{"id":15748,"date":"2008-10-31T00:01:03","date_gmt":"2008-10-30T23:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15748"},"modified":"2021-12-25T17:52:01","modified_gmt":"2021-12-25T16:52:01","slug":"zarg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/10\/31\/zarg\/","title":{"rendered":"ZARG"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende. Es gibt kein Res\u00fcmee. Nur der Beginn einer Einsicht, die erhellend \u00fcber eine Summe von Erfahrungen strahlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Lichte g\u00f6nnen wir uns eine Pause und beginnen mit einer Erz\u00e4hlung, um unseren Neuanfang in Angriff zu nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch geraten wir mit der Er\u00f6ffnung der Erz\u00e4hlung bereits in Schwierigkeiten, da wir unseren sprachlichen Einstieg relativieren m\u00fcssen. Denn wir gewahren in der Bedrohlichkeit der ersten W\u00f6rter eine hinreichende Warnung f\u00fcr jeden Leser, sich den weiteren Ausbreitungen n\u00e4her zu widmen. Wer besch\u00e4ftigt sich schon gerne mit einem Ende, gleich welchem, und zudem am Anfang?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewiss, diese Erz\u00e4hlung beugt sich berichtend \u00fcber eine Niederlage, doch kann sie ihr durchaus possenhafte Z\u00fcge abgewinnen. Der Bericht, ein sprachlich stets schweres Gep\u00e4ck, muss folglich mit ironischen Betrachtungen dergestalt erleichtert werden, dass dem Leser die Beschwernisse des Inhalts durch die Art und Weise ihrer Verpackung den Weg in diese Erz\u00e4hlung nicht verbauen. Nun sind Possen zuweilen derart \u00fcberdreht, pers\u00f6nliche Berichte \u00fcber Niederlagen in<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ihrer Subjektivit\u00e4t so wenig mitteilenswert, dass sich nur in einer ironischen, distanzierten Verkn\u00fcpfung beider Umst\u00e4nde f\u00fcr einen m\u00f6glichen Leser ein Vergn\u00fcgen einstellen kann. Da sich nunmehr die meisten Dinge des Lebens von verschiedenen Seiten betrachten und auch bewerten lassen, entschieden wir uns, die durchaus ernsthafte Erz\u00e4hlung mit der Leichtigkeit einer augenzwinkernden Begleitung zu schm\u00fccken, oder, um es bildhaft auszudr\u00fccken, wir feiern auf dem Grab des Scheiterns die Hochzeit unseres Neubeginns. Dieser definiert sich durch seine Niederschrift selbst und im Plural deuten wir gemeinschaftliche Interessen an, die den Erz\u00e4hler dieser Geschichte mit dem Objekt seiner Erz\u00e4hlung, dem<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00fcnstler Meinen verbinden. Die Erz\u00e4hlung folgt zun\u00e4chst nur unserem pers\u00f6nlichen Verlangen, dem unentwegten Prozess des Denkens \u00fcber unsere jeweilige Niederlage einen kreativen Weg ihrer Verarbeitung zu \u00f6ffnen. Denn unser Denken schl\u00e4gt aufdringlich an die W\u00e4nde der Stille, die sich behutsam aber emsig um unser Misslingen errichtet haben und produziert hierbei ein Echo, das vom Morgen in den Abend hallt und am n\u00e4chsten Tag schon sprachm\u00e4chtig unser Erwachen erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hiermit verbundenen Gedanken tendieren dabei zur permanenten Ausbreitung; sie sind sozusagen wie streunende Hunde unterwegs. Zuweilen lenken sie sich auch gegenseitig ab und pr\u00e4sentieren uns eine Nachbarin, die uns in ihrem Plaudern von dem eigentlichen Pfad unseres Aufkl\u00e4rungsbem\u00fchens ablenken will. Da wir dem Denken grunds\u00e4tzlich keinen Einhalt gebieten k\u00f6nnen, wollen wir ihm lediglich eine nachlesbare, also sichtbare Sprachgasse \u00f6ffnen. Hierin k\u00f6nnen wir uns durchaus verlaufen, uns w\u00e4hrend des Laufens aber zugleich \u00fcber die m\u00f6glichen Umst\u00e4nde der Niederlage im Klaren werden. Wir heften uns also an die Fersen unserer Gedanken und folgen seinen jeweiligen Richtungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/CoverSchimpfen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-15770\" title=\"CoverSchimpfen\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/CoverSchimpfen.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Eine Vorschau auf: Schimpfen<\/strong>, von Peter Meilchen, Edition Das Labor, Linz, Neheim, M\u00fclheim an der Ruhr 2013 &#8211; Der Erstauflage ist limitiert und mit einem Stempel versehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Werke sind <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=208\">erh\u00e4ltlich<\/a> \u00fcber die Edition Das Labor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Am Ende. 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