{"id":1683,"date":"2003-02-25T00:01:55","date_gmt":"2003-02-24T23:01:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=1683"},"modified":"2022-12-08T15:57:25","modified_gmt":"2022-12-08T14:57:25","slug":"sebald-revisited","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/02\/25\/sebald-revisited\/","title":{"rendered":"Sebald \u2022 Revisited"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify; padding-left: 120px;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Eine der in der Salle des pas perdus wartenden Personen war Austerlitz, ein damals, im siebenundsechziger Jahr, beinahe jugendlich wirkender Mann mit blondem, seltsam gewelltem Haar, wie ich es sonst nur gesehen habe an dem deutschen Helden Siegfried in Langs Nibelungenfilm. Nicht anders als bei all unseren sp\u00e4teren Begegnungen trug Austerlitz damals in Antwerpen schwere Wanderstiefel, eine Art Arbeitshose aus verschossenem blauem Kattun, sowie ein ma\u00dfgeschneidertes, aber l\u00e4ngst aus der Mode gekommenes Anzugsjackett, und er unterschied sich auch, abgesehen von diesem \u00c4u\u00dferen, von den \u00fcbrigen Reisenden dadurch, da\u00df er als einziger nicht teil\u00adnahmslos vor sich hin starrte, sondern besch\u00e4ftigt war mit dem Anfertigen von Aufzeichnungen und Skizzen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 120px;\" align=\"right\"><span style=\"color: #808080;\">W. G. Sebald \u00b7 <em>Austerlitz<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Better late than never<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich, das war im De\u00adzember 2001, die Nachricht vom pl\u00f6tzlichen Tod W. G. Sebalds sowie die Beschreibung des Ungl\u00fccks auf einer englischen Autobahn in irgendeiner Zeitung lese: <em>W. G. Sebald suffered a heart attack while driving and was killed<\/em>, der Zufall weht mir das Blatt in einem Zugabteil auf der Fahrt von K\u00f6ln nach Sistig\/Eifel zu, habe ich noch kein Buch von ihm gele\u00adsen. Geh\u00f6rt habe ich nat\u00fcrlich schon einiges von diesem in England lebenden deutschen Schriftsteller und mir seit l\u00e4ngerem vorge\u00adnommen, den hier\u00adzulande in den 1990er Jahren erst einem breiteren Leserkreis bekannt gewordenen, auch im angloamerikanischen Raum hochge\u00adr\u00fchmten, mit etlichen Preisen geehrten Autor endlich kennen\u00adzulernen. Dabei bleibt es bis zu Sebalds Tod.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Tag nach der Zeitungslekt\u00fcre \u2013 <em>better late than never<\/em> \u2013 besorge ich mir als erstes das 1992 erschienene Buch <em>Die Ringe des Saturn<\/em>, dessen Rahmenhandlung eine mehrw\u00f6chige Wanderung des Erz\u00e4hlers durch die violetten Heidelandschaften Suffolks ist und das durch die einge\u00adf\u00fcgten Bilder zus\u00e4tzlich dokumentarischen Charakter (mit durchaus doppeltem Boden, denn auch\u00a0\u2013 oder gerade\u00a0\u2013 Bilder k\u00f6nnen in die Irre f\u00fchren) erh\u00e4lt \u2013 wie alle Prosawerke Sebalds, von dem mit <em>Nach der Natur<\/em>. <em>Ein Elementarge\u00addicht<\/em> (das literarische Deb\u00fct, das 1988 \u2013 zwei Jahre vor dem ersten Buch mit Erz\u00e4hlungen <em>Schwindel. Gef\u00fchle.<\/em> erschien), <em>\u00dcber das Land und das Wasser<\/em> sowie <em>Unerh\u00f6rt. 33 Texte<\/em> drei Gedichtb\u00fccher vorliegen, deren atmosph\u00e4rische Dichte ich w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre von <em>\u00dcber das Land und das Wasser<\/em> in einer Weise erlebe, die mich einmal wieder alles um mich herum vergessen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind wirklichkeitsges\u00e4ttigte Betrachtungen, Erlebnisse, Gedanken, Empfindungen, Erinnerungen, Reflexionen, Wahrnehmungen in zumeist narrativ angelegte, ironisch grundierte Gedichte verwandelt, in denen das Gro\u00dfe und das Kleine immer wieder eins werden, ganz wie im richtigen Leben: <em>Die Chantr\u00e9flasche macht \/ die Runde &amp; von einem \/ Wahlplakat an der Litfa\u00dfs\u00e4ule \/ blickt der Vater der \/ deutschen Nation in \/ sein wiederver \/ einigtes Land.<\/em> Wenn ich das Enjambement in manchen F\u00e4llen nicht unbedingt immer nachvollziehen kann, an einer Stelle k\u00f6nnte es einschneidender nicht montiert werden: <em>wiederver \/ einigtes Land<\/em>\u00a0\u2013 das haut voll und tief rein, da bleibt mir kurz die Luft weg, und nicht nur hier zeigt Sebald, wo Bartel den Most holt. Und wenn ich mich mal wieder nach dem Sinn des Lebens frage, werde ich, statt m\u00fchselig nach einer weiteren Antwort zu suchen, das Gedichtbuch Sebalds auf Seite 85 aufschlagen, um zum wiederholten Male das Ende von <em>In der schlaflos \/ verbrachten Nacht<\/em> lesen: <em>&amp; irgendwo \/ in der Gegend von \/ Osnabr\u00fcck oder \/ Oldenburg auf einem \/ Grasplatz vor einem \/ Geh\u00f6ft eine einsame \/ Gans die langsam \/ den Hals wendet als \/ sie den Intercity \/ vorbeirauschen sieht.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Idiosynkratisch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In <em>Die Ringe des Saturn<\/em> werde ich unmittelbar mitgerissen von einem Autor, der es versteht, vom ersten Wort an eine enorm dichte, gleichzeitig warmherzige Atmo\u00adsph\u00e4re in hypotaktisch, gleichsam weltum\u00adschlingend organisierte S\u00e4tze zu bannen, aus deren idiosynkratischer Struktur ich die produkti\u00adve Einwirkung englischer und jiddischer Syntax, aber auch Johann Peter Hebels, Franz Kafkas, Gott\u00adfried Kellers, Heinrich von Kleists, Robert Walsers und Thomas Bern\u00adhards herauslese.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne den Namen des Verfassers auch nur einmal zu benennen und das Geheimnisvolle der argentinischen Erz\u00e4hlung durch diese List noch verst\u00e4rkend, assoziiert der buchst\u00e4blich alle Dinge des Daseins bis ins Detail beobachtende, registrie\u00adrende, reflektierende, ergr\u00fcndende hochgebildete Erz\u00e4hler von <em>Die Ringe des Saturn<\/em> einen als nicht geheuer empfundenen Moment einer Wanderung am Meer entlang \u2013 er steht auf einer von Nistl\u00f6chern perfo\u00adrierten Klippe \u2013 mit Jorge Luis Borges\u2019 my\u00adsteri\u00f6ser Geschichte <em>Tl\u00f6n, Uqbar, Orbis Tertius<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ab und zu ein W\u00f6lkchen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich nach verschiedensten kurzen und weiten Reisen des Erz\u00e4hlers durch die ganze Welt und deren monstr\u00f6se Geschichte schlie\u00dflich mit dem Autor im Garten Michael Hamburgers sitze, dem deutschst\u00e4mmi\u00adgen englischen Dichter, der bis zum Tod am 7. Juni 2007 in dem kleinen Dorf Middleton lebt, bin ich l\u00e4ngst und unwiderruflich zum gl\u00fc\u00adhenden Verehrer W. G. Sebalds gewor\u00adden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em>Ich war dankbar, mich in dem stillen Garten ausruhen zu k\u00f6nnen von den Irrg\u00e4ngen auf der Heide, die mir jetzt, da ich von ihnen erz\u00e4hlte, unwillk\u00fcr\u00adlich den Charakter des blo\u00df Erfundenen anzu\u00adnehmen schienen. Michael hatte einen Topf Tee herausgebracht, aus dem ab und zu ein W\u00f6lkchen auf\u00adstieg wie aus einer Spielzeugdampfmaschine. Sonst r\u00fchrte sich nichts, nicht einmal die grauen Bl\u00e4tter der in dem Wiesengrund jenseits des Gartens ste\u00adhenden Weiden. Wir unterhielten uns \u00fcber den leeren und lautlosen Monat Au\u00adgust. <\/em>For weeks<em>, sagte Michael, <\/em>there is not a bird to be seen. It is as if eve\u00adrything was somehow hollowed out<em>. Alles ist kurz vor dem Niedersinken, nur das Unkraut w\u00e4chst weiter, die Ackerwinden erw\u00fcrgen die Str\u00e4ucher, die gelben Wurzeln der Brennesseln kriechen unter der Erde fort, die Klet\u00adtenstauden \u00fcberragen einen um Hauptesl\u00e4nge, die Braunf\u00e4ule und die Mil\u00adben breiten sich aus, und sogar das Papier, auf dem man m\u00fchselig W\u00f6rter und S\u00e4tze aneinanderreiht, f\u00fchlt sich an, als sei es vom Meltau \u00fcberzogen. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich lese, wie Hamburger dem befreundeten Sebald erz\u00e4hlt, da\u00df er als klei\u00adner Junge im Jahre 1933 aus Ber\u00adlin fl\u00fcchtet und so \u2013 wie so viele an\u00addere Menschen \u2013 um eine Kindheit im eigentlichen Sinne betrogen wird (ein\u00adschlie\u00dflich der beiden Wellensitti\u00adche, die die englischen Z\u00f6ll\u00adner der j\u00fcdischen Fa\u00admilie weg\u00adnehmen) und schreibe im Anschlu\u00df an dieses eindringliche Kapitel die folgende Hommage an Hamburger (abgedruckt in meinem 2002 er\u00adschienenen Lyrikband <em>Land Stadt Flucht<\/em>), die ich ihm und W. G. Sebald widme: <em>vogelvau \/\/<\/em><em> die beiden wellenv\u00f6gel sind \/ verschwunden \/ wohin er blickt blo\u00df leere \/ luft \/ das kind blieb in berliner \/ gruft \/ buchstabenfetzen (immerhin) \/ gefunden<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Austerlitz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In <em>Austerlitz,<\/em> dem 2001 und damit letzten zu Lebzeiten erschienenen Prosabuch (in dem das \u203aperi\u00adskopische\u2039, an Thomas Bernhards idiosynkratischer Schreibart geschulte Erz\u00e4hlen ohne Dialog und direkte Rede genauso dominiert wie in den anderen Prosab\u00fcchern), schildert der 1944 in Wertach\/Allg\u00e4u gebo\u00adrene und bis zum pl\u00f6tzlichen Tod jahrzehntelang in der englischen Stadt Norwich als Literaturprofes\u00adsor lehrende Sebald in der f\u00fcr ihn typisch gewordenen, die Genres gleichsam \u00fcberschreiben\u00adden, Auto\u00adbiogra\u00adphie, Dokumentation, Erfindung, Reisebericht (usw.) \u2013 Fakt und Fiktion \u2013 ver\u00adschmelzenden (gegeneinander ausspielenden?) Art und Weise das schwierige Leben des als Kind aus Prag nach Gro\u00df\u00adbritannien verschickten Juden Jacques Austerlitz, der ebenfalls zu denen geh\u00f6rt, die um ihre Kindheit betro\u00adgen werden. Durch m\u00fchselige Re\u00adcherchen (in Prag, in Theresi\u00adenstadt, in Paris), die ich als er\u00adsch\u00fctterter Leser miterlebe, gelingt es Austerlitz, Spuren des Herkommens zu entdecken und den Leidensweg der Mutter nach\u00adzuvollziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geschichte \u00b7 Geschichten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sebald, der unendlich wi\u00dfbegierige, erkenntnisinteressierte, hochgebil\u00addete, k\u00e4mp\u00adferische Melancholiker, ist Zeit seines Lebens und Schreibens davon ausgegangen, da\u00df die eigentliche Geschichtsschreibung nicht in den Geschichtsb\u00fcchern stattfindet, son\u00addern in den die menschlichen Einzel\u00adschicksale in den Mittelpunkt stel\u00adlenden literarischen Geschich\u00adten, in denen dar\u00fcber hinaus die Sprache an sich stets von besonderer Bedeu\u00adtung ist. Auf dieser \u00dcberzeugung basiert die erz\u00e4hlerische Grund\u00adstruktur dieser Geschichten, deren passionierte Er\u00adz\u00e4hler ann\u00e4hernd iden\u00adtisch sind mit dem Autor selber und deren Lek\u00adt\u00fcre zu den leiden\u00adschaft\u00adlichsten und stimmigsten Auseinandersetzungen mit der entsetzli\u00adchen europ\u00e4i\u00adschen Geschichte des 20. Jahrhunderts geh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Luftkrieg und Literatur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im schroff attackie\u00adrenden Essayband <em>Luft\u00adkrieg<\/em> <em>und Litera\u00adtur<\/em>, de\u00adssen Schlu\u00dffolge\u00adrungen ich nicht immer teile, schreibt Sebald, da\u00df deut\u00adsche Autoren der Dar\u00adstellung des Luftkriegs und den Folgen f\u00fcr die Bev\u00f6l\u00adkerung der bombardierten St\u00e4dte aus dem Weg gegangen sind. Die ersch\u00fctternden Romane von Dieter Forte, Hans Erich Nossack und Gerd Ledig, die dieses Thema in aller Ausf\u00fchrlichkeit behandeln, benennt er nicht, sie sind ihm wahrscheinlich entgangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke, es handelt sichh hier um existentielle, nicht zu vermeidende\u00a0 Verdr\u00e4ngungsprozesse. (Auch die j\u00fcdische Autorin Ruth Kl\u00fcger hat ihre Er\u00adinnerungen an die Kindheit w\u00e4hrend der Nazijahre \u2013 <em>weiter le\u00adben<\/em> \u2013 erst 1992 ver\u00f6ffentlichen k\u00f6nnen.) G\u00fcnter Grass hat anl\u00e4\u00dflich der Publika\u00adtion der gro\u00dfartig gegl\u00fcckten Novelle <em>Im Krebsgang<\/em> (2002), in der der Autor den Untergang der <em>Wilhelm Gustloff<\/em> literarisch bearbei\u00adtet, Selbstkritik ge\u00ad\u00fcbt: Viel zu sp\u00e4t eigentlich komme dieses Buch. Da\u00df Grass dies vor und nach Erscheinen der Autobiographie <em>Beim H\u00e4u\u00adten der Zwiebel<\/em> (2006) ebenfalls betont hat, ist be\u00adkannt. Auch die\u00adses Buch konnte G\u00fcnter Grass offenbar nicht fr\u00fcher schreiben. Schlie\u00dflich hat er es ge\u00adschrieben. (<em>Better late than never <\/em>&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unentbehrlich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Winfried G. Sebald \u2013 <em>Die Gefahr, da\u00df man den Verstand verliert, ist nicht gering<\/em> \u2013 ist einer der originellsten Stilisten deutscher Sprache und dar\u00fcber hinaus einer der bedeu\u00adtendsten und engagiertesten literarischen Chro\u00adnisten deutscher bzw. europ\u00e4ischer Geschichte im 20. Jahrhundert. Ich empfinde es als durchaus positiv, einige B\u00fccher Sebalds noch nicht gelesen zu haben: Nach der Lekt\u00fcre von <em>Auf ungeheuer d\u00fcnnem Eis. Gespr\u00e4che<\/em> <em>1971 bis 2001<\/em> (2011), in denen er sich wiederholt \u00fcber die von unsichtbarstem Zufall und klitzekleinster Unw\u00e4gbarkeit bestimmten biographischen, gesellschaftlichen, historischen, kulturellen, politischen Entwicklungen \u00e4u\u00dfert<em>, <\/em>harren <strong>Die Beschreibung des Ungl\u00fccks<\/strong><em>. Zur \u00f6sterreichischen Literatur von Stifter bis Handke<\/em> (1985\/1994) mit Essays zu Thomas Bern\u00adhard \u00b7 Elias Canetti \u00b7 Peter Handke \u00b7 Ernst Herbeck \u00b7 Hugo von Hofmannsthal \u00b7 Franz Kafka \u00b7 Gerhard Roth \u00b7 Arthur Schnitzler \u00b7 Adelbert Stifter, <strong>Logis in einem Landhaus<\/strong> (1998\/200), u.a. mit Dichter-Port\u00adr\u00e4ts von Gottfried Keller \u00b7 Johann Peter Hebel \u00b7 Eduard M\u00f6rike \u00b7 Robert Walser und der Ge\u00addichtband <strong>Unerz\u00e4hlt<\/strong><em>. 33 Texte<\/em> (2003) der baldigen Lekt\u00fcre (bis auf <em>Unerz\u00e4hlt<\/em> sind die Titel bestellt <em>und<\/em> eingetroffen), von der es kein Risiko ist, zu erwarten, da\u00df sie so au\u00dfergew\u00f6hnlich, \u203aunerh\u00f6rt\u2039 sein wird wie die der anderen Sebald-B\u00fccher. Bei Greno, Eichborn, Residenz, haupts\u00e4chlich jedoch bei Hanser und S. Fischer \u2013 bzw. im Fischer Taschenbuch Verlag \u2013 sind die au\u00dfergew\u00f6hnlichen, provozie\u00adrenden, unentbehrlichen (in zahlreiche Sprachen \u00fcbersetzen) B\u00fccher erschienen, deren Lekt\u00fcre ich nach\u00addr\u00fccklich empfehle:<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"http:\/\/ecx.images-amazon.com\/images\/I\/51wLdzHhe2L._SL500_AA300_.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"240\" \/>Auf ungeheuer d\u00fcnnem Eis<\/strong><em>. Gespr\u00e4che 1971 bis 2001<\/em> (2011).<\/p>\n<p><strong>Austerlitz<\/strong>. <em>Roman<\/em> (2001\/2003).<\/p>\n<p><strong>Campo Santo<\/strong>, <em>Prosa und Essays<\/em> (2003).<\/p>\n<p><strong>Die Ausgewanderten<\/strong>. <em>Vier lange Erz\u00e4hlungen<\/em> (1992\/2002).<\/p>\n<p><strong>Die Ringe des Saturn<\/strong>.<em> Eine englische Wallfahrt<\/em> (1995\/2001).<\/p>\n<p><strong>Luftkrieg und Literatur<\/strong>. <em>Essays<\/em> (1999\/2001).<\/p>\n<p><strong>Nach der Natur<\/strong><em>. Ein Elementargedicht<\/em> (1988\/1989\/1995).<\/p>\n<p><strong>Schwindel. Gef\u00fchle.<\/strong> <em>Erz\u00e4hlungen<\/em> (1990\/2002).<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Land und das Wasser<\/strong><em>. Ausgew\u00e4hlte Gedichte 1964 \u2013 2001<\/em> (2008).<\/p>\n<p><strong>Unheimliche Heimat<\/strong><em>. Essays zur \u00f6sterreichischen Literatur<\/em> (1991\/1995).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><strong>eiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Lesen Sie auch KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a> an die Gattung des Essays.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der in der Salle des pas perdus wartenden Personen war Austerlitz, ein damals, im siebenundsechziger Jahr, beinahe jugendlich wirkender Mann mit blondem, seltsam gewelltem Haar, wie ich es sonst nur gesehen habe an dem deutschen Helden Siegfried in Langs&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/02\/25\/sebald-revisited\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":97870,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[494,232,84,316,231],"class_list":["post-1683","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-franz-kafka","tag-michael-hamburger","tag-theo-breuer","tag-thomas-bernhard","tag-w-g-sebald"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1683"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104288,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1683\/revisions\/104288"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97870"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}