{"id":16606,"date":"2013-06-30T00:01:00","date_gmt":"2013-06-29T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16606"},"modified":"2020-07-06T15:12:25","modified_gmt":"2020-07-06T13:12:25","slug":"vorwort","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/30\/vorwort\/","title":{"rendered":"Vorwort"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im Herbst 2010 regte mein D\u00fcsseldorfer <em>K\u00fcnstlerfreund<\/em> A. J.<em> <\/em>Weigoni an, doch eine Auswahl meiner Aufs\u00e4tze in Buchform herauszugeben. Ihm sei hier ausdr\u00fccklich und herzlich daf\u00fcr gedankt, ebenso wie meiner Frau Ursula, die die Cover-Gestaltung und die Anfertigung einiger Zeichnungen \u00fcbernahm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einer gewissen Skepsis machte ich mich an die Arbeit \u2014 schlie\u00dflich war erstens ein Gro\u00dfteil der Aufs\u00e4tze bereits zweimal publiziert worden, im &#8218;Medienbrief&#8216;, dem Periodikum des LVR-Zentrum f\u00fcr Medien und Bildung, vormals Medienzentrum Rheinland, und im Internet in dem von mir herausgegebenen und seit September 1996 existierenden Online Journal &#8218;www.vordenker.de&#8216;, das sich an Leserinnen und Leser wendet, die das Pr\u00e4fix \u201evor\u201c als \u201ein die Zukunft hinein\u201c verstanden wissen m\u00f6chten. Zweitens sind die Texte selbst recht heterogen und richten sich an verschiedene Zielgruppen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher beschloss ich, das Projekt durch eine Klammer \u201eZug\u00e4nge, oder: Das Wir und unsere Technik\u201c zu verbinden und um f\u00fcnf neue bislang unver\u00f6ffentlichte Beitr\u00e4ge zu erg\u00e4nzen, um mein publizistisches Gewissen zu beruhigen. Dabei geriet der Aufsatz \u201eDenken denken\u201c um Einiges l\u00e4nger als urspr\u00fcnglich beabsichtigt. Er bildet einen bis weit ins Politische hinein reichenden Fragenkern und thematisiert die aktuellen globalen Krisen als Ausdr\u00fccke einer Krise des Denkens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den geplanten neuen Beitr\u00e4gen waren zwei bereits fertig, zwei weitere zu je etwa drei Vierteln fertig und der F\u00fcnfte noch nicht begonnen, da l\u00f6ste sich am 14. M\u00e4rz 2012 in D\u00fcsseldorf der Landtag auf. Am 24. M\u00e4rz wurde ich auf der Aufstellungsversammlung der Piratenpartei NRW in M\u00fcnster auf Listenplatz 1 der Landesliste gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konnte ich vorher an Wochenenden und freien Tagen parallel zu meiner beruflichen Vollzeitt\u00e4tigkeit am LVR-Zentrum f\u00fcr Medien und Bildung an der Buchausgabe arbeiten und in kontemplativer Ruhe die neuen Aufs\u00e4tze weiterentwickeln, so war daran jetzt nicht mehr zu denken. Der Wahlkampf verlangte meinen vollen Einsatz. Nach dem gro\u00dfartigen Wahlerfolg der Piratenpartei am 13. Mai und dem Einzug von 20 Abgeordneten in den nordrhein-westf\u00e4lischen Landtag ging es nahtlos weiter. Eine Fraktion mit Mitarbeiterstab aufzubauen, das gleicht in etwa der Gr\u00fcndungsphase eines mittelst\u00e4ndischen Unternehmens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ziel habe ich allerdings nicht aus den Augen verloren. Ich mag es nicht, lose Enden herumliegen zu lassen. In drei kurzen Auszeiten im August, im Oktober und im Dezember sowie in der ein oder anderen selten gewordenen freien Stunde \u2014 mit einem mp3-Recorder in der Stra\u00dfenbahn zum Landtag oder im Zug zu einer Veranstaltung \u2014 habe ich an den verbleibenden Texten weitergearbeitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So paradox es klingt, die Arbeit daran hatte eine erdende Wirkung, sie war so etwas wie ein roter Faden zwischen den vielen verschiedenen T\u00e4tigkeiten, Gespr\u00e4chen, Sitzungen, Redenvorbereitungen, der mich zusammenhielt und eine Br\u00fccke schuf zwischen dem Heute und meiner beruflichen T\u00e4tigkeit in den vergangenen Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Philosophische, wissenschaftliche oder k\u00fcnstlerische Texte transportieren immer auch ein politisches Moment, das mir als Kompass durch das Alltags-Klein-Klein eines frischgebackenen Abgeordneten geholfen hat, die gr\u00f6\u00dferen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch meine politischen Aktivit\u00e4ten und das in der Wahl \u00fcbertragene Mandat erh\u00f6hte sich mein medialer Bekanntheitsgrad. Es w\u00e4re also durchaus m\u00f6glich gewesen, nunmehr f\u00fcr das Buchvorhaben einen klassischen Verlag zu suchen. Aus pers\u00f6nlichen und politischen Gr\u00fcnden war es mir jedoch wichtig, an meinem urspr\u00fcnglichen Vorhaben festzuhalten. Dieses Buch erscheint in Eigenregie und eigen finanziert unter dem Label &#8218;Edition das Labor \u2014 Verlag der Artisten&#8216;, einem losen <em>Zusammenschluss<\/em> von Autoren, die dieses Label gemeinsam f\u00fcr ihre Ver\u00f6ffentlichungen nutzen, nach meiner Auffassung ein m\u00f6glicher Weg f\u00fcr Publikationen der Zukunft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Pirat erkl\u00e4re ich, das Verfahren der Ver\u00f6ffentlichung steht ebenso in politischen, kultur- und wissenschaftspolitischen Bez\u00fcgen wie viele der hier gebotenen Inhalte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reihenfolge der Aufs\u00e4tze entspricht der chronologischen Reihenfolge ihres Entstehens. Die einzige Ausnahme bildet der schon erw\u00e4hnte 2011 entstandene Beitrag \u201eZug\u00e4nge\u201c, den ich als thematische Klammer und Einf\u00fchrung vorangestellt habe.&nbsp; Insofern markiert die Reihung auch eine gewisse Entwicklung des Denkens und Schreibens, das \u2014 oft abgelenkt durch jeweils aktuelle Bez\u00fcge zu meinen beruflichen T\u00e4tigkeiten \u2014 um das Kernthema &#8218;Menschen, Medien, Netze und Maschinen&#8216; m\u00e4andriert. Gleichwohl sind die Aufs\u00e4tze eigenst\u00e4ndig. Die Lese-<em>reihenfolge <\/em>obliegt ganz der Freiheit des Lesers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sammlung bringt einige Doppelungen und Wiederholungen \u2014&nbsp; auch in zitierten Quellen \u2014 mit sich, die jedoch durch alle Beitr\u00e4ge fortlaufend nummeriert sind. Vermerke wie &#8218;Ebenda&#8216;, &#8218;Ebd.&#8216; und &#8218;am anderen Ort&#8216;, &#8218;a.a.O.&#8216; beziehen sich jeweils auf Quellen des aktuellen <em>Aufsatzes<\/em> und nicht etwa auf Quellen eines voranstehenden Beitrags. Dass die Quellen lediglich knapp \u00fcber Zahlen referenziert sind, soll der fl\u00fcssigen Lesbarkeit dienen. Wer Autorennamen sucht, kann dies auch \u00fcber das Personenregister tun. Viele Quellen nennen im Internet bereit stehendes Material. Aus diesem Grund findet sich das gesamte Quellenverzeichnis auch online und verlinkt unter dieser <a href=\"www.vordenker.de\/jpaul\/trans\/transquellen.html.\">Adresse<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Trans2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-16610\" title=\"Trans\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Trans2.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"284\"\/><\/a>TRANS-<\/strong><br \/>\nReflexionen \u00fcber Menschen, Medien, Netze und Maschinen<br \/>\nAufs\u00e4tze 1996 &#8211; 2013 von Joachim Paul. Direkt bestellen, <a href=\"http:\/\/www.epubli.de\/shop\/buch\/TRANS--Joachim-Paul-9783844255027\/27457\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Further reading \u2192 <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16147\">Ein Pirat entert das Denken<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Herbst 2010 regte mein D\u00fcsseldorfer K\u00fcnstlerfreund A. J. Weigoni an, doch eine Auswahl meiner Aufs\u00e4tze in Buchform herauszugeben. 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