{"id":17191,"date":"2003-09-30T00:59:32","date_gmt":"2003-09-29T22:59:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17191"},"modified":"2022-06-06T12:49:38","modified_gmt":"2022-06-06T10:49:38","slug":"kritische-pirouetten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/09\/30\/kritische-pirouetten\/","title":{"rendered":"Kritische Pirouetten"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\"><span style=\"color: #888888;\">\u201e<em>Man mu\u00df den Mut zu seinem privaten Irrsinn haben, seinen Tod zu be\u00adsitzen und zu voll\u00adstrecken.<\/em>\u201c<\/span><\/p>\n<p><strong>1<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser \u203aRoman\u2039 auf 48 Reclam-Seiten liest sich teils wie ein Supplement von Niet\u00adzsches \u201eZarathustra\u201c, gewendet ins Absurde, Ex\u00adpres\u00adsive, Expres\u00adsionis\u00adtische. Teils phi\u00adlo\u00adsophie\u00adrende Kritik an den gesell\u00adschaft\u00adlichen Zust\u00e4nden, Seins\u00adgr\u00fcbelei mit metaphysischen Versuchs\u00adbal\u00adlons, teils Axiome und Ge\u00addanken\u00adspiele in M\u00fcnch\u00adhau\u00adsen\u00adscher Manier \u2013 und das alles ohne sinn\u00advolle Hand\u00adlung. Das ist kein Roman, wie der Leser ihn kennt. Warten auf Sinn? Gehen wir. Der Sinn ist tot, es lebe der A-Sinn, der B-Sinn, der Unsinn, An\u00adsinnen, Be\u00adsinnen, Ver\u00adsinnl\u00adichung, Besin\u00adnung ohne Ge\u00adsinnung. Nur das was wir selbst erzeugen hat Sinn, ist Sinn durch uns, be\u00addeutet sich selbst. Einstein spielt mit der kon\u00adventionellen Roman\u00adform, er t\u00e4uscht nur Hand\u00adlung an, die aristo\u00adteli\u00adsche Einheit von Zeit und Hand\u00adlung wird nicht ernst genommen. Die Kausalit\u00e4t ver\u00adschwindet in der Absurdit\u00e4t des Seins oder im Subjekti\u00advismus\u00adspiel des Erz\u00e4hlers.<br \/>\n\u201eDie Dilettanten des Wunders oder die billige Erstarrnis. Ein Vorspiel\u201c \u2013 der Unter\u00adtitel, die Titel\u00adalter\u00adnative will hei\u00dfen: Der Sinn des Lebens ist eine Uto\u00adpie, oder eine Illusion. Fach\u00adleute unseres Lebens k\u00f6nnen wir nicht sein, denn wir k\u00f6nnen im Vor\u00adw\u00e4rts nicht auf das vor uns Liegende zur\u00fcck\u00adschauen: \u201eLeben l\u00e4sst sich nur r\u00fcck\u00adw\u00e4rts verstehen, muss aber vorw\u00e4rts gelebt werden.\u201c (S\u00f6ren Kierkegaard)<br \/>\nGiorgio Bebuquin, ein Philosoph und K\u00fcnstler, erstarrt in seiner Selbst\u00adbespie\u00adgelung. Der Tod ist mitten im Leben. Um den Tod geht es in der Haupt\u00adsache. Denn \u00fcber ihn wirft sich die Frage auf, ob und was und warum das Leben ist. Nebu\u00adkadnezar B\u00f6hm, eine zweite Romanfigur, tr\u00e4gt einen ver\u00adsilber\u00adten Sch\u00e4del, in dem sich die Welt spie\u00adgelt. Er reflek\u00adtiert die Reize des Ir\u00adrealen und bezirzt damit die Bar\u00addame und Zirkus\u00adk\u00fcnst\u00adlerin Fr\u00e4u\u00adlein Euphe\u00admia, eine gro\u00adteske Parodie der Jung\u00adfrau Maria. Euphe\u00admia gebar ein Kind, dessen Vater sie nicht kennt und das schon nach der Geburt der Welt ent\u00adsagte. In einem Caf\u00e9, einer Bar, im Bordell, im Zirkus, im Kloster spielen die Szenen. 19 Kapi\u00adtel sind geschrie\u00adben in einer Mixtur von Erz\u00e4h\u00adlung, Dialog, Monolog, Essay, Lyrik, Philo\u00adsophie\u00addis\u00adkurs, Parodie, Gro\u00adtes\u00adke, Pam\u00adphlet, Pre\u00addigt, Gebet, sur\u00adrealer Imagi\u00adnation \u2013 und es geht darin um die Ermor\u00addung der Ver\u00adnunft, die Dehnungen und Meta\u00admor\u00adphosen der Logik, ein neues Denken und befreites F\u00fchlen. Es geht um Selbst\u00adsuche und Selbst\u00adfindung:<br \/>\n\u201eIch will nicht eine Kopie, keine Be\u00adein\u00adflussung\u201c, sagt Bebuquin, \u201eich will mich, aus meiner Seele mu\u00df etwas ganz Eige\u00adnes kommen, und wenn es L\u00f6cher in eine pri\u00advate Luft sind. Ich kann nicht mit den Dingen etwas anfangen, ein Ding ver\u00adpflich\u00adtet zu allen Dingen. Es steht im Strom, und furcht\u00adbar ist die Unend\u00adlich\u00adkeit eines Punktes.\u201c<br \/>\nBebuquin will sich also \u00fcber die Dingwelt stellen. Er will selber Welten\u00adsch\u00f6pfer sein. Dann wieder der Zweifel:<br \/>\n\u201eIch bin ein Spiegel &#8230; Aber hat ein Spiegel sich je gespiegelt?\u201c<br \/>\nIn aphoristischer, quasi\u00admeta\u00adphorischer Schreibweise reflek\u00adtiert der Erz\u00e4hler seine erkenntnis\u00adtheore\u00adtischen Bedenken. \u201eWir k\u00f6nnen uns nicht neben unsere Haut setzen.\u201c Am Ende des Ersten Kapitels klin\u00adgen steppen\u00adw\u00f6lfi\u00adsche Mo\u00adtive an: \u201eSin\u00adgen wir das Lied von der gemein\u00adsamen Ein\u00adsam\u00adkeit.\u201c, sagt er und meint: das Wunder der Indi\u00advidua\u00adlit\u00e4t gibt es ange\u00adsichts der inneren Leere nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verwerfung der Logik. Sie steht neben dem Lebendigen, ber\u00fchrt nie das Leben. Auch Kunst nicht. Sie bleibt ein untauglicher Ver\u00adsuch des Verstehens. Ihre Kategorien versagen. Alle Form greift ins Leere. Bebuquin kann nicht schlafen bei dem Gedanken, \u201eda\u00df er in der Kunst immer im Rausch der Symbole bleibe.\u201c Und er sieht: \u201e&#8230; welch schlechter Roman\u00adstoff bin ich, da ich nie etwas tun werde, mich in mir drehe.\u201c Bebuquin leidet an sich, an sich und der Welt. B\u00f6hm-Nebu\u00adkadnezar will ihm helfen und erz\u00e4hlt ihm ein Gleichnis: \u201eDie Geschichte von den Vorh\u00e4ngen\u201c:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Versuch, sich selbst zu objektivieren. B\u00f6hm sieht sich als Gardine. Er will die Er\u00adkennt\u00adnis\u00adsicht\u00adbehin\u00adderung loswerden, sich selbst also. \u201eSei Vor\u00adhang und zerrei\u00dfe dich. Beschimpfe dich so lange, bis du etwas anderes bist. Sei Vorhang und Theater\u00adst\u00fcck zugleich.\u201c Er will raus aus sich, um mehr sehen zu k\u00f6nnen. Er will handeln, B\u00fchne sein und St\u00fcck, Welt und Leben in einem. Das ist nat\u00fcrlich zu viel auf einmal. Und es ist unm\u00f6g\u00adlich, das zeigten wir schon.<br \/>\nUnd wenn wir aufs Erkennen verzichten, kein Wunder mehr wollen? Was dann? Dann leben wir gl\u00fccklicher. Denn wir ent\u00adt\u00e4uschen uns nicht mehr so dumm. Wenn wir sagen: \u201eDie Welt ist das Mittel zum Denken.\u201c Was wird dann aus uns? Dann entt\u00e4uschen wir uns klug. Denn die Irrt\u00fcmer des Sch\u00f6pfers tun nicht so weh wie die des umsonst Hoffenden. Immer schon war die Erschaffung einer \u201aeigenen&#8216; Welt (so gut es eben geht) ein Mittel, um die Welt (wie sie ist) zu ertragen. Es ist der f\u00fcr viele notwendige gesunde Eskapismus, insbe\u00adsondere f\u00fcr jene, die f\u00fcr eine vita activa nur bedingt taugen, Dichter also, K\u00fcnstler, viel\u00adleicht auch Liebende. So gesehen ist Paranoia geradezu ein Beweis f\u00fcr die Gesundheit eines Menschen. In der Tat: Dass wir sterben m\u00fcssen, um gelebt zu haben, das ist der reine Wahn\u00adsinn, jedenfalls dann, wenn wir Sinn suchen in dem, was keinen Sinn hat: im Leben. Ergo: Immer schon &#8230; \u201eDer Begriff will zu den Dingen, aber gerade das Umgekehrte will ich.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e&#8230; warum fehlt mir sogar die Illusion der Vollkommenheit?\u201c, fragt sich Bebuquin. Aus Konsequenz. Die Unvoll\u00adkommenheit jeder Sch\u00f6pfung folgt aus den unend\u00adlichen M\u00f6glich\u00adkeiten, \u00fcber das Erschaffene hinaus zu denken. An Voll\u00adkommen\u00adheit kann er noch nicht einmal glauben. Der Zweifel ist das alter ego des Sch\u00f6pfers. Noch nicht einmal die Logik ist in sich vollkommen. Bebuquin h\u00f6rt B\u00f6hm zu, der redet als Gestor\u00adbener, noch so ein alter ego. Der sagt: \u201eEs gibt viele Logiken, mein Lieber, in uns, welche sich bek\u00e4mpfen, und aus deren Kampf das Alogische hervorgeht.\u201c Tja. Geh\u00f6rt diese These zur Psychologie oder Philosophie? Egal. Siehe oben, Be\u00adgriffe. B\u00f6hm meint, es gebe sowieso nicht die Einheit aller Dinge. Alles h\u00e4ngt mit allem zusammen, das sind so Redens\u00adarten, die mit der Religion des ganzheitlichen Menschen zu tun hat. Sie ist aber nicht wahr. Kants Gleichgewicht von Subjekt und Objekt, sch\u00f6n und gut. Aber dann die ganze Hegelsche Dialektik und die Wahnsinnshoffnung, die Geschich\u00adte schreite von einer List zur anderen hinauf zur Vernunft und m\u00fcnde ein in die abso\u00adlute Wahrheit, die sich dann konkretisiere \u2013 das ist nichts anderes als das War\u00adten auf Wunder. Das ist einfach nicht aus den K\u00f6pfen zu vertreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Kunst? Gibt es wenigstens dort so etwas wie ein in sich abge\u00adschlos\u00adsenes ruhendes Ganzes? K\u00f6nnen wir uns in der Kunst das Absolute er\u00adschleichen? Das meint der jugendliche Maler Heinrich Lippenknabe, der die Kraft der Bilder lobt. Darin wandeln sich die Werte, von Bild zu Bild eine neue Moral, eine neue Logik. Die Form! Die Form ist die Rettung. Sie ist die Matrix aller Bilder. Sie ist Nichts und enth\u00e4lt doch alles. \u201eDie Form weist auch \u00fcber die Kausalit\u00e4t hinaus\u201c, meint Bebuquin. Sie steht auch \u00fcber Ort und Zeit. Wir Menschen sind Form\u00adgeb\u00e4rer, aus dem Nichts er\u00adschaffen wir alles. \u2013 Wirklich alles? Wird alles denn auch wirklich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Euphemia, Karikatur der Jungfrau Maria, war schon vorhin in das Caf\u00e9 eingetreten. \u201eEine blaue Hutfeder Euphemias besoff sich blitzend in der gr\u00fcnen Chartreuse. Bebuquin schaute mit seinem linken Bein in die Ecke der Bar &#8230; Der Schein der elektrischen Lampen fuhr ihr durch die Spitzen zum Knie, tanzte \u00fcber die Kris\u00adtall\u00adflacons und die Sekt\u00adk\u00fchler erregt r\u00fcckw\u00e4rts; das sonst anst\u00e4ndige elektrische Licht!\u201c Multi\u00adper\u00adspek\u00adtivit\u00e4t der Beschrei\u00adbung verwei\u00adgert statisch gedachte Fakti\u00adzit\u00e4t, die expres\u00adsionis\u00adtische Szenerie wird ins Kubis\u00adtische gesteigert. Die Aufl\u00f6sung des Logischen wird nur zu\u00adsammen\u00adgehalten durch die Form des Dialogs der Figuren. Euphe\u00admia charakte\u00adrisiert ihr ungeborenes Kind, dessen Vater\u00adschaft in der Viel\u00adzahl der Logiken verschwindet. Der Embryo \u201ehat bereits der Welt entsagt, er wird geistig, ist ganz wunschlos\u201c, sagt Euphemia. \u201eDas Alogische w\u00e4chst, das Alogische siegt, er wird nicht abgeleitet.\u201c, erg\u00e4nzt Bebuquin. Jung\u00adfrauen\u00adgeburt und Logik werden auf eine Stufe gestellt. Das gef\u00e4llt Bebuquin nicht, er braucht Sinn, er beklagt den Verlust des Wunders: \u201eIhr habt alle Kr\u00e4fte zerst\u00f6rt, die \u00fcber das Mensch\u00adliche hinaus\u00adgehen.\u201c Und Heinrich Lippenknabe verlangt mehr Sinn\u00adlichkeit: \u201eIch will, da\u00df der Geist sichtbar werde.\u201c Aber B\u00f6hm korrigiert: \u201eH\u00e4ufig wieder\u00adholter Bl\u00f6dsinn wird integrierendes Moment unseres Denkens; bei einer gewissen Stufe der Intelligenz interes\u00adsiert man sich f\u00fcr das Korrekte, Vern\u00fcnftige gar nicht mehr &#8230; Ich versichere Sie, ich zum Beispiel lebe nur, weil ich mich mir sug\u00adgeriere, in Wirklichkeit bin ich tot. &#8230; Das Nichts ist die indifferente Voraus\u00adsetzung allen Seins.\u201c Den letzten Gedanken hatten wir schon. Was B\u00f6hm nun erkl\u00e4rt, ist die Apotheose der Phantasie als \u00dcbervernunft und \u00dcberwindung des Todes:<br \/>\n\u201eDie Existenz in Formen ist ein Sofa, eine Schlummerrolle, eine ebenso unver\u00adbindliche, wie langweilende Konvention. Wenn man frei und k\u00fchn zum Leben in vielen Formen ist, wenn man den Tod als ein Vorurteil, einen Mangel an Phantasie ansieht, dann geht man aufs Phantastische, das ist die Uner\u00adm\u00fcd\u00adlich\u00adkeit in allen m\u00f6glichen Formen. Ich gebe zu, die Vernunft macht alles bequem, sie konzentriert, aber sie zerst\u00f6rt zu viel, macht zu vieles l\u00e4cherlich und gerade das Gr\u00f6\u00dfte. Man mu\u00df das Unm\u00f6gliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angele\u00adgenheit ist. Das Wunder ist eine Frage des Trainings &#8230; t\u00f6ten wir die Vernunft; die Vernunft hat den gestaltlosen Tod pro\u00adduziert &#8230;\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Rausch-Nacht vollzieht sich auch der Abschied von der Symmetrie, von kosmischer Einheit und Ausge\u00adwogenheit aller Kr\u00e4fte \u2013 und zwar in einer Erz\u00e4h\u00adlung Bebuquins, in der es um das Zerbrechen einer Liebschaft geht und um die Entdeckung der Romantik im Asymmetrischen. W\u00e4hrend er erz\u00e4hlt, entwickelt sich eine orgiastische Szene in der Bar, auch die Sprache tanzt und verwirbelt in surrealistischen Bildern, Personi\u00adfika\u00adtionen, Syn\u00ad\u00e4sthesien, Katachresen, alogischen Spr\u00fcngen \u2013 \u201eder Alkohol redete wie Gott aus dem Munde der Propheten.\u201c Die Morgensonne st\u00f6rt wie die Vernunft den Rausch der Seligen. \u201eBebuquin suchte weinend der Sonne in einen imagin\u00e4ren Bauch zu treten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Autofahrt durch die regengepeitschte Nacht &#8230; \u201eAuf dem Dache des Coup\u00e9s war ein Kintop angebracht.\u201c &#8230; \u201eGn\u00e4digste, Sie sitzen auf einer Hypothese.\u201c &#8230; \u201eDie Dame zog den Blick Nummer f\u00fcnf.\u201c &#8230; \u201eVorher mu\u00dfte ich auf einer Hypothese sitzen, und jetzt wollen Sie mir immaterielle Juwelen verzapfen. Mein Herr, achten Sie den Intellekt eines Weibes!\u201c &#8230; \u201eJetzt bist Du in die Tr\u00e4ume gezogen.\u201c &#8230; \u201e&#8230; es tanzten um sie die ver\u00adgangenen Jahre, die rauften.\u201c &#8230; Apokalyptisch nun: \u201eAufgeregt starrte das Volk auf der Stra\u00dfe nach dem gro\u00dfen Tier, das in der Luft torkelte und schrie: Es kommt der Lebendige. Der Vogel schrie in Graurot: Ich bin ein Beweis, es kann auch anders zu\u00adgehen. Die Menschen kla\u00adpperten vor Angst &#8230; Meistens bleibt man ja im dilettantischen Schrecken stecken. Und endet mit einem Schlag\u00adanfall auf dem Pl\u00fcschsofa. Davor ein wei\u00dfer Mops aus Por\u00adzellan. Er hat eine rote Schleife.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schr\u00f6dingers Katze. \u201eB\u00f6hm ist doch ein t\u00f6richter Mensch, ich wei\u00df nie, ob er lebt oder tot ist.\u201c, sagt Euphemia.<br \/>\n\u201eEhmke Laurenz, Platoniker, gehe nur Nachts aus, weil es da keine Farben gibt. Ich suche die reine ruhende einsame Idee, diese Dame tatkr\u00e4ftig rhyth\u00admische Erregung. Ich bin ei\u00adgen\u00adt\u00fcmlich, da ich von zwei Dingen ruiniert werde, einem h\u00f6heren der Idee und einem niederen der Dame.\u201c<br \/>\n\u201eJa, aber rui\u00adnieren Sie doch die beiden, die sich bedingen, zum mindesten Ihre bl\u00f6d\u00adsinnige Ideo\u00adlogie vom Sein, von der Lange\u00adweile, dem Tod. Das ist nur M\u00fcdig\u00adkeit, ein Defekt, Platonismus ist An\u00e4s\u00adthesie. Rei\u00dfen Sie sich doch die Augen aus und die Ohren, dann haben Sie Ihren Platonismus zu Wege gebracht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>10<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zirkus. Katachretische Metaphorik. \u201eMiss Euphemia glitt beim dritten Male am Seil ab; sie beschlo\u00df aus formalen Gr\u00fcnden, sich das Genick zu brechen. Senkrecht schrieen die Leute &#8230;\u201c Aber es geht noch einmal gut. M\u00fcssen wir das deuten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer noch Zirkus. Manchmal gewinnt das Absurde Sinn. Aber eigent\u00adlich nur dann, wenn das Absurde \u00fcber\u00adsetzt wird in die Sinn-Sprache. In einem hymni\u00adschen Kampf-Dialog wird die Gottes\u00adfrage aufge\u00adworfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bebuquin: &#8230; Gott ist Wahnsinn.<br \/>\nEuphemia: &#8230; Gott ist die Erregung, die den K\u00f6rper \u00fcbertrifft.<br \/>\nGott ist der Tod, den wir \u00fcber uns hinaussterben.<br \/>\nEr ist die aufsprossende Vernichtung unserer selbst.<br \/>\nEr ist \u00fcberme\u00dfliche Gr\u00f6\u00dfe.<br \/>\nFarbe, die wir noch nicht sahen.<br \/>\nO, wie soll ich ihn tanzen.<br \/>\nIch m\u00fc\u00dfte Sterne in die H\u00e4nde raffen.<br \/>\nSonnen mir unter die Sohlen legen.<br \/>\nMein Mund sei ein grenzenlos Orchester.<br \/>\nUnd das Blech und die Pauke vielfach besetzt.<br \/>\nIch zerdr\u00fccke Trauben in den Fingern<br \/>\nUnd wei\u00df ihn.<br \/>\nIch liege still und bin wei\u00df wie M\u00f6rtel, der die W\u00e4nde bedeckt,<br \/>\nund kenne Gott.<br \/>\nEr ist der gl\u00fchend Lauernde in der Dunkelheit.<br \/>\nBebuquin: Er ist der Wahnsinn.<br \/>\nDas Unm\u00f6gliche.<br \/>\nDer t\u00f6dlich Aufl\u00f6sende.<br \/>\nDie unfruchtbare Steppe,<br \/>\nin die wir kr\u00e4ftige H\u00e4user zwingen.<br \/>\nDie Gefahr f\u00fcr den Willen.<br \/>\nEr ist mein Ha\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott wird doppelt dekonstruiert \u2013 direkt und indirekt. Die Besch\u00f6nigung, Euphemia, enttarnt sich in der satirisch-parodierenden Sprache. Gott \u201eist der gl\u00fchend Lauernde in der Dunkelheit\u201c \u2013 das ist der rasend Liebende, der Vergewaltiger, der gierige Tod zur neurotischen unio mystica verschmolzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>12<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bebuquin betritt seine Wohnung, er badet und geht in sein \u201ekathartisches Gemach\u201c, gleichsam in sich selbst: \u201eVielleicht s\u00fcndigt man nur, um die Reinheit der Reue zu erlangen, Erneuerung durch Gemeinheit &#8230; ich scheine au\u00dfer\u00adhalb von Prinzi\u00adpien stets b\u00f6se zu werden.\u201c<br \/>\nWieder wird Gott behandelt, sogar direkt angesprochen \u2013 aber es stellt sich heraus, dass der Name oder Begriff Gott nur eine Variable f\u00fcr die Seins-Erkl\u00e4\u00adrungs-Ver\u00adsuche des meta\u00adphysischen Philos\u00adophie\u00adrens darstellt. Bebuquin leidet unter der Tren\u00adnung von Geist und K\u00f6rper, will am liebsten einen anderen K\u00f6rper, eine neue Form des Exis\u00adtierens entwerfen. Aber da redet B\u00f6hm in ihm: \u201e&#8230; das Ganze ist ein Erzie\u00adhungsheim.\u201c Das sind die mittel\u00adalter\u00adlichen, immer noch \u00fcblichen Gedanken: Erkenne dich selbst, werde reifer, werde besser, ver\u00advoll\u00adkommne dich und deine Ziele usw. Davon will er weg. Er erkennt: \u201eUm mora\u00adlisch weiter zu machen, bedarf ich neuer Existenz\u00adbedin\u00adgungen, eher als des Brotes &#8230; es mu\u00df eine \u00c4nderung eintreten, die st\u00e4rker ist, als meine S\u00fcnde und meine Reue; ich mu\u00df eine Erneuerung haben, ich bedarf einer Erd\u00adperiode.\u201c Dies ist eine der Stellen, wo der Autor anspielt auf die Not\u00adwendig#-keit einer sozialen Revo\u00adlution, ohne sich in ideo\u00adlogischen Dimen\u00adsionen zu verlieren.<br \/>\nEs geht, wie das 13. Kapitel zeigt, auch um eine Revolution der Kunst. Es ist die Zeit, in der die soge\u00adnannte abstrakte Malerei entsteht, Dadaismus als Gegen\u00adbewegung und Ver\u00adneinung beste\u00adhender Kunst, Expres\u00adsionismus und Kubismus. Der Erste Weltkrieg k\u00fcndigt sich raunend schon an. Die gro\u00dfen Wunden bl\u00fchen und platzen, die Rosskur Europas wird gewaltig, das aber ist aus dem Roman nicht konkret herauszulesen.<br \/>\nAm Ende des 12. Kapitels bl\u00fcht die Sprache expressionistisch auf und bleibt doch immer noch an romantische Bilder gebunden in der Sp\u00e4tzeit des Realismus, in diesen Wechseljahren der Literatur, in der sich mehrere Epochen und Str\u00f6mungen \u00fcberschneiden, Symbolismus und Fin de si\u00e8cle inbegriffen:<br \/>\n\u201eDie Nacht f\u00e4rbte langsam empor, die wei\u00dfe Stube opalisierte wie altes Gestein, lohende Schatten zogen \u00fcber die W\u00e4nde, eine kleine wei\u00dfe Wolke stand vor dem Fenster, ein brennender Sonnen\u00adstrahl durchgl\u00fchte sie. Bebuquins K\u00f6rper verschwand in den Schatten, nur der Kopf schaute gleich inmitten der Wogen der D\u00e4mmer\u00adfarben die versinkende Wolke an. Sein Kopf, ein Gestirn, das er\u00adkaltete.\u201c<br \/>\nDer K\u00f6rper verschwindet im Schatten, Bebuquin bewahrt einen k\u00fchlen Kopf in der Erleuchtung. Katharsis, ohne Furcht und Selbst\u00admitleid.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>13<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kunst ist perspektivenabh\u00e4ngig, ihre Gegenst\u00e4nde sind wahr und falsch zugleich. Kunst muss viele denkbare Sicht\u00adweisen umgreifen. Das Realit\u00e4ts\u00adproblem ist nicht l\u00f6sbar mit der Logik. \u201eBilder sind Taten der Augen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>14<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bebuquin meint: \u201eDie materielle Welt und unsere Vorstellungen decken sich nie. Darum ist die Tat not\u00adwendig, dies Correktiv von Tatsachen und Dingen. Wenn man jedoch wie ich zu der \u00dcber\u00adzeugung gelangte, da\u00df wir weiter m\u00fcssen, ist es denn nicht m\u00f6glich, da\u00df eine neue Art Mensch entsteht, die es verschm\u00e4ht, in den gleichen Stra\u00dfen weiter zu gehen &#8230; vielleicht decken sich die Dinge nie, damit das Sch\u00f6pferische nicht einschlafe.\u201c Was f\u00fcr eine merkw\u00fcrdige und doch grandiose, ins Weltliche umge\u00adkrempelte Theo\u00addizee! Zarathustra fl\u00fcstert laut ins Ohr. Aber kein \u00dcbermensch wird herbeigesehnt. Da entsteht immerhin nichts Geringeres als der Absolut\u00adheits\u00adanspruch der Kunst. Anders gesagt: Politik muss zur Kunst werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>15<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Tod ist nun die Rede. Vom Tod im Leben. Der gegenw\u00e4rtige, erfahrbare Tod in den M\u00fchen der Ebenen des Alltags. Er hat auch Gutes: \u201edu bist der Erzeu\u00adger unserer Arbeit, du treibst uns zur M\u00fche, und vielleicht bist du der Vater des Lebens &#8230; Ich nenne dich, Tod, den Vater der Inten\u00adsit\u00e4t, den Herrn der Form.\u201c<br \/>\nDer Tod ist also ganz nah dran an der Kunst. Die Form, das \u00dcber\u00adindi\u00adviduelle, ist ja der \u00dcberlebensaspekt aller Kunst, auch der politischen.<br \/>\nDer zweite Tod ist der finale, der mich von schwerer Krankheit und Leid erl\u00f6st. Der ersehnte Tod also, der unsere Sehnsucht nach dem Transzendenten \u2013 die sich aller Logik und Erkenntnis entzieht. \u201eO Nacht der Ver\u00adwand\u00adlung, wann kommst du, wo ich diesen K\u00f6rper vergesse, ja, ihn abstreife, und die Dinge anderes bedeuten und anderes sind, denn je sonst; die Glieder werden selbst\u00e4ndig, die Teile beginnen zu reden. Die Aufl\u00f6sung, sie ist die Verwandlung und sei mir ein Anfang.\u201c Isoldes Schluss\u00admonolog klingt an. Eigent\u00fcmlich verweben sich hier Er\u00adl\u00f6sungs\u00adgedanken mit dem neuen Denken im Diesseits.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>16<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer noch, immer wieder Zirkus. Als sei so die Welt. Der sch\u00f6ne Schein! Wir betr\u00fcgen uns mit unseren Bildern und Selbstbildern. \u201eDas Publikum raste &#8230;, die Verzerrung f\u00fcr wahr haltend.\u201c Mir f\u00e4llt Kafkas Galerie\u00adbesucher ein, einer muss doch das Halt! in die Manege rufen, aber das Publikum tr\u00e4umt die Illu\u00adsionen her\u00fcber zu sich, es will ja betrogen werden, es ist einverstanden mit seinem Selbst\u00adbetrug, bewusstlos. Mit Kunst hat das nichts zu tun, sondern mit Ver\u00adf\u00fchrung und Selbstverf\u00fchrung aus innerer Not. \u201eDie Raserei wurde derma\u00dfen schmerzlich, da\u00df man begann zu t\u00f6ten.\u201c Hier ahnt der Erz\u00e4hler die Entstehung des Faschismus aus den Neurosen sozial gedem\u00fctigter Menschen, deren Eska\u00adpismus in Gewalt umschl\u00e4gt. In diesem Zirkus der Kompensation verlangen in die Irre gelaufene Irre von Bebuquin: \u201eGib uns wieder zur\u00fcck, la\u00df uns heraus, nimm die Spiegel weg.\u201c Ja, du sollst dir kein Bildnis machen, es ist immer ein falsches.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>17<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMan mu\u00df den Mut zu seinem privaten Irrsinn haben, seinen Tod zu besitzen und zu voll\u00adstrecken.\u201c Das hei\u00dft: Ich will mich erschaffen, auch meine Selbst\u00adt\u00f6tung ist eine Zeugung. \u201eIch h\u00e4tte mich und die Welt ohne Laster nicht ertragen, nicht ohne den Willen gegen mich, nicht ohne partiellen Selbstmord.\u201c<br \/>\nDer Tod ist das kaum getarnte Hauptthema dieses philosophierenden Romans. \u201eAlles kommt auf den Tod an. &#8230; Auf dieser Erde einen Zweck zu haben, ist l\u00e4cher\u00adlich. Zwecke sind immer jenseitig, dar\u00fcber hinaus &#8230; ich bin vom Get\u00f6se der Nich\u00adtig\u00adkeiten uml\u00e4rmt.\u201c, sagt Bebuquin. Vanitas vanitatum! Memento mori! Nichts hat sich ge\u00e4ndert seit vierhundert Jahren, nur die Religion ist jetzt so gut wie weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>18<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bebuquin will B\u00f6hm loswerden, sein alter ego. Er will ihn, der ja eh schon tot ist, endlich begraben. Er gr\u00e4bt ein Grab f\u00fcr sein alter ego und stellt sich in der Pose des Gekreu\u00adzigten ans Grab. \u201eAllm\u00e4hlich ging diese Stellung in ein geregeltes Freiturnen \u00fcber.\u201c Die Macht der alten Bilder scheint ungebrochen, auch in der Verfremdung und Ironisierung. Jesus als Turner, dieses Bild greift G\u00fcnter Grass in der \u201eBlechtrommel\u201c wieder auf. Bebuquin als Christus \u2013 ein platonischer Witz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>19<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBericht der letzten drei N\u00e4chte.\u201c Das Erz\u00e4hlprinzip erinnert an \u201eWerther\u201c. Aber Bebuquin erschie\u00dft sich nicht. Er stirbt anders. Er unterliegt dem Leben, der Realit\u00e4t. Aber die Kunst siegt. Das Wort reicht dem Wort die Hand. Das klappt. Der Sieg der W\u00f6rter ist ein Sieg \u00fcber das Lineare, \u00fcber Kausalit\u00e4t und Chronologie. Es gibt keine Wahrheit, nur subjektive Per\u00adspektiven und die Macht der Form, die dem Inhalt erst Sinn gibt. Bebuquin kann nicht mehr schlafen und seine Seele erstickt an seinen \u00c4ngsten, er wird endg\u00fcltig lebens\u00adunf\u00e4hig, der Zirkus ist aus, das Leben also, die Vorstellung. Die Selbsterschaffung gegen das Sein: gescheitert. \u201eNur einmal schaute er k\u00fchl drein und sagte<br \/>\nAus.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Cover7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-17194\" title=\"Cover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Cover7-194x300.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Cover7-194x300.jpg 194w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Cover7.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a>Bebuquin<\/strong> von Carl Einstein, \u201eDie Aktion\u201c 1912, Reclam 1988<\/p>\n<h5>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine bildungsb\u00fcrgerliche Kurzprosa mit gleichsam eingebauter Kommentarspaltenfunktion, bei der Kurztexte aus dem Zyklus <em>Kritische K\u00f6rper,<\/em> und auch aus der losen Reihe mit dem Titel\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=40312\"><em>Splitter, nicht einmal Fragmente <\/em><\/a>aufploppen. \u2013 Eine Einf\u00fchrung in\u00a0<em>Schlangegeschichten<\/em>\u00a0von Ulrich Bergmann finden Sie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=32773\">hier<\/a>. Lesen Sie auf KUNO zu den\u00a0<em>Arthurgeschichten<\/em> auch den\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6837\">Essay<\/a>\u00a0von Holger Benkel, sowie seinen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15183\">Essay<\/a> zum Zyklus <em>Kritische K\u00f6rper.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMan mu\u00df den Mut zu seinem privaten Irrsinn haben, seinen Tod zu be\u00adsitzen und zu voll\u00adstrecken.\u201c 1 Dieser \u203aRoman\u2039 auf 48 Reclam-Seiten liest sich teils wie ein Supplement von Niet\u00adzsches \u201eZarathustra\u201c, gewendet ins Absurde, Ex\u00adpres\u00adsive, Expres\u00adsionis\u00adtische. 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