{"id":15938,"date":"2013-05-31T00:01:00","date_gmt":"2013-05-30T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15938"},"modified":"2020-06-17T10:33:19","modified_gmt":"2020-06-17T08:33:19","slug":"gesundbrunnen-fur-jeden-stand","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/05\/31\/gesundbrunnen-fur-jeden-stand\/","title":{"rendered":"Gesundbrunnen f\u00fcr jeden Stand"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Tr\u00f6delm\u00e4rkte und modernes Buchantiquariat haben eines gemeinsam; man kann v\u00f6llig ohne Erwartung dahin gehen, kann w\u00fchlen und sehen und wird meistens f\u00fcndig, versucht zu handeln mit dem H\u00e4ndler. Der will dann allerdings meist nicht den Preis zulassen, den man bietet. Also bietet der erfahrene Kunde weit unter dem, was er zu zahlen bereit ist. Man einigt sich auf die Mitte, meistens jedenfalls. Der H\u00e4ndler nimmt das Geld mit fast beleidigter Miene entgegen. Fast w\u00e4re man versucht, doch noch einen Euro mehr zu geben. Nein, ganz sicher hat er seinen Schnitt gemacht, sonst w\u00e4re das begehrte St\u00fcck nicht \u00fcber die Theke gegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-15939 aligncenter\" title=\"G\u00f6lling\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling-2-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"303\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling-2-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling-2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a>Aus einer B\u00fccherkiste in der durch Krieg und vor allem die sechziger Jahre mehr verunstalteten als gestalten Siegstadt Siegen starrt mich ein solches Buch an. Es soll 2 Euro kosten, die Ansage ist deutlich, wer zwei draufschreibt, will einsf\u00fcnfzig haben, nach dem Gebot von einem Euro geht der Handel ganz schnell \u00fcber die B\u00fchne, beide Seiten sind hier zufrieden, wahrscheinlich h\u00e4tte der gute Mann das St\u00fcck auch f\u00fcr f\u00fcnfzig Cent hergegeben. F\u00fcr ihn hatte es keinen Wert. Ganz nach dem Motto; alles was verkauft ist, brauche ich nicht mehr nach Hause zu schleppen. Ich kenne das.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Hier sind es zwei verschiedene Paar Schuhe, das Habenwollen und der Preis. Sicherlich h\u00e4tte ich auch mehr bezahlt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Das Werk \u201eGesundbrunnen f\u00fcr jeden Stand\u201c von dem mir v\u00f6llig unbekannten Michael G\u00f6lling ist purer Dadaismus. Er scheint aus alten Druckklischees neue Bilder mit v\u00f6llig abstrusen Texten zusammen gesetzt zu haben. Auch das Papier (beiger Karton) und die Bindung (einfach mit langer Klammer geheftet) sprechen die Sprache einer fast willf\u00e4hrigen \u00c4sthetik. Aber oder trotzdem zieht es mich in seinen Bann. Ich kann nicht sagen, was es sagen will, wann das Buch erschienen ist, scheint schon Jahrzehnte alt zu sein, nur die Druckerei ist genannt: Karl Pfeiffer\u00b4s Buchdruckerei in Hersbr\u00fcck. Trotzdem sei es hier vorgestellt, nein, gerade deswegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-15940 aligncenter\" title=\"&quot;Im Exil&quot; von G\u00f6lling\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"303\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/g\u00f6lling-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Vertiefend auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die K\u00fcnstlerbucher sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 7276421<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tr\u00f6delm\u00e4rkte und modernes Buchantiquariat haben eines gemeinsam; man kann v\u00f6llig ohne Erwartung dahin gehen, kann w\u00fchlen und sehen und wird meistens f\u00fcndig, versucht zu handeln mit dem H\u00e4ndler. 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