{"id":104236,"date":"1991-01-01T00:31:17","date_gmt":"1990-12-31T23:31:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=104236"},"modified":"2024-08-30T00:20:27","modified_gmt":"2024-08-29T22:20:27","slug":"zur-lage-der-detonation-revisited","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/01\/zur-lage-der-detonation-revisited\/","title":{"rendered":"Zur Lage der Detonation &#8211; Revisited"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Das beste Buch des Jahres \u201981 ist eine Schallplatte: \u203aMonarchie und Alltag\u2039 von Fehlfarben.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Peter Glaser<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Einstimmung in den Artikel sei als Begleitmusik die erste Single der Fehlfarben empfohlen: <em>Abenteuer und Freiheit <\/em>(das Saxophon von Frank Fenstermacher kann sich durchaus mit dem von <span style=\"color: #99cc00;\"><a style=\"color: #99cc00;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2011\/04\/25\/der-roentgenblick-auf-das-patriarchat\/\">X-Ray-Spex<\/a><\/span> messen). Deutscher Ska oder das, was die Musiker der D\u00fcsseldorfer Band daf\u00fcr hielten. Indem die Fehlfarben versuchten SKA oder sp\u00e4ter britischen Punk nachzuahmen, und daran scheiterten, erfanden sie eine l\u00e4ssige Variante der Neuen Deutschen Welle. Der Legende nach entstand die Bandidee und der Name <em>Fehlfarben<\/em> w\u00e4hrend eines Englandurlaubs; also Gott sein Dank doch in England. Die Band wurde vom Skafieber gepackt, was sich in der ersten Single <em>Abenteuer &amp; Freiheit<\/em> bemerkbar machte. Die Gruppe gab den Skasound aber schon bald auf, und mit dem Abschluss eines Plattenvertrags bei dem der EMI l\u00f6sten sich die Fehlfarben aus dem Status einer Undergroundband.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Es ist zu sp\u00e4t f\u00fcr die alten Bewegungen<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Was heute z\u00e4hlt ist Sauberkeit<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ihr kommt nicht mit bei unsren \u00c4nderungen<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>F\u00fcr uns seid ihr noch nicht reif <\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor zehn Jahren erschien das Deb\u00fctalbum <em>Monarchie und Alltag<\/em>, das in der damaligen deutschsprachigen Rockszene einen immensen Stellenwert erreichte. Am Anfang gab es noch eine gro\u00dfe Diskussion, ob eine solche Band \u00fcberhaupt bei einer gro\u00dfen Plattenfirma unterschreiben sollte. Es fing gerade erst mit den Independents an, die Fehlfarben unterschrieben bei EMI gegangen. Das war in der Szene sehr umstritten, es wurde der Combo vorgeworfen, dass sie sich an die gro\u00dfe Industrie verkauft h\u00e4tten. Sie haben ihre Seele nicht verkauft, sie konnten sich einfach nur ein besseres Studio zum Aufnehmen leisten. Viele St\u00fccke des Albums waren noch klar punklastig, dabei druckvoller als die Lieder aus der Mittagspause-Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Es liegt ein Grauschleier \u00fcber der Stadt<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>den meine Mutter noch nicht weggewaschen hat<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit &#8222;Monarchie Und Alltag&#8220; versuchte die Combo den Zeitgeist der beginnenden 1980-er Jahre einzufangen. Das Cover zeigt das Foto eines grauen Wohnhauses unter rostfarbenem Himmel. An einer freistehenden Wand, wahrscheinlich ist das Nachbarhaus wahrscheinlich weggebombt worden, hing ein Werbeplakat: &#8222;Zehn Millionen Fernseh-Zuschauer k\u00f6nnen sich nicht irren&#8220;, stand darauf. Es zeigte ein Paar auf einem Sofa im Chic der Nachkriegszeit. Es ist eine Gegenbewegung zu Opulenz und Glanz in der Musik, eine R\u00fcckkehr zu den Wurzeln. Die einfachen St\u00fccke werden mit unpoliertem Gesang ohne jeden Feinschliff, der den Charakter der Lieder ver\u00e4ndern k\u00f6nnte, eingespielt. Fehlerlos, sicher, aber eben nicht mit sonderlich vielen Kan\u00e4len und Overdubs poliert. Peter Hein versucht gar nicht, besonders schmeichelnde Melodien zu produzieren, aber er nimmt auch die Aggression des Punk aus der Musik, die in den Endsiebzigern en vogue war. &#8222;I always like simple Rock&#8220; lautete das Motto auf der R\u00fcckseite des Plattencovers, dort steht auch es sein von John Lennon, nach einer Best\u00e4tigung des Zitats suche ich noch.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Das sind Geschichten, in B\u00fcchern gelesen<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Geschichten aus dem t\u00e4glichen Sterben<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Geschichten, die mir niemand glaubt<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Das sind Geschichten und sie sind geklaut<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Augenmerk liegt auf literarisch verdichteten tiefsinnigen Texten in denen Hein zwischen politischen Statements und allt\u00e4glichen Situationen wechselt. Lyrisch steht das durchaus in der Tradition von August Stramm. Auch Heins Texte fallen auf durch ihre schlichte, reduzierte Sprache. Hier wie dort wird kein Wert auf Grammatik gelegt; Substantive, substantivierte Verben und Neologismen bilden den Hauptbestandteil. Analog zu Zeit des Expressionismus ist Heins Stil \u00fcberraschend und neu. Durch seine Knappheit, H\u00e4rte und die weit vorangetriebenen Sprachexperimente hoben sich Stramms Gedichte 70 Jahre zuvor deutlich von denen anderer, fr\u00fcher Expressionisten wie beispielsweise Georg Heym und Theodor D\u00e4ubler ab. W\u00e4hrend letztere meist noch deutlich von der Neuromantik und dem Symbolismus beeinflusst sind, rei\u00dfen Stramms Sprachmontagen den Horizont in die Moderne auf. Die zerhackten Rhythmen, die Satz- und Wortfetzen machen Stramms Gedichte zudem zu den \u00fcberzeugendsten lyrischen Zeugnissen des Weltkriegs, umso mehr, da es kaum einem anderen Autor gelungen ist, das Grauen dieses ersten Maschinenkriegs in einer dieser ganz neuen Erfahrung angemessenen Form zu verarbeiten. Zu sp\u00e4teren Stramm-Anh\u00e4ngern geh\u00f6ren u. a. auch Thomas Kling, der den Zyklus <em>Ratinger Hof 1&amp;2<\/em> schrieb. Gleich zu Beginn des Albums findet der H\u00f6rer die Songs <em>Hier und Jetzt<\/em> und <em>Grauschleier<\/em> oder <em>Das sind Geschichten<\/em>, welche die geschredderten Rhythmen, die Satz- und Wortfetzen von Stramms Gedichten ins den Zeitgeist der 1970-er Jahre \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Roland, Wiesel, Marder, Phantom<br \/>\nAlbatross, Wiking, Tornado<br \/>\nAus den Waffenschmieden der Nation<br \/>\nTag und Nacht in steter Produktion<br \/>\nEinkaufsbummel im Erdnussland<br \/>\nWas \u00fcbrig bleibt, wird Entwicklungshilfe genannt<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Musik der Fehlfarben besitzt einen Groove, sie praktizieren ihn kantig, schroff, unterk\u00fchlt, mit einem zackigen Rhythmussegment, passend etwa zu &#8218;Apokalypse&#8216;, einem schnellen Song, der mit der R\u00fcstungsindustrie abrechnet. Wie auch die anderen Songtexte h\u00f6ren wir pointierte Beschreibungen der BRD-Gegenwart, komplex und doch auf den Punkt gebracht. Dieser Song widerlegt zudem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/04\/16\/ueber-die-halbwertszeit-der-neueren-literatur\/\"><span style=\"color: #3366ff;\">Rolf Dieter Brinkmann<\/span><\/a>s Behauptung, auf Deutsch k\u00f6nne man nur denken, nicht singen. Auch wenn Peter Hein nicht besser singen kann, als etwa Rio Reiser, so ist er damit wesentlich ausdrucksst\u00e4rker, als viele NDW-Kollegen; um es deutlich zu sagen, alles andere <em>von denne<\/em> war Schlager.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">&#8218;Paul ist tot&#8216; stellt poetisch den H\u00f6hepunkt des Albums dar. Dank des Pytolator kann es sogar den Vergleich mit Joy Division aushalten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo zuvor musikalischer Dilettantismus bewusst gepflegt wurde, erscheinen die Fehlfarben so brillant und pointiert wie politischer Rock um 1980 nicht besser zelebriert wurde. Neuartige Musik, neuartige Texte, der Versuch einer ganz neuen Bildsprache. Nat\u00fcrlich mit einem schrammeligen Gitarrensolo jenseits aller Hitambitionen, aber das hat den Untergrund noch nie gest\u00f6rt. Paul ist \u00fcbrigens der Flipperautomat des &#8222;Ratinger Hofs&#8220;, welcher der Legende nach eines Tages aus dem Laden verschwunden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>\u00a0<\/em><span style=\"color: #999999;\"><em>Kebabtr\u00e4ume in der Mauerstadt<br \/>\nT\u00fcrk-K\u00fclt\u00fcr hinter Stacheldraht<br \/>\nNeu-Izmir in der DDR<br \/>\nAtat\u00fcrk der neue Herr<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Texten geht es um Assoziationen und Paradoxien, die eine bestimmte Atmosph\u00e4re erzeugen. So auch in <em>Milit\u00fcrk<\/em>, das von Gabi Delgado-Lopez geschrieben wurde, der sp\u00e4ter mit DAF, Erfolg haben sollte. Das St\u00fcck behandelt soziale Probleme eingewanderter Gastarbeiter und innert\u00fcrkische Konflikte, die auch unter den T\u00fcrken in Deutschland ausgetragen wurden. Schade f\u00fcr die Rechtsausleger der Republik, lie\u00dfe sich doch mit &#8222;Wir sind die T\u00fcrken von morgen&#8220; so sch\u00f6n hausieren gehen, w\u00e4re es nicht im Zusammenhang falsch und obendrein von einer \u00fcber jeden Zweifel erhabenen Band aus der D\u00fcsseldorfer Szene entnommen. Parallel dazu erschien in Hamburg die <em>Computerstaat<\/em>-EP ebenso wie bei der <em>Amok Koma<\/em>-LP.\u00a0 Frank Z., S\u00e4nger der Punkband Abw\u00e4rts, berichtete aus Deutschland &#8222;Katastrophenstaat&#8220;. Auch seine Texte haben Vehemenz, ersch\u00f6pfen sich jedoch schnell im Sloganising: \u201eStalingrad, Stalingrad, Deutschland Katastrophen-Staat! \/ Wir leben im &#8218;Computerstaat&#8217;\u201c. Auch eine andere Parallele ist interessant. W\u00e4hrend &#8222;Monarchie Und Alltag&#8220; in einem professionellen Tonstudio produziert wurde, wurde <em>Amok Koma<\/em> bei &#8222;ZickZack Schallplatten&#8220; produziert; einwandfrei Independent, mit Abstand machen sich die Produktionsbedingungen jedoch nachteilig bemerkbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Graue B-Film-Helden regieren bald die Welt, es geht voran!<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Zufallshit entpuppte sich der vom Funk beeinflusste Song <em>Ein Jahr (Es geht voran)<\/em>. Das atypische, von einem adaptierten Chic-Riff angetriebene Lied wird eine Hymne der \u00d6ko-Calvinisten und der Hausbesetzer. Peter Hein selbst sprach sich gegen die Vereinnahmung als Nachfolger der Scherben aus, wohl deshalb, weil die Haltung der Fehlfarben zwar Teil sozialkritisch war, die Intention in <em>Ein Jahr (Es geht voran)<\/em> aber eine andere war. Vielmehr kn\u00fcpft der Song an die Endzeitstimmung der sp\u00e4ten 1970er Jahre an, die u. a. von kaltem Krieg, Terrorismus und Rezession gepr\u00e4gt waren, und \u00fcbertr\u00e4gt sie in den Punk. Was man hier textlich anmerken muss, dieser Song geh\u00f6rt wegen seiner Parolenhaftigkeit mit <em>Milit\u00fcrk eher <\/em>zu den schw\u00e4cheren Texten. Ketzerisch l\u00e4sst sich anmerken, dass das zeitgleich entstandene <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/10\/31\/california-ueber-alles\/\"><em>California ueber alles<\/em><\/a> besser zur NDW passt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Die Coca-Cola-Sonne scheint aufs Neue auf den Glanz unserer Republik.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Monarchie Und Alltag&#8220; ist aber nicht nur ein Dokument seiner Zeit, sondern der wegweisendste Tontr\u00e4ger der deutschen Rockmusik seit &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/08\/30\/was-ich-fand-waren-ton-steine-scherben\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">Keine Macht f\u00fcr Niemand<\/span><\/a>&#8222;. Die Sorglosigkeit, die das Auftreten der Fehlfarben begleitete, verlieh ihnen einen doppelten Boden. Es steigerte sie zu einer Coolness, die etwas Unheimliches annehmen konnte. Mit diesem Album haben die Fehlfarben der Neuen Deutschen Welle ein durch eine Neonr\u00f6hre aus dem <span style=\"color: #00ffff;\"><a style=\"color: #00ffff;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/12\/24\/sie-waren-hochgemute-nichtskoenner\/\">Ratinger Hof<\/a><\/span> bestrahltes Denkmal gesetzt und aufgezeigt wie reichhaltig das Limit einer kulturellen Zugeh\u00f6rigkeit sein kann. F\u00fcr Hein war Punk, eben nicht Punk zu sein. Die Lederjacken-Kluft war f\u00fcr ihn nach einem halben Jahr vorbei, danach trug er Anz\u00fcge. Wenn sich etwas durchsetzte, wollten er gleich etwas anderes machen. F\u00fcr ihn war Schluss, als pl\u00f6tzlich die Leute wegen der Punkszene oder der &#8222;Neuen Wilden&#8220; auf die Ratingerstra\u00dfe kamen. Als die Punktouristen kamen, war f\u00fcr ihn die interessante Zeit vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Live is Xeroy,<br \/>\nyou are just a copy<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz nach Ver\u00f6ffentlichung des Deb\u00fcts trat Peter Hein 1991 aus der Band aus, er nannte als Grund, dass er bei seinem Arbeitgeber (der gelernte B\u00fcrokaufmann Hein arbeitete in der EDV-Abteilung des Drucker- und Computerherstellers Rank Xerox in D\u00fcsseldorf) f\u00fcr eine Fehlfarben-Tournee drei Wochen Urlaub genommen habe, die Tournee aber kurzfristig auf 5 Wochen verl\u00e4ngert wurde. Musik betreibt es als amateur d&#8216; art mit der Combo &#8222;Family Five&#8220; weiter, aber das ist eine andere Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p><strong>Monarchie und Alltag<\/strong>, Fehlfarben, 1981<\/p>\n<div id=\"attachment_104237\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-104237\" class=\"wp-image-104237 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Monarchie_Cover-e1668756783383-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Monarchie_Cover-e1668756783383.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Monarchie_Cover-e1668756783383-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Monarchie_Cover-e1668756783383-160x160.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-104237\" class=\"wp-caption-text\">Das Cover zeigt das Foto eines grauen Wohnhauses unter rostfarbenem Himmel. An einer freistehenden Wand, wahrscheinlich war das Nachbarhaus weggebombt worden, hing ein Werbeplakat: &#8222;Zehn Millionen Fernseh-Zuschauer k\u00f6nnen sich nicht irren&#8220;, stand darauf. Es zeigte ein Paar auf einem Sofa im Chic der Nachkriegszeit.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend <\/strong><strong>\u2192 <\/strong>Fr\u00fcher als Peter Glaser hat kaum jemand die Bedeutung von Peter Hein erkannt. Lesen Sie auch seinen Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/06\/05\/die-neue-deutsche-wanderdune-attrappe-einer-kulturgeschichte-von-neulich\/\">Attrappe einer Kulturgeschichte von neulich<\/a>. Zu <em>Monarchie und Alltag<\/em> gibt es einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/01\/zur-lage-der-detonation-revisited\/\">Bericht zur Lage der Detonation<\/a>. Zu Ran! Ran! Ran! \u2013 THE BEST OF <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/05\/31\/soul-punk\/\">FAMILY*5<\/a> \/ VOL. I, zusammengestellt von Xao Seffcheque.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Im typischen Gestus junger Dichter hasste Arthur Rimbaud die kleinb\u00fcrgerliche Enge seiner Vaterstadt, was z.\u00a0B. in dem satirischen Gedicht <em>\u00c0 la musique<\/em> (<em>An die Musik<\/em>) zum Ausdruck kommt, er ist <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/10\/20\/der-erste-rockstar-der-poesie\/\">der erste Rockstar der Poesie<\/a>. Dichter wie der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/11\/06\/dub-poetry\/\">Dub-Poet Linton Kwesi Johnson<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/08\/30\/medway-poets\/\">Punk-Poet John Cooper Clarke<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/11\/12\/haus-und-hof-punks\/\">Lo-Fi-Poet Dan Treacy<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1991\/01\/01\/zur-lage-der-detonation-revisited\/\">Sp\u00e4t-Expressionist<\/a> Peter Hein, der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/12\/08\/wings\/\">Lizard-King<\/a> Jim Morrison und die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/12\/30\/leben-und-kunstwollen-im-transit\/\">Grandma des Punk<\/a> Patti Smith nutzten Musik als Transportmittel f\u00fcr ihre Lyrics. Und eigentlich k\u00f6nnte auch: \u201eDylan gut ohne den Nobelpreis f\u00fcr Literatur weiterleben und -arbeiten. <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/10\/14\/the-dimes-they-are-a-changin\/\"><em>Er ist auch kein genuiner Kandidat<\/em><\/a><em>, <\/em>insofern er halt kein \u201arichtiger\u2018 Schriftsteller ist, sondern ein Singer-Songwriter.\u201c<em> (<\/em>Heinrich Detering). Es gibt im Leben sowie in der Kunst unterschiedliche Formen von Erfolg. Zum einen gibt es die Auszeichnung durch Preise und Stipendien, zum anderen die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/01\/30\/zum-geleit-2\/\">Anerkennung<\/a> durch die Kolleginnen und Kollegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das beste Buch des Jahres \u201981 ist eine Schallplatte: \u203aMonarchie und Alltag\u2039 von Fehlfarben. 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