{"id":16448,"date":"2013-07-25T00:52:52","date_gmt":"2013-07-24T22:52:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16448"},"modified":"2013-07-03T21:05:55","modified_gmt":"2013-07-03T19:05:55","slug":"zu-den-dingen-selbst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/07\/25\/zu-den-dingen-selbst\/","title":{"rendered":"Zu den Dingen selbst?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>&#8211; Werbung f\u00fcr eine Wissenschaft von den erlebbaren Zusammenh\u00e4ngen &#8211;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">\u00a0Die Natur und ihr Inventar<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_16452\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Portra\u0308t-Mikus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16452\" class=\"size-medium wp-image-16452\" title=\"Portra\u0308t Mikus\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Portra\u0308t-Mikus-250x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Portra\u0308t-Mikus-250x300.jpg 250w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Portra\u0308t-Mikus.jpg 803w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-16452\" class=\"wp-caption-text\">Portra\u0308t Werner Mikus<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der christlich mittelalterlichen Zeit &#8222;las man im Buch der Natur&#8220;, wenn man sich Wissen schaffend mit ihr befasste. Es gab eine feste Ordnung und die darin enthaltenen Dinge der Natur. Der Mensch dieser Zeit r\u00e4umte diesen Dingen nur in soweit ein eigenes Wirken und Zusammenh\u00e4ngen ein, als es sich aus der Sch\u00f6pfung im Ganzen ableiten lie\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keineswegs billigte man den Dingen aber eine eigene Natur zu, die vielleicht nur mit neuen, gleichsam unchristlichen Mitteln zu erschlie\u00dfen war und vom Inhalt her dem Bild einer g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfung widersprach (die Inquisition passte schon darauf auf! Der Mittelpunkt der Sch\u00f6pfung drohte ja im 17ten Jahrhundert durch einen neuen Blick auf die Himmelsmechanik verschoben zu werden und dem Interpretations-System der kirchlich organisierten Wissenschaft drohte zumindest eine ungeheuere Relativierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Hin zu den Dingen selbst &#8211; die Versuchung in der Neuzeit<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute fragen wir uns: Wie genau ist die jeweilige Sache beschaffen, wie ist ihr Zusammenhang, wie funktioniert sie, damit ich sie nachbilden, nachbauen kann. Unter welchen Bedingungen entstehen bestimmte Dinge und unter welchen verschwinden sie wieder? Darum ging es dem Menschen des christlichen Zeitalters weniger. Die Beschaffenheit der Dinge schien festzustehen. Sie dr\u00fcckte den Plan Gottes aus, den man im wesentlichen zu kennen glaubte und der sich in bestimmten universalen Gesetzen musterg\u00fcltig zum Ausdruck brachte. Forschung war also eine Art von Inventur machen in einer Sch\u00f6pfung, die so gro\u00df war, dass man noch nicht alles darin kennen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Wende zur Neuzeit und mit dem Entstehen der Naturwissenschaft, war man nun aber versucht, den Dingen selbst und ihren inneren Zusammenh\u00e4ngen eine Bedeutung zu geben, mit der Konsequenz, von einem alten Bild der Wirklichkeit wegr\u00fccken zu m\u00fcssen, das von einer Wirklichkeit erz\u00e4hlt, die nur auf einer einzigen, von Gott gegebenen Ordnung, aufgebaut ist. Giordano Brunos Idee von den unendlich vielen Welten bringt die Brisanz dieser Versuchung vielleicht am besten ins Bild: Man konnte sich im Geiste seiner Ideen fragen, ob wir nicht vielleicht von mehreren, ganzheitlichen Ordnungsmustern in der Welt ausgehen sollten, die gleichsam nebeneinander existieren und dennoch in der einen unendlichen Wirklichkeit ihren Auftritt haben, in der auch wir leben und uns Gedanken \u00fcber die Dinge machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Die halbherzige Hinwendung zu den Dingen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vitalit\u00e4t der Bewegung &#8222;Hin zu den Dingen&#8220; hielt aber nicht lange vor. Eine Ersatzordnung f\u00fcr die alte Ordnung der Dinge wurde schnell gefunden: Descartes Zweiteilung der Welt in die Natur des Geistigen und die des Materialen hatte das geschafft, unter Mithilfe der mathematischen Beschreibung der Gravitation (Newton) die ja das Zusammenhalten von Himmels-Geschossen berechenbar machte (und auf so einem sa\u00df der Mensch nach Verlassen des alten Denkens ja). Die Verhei\u00dfung dieser neuen Ordnung war: Wir k\u00f6nnen im Buche der Natur (egal vom wem geschrieben) weiterlesen. Wir wissen jetzt, dass es in der Sprache der Mathematik geschrieben ist und daher d\u00fcrfen wir hoffen, eines Tages alle Zusammenh\u00e4nge dieser EINEN Ordnung (aber woher konnte man wissen dass es EINE war) gefunden zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diejenigen, die den Impuls dennoch weiter sp\u00fcrten, nach neuen Zug\u00e4ngen zur Wirklichkeit und ihrer m\u00f6glicherweise verschiedenen Naturen zu suchen, wurden schnell mit einem Pantheistischen Denken zusammengebracht. Einem solchen Denken ging es dann eher darum, sich Gott ein bisschen gr\u00f6\u00dfer zu denken als bisher, sich ihn z.B. als einen Gott von unendlich vielen Welten vorzustellen &#8211; wobei es am Ende dann doch wieder auf dieses g\u00f6ttliche EINE einer Ordnung hinauslaufen sollte (so konnte man Giordano Bruno jedenfalls auch interpretieren).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Versuchung, die Dinge selbst zum Sprechen zu bringen, ihren eigenen Hinweisen auf die Wirklichkeit zu folgen und so einen methodisch immer besseren Zugang zu ihnen zu entwickeln, verlor sehr bald ihre Anziehungskraft angesichts der Verhei\u00dfung einer \u00fcber die Mathematik erreichbaren maximalen Sicherheit im Aufschlie\u00dfen der Wirklichkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man wollte jetzt soviel von der materialen Natur der Wirklichkeit (res exensa) erforschen wie eben nur m\u00f6glich und glaubte sich im methodischen Vorgehen noch nie so sicher wie jetzt, wo man doch von einer Natur ausgehen konnte, die in der Sprache der Mathematik geschrieben und damit prinzipiell zu entschl\u00fcsseln war. Das Mathematische wurde zentral in den Rahmen eines Verfahrens gestellt, das wie ein Generalschl\u00fcssel f\u00fcr die Erschlie\u00dfung aller Zusammenh\u00e4nge zur Verf\u00fcgung stand (grob: Operationalisierung als Methode).<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Was war aber der Preis f\u00fcr das Verhei\u00dfungsvolle?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu allen Ph\u00e4nomenen, die in irgendeiner Weise mit der Seele, dem Denken und dem Geist etwas zu tun hatten, konnte auf diese Weise kein Zugang gefunden werden. Selbst so zeitnahe Denker wie Kant waren davon \u00fcberzeugt, dass der menschliche Geist, (wie er sagte) sich der wissenschaftlichen Untersuchung entziehe weil das Denken eine Funktion der Seele sei und diesem deshalb auch keine mess- und \u00fcberpr\u00fcfbaren Parameter zugeordnet werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Methode war also ein Hindernis f\u00fcr die Erforschung bestimmter Zusammenh\u00e4nge. Die Methode musste ja nicht an den Dingen selbst erst entwickelt werden, sondern war f\u00fcr den Forscher wie von au\u00dfen vorgegeben, \u00e4hnlich wie der Geist im dualistischen Weltbild in die materialen Dingen wie von au\u00dfen hinein gegeben war, als etwas Fremdes, das sich nicht an der Sache selbst erst entwickeln musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Ein Hin zu den Dingen durch das Experiment<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Neuzeit begann also mit der Versuchung, den Blick umzukehren: Statt von der Sicherheit einer g\u00f6ttlichen Ordnung auf die noch unbekannten Dinge der Natur zu schauen, traute man sich jetzt vom Kleinen, das man sich genauestens beschauen konnte, auf das Gro\u00dfe zu schlie\u00dfen. Und das war die Geburtsstunde des Experiments. Die in Geist und Materie\u00a0 aufteilende Ersatzordnung die ja sehr bald gefunden war, hinderte nicht daran. Im Gegenteil, das Schlie\u00dfen vom Kleinen auf das Gro\u00dfe lie\u00df sich mit der neuen Ordnung ganz gut verbinden. Das wissenschaftliche Experimentieren wurde eine Erfolgsgeschichte. Es brachte tats\u00e4chlich n\u00e4her an die Welt der Dinge heran. Allerdings f\u00fcr einen recht hohen Preis: Bestimmte Zusammenh\u00e4nge mussten vollkommen ausgeklammert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieso das so ist, wird deutlich,\u00a0 wenn wir uns anschauen, wie die Methode aussah und weitgehend auch heute noch aussieht. Dabei geht es um eine Methode, die das Versprechen macht, ein Generalschl\u00fcssel f\u00fcr die Erschlie\u00dfung jedweder Zusammenh\u00e4nge zu sein. Bestimmte Dinge mussten dabei f\u00fcr die Wissenschaft geopfert und weil der Schl\u00fcssel dort nicht passte in die Nebenstube einer Geisteswissenschaft geschoben werden, die als eine nicht exakte Wissenschaft galt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immerhin entstanden im Zuge der vielen Experimente Protoperspektiven auf eine Wirklichkeit im Ganzen &#8211; Vorformen von Perspektiven die das Zeug dazu haben, einen neuen, eigenen Zugang zur Wirklichkeit mit entsprechend eigenen Methoden bereitzustellen (darauf komme ich sp\u00e4ter noch zur\u00fcck).<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Die generalschl\u00fcsselartige Methode als Bremse<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jede Methode will einen eigenen Zugang zu den Dingen herstellen. Dabei m\u00fcssen aber immer bestimmte Erwartungen erf\u00fcllt werden: Die Methode soll Vorhersagen erm\u00f6glichen, und die Erkenntnisse sollen sowohl zuverl\u00e4ssig als auch gut nachvollziehbar sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wissenschaft der Neuzeit hatte sehr schnell ein Vorgehen entwickelt, welches wie ein feststehendes und genormtes Verfahren das wissenschaftliche Tun bestimmte. Dabei geht es um eine Methodik, die mit dem Anspruch auftritt, in jedem Bereich wissenschaftlichen Forschens der passende Schl\u00fcssel zu sein. Sie versteht sich also wie ein Generalschl\u00fcssel. Dreh- und Angelpunkt sind das so genannte Operationalisieren und das Erf\u00fcllen einer (formallogisch) widerspruchsfreien Form des Schlie\u00dfens. Wenn dieser methodische Schl\u00fcssel zur Untersuchung einer Sache nicht passt, ging und geht man auch heute noch davon aus, dass es sich bei der Sache nicht um einen Gegenstand der Wissenschaft handelt (die Wissenschaft im engeren Sinne ist damit gemeint, die empirische Wissenschaft).<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Die Methode funktioniert wie folgt:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(1.) Eine komplexe Frage wird (im Rahmen einer wissenschaftlichen Bearbeitung) so lange umgeformt, bis sie auf eine Aussage heruntergebrochen ist, in deren Mitte etwas Abz\u00e4hlbares steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(2.) Von der Form her muss die Aussage au\u00dferdem widerspruchsfrei sein, widerspruchsfrei im Sinne der formalen Logik Aussagenlogik).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(3.) Das Abgez\u00e4hlte wird in ein mathematisches Modell \u00fcberf\u00fchrt und mit einem normierenden Modell verglichen (Beispiel: die konkrete H\u00e4ufigkeitsverteilung mit der Normalverteilung = Glockenkurve).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(4.) Die Ergebnisse aus dem mathematischen Modellvergleich werden zur\u00fcck\u00fcbersetzt in die komplexe Frage des Anfangs, um die es in der Untersuchung geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch das Runterbrechen auf Aussagen, die im Kern etwas Abz\u00e4hlbares enthalten, zwingen wir die Zusammenh\u00e4nge der von uns untersuchten &#8222;Natur&#8220; in einfache, wiederholbare Muster hinein. Wenn es aber um die Natur der bildhaften Zusammenh\u00e4nge geht, kann das verheerende Folgen haben. Aus dem Erleben eines &#8222;sich \u00d6ffnens&#8220; kann dann z.B. eine Metapher werden, die zum Grundmuster eines Beh\u00e4lters geh\u00f6rt. Man stelle sich vor, es gehe um das &#8222;sich \u00f6ffnen&#8220; eines neuen Weges im Denken eines Menschen, der vielleicht sogar ein Rundweg ist, einer der wieder in sich zur\u00fccklaufen kann. Wie schnell w\u00e4ren wir hier durch das Operationalisieren zu einer Falschbeschreibung der tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnisse &#8222;gen\u00f6tigt&#8220;, ohne davon im engeren Sinne etwas mitzubekommen. Das Beispiel geht auf eine Metaphernanalyse zur\u00fcck, in der zum Zwecke der Abz\u00e4hlbarkeit alle Metaphern zur Beschreibung des Seelischen auf drei Grundmuster zur\u00fcckgef\u00fchrt werden mussten: der Beh\u00e4lter, die Verkn\u00fcpfung und die Kraft. Man kann sich gut vorstellen, welche weitgehenden Vorannahmen mit diesem Grundmuster bereits vor jedem Abz\u00e4hlen \u00fcber das Seelische getroffen sind. Das ist erschreckend, weil es hier vor dem Hintergrund eines vorz\u00fcglichen Beschreibens in Metaphern (also in Gleichnissen und Bildern) geschieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Provozierende Erfahrung am Gegenstand der modernen Psychologie<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seelische Prozesse sind motiviert durch Widerspr\u00fcche. Freud machte \u00fcber die ganzen Jahre seines psychologisch orientieren Forscherlebens hinweg ein einziges gro\u00dfes Experiment. Mit einem Verfahren, der &#8222;Psychoanalytischen Kur&#8220; (und das war sein gro\u00dfes Labor), konnte er zeigen, dass seelische Widerspr\u00fcche, wenn sie nicht zugelassen sondern in ihrer Existenz wie geleugnet behandelt wurden, zu Beeintr\u00e4chtigungen mit Krankheitswert f\u00fchrten. Der Beweis war folgenderma\u00dfen aufgebaut: Wenn in der psychoanalytischen Kur die seelisch wirksamen Widerspr\u00fcche ernst genommen und in dem gelebten Alltag ohne verleugnende Strategien einbezogen werden konnten, verschwanden die Merkw\u00fcrdigkeiten und die sogenannten St\u00f6rungen. Bestimmte Krankheiten erwiesen sich durch dieses Experiment als Symptom f\u00fcr eine nicht angemessen einbezogene Widerspr\u00fcchlichkeit der seelischen Natur: Setzte die laufende Analyse die Widerspr\u00fcche wieder in ihr angestammtes Recht zur\u00fcck, verschwanden auch die St\u00f6rungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freud erforschte eine f\u00fcr die Wissenschaft bisher unbekannte Natur, die sich nat\u00fcrlich nicht mit der generalschl\u00fcsselartigen Methode erforschen lie\u00df. Dennoch entwickelte er ein verantwortliches oder anders gesagt, ein &#8222;stimmiges&#8220; Vorgehen. Dieses kann als Vorgestalt gesehen werden f\u00fcr eine neue und andere Art, wissenschaftlich mit den Dingen dieser besonderen Natur umzugehen. Seine besondere Leistung dabei bestand darin, alles, was ihn interessierte, in komplexen, bildhaften Zusammenh\u00e4ngen zu beschreiben. Das zeigt sich auch in seinen theoretischen Schriften f\u00fcr die er mit dem Goethepreis ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine konsequente Hinwendung zu den Dingen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn wir unsre Methoden an den Sachen selbst entwickeln und ausrichten wollen, m\u00fcssen wir genau wissen was der Gegenstand unserer Wissenschaft ist. Wollen wir uns nicht hinter einer Methode verstecken, die mit dem Versprechen blendet, f\u00fcr alle Gegenst\u00e4nde der Wissenschaft gleicherma\u00dfen richtig zu sein, dann geht es nur auf diese Weise: Anschauen, was die eigene Sache ist und dann genau pr\u00fcfen, was dieser Sache methodisch gerecht wird. Dabei geht es darum, eine Perspektive zu formulieren, die den Kern des eigenen wissenschaftlichen Tuns und Interesses heraushebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Physik w\u00fcrde das bedeuten, dass sie sich als Wissenschaft von den\u00a0 raumzeitlichen Zusammenh\u00e4ngen versteht. Auch Qualit\u00e4ten wie z.B. die W\u00e4rme werden raumzeitlich beschrieben und als solche erforscht. Die W\u00e4rme h\u00e4ngt physikalisch von den raumzeitlichen Verh\u00e4ltnissen ab, und wird in der Physik auch auf diese hin und nicht anders etwa beschrieben: Also geht es bei dieser Qualit\u00e4t um die Bewegung der Molek\u00fcle, die an einem bestimmten Ort und in einer bestimmten Zeit zu beobachten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Mathematik w\u00fcrde es bedeuten, dass sie sich als Wissenschaft von den formalisierenden Zusammenh\u00e4ngen versteht: Eine Vierfachheit z.B. ist f\u00fcr sie ein Zusammenhang formalisierender Art, in welchem die Wirklichkeit auf die inneren Verh\u00e4ltnisse einer Wiederholbarkeit hin beschrieben wird (z.B. wenn es darum geht, im Vierfachen das doppelte von einem Zweifachen zu sehen etc.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Perspektive einer Wissenschaft beschreibt Zusammenh\u00e4nge, die selbst wiederum unter sich \u00a0zusammenh\u00e4ngen und dabei Gesetzescharakter annehmen. In der Physik kennen wir z.B. das Gesetz der Energieerhaltung, oder das der zunehmenden Entropie. In der Mathematik kennen wir z.B. das Gesetz der Gruppe, dem zufolge vier Bedingungen erf\u00fcllt sein m\u00fcssen damit ein System mit der Leistung gegeben ist, in sich Operationen mit Objekten zu erlauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Methoden, die der Mathematik und die der Physik, haben ihr Eigenes, was sich nicht in die eine oder andere Richtung aufl\u00f6sen l\u00e4sst. Weder ist die Mathematik die Quelle aus der das das raumzeitliche Geschehen entsteht, noch ist das Raumzeitliche der Ort, aus dem sich die formalisierenden Zusammenh\u00e4nge zwingend &#8222;ableiten&#8220; lassen. Sie stellen je eine eigene wissenschaftlich erschlie\u00dfbare Welt her, welche die Existenz der anderen \u00fcberformt , ohne das die eine die wahre und die andere nur die abgeleitete sei. Wenn wir auf die eine statt die andere\u00a0 Perspektive hin beschreiben, dann deshalb weil eine der Perspektiven f\u00fcr das interessierende Ereignis und seinen Zusammenhang die F\u00fchrung hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jede Wissenschaft, die von den Dingen her auf die Welt schaut, hat also einen eigenen Zugang zu der ganzen Wirklichkeit. Sie schneidet nichts ab von der Realit\u00e4t sonder nimmt alles und \u00fcbersetzt es in ihre eigene Perspektive. Die so begr\u00fcndeten Wissenschaften \u00fcberlappen sich daher mit anderen, ebenb\u00fcrtigen Blicken auf die Wirklichkeit, aber keine dieser Wissenschaften ist eingelagert in der Perspektive einer anderen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher m\u00fcssen die Methoden des angemessenen Umgangs innerhalb dieser Wissenschaften auch an den Sachen selbst entwickelt werden und sollten nicht von drau\u00dfen an die Zusammenh\u00e4nge herangetragen werden. Dabei entstehen in Methode und Inhaltlichkeit parallele, eigene Welten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Psychologie als die dritte im Bunde<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Psychologie sehe ich eine neue Perspektive auf die Wirklichkeit gefunden, die ebenso einen Blick auf das Ganze der Wirklichkeit wirft. Aber nur dann wenn wir ihren Gegenstand in den erlebbaren Zusammenh\u00e4ngen sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die g\u00e4ngige Festlegung der Psychologie auf das Erleben und Verhalten w\u00fcrde den Blick auf einen endlichen Ph\u00e4nomenbereich begrenzen so wie es in der Geographie, der Linguistik oder auch in der Musikwissenschaft z.B. gegeben ist. Die erlebbaren oder bildhaften Zusammenh\u00e4nge stellen dagegen einen\u00a0 perspektivischen Blick auf das Ganze der Wirklichkeit dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erlebbare Zusammenh\u00e4nge sind immer bildhafter Natur. Diese Feststellung erleichtert es das perspektivisch Ganze dieser Blickrichtung besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen: Alles hat eine bildhafte, gleichnishafte Natur, auf die hin wir die Wirklichkeit beschreiben k\u00f6nnen, und zwar ohne dabei etwas auslassen zu m\u00fcssen. Damit haben wir eine Perspektive in die hinein sich alles \u00fcbersetzen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen feststellen, dass sich nach fast 100 Jahren Erfahrungen unter einer Protoperspektive f\u00fcr diese gleichsam neue Wissenschaft, sich eigene Gesetzlichkeiten erkennen lassen (dabei geht es um Forschungen, die vor Allem auf das Verhalten und Erleben ausgerichtet waren und weniger auf die bildhaften Verh\u00e4ltnisse direkt). Dass es in dieser neuen Wissenschaft auch um ein eigenes Methodenbewusstsein zu gehen hat, davon ist bisher noch nicht so viel zu h\u00f6ren gewesen. In der bildanalytischen Psychologie z.B. ist schon ein Anfang gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicherheit im eigenen, wissenschaftlichen Handeln m\u00fcssen wir wo anders finden als in dem Wissen darum, vermeintlich die wahre Methode, den Generalschl\u00fcssel f\u00fcr alles gefunden zu haben. Nach Ansicht der Bildanalytischen Psychologie geht es darum, den Stimmigkeitssinn \u00a0f\u00fcr eine wissenschaftliche Arbeit zu kultivieren: Stimmig muss das erkl\u00e4rende Bild am Ende einer Untersuchung sein und stimmig auch die Abstimmung der Schritte untereinander, in welchen das Befragen einer Wirklichkeit und das Modellbilden bei gleichzeitig laufender, gegenseitiger Korrektur stattfindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer so verstandenen neuen Wissenschaft und Psychologie (oder Bildanalytik) geht es darum, erlebbare Zusammenh\u00e4nge als solche zu beschreiben, und nicht etwa als zeitlich- r\u00e4umliche oder als formalisierende. Au\u00dferdem will sie Gesetze finden in ihren eigenen Zusammenh\u00e4ngen (Zusammenh\u00e4nge zweiter Ordnung also), die nicht aus den raumzeitlichen oder formalisierenden Grundverh\u00e4ltnissen etwa abzuleiten sind. (Gestaltschlie\u00dfung, Verkehrung, Umst\u00fclpung oder Inversion von Verh\u00e4ltnissen etc.). Dabei ist klar, dass die erlebbaren Zusammenh\u00e4nge z.B. auch immer in den raumzeitlichen Verh\u00e4ltnissen stattfinden und umgekehrt nat\u00fcrlich auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zusammenh\u00e4nge von Raum und Zeit z.B. haben dabei aber keine erkl\u00e4rende Wirkung, auf die Entwicklung und auf die Voraussagbarkeit des erlebbaren oder bildhaften Geschehens. Eine Beispiel: Jemand \u00e4rgert seinen Gegen\u00fcber. F\u00fcr die Vorhersage und f\u00fcr ein Verstehen des Geschehens spielen die zeitlichr\u00e4umlichen Verh\u00e4ltnisse hier kaum eine Rolle: Nicht wie oft hintereinander jemand etwas B\u00f6ses sagt, &#8222;z\u00e4hlt&#8220;, sondern eher, welches Selbstbild vielleicht angegriffen wird und wie der Angriff genauer aussieht? Ist er direkt oder auf eine besonders raffinierte Weise vorgebracht, also indirekt. Was unterstellt der Angreifende genau und welche Bedeutung hat das f\u00fcr den Angegriffenen. L\u00e4sst der Angreifer ihm eine Chance, den Angriff abzuwehren. L\u00e4sst er ihn zu Wort kommen oder legt er sofort nach. Wie auch immer, das Raumzeitliche hat hier eine nur sehr marginale Bedeutung f\u00fcr ein Verst\u00e4ndnis des \u00c4rgerns &#8211; wie wir es uns gut denken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Bildanalytik als radikale Umkehr des Blickes (weg vom System hin zu den Dingen)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das &#8222;Hin zu den Dingen&#8220; und das Schauen von dem Ding aus auf das Ganze, das ist eine Forderung die von der neuen Wissenschaft der erlebbaren Zusammenh\u00e4nge besonders deutlich vertreten wird. Das liegt daran, dass die bildhaften Zusammenh\u00e4nge jeweils die Potenz in sich tragen, Gleichnis zu werden f\u00fcr die ganze Wirklichkeit und dass sie selber jeweils eine m\u00f6gliche Perspektive auf das Ganze sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder bildhafte, und das meint &#8222;jeder erlebbare&#8220; Zusammenhang tr\u00e4gt die Potenz in sich, selbst zum Zentrum eines Verstehens zu werden und damit zu einer Interpretation der Dinge, eigentlich aller Dinge die sonst noch bestehen. Nehmen wir z.B. eine Tasse (sagen wir, eine Tasse, als Gebrauchsgegenstand verstanden), dann k\u00f6nnen wir in ihr ein Gleichnis sehen, was sich auch auf alles m\u00f6gliche Andere wie eine Deutung desselben beziehen l\u00e4sst. Das gelingt, weil auch die seelische Natur einer Tasse ein Bildverstehen hat, sich also nach einem Gleichnis oder Bild versteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nehmen wir das Beispiel der Tasse, dann haben wir es mit einem &#8222;kleinen, raumschaffenden Aufschub zu tun, der sich uns innerhalb eines \u00dcbergangs, der auf Zufuhr ausgerichtet ist, anbietet. Gehen wir mit diesem Bild nun an die Wirklichkeit im Ganzen heran, dann k\u00f6nnen wir von ihm aus auch etwas \u00fcber diesen Aufsatz (oder bildanalytischen Appetizer) sagen: Er bietet die M\u00f6glichkeit, in einem Prozess, in welchem es darum geht sich eine Vorstellung vom Denken der Bildanalytischen Psychologie zu machen, einen kleinen raumschaffenden Aufschub zu erhalten, der es erlaubt, erst einmal vorschmecken zu k\u00f6nnen, um sich in einem nachfolgenden, weiteren Zugreifen dann mit der interessierenden Materie auseinanderzusetzen. Wir haben also die M\u00f6glichkeit, es mit dem Aufsatz so zu halten wie es der Gebrauchsgegenstand Tasse mit dem Menschen und einem Getr\u00e4nk zu halten versteht. Denken wir nur an die Analogien zu der M\u00f6glichkeit, die eine Tasse bietet: ein Getr\u00e4nk kann auf eine annehmliche Weise zu sich genommen werden und das hei\u00dft mit einer bestimmten Kultur, nicht \u00fcberst\u00fcrzt sondern portioniert und mit einem eventuellen Hinzubringen bestimmter, dem individuellen Geschmack entsprechender Zutaten (Zucker, Milch o.\u00e4.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft: In einer derart konsequent verstandenen Wissenschaft der Psychologie oder Bildanalytik, werden die Dinge selbst zur Lehre. Die Tasse z.B. sagt uns von ihrer eigenen Natur ausgehend etwas \u00fcber die Bedeutung dieses Appetizers aus, der von ihnen grade gelesen wird. Das erinnert an einen Satz, der Goethe zugeschrieben wird. &#8222;Die Ph\u00e4nomene selbst sind die Lehre&#8220;. Geht es bei Goethe aber wirklich darum? Schaut man sich die zugrunde liegende originale Aussage von Goethe an, bemerkt man gleich, dass hier die allgegenw\u00e4rtige Ordnung der Natur gemeint ist mit ihren Grundgesetzen, die sich nach Goethes Denken, \u00fcberall zum Erscheinen bringt &#8211; \u00a0und so auch an dem Ort des uns blau erscheinenden Himmels von dem Goethe in seinem Beispiel spricht: \u201eDie Bl\u00e4ue des Himmels offenbart uns das Grundgesetz der Chromatik. Man suche nur nichts hinter den Ph\u00e4nomenen; sie selbst sind die Lehre.\u201c Dieser letzte Teil des Satzes &#8222;Sie selbst sind die Lehre will eine Psychologie, welche die \u00a0erlebbaren Zusammenh\u00e4nge zum Gegenstand hat aber ernst nehmen. Die Dinge als Bilder und Gleichnisse verstanden sind nicht nur Ausdruck VON einer Ordnung (Goethe wie auch im \u00a0Pantheismus z.B.) sondern auch Formel F\u00dcR eine Ordnung und so versuchen sie sich auf alles M\u00f6gliche zu \u00fcbertragen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Denken finden wir in Nietzsches Formel vom &#8222;Wille zur Macht&#8220; wieder, mit der er sagen will, dass alle Zusammenh\u00e4nge Bild f\u00fcrs Ganze werden wollen, dass eben alles den &#8222;Willen&#8220; oder das Streben dazu hat. Nietzsche bringt diesen Gedanken in ein drastisches Bild, wenn er sagt [den Anh\u00e4ngern des Islam sei geraten, es nur als ein Gleichnis zu nehmen]: Gott sei tot, denn dieser habe sich totgelacht, weil ein anderen Gott aufgestanden sei und behauptet habe, dass er der EINE und Einzige sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Weniger ist mehr &#8211; aber es gelingt uns nicht immer&#8230;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Leidenschaft, &#8222;hin zu den Dingen&#8220; lebt besonders in der Wissenschaft und Methode von den erlebbaren Zusammenh\u00e4ngen wieder auf. Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt dazu auch die Bereitschaft, einem von der Wissenschaft in uns verw\u00f6hnten Sicherheitsbed\u00fcrfnis und Anspruchsdenken entgegenzutreten, mit neuen Konzepten und einem mutigen &#8222;weniger ist mehr&#8220;. Und vielleicht ist mir der vorliegende Text, der ja eigentlich nur eine kleine bildanalytische Anregung sein sollte, aus einem ganz \u00e4hnlichen Grund etwas in die L\u00e4nge geraten. ;-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Werbung f\u00fcr eine Wissenschaft von den erlebbaren Zusammenh\u00e4ngen &#8211; \u00a0Die Natur und ihr Inventar In der christlich mittelalterlichen Zeit &#8222;las man im Buch der Natur&#8220;, wenn man sich Wissen schaffend mit ihr befasste. Es gab eine feste Ordnung und&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/07\/25\/zu-den-dingen-selbst\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":108,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1280],"class_list":["post-16448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literatur","tag-werner-mikus"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/108"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16448\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}