{"id":105444,"date":"2007-09-26T10:41:40","date_gmt":"2007-09-26T08:41:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=105444"},"modified":"2024-05-01T10:45:46","modified_gmt":"2024-05-01T08:45:46","slug":"verschiedene-zeitebenen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/09\/26\/verschiedene-zeitebenen\/","title":{"rendered":"Verschiedene Zeitebenen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erz\u00e4hlen ist eine Form der Verst\u00e4ndigung, die weit \u00fcber Gattungsgrenzen hinausgeht. Durch die Erkundung anderer Ichs kann der Weg zu sich selbst beschritten werden. Gedankensplitter und Erinnerungsfetzen werden kurz angerissen und ausgeleuchtet, Parallelgeschichten erz\u00e4hlt, durch das Spielen findet der <em>Homo ludens<\/em> zu sich selbst. Ein Bibliomane ist auf der Suche nach dem aus der Sprache Ausgeschlossenen, dem Verr\u00fcckten, Entgrenzten, er interessiert sich f\u00fcr die Spielformen der Umgangssprache. Die Mundart ist immer im Fluss. Sie ver\u00e4ndert sich. Nimmt neue Ausdr\u00fccke auf. Sp\u00fclt Modeworte nach oben und begr\u00e4bt alte unter der n\u00e4chsten Welle. Die hypermodernen Menschen bewegen sich zwischen Woke und Wahnsinn. Ihre Identit\u00e4tssynthese ist unscharf, polemisch kontaminiert und eigentlich ruiniert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mikrogramme<\/strong> von A.J. Weigoni, KUNO 2006 &#8211; 2011<\/p>\n<div id=\"attachment_102377\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-image-102377 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/AJWeigoni-e1648379021441.jpeg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-caption-text\">A.J. Weigoni, portr\u00e4tiert von Anja Roth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bruchst\u00fccke aus der Realit\u00e4t sind verwandt mit den Miszellen (von lateinisch miscella \u00b4Gemischtes`), dies ist eine Bezeichnung f\u00fcr eine Rubrik, unter der K\u00fcrzesttexte variierenden literarischen Inhalts ver\u00f6ffentlicht werden. Die <em>Bagatellen<\/em> sind der Versuch, Miniaturen gleichrangig nebeneinander aufzureihen, ein dichtes Gewebe, das seine poetische Qualit\u00e4ten erst durch die Lekt\u00fcre gewinnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/21\/twitteratur\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a> ist eine Poesie, die man von den japanischen Haiku kennt. Als Beitrag von A.J. Weigoni finden wir auf KUNO im Lauf der Zeit <em>Mikrogramme<\/em>, die ein feines, manchmal auch weitmaschiges Netz von Relais durchzieht: Schnittstellen, an denen zwischen Gegenst\u00e4nden, Wahrnehmungsperspektiven, zwischen R\u00e4umen und Zeiten hin und her gewuselt wird, und gleichzeitig zwischen verschiedenen Distanzen zum Beschriebenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong>ein Essay \u00fcber die neue Literaturgattung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/03\/06\/twitteratur-die-kunst-der-verkuerzung\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a>, sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/09\/06\/recap-hungertuchpreis\/\">Recap<\/a> des Hungertuchpreises.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Erz\u00e4hlen ist eine Form der Verst\u00e4ndigung, die weit \u00fcber Gattungsgrenzen hinausgeht. Durch die Erkundung anderer Ichs kann der Weg zu sich selbst beschritten werden. 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