{"id":106093,"date":"1989-11-06T00:18:58","date_gmt":"1989-11-05T23:18:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=106093"},"modified":"2024-08-30T00:17:31","modified_gmt":"2024-08-29T22:17:31","slug":"dub-poetry","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/11\/06\/dub-poetry\/","title":{"rendered":"Dub-Poetry"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Was hei\u00dft es, schwarz zu sein in Gro\u00dfbritannien? Es hei\u00dft, dass du eigentlich einen unglaublich aufwendigen Kampf um Dinge f\u00fchren musst, die f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil der Gesellschaft selbstverst\u00e4ndlich sind: Wohnungssuche, Bildung, gewerkschaftliche Rechte usw. Es bedeutet, dass du, obwohl du in England geboren bist, f\u00fcr immer als Immigrant giltst. Es bedeutet, dass du in dieser Gesellschaft ganz unten bist und immerzu versuchst, mit den kolonialen Regeln zu brechen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Linton Kwesi Johnson<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man braucht die Poems von Linton Kwesi Johnson nicht zwingend in der Dub-Version, sie sind \u2013 rezitiert vom Autor \u2013 bereits Musik in meinem Ohren. Da sich ein gr\u00f6\u00dferes Publikum nicht f\u00fcr den Vortrag von Gedichten interessiert, tr\u00e4gt diese Umsetzung von LKJ\u201c, wie er nach seinen Initialen auch genannt wird, mit der Dennis Bovell Dub Band dazu bei, mit Poetry ein Publikum zu erreichen, dass nie zu einer Dichterlesung kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Meine Art zu schreiben und vorzutragen ist wie ein Resultat aus der Spannung zwischen Jamaican Creole und Jamaican English und zwischen diesen und English English<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">LKJ<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als dezidiert politisch denkender K\u00fcnstler stellt sich LKJ die Frage: \u201eWelcher Zusammenhang besteht zwischen Poesie und sozialem Wandel?\u201c In den sp\u00e4ten 1970er Jahren k\u00e4mpfte er gegen \u201eSus\u201c-Gesetze, stand auf Streikposten und widerlegte mit seiner Feder W. H. Audens Behauptung, dass \u201ePoesie nichts bewirkt\u201c. 1974 ver\u00f6ffentlichte Linton Kwesi Johnson seinen ersten eigenen Gedichtband, <em>Voices of the Living and the Dead<\/em>. Anders als die Mehrzahl der Reggae-Musiker ist LKJ nicht religi\u00f6s; die im Reggae verbreitete Rastafari -Religion kritisierte er als wirklichkeitsfern und reaktion\u00e4r. In seinen Texten formuliert Johnson eine explizit linke Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft Englands. Im Zentrum stehen dabei seine Erfahrungen mit Rassismus, Arbeitslosigkeit und Gewalt. Typisch f\u00fcr seine Texte sind eine stark ausgepr\u00e4gte Rhythmik und Metrik sowie der Gebrauch einer eigenen Sprache, die die Texte vordergr\u00fcndig oft unzug\u00e4nglich scheinen l\u00e4sst. Formal wie inhaltlich bildet sich in diesem Poems diese Erfahrung ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>In einer kolonialen Gesellschaft aufgewachsen zu sein und dann hier her\u00fcber zu kommen, um zu leben.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">LKJ<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1975 folgte seine zweite Textsammlung <em>Dread, Beat and Blood<\/em>. Seine Dub-Poetry erfuhr erste Anerkennung, 1977 erhielt Johnson das Cecil-Day-Lewis-Stipendium. Das Plattenlabel Virgin ver\u00f6ffentlichte 1978 sein erstes Album, ebenfalls <em>Dread, Beat and Blood<\/em> betitelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gedicht <em>Dread Beat an Blood<\/em> sind Bilder von Feier und Gewalt miteinander verflochten. Beginnend mit den Anfangszeilen \u201eBrothers an Sisters Rocking \/ A Dread Beat Pulsing Fire Burning\u201c \u2013, w\u00e4hrend Johnson eine Hausparty beschreibt, die h\u00f6chstwahrscheinlich in der Londoner Innenstadt stattfindet, wo die meisten Gedichte der Sammlung spielen. LKJ mit Unterst\u00fctzung von Dennis Bovell den Rhythmus und die Kadenz im gesamten Gedicht hervorragend, um die Atmosph\u00e4re der Party einzufangen. Die meisten Versf\u00fc\u00dfe im Gedicht sind Troch\u00e4use, mit gelegentlichem Bacchius \u2013 einer unbetonten Silbe, gefolgt von zwei betonten Silben. Der Spondeus ist eine Umkehrung des Jambus, des am h\u00e4ufigsten in der klassischen englischen Poesie verwendeten Versfu\u00dfes, und die Kombination mit jamaikanisch-britischem Slang wie \u201ea dread beat\u201c zwingt den Leser sofort, die Sprache des Sprechers anzunehmen. Dar\u00fcber hinaus erzeugt die Konzentration auf betonte Silben einen eigent\u00fcmlich h\u00e4mmernden und doch h\u00fcpfenden Rhythmus. Auf der Platte passt dieser nat\u00fcrlich perfekt zu den Dub-Reggae-Beats der Instrumentierung, aber f\u00fcr sich genommen f\u00fchlt er sich an wie die ged\u00e4mpften Beats von Partymusik, die man von drau\u00dfen h\u00f6rt. Wir h\u00f6ren, dass der Rhythmus in Johnsons Gliederung des Gedichts bewusst betont wird, indem er vor dem Beginn einer neuen Strophe Z\u00e4suren einf\u00fcgt: \u201eElektrische Lichter tr\u00f6sten die Nacht \/\/ eine kleine Halle ist in Rauch getaucht.\u201c Durch diese Methode entsteht vor jeder Strophe eine Spannung \u2013 zun\u00e4chst scheint sie mit der Musik in Verbindung zu stehen, als ob wir den Beginn eines neuen Takts erwarten w\u00fcrden, doch als die Bilder der Gewalt zur\u00fcckkehren, erkennen wir, dass \u201eetwas Schlimmes im Gange ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Klang, dr\u00f6hnendes Feuer, Blut \/ Br\u00fcder und Schwestern schaukeln, h\u00f6ren auf zu schaukeln \/ Musik bricht aus, blutet, dr\u00f6hnendes Feuer, brennt<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bilder scheinen zun\u00e4chst metaphorisch zu sein, um die Intensit\u00e4t der Party zu beschreiben, aber bald wird uns klar, dass sie weitaus d\u00fcsterere Absichten haben. Johnson wiederholt W\u00f6rter und S\u00e4tze, als wolle er ihre Inkongruenz mit der freudigen Szene betonen, die er darstellen soll: \u201eKlang, dr\u00f6hnendes Feuer, Blut \/ Br\u00fcder und Schwestern schaukeln, h\u00f6ren auf zu schaukeln \/ Musik bricht aus, blutet, dr\u00f6hnendes Feuer, brennt.\u201c Diese Wiederholung erzeugt eine Dringlichkeit, die jedoch durch die zunehmende L\u00e4nge der Strophen erg\u00e4nzt wird \u2013 als w\u00e4ren wir in der Gewalt gefangen oder nicht in der Lage, unseren Blick von dem abzuwenden, was unweigerlich passieren wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>ein Messerblitz von einem anderen auf ihn \/ springt hervor, um in sein Fleisch zu stechen<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies gipfelt in der letzten Strophe, in der die Gewalt deutlich wird \u2013 \u201eein Messerblitz von einem anderen auf ihn \/ springt hervor, um in sein Fleisch zu stechen\u201c \u2013 obwohl nicht klar ist, was genau dargestellt wird. Sehen wir eine Szene h\u00e4uslicher Gewalt oder einen rassistisch motivierten Angriff? Ich denke, letztendlich sollten wir uns nicht um die genaue Tat k\u00fcmmern. Die Phrase \u201eBlutbitterkeit\u201c scheint der entscheidende Moment zu sein \u2013 nicht zuletzt, weil es der deutlichste Moment ist, in dem Johnsons Rhythmus am Anap\u00e4st von \u201eBitterkeit\u201c bricht. Vielleicht kommt es sogar zwischen den G\u00e4sten auf der Party zu Gewalt. Wichtig ist, wie Johnson diesen Moment aufbaut und ihn unvermeidlich macht: Was wir am deutlichsten sp\u00fcren, ist, dass die schwarzen britischen Feiernden selbst in diesem Moment jugendlicher Erleichterung nicht in der Lage sind, der Gewalt ihres Alltags zu entkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Es gibt nicht viele K\u00fcnstler wie Linton Kwesi Johnson, und nur wenige haben es so gut verstanden, kreatives Talent mit Politik zu verbinden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">LKJs Verse sind anschaulich, lebendig und sehr fesselnd, und trotz seines geschickten Einsatzes von Metaphern lie\u00df er kaum Zweifel an seinen Gedanken zu der internen Gewalt, die einen Schatten auf die schwarze Jugend Londons geworfen hatte, und den allzu h\u00e4ufigen brutalen Polizeiangriffen auf junge Schwarze. Das Thema von <em>Dread Beat an\u2019 Blood<\/em> ist die Gewalt der \u201ebabylonischen Tyrannen\u201c, der Brudermord und letztlich die Gewalt, vor der er warnte, dass ihre Opfer sie gegen Polizei und Staat entfesseln w\u00fcrden, wenn die britischen Polizisten und die Regierung nicht aufh\u00f6rten, sie zu terrorisieren. Doch hinter seinem Zeugnis \u00fcber das br\u00fcderliche Blutvergie\u00dfen und die Gewalt, die LKJ selbst durch die Polizei erlebt hatte, und hinter seinem Ruf zu den Waffen lag ein tieferes Gef\u00fchl menschlicher M\u00f6glichkeiten. Er beschrieb nicht einfach, was ist, sondern auch, was innerhalb dieser empfindlichen Kontinuit\u00e4t und Spannung zwischen Sein und Werden sein kann. LKJ vermittelte das Gef\u00fchl, dass trotz der vorherrschenden Umst\u00e4nde der Angst keine Situation statisch war und dass echter sozialer Wandel nicht nur w\u00fcnschenswert, sondern notwendig und auch m\u00f6glich war.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">LKJ ist seit den fr\u00fchen 1970er Jahren aktiv in der politischen Basisarbeit t\u00e4tig.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">LKJs ist nicht nur ein Dichter. Er ist oder war zumindest ein politischer Engag\u00e9, ein franz\u00f6sisches Wort, das in diesem Zusammenhang dem Wort \u201eAktivist\u201c vorzuziehen ist, da letzteres einen professionellen Klang hat, als wolle es andeuten, dass \u201eAktivismus\u201c oder aktivistische Arbeit eine besondere Berufung ist, die nur eine ausgew\u00e4hlte Minderheit aus\u00fcben kann, im Gegensatz zu Engagement aus politischer Notwendigkeit. LKJ ist seit den fr\u00fchen 1970er Jahren aktiv in der politischen Basisarbeit t\u00e4tig. Sein politisches Leben hat seine Poesie durchdrungen und ihm eine organische Legitimit\u00e4t verliehen, die seine Kunst \u00fcber die Jahre gen\u00e4hrt und aufrechterhalten hat und die in seiner Beschreibung der Notlage der schwarzen britischen Jugend in England und der Entstehung einer schwarzen britischen Bourgeoisie ebenso deutlich wird wie in seinen Berichten \u00fcber die K\u00e4mpfe der Arbeiterklasse, den Aufstieg der Solidarno\u015b\u0107 in Polen, den Untergang der Sowjetunion und des Ostblocks und die Zukunft des Sozialismus. Es ist schwer, sich einen anderen Dichter vorzustellen, der mehr zum politischen Verst\u00e4ndnis einer so gro\u00dfen Bandbreite politischer Ereignisse und Ph\u00e4nomene beigetragen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Es ist er ein politischer Dichter par excellence.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Martin Carter<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht LKJ um sozialen Wandel \u2013 die Notwendigkeit dramatischer Ver\u00e4nderungen und Dub-Poetry ist das Medium, durch er ich dieses Thema erkundet. Von allen Kunstformen ist die Poesie besonders gut geeignet, die Bed\u00fcrfnisse der Gesellschaft auszudr\u00fccken und zumindest auf kommende soziale Entwicklungen hinzuweisen. In einigen F\u00e4llen spiegelt diese F\u00e4higkeit nicht nur die seltenen Gaben der K\u00fcnstler wider, sondern auch ihre Freiheit, in Versen auszudr\u00fccken, und zwar insbesondere in schrecklichen oder trostlosen Zeiten, was andere nicht zu sagen wagen oder nicht sehen k\u00f6nnen. Die Gesellschaft wendet sich oft an ihre Poeten, um Licht auf die gegenw\u00e4rtige soziale Situation zu werfen, schwierige Fragen zu stellen und manchmal Antworten zu geben oder zumindest politische M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen. Gro\u00dfe K\u00fcnstler sind oft in einer guten, wenn nicht gar in der besten Position, uns bei der Erforschung menschlicher M\u00f6glichkeiten zu unterst\u00fctzen, und Dichter sind f\u00fcr diese Rolle besonders gut geeignet.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Brain Smashing Dubs by Dennis &#8218;Blackbeard&#8216; Bovell<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Texte von <em>Forces of Victory<\/em> handeln haupts\u00e4chlich vom Kampf gegen Rassismus in England und LKJ setzt damit sein Thema aus seiner ersten Aufnahme, Dread Beat and Blood nahtlos fort. Johnsons rhythmusbetonte Poesie passt auch hier ideal zu den sp\u00e4rlichen, jazzigen Begleitmusiken des UK-Dub. Der Opener <em>Want Fi Go Rave<\/em> ist so cool und selbstbewusst wie alles von Gregory Isaacs oder Prince Buster, w\u00e4hrend <em>It Noh Funny<\/em>, eine Hommage an die Realit\u00e4ten der Jugend, Bovell viel Raum f\u00fcr das Zusammenspiel von Schlagzeug und Delay bietet. Das Album ist dramatisch und intensiv bis hin zur Klaustrophobie &#8211; es enth\u00e4lt sowohl ironische Beobachtungen als auch tiefe politische \u00dcberzeugungen, vorgetragen in LKJs unverkennbarem jamaikanischen Patois. Johnsons Stimme gewinnt an Reichweite und Ausdruckskraft, w\u00e4hrend seine Poesie von unangenehmen Wahrheiten spricht, er er zunehmend komplexer und kompakter verdichtet. <em>Sonnys Lettah<\/em> \u2013 eine zutiefst ber\u00fchrende Geschichte \u00fcber Ungerechtigkeit \u2013 ist bei altgedienten Aktivisten beliebt, aber die schwungvolle Basslinie und der ver\u00e4chtliche Text von <em>Independent Intavenshan<\/em> (in dem die F\u00fclle an rechtschaffenen Organisationen beklagt wird, die versuchen, f\u00fcr die schwarze Gemeinschaft zu sprechen) sind die eindringlichere Aussage. <em>Fight Dem Back<\/em> mobilisiert hinter einem sp\u00f6ttischen Singsang-Refrain gegen die Rassisten, w\u00e4hrend <em>Reality Poem<\/em> mit seinem eindringlichen, von Refrains durchzogenen Gitarrenmotiv n\u00fcchternen Atheismus in einer Zeit bef\u00fcrwortet, in der solche Ansichten alles andere als willkommen sind. Das Album endet mit <em>Time Come<\/em>, das ein etwas d\u00fcstereres Bild dessen zeichnet, was passieren k\u00f6nnte, wenn die Beh\u00f6rden ihr Verhalten nicht \u00e4ndern. Der Brixtoner Dub-Poet erinnert uns auch daran, dass es das \u201eeach an evry wan a wi\u201c ist, das Ver\u00e4nderungen bewirkt, und M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Ver\u00e4nderungen tauchen oft \u201ewie ein Dieb in der Nacht\u201c auf, wie ein weiser Mann einmal sagte, wenn es am wenigsten wahrscheinlich erscheint. Schreckliche und trostlose Zeiten k\u00f6nnen bessere Tage voraussagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dread, Beat and Blood<\/strong>, Poet an the Roots, feat. LKJ, 1978<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forces of Victory, <\/strong>LKJ, 1979<\/p>\n<div id=\"attachment_106094\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-106094\" class=\"wp-image-106094 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Dread-Beat-An-Blood_Cover.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"216\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Dread-Beat-An-Blood_Cover.jpg 220w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Dread-Beat-An-Blood_Cover-160x157.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><p id=\"caption-attachment-106094\" class=\"wp-caption-text\">Es gibt nicht viele K\u00fcnstler wie Linton Kwesi Johnson, und nur wenige haben es so gut verstanden, kreatives Talent mit Politik zu verbinden.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Im typischen Gestus junger Dichter hasste Arthur Rimbaud die kleinb\u00fcrgerliche Enge seiner Vaterstadt, was z.\u00a0B. in dem satirischen Gedicht <em>\u00c0 la musique<\/em> (<em>An die Musik<\/em>) zum Ausdruck kommt, er ist <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/10\/20\/der-erste-rockstar-der-poesie\/\">der erste Rockstar der Poesie<\/a>. Dichter wie der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/11\/06\/dub-poetry\/\">Dub-Poet Linton Kwesi Johnson<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/08\/30\/medway-poets\/\">Punk-Poet John Cooper Clarke<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/11\/12\/haus-und-hof-punks\/\">Lo-Fi-Poet Dan Treacy<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/01\/zur-lage-der-detonation-revisited\/\">Sp\u00e4t-Expressionist<\/a> Peter Hein, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/12\/08\/wings\/\">Lizard-King<\/a> Jim Morrison und die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/12\/30\/leben-und-kunstwollen-im-transit\/\">Grandma des Punk<\/a> Patti Smith nutzten Musik als Transportmittel f\u00fcr ihre Lyrics. Und eigentlich k\u00f6nnte auch: \u201eDylan gut ohne den Nobelpreis f\u00fcr Literatur weiterleben und -arbeiten. <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/10\/14\/the-dimes-they-are-a-changin\/\"><em>Er ist auch kein genuiner Kandidat<\/em><\/a><em>, <\/em>insofern er halt kein \u201arichtiger\u2018 Schriftsteller ist, sondern ein Singer-Songwriter.\u201c<em> (<\/em>Heinrich Detering). Es gibt im Leben sowie in der Kunst unterschiedliche Formen von Erfolg. Zum einen gibt es die Auszeichnung durch Preise und Stipendien, zum anderen die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/01\/30\/zum-geleit-2\/\">Anerkennung<\/a> durch die Kolleginnen und Kollegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was hei\u00dft es, schwarz zu sein in Gro\u00dfbritannien? 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