{"id":12773,"date":"2013-12-26T00:01:38","date_gmt":"2013-12-25T23:01:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12773"},"modified":"2022-02-19T06:02:02","modified_gmt":"2022-02-19T05:02:02","slug":"lauschender-leser-und-redender-schreiber-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/","title":{"rendered":"Lauschender Leser und redender Schreiber"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Der Kritiker hasst den Dichter. Weil er wohl seine schwierigen, nicht aber seine einfachen S\u00e4tze versteht.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Gerhard Falkner<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Yippie, Yippie, Yeaaaaah! Die Edition YE wurde im November 1993 gegr\u00fcndet, KUNO <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19784\">bewundert<\/a> dieses Durchhalteverm\u00f6gen und z\u00e4hlt nochmal kurz durch:\u00a0 20 Jahre Kunstschachtel YE, Lyrikzeitschrift Faltblatt, Lyrikreihe und Editionen mit visueller Poesie &#8211; und vor allem: Kommunikation, Korrespondenz, Kollaboration. Der Literaturvermittler Theo Breuer ist literaturbesessen im besten Sinne des Wortes. Er ist ein lesender Dichter, einer, der \u00fcber Texte mit Menschen in Verbindung trat. Dieser Literaturvermittler ist nicht nur begeis\u00adterter Liebhaber literarischen Schaffens, sondern einf\u00fchlsamer Leser und kenntnisreicher Vermittler \u2013 mit der Finesse, B\u00fccher in seinen Monographien auch ent\u00adsprechend vorzustellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">E\u00dfpapier<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine beliebte S\u00fc\u00dfigkeit, die man fr\u00fcher f\u00fcr ein paar Groschen am Kiosk erwarb, war das sogenannte E\u00dfpapier. Theo Breuer, so scheint es, hat nie mit dem Na\u00adschen aufgeh\u00f6rt. Ein Buch nach dem anderen nimmt er zu sich, und das Char\u00admante an seinem unstillbaren Lesehunger ist, da\u00df er die Leserinnen und Leser daran teilhaben l\u00e4\u00dft. Sein waches Interesse an neuesten Str\u00f6mungen in der zeitgen\u00f6ssischen Lyrik und Prosa findet reichhaltigen Ausdruck in den seit 1999 erschienenen Mono\u00adgraphien zur Poesie vor und nach 2000.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Breuer macht sich jede Anregung umgehend zunutze, verarbeitet sie in einf\u00fchlsamen Essays und leitet so eine stilistische Neuorientierung ein, die zu denken gibt. \u00dcber deren Tragweite und sein Selbstverst\u00e4ndnis als Autor, der ei\u00adnen Weg jenseits von Avantgarde und Post\u00admoderne be\u00adschreitet, legt er in den ebenso tiefsinnigen wie luziden Selbstbefragungen seiner B\u00fccher Rechenschaft ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Monographien \u00bbOhne Punkt &amp; Komma. Lyrik in den 90er Jahren\u00ab (1999), das opus magnum \u00bb<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/11\/10\/aus-dem-hinterland\/\">Aus dem Hinterland<\/a>. Lyrik nach 2000\u00ab (2005) sowie \u00bb<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/12\/17\/kiesel-kastanie-2\/\">Kiesel &amp; Kastanie<\/a>\u00a0sind gepr\u00e4gt durch ein feingesponnenes Gewebe von Leitmotiven, Korrespondenzen, Anspielungen, <em>patterns<\/em>, historischen Wiederholungen, Vorausdeutungen und Wiederaufnahmen. Von neuen Gedichten und Geschichten\u00ab (2008) pr\u00e4sentieren die pralle Pracht der Po\u00adesie im deutschen Sprachraum \u2013 und dar\u00fcber hinaus. Der Lyriker, Herausgeber und Verleger Theo Breuer, gleichsam Erfinder der lyrisch-essayisti\u00adschen Fu\u00dfnote, dr\u00fcckt dieser mit seinen lyrischen Essays einen sehr pers\u00f6nlichen Stempel auf, er ist zugleich Liebhaber, Sammler und Enzyklop\u00e4dist, setzt sich der W\u00f6rter-, Bilder- und Textflut aus, die uns t\u00e4glich umsp\u00fclt und sucht aus ver\u00adqueren Ver\u00adweisen stimmige Strukturen abzuleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kollege Jan R\u00f6hnert betont: \u00bb<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/11\/10\/kiesel-kastanie\/\">Kiesel &amp; Kastanie<\/a>. Von neuen Gedichten und Ge\u00adschichten ist ein wichtiges Buch, vielleicht ist es \u00fcberhaupt Theo Breuers wich\u00adtigste Publi\u00adkation bislang, zumindest in der gegenw\u00e4rtigen Situation. Es gibt wohl keinen, der mit einem derartigen Insiderwissen aufwarten kann, was die Infor\u00admiertheit \u00fcber lyrische Neuerscheinungen usw. betrifft, und dabei, was seine \u00e4u\u00ad\u00dferliche Isoliertheit im soge\u00adnannten Betrieb be\u00adtrifft, aus einer fundamentalen Au\u00dfensei\u00adterposition heraus argumen\u00adtiert. Gerade dieser scheinbare Widerspruch verleiht Autor und Buch die au\u00dfer\u00adgew\u00f6hnli\u00adche Kraft und Sch\u00e4rfe. Theo Breuer legt aus guten und nachvoll\u00adziehbaren Gr\u00fcnden kei\u00adnen Wert auf Besprechungen in den Feuilletons, auf Bekanntwerden im Betrieb, aber ge\u00adrade das w\u00e4re diesem Buch im Inte\u00adresse der Sache, um die es geht, sehr zu w\u00fcnschen. Die unbeque\u00admen Wahrheiten, die, wenn ich mich unter den heutigen Lyrikern umschaue, kei\u00adner so unverbl\u00fcmt und ungek\u00fcnstelt \u00f6ffentlich macht, w\u00e4re nur zu sehr den an\u00adgehen\u00adden Bellatristianern und Bellatristianerinnen, den Schaum\u00adschl\u00e4gern und Schaum\u00adschl\u00e4ge\u00adrinnen aus dem Berliner Bionadebiedermeier unter die Nase zu reiben: Aber sie werden\u2019s schon lesen, rezensions- und erfolgshungrig wie sie sind, und werden sich h\u00f6chst wun\u00addern, da\u00df es da einer wagt, Tacheles zu reden, anstatt sie am Babyspeck zu kraulen. Es ist schon so, wie Breuer schreibt: In einem verw\u00f6hnten Environment wachsen verw\u00f6hnte Kinder heran, die mit der Realit\u00e4t des wirklichen Le\u00adbens drau\u00dfen wenig anzufangen wissen, nat\u00fcrlich ge\u00addeiht da nur eine k\u00fcnstlich hochgez\u00fcchtete Treibhauslyrik. Ein Grund mehr, wa\u00adrum die tiefe, wirklich exi\u00adstentiell ber\u00fchrende Lyrik heute kaum in Deutschland, sondern andernorts entsteht, wie Breuer anhand verschiedener Beispiele nach\u00adweist. Kie\u00adsel &amp; Kastanie spricht mir mit vielem, sei es auch scheinbar versteckt in den zahlreichen Fu\u00dfnoten, aus tiefstem Herzen. Es werden Wahrheiten ausge\u00adspro\u00adchen, besonders etwa im Kapitel Lyrik 2007 \u2013 Klei\u00adnes Ver\u00adschieben. Junge Lyrik, usw. (in dem u.a. BELLA triste 17 ausf\u00fchr\u00adlich besprochen wird), die an\u00adderswo gar nicht ver\u00f6ffentlicht w\u00fcrden: Was Breuer \u00fcber die Wohnortwahl, \u00fcber Kritikerhochmut, \u00fcber Dichterhochmut beim Poetologisieren, \u00fcber unsinnige Ab\u00adsolut\u00adheitsan\u00adspr\u00fcche einiger Poe\u00adten, deren B\u00fccher sich allenfalls wenige hundert Mal ver\u00adkaufen, usw. schreibt, ist einfach n\u00f6tig, gesagt zu werden; viele, die meisten vielleicht, werden es kaum h\u00f6ren wollen \u2013 aber auch das n\u00fctzt ihnen nichts. Denn der Leser von Kiesel &amp; Kasta\u00adnie wird schnell gewahr, da\u00df hier kein belei\u00addigter Zur\u00fcckgewiesener schreibt, sondern einer, den die Begeisterung zur Poe\u00adsie treibt und der deshalb die Sache verteidigen will und nicht Perso\u00adnen, die glauben, die Sache als Mittel zur Profilierung mi\u00dfbrauchen zu k\u00f6nnen. Der Ton in Kiesel &amp; Kastanie ist deshalb einer der absoluten Red\u00adlichkeit, die im\u00admer wieder die Poesie und nichts als die Poesie betont, aus keiner Seite spricht Kokette\u00adrie. Und so bleibt mir am Ende nichts als die\u00adses gelungene Buch, das von neuen Ge\u00addich\u00adten und Geschichten und mehr handelt, nochmals und nochmals zu prei\u00adsen.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Notwehr aus dem Hinterland<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Theo Breuer agiert quasi in Notwehr. Da das deutschsprachige Feuilleton nur\u00admehr interessengesteuert einen mehr als eingeengten Blick in den Literaturbe\u00adtrieb erm\u00f6glicht, leistet er \u00bbaus dem Hinterland\u00ab eine ernorm wichtige Aufkl\u00e4\u00adrungsarbeit. Er \u00fcberzeugt den Leser mit einer Pr\u00e4senz und einer Glaubw\u00fcrdig\u00adkeit, die immer wieder neu frappiert. Frei von jedem Manierismus schildert Breuer die Vielfalt poetischer Stimmen im deutschen Sprachraum und stellt vom Feuilleton ignorierte Autoren, Handpressen und Kleinverlage in den Mittel\u00adpunkt des Interesses. Es geht ihm eben nicht um die Betonung der Wertungsgef\u00fcge innerhalb des Literatur\u00adbe\u00adtriebs, sondern, im Gegenteil, auf eigene Ma\u00dfst\u00e4be. In der hinterl\u00e4ndischen Provinz \u2013 Sistig liegt im Nationalpark Eifel \u2013 bricht sich die Gabe des Beobachters bahn, der enorme literarische Reserven anlegt. In diesem von ihm nach dem gleichnamigen gro\u00dfartigen Gedicht J\u00fcrgen Nendzas benann\u00adten Hinterland lebt Theo Breuer als se\u00dfhafter Nomade und My\u00adthenzerst\u00f6rer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Autor ist Lyriker, begnadeter Reisechronist und Briefschreiber (auch seine Mails lesen sich wie Briefe). Mit Theo Breuer \u00fcber Gedichte, Romane, das Erar\u00adbeiten einer Figur oder \u00fcber das Werk von Schriftstellern zu korrespondieren ist zugleich die Erfahrung, mit einem Menschen im Briefwechsel zu stehen, der sein Me\u00adtier liebt, einem Schreiber von Essays, Buchvorstellungen oder Autorenport\u00adr\u00e4ts zu begegnen, der wei\u00df: Schrei\u00adben bedeutet, einer fremden Figur Gestalt zu ge\u00adben, und nicht, die eigene Person in den Mittelpunkt zu stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Maximilian Zander res\u00fcmiert: \u00bbMit gro\u00dfem Vergn\u00fcgen und Gewinn habe ich Breuers umfangreiches \u00bbAus dem Hinterland\u00ab gelesen. Interessant ist: Obwohl er, Theo Breuer, fast auf jeder Seite vorkommt, hat man an kei\u00adner Stelle das Gef\u00fchl, da\u00df er sich ins Rampenlicht stellt. Wie kann das sein? Das kann sein \u2013 und ist hier so \u2013, weil der Autor nichts anderes als ein leidenschaftlicher Leser und Liebhaber der sch\u00f6\u00adnen Literatur ist, und diese Persona bzw. Kunstfigur ist es, die da spricht und sich einmischt, kein anderer. Der Gewinn bei der Lekt\u00fcre ist gro\u00df, man wird auf sehr viele B\u00fccher aufmerksam gemacht, von deren Exis\u00adtenz man sonst nie er\u00adfahren h\u00e4tte, die man in keiner Buchhandlung zu sehen bekommt, auf die einen kein Buchh\u00e4ndler aufmerksam macht. Weiterhin berei\u00adchernd: die vielen Zitate, auch Anekdoten. Hat Arno Schmidt himself wirklich Zettels Traum auf einer \u00fcbergro\u00dfen Schreibmaschine geschrieben?\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Spannungen zwischen der eigenen, offenbar bewu\u00dft an der Peripherie, dem deutsch-belgischen H\u00fcgelgrenzland gelebten Existenz und des Lite\u00adraturbetriebs kann er vielleicht deshalb so gut aushalten, weil er sie, \u00fcber sie reflektierend, neutralisiert und relativiert. Ein Blatt nimmt er dabei selten vor den Mund, schreibt jedoch mit Vorliebe \u00fcber die er\u00adquicklichen Dinge des literarischen Da\u00adseins, die er ins Bewu\u00dftsein der Leser he\u00adben m\u00f6chte, und schweigt gern \u00fcber Stoffe, die nicht der Rede wert sind. Das Schwein geh\u00f6rt in den Stall, nie wird im Hinterland eine Sau durchs Dorf gejagt, wie es in Berlin und anderen Metropolen an der feuilletonistischen Tagesordnung ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Edition YE<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1993 gr\u00fcndete Theo Breuer die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/03\/20\/edition-ye-2\/\">Edition YE<\/a> mit der lyrischen Kunstschach\u00adtel YE, \u00fcber deren bislang 13 Ausgaben es im Wikipedia-Artikel \u00bbEdition YE\u00ab hei\u00dft: \u00bbCa. einmal j\u00e4hrlich erscheint seit 1993 die Kunstschachtel YE, in der originale Werke von K\u00fcnstlern und Schriftstellern aus aller Welt ver\u00adsammelt werden. Typische Tech\u00adniken der nummerierten und signierten seriellen Arbeiten, die im Zusam\u00admenspiel von Bild und Wort visuelle Poe\u00adsie hervorbringen, sind Acrylmalerei, Aquarell, Autograph, Bleisatz, Col\u00adlage, Computergrafik, Fotografie, Holzschnitt, Linol\u00adschnitt, Mischtechnik u.a. Die Schachteln erscheinen in limitierten Auflagen von ca. 20 bis 100 Exemplaren. Hansj\u00fcrgen Bulkowski, Guillermo Deisler, David Del\u00adlafiora, Manfred Enzensperger, Karl-Friedrich Hacker, Stefan Heuer, Joseph W. Huber, Kl\u00e1ra H\u016frkov\u00e1, Birger Jesch, Ilse Kilic, Axel Kutsch, Hendrik Liersch, Hen\u00adning Mittendorf, J\u00fcrgen Nendza, Andreas Noga, Karla Sachse, Litsa Spathi, G\u00fcn\u00adter Vallaster, J\u00fcrgen V\u00f6lkert-Marten und Fritz Widhalm geh\u00f6ren zum interna\u00adtio\u00adnalen Kreis der mehr als 200 Beitr\u00e4ger aus 25 L\u00e4ndern.\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1994 erschien erstmals Faltblatt, die Lyrikzeitschrift, von der bislang neun, von Mal zu Mal umfangreicher werdende Ausgaben erschienen. 2002 wurde die Ly\u00adrikreihe mit Gedichtb\u00e4nden von Margot Beierwaltes, Marianne Gla\u00dfer, Andreas Noga, Frank Milautzcki, Joseph Buhl u.a. ins Leben gerufen. Die 2003 edierte Ly\u00adrik-Antho\u00adlogie \u00bbNordWestS\u00fcdOst\u00ab mit Gedichten von 66 Zeitgenossen bietet ei\u00adnen re\u00adspektablen Querschnitt deutschsprachiger Lyrik kurz nach der Jahrtau\u00adsendwende, die er in Karl-Friedrich Hackers Itzehoer edition bauwagen mit bis\u00adlang sieben handge\u00adschriebenen K\u00fcnstlerb\u00fcchern, die originale Autographen von jeweils 19 Lyrike\u00adrinnen und Lyrikern bergen, im wahrsten Sinne des Wortes un\u00admit\u00adtelbar und ori\u00adginell fortschreibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kontakt, Korrespondenz, Kollaboration und Kommunikation sind Idealvor\u00adstellun\u00adgen, die Breuers verlegerische T\u00e4tigkeit begleiten. \u201aThe Breuer\u2019 ist eine Instanz mit gr\u00f6\u00dfter Sensitivit\u00e4t und Einfallsreichtum. Er deckt die sich ver\u00e4ndernden Re\u00adali\u00adt\u00e4ten im Literaturbetrieb auf und hat Anteil an den Versuchen, eine lebendige Kritik wiederzubeleben und auf anspruchsvolle Literatur abseits des Mainstreams aufmerksam zu machen<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Wortlos und andere Gedichte<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den Essayisten, Herausgeber und unerm\u00fcdlichen Chronisten wird unter den Kurz\u00adsichtigen des Betriebs der vielseitige Lyriker Theo Breuer, dessen erstes Gedichtbuch 1988 erschien, gelegentlich gern \u00fcbersehen. \u00bbWortlos und andere Ge\u00addichte\u00ab hei\u00dft, programmatisch, das 2009 erschienene Ly\u00adrikbuch, in dem sich ne\u00adben neuen Gedichten auch bereits be\u00adkannte Ge\u00addichte in neuen Fassungen fin\u00adden. Das Buch ist im Anhang mit ausf\u00fchrli\u00adchen Anmerkungen versehen, die ei\u00adnen differenzierten und un\u00adterhaltsamen Einblick in die Textwerkstatt des Autors gew\u00e4hren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hn\u00adlich \u00bbMittendrin\u00ab (1991), \u00bbDer blaue Schmetterling\u00ab (1993), \u00bbDas letzte Wort hat Brinkmann\u00ab (1996), \u00bbLand Stadt Flucht\u00ab (2002) oder \u00bbNacht im Kreuz\u00ab (2006) l\u00e4\u00dft Theo Breuer lite\u00adrarische Heimatkunde auf Exotismus treffen, zeitgen\u00f6ssische Wirklichkeit auf Vergangenheitsgespenster. Es offenbaren sich Reibungsfl\u00e4chen der Moderne, die Gedichte deuten auf ein linguistisches System: Logik, Behaup\u00adtung, Spekulation und Instruktion sind wie beil\u00e4ufig zu lesen. Was im diesem selbsternannten Hin\u00adterland entsteht, ist ein wortw\u00f6rtliches oder visuelles Spiel, das der Lyrik offenbar m\u00fchelos den Hintergrund verleiht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bb<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/02\/25\/wortlose-anweisungen\/\">Wortlos<\/a>\u00ab ist wahrhaft wortstark. Gleich das erste Gedicht \u2013 \u00bbauf der stra\u00dfe\u00ab \u2013 ist eine Wucht. Und \u00bbdu! (ruchu dur spruchu ust dus guducht)\u00ab sollte auf Pla\u00adkatw\u00e4nden kleben, zu den Favoriten von Sprayern geh\u00f6ren. Theo Breuer ent\u00addeckt die Narreteien der Sprache immer mehr und immer wieder aufs Neue, laufend f\u00e4llt der Leser in sch\u00f6ne Stolperfelder, drempels bis in die reine visuellpoetische Zeichen\u00adhaftigkeit hinein ziehen das Auge an: \u201aSprachstreu\u00adgutbreuergut\u2019. Was auch immer f\u00fcr Erw\u00e4gungen und Telefonate hinter dem Gedicht \u00bbforever young\u00ab stecken m\u00f6gen \u2013 ich empfinde es als ein leises und zartes Gedicht mit der herrlichen Wortsch\u00f6p\u00adfung: \u00bbmond\u00adschraubengro\u00dfmutter\u00ab. Das Gedicht ist nat\u00fcrlich sati\u00adrisch, aber auch leise-melancholisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch\u00f6ne Gedichte, eindr\u00fcckliche Gedichte: im Experimentellen mitwebend und doch von\u00a0gro\u00dfartiger Klarheit, da\u00addurch unverwechselbar in Theo Breuers Ton und Duktus verfa\u00dft. (Wobei in Be\u00adzug auf das\u00a0Experimentelle\u00a0auf das hinzuweisen ist, was Ann Cotten im Bella-triste-Lyrik-Mail-Austausch\u00a0mit Florian Vo\u00df \u2013 beide sind ja gewisserma\u00dfen Breu\u00aders\u00a0Nachbarn in \u00bbDer Gro\u00dfe Conrady\u00ab \u2013 beklagt, da\u00df n\u00e4mlich nie\u00admand diesen Terminus m\u00f6ge, es aber keinen besseren gebe.) In die Michael Hamburger gewidmeten Gedichte bei\u00dft man, wie Andreas Noga es in seiner \u00bbWortlos\u00ab-Besprechung im Poetenladen beschreibt,\u00a0herzhaft hinein und empfiehlt sie wie ein saftiges Apfelst\u00fcck weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Was noch hervor\u00adheben?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klar, das Gedicht f\u00fcr Oskar Pastior \u00bban oskar p. \u2013 eine verinne\u00adrung\u00ab oder das Titelge\u00addicht \u00bbwortlos\u00ab, in dem die Verben sterben. Das \u00bbsonett in dem es nicht regnet \/ sonett aus dem es nicht schneit\u00ab ist ge\u00adradezu ein Ohrwurm. Wie gut, da\u00df \u00bbWort\u00adlos\u00ab nicht wortlos ist, sondern Wortlos, also manches mit den W\u00f6rtern anstellt: sie ebenso ernst nimmt wie mit ihnen spielt, also lose mit ihnen ihrem jeweiligen Los nachgeht: \u00bbdrei m\u00e4nner im nebel\u00ab \u2013 wunderbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur das einzelne Gedicht ist Leseerlebnis: Die Gedichte in der sinn\u00adreichen Gesamtkomposition zu lesen ist anhaltender Genu\u00df. Das Schwere leicht und luf\u00adtig zu gestalten ist Breuer vorz\u00fcglich gelungen. Es ist ein Vergn\u00fcgen, sich lesend von Wort, Spiel, Sound und Rhythmus tragen zu lassen. Theo Breuer z\u00e4hlt zu den lyrischen Schwergewich\u00adten, wobei seine Gedichte selbst nun wieder filigran, wort- und symbolverspielt mit feiner Ironie ein Lesevergn\u00fcgen der besonderen Art sind:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>leute <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">halten auch in d\u00fcren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">heute und in letzten tagen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">morsche t\u00fcren leere fenster<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">sehr geschlossen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">noch wird \u00b7 nicht einmal \u00b7<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">mit pfeffer \u00b7 geschossen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">jedenfalls nicht hier<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">drau\u00dfen im revier<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[wespen bleischwer hinter borken]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">bei schneefall treiben wir<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">zwischen eggen forken walzen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">liegt ein hase mit der nase<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">fett im dreck<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wir \u2013 \u2013 \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">nichts wie \u00b7 weg<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Triumph der Literatur<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Konstanten im fr\u00fchen Werk geh\u00f6rt ein beinahe naiv ausgedr\u00fccktes Er\u00adstaunen \u00fcber die sowohl erhaben als auch gebrochen empfundene Natur und die geheimnisvollen Waldlandschaften der Eifel. Sein neuer Band ist ein beeindru\u00adckendes Exempel f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Erkenntniswege der Literatur. Das dialekti\u00adsche Rauschen des Ei\u00adfelwaldes, in dem aus Verwirrung die reine Luft der Klarheit wird. Dieser Wald\u00adl\u00e4ufer ist zum Gl\u00fcck nicht der letzte Mohikaner der Lyrik, er ist in Verwandtschaft zu sehen mit dem lyri\u00adschen Schelm Axel Kutsch, den sprach\u00adm\u00e4chtigen Gedichten des Luxem\u00adburgers Jean Krier und er\u00adinnern gleichzeitig an die durchdachte ungarhei\u00adnische Lyrik A. J. Weigonis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df eines der ersten Gedichte in \u00bbWortlos\u00ab \u00bbbrinkman, blick\u00ab hei\u00dft, zeigt die Verbundenheit mit dem rheinordischen Vorreiter. Souver\u00e4n kn\u00fcpft Breuer in \u00bban oskar p. \u2013 eine verinnerung\u00ab und anderen Gedichten an die litera\u00adrischen Avant\u00adgarden des 20. Jahrhunderts an. Was im Lehrbuch steht, ist nur ein Aus\u00adschnitt aus der Literaturgeschichte. Lyrische Figuren haben ihr eigenes Le\u00adben, auch ihre eigene Vorgeschichte. Sie schwingt mit in den Zeilen, grundiert die Handlungen. Theo Breuer komplettiert seine Vorstellung von der lyrischen Mo\u00adderne. Er ent\u00adwirft, basierend auf der Literaturgeschichte, eine Art von Lyrik, die \u00fcber diese literarischen Vorlagen hinausreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gro\u00dfe Gabe von Theo Breuer ist es, das, was man liest, wie soeben gesche\u00adhen wirken zu lassen. Immer wieder gibt es diese pr\u00e4chtigen Mo\u00admente in sei\u00adnen Gedichten, Szenen, die sich im Ged\u00e4chtnis festsetzen, die nicht verlierbar sind \u2013 eine Art Triumph der Literatur. Um Max Bill zu paraphrasieren: Breuers Ge\u00addichte sind \u00bbGegenst\u00e4nde f\u00fcr den geistigen Gebrauch\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Zusammenspiel<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Theo Breuer ist geradeheraus, h\u00f6flich und bescheiden, macht nicht viele Worte und hat einen feinen Sinn f\u00fcr Humor. Es scheint, als habe er einen Handfeger genommen und ein paar jargonverd\u00e4chtige W\u00f6rter aus dem Literaturhaus her\u00adausgekehrt. Hinfort mit der kitschigen Sehnsucht nach Dichtern\u00e4he und noch einmal von vorn anfangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWortlos und andere Gedichte\u00ab ist ein gegl\u00fccktes Zusammenspiel des Ly\u00adrikers Theo Breuer, des Verlegers und Lyrikers Peter Ettl und der feinen Linoldrucke des K\u00fcnstlers und K\u00fcnstlerbuchmachers Karl-Friedrich Hacker, das den Leser Seite f\u00fcr Seite sprachlos macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wortlos und andere Gedichte<\/strong>, mit Linoldrucken von Karl-Fried\u00adrich Hacker, 40 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2010.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das gewonnene Alphabet<\/strong>, 89 Gedichte von A bis Z \u2219 Glossar \u2219 Essay, 121 Seiten, <a href=\"http:\/\/www.pop-verlag.com\/das_gewonnene_alphabet.htm\">Pop Verlag<\/a>, Ludwigsburg 2012.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/TB-Das-gewonnene-Alphabet-210x3001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-21236\" title=\"TB-Das-gewonnene-Alphabet-210x300\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/TB-Das-gewonnene-Alphabet-210x3001.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" \/><\/a>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>&#8220; <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kritiker hasst den Dichter. Weil er wohl seine schwierigen, nicht aber seine einfachen S\u00e4tze versteht. Gerhard Falkner Yippie, Yippie, Yeaaaaah! Die Edition YE wurde im November 1993 gegr\u00fcndet, KUNO bewundert dieses Durchhalteverm\u00f6gen und z\u00e4hlt nochmal kurz durch:\u00a0 20 Jahre&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":97870,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[383,160,84],"class_list":["post-12773","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-karl-friedrich-hacker","tag-peter-ettl","tag-theo-breuer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12773"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12773\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":98462,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12773\/revisions\/98462"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97870"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}