hanns Cibulka teilt ist eine langsame sinnliche Ann\u00e4herung, genaues Beobachten und behutsames Erlesen der Kulturgeschichte in neuen R\u00e4umen. <em>Sie versuchen<\/em> die \u201eVerwandtschaft aller Dinge&#8220; sichtbar zu machen. Eine W\u00fcrdigung von Ulrich Bergmann finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15183\">hier<\/a>. Eine weitere literarische Verarbeitung der Ostseeinsel finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26315\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Grenzenlose ist dem Menschen n\u00e4her. Hanns Cibulka, Sanddornzeit Nirgendwo in der DDR war die Utopie des Grenzenlosen, nirgendwo die Imagination, den im Transzendenten liegenden Westen in sich zu sp\u00fcren, gr\u00f6\u00dfer als auf dem Sylt des Ostens: Am Weststrand Hiddensees&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/09\/23\/hiddensee-die-attraktion-des-nichts\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":9174,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[866],"class_list":["post-18537","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-ulrich-bergmann"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18537"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18537\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}