{"id":106237,"date":"2021-11-30T00:19:26","date_gmt":"2021-11-29T23:19:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=106237"},"modified":"2024-09-03T12:46:32","modified_gmt":"2024-09-03T10:46:32","slug":"dis-go-dis-way-this-go-that-way","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/11\/30\/dis-go-dis-way-this-go-that-way\/","title":{"rendered":"Dis go dis way, this go that way"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Free Your Mind&#8230; and Your Ass Will Follow <\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Funkadelic<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschen tanzen gern. Seit jeher! Voneinander zu lernen und einander Moves abzuschauen, eine spontane Synchronisierung. Egal ob Breaking, Waacking und Krump, Voguing, Electro und Dancehall, der indische Kathak, Patsula aus S\u00fcdafrika mit seinem rasend schnellen Footwork oder der elegant im ganzen K\u00f6rper swingende Coup\u00e9 Decal\u00e9 von der Elfenbeink\u00fcste. Menschen tanzen gern. Seit jeher nutzen sie auch Drogen, um sich in einen kollektiven Rauschzustand zu versetzen, bestenfalls in Trance, damit sie nur noch ihren K\u00f6rper sp\u00fcren und nicht mehr die Last ihrer Gedanken\u2026 nicht so einfach, wenn man auch dar\u00fcber schreiben will.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Einige der handelnden Personen sind in der Tat so sittenlos und verderbt, dass sie unm\u00f6glich in unserm Jahrhundert gelebt haben k\u00f6nnen, in diesem unsern Jahrhundert der Philosophie und Aufkl\u00e4rung, die alle M\u00e4nner, wie man wei\u00df, so ehrenhaft und alle Frauen so bescheiden und sittsam gemacht haben.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Choderlos de Laclos<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine Binse: \u201eLesen bildet!\u201c Die Originalvorlage ist ein Briefroman aus dem Jahr 1782 von Choderlos de Laclos. Beate Bartel und Chrislo Haas gaben sich 1981 ihren Bandnamen\u00a0<em>Liaisons Dangereuses<\/em> in Anlehnung an dieses Buch (das Stephen Frears sp\u00e4ter mit Glenn Close, John Malkovich und Michelle Pfeiffer hervorragend umgesetzt hat). Bartel geh\u00f6rte zuvor zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der Einst\u00fcrzenden Neubauten und war zuvor Tontechnikerin beim <em>Sender Freies Berlin<\/em>. Haas war bei DAF ausgestiegen, und war sp\u00e4ter Mitglied der Band Crime and the City Solution.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Nach DAF&#8230; sind Chrislo und ich zur\u00fcck nach D\u00fcsseldorf. Das war eine Horrorzeit. Zuerst haben wir unter dem Namen CHBB jeden Monat eine Kassette ver\u00f6ffentlicht. Das war ja auch ein Teil der Revolte, dass man auf einmal neue Techniken zur Verf\u00fcgung hatte. Kassettenkopierer, Fotokopierger\u00e4te, Polaroids. Das waren schnelle Medien. Und aus CHBB entstand schnell\u00a0Liaisons Dangereuses.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Beate Bartel<\/span><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der unerm\u00fcdlicher Frickler Haas gilt als einer der Gr\u00fcndungsv\u00e4ter des Techno und der modernen elektronischen Tanzmusik. Es ist wahrscheinlich der einzige, der einen Korg MS-20-Synthesizer zum Schwitzen bringen konnte. Auf Lunatec produzierte er mit Non-Eric den Track <em>Go<\/em> unter dem Projektnamen <em>Armed Response<\/em>. Die Maxi-Single wurde au\u00dferdem bei Mute Records ver\u00f6ffentlicht. Seine beiden Platten f\u00fcr das Label Tresor Records ver\u00f6ffentlichte er unter dem Namen \u201eChrislo\u201c. Liaisons Dangereuses gilt als einflussreiches Pionierprojekt moderner elektronischer Musik. Bereits vor der f\u00f6rmlichen Gr\u00fcndung hatten Bartel und Haas unter dem Namen CHBB zusammengearbeitet, in dieser Zeit entstanden vier jeweils zehn Minuten lange, unbetitelte Kassetten, die sich \u00e4u\u00dferlich nur anhand ihrer Coverfarben unterschieden und daher gelegentlich auch <em>Schwarz<\/em>, <em>Silber<\/em>, <em>Blau<\/em> und <em>Rot<\/em> genannt werden. Sie wurden in einer Auflage von nur 50 St\u00fcck ver\u00f6ffentlicht und werden \u00fcblicherweise zum Werk der Liaisons Dangereuses hinzugez\u00e4hlt. Erg\u00e4nzend: Laut eines Berichts im Deutschlandfunk sind Tapes \u201eHipper als Vinyl\u201c, wir spulen zur\u00fcck in die Zukunft des\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/08\/27\/lost-and-found-im-underground\/\"><em>Cassettenlabels<\/em><\/a><em>. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Die LP ist nur aufgrund dieser gef\u00e4hrlichen Liebschaft mit der Bartel entstanden. Wir haben das Ganze in so einer kleinen Dachkammer aufgenommen. Was ja auch erst m\u00f6glich gewesen ist, weil es damals diese ersten portablen Dinger gegeben hat. Tags\u00fcber gev\u00f6gelt. Nachts gearbeitet. Das war wirklich ein schei\u00dfgeiles sexuelles Ding.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Chrislo Haas<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr ihr erstes Album baten sie den aus Barcelona zugereisten S\u00e4nger Krishna Goineau, der seit Ende der 1970er Jahre Mitglied der spanischen Post-Punk-Gruppe <em>Xeerox<\/em> war, zu singen und koppelten &#8222;Los Ni\u00f1os Del Parque&#8220; als Single aus. Bartel und Haas hatten Conny Plank als Produzenten f\u00fcr die Liaisons Dangereuses gewinnen k\u00f6nnen und nahmen <em>Los Ni\u00f1os Del Parque<\/em> in seinem Studio auf (ironisch gesagt, es ist das beste St\u00fcck, das DAF nie geschrieben hat!). Insofern sollte man sich durch den rauen, naiven Aufbau von <em>Los Ni\u00f1os Del Parque<\/em> nicht t\u00e4uschen lassen. Bei\u00a0Liaisons Dangereuses waren Profis am Werk, die sehr bewusst Konventionen brachen. R\u00fcckblickend ist der Song absolut zeitlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die aus dem Album <em>Liaisons Dangereuses<\/em> ausgekoppelte Single <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=c-emqyV4wB0\"><em>Los ni\u00f1os del parque<\/em><\/a> ist eine der meistverkauften Underground-Singles in Deutschland und sp\u00e4ter aufgrund der markanten, mit dem Korg MS-20 erstellten Basslinie vielfach gesampelt worden. Als recht eigenwillige Besonderheit ist die 6\/4-Aufteilung der Basslinie zu nennen, welche gegen den 4\/4-Rhythmus gestellt wird, eine in der Popmusik ungew\u00f6hnliche Polyrhythmik. Der Vorhang \u00f6ffnet sich f\u00fcr das samtige Schwarz von <em>Myst\u00e8re dans le brouillard<\/em>, konzeptionell d\u00fcster-gothisch ist, aber mit einem blechernen kalten Synthesizer-Sound umgesetzt wird, der die viel komplexeren und unregelm\u00e4\u00dfigeren Atmosph\u00e4ren vorwegnimmt, die gleich hinter der Schwelle lauern. Den Gesang \u00fcbernahmen sowohl Krishna Goineau als auch dessen Schwester Joanna, unterlegt mit einem kr\u00e4ftigen Eurotrash-Sound. Zuweilen verbindet die Combo kollidierende musikalische Moden zu \u00fcberraschend stylischen St\u00fccken, die fast zu unglaublich sind, um es zu glauben. Auf <em>Aperitif de la Mort<\/em> sind Liaisons Dangereuses unglaublich bedrohlich, w\u00e4hrend <em>Peut Etre-Pas<\/em> aus der <em>Disco Not Disco-<\/em> Reihe sein k\u00f6nnte, der Bass ist gummiartig, der Gesang sch\u00e4big und bizarr. Diese Album ist ein vielk\u00f6pfiges Biest \u2013 wahrscheinlich, weil Bartel und Haas, wie ein echtes Avantgarde-St\u00fcck, zu sehr damit besch\u00e4ftigt war, die Zukunft zu erfinden, als dass sie einen bestimmten Sound oder Stil gefunden h\u00e4tte. Die theatralisch langsame, majest\u00e4tisch unheimliche Klanglandschaft von <em>Ap\u00e9ritif De La Mort<\/em> dominiert die Atmosph\u00e4re der ersten H\u00e4lft des \u201eEtre Assis Ou Danser\u201c \u2013 ein nerv\u00f6ses, spannungsgeladenes, intensives Gedicht \u00fcber einen Jungen, der nicht aufh\u00f6ren kann zu tanzen, mit einem obsessiven Beat, der manchmal von einem ebenso verr\u00fcckten Saxophon durchbrochen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ein Exkurs<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Nebensatz reicht nicht f\u00fcr ein \u201etribute to conny plank\u201c. Denn dieser Produzent verstand sich als \u201eMedium, das zwischen den Musikern, den Kl\u00e4ngen und dem Tonband vermittelt\u201c, seine Offenheit und Neugier schufen \u201eweitfl\u00e4chig atmende Sounds\u201c. Er sorgte f\u00fcr die Herstellung eigenst\u00e4ndiger, bisher ungeh\u00f6rter Sounds und war stets aufgeschlossen f\u00fcr innovative Kombinationen. Plank gilt als Pionier des deutschen Krautrock und Electronic Rock. Er war einer der wichtigsten Produzenten der Dekade. Wenn ihm eine Band bzw. deren Musik gefiel, produzierte er sie. Dabei \u00fcbernahm er auch, eher ungew\u00f6hnlich, das unternehmerische Risiko, indem er auf eigene Kosten produzierte. Diese Studiopolitik brachte vielen unbekannten Bands, die von Plattenfirmen abgelehnt oder erst gar nicht wahrgenommen wurden, Erfolg. So erm\u00f6glichte er den Musikern, sogenannte Band\u00fcbernahmevertr\u00e4ge mit Plattenfirmen abzuschlie\u00dfen, und half vielen Gruppen, Verhandlungen mit den Major-Labels zu f\u00fchren und so den \u201eFu\u00dfangeln\u201c in den Vertr\u00e4gen zu entgehen. Sein Vorgehen brachte oft bessere Verhandlungspositionen f\u00fcr die Musiker und sicherte vor allem deren k\u00fcnstlerische Freiheit. Die Plattenfirmen konnten so weder in k\u00fcnstlerische noch in produktionstechnische Prozesse eingreifen. Die damalige Vorgehensweise der A&amp;R-Abteilungen verhinderte gerade in dieser Zeit vielfach Neuerungen abseits des Mainstreams und hinterlie\u00df frustrierte Musiker, nichtbeendete Produktionen oder Produktionen, die einfach in den Archiven der Plattenfirmen verschwanden. Anders als andere Produzenten beschr\u00e4nkte sich Plank zudem trotz der teilweise erheblichen Vorarbeit f\u00fcr und an einigen Alben auf ma\u00dfvolle Beteiligungen an den Verkaufserfolgen der Produktionen. Den ideellen Wert seines kommerziellen Erfolges in Form von zahlreichen Gold- und Platinschallplatten dokumentierte er ironisch mit einer Ausstellung seiner Auszeichnungen auf seiner G\u00e4stetoilette.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Zur\u00fcck zu Eigentlichen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Produktion von Conny Plank ist auf das Wesentliche reduziert, sie verwendet minimale Ausr\u00fcstung f\u00fcr optimale Wirkung, straffe, elastische Basslinien und elektrische Percussionst\u00f6\u00dfe, gespickt mit Killer-Synthesizer-Hooks und nat\u00fcrlich angetrieben von Krishna Goineaus unnachahmlichem, fiebrigem Gesang. <em>Peut \u00catre \u2026 Pa<\/em>s und <em>El Macho y la Nena<\/em> inszenieren eine aggressive, ruckartige Zwanghaftigkeit, aber alle Rhythmen werden h\u00e4rter, zackiger, gebrochener; und die Stimmen werden seltsamer, die Klangpalette mechanischer, und das Album wird zu einem Experiment in roher Elektronik, das es, wie das Cover andeutet, schafft, etwas Filmisches und zugleich Geisterhaftes zu bewahren. <em>Dupont<\/em> zeugt von dieser Balance: Hohe, jammernde T\u00f6ne klingeln und klicken und T\u00f6ne zittern wie ein Musikspielzeug, dessen Batterie leer wird, und doch wird eine Geschichte erz\u00e4hlt, eine mysteri\u00f6se Geschichte im Nebel, die von einem strengen, trockenen, repetitiven Beat zusammengehalten wird. <em>Etre Assis Ou Danser<\/em>, ein nerv\u00f6ses, spannungsgeladenes, intensives Gedicht \u00fcber einen Jungen, der nicht aufh\u00f6ren kann zu tanzen, mit einem obsessiven Beat, der manchmal von einem ebenso verr\u00fcckten Saxophon durchbrochen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schmal das \u0152uvre der Liaisons Dangereuses ist, umso gewichtiger war sein Einfluss. Die kurze Zusammenarbeit der beiden Pioniere der deutschen elektronischen Musik nahm teilweise EBM und Techno vorweg und pr\u00e4gte diese Stile erheblich. Ihr Einfluss wird h\u00e4ufig mit dem von Kraftwerk verglichen, wobei letztere als \u201eMusikarbeiter\u201c eher k\u00fchl kalkulierte Maschinenmusik fabrizierten, Liaisons Dangereuses schwei\u00dftreibende Tanzmusik erschaffen. Lassen wir die Nerds dar\u00fcber streiten, welche der beiden Bands bedeutender ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt nur eine Produktion, zu der ich lieber tanze, Mauricio Kagels <em>Zehn M\u00e4rsche, um den Sieg zu verfehlen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Liaisons Dangereuses<\/strong>, 1981<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zitate von Bartel und Haas, zitiert nach: <strong>Verschwende Deine Jugend<\/strong><em>. Ein Doku-Roman \u00fcber den deutschen Punk und New Wave, von <\/em>J\u00fcrgen Teipel<em>,<\/em> Suhrkamp, Frankfurt\/Main 2001<\/p>\n<div id=\"attachment_106238\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-106238\" class=\"wp-image-106238 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Liasions-Dangerouses.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Liasions-Dangerouses.png 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Liasions-Dangerouses-150x150.png 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Liasions-Dangerouses-160x160.png 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-106238\" class=\"wp-caption-text\">Coverphoto aus dem Film &#8222;Les femes sans Merci&#8220;, nach einer Ballade des Poeten John Keats<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Punk ist eine Cover-Version des Rock\u2019n\u2018Roll, der Style und die Haltung sind ebenso wichtig wie die Musik. Wir verorten auf KUNO die erste Punk-LP mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/12\/das-bananenalbum\/\">Bananenalbum<\/a>. Oder war es doch eher der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/02\/29\/garagenrock\/\">Garagenrock<\/a>? \u2013 L\u00e4sst sich von MC Five (<em>Motor City Five<\/em>) oder den Stooges der verschwitzte Proto-Punk der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/07\/14\/drei-akkorde-fuer-ein-halleluja\/\">New Yorker Proll-Combo<\/a> ableiten? Oder hatte der testosterongesteuerte Punk gar eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/03\/09\/horses\/\">Ur-Mutter<\/a>? W\u00fcrden das die Nerds unter den Musik-Kritikastern \u00fcberhaupt zugeben? \u2013 Der Titeltrack des Albums ist der mit Abstand spektakul\u00e4rste und zeitloseste Titel des Album. Bis heute ist <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/09\/30\/in-hells-kitchen\/\"><em>Blank Generation<\/em><\/a> der Song, der wohl gr\u00f6\u00dfer ist, als die Band, die ihn produziert hat. Dies ist das beste Album, das die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/09\/dies-ist-das-beste-album-das-die-buzzcocks-nie-gemacht-haben\/\">Buzzcocks<\/a> nie gemacht haben. Kaum ein Song beschreibt den beginnenden britischen Punk besser als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2011\/04\/25\/der-roentgenblick-auf-das-patriarchat\/\">\u201eOh Bondage Up Yours!\u201c<\/a>. Es ist ein Zeichen von <em>Chuzpe<\/em>, wenn sich eine von M\u00e4nnern dominierte Szene<em>, <\/em>eine Combo von Frauen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/10\/20\/in-the-beginning-there-was-rhythm\/\">The Slits<\/a> nennt. Waren die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/10\/28\/trittbrettfahrer\/\">Pistols<\/a> die erste Boy-Group? Johnny Rotten predigte Anarchie, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/04\/20\/es-gibt-keine-blaupause-fuer-ein-album-wie-y\/\">The Pop Group<\/a> praktizierte sie. <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/11\/19\/punk-he-has-his-future-in-a-british-steel\/\">PiL<\/a> has his future in a British Steel. Klingt die Trostlosigkeit des Rust Belt nach Punk oder <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/01\/29\/avant-garage\/\"><em>Industrial Folk<\/em><\/a>? Eine weitere Seitenbemerkung \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/06\/27\/industrial-punk\/\">Industrial-Punk<\/a> der Nine Inch Nails aus Cleveland, Ohio. Tuxedomoon entwickelten einen experimentellen Sound, der seltsamer war als der ihrer Zeitgenossen aus den 80ern, indem er Jazz und hypnotisierende Elektronik auf eine Art und Weise einbezog, sie spielten einen hypnotischen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/02\/23\/give-me-new-noise\/\">Synth-Punk<\/a>. Die aus dem Album <em>Liaisons Dangereuses<\/em> ausgekoppelte Single <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/11\/30\/dis-go-dis-way-this-go-that-way\/\"><em>Los ni\u00f1os del parque<\/em><\/a> ist eine der meistverkauften Underground-Singles in Deutschland und sp\u00e4ter aufgrund der markanten, mit dem Korg MS-20 erstellten Basslinie vielfach gesampelt worden. Eine W\u00fcrdigung der s\u00fcdafrikanischen Tekkno-Punks <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/06\/03\/pluenderer\/\">Die Antwoord<\/a>. \u2013 Gegen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/10\/31\/california-ueber-alles\/\">Fresh Fruit for Rotting Vegetables<\/a> h\u00f6rt sich alles andere wie Pop an. Retten kann uns die Sch\u00f6nheit der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/01\/04\/ueber-die-schoenheit-der-tenorstimme-des-punk\/\">Tenorstimme des Punk<\/a>. The Monochrome Set verk\u00f6rpert wie kaum eine andere Combo den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/06\/25\/eine-form-fuer-eine-formlose-gegenwart\/\">DIY-Ethos<\/a>, indem sie kompromisslos ihrer eigenen, einzigartigen k\u00fcnstlerischen Vision folgen. Zu <em>Monarchie und Alltag<\/em> gibt es einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/01\/zur-lage-der-detonation-revisited\/\">Bericht zur Lage der Detonation<\/a>. \u2013 Polka trifft auf Punk und m\u00f6glicherweise waren es die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/08\/25\/polka-und-punk\/\">Violent Femmes<\/a>, die den Gitarren-Schrammelpunk erfunden haben. Weitere ungel\u00f6ste Fragen: Stellen die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/02\/03\/punk-against-racism\/\"><em>The Ruts<\/em><\/a> mit einem Album das Lebenswerk von The Clash in den Schatten? Wann h\u00f6rt der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/05\/18\/substance\/\">Substance<\/a> von Punk auf? Wann beginnt der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/01\/30\/minimal-pop\/\">Post-Punk<\/a>? Ist das bereits <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/12\/28\/10-years-after\/\">New Wave<\/a>? Oder stellt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/10\/08\/tal-king-heads\/\">Polyrythmik<\/a> den H\u00f6hepunkt dar? Die Alben von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/06\/17\/und-hier-ist-es\/\">Wire<\/a> stellen in beeindruckender Weise dar, was aus Punk eigentlich h\u00e4tte werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Free Your Mind&#8230; and Your Ass Will Follow Funkadelic Menschen tanzen gern. Seit jeher! Voneinander zu lernen und einander Moves abzuschauen, eine spontane Synchronisierung. 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