{"id":16819,"date":"2013-07-22T00:01:59","date_gmt":"2013-07-21T22:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16819"},"modified":"2021-10-11T14:15:13","modified_gmt":"2021-10-11T12:15:13","slug":"der-lyrische-mittwoch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/07\/22\/der-lyrische-mittwoch\/","title":{"rendered":"Der lyrische Mittwoch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Schmidt1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-16823\" title=\"Schmidt\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Schmidt1.jpg\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"185\" \/><\/a>Insider behaupten, es gebe in Deutschland mit der Reichshauptstadt und der Hauptstadt der Bewegung zwei Lyrikzentren, ich beobachte seit den Jahren nach 2000 einen andern Trend. Es erscheinen regelm\u00e4\u00dfig lebendige, originelle Lyriktitel in seit 2005 mit dem Label \u203aHinterland\u2039 versehenen Gegenden\u00a0\u2212 der in Sistig\/Eifel beheimateten Edition YE, dem im rheinl\u00e4ndischen Weilerswist agierenden Verlag Ralf Liebe, oder der L\u00f6\u00dfnitzer Sebastian Schmidt und seine Initiative <a href=\"http:\/\/textbasis.wordpress.com\/2013\/03\/24\/ankundigung-der-lyrische-mittwoch\/\">Der lyrische Mittwoch<\/a>. Heute stellt er ein <a href=\"http:\/\/textbasis.wordpress.com\/2013\/07\/24\/der-lyrische-mittwoch-folge-17-a-j-weigoni-%E2%80%A1zwischenbefund%E2%80%A1\/\">Interview<\/a> mit A.J. Weigoni vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in der Reihe <em>Der lyrische Mittwoch<\/em> pr\u00e4sentierten Dichter beschreiben einen Nicht-Stillstand. Sie versuchen mit der elementaren Geste des Schreibenden, die Sprache anzusto\u00dfen, in Schwingung zu versetzen, in Bewegung zu bringen; sie als Material zu verwenden, oder vielmehr als eigenst\u00e4ndigen K\u00f6rper, und sie zu vertwisten, zu Bockspr\u00fcngen und drolligen Saturnalien anzuheizen, anzureizen. In der Bandbreite dieser Publikationen zeigt sich, wie der Gegensatz von konventionell und experimentell aufgehoben wurde. Mit Metrum, Reim, lyrischen und prosanahen Formen wird in gro\u00dfer Unverkrampftheit umgegangen. Und doch lassen sich noch immer zwei Pole ausmachen, zwischen denen sich die Dichtung aus dem Hinterland bewegt: Einmal gibt es da eine eher dem Erz\u00e4hl- als dem Materialcharakter zuneigende Dichtung, die alte Formen wiederbelebt, sich dem hohen Dichterton anlehnt, auch wenn sie ihn zuweilen ironisch modernistisch bricht. Und dann eine formengeb\u00e4rende Dichtung mit einer frechen, manchmal rotzigen, aus Vergangenheitss\u00e4ttigung und Gegenwartshingabe geborenen Sprache, die \u00fcberrascht, vor den Kopf st\u00f6\u00dft, verf\u00fchrt. Die Lyrik, wie jede Kunstgattung, macht immer wieder glanzlose Zeiten durch. Diese Innitiativen bringen sie zum Leuchten. Ob Peripherie Zentrum oder Zentrum Peripherie ist, entscheiden die interessierten Leserinnen und Leser mit jedem neuen Gedichtband neu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<h5>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16348\">H\u00f6rb\u00fccher sind die herausgestreckte Zunge des Medienzeitalters<\/a><\/p>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Insider behaupten, es gebe in Deutschland mit der Reichshauptstadt und der Hauptstadt der Bewegung zwei Lyrikzentren, ich beobachte seit den Jahren nach 2000 einen andern Trend. 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