{"id":13204,"date":"2023-11-02T00:01:07","date_gmt":"2023-11-01T23:01:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=13204"},"modified":"2022-02-20T20:16:27","modified_gmt":"2022-02-20T19:16:27","slug":"uber-lob-preis-und-ruhm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/11\/02\/uber-lob-preis-und-ruhm\/","title":{"rendered":"Von der Gewissensfreiheit"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man sieht sehr gew\u00f6hnlich, da\u00df gute Absichten, wenn sie ohne M\u00e4\u00dfigung durchgesetzt werden, die Menschen zu sehr fehlerhaften Handlungen verleiten. In dem Streit, durch welchen Frankreich anjetzt durch den b\u00fcrgerlichen Krieg beunruhigt wird, ist die beste und sicherste Partei ohne Zweifel diejenige, welche die alte Religion und alte Verfassung des Landes verficht. Gleichwohl sieht man unter den redlichen Leuten, welche daran h\u00e4ngen (denn ich spreche nicht von solchen, die sich derselben zum Vorwand bedienen, um teils ihre pers\u00f6nliche Rache zu befriedigen, teils ihrem Geiz oder dem g\u00fcnstigen Gl\u00fcck der Prinzen zu folgen, sondern von denen, die aus wahrem Eifer f\u00fcr ihre Religion handeln und aus inniger Liebe zum Frieden und Wohl ihres Vaterlandes), von diesen, sage ich, sieht man viele, welche durch Leidenschaft die Grenzen der Billigkeit \u00fcberschreiten und zuweilen ungerechte, gewaltt\u00e4tige und dabei un\u00fcberlegte Entschl\u00fcsse fassen. Es ist dabei wahr, da\u00df zu den ersten Zeiten, da unsere Religion anfing, mit den Gesetzen ein hohes Ansehen zu gewinnen, der Eifer vieler Leute gegen alle Arten von heidnischen B\u00fcchern bewaffnete, wodurch die Literatur einen ungeheuren Verlust erlitten hat. Meines Bed\u00fcnkens hat diese Wut der Gelehrsamkeit mehr Schaden zugef\u00fcgt als alles Feuer der Barbaren. Cornelius Tacitus ist davon ein glaubw\u00fcrdiger Zeuge: denn obgleich der Kaiser Tacitus, sein Anverwandter, mit seinen Annalen, durch ausdr\u00fcckliches Gebot, alle Bibliotheken der Welt geziert hatte: so hat doch nicht ein einziges vollst\u00e4ndiges Exemplar den gierigen Klauen derjenigen entwischen k\u00f6nnen, welche solche unterdr\u00fccken wollten, weil sich f\u00fcnf oder sechs wenig bedeutende Stellen darin befanden, die unsere Religion nachteilig schienen. Auch das hatten sie an sich, da\u00df sie allen Kaisern, die uns g\u00fcnstig waren, gern und leicht falsche Lobspr\u00fcche beilegten und durchg\u00e4ngig alle Handlungen derer verdammten, welche es nicht mit uns hielten, wie leicht zu ersehen ist am Kaiser Julian, dem sie den Beinamen der Apostat oder der Abtr\u00fcnnige beigelegt haben. Es war in der Tat ein sehr gro\u00dfer und seltener Mann, ein Mann, der seine Seele mit den Grunds\u00e4tzen der Philosophie erf\u00fcllt hatte und \u00f6ffentlich bekannte, da\u00df er nach solchen alle seine Handlungen einrichte; und in der Tat w\u00fc\u00dfte ich keine Art von Tugend, von welcher er nicht ein sehr merkw\u00fcrdiges Beispiel hinterlassen h\u00e4tte. In Absicht auf die Keuschheit, wovon der Lauf seines Lebens ein sehr helles Zeugnis gibt, liest man von ihm einen \u00e4hnlichen Zug wie vom Alexander und vom Scipio. Er wollte von verschiedenen sch\u00f6nen weiblichen Gefangenen nicht einmal eine einzige sehen, da er noch in der Bl\u00fcte seiner Jugend stand (denn er ward von den Parthern get\u00f6tet, da er noch nicht volle einunddrei\u00dfig Jahre war). In Absicht auf Gerechtigkeit gab er sich selbst die M\u00fche, die Parteien anzuh\u00f6ren, und ob er gleich aus Neugierde diejenigen, die vor ihm kamen, zu fragen pflegte, von welcher Religion sie w\u00e4ren, so gab doch die Feindschaft, die er gegen die unsrige hegte, der Waagschale nicht den geringsten Ausschlag. Er machte selbst verschiedene gute Gesetze und erlie\u00df einen gro\u00dfen Teil der Subsidien oder Auflagen, welche seine Vorweser erhoben hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben zwei gute Geschichtschreiber, die Augenzeugen von seinen Handlungen waren. Einer derselben, Marcellinus, erkl\u00e4rt sich an verschiedenen Stellen seiner Geschichte sehr bitter \u00fcber eine Verordnung, durch welche er allen christlichen Rhetorikern und Grammatikern die H\u00f6rs\u00e4le verbot und verschlo\u00df, und Marcellinus sagt dabei, er w\u00fcnsche, da\u00df diese Handlung Julians in Vergessenheit begraben werden m\u00f6chte. Es ist wahrscheinlich, da\u00df wenn Julian etwas Bitteres gegen uns unternommen h\u00e4tte, Marcellinus es nicht verschwiegen haben w\u00fcrde, weil er unserer Partei sehr geneigt war. Der Kaiser war uns freilich nichts weniger als gewogen, gleichwohl war er kein grausamer Feind, denn selbst unsere Anh\u00e4nger erz\u00e4hlen von ihm folgende Geschichte. Als er eines Tages um die Stadt Chalcedon spazierenging, unterstand sich Maris, der Bischof des Ortes, ihn einen Gottlosen, einen Verr\u00e4ter Christi zu nennen. Er tat hierauf weiter nichts, als da\u00df er ihm antwortete: \u00bbGeh, Elender, und beweine den Verlust deiner Augen!\u00ab Worauf der Bischof abermals versetzte: \u00bbIch danke meinem Herrn Jesus Christus, da\u00df er mir das Gesicht benommen, um dein unversch\u00e4mtes Gesicht nicht zu sehen\u00ab; wobei der Kaiser, wie sie sagen, eine philosophische Geduld affektiert haben soll. Was aber auch daran sei, so kann man doch dieses nicht wohl unter die Grausamkeiten aufz\u00e4hlen, die er, wie man sagt, gegen uns ver\u00fcbt haben soll. Er war, sagt Eutropius (mein zweiter Zeuge), ein Feind der Christenheit, aber ohne Blut zu vergie\u00dfen. Und um hier auf seine Gerechtigkeit zu kommen, so kann man daran weiter nichts tadeln als die Strenge, womit er im Anfang seiner Regierung diejenigen behandelte, welche der Partei des Constantinus, seines Vorwesers, gefolgt waren. Was seine M\u00e4\u00dfigkeit anbetrifft, so f\u00fchrte er best\u00e4ndig das Leben eines Kriegsmannes und n\u00e4hrte sich in vollem Frieden als ein Mann, welcher sich auf die Beschwerlichkeiten und den Mangel des Krieges vorbereiten und daran gew\u00f6hnen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine Enthaltsamkeit vom Schlaf ging so weit, da\u00df er die Nacht in drei oder vier Teile einteilte, davon er den k\u00fcrzesten dem Schlaf \u00fcberlie\u00df, die \u00fcbrigen wandte er an, selbst in Person sein Lager und seine Wachposten zu untersuchen und zum Studieren; denn unter andern seiner seltenen Eigenschaften befand sich auch die, da\u00df er in allen Arten von Literatur etwas Vorz\u00fcgliches leistete. Man erz\u00e4hlt von Alexander dem Gro\u00dfen, da\u00df er ein Gef\u00e4\u00df vor sein Bett setzen lassen und aus Besorgnis, da\u00df ihn der Schlaf in seinen Gedanken und Studieren \u00fcberschleichen m\u00f6chte, wenn er in seinem Bett lag, in eine seiner H\u00e4nde eine kupferne Kugel nahm, die er hinaushielt, damit, wenn ihn der Schlaf \u00fcberfiel und die Finger erschlaffen, das Ger\u00e4usch, welches diese Kugel durch ihren Fall in das Gef\u00e4\u00df machte, ihn aufwecke. Julian spannte seine Seele so stark auf das, was er wollte, und war durch seine besondere Enthaltsamkeit so frei von aller Benebelung, da\u00df er dieses Kunstst\u00fcckchens nicht bedurfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In R\u00fccksicht seiner Kriegswissenschaft war er in allem, was ein gro\u00dfer Feldherr wissen mu\u00df, vortrefflich. Auch war er fast sein ganzes Leben hindurch unaufh\u00f6rlich mit dessen Aus\u00fcbung besch\u00e4ftigt, und den gr\u00f6\u00dften Teil desselben bei uns in Frankreich, gegen die Alemannen und Franken. Wir finden schwerlich Nachricht von einem Mann, der mehr Gefahren \u00fcberstanden oder seine Person \u00f6fters blo\u00dfgestellt h\u00e4tte. Sein Tod hat etwas \u00c4hnliches mit dem Tode des Epaminondas; denn er ward von einem Pfeil getroffen und versuchte ihn auszurei\u00dfen; er hatte es auch getan, da aber der Pfeil scharf war, so verwundete ihm solcher die Hand und machte sie unbrauchbar. Er befahl alsobald, da\u00df man ihn wieder ins Treffen tragen mu\u00dfte, um seine Soldaten anzufeuern, welche diese Schlacht ohne ihn sehr herzhaft so lange unterhielten, bis die Nacht die k\u00e4mpfenden Heere trennte. Der Philosophie verdankte er eine sonderbare Verachtung, die er f\u00fcr das Leben und die Dinge dieser Welt hatte. Er glaubte fest an die Unsterblichkeit der Seele.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Absicht der Religion war er ganz und gar tadelnsw\u00fcrdig. Man hat ihn den Apostaten oder den Abtr\u00fcnnigen genannt, weil er die unsrige verlassen: gleichwohl scheint mir die Meinung wahrscheinlicher, da\u00df er solche niemals in seinem Herzen gehegt habe, sondern aus Gehorsam gegen die Gesetze nur \u00e4u\u00dferlich vorgegeben, bis er zur Regierung gekommen. In der seinigen war er so abergl\u00e4ubisch, da\u00df selbst seine Mitgl\u00e4ubigen, die zu seiner Zeit lebten, dar\u00fcber spotteten; und sagte man, wenn er den Sieg \u00fcber die Parther erhalten h\u00e4tte, w\u00fcrde er das Geschlecht der Rinder in der Welt ausgerottet haben, um seiner Opferlust ein Gen\u00fcge zu tun. Ebenso bet\u00f6rt war er von den \u00fcbernat\u00fcrlichen Wissenschaften und beg\u00fcnstigte alle Arten von Wahrsagerei. Unter anderm sagte er auf seinem Sterbelager: Er wisse es den G\u00f6ttern herzlichen Dank, da\u00df sie ihn nicht h\u00e4tten pl\u00f6tzlich sterben lassen wollen und da\u00df sie ihm Ort und Stunde lange vorher verk\u00fcndigt h\u00e4tten: auch keines weichlichen oder feigherzigen Todes, der sich mehr f\u00fcr m\u00fc\u00dfige, verw\u00f6hnte Menschen schicke, noch eines schmachtenden, langen oder schmerzhaften, und da\u00df sie ihn w\u00fcrdig befunden h\u00e4tten, eines edlen Todes zu sterben, auf der Bahn seiner Siege und in der Bl\u00fcte seines Ruhms. Er hatte eine \u00e4hnliche Erscheinung gehabt wie Marcus Brutus, die ihm zuerst in Gallien drohte und hernach wieder in Persien, kurz vor seinem Tode, erschien. Die Worte, welche man ihm in den Mund legt, als er verwundet war: \u00bbDu hast gesiegt, Nazar\u00e4er\u00ab; oder nach andern: \u00bbSei zufrieden, Nazar\u00e4er!\u00ab, w\u00fcrden schwerlich vergessen worden sein, wenn solche von meinen Zeugen f\u00fcr wahr gehalten worden, welche sich in der Armee befanden, und alles, bis auf die geringsten Bewegungen und Worte bei seinem Ende angemerkt haben. Sie w\u00fcrden solche ebensowenig vergessen haben als gewisse andere Wunderbegebenheiten, die man damit verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und, um wieder auf mein Thema zu kommen! Er br\u00fctete schon seit langer Zeit, sagt Marcellinus, \u00fcber dem Heidentum; weil aber sein Heer aus Christen bestand, wagte er es nicht laut zu werden. Als er sich endlich stark genug sah, um seinen Vorsatz \u00f6ffentlich kund werden zu lassen, lie\u00df er die G\u00f6tzentempel wieder er\u00f6ffnen und tat sein m\u00f6glichstes, der Abg\u00f6tterei die Oberhand zu verschaffen. Und um zu seinem Zweck zu gelangen, lie\u00df er die obersten Geistlichen der Christen, von denen, wie er bemerkt hatte, das Volk in Konstantinopel sich getrennt und die wie die Kirche unter sich selbst uneinig waren, zu sich an sein Hoflager kommen und ermahnte sie dringendst, diese inneren Zwistigkeiten beizulegen und jeden ohne Hindernis und Furcht bei seiner Religion verbleiben zu lassen. Diese gro\u00dfe M\u00fche gab er sich in der Hoffnung, da\u00df jene Freiheit die Anzahl der streitenden Kabalen vermehren und das Volk verhindern w\u00fcrde, sich zu vereinigen, und folglich durch Eintracht und allgemeines Einverst\u00e4ndnis sich gegen ihn zu verst\u00e4rken; indem er durch die Grausamkeit einiger Christen bereits erfahren hatte, da\u00df kein Tier dem Menschen f\u00fcrchterlicher sei als der Mensch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind ungef\u00e4hr seine Worte; wobei besonders merkw\u00fcrdig ist, da\u00df der Kaiser Julian sich, um die Flammen der \u00f6ffentlichen b\u00fcrgerlichen Unruhen anzuz\u00fcnden, eben des Rezeptes der Gewissensfreiheit bediente, welches unsre K\u00f6nige seit kurzem angewendet haben, um solche zu d\u00e4mpfen. Einerseits kann man sagen, verschiedenen Parteien den Z\u00fcgel schie\u00dfen zu lassen, um in ihren Meinungen fortzugehen, hei\u00dfe, den Samen der Trennung allenthalben ausstreuen und ihrer Vermehrung die Hand bieten, weil alsdann keine Macht und Zwang der Gesetze mehr vorhanden, welche der Zwietracht Ziel und Grenze setzten. Andererseits k\u00f6nnte man aber auch sagen, da\u00df, wenn man den Parteien die Freiheit lasse, bei ihren Meinungen zu bleiben, man sie durch die Leichtigkeit und Bequemlichkeit abspanne und erschlaffe, und den Sporn stumpfe, der sich durch Seltenheit, Neuheit und Schwierigkeit nur immer mehr sch\u00e4rft. Und so will ich lieber zur Ehre der Fr\u00f6mmigkeit unserer K\u00f6nige glauben, da\u00df, weil sie nicht konnten, was sie wollten, sie getan haben, was sie konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/550px-Michel_de_Montaigne_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16327 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/550px-Michel_de_Montaigne_1-275x300.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/550px-Michel_de_Montaigne_1-275x300.jpg 275w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/550px-Michel_de_Montaigne_1.jpg 550w\" sizes=\"auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px\" \/><\/a><span style=\"color: #888888;\">Anmerkung der Redaktion:<\/span> W\u00fcrde Michel de Montaigne im 21. Jahrhundert leben, so er w\u00e4re wahrscheinlich der beliebteste Blogger. Nicht nur in Frankreich. Wir kommen ihm n\u00e4her, indem wir seine <em>Essais<\/em> lesen. Und zwar Wort f\u00fcr Wort. Oder wir nehmen einen charmanten Umweg und lesen Sarah Bakewells <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/01\/michel-de-montaigne-ein-blogger-aus-dem-16-jahrhundert\/\">Wie soll ich leben?<\/a><\/span>. Dies ist nicht nur der Titel ihrer ungew\u00f6hnlichen Biographie, sondern zeigt zugleicht die Methode an, mit der sich die Autorin dem Denken Montaignes n\u00e4hert.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong>Lesen Sie auch einen<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12856\"> KUNO-Beitrag <\/a>zu\u00a0 Gattung des Essays.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Man sieht sehr gew\u00f6hnlich, da\u00df gute Absichten, wenn sie ohne M\u00e4\u00dfigung durchgesetzt werden, die Menschen zu sehr fehlerhaften Handlungen verleiten. 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