{"id":14232,"date":"2020-03-20T00:01:00","date_gmt":"2020-03-19T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14232"},"modified":"2022-02-20T16:02:13","modified_gmt":"2022-02-20T15:02:13","slug":"uber-die-verfahrungsweise-des-poetischen-geistes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/03\/20\/uber-die-verfahrungsweise-des-poetischen-geistes\/","title":{"rendered":"\u00dcber die Verfahrungsweise des poetischen Geistes"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Friedrich H\u00f6lderlin ist der gro\u00dfe Unbekannte unter den Klassikern der deutschen Literatur. Am Eingang des T\u00fcbinger H\u00f6lderlin-Turms stand jahrelang der Satz aufgespr\u00fcht: \u201eDer H\u00f6lderlin isch et veruckt gw\u00e4!\u201c Ein Verr\u00fcckter? Ein Revolution\u00e4r? Schw\u00e4bischer Idylliker? Oder der Vorreiter aller modernen Poesie? Friedrich H\u00f6lderlin, der Mann im Turm, ist umk\u00e4mpft wie kein zweiter deutscher Dichter. Im 19. Jahrhundert fast vergessen, im 20. Jahrhundert vom George-Kreis wiederentdeckt, von den 68ern als Revolution\u00e4r gefeiert Zum 250. Geburtstag erinnert KUNO an den Dichter:<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n<div id=\"attachment_14236\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/220px-Hoelderlin_17921.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14236\" class=\"size-full wp-image-14236\" title=\"220px-Hoelderlin_1792\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/220px-Hoelderlin_17921.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"294\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14236\" class=\"wp-caption-text\">Friedrich H\u00f6lderlin, Pastell von Franz Karl Hiemer, 1792<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn der Dichter einmal des Geistes m\u00e4chtig ist, wenn er die gemeinschaftliche Seele, die allem gemein und jedem eigen ist, gef\u00fchlt und sich zugeeignet, sie festgehalten, sich ihrer versichert hat, wenn er ferner der freien Bewegung, des harmonischen Wechsels und Fortstrebens, worin der Geist sich in sich selber und in anderen zu reproduzieren geneigt ist, wenn er des sch\u00f6nen im Ideale des Geistes vorgezeichneten Progresses und seiner poetischen Folgerungsweise gewi\u00df ist, wenn er eingesehen hat, da\u00df ein notwendiger Widerstreit entstehe zwischen der urspr\u00fcnglichsten Forderung des Geistes, die auf Gemeinschaft und einiges Zugleichsein aller Teile geht, und zwischen der anderen Forderung, welche ihm gebietet, aus sich heraus zu gehen, und in einem sch\u00f6nen Fortschritt und Wechsel sich in sich selbst und in anderen zu reproduzieren, wenn dieser Widerstreit ihn immer festh\u00e4lt und fortzieht, auf dem Wege zur Ausf\u00fchrung, wenn er ferner eingesehen hat, da\u00df einmal jene Gemeinschaft und Verwandtschaft aller Teile, jener geistige Gehalt gar nicht f\u00fchlbar w\u00e4re, wenn diese nicht dem sinnlichen Gehalte, dem Grade nach, auch den harmonischen Wechsel abgerechnet, auch bei der Gleichheit der geistigen Form (des Zugleich- und Beisammenseins), verschieden w\u00e4ren, da\u00df ferner jener harmonische Wechsel, jenes Fortstreben, wieder nicht f\u00fchlbar und ein leeres leichtes Schattenspiel w\u00e4re, wenn die wechselnden Teile, auch bei der Verschiedenheit des\u00a0<em>sinnlichen<\/em>\u00a0Gehalts, nicht in der\u00a0<em>sinnlichen<\/em>\u00a0Form sich unter dem Wechsel und Fortstreben gleich bleiben, wenn er eingesehen hat, da\u00df\u00a0<em>jener Widerstreit zwischen geistigem Gehalt<\/em>\u00a0(zwischen der Verwandtschaft aller Teile)\u00a0<em>und geistiger Form<\/em>\u00a0(dem\u00a0Wechsel aller Teile), zwischen dem Verweilen und Fortstreben des Geistes,\u00a0<em>sich dadurch l\u00f6se,<\/em>da\u00df eben beim Fortstreben des Geistes, beim Wechsel der geistigen Form die\u00a0<em>Form des Stoffes in allen Teilen identisch bleibe,<\/em>\u00a0und da\u00df sie eben so viel ersetze, als von urspr\u00fcnglicher Verwandtschaft und Einigkeit der Teile verloren werden mu\u00df im harmonischen Wechsel, da\u00df sie den objektiven\u00a0<em>Gehalt<\/em>\u00a0ausmache im Gegensatze gegen die geistige Form, und dieser ihre v\u00f6llige Bedeutung gebe, da\u00df auf der anderen Seite\u00a0<em>der materielle Wechsel<\/em>\u00a0des\u00a0<em>Stoffes,<\/em>\u00a0der das Ewige des<em>\u00a0geistigen<\/em>\u00a0Gehalts begleitet, die Mannigfaltigkeit desselben die Forderungen des Geistes, die er\u00a0<em>in seinem Fortschritt<\/em>\u00a0macht, und die durch die\u00a0<em>Forderung der Einigkeit und Ewigkeit in jedem Momente aufgehalten<\/em>\u00a0sind, befriedige, da\u00df eben dieser materielle Wechsel die objektive Form, die Gestalt ausmache im Gegensatze gegen den geistigen Gehalt; wenn er eingesehen hat, da\u00df andererseits\u00a0<em>der Widerstreit<\/em>\u00a0zwischen dem\u00a0<em>materiellen Wechsel,<\/em>\u00a0und der\u00a0<em>materiellen Identit\u00e4t, dadurch<\/em>\u00a0gel\u00f6st werde, da\u00df der Verlust von materieller Identit\u00e4t<a name=\"Fu\u00dfnote_1\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.zeno.org\/Literatur\/M\/H%C3%B6lderlin,+Friedrich\/Theoretische+Schriften\/%C3%9Cber+die+Verfahrungsweise+des+poetischen+Geistes#Fu%C3%9Fnoten_1\"><sup>1<\/sup><\/a>, von leidenschaftlichem, die Unterbrechung fliehendem Fortschritt\u00a0ersetzt wird durch den immerfortt\u00f6nenden allesausgleichenden\u00a0<em>geistigen Gehalt,<\/em>\u00a0und der Verlust an materieller Mannigfaltigkeit, der durch das schnellere Fortstreben zum Hauptpunkt und Eindruck, durch diese materielle Identit\u00e4t entsteht, ersetzt wird, durch die immerwechselnde idealische geistige Form; wenn er eingesehen hat, wie umgekehrterweise eben der Widerstreit zwischen geistigem ruhigem Gehalt und geistiger wechselnder Form, so viel sie unvereinbar sind, so auch der Widerstreit zwischen materiellem\u00a0<em>Wechsel<\/em>\u00a0und materiellem\u00a0<em>identischem<\/em>\u00a0Fortstreben zum Hauptmoment, so viel sie unvereinbar sind, das eine wie das andere<em>\u00a0f\u00fchlbar<\/em>\u00a0macht, wenn er endlich eingesehen hat, wie der Widerstreit des geistigen Gehalts und der idealischen Form einerseits, und des materiellen Wechsels und identischen Fortstrebens andererseits sich vereinigen in den Ruhepunkten und Hauptmomenten, und so viel sie in diesen nicht vereinbar sind, eben in diesen auch und ebendeswegen f\u00fchlbar und gef\u00fchlt werden, wenn er dieses eingesehen hat, so kommt ihm alles an auf die Rezeptivit\u00e4t des Stoffs zum idealischen Gehalt und zur idealischen Form. Ist er des einen gewi\u00df und m\u00e4chtig wie des andern, der Rezeptivit\u00e4t des Stoffs, wie des Geistes, so kann es im Hauptmomente nicht fehlen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie mu\u00df nun der Stoff beschaffen sein, der f\u00fcr das Idealische, f\u00fcr seinen Gehalt, f\u00fcr die Metapher, und seine Form, den \u00dcbergang, vorz\u00fcglich rezeptiv ist?<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Stoff ist entweder eine Reihe von Begebenheiten, oder Anschauungen, Wirklichkeiten, subjektiv oder objektiv zu beschreiben, zu malen, oder er ist eine Reihe von Bestrebungen, Vorstellungen, Gedanken, oder Leidenschaften, Notwendigkeiten, subjektiv oder objektiv zu bezeichnen, oder eine Reihe von Phantasien, M\u00f6glichkeiten, subjektiv oder objektiv zu bilden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In allen drei F\u00e4llen mu\u00df er der idealischen Behandlung f\u00e4hig sein, wenn n\u00e4mlich ein echter Grund zu den Begebenheiten, zu den Anschauungen, die erz\u00e4hlt, beschrieben, oder zu den Gedanken und Leidenschaften, welche gezeichnet, oder zu den Phantasien, welche gebildet werden sollen, vorhanden ist, wenn die Begebenheiten oder Anschauungen hervorgehn aus rechten Bestrebungen, die Gedanken und Leidenschaften aus einer rechten Sache, die Phantasien aus sch\u00f6ner Empfindung. Dieser Grund des Gedichts, seine Bedeutung, soll den \u00dcbergang bilden zwischen dem Ausdruck, dem Dargestellten, dem sinnlichen Stoffe, dem eigentlich Ausgesprochenen im Gedichte, und zwischen dem Geiste, der idealischen Behandlung. Die Bedeutung des Gedichts kann zweierlei hei\u00dfen, so wie auch der Geist, das Idealische, wie auch der Stoff, die Darstellung, zweierlei hei\u00dfen, n\u00e4mlich in so fern es angewandt oder unangewandt verstanden wird. Unangewandt sagen diese Worte nichts aus, als die poetische Verfahrungsweise, wie sie genialisch und vom Urteile geleitet in jedem echtpoetischen Gesch\u00e4fte bemerkbar ist; angewandt bezeichnen jene Worte die Angemessenheit des jedesmaligen\u00a0poetischen Wirkungskreises zu jener Verfahrungsweise, die M\u00f6glichkeit, die im Elemente liegt, jene Verfahrungsweise zu realisieren, so da\u00df man sagen kann, im jedesmaligen Elemente liege objektiv und reell Idealisches dem Idealischen, Lebendiges dem Lebendigen, Individuelles dem Individuellen gegen\u00fcber, und es fragt sich nur, was unter diesem Wirkungskreise zu verstehen sei. Er ist das, worin und woran das jedesmalige poetische Gesch\u00e4ft und Verfahren sich realisiert, das Vehikel des Geistes, wodurch er sich in sich selbst und in andern reproduziert.\u00a0<em>An<\/em>\u00a0sich ist der Wirkungskreis gr\u00f6\u00dfer als der poetische Geist, aber nicht\u00a0<em>f\u00fcr<\/em>\u00a0sich selber. Insofern er im Zusammenhange der Welt betrachtet wird, ist er gr\u00f6\u00dfer; insofern er vom Dichter festgehalten, und zugeeignet ist, ist er subordiniert. Er ist der Tendenz nach, dem Gehalte seines Strebens nach dem poetischen Gesch\u00e4fte entgegen, und der Dichter wird nur zu leicht durch seinen Stoff irre gef\u00fchrt, indem dieser aus dem Zusammenhange der lebendigen Welt genommen der poetischen Beschr\u00e4nkung widerstrebt, indem er dem Geiste nicht blo\u00df als Vehikel dienen will; indem, wenn er auch recht gew\u00e4hlt ist, sein n\u00e4chster und erster Fortschritt in R\u00fccksicht auf ihn Gegensatz und Sporn ist in R\u00fccksicht auf die dichterische Erf\u00fcllung, so da\u00df sein zweiter Fortschritt zum Teil unerf\u00fcllt, zum Teil erf\u00fcllt werden mu\u00df. p. p.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es mu\u00df sich aber zeigen, wie dieses Widerstreits ungeachtet, in dem der poetische Geist bei seinem Gesch\u00e4fte mit dem jedesmaligen Elemente und Wirkungskreise steht, dieser dennoch jenen beg\u00fcnstige, und wie sich jener Widerstreit aufl\u00f6se, wie in dem Elemente, das sich der Dichter zum Vehikel w\u00e4hlt, dennoch eine Rezeptivit\u00e4t f\u00fcr das poetische Gesch\u00e4ft liege, und wie er alle Forderungen, die ganze poetische Verfahrungsweise in ihrem Metaphorischen, ihrem Hyperbolischen, und ihrem Charakter in sich realisiere in Wechselwirkung mit dem Elemente, das zwar in seiner anf\u00e4nglichen Tendenz widerstrebt, und gerade entgegengesetzt ist, aber im Mittelpunkte sich mit jenen vereiniget.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischen dem Ausdrucke (der Darstellung) und der freien idealischen Behandlung liegt die Begr\u00fcndung und Bedeutung des Gedichts. Sie ists, die dem Gedichte seinen Ernst, seine Festigkeit, seine Wahrheit gibt, sie sichert das Gedicht davor, da\u00df die freie idealische Behandlung nicht zur leeren Manier, und Darstellung nicht zur Eitelkeit werde. Sie ist das Geistigsinnliche, das Formalmaterielle, des Gedichts; und wenn die idealische Behandlung in ihrer Metapher, ihrem \u00dcbergang, ihren Episoden, mehr vereinigend ist, hingegen der Ausdruck, die Darstellung in ihren Charakteren, ihrer Leidenschaft, ihren Individualit\u00e4ten, mehr trennend, so stehet die Bedeutung zwischen beiden, sie zeichnet sich aus dadurch, da\u00df sie sich selber \u00fcberall entgegengesetzt ist: da\u00df sie, statt da\u00df der Geist alles der Form nach Entgegengesetzte vergleicht, alles Einige trennt, alles Freie festsetzt, alles Besondere verallgemeinert, weil nach ihr das Behandelte nicht blo\u00df ein individuelles Ganze, noch ein mit seinem Harmonischentgegengesetzten zum Ganzen verbundenes Ganze, sondern ein Ganzes \u00fcberhaupt ist und die Verbindung mit dem Harmonischentgegengesetzten auch m\u00f6glich ist durch ein der individuellen Tendenz nach, aber nicht der Form nach Entgegengesetztes; da\u00df sie durch Entgegensetzung, durch das Ber\u00fchren der Extreme vereiniget, indem diese sich nicht dem Gehalte nach, aber in der Richtung und dem Grade der Entgegensetzung vergleichbar sind, so da\u00df sie auch das\u00a0<em>Widersprechendste vergleicht,<\/em>\u00a0und durchaus hyperbolisch ist, da\u00df sie nicht fortschreitet durch Entgegensetzung in der Form, wo aber das erste dem zweiten dem Gehalte nach verwandt ist, sondern durch Entgegensetzung im Gehalt, wo aber das erste dem zweiten der Form nach gleich ist, so da\u00df naive und heroische und idealische Tendenz, im Objekt ihrer Tendenz, sich widersprechen, aber in der Form des Widerstreits und Strebens vergleichbar sind, und einig nach dem Gesetze der T\u00e4tigkeit, also einig im Allgemeinsten, im Leben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eben dadurch, durch dieses hyperbolische Verfahren, nach welchem das Idealische, harmonisch Entgegengesetzte und Verbundene,\u00a0nicht blo\u00df als dieses, als sch\u00f6nes Leben, sondern auch als Leben \u00fcberhaupt betrachtet, also auch als eines andern Zustandes f\u00e4hig betrachtet wird, und zwar nicht eines andern harmonischentgegengesetzten, sondern eines geradentgegengesetzten, eines \u00c4u\u00dfersten, so da\u00df dieser neue Zustand mit dem vorigen nur vergleichbar ist durch die Idee des Lebens \u00fcberhaupt, \u2013 eben dadurch gibt der Dichter dem Idealischen einen Anfang, eine Richtung, eine Bedeutung. Das Idealische in dieser Gestalt ist der subjektive Grund des Gedichts, von dem aus, auf den zur\u00fcckgegangen wird, und da das innere idealische Leben in verschiedenen Stimmungen aufgefa\u00dft, als Leben \u00fcberhaupt, als ein Verallgemeinbares, als ein Festsetzbares, als ein Trennbares betrachtet werden kann, so gibt es auch verschiedene Arten des subjektiven Begr\u00fcndens; entweder wird die idealische Stimmung als Empfindung aufgefa\u00dft, dann ist sie der subjektive Grund des Gedichts, die Hauptstimmung des Dichters beim ganzen Gesch\u00e4fte, und eben weil sie als Empfindung festgehalten ist, wird sie durch das Begr\u00fcnden als ein\u00a0<em>Verallgemeinbares<\/em>\u00a0betrachtet, \u2013 oder sie wird als Streben festgesetzt, dann wird sie die Hauptstimmung des Dichters beim ganzen Gesch\u00e4fte, und da\u00df sie als Streben festgesetzt ist, macht, da\u00df sie als\u00a0<em>Erf\u00fcllbares<\/em>\u00a0durch das Begr\u00fcnden betrachtet wird, oder wird sie als intellektuale Anschauung festgehalten, dann ist diese die Grundstimmung des Dichters beim ganzen Gesch\u00e4fte, und eben da\u00df sie als diese festgehalten worden ist, macht, da\u00df sie als\u00a0<em>Realisierbares<\/em>\u00a0betrachtet wird. Und so fordert und bestimmt die subjektive Begr\u00fcndung eine objektive, und bereitet sie vor. Im ersten Fall wird also der Stoff als Allgemeines\u00a0<em>zuerst,<\/em>\u00a0im zweiten als Erf\u00fcllendes, im dritten als Geschehendes, aufgefa\u00dft werden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das freie idealische poetische Leben einmal so fixiert, und ist ihm, je nachdem es fixiert war, seine Bedeutsamkeit gegeben, als Verallgemeinbares, als Erf\u00fcllbares, als Realisierbares, ist es, auf diese Art, durch die Idee des Lebens \u00fcberhaupt, mit seinem direkt Entgegengesetzten verbunden, und hyperbolischgenommen, so fehlt in der Verfahrungsweise\u00a0des poetischen Geistes noch ein wichtiger Punkt, wodurch er seinem Gesch\u00e4fte nicht die Stimmung, den Ton, auch nicht die Bedeutung und Richtung, aber die Wirklichkeit gibt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Als\u00a0<em>reines poetisches<\/em>\u00a0Leben\u00a0<em>betrachtet,<\/em>\u00a0bleibt n\u00e4mlich\u00a0<em>seinem Gehalte nach,<\/em>\u00a0als verm\u00f6ge des Harmonischen \u00fcberhaupt und des zeitlichen Mangels ein mit\u00a0<em>Harmonischentgegengesetzten Verbundenes,<\/em>\u00a0das poetische Leben\u00a0<em>sich<\/em>durchaus einig, und nur im Wechsel der Formen ist es entgegengesetzt, nur in der Art, nicht im Grunde seines Fortstrebens, es ist nur geschwungner oder zielender oder geworfner, nur zuf\u00e4llig mehr oder weniger unterbrochen; als durch die poetische Reflexion verm\u00f6ge der Idee des Lebens \u00fcberhaupt und des Mangels in der Einigkeit bestimmtes und begr\u00fcndetes Leben\u00a0<em>betrachtet,<\/em>\u00a0f\u00e4ngt es mit einer idealisch charakteristischen Stimmung an, es ist nun nicht mehr ein mit Harmonischentgegengesetzten Verbundenes \u00fcberhaupt, es ist als solches in bestimmter Form vorhanden, und schreitet fort im Wechsel der Stimmungen, wo jedesmal die nachfolgende durch die vorhergehende bestimmt, und ihr dem Gehalt nach, das hei\u00dft, den Organen nach, in denen sie begriffen, entgegengesetzt und insofern individueller allgemeiner voller ist, so da\u00df die verschiedenen Stimmungen nur in dem, worin das Reine seine Entgegensetzung findet, n\u00e4mlich in der Art des Fortstrebens, verbunden sind, als Leben \u00fcberhaupt, so da\u00df das rein poetische Leben nicht mehr zu finden ist, denn in jeder der wechselnden Stimmungen ist es in besonderer Form also mit seinem Geradentgegengesetzten verbunden, also nicht mehr rein, im Ganzen ist es nur als fortstrebendes und nach dem Gesetze des Fortstrebens nur als Leben \u00fcberhaupt vorhanden, und es herrscht auf diesem Gesichtspunkte durchaus ein Widerstreit von Individuellem (Materialem), Allgemeinem (Formalem) und Reinem.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Reine in jeder besondern Stimmung begriffenes widerstreitet dem Organ, in dem es begriffen, es widerstreitet dem Reinen des andern Organs, es widerstreitet dem Wechsel.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Allgemeine widerstreitet als besonderes Organ (Form), als charakteristische Stimmung dem Reinen, welches es in dieser Stimmung begreift, es widerstreitet als Fortstreben im Ganzen dem Reinen, welches in ihm begriffen ist, es widerstreitet als charakteristische Stimmung der zun\u00e4chst liegenden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Individuelle widerstreitet dem Reinen, welches es begreift, es widerstreitet der zun\u00e4chst liegenden Form, es widerstreitet als Individuelles dem Allgemeinen des Wechsels.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verfahrungsweise des poetischen Geistes bei seinem Gesch\u00e4fte kann also unm\u00f6glich hiemit enden. Wenn sie die wahre ist, so mu\u00df noch etwas anders in ihr aufzufinden sein, und es mu\u00df sich zeigen, da\u00df die Verfahrungsart, welche dem Gedichte seine Bedeutung gibt, nur der \u00dcbergang vom Reinen zu diesem Aufzufindenden, so wie r\u00fcckw\u00e4rts von diesem zum Reinen ist. (Verbindungsmittel zwischen Geist und Zeichen.)<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn nun das dem Geiste direkt entgegengesetzte, das Organ, worin er enthalten und wodurch alle Entgegensetzung m\u00f6glich ist, k\u00f6nnte betrachtet und begriffen werden, nicht nur als das, wo<em>durch<\/em>\u00a0das Harmonischverbundene formal entgegengesetzt, sondern, wodurch es auch formal verbunden ist, wenn es k\u00f6nnte betrachtet und begriffen werden, nicht nur als das, wodurch die verschiedenen unharmonischen Stimmungen materiell entgegengesetzt und formal verbunden, sondern wodurch sie auch materiell verbunden und formal entgegengesetzt sind, wenn es k\u00f6nnte betrachtet und begriffen werden nicht nur als das, was als verbindendes blo\u00df formales Leben \u00fcberhaupt, und als besonderes und materielles nicht verbindend, nur entgegensetzend und trennend, ist, wenn es als materielles als verbindend,\u00a0<em>wenn das Organ des Geistes k\u00f6nnte betrachtet werden als dasjenige, welches, um das Harmonischentgegengesetzte m\u00f6glich zu machen, REZEPTIV<\/em>\u00a0sein mu\u00df\u00a0<em>so wohl f\u00fcr das eine, wie f\u00fcr das andre Harmonischentgegengesetzte,<\/em>\u00a0da\u00df es also, insofern es f\u00fcr das rein poetische Leben formale Entgegensetzung\u00a0ist, auch formale Verbindung sein mu\u00df, da\u00df es, insofern es f\u00fcr das bestimmte poetische Leben und seine Stimmungen material entgegensetzend ist, auch material verbindend sein mu\u00df, da\u00df das begrenzende und bestimmende nicht blo\u00df negativ, da\u00df es auch positiv ist, da\u00df es zwar bei harmonisch Verbundenem abgesondert betrachtet dem einen wie dem andern entgegengesetzt ist, aber beide zusammengedacht die Vereinigung von beiden ist, dann wird derjenige Akt des Geistes, welcher in R\u00fccksicht auf die Bedeutung nur einen durchg\u00e4ngigen Widerstreit zur Folge hatte, ein ebenso vereinigender sein, als er entgegensetzend war.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wird er aber in dieser Qualit\u00e4t begriffen? als m\u00f6glich und als Notwendig? Nicht blo\u00df\u00a0<em>durch das Leben \u00fcberhaupt,<\/em>\u00a0denn so ist er es, insofern er blo\u00df als material entgegensetzend und formal verbindend, das Leben direkt bestimmend, betrachtet wird. Auch nicht blo\u00df durch die\u00a0<em>Einigkeit<\/em>\u00a0\u00fcberhaupt, denn so ist er es, insofern er blo\u00df als formal entgegensetzend betrachtet wird, aber im Begriffe der\u00a0<em>Einheit<\/em>\u00a0des\u00a0<em>Einigen,<\/em>\u00a0so da\u00df von Harmonischverbundenem\u00a0<em>eines<\/em>\u00a0wie<em>\u00a0das andere<\/em>\u00a0im\u00a0<em>Punkte der Entgegensetzung und Vereinigung vorhanden<\/em>\u00a0ist, und da\u00df\u00a0<em>IN DIESEM PUNKTE DER GEIST IN SEINER UNENDLICHKEIT F\u00dcHLBAR<\/em>\u00a0ist, der durch die Entgegensetzung als Endliches erschien, da\u00df das Reine, das dem Organ an sich widerstritt, in eben diesem Organ sich\u00a0<em>selber gegenw\u00e4rtig<\/em>\u00a0und so erst\u00a0<em>ein Lebendiges<\/em>\u00a0ist, da\u00df, wo es in verschiedenen Stimmungen vorhanden ist, die unmittelbar auf die Grundstimmung folgende nur\u00a0<em>der verl\u00e4ngerte Punkt<\/em>ist, der\u00a0<em>dahin,<\/em>\u00a0n\u00e4mlich zum\u00a0<em>Mittelpunkte<\/em>\u00a0f\u00fchrt, wo sich die harmonisch entgegengesetzten Stimmungen begegnen, da\u00df also gerade im st\u00e4rksten Gegensatz, im Gegensatz der ersten idealischen und zweiten k\u00fcnstlich reflektierten Stimmung, in der<em>\u00a0materiellsten<\/em>\u00a0Entgegensetzung (die zwischen harmonisch verbundenem im Mittelpunkte zusammentreffendem, im Mittelpunkte gegenw\u00e4rtigem Geist und Leben liegt), da\u00df gerade in dieser materiellsten Entgegensetzung, welche sich selbst entgegengesetzt ist\u00a0<em>(in Beziehung\u00a0auf den Vereinigungspunkt, wohin sie strebt),<\/em>\u00a0in den widerstreitenden\u00a0<em>fortstrebenden<\/em>\u00a0Akten des Geistes, wenn sie nur\u00a0<em>aus dem wechselseitigen Charakter der harmonischentgegengesetzten Stimmungen entstehen,<\/em>\u00a0da\u00df gerade da das Unendlichste sich am f\u00fchlbarsten, am negativpositivsten und hyperbolisch darstellt, da\u00df durch diesen Gegensatz der Darstellung des Unendlichen im widerstreitenden Fortstreben zum Punkt, und seines Zusammentreffens im Punkt die simultane Innigkeit und Unterscheidung der harmonischentgegengesetzten lebendigen zum Grunde liegenden Empfindung ersetzt und zugleich klarer von dem freien Bewu\u00dftsein und gebildeter, allgemeiner, als eigene Welt der Form nach, als Welt in der Welt, und so als Stimme des Ewigen zum Ewigen dargestellt wird.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Poetische Geist kann also in der Verfahrungsweise, die er bei seinem Gesch\u00e4fte beobachtet, sich nicht begn\u00fcgen, in einem harmonischentgegengesetzten Leben, auch nicht bei dem Auffassen und Festhalten desselben durch hyperbolische Entgegensetzung, wenn er so weit ist, wenn es seinem Gesch\u00e4fte weder an harmonischer Einigkeit noch an Bedeutung und Energie gebricht, weder an harmonischem Geiste \u00fcberhaupt, noch an harmonischem Wechsel gebricht, so ist notwendig, wenn das Einige nicht entweder (sofern es an sich selbst betrachtet werden kann) als ein Ununterscheidbares sich selbst aufheben und zur\u00a0<em>leeren<\/em>\u00a0Unendlichkeit werden soll, oder wenn es nicht in einem Wechsel von Gegens\u00e4tzen, seien diese auch noch so harmonisch, seine Identit\u00e4t verlieren, also nichts Ganzes und Einiges mehr sein, sondern in eine Unendlichkeit isolierter Momente (gleichsam eine Atomenreihe) zerfallen soll, \u2013 ich sage: so ist notwendig, da\u00df der poetische Geist bei seiner Einigkeit, und harmonischem Progre\u00df auch einen unendlichen Gesichtspunkt sich gebe, beim Gesch\u00e4fte, eine Einheit, wo im harmonischen Progre\u00df und Wechsel alles vor und r\u00fcckw\u00e4rts gehe, und durch seine\u00a0<em>durchg\u00e4ngige charakteristische Beziehung<\/em>\u00a0auf diese Einheit nicht blo\u00df objektiven Zusammenhang,\u00a0f\u00fcr den Betrachter, auch gef\u00fchlten und f\u00fchlbaren Zusammenhang und Identit\u00e4t im Wechsel der Gegens\u00e4tze gewinne, und es ist seine letzte Aufgabe, beim harmonischen Wechsel einen Faden, eine Erinnerung zu haben, damit der Geist nie im einzelnen Momente, und wieder einem einzelnen Momente, sondern in einem Momente wie im andern fortdauernd, und in den verschiedenen Stimmungen sich gegenw\u00e4rtig bleibe, so wie er sich ganz gegenw\u00e4rtig ist,\u00a0<em>IN DER UNENDLICHEN EINHEIT,<\/em>\u00a0welche einmal Scheidepunkt des Einigen als Einigen, dann aber auch Vereinigungspunkt des Einigen als Entgegengesetzten, endlich auch beedes zugleich ist, so da\u00df in ihr das Harmonischentgegengesetzte weder als Einiges entgegengesetzt, noch als Entgegengesetztes vereinigt, sondern als beedes in<em>\u00a0Einem,<\/em>\u00a0als einig entgegengesetztes unzertrennlich gef\u00fchlt, und als gef\u00fchltes erfunden wird. Dieser Sinn ist eigentlich poetischer Charakter, weder Genie noch Kunst, poetische Individualit\u00e4t, und dieser allein ist die Identit\u00e4t der Begeisterung, ihr die Vollendung des Genie und der Kunst, die Vergegenw\u00e4rtigung des Unendlichen, der g\u00f6ttliche Moment gegeben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie ist also nie blo\u00df Entgegensetzung des Einigen, auch nie blo\u00df Beziehung Vereinigung des Entgegengesetzten und Wechselnden, Entgegengesetztes und Einiges ist in ihr unzertrennlich. Wenn dies ist, so kann sie in ihrer Reinheit und subjektiven Ganzheit, als urspr\u00fcnglicher Sinn, zwar in den Akten des Entgegensetzens und Vereinigens, womit sie in harmonischentgegengesetztem Leben wirksam ist, passiv sein, aber in ihrem letzten Akt, wo das Harmonischentgegengesetzte als Harmonisches entgegengesetztes, das Einige als Wechselwirkung in ihr als Eines begriffen ist, in diesem Akte kann und darf sie schlechterdings nicht durch sich selbst begriffen, sich selber zum Objekte werden, wenn sie nicht statt einer unendlich einigen und lebendigen Einheit, eine tote und t\u00f6tende Einheit, ein unendlich positives Gewordenes sein soll; denn wenn Einigkeit und Entgegensetzung in ihr unzertrennlich verbunden und Eines ist, so kann sie der Reflexion\u00a0weder als entgegensetzbares Einiges, noch als vereinbares Entgegengesetztes erscheinen, sie kann also gar nicht erscheinen, oder nur im Charakter eines positiven Nichts, eines unendlichen Stillstands, und es ist die Hyperbel aller Hyperbeln der k\u00fchnste und letzte Versuch des poetischen Geistes, wenn er in seiner Verfahrungsweise ihn je macht, die urspr\u00fcngliche poetische Individualit\u00e4t, das poetische Ich aufzufassen, ein Versuch, wodurch er diese Individualit\u00e4t und ihr reines Objekt, das Einige, und Lebendige, harmonische, wechselseitig wirksame Leben aufh\u00f6be, und doch mu\u00df er es, denn da er alles, was er in seinem Gesch\u00e4fte ist, mit\u00a0<em>Freiheit<\/em>\u00a0sein soll, und mu\u00df, indem er eine eigene Welt schafft, und der Instinkt nat\u00fcrlicherweise zur eigentlichen Welt, in der er da ist, geh\u00f6rt, da er also alles mit Freiheit sein soll, so mu\u00df er auch dieser seiner Individualit\u00e4t sich versichern. Da er aber sie nicht durch sich selbst und an sich selbst erkennen kann, so ist ein \u00e4u\u00dferes Objekt notwendig und zwar ein solches, wodurch die reine Individualit\u00e4t, unter mehreren besondern weder blo\u00df entgegensetzenden, noch blo\u00df beziehenden, sondern poetischen Charakteren, die sie annehmen kann, irgend Einen anzunehmen bestimmt werde, so da\u00df also sowohl an der reinen Individualit\u00e4t, als an den andern Charakteren, die jetzt gew\u00e4hlte Individualit\u00e4t und ihr durch den jetzt gew\u00e4hlten Stoff bestimmter Charakter erkennbar und mit Freiheit festzuhalten ist.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">(Innerhalb der subjektiven Natur kann das Ich nur als Entgegensetzendes, oder als Beziehendes, innerhalb der subjektiven Natur kann es sich aber nicht als poetisches Ich in dreifacher Eigenschaft erkennen, denn so wie es innerhalb der subjektiven Natur erscheint, und von sich selber unterschieden wird, und an und durch sich selber unterschieden, so mu\u00df das erkannte immer nur mit dem Erkennenden und der Erkenntnis beeder zusammengenommen jene dreifache Natur des poetischen Ich ausmachen, und weder als Erkanntes aufgefa\u00dft vom Erkennenden, noch als Erkennendes aufgefa\u00dft vom Erkennenden, noch als Erkanntes und Erkennendes aufgefa\u00dft, von der\u00a0Erkenntnis, noch als Erkenntnis aufgefa\u00dft vom Erkennenden, in keiner dieser drei abgesondert gedachten Qualit\u00e4ten wird es als reines poetisches Ich in seiner dreifachen Natur, als entgegensetzend das Harmonischentgegengesetzte, als (formal) vereinigend das Harmonischentgegengesetzte, als in Einem begreifend das Harmonischentgegengesetzte, die Entgegensetzung und Vereinigung, erfunden, im Gegenteile bleibt es mit und f\u00fcr sich selbst im realen Widerspruche.\u00a0\u2013 Also nur, insofern es nicht von sich selber und an und\u00a0durch sich selber unterschieden wird, wenn es durch ein drittes bestimmt unterscheidbar gemacht wird, und wenn dieses dritte, insoferne es mit Freiheit erw\u00e4hlt war, insofern auch in seinen Einfl\u00fcssen und Bestimmungen die reine Individualit\u00e4t nicht aufhebt, sondern\u00a0von dieser betrachtet werden kann, wo sie dann zugleich sich selbst als ein durch eine Wahl Bestimmtes, empirisch Individualisiertes und Charakterisiertes betrachtet, nur dann ist es m\u00f6glich, da\u00df das Ich im harmonischentgegengesetzten Leben als Einheit, und umgekehrt das Harmonisch-Entgegengesetzte, als Einheit im Ich erscheine und in sch\u00f6ner Individualit\u00e4t zum Objekte werde.)<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">a) Wie ist es aber m\u00f6glich? im Allgemeinen?<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">b) Wenn es auf solche Art m\u00f6glich wird, da\u00df das Ich sich in poetischer Individualit\u00e4t erkenne und verhalte, welches Resultat entspringt daraus f\u00fcr die poetische Darstellung? (Es erkennt in den dreierlei subjektiven und objektiven Versuchen das Streben zu reiner Einheit.)<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">a) Wenn der Mensch in diesem Alleinsein, in diesem Leben mit sich selbst, diesem widersprechenden<em>\u00a0Mittelzustande<\/em>\u00a0zwischen nat\u00fcrlichem Zusammenhange mit einer nat\u00fcrlich vorhandenen Welt, und zwischen dem h\u00f6heren Zusammenhange mit einer auch nat\u00fcrlich vorhandenen, aber mit\u00a0<em>freier Wahl<\/em>\u00a0zur Sph\u00e4re erkornen voraus erkannten und in allen ihren Einfl\u00fcssen nicht ohne seinen Willen ihn bestimmenden Welt, wenn er in jenem Mittelzustande zwischen Kindheit und reifer Humanit\u00e4t, zwischen mechanisch sch\u00f6nem und menschlich sch\u00f6nem, mit Freiheit sch\u00f6nem Leben gelebt hat, und diesen Mittelzustand erkannt und erfahren, wie er schlechterdings im Widerspruche mit sich selber, im notwendigen Widerstreite 1) des Strebens zur reinen Selbstheit und Identit\u00e4t, 2) des Strebens zur Bedeutenheit und Unterscheidung, 3) des Strebens zur Harmonie verbleiben, und wie in diesem Widerstreite jede dieser Bestrebungen sich aufheben und als unrealisierbar sich zeigen mu\u00df, wie er also resignieren, in Kindheit zur\u00fcckfallen oder in fruchtlosen Widerspr\u00fcchen mit sich selber sich aufreiben mu\u00df, wenn er in diesem Zustande verharrt, so ist Eines, was ihn aus dieser traurigen Alternative zieht, und das Problem, frei zu sein, wie ein J\u00fcngling, und in der Welt zu leben wie ein Kind, der Unabh\u00e4ngigkeit eines kultivierten Menschen, und\u00a0der Akkommodation eines gew\u00f6hnlichen Menschen, l\u00f6st sich auf in Befolgung der Regel:<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Setze dich\u00a0<em>mit freier Wahl<\/em>\u00a0in harmonische Entgegensetzung mit einer \u00e4u\u00dferen Sph\u00e4re, so wie du in dir selber in\u00a0<em>harmonischer<\/em>\u00a0Entgegensetzung bist, von Natur, aber unerkennbarerweise, solange du in dir selbst bleibst.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn hier, in Befolgung dieser Regel ist ein wichtiger Unterschied von dem Verhalten im vorigen Zustande.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im vorigen Zustande, in dem des Alleinseins n\u00e4mlich, konnte darum die harmonischentgegengesetzte Natur nicht zur erkennbaren Einheit werden, weil das Ich, ohne sich aufzuheben, sich weder als t\u00e4tige Einheit setzen und erkennen k\u00f6nnte, ohne die Realit\u00e4t der Unterscheidung, also die Realit\u00e4t\u00a0<em>des Erkennens<\/em>\u00a0aufzuheben, noch als leidende Einheit, ohne die Realit\u00e4t der Einheit, ihr Kriterium der Identit\u00e4t, n\u00e4mlich die T\u00e4tigkeit aufzuheben, und da\u00df das Ich, indem es seine Einheit im Harmonischentgegengesetzten, und das Harmonischentgegengesetzte in seiner Einheit zu erkennen strebt, sich so absolut und dogmatisch als t\u00e4tige Einheit, oder als leidende Einheit setzen mu\u00df, entstehet daher, weil es, um sich selber durch sich selber zu erkennen, die nat\u00fcrliche innige Verbindung, in der es mit sich selber steht, und wodurch das Unterscheiden ihm erschwert wird, nur durch eine unnat\u00fcrliche (sich selber aufhebende) Unterscheidung ersetzen kann, weil es so von Natur Eines in seiner Verschiedenheit mit sich selber ist, da\u00df die zur Erkenntnis notwendige Verschiedenheit, die es sich durch Freiheit gibt, nur in Extremen m\u00f6glich ist, also nur in Streben in Denkversuchen, die\u00a0<em>auf diese Art<\/em>\u00a0realisiert, sich selber aufheben w\u00fcrden, weil es, um seine Einheit im (subjektiven) Harmonischentgegengesetzten,\u00a0und das (subjektive) Harmonisch-Entgegengesetzte in seiner Einheit zu\u00a0<em>erkennen,<\/em>\u00a0notwendigerweise von sich selber abstrahieren mu\u00df, insofern es im (subjektiven) Harmonischentgegengesetzten gesetzt ist, und auf sich reflektieren, insofern es nicht im (subjektiven) Harmonischentgegengesetzten gesetzt ist, und umgekehrt, da es aber diese Abstraktion von seinem Sein im (subjektiven) Harmonischentgegengesetzten, und diese Reflexion aufs Nichtsein in ihm nicht machen kann, ohne sich und das Harmonischentgegengesetzte, ohne das subjektive Harmonische und Entgegengesetzte und die Einheit aufzuheben, so m\u00fcssen auch die Versuche, die es auf diese Art dennoch macht, solche Versuche sein, die, wenn sie auf diese Art realisiert w\u00fcrden, sich selbst aufh\u00f6ben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies ist also der Unterschied zwischen dem Zustande des Alleinseins (der Ahndung seines Wesens) und dem neuen Zustande, wo sich der Mensch mit einer \u00e4u\u00dfern Sph\u00e4re, durch freie Wahl in harmonische Entgegensetzung setzt, da\u00df er,\u00a0<em>eben weil er mit dieser nicht so innig verbunden ist, von dieser abstrahieren und von sich, insofern er in ihr gesetzt ist, und auf sich reflektieren<\/em>\u00a0kann, insofern er nicht in ihr gesetzt ist, dies ist der Grund, warum er aus sich herausgeht, dies die Regel f\u00fcr seine Verfahrungsart in der \u00e4u\u00dfern Welt. Auf diese Art erreicht er seine Bestimmung, welche ist \u2013 Erkenntnis des Harmonischentgegengesetzten in ihm, in seiner Einheit und Individualit\u00e4t, und hinwiederum Erkenntnis seiner Identit\u00e4t, seiner Einheit und Individualit\u00e4t im Harmonischentgegengesetzten. Dies ist die wahre Freiheit seines Wesens, und wenn er an dieser \u00e4u\u00dferlichen harmonischentgegengesetzten Sph\u00e4re nicht zu sehr h\u00e4ngt, nicht identisch mit ihr wird, wie mit sich selbst, so da\u00df er nimmer von ihr abstrahieren kann, noch auch zu sehr an sich sich h\u00e4ngt, und von sich als Unabh\u00e4ngigem zu wenig abstrahieren kann, wenn er weder auf sich zu sehr reflektiert, noch auf seine Sph\u00e4re und Zeit zu sehr reflektiert, dann ist er auf dem rechten Wege seiner Bestimmung. Die Kindheit des gew\u00f6hnlichen Lebens, wo er identisch mit der Welt war, und gar nicht von ihr abstrahieren konnte, ohne Freiheit war, deswegen ohne Erkenntnis seiner selbst im Harmonischentgegengesetzten, noch des Harmonischentgegengesetzten in ihm selbst, an sich betrachtet ohne Festigkeit, Selbstst\u00e4ndigkeit,\u00a0eigentliche Identit\u00e4t im reinen Leben, diese Zeit wird von ihm, als die Zeit der W\u00fcnsche, betrachtet werden, wo der Mensch sich im Harmonischentgegengesetzten und jenes in ihm selber als Einheit zu erkennen strebt, dadurch da\u00df er sich dem objektiven Leben ganz hingibt; wo aber sich die Unm\u00f6glichkeit einer erkennbaren Identit\u00e4t im Harmonischentgegengesetzten objektiv zeigt, wie sie subjektiv schon gezeigt worden ist. Denn, da er in diesem Zustande sich gar nicht in seiner subjektiven Natur kennt, blo\u00df objektives Leben im Objektiven ist, so kann er die Einheit im Harmonischentgegengesetzten nur dadurch zu erkennen streben, da\u00df er in seiner Sph\u00e4re, von der er so wenig abstrahieren kann, als der subjektive Mensch von seiner subjektiven Sph\u00e4re, eben so verf\u00e4hrt wie dieser in der seinen. Er ist in ihr gesetzt als in Harmonischentgegengesetztem. Er mu\u00df sich zu erkennen streben, sich von sich selber in ihr zu unterscheiden suchen, indem er sich zum Entgegensetzenden macht, insoferne sie harmonisch ist, und zum Vereinenden, insofern sie entgegengesetzt ist. Aber wenn er sich in dieser Verschiedenheit zu erkennen strebt, so mu\u00df er entweder die Realit\u00e4t des Widerstreits, in dem er sich mit sich selber findet, vor sich selber leugnen, und dies widerstreitende Verfahren f\u00fcr eine T\u00e4uschung und Willk\u00fcr halten, die blo\u00df dahin sich \u00e4u\u00dfert, damit er seine Identit\u00e4t im Harmonischentgegengesetzten erkenne, aber dann ist auch diese seine Identit\u00e4t, als Erkanntes, eine T\u00e4uschung, oder er h\u00e4lt jene Unterscheidung f\u00fcr reell, da\u00df er n\u00e4mlich als Vereinendes und als Unterscheidendes sich verhalte, je nachdem er in seiner objektiven Sph\u00e4re ein zu Unterscheidendes oder zu Vereinendes vorfinde, setzt sich also als Vereinendes und als Unterscheidendes abh\u00e4ngig und weil dies in seiner objektiven Sph\u00e4re stattfinden soll, von der er nicht abstrahieren kann, ohne sich selber aufzuheben, absolut abh\u00e4ngig, so da\u00df er weder als Vereinendes, noch als Entgegensetzendes\u00a0<em>sich selber seinen<\/em>\u00a0Akt erkennt. In diesem Falle kann er sich wieder nicht erkennen, als identisch, weil die verschiedenen Akte, in denen er sich findet, nicht seine Akte sind. Er kann\u00a0<em>sich<\/em>\u00a0gar nicht erkennen, er ist kein Unterscheidbares, seine Sph\u00e4re ist es, in der er sich mechanisch so verh\u00e4lt. Aber wenn er nun auch als identisch mit dieser sich setzen wollte, den Widerstreit des Lebens und der Personalit\u00e4t, den er immer zu vereinigen und in Einem zu erkennen strebt und streben mu\u00df, in h\u00f6chster Innigkeit aufl\u00f6sen, so hilft es nichts, insofern er sich so in seiner Sph\u00e4re verh\u00e4lt, da\u00df er nicht von ihr abstrahieren kann, denn er kann sich ebendeswegen nur in Extremen von Gegens\u00e4tzen des Unterscheidens und Vereinens erkennen, weil er zu innig in seiner Sph\u00e4re lebt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch sucht also in einem zu subjektiven Zustande, wie in einem zu objektiven vergebens seine Bestimmung zu erreichen, welche darin besteht, da\u00df er sich als Einheit in G\u00f6ttlichem-Harmonischentgegengesetztem enthalten, so wie umgekehrt, das G\u00f6ttliche, Einige, Harmonischentgegengesetzte, in sich, als Einheit enthalten erkenne.\u00a0<em>Denn dies ist allein in sch\u00f6ner heiliger, g\u00f6ttlicher Empfindung m\u00f6glich,<\/em>\u00a0in einer Empfindung, welche darum sch\u00f6n ist, weil sie weder blo\u00df angenehm und gl\u00fccklich, noch blo\u00df erhaben und stark, noch blo\u00df einig und ruhig, sondern alles zugleich ist, und allein sein kann, in einer Empfindung, welche darum heilig ist, weil sie weder blo\u00df uneigenn\u00fctzig ihrem Objekte hingegeben, noch blo\u00df uneigenn\u00fctzig auf ihrem innern Grunde ruhend, noch blo\u00df uneigenn\u00fctzig zwischen ihrem innern Grunde und ihrem Objekte schwebend, sondern alles zugleich ist und allein sein kann, in einer Empfindung, welche darum g\u00f6ttlich ist, weil sie weder blo\u00dfes Bewu\u00dftsein, blo\u00dfe Reflexion (subjektive, oder objektive,) mit Verlust des innern und \u00e4u\u00dfern Lebens noch blo\u00dfes Streben (subjektiv oder objektiv bestimmtes) mit Verlust der innern und \u00e4u\u00dfern Harmonie, noch blo\u00dfe Harmonie, wie die intellektuale Anschauung und ihr mythisches bildliches Subjekt, Objekt, mit Verlust des Bewu\u00dftseins, und der Einheit, sondern weil sie alles dies zugleich ist, und allein sein kann, in einer Empfindung, welche darum transzendental ist und dies allein sein kann, weil sie in Vereinigung und Wechselwirkung der genannten\u00a0Eigenschaften weder zu angenehm und sinnlich, noch zu energisch und wild, noch zu innig und schw\u00e4rmerisch, weder zu uneigenn\u00fctzig, d.h. zu selbstvergessen ihrem Objekte hingegeben, noch zu uneigen<em>n\u00fctzig,<\/em>\u00a0d.h. zu eigen<em>m\u00e4chtig<\/em>\u00a0auf ihrem innern Grunde ruhend, noch zu eigenn\u00fctzig, d.h. zu unentschieden, und leer und unbestimmt zwischen ihrem innern Grunde und ihrem Objekte schwebend, weder zu reflektiert, sich ihrer zu bewu\u00dft, zu scharf und ebendeswegen ihres innern und \u00e4u\u00dfern Grundes unbewu\u00dft, noch zu bewegt, zu sehr in ihrem innern und \u00e4u\u00dfern Grunde begriffen, ebendeswegen der Harmonie des Innern und \u00c4u\u00dfern unbewu\u00dft, noch zu harmonisch, ebendeswegen sich ihrer selbst, und des innern und \u00e4u\u00dfern Grundes zu wenig bewu\u00dft, ebendeswegen zu unbestimmt, und des eigentlich Unendlichen, welches durch sie als eine\u00a0<em>bestimmte<\/em>\u00a0wirkliche Unendlichkeit, als au\u00dferhalb liegend bestimmt wird, weniger empf\u00e4nglich, und geringerer Dauer f\u00e4hig. Kurz, sie ist, weil sie in dreifacher Eigenschaft vorhanden ist, und dies allein sein kann, weniger einer Einseitigkeit ausgesetzt in irgend einer der drei Eigenschaften. Im Gegenteil erwachsen aus ihr urspr\u00fcnglich alle die Kr\u00e4fte, welche jene Eigenschaften zwar bestimmter und erkennbarer, aber auch isolierter besitzen, so wie sich jene Kr\u00e4fte, und ihre Eigenschaften und \u00c4u\u00dferungen auch wieder in ihr konzentrieren, und in ihr und durch gegenseitigen Zusammenhang und lebendige f\u00fcr sich selbst bestehende Bestimmtheit, als Organe von ihr, und Freiheit, als zu ihr geh\u00f6rig und nicht in ihrer Beschr\u00e4nktheit auf sich selber eingeschr\u00e4nkt, und Vollst\u00e4ndigkeit, als in ihrer Ganzheit begriffen, gewinnen, jene drei Eigenschaften m\u00f6gen als Bestrebungen, das Harmonischentgegengesetzte in der lebendigen Einheit oder diese in jenem zu erkennen, im subjektiveren oder objektiveren Zustande sich \u00e4u\u00dfern. Denn eben diese verschiedenen Zust\u00e4nde gehen auch aus ihr als der Vereinigung derselben hervor.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Jubil\u00e4en und Gedenkjahre sind ritualisierte Konstrukte und Ereignisse der Kulturgedenkroutine. Oft \u00fcberlagert die Eventisierung das Anregungspotenzial, das vom gefeierten Klassiker ausgehen k\u00f6nnte. Friedrich H\u00f6lderlins Leben ist die Geschichte eines Einzelg\u00e4ngers, der keinen Halt im Leben fand, obwohl er hingebungsvoll liebte und geliebt wurde. Als Dichter, \u00dcbersetzer, Philosoph, Hauslehrer und Revolution\u00e4r lebte er in zerrei\u00dfenden Spannungen, unter denen er schlie\u00dflich zusammenbrach. Erst das 20. Jahrhundert entdeckte seine tats\u00e4chliche Bedeutung, manche verkl\u00e4rten ihn sogar zu einem Mythos. Doch immer noch ist Friedrich H\u00f6lderlin der gro\u00dfe Unbekannte unter den Klassikern der deutschen Literatur. Es gibt konkur\u00adrierende Gesamtausgaben, die teilweise unterschiedliche Textgestalten pr\u00e4sentieren. In der sogenannten Frankfurter Ausgabe von D. E. Sattler finden sich Reproduktionen der Handschriften. Das Geburtshaus in Laufen am Neckar ist renoviert und zum Museum gestaltet, heute er\u00f6ffnet es mit einer Ausstellung. Im H\u00f6lderlinturm in T\u00fcbingen, in dem der Dichter seine zweite Lebensh\u00e4lfte verbrachte, ist eine neue multimediale Daueraus\u00adstellung zu sehen. Im Marbacher Literatur-Archiv, das die vielf\u00e4ltigen Veranstaltungen zu \u201eH\u00f6lderlin 2020\u201c koordiniert, er\u00f6ffnete bereits gestern die Ausstellung \u201eH\u00f6lderlin, Celan und die Sprachen der Poesie\u201c. Der 250. Geburtstag bewegt sich KUNO entlang der poetischen H\u00f6lderlinie und versucht sich ihm und seinem Geheimnis zu n\u00e4hern.<\/p>\r\n<h5 style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/h5>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W<\/strong><strong>eiterf\u00fchrend \u2192<\/strong>\u00a0Ulrich Bergmann hat das St\u00fcck \u201eDer Tod des Empedokles\u201c neu gelesen und fand ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/03\/25\/der-ueberbau-der-freiheit\/\">Gedicht<\/a>.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Poesie ist das identit\u00e4tsstiftende Element der Kultur, KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologische Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong>\u00a0Lesen Sie auch Friedrich H\u00f6lderlins Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14232\">\u00dcber die Verfahrungsweise des poetischen Geistes<\/a><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedrich H\u00f6lderlin ist der gro\u00dfe Unbekannte unter den Klassikern der deutschen Literatur. Am Eingang des T\u00fcbinger H\u00f6lderlin-Turms stand jahrelang der Satz aufgespr\u00fcht: \u201eDer H\u00f6lderlin isch et veruckt gw\u00e4!\u201c Ein Verr\u00fcckter? Ein Revolution\u00e4r? Schw\u00e4bischer Idylliker? Oder der Vorreiter aller modernen Poesie?&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/03\/20\/uber-die-verfahrungsweise-des-poetischen-geistes\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":98741,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[220],"class_list":["post-14232","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-friedrich-holderlin"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14232"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14232\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98823,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14232\/revisions\/98823"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98741"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}