{"id":104595,"date":"2003-05-03T09:13:42","date_gmt":"2003-05-03T07:13:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=104595"},"modified":"2023-04-13T09:21:08","modified_gmt":"2023-04-13T07:21:08","slug":"warum-noch-gedichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/05\/03\/warum-noch-gedichte\/","title":{"rendered":"Warum noch Gedichte?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>\u201cEs war, als tr\u00e4te ich ins Manuskript ein\u2026\u201d<br \/>\n(D\u00fcrrenmatt, Justiz)<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was wissen wir schon von einem Gedicht?! Wir wissen nicht einmal, welches Wetter bei seiner Entstehung dominierte. Nur ein wenig Sensibilit\u00e4t des jeweiligen Autors scheint registrierbar. Aber was besagt dies eigentlich?! Empfindlich sind wir alle. Empf\u00e4nglich sind die wenigsten. Zumindest f\u00fcr die feineren Reize. Und zu denen z\u00e4hlen zweifelsohne Frauen und Gedichte. Allerdings muss es hierbei eine Unterschiedlichkeit geben. Wer h\u00e4tte nicht schon eine Frau bedichtet?! Aber wer befraut schon ein Gedicht?! Obwohl auch dies nicht uninteressant sein d\u00fcrfte!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Warum schreiben wir Gedichte?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun soll also das Gedicht wirksam werden. In fast schon therapeutischer Hinsicht. Missbraucht wird es offensichtlich ohnehin und stets. Wie lie\u03b2e sich nun Dichten ohne Ballast praktizieren?! K\u00f6nnte das Gedicht dem vorbeugen, wozu es sonst missbraucht werden k\u00f6nnte?! Man versteht Logik? Wie lie\u03b2e sich etwas verhindern, zu dessen Beseitigung man genau das br\u00e4uchte, was seine Verhinderung nicht bewerkstelligen konnte?! Oder: Warum schreiben wir Gedichte?! K\u00f6nnte durch das Schreiben eines Gedichts das Schreiben eines Gedichts verhindert werden?! Dies ist die epochale Frage. Oder werden Gedichte wom\u00f6glich auch noch aus anderen Gr\u00fcnden geschrieben, als andere Gedichte zu verhindern?!<br \/>\nEs ist Zeit f\u00fcr Ersch\u00fctterung. Nicht eigentlich, was die Thematik angeht. Nein, hinsichtlich der Aktivit\u00e4ten. Die Reflexion wird allerorten diskreditiert. Mit Argumenten, die keine mehr sein k\u00f6nnen, weil sie sich in der Gesamtschau einander aufheben. Aber das st\u00f6rt die Fraktionen nicht. Man reklamiert Verletzlichkeit. Man schafft originelle Tabus. Man verausgabt sich, um ein neuartiges Konzept von Parasitentum zu rechtfertigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Literatur ohne Einmischung?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Literatur hat den Status erlangt, legitim verausgabt sein zu d\u00fcrfen. Man erwartet bestenfalls Innovationen, aber keine Einmischung mehr. Die Literatur multipliziert sich zu sehr. Dadurch wird sie parzellierbar, isolierbar, angreifbar, beherrschbar. Und so ist sie in kommunikationstechnischer Hinsicht unter das Niveau schlechtbeleumundeter Geheim-Diplomatie geraten. Die Objektivierarbeit von irgend etwas, geschweige denn von Aussagen, wurde wegrationalisiert. Als unmodern und unzweckm\u00e4\u03b2ig erkl\u00e4rt. Das Subjektive ist mit postmoderner Endg\u00fcltigkeit zum alleinigen und unvers\u00f6hnlichen Ma\u03b2stab erkoren. Jeder sein eigener Kosmos. Bis zur Realit\u00e4tsverleugnung. Verst\u00e4ndigung ist pl\u00f6tzlich nur noch dadurch m\u00f6glich, dass man alles gelten l\u00e4sst. Die Beliebigkeit wird zur neuen Orthodoxie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dennoch stellt sich kein Gef\u00fchl der Freiheit ein. Man ist mit kalkulierter Freiz\u00fcgigkeit zufrieden. Das gesellschaftliche Leben wird in seiner Relevanz minimalisiert. Zusammenk\u00fcnfte haben l\u00e4ngst nur noch rituellen Charakter. Die Literatur erh\u00e4lt dort, wo sie toleriert wird, Weihefunktion. Der Autor ist f\u00fcr eine Stunde Charismatiker, bis man ihn am Kneipentisch wieder auf seine Banalit\u00e4t zur\u00fcckstuft. Notwehr und ihr Vorwurf sind somit programmiert. Womit wir, wie so h\u00e4ufig, bei der Frage nach Besch\u00e4ftigung und Sinn derselben, beim Schriftsteller w\u00e4ren. Er kann observieren und bedauern, kommentieren und fordern, st\u00e4nkern oder belobigen. Jedenfalls ist der Schriftsteller immer ein Zusp\u00e4tgekommener. Er kann noch so fr\u00fch aufstehen \u2013 immer findet er schon Ergebnisse vor. Der Schriftsteller dringt nicht bis zu den Verantwortlichkeiten vor. Aus diesen Grund ist wohl die Sublimationshypothese bez\u00fcglich der schriftstellerischen Bet\u00e4tigung in die Welt gesetzt worden. B\u00f6sartige oder naiv-wohlmeinende Kritiker m\u00f6gen sie konstruiert haben. Als Alibi f\u00fcr sich selbst, um das Tun eines Schriftstellers auf die ganz banale Art erkl\u00e4ren und gegebenenfalls bel\u00e4cheln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Sublimieren beim Schreiben?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schriftsteller, dem Sublimation unterstellt wird, befindet sich in der Situation desjenigen, der verhaltensauff\u00e4llig wurde und dem man\u00a0 verspricht, dass er gleich auf schonende Weise abgeholt werde. Und man werde ihn irgendwo verwahren, wo er vor sich selbst in Sicherheit sei. Musste denn die Dem\u00fctigung so weit gedeihen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis die Schriftsteller bemerkten, dass man sie in die Mitleids-Oase abgeschoben hatte, war es schon sehr sp\u00e4t. Nun galt es wirksame, aber auch unverd\u00e4chtige Strategien zu entwickeln. Nichts ist schwieriger, als sich von den Vorw\u00fcrfen anderer zu befreien, ohne sich neuerlich zu belasten. Es galt, etwas Prinzipielles klarzukriegen: Etwas Begreifenswertes begreifen und etwas, was einem die Neider des Begreifens und der jeweiligen Problematik missg\u00f6nnen \u2013 das w\u00e4re sowohl Thema als auch Triumph. Zu begreifen gilt es, dass man Schriftsteller nicht aus einem Defekt heraus wird. Die Frage ist, ob es eine Prophylaxe gegen \u00fcberfl\u00fcssige Unterstellungen gibt, damit man als Schriftsteller seine eigentliche Arbeit tun k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u03b2lich wird man nicht Schriftsteller, um sich dann zu rechtfertigen, dass man einer ist. Wobei diese Rechtfertigung keinerlei Schwierigkeiten bereiten w\u00fcrde. Eigentlich wird sie sowieso durch die Praxis des Schreibens geleistet. Es gilt klarzumachen, dass der Schriftsteller uneigenn\u00fctzig und bei klarem Verstand ist. Dass seine Begehrlichkeit immer Stellvertreter-Gefechte sind. Er schreibt nicht, weil ihm etwas fehlt, sondern weil er feststellt, dass der Menschheit zu vieles vorenthalten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Schriftsteller ist eigentlich immer in der Offensive. In dem Moment, da der Schriftsteller seine Funktion erkennt und akzeptiert hat, muss er sich seine Zeit und seine Energie geflie\u03b2entlich einteilen. Er will ja nicht nur Geld verdienen, sondern vor allem auch geh\u00f6rt werden. Ablehnung kann ihn trotzig machen, aber nicht st\u00e4rker. Mit N\u00fctzlichkeits-erw\u00e4gungen allein kommt man der Zweckbestimmung der Schriftstellerei nicht bei. Schriftsteller bleiben \u2013 im richtig verstandenen Sinne \u2013 immer Parasiten in Gesellschaften, die auf Kapital oder Ideologie getrimmt sind. Die Gesellschaft muss ihre Mahner und Warner mitfinanzieren \u2013 anders geht es nicht. Schriftsteller sind auf Solidarit\u00e4t und Interaktion angewiesen. Von Seiten der Gesellschaft und auch untereinander.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der Schriftsteller als K\u00fcnder und Utopist<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit sich jeder Schriftsteller m\u00f6glichst umfangreich seiner eigentlichen Aufgabe widmen k\u00f6nne (n\u00e4mlich: dass das Leben angenehmer werde), bedarf es wahrscheinlich einer interaktionistischen Sublimationsprophylaxe. Was so kompliziert klingt, ist in realiter etwas ganz Banales: die Schriftsteller m\u00fcssen in gewisser Weise zusammenhelfen, dass ihr Schreiben nicht nur die Frustration \u00fcber bestimmte Zust\u00e4nde artikuliert, sondern dass es sich darum bem\u00fcht, Ursachen aufzudecken und Strategien mitzuentwickeln hilft, die Ursachen f\u00fcr Missst\u00e4nde zu erkennen und zu beseitigen. Dar\u00fcber hinaus ist der Schriftsteller K\u00fcnder und Geburtshelfer von Utopien. Dass man sich \u00fcber Utopien verst\u00e4ndigt, ist eigentlich selbstverst\u00e4ndlich. Die Schriftsteller k\u00f6nnen dies in Essays tun \u2013 oder eben in Gedichten! Dies klingt in sich auch utopisch. Ist es aber viel weniger als notwendigerweise praxisorientiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum sollte nun gerade ein Gedicht interaktionistisch und sogar prophylaktisch wirken k\u00f6nnen? Und dies zun\u00e4chst nur oder auch sogar personenbezogen im Rahmen der schriftstellerischen Bed\u00fcrftigkeit. In jedem Falle stellt ein Gedicht etwas fest. Bringt etwas auf einen Ausdruck. Macht etwas, das nur f\u00fcr einen auff\u00e4llig war, f\u00fcr viele auff\u00e4llig. L\u00e4dt zu sich ein. Zu einer Besch\u00e4ftigung, einem Sich-Einlassen. Wenn dies mehrere tun, ist schon der erste Schritt zur Interaktion getan.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Kein Text ist wirkungslos<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass man dann Texte bespricht, w\u00e4re der zweite Schritt. Dass einem die Texte selbst und das Sprechen dar\u00fcber helfen k\u00f6nnte, f\u00fchrt unmittelbar zur Prophylaxe. Kein Text ist wirkungslos. Ebensowenig wie ein Umgang mit Texten. Der Schriftsteller hilft sich selbst am meisten, wenn er anderen hilft. Lesern oder Schriftstellerkollegen. Es geht ja darum, Sublimation und deren Verursachung zu vermeiden. Wem es tats\u00e4chlich nur um Sublimation ginge, der d\u00fcrfte nicht schreiben. Es ist nicht legitim, andere mit den eigenen Defiziten und Frustrationen zu bel\u00e4stigen. Wer schreibt, muss etwas zu geben haben. In einem Gedicht konzentriert sich jeweils ein Angebot, welches zu einer Kommunikation mit Perspektive beitr\u00e4gt. Die wirksamste subjektive Sublimationsprophylaxe ist das Aufzeigen einer objektivierbaren, plausiblen Perspektive.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Autor muss also \u201cins Manuskript eintreten\u201d, wenn er sich und seinen Lesern etwas Konkretes anbieten will. Die ganze Verherrlichung der assoziativen Schreibweisen in Lyrik und Prosa f\u00fchrt letztendlich auch zur Orientierungslosigkeit, was die Schreibabsicht anbetrifft. Die mehr oder weniger logische Konsequenz daraus ist die Frustration bei Autor und Leser. Es ist sozusagen die Multiplikation einer urspr\u00fcnglich beim Autor empfundenen Frustration zu einem Produkt im doppelten Sinne. Nicht nur der Leser, auch der Autor ist hier zu bedauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Warum fehlt der Mut, den \u201cpositiven\u201d Menschen zu zeigen?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage nach der Alternative ist hoffentlich legitim. Und eine Beantwortung m\u00f6ge nicht anma\u03b2end empfunden werden. Es ist im Grunde ganz einfach: Ein Autor, der \u201cnichts zu sagen\u201d hat, sollte auch nicht schreiben. Wer dar\u00fcber hinaus nur zur eigenen Sublimation schreibt, um anderen den Vorgang der Sublimation als ohnehin unvermeidlich schmackhaft zu machen, vers\u00fcndigt sich quasi an den M\u00f6glichkeiten des Schreibens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schreiben sollte dazu dienen, Sublimationsanl\u00e4sse von vornherein zu vermeiden, eben prophylaktisch wirksam zu werden. Individuelle Existenz, gesellschaftliches Zusammenleben und die daraus erwachsenden bzw. darauf bezogenen \u00c4u\u03b2erungsformen von Menschen \u2013 z.B. eben auch das Schreiben \u2013 k\u00f6nnen keinem vornehmeren Zweck dienen, als Entt\u00e4uschungen zu vermeiden, statt sie zu ritualisieren. Der Typus des \u201cVersagers\u201d muss wieder aus unseren K\u00f6pfen und aus der Literatur verschwinden, weil er als Orientierungsfigur in den Fatalismus f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum fehlt uns der Mut, den \u201cpositiven\u201d Menschen zu zeigen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Die Redaktion blieb seit 1989 zum lyrischen Mainstream stets in <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/01\/05\/lyrik-als-seismograph-an-der-epochenschwelle\/\">\u00c4quidistanz<\/a><\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> 1995 betrachteten wir die Lyrik vor dem Hintergrund der Mediengeschichte als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/01\/02\/laboratorium-der-poesie\/\"><em>Laboratorium der Poesie<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2005 vertieften wir die Medienbetrachtung mit dem Schwerpunkt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/01\/02\/transmediale-poesie\/\"><em>Transmediale Poesie<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2015 fragen wir uns in der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/02\/poetologische-positionsbestimmung\/\"><em>Minima poetica<\/em><\/a> wie man mit Elementarteilchen die Gattung Lyrik neu zusammensetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2023 finden Sie \u00fcber dieses Online-Magazin eine Betrachtung als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=78067\">eine Anthologie im Ganzen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cEs war, als tr\u00e4te ich ins Manuskript ein\u2026\u201d (D\u00fcrrenmatt, Justiz) Was wissen wir schon von einem Gedicht?! 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