{"id":12529,"date":"2013-02-28T00:45:00","date_gmt":"2013-02-27T23:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12529"},"modified":"2022-06-13T05:23:49","modified_gmt":"2022-06-13T03:23:49","slug":"nacht-5","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/02\/28\/nacht-5\/","title":{"rendered":"Verschleppte Nacht oder: Herr Khazai"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_13784\" style=\"width: 232px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gerber.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13784\" class=\"size-medium wp-image-13784\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gerber-222x300.jpg\" alt=\"Gerberstra\u00dfe\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gerber-222x300.jpg 222w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gerber-760x1024.jpg 760w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/gerber.jpg 1712w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13784\" class=\"wp-caption-text\">Gerberstra\u00dfe \/ Moschee \/ Kiosk<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte die Nacht am Bett meines kranken Sohnes verbracht und vergessen, mein Handy auszustellen. Es riss mich um halb 6 mit einem penetranten \u00bbIm-Freien-Profil\u00ab aus meiner Schlaflosigkeit. Gerade jetzt bildete ich mir ein, schlafen zu k\u00f6nnen. Doch als ich auf dem Display \u00bbVZG\u00ab las, war es mit meinem Schlaf entg\u00fcltig vorbei. Die riefen um diese Uhrzeit ja nicht an, um Reklamationen durchzugeben &#8211; sie riefen an, weil irgendeine Tour liegengeblieben war, die niemand anderes als ich machen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manchmal fragte ich mich, ob es das war, warum ich diesen Job noch nicht aufgegeben hatte. Oder nur das relativ schnell verdiente Geld? Oder die st\u00e4ndige Suche nach Abenteuer?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich lie\u00df mir Zeit mit dem Zur\u00fcckrufen. Vorm offiziellen Zustell-Ende w\u00fcrde ich sowieso keine Ablagestelle mehr erreichen, selbt wenn ich sofort aufbrach. Das w\u00fcrde also wieder eine Tour werden, auf der ich die Abonnenten pers\u00f6nlich kennenlernte. Eine Tour, auf der ich die ganze Zeit gegen die Absurdit\u00e4t meiner eigenen Arbeit ank\u00e4mpfen musste: Wer las denn abends noch die Zeitung? Au\u00dferdem musste erst sichergestellt werden, dass Fabi gestern blo\u00df zu viel Schwimmbadwasser getrunken und nicht eine Magen-und-Darm-Infektion hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fabi war &#8230; wachgeworden, r\u00e4kelte sich kurz und stand dann auf, um sofort Fu\u00dfball zu spielen. Dennoch w\u00fcrde ich ihn nicht entspannt im Kindergarten abgeben k\u00f6nnen &#8211; einen Springer f\u00fcr den Springer gab es nie und wen sollte ich anrufen, wenn ich Fabi doch wieder abholen musste? Also beschloss ich, Fabi im Anh\u00e4nger mitzunehmen. Mit ihm allein zuhause zu bleiben versprach nichts Gutes: schon der zweite Schuss mit dem Softball riss fast die Gardinen herunter, drau\u00dfen prasselte der Regen gegen die Scheiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Regen wurde schon weniger, als wir losfuhren, aber es war windig, und Wolken zogen rasch \u00fcber den Himmel. Da ich nur unter freiem Himmel klar denken konnte, fiel mir erst jetzt ein, dass die Zeitungen allesamt in die Packtaschen passen mussten, weil der Anh\u00e4nger ja nun von Fabi belegt war&#8230; Oh je. Doch Frau Vollbart sprach von einer kleinen Tour (die Notfalltouren sind nat\u00fcrlich immer klein, zumindest am Telefon). Ich sauste mit Fabi die Br\u00fchl entlang, eine f\u00fcr Fahrradfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger ungeeignete, breite Autokampfbahn. Wir mussten allerdings hier entlang, sie war Teil der Tour und die Ablage befand sich in der nicht weniger befahrenen K\u00f6nigsworther Stra\u00dfe um die Ecke. Nachts kein Problem, aber jetzt verhunzte uns der Berufsverkehr schon nach wenigen Minuten die Sinne und ich w\u00fcnschte mir Gasmaske und Ohrenst\u00f6psel, vor allem f\u00fcr Fabi.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hielten bei Nr. 10, der Stadtk\u00fcche. Auf dem Treppenabsatz fanden wir die liegengebliebenen, etwas feucht gewordenen und zerzausten Zeitungen, wirklich es waren wenige, vielleicht 200, und die Schl\u00fcssel&#8230; einfach danebengeschmissen, sp\u00e4testens hier begann ich mir Gedanken \u00fcber den Stadtteil zu machen, wie war soetwas m\u00f6glich? Ich raffte den Kram schnell zusammen, die Packtaschen reichten nicht, aber Fabi mit ein paar Zeitungen von rechts, links und oben abzuschirmen, gefiel mir ganz gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich betrat also ein Gebiet, an dem die meisten Hannoveraner schon unz\u00e4hlige Male vorbeigefahren sind, ohne einen Fu\u00df hineingesetzt zu haben. Von den Gerbern oder F\u00e4rbern, die hier im 18. Jhd. in Gartenh\u00e4usern gewohnt haben hat dieses Viertel seinen Namen, und w\u00e4hrend es damals ein Vorort war, geh\u00f6rt es jetzt zur Stadtmitte, ohne dass sich an seiner Abgeschlossenheit etwas ge\u00e4ndert h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je l\u00e4nger und je grader die Stra\u00dfen sind und je steiler oder breiter, umso mehr schaut man auf ihnen weder nach rechts noch nach links und umso mehr schneiden sie ein Gebiet von der Stadt heraus und isolieren es. Vor allem, wenn die Stra\u00dfen darinnen klein und verwinkelt sind und kein Gesch\u00e4ft und kein Caf\u00e9 sich dort befindet, vielleicht blo\u00df ein Kiosk, vielleicht eine versteckte Moschee. Hartwigstra\u00dfe, Oelzen-, Mosch-, wer hat jemals von ihnen geh\u00f6rt, w\u00e4hrend die umliegenden Stra\u00dfen in aller Munde sind, zur Orientierung f\u00fcr jedermann dienen, wie Koordinaten in einem System.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erneut zog ein Regenschauer auf, aber was ich noch n\u00e4herkommen sah, war ein blaues Rad, Tom, Kollege, Briefzusteller.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tom: Was machst du denn hier? Da haste dir aber ne special Tour aufschwatzen lassen. &#8211; Und ach, Hallo Fabi!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich: Du bist meine Rettung! Lass uns zusammen gehen. Ich hab die Schl\u00fcssel &#8211; du die Ahnung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tom: Sch\u00f6n w\u00e4rs. Aber ich muss erstmal den Einkauf bei Frau M\u00fcsegardes abliefern. (er l\u00fcpft den Deckel der hintern Posttasche und heraus winkt der B\u00fcschel eines M\u00f6hrenbundes. Auch erkenne ich einen Flaschenhals und den Zipfel einer Milcht\u00fcte)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich: Frau M\u00fcsegardes? Moment. (ich schaue auf meine Liste) Nimm die Zeitung mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tom: &#8230; heute unterzeichne ich die Vorsorgevollmacht. Postzustellen ist ganz sch\u00f6n anspruchsvoll geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Augenblick wurden wir wieder einmal komplett geduscht und ich k\u00e4mpfte gegen die Benommenheit von der durchwachten Nacht. Ich befestigte das Regendach, welches hochgeweht war, am Fahrradanh\u00e4nger und obwohl Fabi l\u00e4chelte, sorgte ich mich um ihn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich setzte meine Tour mehr schlecht als recht fort. Fabi freute sich daran, mir die Schl\u00fcssel mit der richtigen Nummer reichen zu k\u00f6nnen. Ich hatte kurzzeitig den Gedanken, dass unser Job kinderleicht ist, verwarf ihn aber gleich wieder, als ich im Hinterhof der Gerberstra\u00dfe 9 den Briefkasten nicht finden konnte, und die kleine Ansammlung von Leuten am Kiosk gegen\u00fcber sah, von denen ich mich beobachtet f\u00fchlte.<\/p>\n<div id=\"attachment_13785\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/appart.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13785\" class=\"size-medium wp-image-13785\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/appart-300x222.jpg\" alt=\"Appartementh\u00e4user\" width=\"300\" height=\"222\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/appart-300x222.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/appart-1024x760.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13785\" class=\"wp-caption-text\">leerstehendes Appartmenthaus, Dreyerstra\u00dfe<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fch morgens geh\u00f6rt die Stadt noch mir, aber sp\u00e4ter am Tag geh\u00f6re ich der Stadt. Schauen die nicht zu mir her\u00fcber? Machen sie sich \u00fcber mich lustig? Deswegen traue ich mich nicht, sie zu fragen. M\u00f6glicherweise erhalte ich einen bl\u00f6den Spruch. Und das w\u00e4re f\u00fcr Fabi schlimmer als f\u00fcr mich. Ich erinnere mich noch gut, wenn jemand sich \u00fcber meine Mutter lustig machte, war das doch der Weltuntergang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fabi ist im Anh\u00e4nger eingeschlafen und ich bin an seiner statt das Kind. Die engen verwinkelten Stra\u00dfenz\u00fcge, die alten H\u00e4user, die sich zur Stra\u00dfe neigen, der Spielplatz, der verlassen daliegt, das alles kenne ich doch&#8230; Pl\u00f6tzlich steht ein Mann neben uns, schwarzer Mantel, Regenschirm, fremd-freundliches Gesicht, \u00bbWen suchen Sie? Kann ich Ihnen helfen?\u00ab Hier kennt anscheinend jeder jeden, wie das in der Stadt eigentlich nicht sein kann; er muss ein Zauberer sein, vielleicht Pan Tau, der hat nat\u00fcrlich eine Melone, dieser Zauberer nimmt seinen Schirm zum Zaubern, \u00bbIch suche Khazai.\u00ab \u00bbDas bin ich. Der Briefkasten befindet sich in der Toreinfahrt. Aber geben Sie her&#8230;\u00ab Seltsam, da war eben aber noch kein Briefkasten. Und jetzt lese ich in dicker, fetter Kinderschrift: <em>Herr Khazai<\/em>. <em>Herr<\/em>, wie lustig. Dass jemand seinen Vornamen mit auf den Briefkasten schreibt, ist nicht ungew\u00f6hnlich, aber die Anrede&#8230; er musste wirklich soetwas wie Pan Tau sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbWollen Sie nicht einen Kaffee mit uns trinken?\u00ab Ich lehne das Rad an und komme mit zum Kiosk. \u00bbZum Zeitungsaustragen ist es jetzt eh schon zu sp\u00e4t.\u00ab Diese blechernde Stimme, ist das nicht Klamotte aus KliKlaKlawitter? Der Erfinderhund? Er stellt sich als Frank vor. \u00bbIch habe eigentlich gar gar keine Zeit.\u00ab Warum ich dieses scheppernde Wort zweimal sage&#8230; weil ich doch Zeit haben will?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kaffee ist saustark und s\u00fc\u00df. Ich versuche rauszufinden, zu welcher Gruppe von Menschen sie geh\u00f6ren, denn es ist v\u00f6llig klar, hier kann nur wohnen, wer a) nirgendwohin muss b) nicht weit muss oder c) \u00fcbriggeblieben ist. Frank sieht aus, als ob er ziemlich an der Grenze ist, jedenfalls raucht er zu viel. Der Kioskinhaber will kein Geld f\u00fcr den Kaffee. Er packt gerade einen Stapel selbstgebrannter CDs in eine nachhaltig verwendete Plastikt\u00fcte und reicht sie Frank. \u00bbDu musst deinem Bruder noch die Musik bringen.\u00ab Der schaut kurz auf die Uhr. \u00bbNu mal langsam. Er hat ja gerade erst angefangen.\u00ab &#8211; \u00bbSein Bruder arbeitet als Parkplatzw\u00e4chter in der City. Nicht weit von hier. Er sitzt da in seinen Turm und Frank versorgt ihn immer mit der neusten Musik\u00ab, erkl\u00e4rt Herr Khazai. Ah, ja, Frank ist also ein klarer Fall f\u00fcr Gruppe b). Der Kioskbesitzer geh\u00f6rt nat\u00fcrlich zu a). Pan Tau auch. Schlie\u00dflich ist es schon nach 9 und wer zaubern kann, braucht nicht zur Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber ich&#8230; muss jetzt weiter, mit meinem schlafenden Fabi. Und bei jeder Zeitung, die ich unter seinem Kopf hervorziehe, habe ich Angst, dass er aufwacht. Vorbei an der br\u00f6selnden Sch\u00f6nheit vernachl\u00e4ssigter Altebauten, vorbei an Appartmenth\u00e4usern, die vermutlich zu teuer sind und deswegen leerstehen, B\u00fcrogeb\u00e4uden aus den 70ern, Resten der F\u00e4rberindustrie. Und st\u00e4ndig \u00fcberqueren wir einen Seitenarm der Leine, der mehr M\u00fcll als Wasser enth\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fabi wacht erst am Rand auf, der nat\u00fcrlich \u00fcberall nah ist. Wir haben das Gef\u00fchl, uns auf einer Insel in st\u00fcrmischer See zu befinden. Die Br\u00fchl ist nicht nur vierspurig &#8211; parallel zur Fahrbahn verl\u00e4uft ein Fahrradweg, ein Streifen Parkpl\u00e4tze, eine Nebenstra\u00dfe und ein B\u00fcrgersteig. Jede Haust\u00fcr, die hinter mir ins Schloss f\u00e4llt, ist ein Segen. Ich mag gar nicht wieder auf die Stra\u00dfe. Dabei ist nicht das Rauschen des Verkehrs das Schlimme, sondern das ewige An- und Abfahren. Dass es hier \u00fcberhaupt Wohnh\u00e4user gibt. Es gibt eine Kirche, ein Fitnesscenter, ein Restaurant, und dazwischen&#8230; ein paar hutzelige H\u00e4user mit Vorg\u00e4rten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nr. 11. Da werkeln Leute. Die haben schon auf mich gewartet. Herr und Frau Volger. Ein altes Ehepaar, klein, Zwerge, ich beuge mich zu ihnen herab, verstehe m\u00fchsam: \u00bbWas war denn da heute morgen los?. Wir haben schon ein paar mal bei der Zeitung angerufen. Ach&#8230;\u00ab (sie haben Fabi entdeckt) \u00bbWie s\u00fc\u00df!\u00ab Und Fabi hat das alte Zwergenpaar entdeckt und ruft ebenfalls: \u00bbAch, wie s\u00fc\u00df!\u00ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich ziehe die letzte Zeitung unter Fabis Po hervor. Und dabei sehe ich, dass er lauter postkartengro\u00dfe Beilagen gesammelt hat, die aus den anderen Zeitungen rausgerutscht sind. Ich falte sie auseinander, eine Art Landkarte mit aufgeh\u00fcbschten Bildern: <em>Entdecken Sie Hannover &#8211; Ein Ausflug in die Region. Teil 1 &#8211; Pattensen<\/em>&#8230; Na, das wird \u00c4rger geben. Ich reiche Volgers die Zeitung, muss sie dann aber vor ihnen ins Gras legen, weil sie sie gar nicht halten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach stechen wir wieder in See. \u00bbKommen Sie gut heim! Alles Gute f\u00fcr Ihr weiteres Leben\u00ab, rufen Volgers und winken uns nach. Doch schon als wir den Fahrradweg erreicht haben, k\u00f6nnen wir sie nicht mehr erkennen, nur die Zeitung, in der der Wind bl\u00e4ttert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schichten der Nacht<\/strong>, <span style=\"color: #888888;\">eine musikalische Lesung mit Christine Kappe (Text) und Corinna Eikmeier (Cello), in der<\/span> <a href=\"http:\/\/www.wgc-theater.de\/programm\/\">Werkstatt-Galerie Calenberg<\/a>, <span style=\"color: #888888;\">Kommandanturstra\u00dfe 7, Hannover &#8211; <\/span>28.02.2013, Beginn: 20 Uhr<\/p>\n<div id=\"attachment_103624\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-103624\" class=\"wp-image-103624 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Christine-Kappe-150x150-1.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-103624\" class=\"wp-caption-text\">Christine Kappe, Fotograf: Ric G\u00f6tting<\/p><\/div>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Ein Portr\u00e4t von von Christine Kappe findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=18393\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte die Nacht am Bett meines kranken Sohnes verbracht und vergessen, mein Handy auszustellen. 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