{"id":18115,"date":"2013-10-08T00:01:26","date_gmt":"2013-10-07T22:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18115"},"modified":"2021-12-23T04:43:10","modified_gmt":"2021-12-23T03:43:10","slug":"von-sappho-zu-sophie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/","title":{"rendered":"Von Sappho zu Sophie"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur Gott, auch die Lyrik ist oft f\u00fcr tot erkl\u00e4rt worden. Von der Sporaden-Insel Lesbos, dem kulturellen Zentrum des 7. vorchristlichen Jahrhunderts bishin in die pannonische Landschaft des 21. Jahrhunderts hat die Lyrik diverse \u00dcberformungen erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\">\u00a0<strong>Wortkonzentrate<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Wenn man sich den Ursprung der Lyrik ansieht, so kommt der Begriff selbst von \u201eLyra\u201c, Leier, sprich, Lyrik war auch Wort in Verbindung mit Klang und Rhythmus. Das bedeutet, in gewissem Sinne ist die Wurzel der Poesie ja schon \u201einterdisziplin\u00e4r\u201c, wenn man so will. Ich denke aber, dass doch eine Tendenz besteht, mehr und mehr auch andere Medien wie Videokunst und Live-Elektronik einzubeziehen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_18268\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PortaitSophieReyer1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18268\" class=\"size-full wp-image-18268\" title=\"PortaitSophieReyer\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/PortaitSophieReyer1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18268\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Konstantin Reyer<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie pr\u00e4zise Sophie Reyer mit der Sprache zu arbeiten vermag, blitzte bereits in <em>binnen<\/em> auf. Ihre Lyrik ist intelligent und spielerisch. Die Bezeichnung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18086\">miniaturen<\/a> erscheint mir mehr als zutreffend, diese Eingeneinsch\u00e4tzung trifft sich sehr gut mit dem, was wir in diesem Online-Magazin redaktionell ausloten.\u00a0KUNO hat ein ausgesprochenes Faible f\u00fcr diese Art des Textens. Der in der Schwebe gelassene Sinn, die Produktion von Ambiguit\u00e4t \u2013 was f\u00fcr Roland Barthes Brecht im Theater geleistet hat, indem er die Sinnfrage zwischen B\u00fchne und Zuschauerraum neu verteilte \u2013 findet sich in der Kunstform der <em>Twitteratur<\/em> wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Technische Neuerungen sind immer auch eine Chance f\u00fcr scheinbar \u00fcberholte literarische Formen. Dank des Kurznachrichtendienstes Twitter ist der Aphorismus, sind literarische Kurzformen, wie beispielsweis der Haiku,\u00a0in Form des Mikroblogging eine auflebende Form. Bestand die Modernit\u00e4t der lakonischen Notate bisher in ihrer Operativit\u00e4t, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Sp\u00e4tmoderne. Reyers Miniaturen ist <em>Twitteratur<\/em> im besten Sinne.<\/p>\n<p align=\"right\"><em><span style=\"color: #888888;\">Sie spricht mittels fragiler lyrischer Partituren das \u201eGewicht der Welt\u201c in all seinen Erscheinungsformen (Gesellschaftskritik, Alltag, Geschichte, Innerseelisches, K\u00f6rperhaftigkeit, Schreiben, Reisen) an, um sich nachdr\u00fccklich (eine Nachdr\u00fccklichkeit, die aus einer Zartheit im Umgang mit den Dingen heraus entsteht) zu positionieren.<\/span><\/em><\/p>\n<p align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\">Petra Ganglbauer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-15486\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/sbinnenCover.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"237\" \/>Und wenn man es so liest, ist Sophie Reyer eine Vorschreiberin der Kunstform der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18086\"><em>Twitteratur<\/em>. <\/a>In <em>binnen<\/em> reichen ihre poetische Gedankenfragmente meist nicht \u00fcber mehr als zwei Zeilen hinaus. Andere Wortfelder sind dagegen l\u00e4nger, sie erstrecken sich \u00fcber sieben, acht, oder neun Zeilen und werden im Querformat \u00fcber die ganze Seitenbreite gezogen. Was diese lyrischen Miniaturen gemein haben, ist eine extreme Verknappung, Dichtung im eigentlichen Sinn. Damit schafft Reyer Bilder, klare, scharfe Eindr\u00fccke. <em>binnen<\/em> ist gegliedert in die Zyklen, <em>Reise<\/em> (au\u00dfen), <em>Trip<\/em> (innen) und <em>Netz <\/em>(spinnen) drei zeitgen\u00f6ssischen \u00f6sterreichischen Autorinnen widmet: Margret Kreidl, Olga Flor, Petra Ganglbauer. Die drei Kapitel arbeiten mit einer Reduktion auf die Themenfelder Schreiben, Schauen, Stadt, Armut, Schmerz, Kindheit und den Wortserien Blick, Schlaf, Schreiben, Sommer, Erinnern, Fahrtwind. Das Bildnerische und das Musikalische kann man zu Reyers Haupt-Motivquellen z\u00e4hlen. Es finden sich\u00a0literarische Skizzen von Stadttopographien und pers\u00f6nliche poetische Erfahrungen. Mit diesen <em>Miniaturen<\/em>Texten werden Bilder erzeugt, welche R\u00e4ume \u00f6ffnen. Ein Bed\u00fcrfnis verkn\u00fcpft den Zyklus, der Wunsch zu betrachten. Die Symbolik des Schauens und\u2009teilnehmenden Beobachtens zieht sich daher durch den ganzen Band. Diese Gedichte gew\u00e4hren \u00fcberraschende, aufw\u00fchlende, befreiende Blicke auf das Dasein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\"><strong>Konzentration auf das Wesentliche<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">In drei Zyklen versuche ich, mich aus der Vogelperspektive an den Planeten Erde und seine Bewohner anzun\u00e4heren. Aus wenigen W\u00f6rtern entsteht ein atmosph\u00e4risch dichter Mikrokosmos, der sich nach und nach zu einem Makrokosmos auswuchert, sowohl formal als auch inhaltlich.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem nachfolgenden Band <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18769\"><em>flug (spuren) <\/em><\/a>setzt die Lyrikerin Sophie Reyer fragile und doch kraftvolle, sinnlich konkrete Miniaturen vor und vertraut auch hier auf die \u00dcberzeugungskraft leiser T\u00f6ne. Auch in diesem Band findet sich eine formale Vierteilung. Sie beginnt mit <em>miniaturen<\/em> (froschperspektive), setzt sich fort in <em>kleinzeiler<\/em> (parallelprojektionen), unter denen sich die gr\u00f6\u00dfte Anzahl von Lyrismen findet und schwingt sich schlie\u00dflich auf zu <em>stream<\/em>\u00a0 (vogelperspektive), dem abschlie\u00dfend in einem epilog: <em>froschperspektive<\/em> sind sieben ganz kurze Gedichte nachgeordnet, die man als eine Art gel\u00e4uterte R\u00fcckkehr zum Ausgangspunkt verstehen kann. Diese Lyrik f\u00fchrt oft Geistergespr\u00e4che, sie erh\u00f6rt die Stimmen der Vergangenheit, lauscht dem Kommenden seine Geheimnisse ab und gibt dem Hier und Jetzt eine Gestalt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Reyer ist ein Wortspielerin, eine F\u00e4hrtenlegerin, eine W\u00f6rter\u2013 und Kleinigkeiten\u2013Sammlerin. Es gelingen ihr Momentaufnahmen einer besch\u00e4digten Welt und zarte Skizzen der Hinf\u00e4lligkeit. Ihre Gedichte sind nie schwer und schwarz, sondern bei allen Melancholien immer licht und transparent. Es ist ein postminimaler Sound mit Gesp\u00fcr f\u00fcr Tiefe und Eleganz, eine Leichtigkeit, mit der Reyer Dinge zu verkn\u00fcpfen versteht, die auf den ersten Blick nicht zusammengeh\u00f6ren, das Jonglieren mit verschiedenen Partikeln, die, einmal in die Luft geworfen, ein paar unerwartete Drehungen vollf\u00fchren, bevor sie an unvorhergesehener Stelle wieder aufgefangen werden. Man mu\u00df als Leser st\u00e4ndig mit dem Unerwarteten rechnen. Als ausgebildete Musikerin wei\u00df die Lyrikerin genau wo ein Kontrapunkt zu setzen ist oder wo sie hinter dem Beat bleiben kann. Aus wenigen W\u00f6rtern entsteht in diesem Band ein atmosph\u00e4risch dichter Mikrokosmos, der g\u00e4nzlich frei von den \u00fcblichen lyrischen Klischees vielerlei poetische Verbl\u00fcffungen birgt. Eine Verunsicherung im heilsamsten Sinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\"><strong>Onomapoetisches Zirpen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">In \u201edie gezirpte zeit\u201c\u00a0 thematisiere ich bewusst Verletztheit und Unbehaustes. Erinnerungssplitter und atmosph\u00e4rische Momente sollen einer unsentimentalen Sicht auf die Welt und ihre Bedingungen gegen\u00fcber gestellt werden, ohne sie gegeneinander auszuspielen.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus meiner Leseerfahrung vollzieht sich mit diesem Band ein Zirkelschlu\u00df mit der die Autorin ihr lyrisches Fr\u00fchwerk abschlie\u00dft. Mit <em>die gezirpte Zeit<\/em> stellt sich Sophie Reyer in eine Tradition, bei der Zikaden eine bedeutende Rolle spielen. Es gibt wohl kaum anderes Ger\u00e4usch, das so unmittelbar das Bild mediterraner Gl\u00fccksseligkeit und Entr\u00fccktheit hervorruft und sofort an Ausstieg aus Zw\u00e4ngen und das Sich\u2013Verlieren in lauen Sommern\u00e4chten denken l\u00e4\u00dft, als das Zirpen der Zikaden. Meist wird auf die Zikaden als S\u00e4nger oder als Sinnbilder f\u00fcr Musik und Kunst aber auch als L\u00e4rmverursacher. Die sogenannten Singzikaden und ihre Ges\u00e4nge werden bereits in den fr\u00fchesten schriftlichen Werken, der <em>Ilias<\/em> von Homer erw\u00e4hnt, sie holt somit das Strandgut der Sporaden-Insel an das Ufer des Neusiedler\u00a0Sees, ein gelungener Fischzug. Die Aspekte der griechischen <em>Zikaden-Mythologie<\/em> sind in dem Gedicht <em>An die Zikade<\/em> von Anakreon verarbeitet. Der melodische Rhythmus von Reyers <em>Gezwitscher<\/em> spannt sich von den russischen Konstruktivisten um Majakowski zur Wiener Schule bis zum Hip-Hop von <em>Die Antwoord<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Dem Gesang der Zikaden aber kann sich auf jenem Eiland keiner entziehen.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Ingeborg Bachmann<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZirpCover1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-18266 size-medium\" title=\"ZirpCover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZirpCover1-188x300.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZirpCover1-188x300.jpg 188w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/ZirpCover1.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a>Bei einem Titel wie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18196\"><em>die gezirpte Zeit<\/em><\/a> liegt eine onomatopoetischer Assoziation nahe, besonders in diesen Tagen, da ein neuer Zikadensommer anbricht. Analog zu ihrer Arbeit auf der B\u00fchne versucht Reyer die Sprache nicht in abbildender beziehungsweise inhaltlich-bezeichnender Funktion, sondern auch als Lautmaterial anzuwenden. Bei allen Vorg\u00e4ngern bedient sich Reyer mit der Ungeniertheit des Naturtalents und macht daraus etwas ganz eigenes. Sie experimentiert quasi mit ihren eigenen Erfahrungen. Im Prozess des Ausformulierens kann sich Reyer schon mal verlieren, daher holt sie sich f\u00fcr ihre Live-Auftritte auch G\u00e4ste hinzu. Wie in der Lautpoesie, die gleichzeitig die T\u00f6ne aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, macht sie in ihren Gedichten Techniken aus, die nach dem Prinzip des Collagierens und der Simultaneit\u00e4t verfahren. Ihre Lyrik n\u00e4hert sich in dem Ma\u00dfe, in dem Semantik verschwindet und der Klang in den Vordergrund tritt, der Musik an.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><em><span style=\"color: #888888;\">Zu der Tulpe F\u00fc\u00dfen spielte\/ der tonkundigen Zikaden\/ auserw\u00e4hlte Kapelle\/ St\u00fccke von den besten Meistern\u2026<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Karl Leberecht<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"right\">Jede Dichtung spricht \u00fcber die Situation ihrer Herkunft. Nat\u00fcrlich vernetzt sich Sophie Reyer mit Ingeborg Bachmann (<em>Die gestundete Zeit<\/em>) und beispielsweise Paul Celan (<em>Dann zirp ich leise, wie es Heimchen tun<\/em>) oder Rainer Maria Rilke (<em>Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt in euch?<\/em>). Und selbstverst\u00e4ndlich ist die Gutenberg-Galaxis ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17985\">Referenzuniversum<\/a>, das Schreiben wird durch das schreibende Analysieren gebrochen. Wie jeder Lyriker erschafft Reyer eine ganz eigene Wahrnehmung, eine Beobachtung, die sich sowohl aus dem kollektiven wie auch individuellen Bewu\u00dftsein speist.\u00a0Die Generation um Sophie Reyer setzt auf die Intelligenz der Menge, auf die Selbstorganisation des Schwarms, auf die Macht derer, die sich selbst erkannt und aus freien St\u00fccken miteinander verbunden haben. Es geht ihnen nicht mehr darum, dass die Einzelnen in einem grossen Ganzen vereinheitlicht werden und ihre eigenen Ideen, Geistesblitze und ihre Kreativit\u00e4t einem fertigen Weltbild unterordnen. Diese Generation kann viele werden und dabei Einzelne bleiben, die mit all ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit, Verr\u00fccktheit und mit ihrem individuellen Eigensinn dazu beitragen, die Idee einer Poesie immer wieder neu entstehen zu lassen. Reyer bricht die Idee vom objektiven Ich und vom subjektiven Ich auf und thematisiert in ihrer Poesie Verletztheit, es ist eine wohltuend unsentimentale Sichtweise auf die Welt und ihre Mechanik. Auch die Mechanik der Liebe. Sie mi\u00dftraut dabei jedoch den Heilversprechungen ebenso, wie den Momenten des aufrichtigen Gl\u00fccks. Gelegentlich \u00f6ffnen die Gedichte den Vorstellungshorizont geradezu unmerklich und doch unabweisbar aus dem Intimen ins Historische. Reyer hat einen charmanten Spleen, ein Gef\u00fchl f\u00fcr schr\u00e4ge Situationen und einbrechende Absurdit\u00e4ten. Mit ihrer Wahrnehmungslyrik werden die existentiellen Abgr\u00fcnde durch ein absurdes Element geradezu abgemildert und dem Intellekt ertr\u00e4glich gemacht. In diesem Kontext wirken ihre Liebesgedichte fragil, ber\u00fchrend, beinahe tr\u00f6stlich. <em>die gezirpte Zeit<\/em> ist eine feinziselierte Sprachpartitur mit \u00fcberraschenden \u00dcberlappungen und \u00dcberlagerungen. Dieser Band bietet eine weitere Facette einer Schriftstellerin, die noch lange nicht an die Grenzen ihres Talents gesto\u00dfen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"right\"><strong> Literarische Splitscreen\u2013Technik <\/strong><\/p>\n<p align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Das Prosaprojekt versucht, ausgehend vom K\u00f6rper und den in ihm gespeicherten Daten, \u00fcber Generations- und Geschlechtsdifferenzen der beiden Proponenten hinweg an dieses \u201autopische ZWISCHEN&#8216; zu kommen und dort eine m\u00f6gliche neue Form von Sprache zu finden.<\/em><\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/BabyCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-18126 size-medium\" title=\"BabyCover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/BabyCover-197x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/BabyCover-197x300.jpg 197w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/BabyCover.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a>In ihrer Prosa bet\u00e4tigt sich Reyer quasi als DJ. <em>Vertrocknete V\u00f6gel<\/em> und mehr noch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18021\">Baby Blue Eyes<\/a>\u00a0ist quasi Technopoesie auf mindestens 150 beats per Minute. Seit Thomas Bernhard hat wohl niemand mehr Prosa derart auf die \u00dcberholspur gebracht, wie diese Autorin. Reyers Prosa ist atemlos und taucht gleichwohl tief in die Eingeweide, um sich zum Sprechen zu bringen. Laut Judith Butler ist der Stuhlgang eine Grenz\u00fcbertretung vom Innen ins Au\u00dfen, also vom Subjekt zu den Anderen. Narben und Verletzungen markieren den Erfahrungsstand eines Leidens, das sich im Schmerz vergegenw\u00e4rtigt, was Sprache sein kann: Ein Unterschied, der formt, was ansonsten verschwindet; eine Narbe die bl\u00fcht. Eine Form, das zu \u00fcberleben, was sprachlos zu machen versteht. Inhaltlich geht es um eine Reise nach Griechenland, an den Strand. Eine junge Frau, dorthin mit Freunden gereist, bricht zusammen. Drei Stimmen sprechen parallel von diesem Zusammenbruch. Eine f\u00fchrt Tagebuch mit immer gleichen Datumseintr\u00e4gen, eine zweite versucht den Ereignissen erz\u00e4hlend zu folgen \u00fcber die Zeit, die letzte verdichtet vielleicht einen inneren Monolog der Protagonistin. Drei Stimmen, die nicht pr\u00e4zise gegeneinander abgeschlossen sind, sich an den R\u00e4ndern vermischen, wie auch die junge Frau im Text sich vermischt, manche Grenzen \u00fcberschreitet und andere an sich nicht \u00fcberwindet. Ihre Gestimmtheit ist ein Mischmasch aus Ennui und Euphorie, aus Lakonie und abrupter Verquatschheit. Die Frau wird zum K\u00f6rper des Textes, der sie durchflie\u00dft und durchdringt, um sich von innen nach au\u00dfen zu schreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Cuntzilla vs the Cockocracy<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Lydia Lunch <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sophie Reyers Beobachtungen des gesellschaftlichen Lebens sind scharf, ihre Dialoge haben, mit all ihren Auslassungen, Andeutungen, fragmentierten S\u00e4tzen, einen authentischen, auch einen popmodernen Ton. Ihre fr\u00fche Prosa zieht den Leser auf einen Grund, an dem wir nach Luft schnappen, die unter der Oberfl\u00e4che knapp werden wird. Sowohl <em>Vertrocknete V\u00f6gel<\/em> als auch <em>Baby Blue Eyes<\/em> umkreisen, mit unterschiedlichsten Versuchsbedingungen einen Zustand, den man als Unbehaustheit im eigenen K\u00f6rper bezeichnen kann. Beide B\u00fccher legen nahe, da\u00df solche Unbehaustheit gerade in den sogenanntenm &#8217;sozialen Netzen&#8216; gepflegt wird, den sogenanten &#8222;Freunden&#8220;. Die Grenzen zwischen den Identit\u00e4ten verschwimmen im Netz und auch in dieser Prosa. Alle Stimmen fallen auf ein Ich zur\u00fcck, welches wiederum ein role-model ist. Dieses Ich ist weiblich und reflektiert seine Weiblichkeit auf Schritt und Tritt. Und dieses Ich ist dreckig dran. Bis zum Schluss. So h\u00e4tten die <em>Feuchtgebiete<\/em> ausgesehen, wenn die Autorin h\u00e4tte schreiben k\u00f6nnen. Es ist wie in der Popmusik, die AdeptInnen sind bei jeder neuen Welle als No. 2 zur Stelle. Keine kommt hier lebend raus.<\/p>\n<p><strong>Aus dem Jenseits der Erz\u00e4hlung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Was an dem Thema so spannend ist, ist die Tatsache, dass wir von den Frauen dieser Gesellschaftsschicht zwischen 1500 und 1800 nichts wissen w\u00fcrden, g\u00e4be es nicht diese \u201eT\u00e4terinnen\u201c. Die Geschichtsschreibung war ja eine, die von Adeligen betrieben wurde und sich demnach nur um Adelige drehte. Das \u201egemeine\u201c Volk kam nur vor, wenn etwas nicht funktioniert hat. N\u00e4mlich dann, wenn zum Beispiel Verbrechen begangen wurden. Diese Gerichtsakten sind das Einzige, was von den M\u00e4gden, den Dienstbotenm\u00e4dchen geblieben ist. Unterschrieben wurden sie\u00a0\u2013 da diese Frauen alle Analphabetinnen waren\u00a0\u2013 mit einem X. Diesen Menschen im Nachhinein eine Stimme zu geben, war mir wichtig.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\" align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schriftstellerin Sophie Reyer, die sowohl Gedichte, Dramatisches, als auch Prosa schreibt, widerlegt eindrucksvoll das Vorurteil, eine derartige Konstellation sei nicht m\u00f6glich. Ohne die Lyrikerin w\u00e4re die Dramatikerin und die Prosaistin nicht denkbar. Ihr Projekt <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17991\">Marias<\/a> besticht <\/em>eine hybride, grenz\u00fcberschreitende Sprache, gekennzeichnet von der Suche nach Spuren der mit der eigenen Biografie verkn\u00fcpften Kulturgeschichte. Mit diesem Schreiben nach Authentizit\u00e4t, will sie das falsche gesellschaftliche Selbst blo\u00dflegen. Ihr ist die Idee des Zu-den-Vielen-Gehens durch Walter Benjamin zugewachsen, die Quellen sind vielf\u00e4ltig, die Archiv-Recherchen f\u00fchrten in ein Frauen-Dokumentationszentrum und in eine Haftanstalt. In ihrem Text breitet Reyer einen nicht enden wollenden Katalog von Kindsm\u00f6rderinnen aus. Auf verschiedenen Erz\u00e4hlwegen und aus mehreren Perspektiven aus jener der betroffenen Frauen selbst, jener eines religi\u00f6s konnotierten \u00dcber-Ichs sowie aus jener einer urteilenden und strafenden Gesellschaft durchmisst die Reyer Seelentopographien jenseits landl\u00e4ufiger T\u00e4ter-Opfer-Zuschreibungen. Bei Marias ist nicht der Plot entscheidend, der Text ist aufgespalten in R\u00fcckblenden, Splitter aus Krankheitsgeschichten und Beobachtungen der Erz\u00e4hlerin. Entscheidend ist Reyers Sprache; eine Sprache, die \u00fcber ungeheuer viele Vokabeln verf\u00fcgt; die die Sph\u00e4re des Literarischen so genau kennt wie die des Naturwissenschaftlichen. Eine Sprache, die so konkret wie abstrakt sein kann; die Br\u00fccken schl\u00e4gt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Unterbrochen wird der derart mehrstimmig angelegte, von Anfang bis zum Ende durchrhythmisierte Erz\u00e4hlfluss immer wieder durch lakonische Kommentare aus dem Blickwinkel eines zeitgen\u00f6ssisch-aufgekl\u00e4rten, Bewusstseins, das die zitierten Quellen sowie Verwendungsweisen des Medea-Motivs in der Hohen Literatur oder im Sensationsjournalismus kritisch hinterfragt. Roland Barthes\u2019 ber\u00fcckende Formel: \u201eLieber die Trugbilder der Subjektivit\u00e4t als der Schwindel der Objektivit\u00e4t\u201c, l\u00e4\u00dft heilsam so machen Anspruch hinf\u00e4llig werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">In Phoneme zerlegte Texte<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittels tektonischer Bezugnahmen auf die kirchenmusikalische Gattung des Requiems entwickelt Reyer die Marias. Sie trennt die Ober- von der Unterwelt, diese gottverdammte Linie, trennt die Erz\u00e4hlung \u00fcber die Lebenden von der \u00fcber die Toten. Ihr Ziel scheint das Absch\u00fctteln von Erwartungen, das Finden einer \u00e4sthetischen Form unabh\u00e4ngig von gesellschaftlichen und religi\u00f6sen Zuschreibungen. Wie in den H\u00f6rspielen hat sie die Kunst entwickelt, Charaktere und Beziehungen zu entformeln. Diese Figuren sind Mischwesen, deren Motive in ihrer Beschr\u00e4nkung auf den allgemeinen Verkehr verwiesen. Und bei den unterschiedlichen Vorlagen meint man einen Chor von Stimmen zu h\u00f6ren, das kollektive Unbewu\u00dfte. Bei Reyer gibt es nicht die Guten und die B\u00f6sen, vielmehr geht es um eine neurotische Struktur der Gesellschaft, um Leute, die es schaffen, zur richtigen Zeit am falschen Ort zu sein, dieselben Fehler immer wieder zu machen, sich zu binden, wo man sich l\u00f6sen m\u00fcsste, und sich vor der Bindung zu dr\u00fccken, wo sie die L\u00f6sung w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Traumen, die sich \u00fcber Generationen hinweg fortsetzen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Cover6-282x300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-19670 size-full\" title=\"Cover6-282x300\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Cover6-282x300.jpg\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"300\" \/><\/a>Niemand kann diese Autorin lesen, ohne sich in sie zu verlieben. Sie h\u00e4lt nichts von Sentimentalit\u00e4t, aber viel von Engagement.\u00a0Ihre Erz\u00e4hlung <em>Die Erfahrung <\/em>dreht sich um das Thema &#8222;Nachkriegsgeneration&#8220; und der Art und Weise, wie sich Traumen \u00fcber Generationen hinweg fortsetzen. Was sie besch\u00e4ftigt, ist das menschliche Zusammenleben im Ganzen, und wie es sich die Menschen durch Herrschaftswillen und Ignoranz gegenseitig zur H\u00f6lle machen. In dieser Erz\u00e4hlung erweist sie sich als Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und vision\u00e4rer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Pr\u00fcfung vorgenommen hat. Reyer l\u00e4\u00dft den \u00c4ngsten schockierend freien Lauf, predigt dabei nie, vielmehr erforscht sie wie eine Ethnologin ihre Umgebung. Wenn man die entssprechende Verfilmung dazu anschaut, geht dem Betrachter auf: Reyer begreift\u00a0 das Musikh\u00f6ren als kulturelle Lesetechnik und denkt in sonischen Bez\u00fcgen. Diese Femme des lettres ist ungeheuer produktiv. Das Lesevergn\u00fcgen stellt sich ein, wenn man an ein Stichwort ankn\u00fcpfen kann. Ihr Denken und Sprechen bewegt sich in der Pop\u2013Matrix. Ganz selbstverst\u00e4ndlich bewegt sie sich in der Zeichensprache des Popul\u00e4ren. Sie kann Dinge lesen, kann ihre Botschaften entziffern, interessiert sich f\u00fcr Geschlechterkonstruktionen und wie diese sich in der Szene, in Tanz\u2013 und Modestilen widerspiegeln oder gebrochen werden, als sexuelle Dissidenz, und klopft diese Zeichen auf ihren politischen Gehalt ab. Wenn Reyer nachdenkt, treibt sie die Selbstbefragung oft bis zur Selbstzerfleischung. Das macht <em>Die Erfahrung<\/em> nicht zu einer einfachen, aber lohnenden Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die fab4 der experimentellen Literatur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Ich habe immer gerne verschiedene Formen, Materialien und Medien ausprobiert. Wen ich damit erreichen kann, dar\u00fcber habe ich in meiner Naivit\u00e4t nie nachgedacht. Ich war auch viel zu jung, als ich angefangen habe. Mich hat es da einfach hingezogen: Musik, Film, Text, und die R\u00e4nder dazwischen, die \u00dcberlappungen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_18264\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Reyer-300x2251.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18264\" class=\"wp-image-18264 size-full\" title=\"Reyer-300x225\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Reyer-300x2251.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18264\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Markus Jaroschka<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als multimedial arbeitende Autorin bewegt sich Sophie Reyer souver\u00e4n zwischen den Genres. Mit dem Quartett <em>Tonverbrechung<\/em> sucht sie den Dialog sucht zwischen Wort und Ton, zwischen Poesie und Improvisation. In ihren Kompositionen und B\u00fchnenarbeiten erweist sich Reyer Wahrnehmende und Wiedergebende, die sich interdisziplin\u00e4r durch die Welt bewegt, zwischen Wort, Sound, Installation und Videoclip. Als Beispiel f\u00fcr ihre fr\u00fchren B\u00fchnenarbeiten sei hier die\u00a0 <em>Schneewittchenpsychose<\/em> genannt, die Reyer gemeinsam mit der Performancegruppe \u201efaimme&#8220; erarbeitet hat (deren Name sich aus einer Zusammenziehung der franz\u00f6sischen Worte f\u00fcr \u201eHunger&#8220; und \u201eFrau&#8220; ergibt). Wie der Titel bereits erahnen l\u00e4\u00dft, bleibt sie in dieser Arbeit thematisch der Sto\u00dfrichtung ihrer Prosa treu. Auch <em>Banana Boat<\/em> (Drift Text) handelt von sprachlicher Interaktion. Es geht um Re-Reaktionen innerhalb eines Textes. Reyer verwendet, <em>Feldmaterial<\/em>, etwa Liedtexte und Schlagzeilen. Es geht ihr darum, wie sich Material im Dialog verwandelt und durch unterschiedliche Filter l\u00e4uft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Live-Loops in Sprache und Ton<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Ich h\u00f6re meine Texte immer innerlich, h\u00f6re sie durch, trimme sie so, dass die einzelnen Worte lautlich wie auch rhythmisch zusammen passen. Aber man darf sich nicht zum Sklaven der Technik machen. Sonst werden die Texte zu \u201egerade\u201c, zu \u201egebaut\u201c, zu \u201ekonstruiert\u201c.<br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Combo <em>Tonverbrechung<\/em> besch\u00e4ftigen sich gezielt mit der Auslotung des Grenzbereiches zwischen Sprache und Musik. Die Muiker versuchen in ihren St\u00fccken ein harmonisches Miteinander dieser beiden Kunstformen zu erzeugen, die jeder ihre Freiheit l\u00e4sst. Daf\u00fcr sind besonders die Verfremdung der Sprache durch den Computer und entsprechende Musikprogramme entscheidend. Diese Musiker \u00f6ffnen der Sprache den Weg zum Raum der reinen Klanglichkeit \/ Ger\u00e4uschhaftigkeit und verschwistern sie so mit der Musik. Auf der anderen Seite nehmen die Musiker in ihren Improvisationen einen starken Bezug auf Reyers Texte und n\u00e4hren sich so dem Raum der semantischen Bedeutungen an, lassen die Musik zu mehr als einer Reihe von affektgeladenen Kl\u00e4ngen werden. Reyer setzt die musikalischen Eindr\u00fccke in vibrierende und zugleich k\u00f6rperhaft genaue Sprachbilder um. Die Musik entfaltet sich darin zur syn\u00e4sthetischen Erfahrung, wahrgenommen mit allen Sinnen. Die Lyrik und Prosa diese Autorin und Komponistin werden mit akustischen und elektronischen Kl\u00e4ngen improvisatorisch vertont. Zudem werden die Texte daf\u00fcr dem Moment entsprechend zusammengesetzt und kommentiert. Das Programm entwickelt sich gelegentlich auch in die Richtung eines trashigen Songs oder klangpoetisch kommentierten M\u00e4rchens. Die Musiker von<em> Tonverbrechung<\/em> (Elisabeth F\u00fcgemann \u2013 Cello; Nicola Hein \u2013 Gitarre; Lukas Truniger \u2013 Elektronik) versuchen ein harmonisches Miteinander der Kunstformen zu erzeugen, die jeder Gattung ihre Freiheit l\u00e4\u00dft. Niemals bleibt Poesie in ihrer Reinform bestehen, immer wird sie verfremdet, erweitert, unterwandert. Der Sound ist Gegenstand eines Prozesses, Teil der Auseinandersetzung der einzelnen Artisten. Auf dieser Basis suchen die Musiker permanent nach Positionen zu der sie umgebenden Gesellschaft und pr\u00e4ferieren das Grenz\u00fcberschreitende, das Unbehauste, Vermischung und Unreinheit: im Sound, in der Sprache, im Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es gibt kein Conclusio, Deutungsm\u00f6glichkeiten sind grunds\u00e4tzlich vielseitig<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Ich erlege mir selbst eine Form auf und versuche dann das, was herauskommt, aus dem Korsett seiner Form zu befreien. Das ist immer eine Gratwanderung. Es bleibt wahrscheinlich auch immer ein Versuch. Aber wenn man arbeitet und sich Zeit nimmt, werden die Versuche besser.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/SophieReyer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-18239 alignright\" title=\"SophieReyer\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/SophieReyer-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/SophieReyer-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/SophieReyer.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Sophie Reyer ist eine sch\u00f6pferisch Ver \/ r\u00fcckte, sie kann gar nicht anders, als das, was ihr begegnet, zu verkn\u00fcpfen und in ein Kunstganzes zu \u00fcberf\u00fchren, buch \/ st\u00e4blich alles: Menschen, B\u00fccher, T\u00f6ne, Mythen. Unbek\u00fcmmert, mit einem feinen stilistischen Gesp\u00fcr mischt sie Genres, verbindet Analysen mit Impressionen, gleitet vom Heute ins Gestern und wieder zur\u00fcck. Reyer schreibt Lyrik, Prosa, Drama, und nun auch Essays. Es ist ihre Konsequenz, die beeindruckt, ihre Zerrissenheit, die sie nicht versteckt, sie bleibt widerborstig und verwundbar, angriffslustig und anschmiegsam; diese Autorin hat keine Angst vor dem Leben. Der Preis ist Zerbrechlichkeit, D\u00fcnnh\u00e4utigkeit. Diese Poetin ist in ihrer abgekl\u00e4rten Coolness und der gleichzeitigen Verletztlichkeit ein Versprechen auf etwas wirklich Neues in der deutschsprachigen Literatur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Baby Blue Eyes<\/em><\/strong><em> von Sophie Reyer, Ritter Literatur, 2008<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>binnen <\/strong>von Sophie Reyer, Leykam Verlag, 2010.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>flug (spuren)<\/strong> von Sophie Reyer, edition keiper, 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>MARIAS<\/em><\/strong><em> von Sophie Reyer, Ritter Literatur, 2013<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Erfahrung<\/strong> von Sophie Reyer, SuKuLTuR, 2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>die gezirpte Zeit<\/strong>, von Sophie Reyer Neue Lyrik aus \u00d6sterreich Band 2., 64 Seiten, 12 x 19 cm, franz. Broschur. 1. Auflage 2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortspielhalle<\/strong>, eine Sprechpartitur von Sophie Reyer &amp; A.J. Weigoni, mit Inventionen von Peter Meilchen, Edition Das Labor, M\u00fclheim 2014<\/p>\n<div style=\"width: 212px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/jpeg;base64,\/9j\/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD\/\/gATQ3JlYXRlZCB3aXRoIEdJTVD\/2wBDAAgGBgcGBQgHBwcJCQgKDBQNDAsLDBkSEw8UHRofHh0aHBwgJC4nICIsIxwcKDcpLDAxNDQ0Hyc5PTgyPC4zNDL\/2wBDAQkJCQwLDBgNDRgyIRwhMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjIyMjL\/wAARCADKAMoDASIAAhEBAxEB\/8QAHAABAAIDAQEBAAAAAAAAAAAAAAYIBAUHAwEC\/8QARhAAAQMCBAEKAwYEBAILAAAAAQACAwQRBQYSITETFjdBUVZ1lbPSImGBBxQycZGxJEKhshUjcuEm8TM0U2RzdIKSlMHw\/8QAGQEBAAMBAQAAAAAAAAAAAAAAAAIDBAEF\/8QAIxEBAAICAgICAwEBAAAAAAAAAAERAgMhMQQyEkFhgdFx8P\/aAAwDAQACEQMRAD8A6HkvJeVarIuXqioy1g008uGUz5JJKCJznuMTSSSW3JJ3ut5zEyf3UwPy6H2pkTo8y14VS+k1SBBH+YmT+6mB+XQ+1OYmT+6mB+XQ+1SBEEf5iZP7qYH5dD7U5iZP7qYH5dD7VIEQR\/mJk\/upgfl0PtTmJk\/upgfl0PtUgRBH+YmT+6mB+XQ+1OYmT+6mB+XQ+1SBEEf5iZP7qYH5dD7U5iZP7qYH5dD7VIEQR\/mJk\/upgfl0PtTmJk\/upgfl0PtUgRBH+YmT+6mB+XQ+1OYmT+6mB+XQ+1SBEEf5iZP7qYH5dD7U5iZP7qYH5dD7VIEQR\/mJk\/upgfl0PtTmJk\/upgfl0PtUgRBH+YmT+6mB+XQ+1OYmT+6mB+XQ+1SBEEf5iZP7qYH5dD7U5iZP7qYH5dD7VIEQR\/mJk\/upgfl0PtVPM6QQ0uesw09PFHDBFidSyOONoa1jRK4AADYADayvGqQZ76Q8y+K1XquQW\/yJ0eZa8KpfSapAo\/kTo8y14VS+k1SBARYmJzvpcKrKiMgPihe9pPC4aSFzeX7Qq6BxBqIyL2\/6IW\/W65M07EW6mi5U37SKpzi371BccRyYuP6rIbn2tO7p2gf+X\/3XPlBUumoo7lbGZ8YjqXzSNe1hboLWaeN1IlJwREQEREBERAREQEUfzzW1OHZFxyspJnQ1ENFK+ORnFh0mxHzVTzimNubrGc6gk22fXSg8bb7n\/wDWQXPuvqrjhGO4xS\/YTmWtizNU1NdDXRxMkZM8vgaZGA6XnezgSV1fBM6sgwHLDcYE7qzE6an1zjkwOUkAAJbqD93EC7WkAuF7IJuih2FZw5CCKPGGVOmStqqZuIujY2HVHNKGsdYgg6Ixvp032vfZZj860McLJpKStZHNSPraVxY3+JiYAXFvxbHSWu0u0mx4XBACSosDCsTGLUrqhtJVUzNVmCpYGl4sCHCxPwm\/XY7HZZ6AqQZ76Q8y+K1XquV31SDPfSHmXxWq9VyC3+ROjzLXhVL6TVIFH8idHmWvCqX0mqQINdjwvl3Ex20kv9hXAsUpaiKUGERSlvHUNxwt+6sBjIBwPEAeBppP7SuN1JeMddTwUktRISHBkbNRI26lVty+PK\/Rqy2ZfHGLQ1sMzW3eSZb2IAAH7LfYNTVVVI0VEzww3LQ5o2svksM83K1cdHN92gcGyycmdLHX4E9X+4W4o6oOqKZpppog9hcxzo9IcNtx2hUY7YvmWvd4uzHG4wqu+v6n+Q6cU1NWRg3Aczft2KmCi2Tfw1v5s\/YqUrXj086exERdcEREBERAREQR3PtNPWZBx6mpoZJp5KGVrI426nOOk7ADiVS+mqnUchIjieeBbK3UOsbj6q+SIKZ4H9oGL4NhEmC0VDhU1LUy63wzULZeVde4BB\/FY2sOrqVj6DCvvWF0NVi1BiLK6phpaqpipm6Y2Twhrm\/D\/LpLQNHD5XuVPUsgilNh9A0saaHEqimlnlnZBMxrmQySPeHu7d9bzYk2B2AWMzCMPZRx0bsPxiSGnpnUdNraDyELw0Oa08T8IA1Ou6zTY7m80slkGHhjQzDKdjWzta1ga1s4AeANhcDZZiIgKkGe+kPMvitV6rld9Ugz30h5l8VqvVcgt\/kTo8y14VS+k1SBR\/InR5lrwql9JqkCDBxk2wPED\/3aT+0rj0dXU0ea5a2KTky2IgO237Bbr3sfouxYtY4PXB3AwSX\/APaVySvw6aV7pqTQ4kW5Mu0uJ6+Ko3xcR+GrxNnxymOIuJjn8sIYlVCgxNkT9LKmR5kgcbh2re4HHYjj\/vfbVFYKiky\/TNeHimppBICbljiQAD9AtFDgtfJJd0TWN1f9qDb5H6rc0mDTRP1SuZw6iST\/AEWbVjlfNvQ8zdhGNYzjM89X9xSd5OdqZW7W3Z+xUoUbyiwMpqgabHU3e252Kki349PFkREXQREQEREBERAREQEREBERAREQFSDPfSHmXxWq9Vyu+qQZ76Q8y+K1XquQW\/yJ0eZa8KpfSapAo\/kTo8y14VS+k1SBBhYu8R4PXPMIm007zyR4P+E\/D9eC5dVw4YyFz\/uYp62a5jhEYe1jrfMbjf8ArtddRxeFtTg1dA4uDZKeRhLbXsWkbXXKHZbxWfD2z0tQypsTFaRoYRpNgAXdXZ1WH60botr8aavmv3T1qIqXCaKOgrKSmqMUkcGs0wNOjcW1Bm5B1HqubLLrsLdg1Q+onw3DmwTBrW6ow5mocSNQGkHsJ\/LtXjitRLhFW2eokZUvGixjZbS+1jvqLiPmbcexfmPFjmmVmF4tiEkcAYS2UtazU9ouNV9r\/iH\/ADVMREzVc\/ppmc4i74\/2f6mGR6mmqaatEFFHSvil0PDIwzVYmx24qWKK5MweXB2Vscs4m5VzZNX6\/wCylS1YesPO2TecyIiKaAiIgIiICIiAiIgIiICIiAiIgKkGe+kPMvitV6rld9Ugz30h5l8VqvVcgt\/kTo8y14VS+k1SBR\/InR5lrwql9JqkCDAxlxbgeIOa4NIppCHHgDpK5DheO10clNSR1LjGfhkhl+Fh24\/Q9f8AyXY8QmFNh1VO61oonvOrhsCd1ysVcWIVJq2PbFURRPcwxx6BIQS5rXD57C\/5FZ97X4v3EvfD6gz4u1odJK1kpYyO12lpFgSbXG9uO9+1emISUc1JJhk0FPQywMdrk3u4agS4XA4uN+H1WDNVzshfXM+90da5rX6ZPwvtwLTYX2Fv0XtSRU2YaJmJ10zW1cTuTku1rWgdWq+3A7f6ePBUx00ZVdSlOQIGQUdVyNcKuB3JmPY\/Bsbjf53UyUYydTNpaaojjpxDGS1zBYAuBvYkDr6lJ1r1+sMG2KzmBERTViIiAiIgIiICIiAiIgIiICIiAqQZ76Q8y+K1XquV31SDPfSHmXxWq9VyC3+ROjzLXhVL6TVIFH8idHmWvCqX0mqQIMHGTKMErzALzCnk5MWvd2k2\/qua4dT0lIZZGtZBMR\/nvcNIa4G4DWk7t\/Pe3YuoVrddFUMvbVG4Xte2y5HNgoxXEXshq5JCJeSMjjrDuJsLdl\/nfcqjb9NPj9TLfMrqfFXU0Jqoa6qjdr5UsMbYjw2tbYX477LQ1NL\/AIS+flaaRzOU\/hw+IgvZx1OPEm4BA6rnbqXhTYpBgNaynayKR0MlnEtAL+F2l1uFxw3ta91tKvHarM1XBC1sFPFHGZS6O7\/itYAnY\/K1u35KjiYv7bI+UTUdQluSWTjD5Zp5WyGcNkaWkkNab7BSpRrKJe2mmhc0BsQY1nG5bva9xx\/X81JVrw9Yebs95ERFNAREQEREBERAREQEREBERAREQFSDPfSHmXxWq9Vyu+qQZ76Q8y+K1XquQW\/yJ0eZa8KpfSapAo\/kTo8y14VS+k1SBBjV0fK0FRGL3fG5osbcR2jguNSxYrTYtU09LI68ZAe4nSWkkWGpx7SBcceI2XZa5uugqWkuAdE4XabEbdR6lyKpr4MSfVYYKOqE5doLgLyWDtjpvf8AP6rPvjpr8WY5iXytjocQpYDS4Y6SqY1wqHB40t0\/zG2\/1PZ2leGGioqn\/wAHyTZ2xWEBFtQ2G\/5k3\/8AtfQImNjEMjpSIi+X4S1zmhpLdQ3t1C5K+YXh9RjJLqJ4ilc9xeY27gO6iGjhw\/LsVE3Mw141GGU1bpWVGPDKuWWobNLIWF7mfg1AEfD8tlJFGcmROhw0tkbaUtaZN\/5t7qTLZr9Yebt95oREU1YiIgIiICIiAiIgIiICIiAiIgKkGe+kPMvitV6rld9Ugz30h5l8VqvVcgt\/kTo8y14VS+k1SBR\/InR5lrwql9JqkCDDxaXkMHrphf8Ay6eR23yaSuVZabWYjjTcU0kxxu5N07owzfhw4E\/rxC6rioDsIrg52lpp5Lu7PhO65FJislTgjKSnmmjZR3LmRCxeOI2Hz2vv2rPv7hr8WZi6mrSLGMBMWGSz4OWhrC1ssbd9bQ2xaf1J3t+yjIxn\/A5m1WGuDXmn0VDow4WO2\/xAgb3sRf5r7g9NinLFlLWtnY5zBNTvcYtRIN23PEcR9AV7vpaSLDqurrg6R7XsBgc4GSwJBFtrf14fNV\/fC6Y4n5f9aY\/Z5NV1NBVzVcjpHuc0hznX7VNFEcguhfhUr6dx5Ilulm9o9vwi\/Gyly06\/WGLbFZyIiKasREQEREBERAREQEREBERAREQFSDPfSHmXxWq9Vyu+qQZ76Q8y+K1XquQW\/wAidHmWvCqX0mqQKP5E6PMteFUvpNUgQYuIxulw2rjaQHPhe0FwuASDxC5ZleGnwKWvkxMuiMoaxjtQIkbf+Xbje36\/JdVrHNbRzuffQI3F1uy2643UY3gE1O6OScSwgu5KIsc02\/lu4G\/UBt+ap2zUw0aMZm20psZjc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alt=\"\" width=\"202\" height=\"202\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Cover: Fr\u00fchlingel von Peter Meilchen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong>\u00a0Die Sprechpartitur wurde mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22035\">lime_lab<\/a> ausgezeichnet. Einen Artikel zum Konzept von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sophie_Reyer\">Sophie Reyer<\/a> und A.J. Weigoni lesen Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19038\">hier<\/a>. Vertiefend zur Lekt\u00fcre empfohlen sei auch\u00a0das Kollegengespr\u00e4ch\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19055\">:2= Verweisungszeichen zur Twitteratur<\/a>\u00a0von Reyer und Weigoni zum Projekt\u00a0<em>Wortspielhalle<\/em>. Eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/10\/19\/hoeherwertige-konfiguration\/\">h\u00f6herwertige Konfiguration<\/a> entdeckt Constanze Schmidt in dieser Collaboration. Holger Benkel lauscht <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/10\/29\/zikaden-und-haeher\/\">Zikaden und H\u00e4her<\/a>n nach. <span data-offset-key=\"7ldlg-0-0\">Ein weiterer Blick beleuchtet die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/10\/20\/erkenntnisinstrument\/\">Inventionen<\/a> von Peter Meilchen. <\/span>Ein Essay fasst dieses <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\"><em>transmediale Projekt <\/em><\/a>zusammen<em>. <\/em>In ihrem preisgekr\u00f6nten Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17985\"><em>Referenzuniversum<\/em><\/a> geht Sophie Reyer der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende Analysieren gebrochen wird. Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18115\">hier<\/a>. Eine W\u00fcrdigung des Lebenswerks von Peter Meilchen findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12763\">hier<\/a>. Alle <em>LiteraturClips<\/em> dieses Projekts k\u00f6nnen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?author=124\">hier<\/a> abgerufen werden. H\u00f6ren kann man einen Auszug aus der <em>Wortspielhalle<\/em> in der Reihe <a href=\"http:\/\/vordenker.de\/weigoni\/wortspielhalle.htm\">MetaPhon<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Nicht nur Gott, auch die Lyrik ist oft f\u00fcr tot erkl\u00e4rt worden. Von der Sporaden-Insel Lesbos, dem kulturellen Zentrum des 7. vorchristlichen Jahrhunderts bishin in die pannonische Landschaft des 21. Jahrhunderts hat die Lyrik diverse \u00dcberformungen erhalten. \u00a0Wortkonzentrate Wenn&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":18268,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1219,1221,1220,394],"class_list":["post-18115","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-elisabeth-fugemann","tag-lukas-truniger","tag-nicola-hein","tag-sophie-reyer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18115"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18115\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}