{"id":1565,"date":"2012-03-11T00:01:35","date_gmt":"2012-03-10T23:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=1565"},"modified":"2023-08-27T08:08:03","modified_gmt":"2023-08-27T06:08:03","slug":"fanboy","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/11\/fanboy\/","title":{"rendered":"Fanboy"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/captainblitzmc04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1566\" title=\"captainblitzmc04\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/captainblitzmc04.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"221\" \/><\/a>Ein Fanboy ist ein Experte, der zu einer kontroversen Produktdebatte Stellung nimmt. Wie es <strong><a href=\"http:\/\/www.stupidedia.org\/stupi\/Fanboy\">Stupidedia<\/a> <\/strong>sehr analytisch herausgearbeitet hat, ist der \u201eFanboy die Folge nat\u00fcrlicher Selektion, sein Ursprung datiert weit in die Anf\u00e4nge der Menschheit zur\u00fcck. Mit Herstellung eigener Produkte (geschliffene Steine, H\u00f6hlenfresken) war der Vergleich zweier gleichartiger Dinge nicht weit her. Gekonnt wusste der Fanboy sich mit schlagkr\u00e4ftigen Argumenten Geh\u00f6r zu verschaffen, warum der Stein seines Vaters nun aerodynamischer als der eines Mitbewohners war. Seinen geschichtlichen H\u00f6hepunkt hatte der Fanboy in der attischen Demokratie. Frei, sich unter Publikum zu \u00e4u\u00dfern, konnte er jeden in die Tasche stecken. Das sogenannte Argumentum Fanboii feierte hier seinen Ursprung und ist noch heute besonders im Internetz Nahrung f\u00fcr eine sachliche Debatte. Mit dem Niedergang der antiken Kulturen und zunehmender Dominanz barbarischer Volksst\u00e4mme, fand diese Hochphase ein j\u00e4hes Ende. Den Fanboy brennen zu sehen war urkomisch, eine Diskussion mit dieser wortgefeiten Spezies schien so doch v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig. Erst mit dem Aufkeimen der Netzkultur \u00e4nderten sich die Verh\u00e4ltnisse wieder zu Gunsten der letzten verbliebenen &#8222;Urfanbois&#8220;, die ihr Wissen beherzt in unz\u00e4hligen Foren posteten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbCaptain Blitz und seine Freunde\u00ab ist eine auf <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Audiokassette\">Audiokassetten<\/a> ver\u00f6ffentlichte deutsche <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krimi\">Krimi<\/a>&#8211;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%B6rspiel\">H\u00f6rspielserie<\/a> f\u00fcr Kinder, die von der Firma Kiosk (bei Teldec) in den 1980er Jahren herausgegeben wurde. Patrick Holtheuer aka Captain Blitz geh\u00f6rt zu der Generation \u201eKassettenkinder\u201c, einem Kulturph\u00e4nomen der alten BRD. Diese analoge Abspielm\u00f6glichkeit auf Magnettonband begleitete Kinder durch die 1980er Jahr, wodurch eine spezielle Form von H\u00f6rspielkollektivged\u00e4chtnis entstanden ist, aus dem sich ein sentimentaler Retro-Kult speist. Die H\u00f6rspielhelden der Kindheit scheinbar sind viel tiefer im Ged\u00e4chtnis dieser Kids verankert, als es Protagonisten aus B\u00fcchern, Filmen oder gar aus dem Radio je sein k\u00f6nnten. Da Kinder ihre Lieblingskassetten wieder und immer wieder anh\u00f6ren, kennen sie die Geschichten Wort f\u00fcr Wort auswendig. Und dies\u00a0 meistenfalls auch f\u00fcr\u00a0 den Rest ihres Erwachsenenlebens. Vor daher erscheint es \u201enormal\u201c, da\u00df Menschen \u00fcber 30 sich \u201eF\u00fcnf Freunde\u201c-, \u201eDrei ???\u201c- oder \u201eTKKG\u201c-Abenteuer auch weiterhin anh\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der &#8222;Urfanboi&#8220; Patrick Holtheuer aka Captain Blitz ist seit Juli 2001 der Inhaber der <a href=\"http:\/\/www.hoerspielhoelle.de\/\"><span style=\"text-decoration: underline;\">H\u00f6rspielh\u00f6lle<\/span><\/a>.\u2028 Bereits im August 2010 fa\u00dfte er den Entschluss als Labelbesitzer, Produzent und Regisseur in Erscheinung treten. Im Februar 2011 erschienen die ersten H\u00f6rspieltitel der <a href=\"http:\/\/www.audionarchie.de\/\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Audionarchie<\/span><\/a>. Die Psychothriller-Reihe \u201cMindNapping\u201d entsteht mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung bekannter Autoren wie Raimon Weber (Ex-Gabriel Burns, Ex-Point Whitmark, Darkside Park), Simon X. Rost (Der fliegende M\u00f6nch, Mitschnitt, Darkside Park), Astrid Meirose und Volker Pru\u00df (Die Digedags, Schattenreich, Black Mirror). Aus Sicht des Labelbesitzers Patrick Holtheuer ist MindNapping \u201eeine Marktl\u00fccke, die bedient werden m\u00f6chte\u201c. Nun geht es auf Folge 10 zu. Der Erfolg gibt ihm recht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fanboys finden sich seit jeher in Fanklubs zusammen. Es freut mich, da\u00df der Captain und ich Anh\u00e4nger des gleichen <a href=\"http:\/\/www.borussia.de\/\">Clubs<\/a> sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Kassettent\u00e4ter<\/em><\/strong> ist der \u00dcberbegriff f\u00fcr eine Vielzahl von Ver\u00f6ffentlichungen die Ende der 1970er und vor allem in den 1980er Jahren in Deutschland erschienen sind. Gemeinsam war den Ver\u00f6ffentlichungen der Tontr\u00e4ger Kassette. Lesen Sie dazu auch den einf\u00fchrenden <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=40989\">Essay<\/a> aus dem KUNO-Archiv.<\/p>\n<dl>\n<dt>\n<div class=\"wp-caption alignright\">\n<p class=\"wp-caption-text\">\n<\/div>\n<div id=\"attachment_100697\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-100697\" class=\"wp-image-100697 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Home_taping_is_killing_music1.png\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"182\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Home_taping_is_killing_music1.png 220w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Home_taping_is_killing_music1-160x132.png 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><p id=\"caption-attachment-100697\" class=\"wp-caption-text\">Home Taping Is Killing Music war eine Kampagne der British Phonographic Industry. Der Slogan war meist als Aufkleber auf Plattencovern zu finden.<\/p><\/div>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2192<\/strong> Laut Deutschlandfunk sind Tapes \u201eHipper als Vinyl\u201c. Herr Nipp erhebt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/10\/04\/schallplattenspieler\/\">Einspruch<\/a>, 1986 wurden zum ersten Mal mehr CDs als Schallplatten gekauft. Nun hat Vinyl die CD wieder \u00fcberholt. Die Redaktion l\u00e4\u00dft nach diesem Pro auch ein Contra <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/12\/10\/press-play-25-jahre-literaturclips\/\">zu Wort kommen<\/a>.<\/dt>\n<\/dl>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Fanboy ist ein Experte, der zu einer kontroversen Produktdebatte Stellung nimmt. 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