{"id":17137,"date":"2003-12-29T00:01:28","date_gmt":"2003-12-28T23:01:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17137"},"modified":"2022-07-16T10:08:42","modified_gmt":"2022-07-16T08:08:42","slug":"all-die-schonen-pferde-unaufhorliches-nachdenken-uber-heiner-muller","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/12\/29\/all-die-schonen-pferde-unaufhorliches-nachdenken-uber-heiner-muller\/","title":{"rendered":"All die sch\u00f6nen Pferde \u2013 Unaufh\u00f6rliches Nachdenken \u00fcber Heiner M\u00fcller"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Die Welt ein Brachfeld. Der einzige Pfl\u00fcger ich.\/ Der ewige Traktorist, wie lang ist ewig.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Traktor<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Es ist hier nicht der Ort f\u00fcr ungeb\u00fchrliche Heiterkeit auf Kosten eines irrend Sterbenden, \u00fcber den der Alkohol Gewalt hat.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Ulysses<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pest als Motor der Neuzeit taucht bei M\u00fcller aus den Giftindustrien der Kloake als Kanalisationsproblem auf. In der Keimzeit seiner Isolation denkt er \u00fcber Daniel Defoe nach. Dessen fiktiver Bericht \u00fcber einen Londoner Pestausbruch stimmt M\u00fcller lyrisch. Es entstehen zwei auseinander laufende Fassungen eines Pestgedichts, das so oder so unfertig bleibt. Die H\u00e4user der Toten sind ledig. Ledig werden sie zu Lieferanten von Brennbarem.<\/p>\n<div id=\"attachment_17146\" style=\"width: 226px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/220px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-047_Berlin_Demonstration_Rede_Heiner_Mu\u0308ller-216x3001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17146\" class=\"size-full wp-image-17146\" title=\"220px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-047_Berlin_Demonstration_Rede_Heiner_Mu\u0308ller-216x300\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/220px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-047_Berlin_Demonstration_Rede_Heiner_Mu\u0308ller-216x3001.jpg\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17146\" class=\"wp-caption-text\">Heiner M\u00fcller, Photo: Hubert Link. Quelle, Bundesarchiv.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller schreibt Gedichte, wenn ihm f\u00fcr dramatische Arbeiten der Atem fehlt. Die poetische Produktion hat eine gymnastische Funktion. M\u00fcller als Akrobat Sch\u00f6n. Er turnt auf der Grammatikmatte. Er exekutiert Streck- und Dehn\u00fcbungen. &#8211; Aufschw\u00fcnge und pointierte Abg\u00e4nge. Das alles stets vor dem Hintergrund eines antiken Prospekts wie vor getr\u00e4umten Alpen. Im \u00dcbrigen sind M\u00fcllers Verh\u00e4ltnisse prek\u00e4r. Er ist ein asoziales Element im Arbeiter- und Bauernstaat, ein Schnorrer und Fremdg\u00e4nger. Wie Joyce in der Gestalt des Stephen Dedalus \u2013 ist M\u00fcller der exemplarische Sohn seines Landes. Wenn Joyce schreibt, die Signatur Irlands sei der zerbrochene Spiegel einer Magd, dann schreibt M\u00fcller: \u201eDie Bundesrepublik kann als Ganzes nicht explodieren, weil sie kein Ganzes ist. &#8230; Durch die Unl\u00f6sbarkeit der Probleme kriegt (hingegen das Leben in der DDR) einen organischen Charakter.\u201c Das w\u00e4re ein Sieg der sozialistischen Natur. In M\u00fcllers Biografie toben sich die Widerspr\u00fcche des real existierenden Sozialismus aus. Diese Widerspr\u00fcche zerrei\u00dfen den Staat und machen M\u00fcller titanisch. Den erkennungsdienstlichen Behandlungen seiner Kunst widersetzt er sich mit Texten, die s\u00e4mtliche DDR-Beh\u00f6rden locker \u00fcberleben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wiederholt werden Improvisationen im Grundriss einer an Shakespeare gekn\u00fcpften Antike-Betrachtung. M\u00fcller schreibt: \u201eZusammen sieht man etwas nur, wenn es auseinander pr\u00e4sentiert wird.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er zerlegt die Bedingungen des Theaters: \u201eDie Besucher in Bayreuth sind schon durch die H\u00f6he der Eintrittspreise zu jedem Gef\u00fchl bereit.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Gesetz des Theaters: \u201eWas im ersten Jahr Provokation ist, ist im zweiten Jahr Repr\u00e4sentation und im dritten die Erf\u00fcllung. Theater lebt von Versp\u00e4tung.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Variation: \u201eTheater ist generell nicht innovativ. Theatertriumphe sind Arbeiten, die nicht wirklich neu sind, erfolgreich ist das alte Neue.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Repr\u00e4sentation ist ein Schl\u00fcsselbegriff: Repr\u00e4sentation f\u00fchrt zu Selektion, folglich ist (b\u00fcrgerliche) Repr\u00e4sentation eine Lokomotive auf Gleisen, die in Auschwitz enden. Darunter macht es M\u00fcller nie und wenn er noch so pleite ist und weiter nichts zur Verf\u00fcgung steht als der Deputatschnaps. Den kriegt der wegen einer M\u00fcllersache relegierte Tragelehn zu seiner Bew\u00e4hrung. M\u00fcller nimmt den Schnaps und \u00fcberl\u00e4sst Tragelehn die Werkt\u00e4tigkeit. Viel sp\u00e4ter springt das heraus: \u201eWelches Grab sch\u00fctzt mich vor meiner Jugend.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die emotionalen Ladungen gibt M\u00fcller oft als Zitate auf. Brecht, Shakespeare, aber auch Wagner: \u201eDie Revolution interessiert mich erst wieder, wenn Paris in Flammen steht.\u201c So \u00fcberliefert sich die Reaktion auf einen Theaterfehlschlag im egomanischen Gro\u00dfwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt Absetzbewegungen: \u201eIm keltischen Nebel\u201c findet M\u00fcller nichts brauchbar, \u201eerst die Renaissance hat die Kulturr\u00e4ume getrennt.\u201c Womit wir wieder bei der Pest sind \u2013 als einer Ouvert\u00fcre der globalen Veranstaltung Moderne. Das bricht sich dann an M\u00fcllers Vorliebe f\u00fcr das Deutsche. Ihn interessiert \u201eder gotische Brecht\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich setze an anderer Stelle ein:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDreizehn Jahre sp\u00e4ter, wir wohnten in einer Kreisstadt in Mecklenburg, sa\u00df an unserm Tisch eine Freifrau, Witwe eines Generals, der nach dem mi\u00dfgl\u00fcckten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 hingerichtet worden war, und bat meinen Vater, den Funktion\u00e4r der neu gegr\u00fcndeten Sozialdemokratischen Partei Deutschlands um Hilfe gegen die Bodenreform.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Mutter hatte, f\u00fcr wenig mehr als Brot, auf einem Rittergut in Sachsen als Dienstmagd gearbeitet, bevor ein Arbeiter sie im Kornfeld des Freiherrn zur Frau nahm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er versprach, ihr zu helfen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ist er, der schwache Vater, vom Sohn verraten. W\u00e4hrend Kurt M\u00fcller in jedem Deutschland seiner Spanne verliert, gewinnt Heiner schlie\u00dflich beide Nachfolgestaaten des Reichs. In M\u00fcllers Auffassungen der Verwerfungen am Ende des II. Weltkriegs tauchen Gro\u00dfm\u00fctter in Kinderwagen auf. Jahre zuvor waren die Pferde eingezogen worden. Ihre aufgeplatzten Kadaver s\u00e4umen nun die Routen von Flucht und Vertreibung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem im KZ gebeugten Vater droht in der DDR Hohensch\u00f6nhausen. Da hat Honecker das Dach gedeckt. So ungef\u00e4hr als Kurt M\u00fcller sich in den Westen verzieht, ver\u00f6ffentlicht Hedda Zinner in der Berliner Zeitung (am Abend des 25. Novembers 1952 ihre Ansicht von Moskau:)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die ganze Menschheit,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Moskau, blickt dich an:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">zeigst du doch, ein Vorbild,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">was man schaffen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nie ward solch ein Reichtum<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">fr\u00fcher schon geschaut<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wie hier, wo ein Volk sich<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">seine Hauptstadt baut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zur\u00fcckgebliebene Sohn jubelt ins gleiche Horn. Die Gegner des Sozialismus sind Kannibalen, die kein Fleisch sehen k\u00f6nnen. Dies als Bild f\u00fcr falsches Bewusstsein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An einem Werkstrang h\u00e4ngen die Leichen von M\u00e4nnern, denen ihre Frauen zum Selbstmord rieten. Ich improvisiere \u00fcber dieses Thema:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu einem Sklavenvolk geh\u00f6ren wir in Schande<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Knien kann man nicht gehen. Kein Mann ist ein Kr\u00fcppel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inge wurde mit einem Irrtum getraut und hat den zum Vater ihrer Kinder gemacht. Eine verwaschene Vettel zeigt \u201ediesen gek\u00fcrzten Gartenzwerg\u201c aus der Sturmabteilung mit krummen Fingern an, das ist Inges Mutter. Sie kann ihre H\u00e4nde nicht schlie\u00dfen so verschafft sind die H\u00e4nde nach einem halben Jahrhundert auf dem Hof.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Angezeigte sagt: \u201eBleib vom Hals mir mit deinen Kr\u00e4henf\u00fc\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er nennt so die Krallen der Schwiegermutter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inge streicht den Kr\u00fcppel aus ihrem Leben, da sitzt der noch vor seinem Terrarium voller Blindschleichen in einer Remise ihrer Eltern. Schon st\u00f6rt er im aufkommenden Frieden. Er h\u00f6rt den Bierkutscher auf das letzte Pferd im Ort einschlagen. Ohne ein Wort der Verw\u00fcnschung. Er denkt an H\u00e4lften bei einem Pferdemetzger seiner Kindheit an der Flensburger F\u00f6rde. Die halben Pferde hingen zur Ansicht vor dem Laden. Der Metzger: stets kerzengerade, ein Muster der biederen Ehrbarkeit. Un\u00fcbertroffen auf seinem Gebiet, der Pferdemetzgerei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Morgen wird wer vom Baum geschnitten, bei dem man das nicht gedacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Lazarett lernten die Stiefel laufen, das geschah noch vor den Amputationen als kein Wunder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die schlimme Zeit in den Erz\u00e4hlungen von Inges Mutter. Der Steckr\u00fcbenwinter bis zur vollst\u00e4ndigen Entkr\u00e4ftigung, die Inflation und manches aus der Familie gingen dabei in eins: das war die schlimme Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas ist eine andere Zeit\u201c, sagt die Frau ungeduldig am K\u00fcchentisch. Sie streicht die Decke glatt. Immerhin noch eine Decke auf dem Tisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSie werden dir nie vergessen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenk an die M\u00e4dchen\/T\u00f6chter.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Doktor Diepholz hat sich doch auch,\u201c sagt sie. \u201eUnd wenn man bedenkt, wie zimperlich der war.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, das werden sie ihm nie vergessen, wie er gehaust hat in ihren Nestern. Wie der Mann seine Macht genossen hat, bis die Beine ihm weggesichelt wurden bis zu den Knien. Geschah ihm recht. \u00dcberall noch offene Rechnungen. Die Frau wird wohl so freundlich sein, ihm eine Schlinge zu kn\u00fcpfen auf dem Heuboden der Schwiegereltern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er hat eingeheiratet und wie die Made im Speck gelebt und jetzt ist seine Zeit abgelaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herrgott, wann kriecht er zum Stall, sich darin endlich aufzuh\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDu l\u00e4sst nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig f\u00fcr mich. Die Russen werden sich auch an dich, die L\u00fctten und Alten halten\u201c, sagt der Mann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSie werden sich um uns gar nicht gro\u00df k\u00fcmmern\u201c, erkl\u00e4rt Inge kategorisch. \u201eWir werden ohne einen Unterschied f\u00fcr sie sein, grau wie Asche. Ein Sklavenvolk aus Weibern und Greisen und Kindern in Schande.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eJetzt tut ihm nichts mehr weh\u201c, sagt die Mutter bald.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten Russen wollen Wein, sie holen Geschirr aus den H\u00e4usern und registrieren die Verlierer auf dem Marktplatz. Sie halten ihre Pferde im Schloss. Das Parkett leidet unter den Hufeisen. Nach den ersten Aufregungen raten die Sieger der Bev\u00f6lkerung, die Kirche im Dorf nicht l\u00e4nger zu beachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit blo\u00dfen H\u00e4nden r\u00e4umt Inge Schutt, eine deutsche Aufsicht im Nacken. Die M\u00e4nner auf den Baustellen sind gebildete Leute. Zwangsverpflichtete Nationalsozialisten. Lehrer, Architekten, Richter. Sie kriegen Schwerstarbeiterzulage und haben Ger\u00e4t. Ihr werdet ein Volk in den Griff kriegen m\u00fcssen, dass euch hasst, denkt Inge. Die Losung der Kommunisten lautet: besser leben. Das ist ein Witz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir haben den Krieg verloren und das ist der Preis daf\u00fcr\u201c, sagt Inge. Sie hockt in der Ruine ihrer Schule, national bis auf die Knochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHast du den Krieg gewollt?\u201c fragt Vera.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWer bin ich, Krieg zu wollen oder eben nicht?\u201c schnappt Inge ein. Vor dieser Vera muss man sich in Acht nehmen, sie hat ein loses Maul, eine Nase mit Ausw\u00fcchsen wie jede Hexe &#8211; und gewiss ist sie eine Hure den neuen Herren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Puppen auf den Feldern, auf einer Wiese klumpen sich Schlangen zur Paarung. Es gibt einen Fleischsoll: abzugeben an den Staat, der immer noch Zone hei\u00dft. Die Bauern murren und verschanzen sich. Die Plackerei soll kollektiviert werden, das geht gar nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDiese Ehe war aus Versehen\u201c, sagt Inge f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter, wohnhaft nun in der Th\u00e4lmannsiedlung. Die Postanschrift lautet Lehnitz\/Nordbahn. Eine Briefmarke kostet 15 Pfennig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit blo\u00dfen H\u00e4nden ger\u00e4umt, dankbar f\u00fcr Brot. Abends in vulkanischen Tanzereien und erzwungenen Gelagen. Jetzt ist aber bereits der 24. Februar 1950. Inge schwebt mit einer Anfrage des Ministeriums f\u00fcr Volksbildung (Hauptabt. Kunst und Literatur, gez. Sch\u00f6ningh, Berlin W1, Wilhelmstra\u00dfe 68, Tel. 420018) in das B\u00fcro ihres Chefs. Der Chef hei\u00dft Rudi Engel, er stellt den Direktor der in Gr\u00fcndung begriffenen Akademie der K\u00fcnste am Robert Koch-Platz dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Engel, ein verdienter Mann, h\u00e4ngt in den Seilen nach einer harten Nacht mit den sowjetischen Waffenbr\u00fcdern. Wer nicht mith\u00e4lt, wird erschossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLies vor, Genossin\u201c, verlangt er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inge liest: \u201eBetr. Geburtstag Thomas Mann<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bitte um Mitteilung, ob anl\u00e4sslich des 75. Geburtstages von Thomas Mann am 6.6.50 bereits feste Vorstellungen bestehen, wie und in welcher Form eine Ehrung f\u00fcr Thomas Mann erfolgen soll. Ich bitte um Bescheid, um dem Minister \u00fcber diese Angelegenheit berichten zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas kl\u00e4ren wir\u201c, verk\u00fcndet Engel. Er greift in eine Lade seines Schreibtischs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDu auch?\u201c fragt er. \u201eAch, was frage ich. Bin wohl nichts Gutes mehr gew\u00f6hnt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inge entlastet Engel, wo sie kann. Sie schenkt ein und z\u00fcndet ihrem Chef eine Zigarette an, Westqualit\u00e4t vom Schwarzmarkt. Engel bittet zum Diktat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An Herrn Johannes R. Becher, Kulturbund, Berlin W8, J\u00e4gerstra\u00dfe 1<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betr.: Geburtstag Heinrich und Thomas Mann<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie Ihnen sicher bekannt ist, ist am 27.3.1950 der 79. Geburtstag von Heinrich Mann und am 6. Juni der 75. Geburtstag von Thomas Mann. Da aller Voraussicht nach die Akademie am 24. M\u00e4rz gegr\u00fcndet wird, mu\u00df sicherlich zum 27.3. in irgend einer Form der Geburtstag von Heinrich Mann begangen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 75. Geburtstag von Thomas Mann ist schon der runden Jahreszahl wegen Reichssache und Republik relevant.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit sozialistischem Gru\u00df und festem H\u00e4ndedruck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGegen Hitler zu sein, hie\u00df \u00fcber Stalin schweigen\u201c, erkl\u00e4rt M\u00fcller seinen Brecht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brecht 1948: \u201eWas dieses Land (damals noch SBZ) braucht, sind zwanzig Jahre Ideologiezertr\u00fcmmerung.\u201c\u00a0 Brecht wollte \u201eein Theater zur wissenschaftlichen Erzeugung von Skandalen\u201c. Mit den Skandalen sollten \u201edie Ideologien zerlegt\u201c werden. Das ist ganz was anderes als \u201eH\u00fchneraugendramatik\u201c \u2013 M\u00fcller: \u201eIn der Bundesrepublik h\u00e4tte ich nur H\u00fchneraugen-Dramatik schreiben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da steht die Inge am Bahnhof Friedrichstra\u00dfe und liest aus Verlegenheit im Programmheft des Friedrichstadt Palastes. \u201eInternationale Variet\u00e9-Kunst\u201c verspricht das Programm. Im Einzelnen \u201etanzt das Ballett-Ensemble eine Walzer-Fantasie von K\u00fcnneke und aus der Operette \u201eTrembita\u201c von Jurij Miljutin eine t\u00e4nzerische Suite nach einer Choreographie von Bernhard Wosien. Es spielt das Friedrichstadt-Palast-Orchester unter Leitung von Karl St\u00e4cker.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ostdeutsche Maschinenbau Gesellschaft m.b.H. in der Chausseestra\u00dfe 35 verbreitet 1951 einen Kalender, in den M\u00fcller Gedichte schreibt. Auch seine Frau Inge schreibt in den Kalender: \u201eFrieden ist: nicht sterben m\u00fcssen\/ Auf dem Schlachtfeld hilflos,\/ wie das Vieh.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Herzen der Punkt, wo der Feind den Zirkel ansetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller bringt seinen Gro\u00dfvater mit Lenin zusammen, der eine sucht Pilze, der andere schie\u00dft Hasen, man trifft sich im Einvernehmen einer Landschaft, M\u00fcller malt Gesichter, er setzt sie den Bl\u00e4ttern auf die R\u00e4nder, den M\u00e4ulern setzt er Schaum vor. Er schreibt: \u201eWenn die Menschheit sich endlich der Parteidisziplin unterwirft &#8211; und die Partei ihren \u201ePlatz einnimmt am Steuer des Planeten.\u201c Ja, dann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Papier ist knapp. Jeder Zettel muss herhalten. Es wird alles beschriftet. M\u00fcller \u00fcbt Gl\u00e4ubigkeit. Vieles kommt aus dem Gelenk als lyrische Notiz. Nichts geht einfach so durch als Gedicht. Doch manchmal z\u00e4hlt nur der Rhythmus (Pentameter).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller variiert seine Gegenst\u00e4nde. Ich entdecke expressionistische Splitter. Benn-Motive. Heldenpoesie: \u201eSoldat und Bajonett der Komintern.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Dichter w\u00fcnscht sich, Eisen fressen zu k\u00f6nnen. Er predigt den bewaffneten Kampf: \u201eIn den L\u00e4ndern, wo geschossen wird\/ auf den Friedlichen, braucht der Friedliche\/ ein Gewehr.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und immer wieder die Schwei\u00dfspur der Mythen. \u201eAntike Mythen sind fr\u00fche Formulierungen kollektiver Erfahrungen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann kommt gleich wieder der Hosenknopf als Antwort auf die Pyramiden. Ab und zu wird das Ende der Menschheit erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer ist die Umgebung feindlich, ist M\u00fcller fremd. Er schreibt eine wirtschaftliche Bemerkung von Shaw zum Theater ab. Kafka macht satt, Thomas Mann verdirbt die Z\u00e4hne. Fahnen wehen in Appellationen &#8230; heroisch, pathetisch. Gedichte, \u201eso scharf wie Dolche\u201c, w\u00fcnscht M\u00fcller an den Mann zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Proletarische Romantik: \u201eHinter den Schloten des Traktorenwerkes geht der Mond auf.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Kapitalismus beseitigt den Hunger, indem er die Hungrigen auffrisst.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Revolutionslyriker M\u00fcller m\u00f6chte als Materialist durchgehen. Er ersetzt Liebe mit Leib, er f\u00fcrchtet den Vorwurf der Dekadenz. Er \u00fcbt seine Unterschrift.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller gei\u00dfelt \u201eeine plebejische Tradition\u201c, macht Brecht Vorw\u00fcrfe, kritisiert Schiller: \u201eSeine Balladen sind Bildungsballaden, geschrieben von einem Gebildeten, nicht von einem Bildner.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Notiz verspannt \u201everwaiste Nibelungen\u201c mit den \u201eSteppen Asiens\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHunden gilt der Pfahl soviel wie die Birke.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller rezensiert, 1957 geht er der Frage nach, \u201ewas ist wirklich Literatur geworden\u201c. Paul Celan ist noch umstritten im Gewitter seiner Gegenwart &#8211; und einer Margarete Neumann wird zum Heinrich Mann-Preis gratuliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tapferkeit der Existenz<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller &amp; Brasch<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Arbeiten kann, wer keine Lust zum Leben hat.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Thomas Brasch<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. \u201eWarum sind wir nicht Tiere geblieben?\u201c fragt die Namenlosigkeit im Gef\u00e4ngnis. Thomas Brasch sichert an der Stelle den Unterschied zwischen L\u00f6chern und Gr\u00e4bern. Er definiert die Differenz als Kleinigkeit. Wir werden zum Sterben geboren, wir bewegen uns aus einem Loch ins andere, dass wir das wissen, verschiebt uns immer weiter aus der bekannten Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6sen und Gr\u00e4ber. Man kann die Paarbildung obsz\u00f6n finden und mit einer anderen Frage antworten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. \u201eLessing war der erste freie Schriftsteller, u.a. weil er Pech gehabt hat.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pech hei\u00dft: keine Anstellung. Heiner M\u00fcller f\u00fchlt mit Lessing, er nennt ihn \u201eVorbild\u201c und sich tapfer, indem er Lessing Mut zuspricht. Er h\u00e4lt die Zigarre zwischen sich und die Welt, er ist ein Echo der DDR. Ihre Irrt\u00fcmer sind seine Chancen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus dem Ged\u00e4chtnis: Gerade von den Knien aufgestanden, lege ich mich nicht gleich unter den n\u00e4chsten Mann. Das sagt die \u201eUmsiedlerin\u201c, ein St\u00fcck, das M\u00fcller viel \u00c4rger einbringt. Er sucht Auswege, die Texte sind \u201eGrabsteine\u201c, die Texte sind \u201eMasken\u201c. Auch Wagner \u201ehat die Musik zur Maske gemacht\u201c. Die Texte halten ihre Denunziationen einfach aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">L\u00f6cher, Gr\u00e4ber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHeimat ist da, wo die Toten liegen\u201c, sagt M\u00fcller. \u00dcber Brecht: \u201eUnd er ist rechtzeitig gestorben. Das war eine seiner Qualit\u00e4ten. Er wu\u00dfte, wann man sterben mu\u00df.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eBrecht ist gestorben, um sich nicht l\u00e4nger verhalten zu m\u00fcssen\u201c, behauptet M\u00fcller. Seine Erkl\u00e4rungen krepieren vor Kausalit\u00e4t, alles ist \u201eweil\u201c und alles \u201eZweck\u201c, die Welt erscheint so durchschaubar wie eine Milchm\u00e4dchenrechnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller dichtet einen \u201eunter das Beil seines Freislers.\u201c Er bietet pneumatische Monstren auf in Versen, die zu seinen Lebzeiten nie ver\u00f6ffentlicht werden. Er wiederholt sich, indem er Brecht zitiert: \u201eDie Bauernkriege waren das gr\u00f6\u00dfte deutsche Ungl\u00fcck. Sie kamen zu fr\u00fch als Revolution, deshalb.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas h\u00e4ngt nun wieder damit zusammen, da\u00df die Weimarer Klassik ein Revolutionsersatz war. Es gab keine (deutsche) Revolution (wegen der zu fr\u00fchen Bauernkriege), aber es gab Schiller\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Apfelsinenfresser zerfrisst die Fruchts\u00e4ure das Maul: in einem St\u00fcck, das \u00fcber den ersten Entwurf nicht hinaus gelangt. In der Verlorenheit einer fremden Sprache schreibt M\u00fcller 1987 ein Gedicht auf Englisch, er ist in Paris. Jemand notiert ihm den Weg ins Kino in der Rue de Champollion auf einer Speisekarte. M\u00fcller will \u201eHamlet Goes Business\u201c von Aki Kaurism\u00e4ki sehen \u2013 im Reflet M\u00e9dicis. Sp\u00e4ter gibt er ein Interview und holt aus: \u201eWolfgang Hildesheimer hat in einem Interview gesagt, da\u00df er es f\u00fcr sinnlos h\u00e4lt, heute noch zu schreiben &#8230; (da es keine Nachwelt mehr gibt.) Das ist etwas ganz Def\u00e4tistisches, glaube ich. Wenn ich eine Arbeit mache, dann mache ich sie doch, weil ich diese Arbeit gern mache, weil ich sie so gut machen will wie ich kann. Da ist es doch uninteressant, ob das fertige Produkt morgen in einem Museum steht oder wie eine Flaschenpost im Atlantik treibt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Flaschenpost steckt der Auftrag, Selbsterm\u00e4chtigung und Neubeschriftung. M\u00fcller vergleicht die eigene Gattung mit den Silberfischen in seinem Badezimmer. Das k\u00f6nnte Dittsche nicht besser: \u201eAber manchmal, morgens, wenn ich ins Bad komme, hat sich wieder einer die Wanne hochgearbeitet. Den sp\u00fcl ich dann weg; drei Tage sp\u00e4ter ist wieder einer da, wahrscheinlich nicht derselbe, die leben ja irgendwie kollektiver. F\u00fcr den Silberfisch ist das, was sich da abspielt, Geschichte. Aus hinreichend astronomischer Entfernung ist unsere Geschichte auch nichts anderes als der Versuch, an den Rand der Badewanne zu gelangen. Was die Silberfische nie schaffen, solange die Wohnung bewohnt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bleibt die Frage, wer wohnt gegen uns?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die Sinnfrage. Dieser Drang nach oben ist in uns drin. Wie bei den Silberfischen. Dabei haben sie es doch gut in den Leitungen. Was treibt sie aus der Wanne? \u00dcberdru\u00df am Alltag, Lust auf Abenteuer, Grenz\u00fcberschreitung? Lust auf Schuld und S\u00fchne?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller kann kein Franz\u00f6sisch, dichtet aber doch franz\u00f6sisch auf einer Serviette in Gesellschaft. Er sitzt zusammen mit dem \u00f6sterreichischen B\u00fchnenbildner Erich Wonder und Regisseur Patrice Ch\u00e9reau &#8211; und mit Trauer im Herzen. Die Rheinl\u00e4nderin Margarita Broich ist dabei, ihn zu verlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jambon et melon: c\u2019est bon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Petits Fours con Cigarette: c\u2019est une f\u00eate.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Cidre avec Tarte au citron: c\u2019est bon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vin rouge dans le nombril de mon amie: c\u2019est une f\u00eate.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eclairs sans chocolat: c\u2019est une catastrophe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00fcller spielt mit den phonetischen Chancen zwischen \u201edans\u201c \u2013 in \u2013 und \u201esans\u201c \u2013 ohne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<h5>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<div id=\"attachment_17141\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/220px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-047_Berlin_Demonstration_Rede_Heiner_Mu\u0308ller.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17141\" class=\"size-full wp-image-17141\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/220px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-047_Berlin_Demonstration_Rede_Heiner_Mu\u0308ller.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"305\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/220px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-047_Berlin_Demonstration_Rede_Heiner_Mu\u0308ller.jpg 220w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/220px-Bundesarchiv_Bild_183-1989-1104-047_Berlin_Demonstration_Rede_Heiner_Mu\u0308ller-216x300.jpg 216w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17141\" class=\"wp-caption-text\">Heiner M\u00fcller, Photo: Hubert Link. Wuelle, Bundesarchiv.<\/p><\/div>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Der Mann im Aufzug \u2013 <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16369\">Eine Nachdenklichkeit<\/a>.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt ein Brachfeld. Der einzige Pfl\u00fcger ich.\/ Der ewige Traktorist, wie lang ist ewig. Traktor Es ist hier nicht der Ort f\u00fcr ungeb\u00fchrliche Heiterkeit auf Kosten eines irrend Sterbenden, \u00fcber den der Alkohol Gewalt hat. Ulysses 1. Die Pest&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/12\/29\/all-die-schonen-pferde-unaufhorliches-nachdenken-uber-heiner-muller\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":99,"featured_media":98705,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1278,1213],"class_list":["post-17137","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-heiner-muller","tag-jamal-tuschick"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/99"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17137"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17137\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100378,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17137\/revisions\/100378"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98705"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}