{"id":105503,"date":"2008-08-26T14:25:36","date_gmt":"2008-08-26T12:25:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=105503"},"modified":"2024-05-01T14:28:27","modified_gmt":"2024-05-01T12:28:27","slug":"traumhaft-visionaere-erkundungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/26\/traumhaft-visionaere-erkundungen\/","title":{"rendered":"Traumhaft\u2013vision\u00e4re Erkundungen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bibliomanen sind der Fremdbestimmtheit der Existenz ausgeliefert. \u00c4hnlich wie die B\u00fccher im Regal sind auch ihre Gedanken und Gef\u00fchle assoziativ aneinandergereiht und k\u00f6nnen nur unreflektiert wiedergegeben werden. Lesende versuchen der Last der alleinigen Verantwortung in einer vor Verflechtungen aller Art schier berstenden modernen Welt zu entgehen. Poesie wird aus Widerspr\u00fcchen erstellt, moralische Eindeutigkeit ist daher kein Anforderungsprofil an ein literarisches Werk. Die Apokalypse hat bereits stattgefunden. Es bedarf des haptischen, der Welt des Papiers wenn man nach dem Utopischen auf die Spur kommt. Und es bedarf der Utopie, wenn etwas Organisches dahinfault. Die ewige Jugend zerschellt in Zeitlupe am Kliff des Alterns.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mikrogramme<\/strong> von A.J. Weigoni, KUNO 2006 &#8211; 2011<\/p>\n<div id=\"attachment_102377\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-image-102377 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/AJWeigoni-e1648379021441.jpeg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-caption-text\">A.J. Weigoni, portr\u00e4tiert von Anja Roth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bruchst\u00fccke aus der Realit\u00e4t sind verwandt mit den Miszellen (von lateinisch miscella \u00b4Gemischtes`), dies ist eine Bezeichnung f\u00fcr eine Rubrik, unter der K\u00fcrzesttexte variierenden literarischen Inhalts ver\u00f6ffentlicht werden. Die <em>Bagatellen<\/em> sind der Versuch, Miniaturen gleichrangig nebeneinander aufzureihen, ein dichtes Gewebe, das seine poetische Qualit\u00e4ten erst durch die Lekt\u00fcre gewinnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/21\/twitteratur\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a> ist eine Poesie, die man von den japanischen Haiku kennt. Als Beitrag von A.J. Weigoni finden wir auf KUNO im Lauf der Zeit <em>Mikrogramme<\/em>, die ein feines, manchmal auch weitmaschiges Netz von Relais durchzieht: Schnittstellen, an denen zwischen Gegenst\u00e4nden, Wahrnehmungsperspektiven, zwischen R\u00e4umen und Zeiten hin und her gewuselt wird, und gleichzeitig zwischen verschiedenen Distanzen zum Beschriebenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong>ein Essay \u00fcber die neue Literaturgattung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/03\/06\/twitteratur-die-kunst-der-verkuerzung\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a>, sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/09\/06\/recap-hungertuchpreis\/\">Recap<\/a> des Hungertuchpreises.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Bibliomanen sind der Fremdbestimmtheit der Existenz ausgeliefert. \u00c4hnlich wie die B\u00fccher im Regal sind auch ihre Gedanken und Gef\u00fchle assoziativ aneinandergereiht und k\u00f6nnen nur unreflektiert wiedergegeben werden. 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