{"id":14877,"date":"2013-04-10T00:49:00","date_gmt":"2013-04-09T22:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14877"},"modified":"2019-10-05T16:46:56","modified_gmt":"2019-10-05T14:46:56","slug":"niveau-sans-frontieres","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/04\/10\/niveau-sans-frontieres\/","title":{"rendered":"Niveau sans Fronti\u00e8res"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Berlin war vor 1989 die politischste Stadt Deutschlands, heute ist es die unpolitischste, ein Ort, wo die Leute so deprimiert sind, dass sie nicht einmal die Sprache f\u00fcr ihre eigenen Probleme finden.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Frank Berberich<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Titel100rgb_500px.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-14878\" title=\"Titel100rgb_500px\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Titel100rgb_500px-218x300.png\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Titel100rgb_500px-218x300.png 218w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Titel100rgb_500px.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a>Als der Herausgaber Frank Berberich 1988 die erste Nummer der Lettre &nbsp;herausbrachte, stand die Berliner Mauer noch. Dagegen setzte diese Literaturzeitschrift das Bestreben nach \u00d6ffnung. Die innereurop\u00e4ischen Grenzen sollten intellektuell \u00fcberwunden werden, man wollte den kulturellen Reichtum der Nachbarn f\u00fcreinander sichtbar machen und endlich auch den Blick \u00fcber Europa hinaus auf die zunehmend globalisierten Weltverh\u00e4ltnisse lenken. Es zeigt sich seit einem viertel Jahrhundert, wie rein traditionelle Aktivit\u00e4ten zu einer politischen Entwicklung f\u00fchren k\u00f6nnen, weil die Menschen grenz\u00fcbergreifend zusammenarbeiten. Das gemeinsame Organisieren entwickelt F\u00e4higkeiten im Menschen, welche sie damals nicht ahnen konnten. Und dieser Geist ist auch heute noch erhalten. In der aktuellen Ausgabe findet u.a. sich ein Gespr\u00e4ch von Heinz-Norbert Jocks, da\u00df er mit St\u00e9phane Hessel wenige Monate vor seinem Tod f\u00fchrte, H\u00e9ctor Abads pl\u00e4diert begr\u00fcndet, warum das Projekt Europa nicht aufgegeben werden darf und Heinz Bude entlavrt den Begriff <em>Generationengerechtigkeit<\/em> als eine unbrauchbare Formel als Indiz eines verlorenen Zukunftsglaubens:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas Prinzip der Generationengerechtigkeit beruht auf der sehr schematischen und sehr naiven Unterstellung einer linearen Entwicklung der Welt. Nur bei dieser Unterstellung n\u00e4mlich kann man ernsthaft glauben, da\u00df Lasten und Zuw\u00e4chse sich gleichm\u00e4\u00dfig entwickeln, so da\u00df gerechte Kompensationen zwischen den Generationen m\u00f6glich sind. Wenn jedoch die Spr\u00fcnge, Kehrtwendungen und Ausw\u00fcchse das normale im Lauf der Zeit sind, dann ist eine Gerechtigkeit zwischen den Generationen, die jeweils, wie Ranke gesagt hat, \u201eunmittelbar zu Gott\u201c sind, undenkbar. Wir wollen nat\u00fcrlich, da\u00df es unseren Kindern zumindest nicht schlechter geht, aber was das dann hei\u00dft, k\u00f6nnen wir nicht wissen. Denn die Welt, in der wir leben, ist, obwohl wir f\u00fcr sie Verantwortung empfinden, nicht immer dieselbe, sie \u00e4ndert sich vielmehr von Generation zu Generation.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">KUNO verneigt sich vor dieser Herausgeberleistung, 100. Ausgaben in 25 Jahre, dass mu\u00df man erstmal stemmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin war vor 1989 die politischste Stadt Deutschlands, heute ist es die unpolitischste, ein Ort, wo die Leute so deprimiert sind, dass sie nicht einmal die Sprache f\u00fcr ihre eigenen Probleme finden. 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