{"id":105436,"date":"2007-07-26T10:16:35","date_gmt":"2007-07-26T08:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=105436"},"modified":"2024-05-01T10:20:32","modified_gmt":"2024-05-01T08:20:32","slug":"zwischen-poesie-und-poetologie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/07\/26\/zwischen-poesie-und-poetologie\/","title":{"rendered":"Zwischen Poesie und Poetologie"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem, was von Sappho \u00fcberliefert ist, kann der Leser davon ausgehen, dass Poesie nicht nur aus Sinn und Verstand besteht, sondern haupts\u00e4chlich aus Musik. Die Klangfarben der Worte kann man mit Musik verglichen. Worte sind mehr als definierbare Zeichen, Metaphern und Symbole, sie haben auch einen Klang. Ein Zeile in einem Gedicht klingt manchmal wie ein Akkord. Alle Sinne werden angesprochen. Gerade der Leser von Lyrik bewegt sich im gelungenen Fall auf Freiers Versesf\u00fcssen, geniesst Wortverdrehungen, die frei von Selbstdeutungen sind und in Gegen\u2013S\u00e4tze m\u00fcnden. Nur mit solchen Gedichten lassen sich die Wendepunkte und Widerspr\u00fcche des Lebens gelassen aushalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mikrogramme<\/strong> von A.J. Weigoni, KUNO 2006 &#8211; 2011<\/p>\n<div id=\"attachment_102377\" style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-image-102377 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/AJWeigoni-e1648379021441.jpeg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-102377\" class=\"wp-caption-text\">A.J. Weigoni, portr\u00e4tiert von Anja Roth<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Bruchst\u00fccke aus der Realit\u00e4t sind verwandt mit den Miszellen (von lateinisch miscella \u00b4Gemischtes`), dies ist eine Bezeichnung f\u00fcr eine Rubrik, unter der K\u00fcrzesttexte variierenden literarischen Inhalts ver\u00f6ffentlicht werden. Die <em>Bagatellen<\/em> sind der Versuch, Miniaturen gleichrangig nebeneinander aufzureihen, ein dichtes Gewebe, das seine poetische Qualit\u00e4ten erst durch die Lekt\u00fcre gewinnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/21\/twitteratur\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a> ist eine Poesie, die man von den japanischen Haiku kennt. Als Beitrag von A.J. Weigoni finden wir auf KUNO im Lauf der Zeit <em>Mikrogramme<\/em>, die ein feines, manchmal auch weitmaschiges Netz von Relais durchzieht: Schnittstellen, an denen zwischen Gegenst\u00e4nden, Wahrnehmungsperspektiven, zwischen R\u00e4umen und Zeiten hin und her gewuselt wird, und gleichzeitig zwischen verschiedenen Distanzen zum Beschriebenen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong>ein Essay \u00fcber die neue Literaturgattung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/03\/06\/twitteratur-die-kunst-der-verkuerzung\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a>, sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/09\/06\/recap-hungertuchpreis\/\">Recap<\/a> des Hungertuchpreises.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Nach dem, was von Sappho \u00fcberliefert ist, kann der Leser davon ausgehen, dass Poesie nicht nur aus Sinn und Verstand besteht, sondern haupts\u00e4chlich aus Musik. 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