{"id":106555,"date":"1989-01-06T05:46:23","date_gmt":"1989-01-06T04:46:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=106555"},"modified":"2025-01-07T05:53:10","modified_gmt":"2025-01-07T04:53:10","slug":"epiphanias","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/01\/06\/epiphanias\/","title":{"rendered":"Epiphanias"},"content":{"rendered":"<p>Die heilgen drei K\u00f6nig&#8216; mit ihrem Stern,<br \/>\nSie essen, sie trinken, und bezahlen nicht gern;<br \/>\nSie essen gern, sie trinken gern,<br \/>\nSie essen, trinken und bezahlen nicht gern.<\/p>\n<p>Die heilgen drei K\u00f6nig&#8216; sind kommen allhier,<br \/>\nEs sind ihrer drei und sind nicht ihrer vier;<br \/>\nUnd wenn zu dreien der vierte w\u00e4r,<br \/>\nSo w\u00e4r ein heilger drei K\u00f6nig mehr.<\/p>\n<p>Ich erster bin der wei\u00df und auch der sch\u00f6n,<br \/>\nBei Tage solltet ihr erst mich sehn!<br \/>\nDoch ach, mit allen Spezerein<br \/>\nWerd ich sein Tag kein M\u00e4dchen mir erfrein.<\/p>\n<p>Ich aber bin der braun und bin der lang,<br \/>\nBekannt bei Weibern wohl und bei Gesang.<br \/>\nIch bringe Gold statt Spezerein,<br \/>\nDa werd ich \u00fcberall willkommen sein.<\/p>\n<p>Ich endlich bin der schwarz und bin der klein,<br \/>\nUnd mag auch wohl einmal recht lustig sein.<br \/>\nIch esse gern, ich trinke gern,<br \/>\nIch esse, trinke und bedanke mich gern.<\/p>\n<p>Die heilgen drei K\u00f6nig&#8216; sind wohlgesinnt,<br \/>\nSie suchen die Mutter und das Kind;<br \/>\nDer Joseph fromm sitzt auch dabei,<br \/>\nDer Ochs und Esel liegen auf der Streu.<\/p>\n<p>Wir bringen Myrrhen, wir bringen Gold,<br \/>\nDem Weihrauch sind die Damen hold;<br \/>\nUnd haben wir Wein von gutem Gew\u00e4chs,<br \/>\nSo trinken wir drei so gut als ihrer sechs.<\/p>\n<p>Da wir nun hier sch\u00f6ne Herrn und Fraun,<br \/>\nAber keine Ochsen und Esel schaun,<br \/>\nSo sind wir nicht am rechten Ort<br \/>\nUnd ziehen unseres Weges weiter fort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Die Redaktion bleibt zum lyrischen Mainstream in <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/01\/05\/lyrik-als-seismograph-an-der-epochenschwelle\/\">\u00c4quidistanz<\/a><\/em>.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-98301 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Johann_Wolfgang_Goethe-231x300.jpg\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"300\" \/><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine Vorschau:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> 1995 betrachteten wir die Lyrik vor dem Hintergrund der Mediengeschichte als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/01\/02\/laboratorium-der-poesie\/\"><em>Laboratorium der Poesie<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2005 vertieften wir die Medienbetrachtung mit dem Schwerpunkt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/01\/02\/transmediale-poesie\/\"><em>Transmediale Poesie<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2015 fragen wir uns in der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/02\/poetologische-positionsbestimmung\/\"><em>Minima poetica<\/em><\/a> wie man mit Elementarteilchen die Gattung Lyrik neu zusammensetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192\u00a0 Lyrik lotet das Verh\u00e4ltnis zwischen dem Fremden und dem Eigenen aus. Dies versucht auch ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/01\/01\/ein-leben-ohne-poesie-waere-moeglich-jedoch-sinnlos\/\">Essay<\/a> zum Beginn des Lyrikjahres 2024.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heilgen drei K\u00f6nig&#8216; mit ihrem Stern, Sie essen, sie trinken, und bezahlen nicht gern; Sie essen gern, sie trinken gern, Sie essen, trinken und bezahlen nicht gern. 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