{"id":17100,"date":"2013-10-29T00:23:58","date_gmt":"2013-10-28T23:23:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17100"},"modified":"2019-03-30T10:00:19","modified_gmt":"2019-03-30T09:00:19","slug":"das-vollkommene-spiegelt-sich-am-reinsten-im-fragment","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/29\/das-vollkommene-spiegelt-sich-am-reinsten-im-fragment\/","title":{"rendered":"Das Vollkommene spiegelt sich am reinsten im Fragment"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Ein Aphorismus\u00a0braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit \u00fcberfl\u00fcgeln. Er muss mit einem Satz \u00fcber sie hinauskommen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">\u00a0Karl Kraus.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201ewer sehen will, darf fast nicht wissen, was er sieht.\u201c Sagt Holger Benkel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, das stimmt, ich ahne es. Aber <em>wie<\/em> stimmt es? Was muss sich biegen, um den Blick in das zu gewinnen, was wahrer ist als die Tatsachen, und das Unsichtbare, das \u00fcber der Wahrheit steht, sichtbar zu machen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie macht Holger Benkel das? Nimmt er quasi seine Augen aus dem Kopf und l\u00e4sst sie um die Ecke biegen, indem er sie \u00fcber die Mauer wirft? Oder muss sich der Leser biegen. Ja, beides. Die Sprache muss sich verbiegen wie das Hirn des Lesers, der aphoristische Satz muss \u00fcber die B\u00fchne rollen, dass sich die Bretter biegen, die Welt erkennen wir nur, indem wir sie bis zur Unkenntlichkeit verzerren, um sie kenntlich zu machen. Wenn wir uns vor lauter Lachen \u00fcber die Benkel-S\u00e4tze biegen, erkennen wir die Welt, die uns verbiegt, das ist die aphoristische Erkenntnisironie. Wir m\u00fcssen aus der Fassung fallen, der Fall ist immer tief und tragisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wunden der seele verwurzeln die kunst in der tiefe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wir m\u00fcssen wissen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">der eigentliche wahnsinn besteht darin, die realit\u00e4t f\u00fcr keine illusion zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ergo wird den Aphorismen die Warnung vorausgeschickt: \u201evor der anwendung der hier versammelten gedanken auf das reale leben wird ausdr\u00fccklich gewarnt: der autor.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aphorismen sind in Wahrheit Kurzparabeln. In Wirklichkeit schreibt ja nicht der Autor, sondern der Leser die besten Geschichten, indem er weiterdenkend liest. Eigentlich entsteht der Text ja erst dann. Und es ist derjenige Autor ein guter Autor, der dem Leser den Drive zur Erzeugung seines Textes erm\u00f6glicht. So gesehen sind Schreiben und Lesen nur zwei Seiten der gleichen Medaille: Provokationstraining! Und im besten Fall l\u00e4uft der Text die dialektische Treppe hoch zu seiner eigenen Metamorphose im Leser, der eigentlich, wie gesagt, ein Schreiber ist, hinauf zum n\u00e4chsten Text, der einen Leser provoziert, einen Leser, der schreiben kann, und so weiter ad libitum, so lange, bis der Text sich auf der Dachterrasse, die nichts anderes ist als der Himmel selbst, aufl\u00f6st in reine Wahrheit, also verschmilzt mit dem ens perfectissimum &#8211; darunter macht es ein guter Text nie &#8211; und so endlich den Dialog herstellt mit sich selbst. Denn alle Literatur und alle sagbaren S\u00e4tze sind hier Tautologien, also wahr. Und mehr bedarfs nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin der Auffassung, dass Aphorismen monologisch formuliert sind. Das Dialogische haben sie wie die Steine am Wegrand. Wenn ich \u00fcber sie stolpere, muss ich reagieren. Aber die Steine sprechen nicht zu mir, sie sprechen mich vielleicht an in dem Sinne, wie eine sch\u00f6ne Frau mich anspricht. Aber die sch\u00f6ne Frau redet nicht wirklich mit mir, es sei denn, sie wollte mich reizen. Ob aber reizende Aphorismen dialogisch genannt werden k\u00f6nnen, bezweifle ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inwiefern die Anekdote \u2013 nach Deleuze \u2013 als eine Form des Paradoxen gelten kann, sehe ich nicht. Es sei denn, die Anekdote wird zum Aphorismus, aber dann w\u00e4re die Anekdote vom Aphorismus verschluckt. Im \u00fcbrigen ist das Paradoxe kein notwendiges oder hinreichendes Kennzeichen f\u00fcr den Aphorismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Leser denkt \u00fcber das, was er liest, nach, er denkt es weiter, oder er widerlegt es, im schlimmsten Fall versteht er es nicht. Da entst\u00fcnde dann eine Art von Doppel-Monolog. Der dialogbereite Monolog-Leser kann nur seinen eigenen Monolog weiterentwickeln, indem er den gelesenen Monolog einwickelt in sein Selbstgespr\u00e4ch, das er aufstockt zu einem Gespr\u00e4ch mit einem stummen Gedanken, den er liest, und den er in sich selbst zum Reden bringt. So kann am Ende ein Aphorismus tats\u00e4chlich noch zu einem gedanklichen Dialogpartner werden, aber nur durch mich, den denkenden Leser, der dem gefundenen Gedanken Leben einhaucht wie ein Gott, der sich in der Besch\u00e4ftigung mit sich selbst langweilt und so den monologischen Dialog, indem er ihn in einen dialogischen Monolog verwandelt (oder auch umgekehrt), erst erschafft.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Bestand die Modernit\u00e4t des Aphorismus bisher in seiner Operativit\u00e4t, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Sp\u00e4tmoderne. Es ist sozusagen Twitteratur.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Holger Benkels \u00bbGedanken, die um Ecken biegen\u00ab gehen jedoch weiter als der geschriebene Text; sie sind kein Ende, sondern ein Anfang. Sie versuchen, diesen kleinen Rest an Sprache etwas aufzuhellen, und wagen es seine R\u00e4nder verstehbar zu machen. Benkels Aphorismen folgen keinem linearen und systemischen Denken, sie entfalten sich vielmehr assoziativ und labyrinthisch. &#8230; Es sind Augenblicke, in denen Probleme gel\u00f6st, \u00dcberzeugungen gebildet und Einsichten gewonnen werden \u2013 mentale oder auch seelische Ereignisse, in denen sich nicht nur das Denken, sondern auch das Leben \u00e4ndern kann &#8230;\u201c <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=10304\">Meint<\/a> Matthias Hagedorn. Aber: Ich wei\u00df nicht, was Hagedorn unter Modernit\u00e4t des Aphorismus versteht, er gibt hierzu Operativit\u00e4t an. Aphorismus als Instrument? Wie? Wo? Wann? Hagedorn und sein Freund Weigoni (oder umgekehrt, hier eine weitere <a href=\"http:\/\/textbasis.wordpress.com\/2013\/07\/24\/der-lyrische-mittwoch-folge-17-a-j-weigoni-\u2021zwischenbefund\u2021\/\">Quelle<\/a>, auf die der Autor anspielt, die Red) meinen ja eigentlich nur das Internet, eine weitere Explosion der Verbreitung des Worts nach dem Buchdruck und den Rotationsmaschinen, und werten das Geschw\u00e4tz in den Blogs auf zur Zwitscheratur. Im Netz-Geschw\u00e4tz geht dann der Aphorismus leicht unter im Meer der Zwitschert\u00f6ne. Meine Bedenken: Denken wird da eher durch technische Verzauberung verkleinert. Der Twitterer meint, derlei erwarte der Leser im technischen Zeitalter der Reproduktion, das komme gut. Das ist der Modus (die Mode) des sprachlichen Layouts unseres sp\u00e4tpostmodernen Zeitgeists. Da begegnet uns the ghost of our time in der glatten Ausverkaufssprache. Weakness, thy name is Pseudo.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe lange gebraucht, um Holger Benkels S\u00e4tze gegen das Leben besser zu verstehen \u2013 als S\u00e4tze f\u00fcr das Leben. Viele der Gedanken, so schien mir, biegen sich selbst um die Ecke, sie sto\u00dfen ins Herz und verneinen das Leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">einzig der tod heilt alle wunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie erinnerten mich an Hermann Burgers Tractatus logico-suicidalis, der sich kurz nach Erscheinen seines Buches umbrachte. Holger Benkel schreibt zwar mir nicht unbekannte Gedanken, so dachte ich weiter \u2013 und in poetischen Gef\u00e4\u00dfen wollte ich sie als Ausdruck eines lyrischen Ichs gelten lassen, zumal die Bilder im Gedicht automatisch Gegengewichte provozieren oder zulassen; aber in der Form von Aphorismen, die nichts anderes mehr sind als Manifeste gegen ein Leben, das sich nicht lohnt, das ging mir zu weit. Und die Apotheose des Todes, der zur Gegen- und Kampfmetapher gegen das Leben hochstilisiert wird, konnte mir nicht gefallen. Die aphoristischen Beweise gegen das Leben griffen mir zu kurz, erschienen mir nicht stichhaltig bzw. gar nicht begr\u00fcndet au\u00dfer durch hinter den Worten stehende schwarze Gef\u00fchle. Ich hielt die Positionen von Camus und Sartre dagegen. Nous sommes condamn\u00e9s \u00e0 \u00eatre libres. Wenn wir nicht das Kreuz tragen, sofern wir nicht an einen christlichen oder anderen Sch\u00f6pfergott glauben, so haben wir immerhin den Stein zu schieben, und k\u00f6nnen durchaus l\u00e4chelnd zur\u00fcckblicken auf unser Werk, wenn es sich uns wieder entzieht. Dass es Armut und Kriege gibt, ist noch kein Beweis gegen das Leben. Dass wir animalisch sind, auch nicht. Und in unserem Leben gab es bisher keinen Krieg und keine zwangsl\u00e4ufig uns ereilende Armut. Zwar sah ich in Holger Benkels Aphorismen zum Tode mitunter (selbst-)humorige und witzige Stellen, die frei sind von suizidalen Weiterungen \u2013 aber insgesamt schien mir der in Ans\u00e4tzen sogar systematisch gemeinte Gedankenbau dem Burgers \u00e4hnlich:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e1044 Ich sterbe, also bin ich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1045 Was zu beweisen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1046 Finis\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Tractatus logico-suicidalis)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das so Gedachte war derart gegen das gerichtet ist, was ich denke, dass ich Holger Benkels Gedanken fast feindlich gegen meine stehen sah! Mir schien es nicht gerechtfertigt, aus der Lebensverneinung und Seinsablehnung, die einer f\u00fcr sich als g\u00fcltig beansprucht, allgemeing\u00fcltige S\u00e4tze zu bilden. So ein Denken w\u00e4re viel besser aufgehoben in der Ich-Prosa oder in Gedichten, wo der Leser ein lyrisches Ich findet, das mehr subjektiv als allgemeing\u00fcltig gedacht werden kann. In der Poesie sind alle Denkweisen und Denkinhalte aufgehoben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in Holger Benkels Todesaphorismen immer wieder geh\u00e4mmerte Verurteilung der Lebensbedingungen und \u2013verh\u00e4ltnisse geriet mir zum apodiktischen Nein zum Leben \u00fcberhaupt. Holger Benkel wandte ein, seine Aphorismen seien nicht Ende, sondern Anfang &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis ich begriff: Die Aphorismen schreien \u2013 wenn nicht nach einem Paradies auf Erden, so doch nach besseren Lebensbedingungen f\u00fcr m\u00f6glichst alle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">man kann gar nicht hoffnungslos genug sein, damit wieder authentische hoffnung entsteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">die eigentliche geschichte besteht im ungelebten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">erst wenn wir nichts mehr wollen, wird uns vielleicht gelingen, was wir gewollt haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">geborenwerden war ein fehler, wir k\u00f6nnen uns nur selbst geb\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manche Aphorismen lesen sich zwar so, dass der Tod vom \u00fcblen Sein erl\u00f6st, aber das ist nur die Denkfigur, die Holger Benkel aufgreift und wiederverwendet, die Sehnsucht nach einem himmlischen Frieden, wie sie in Andreas Gryphius\u2019 Sonetten so oft zum Ausdruck kam. Benkel dreht sie um in eine weltlich-mythische Sehnsucht unserer Zeit. Wenn unser Leben nur Leiden an Armut und Qual der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen bedeutet, dann ist die Vorstellung vom Tod, in dem das Leiden aufh\u00f6rt, eine rein logische Konsequenz. \u201ezyniker sind die humanisten der zukunft.\u201c, sagt Holger Benkel; dabei ist er gar kein Zyniker.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aphorismen Holger Benkels rufen nicht zum suizidalen Eskapismus auf, sondern umgekehrt: Zur Gestaltung eines wahren Lebens. So gesehen fordern Holger Benkels kritische S\u00e4tze die Notwendigkeit der Utopie. Doch Vorsicht: \u201ewer aus der analyse des zustands der welt geradewegs ein programm entwicklen wollte, m\u00fcsste die menschheit abschaffen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">manche tr\u00e4ume gleichen der aus dem grab gestreckten hand des scheintoten kindes, dessen k\u00f6rper leben will. sie sind implosionen der ungelebten, zerlebten, abgelebten, zu fr\u00fch oder zu sp\u00e4t oder verkehrt durchlebten, totgemachten, totgesagten, totgedachten, totgef\u00fchlten inneren, also anderen, welt, die, in seelischen abgr\u00fcnden gereift, utopische substanz freisetzt, und daher bedeutet kunst auch, den abgedr\u00e4ngten und verlorenen, abgefallenen und verworfenen, anst\u00f6\u00dfigen und auss\u00e4tzigen geistern im dunkel licht geben, die magisch wirken, indem sie uns in uns selbst hinabsto\u00dfen und unserer eigenen natur aussetzen. doch wiederum nicht zuviel licht, sonst zerstreuen sie sich darin oder sterben daran oder werden profan, vulg\u00e4r und anma\u00dfend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In solchen S\u00e4tzen steckt ein didaktisches Prinzip der Kunst, es gilt auch f\u00fcr die Kunst des Aphorismus und die Kunst des politischen Handelns. \u201ewer nicht subjekt der geschichte wird, hat keine eigene geschichte. &#8230; wenn der mensch nicht mehr wert w\u00e4re als seine wirklichkeit, g\u00e4be es kaum einen grund zum \u00fcberleben. &#8230; die niedergeschlagnen werden zum sediment. &#8230; wer nur betrachtet, wird bald selber zum phantom. &#8230; die erkenntnis, man k\u00f6nne gebote nur erf\u00fcllen, indem man sie \u00fcbertritt, ist das genaue gegenteil der tatsache, dass st\u00e4ndig etwas \u00fcbertreten mu\u00df, wer gebieten will.\u201c Das sind Aufforderungen, die Welt nicht so hinzunehmen, wie sie ist. Und es folgen S\u00e4tze der Kritik an den sozialen Bedingungen und Herrschaftsverh\u00e4ltnissen: \u201ewo jeder egoistisch kalt und kalkulierend seinen privatinteressen folgt, entstehen neue totalit\u00e4re massen. &#8230; das endziel der privatisierung ist die leibeigenschaft. &#8230; arroganz der etablierten: sie kennen das \u00fcbel und fragen, was es nutzt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eim chaos war noch alles ganz.\u201c, sagt Benkel. In der Kunst wird das Nichts wieder ganz, antworte ich ihm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich die Toten inzwischen so gut verstehe wie Holger Benkel, dann liegt es daran, dass ich so gern lebe. Denn die Toten wollen das ja auch, und sie feiern naturgem\u00e4\u00df die exaltiertesten Orgien, die man sich vorstellen kann. Ich verweise nur auf den Dorotheenst\u00e4dtischen Friedhof, der eine H\u00f6lle der beerdigten Vernunft genannt werden kann. Ein rheinischer Dichter war es, der sie besuchte und ihr n\u00e4chtliches Treiben aufschrieb. Ich bin sicher, die n\u00e4chste Revolution wird von den Toten inszeniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach. Wenn Holger Benkel am Rhein aufgewachsen w\u00e4re, dann w\u00e4re er ein ganz anderer Benkeldichter geworden, ein Benkelsohn-Narrtoldy jenseits von B\u00fcrde und B\u00f6rde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuletzt ein Wort des Berliner Strophikers und Lyrchenschreibers Hel Toussaint (Herbert Laschet):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHolger Benkel denkt in jahrtausenden und quantensekunden. Er \u00fcberschaut kontinente und h\u00f6rt das knacken im tausendf\u00fc\u00dflerbein. Und er lebt richtig: ohne m\u00e4usekino und tief unter der erde. er sagt einen satz, aus dem h\u00e4tten andere einen w\u00e4lzer extrahiert, h\u00e4tten sie ihn zu fassen bekommen. Hat immer die stellung gehalten. Wenn wir solche nicht h\u00e4tten, w\u00e4ren wir untergepfl\u00fcgt eh der smog sich w\u00e4lzte im kessel.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div id=\"attachment_17105\" style=\"width: 221px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Cover62.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17105\" class=\"size-full wp-image-17105\" title=\"Cover6\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Cover62.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17105\" class=\"wp-caption-text\">Covermotiv, Uwe Albert, Technik: Aquarell \/ Feder<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gedanken, die um Ecken biegen<\/strong>\u00a0von Holger Benkel\u2013\u00a0 64 Seiten.\u00a0 Edition Das Labor, Bad M\u00fclheim 2013.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterf\u00fchrend \u2192 <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=10304\">Gro\u00dfe Gedanken im kleinen Format<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Aphorismus\u00a0braucht nicht wahr zu sein, aber er soll die Wahrheit \u00fcberfl\u00fcgeln. 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