{"id":104175,"date":"2023-04-23T00:01:57","date_gmt":"2023-04-22T22:01:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=104175"},"modified":"2023-03-18T18:03:02","modified_gmt":"2023-03-18T17:03:02","slug":"klarheit-und-schaerfe-des-blicks","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/04\/23\/klarheit-und-schaerfe-des-blicks\/","title":{"rendered":"Klarheit und Sch\u00e4rfe des Blicks"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_98980\" style=\"width: 285px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98980\" class=\"wp-image-98980 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Michel_de_Montaigne_1-275x300.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-98980\" class=\"wp-caption-text\"><b>Michel Eyquem de Montaigne<\/b> (*28. Februar 1533 auf Schloss Montaigne im P\u00e9rigord; \u2020 13. September 1592 ebenda)<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">1995 erkl\u00e4rte die UNESCO den 23. April zum \u201eWelttag des Buches\u201c, dem weltweiten Feiertag f\u00fcr das Lesen, f\u00fcr B\u00fccher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation f\u00fcr Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und B\u00fccher zu verschenken. \u00dcber diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes. F\u00fcr KUNO steht in diesem Jahr jedoch Michel de Montaigne im Vordergrund. Mit seinem Hauptwerk, den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/12\/01\/uber-lob-preis-und-ruhm-3\/\"><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Essais<\/em><\/span><\/a> (von <em>essayer<\/em> \u201aversuchen\u2018), begr\u00fcndete Montaigne vor 500 Jahre die literarische Form des Essays. W\u00fcrde Michel de Montaigne im 21. Jahrhundert leben, so er w\u00e4re wahrscheinlich der beliebteste Blogger. Nicht nur in Frankreich. Wir kommen ihm n\u00e4her, indem wir seine <em>Essais<\/em> lesen. Und zwar Wort f\u00fcr Wort. Oder wir nehmen einen charmanten Umweg und lesen Sarah Bakewells <span style=\"color: #ff0000;\"><em><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/01\/michel-de-montaigne-ein-blogger-aus-dem-16-jahrhundert\/\">Wie soll ich leben?<\/a><\/em><\/span>. Dies ist der Titel ihrer ungew\u00f6hnlichen Biographie, sie zeigt auch die Methode an, mit der sich die Autorin dem Denken Montaignes n\u00e4hert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Wir kommen r\u00fcckw\u00e4rts vorw\u00e4rts, wie die Ruderer.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Michel de Montaigne<\/span><\/p>\r\n<div id=\"attachment_98176\" style=\"width: 143px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98176\" class=\"wp-image-98176 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Logo.jpg\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"133\" \/><p id=\"caption-attachment-98176\" class=\"wp-caption-text\">Labor-Logo: Peter Meilchen<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir betrachten die essayistische Methode auf KUNO als eine experimentelle Art, sich dem Gegenstand der \u00dcberlegungen zu n\u00e4hern und ihn aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das Wichtigste ist jedoch nicht der Gegenstand der \u00dcberlegungen, sondern das Entwickeln der Gedanken vor den Augen des Lesers, das dialogische Spiel mit der Erg\u00e4nzungsleistung des Lesers. Im Mittelpunkt steht oft die pers\u00f6nliche Auseinandersetzung des Autors mit einem Thema. Die Kriterien wissenschaftlicher Methodik k\u00f6nnen dabei zumeist vernachl\u00e4ssigt werden, der Essayist hat also relativ gro\u00dfe Freiheiten. Zum einen korrespondiert der Essay mit einer Theorieform und hat somit trotz seiner literarisch Ereignisqualit\u00e4ten eine ganz eigene Methode. Zum anderen ist er eine freih\u00e4ndige Balance, nicht einfach aufs g\u00e4nzlich Fiktionale festgelegter Literatur. Man kann ihn gerade auch in theoretischer Hinsicht auf ereignishafte Momente beziehen. Zudem liegt der Essay oft auch zwischen Philosophie und Literatur, so dass er die Disziplinen einander ann\u00e4hert oder zusammenbringt. Aus philosophischer Sicht geh\u00f6ren Essays klassisch zum Fach, ohne dass allerdings exakt definiert w\u00e4re, was den Essay als Textform auszeichnet oder wie er sich im etablierten Spektrum m\u00f6glicher Wege der Theoriedarstellung zu anderen Schreibverfahren verh\u00e4lt. Die Philosophie besitzt keine Gattungstheorie, und blicken wir in die Archive des Fachs, so ist die philosophische Essayform in ihrer Entstehung auch nicht ohne weiteres datierbar. Das Wort <em>Essai<\/em> oder Essay kann schlichtweg so etwas wie Abhandlungen oder prosaische Langtexte \u00fcberschreiben. Darin liegt die Freiheit, aber auch die Gefahr, um sich in \u201eZettel\u2019s Traum\u201c zu verlieren. Die in diesem Online-Magazin vorgestellten Essays sind so subjektiv wie die Herangehensweise der vorgestellten Autoren. Nach <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/01\/01\/der-essay-als-versuchsanordnung\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">2003<\/span><\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/01\/02\/der-essay-ein-comeback\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">2013<\/span><\/a> besch\u00e4ftigt sich KUNO in diesem Jahr zum dritten Mal mit dem Essay als Schwerpunkt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Erkundung des eigenes Verwirrtsein.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Joan Didion<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Essay vollzieht in diesem Online-Magazin eine Bewegung, die durch die Erinnerung hindurch zugleich ins Offene, Unbegrenzte, Ungebundene, vom 16. ins 21. Jahrhundert hinein f\u00fchrt. Den vor 10 Jahren begr\u00fcndeten Essaypreis setzt KUNO in 2023 fort. Wie lesen in dieser Reihe eine Textsorte mit einem gr\u00f6\u00dferen Seitenumfang, auch ein h\u00f6heres Bildungsniveau unterscheiden ihn von dem Autor eines Feuilletonartikels. Das inhaltliche Spektrum eines Essays umfasst alle Themen der Natur und der Kultur. Die bisherigen Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger sind:<\/p>\r\n<div id=\"attachment_99669\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-99669\" class=\"wp-image-99669 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Sophie-Reyer.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Sophie-Reyer.jpg 225w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/Sophie-Reyer-160x213.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-99669\" class=\"wp-caption-text\">Photo: Konstantin Reyer<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sophie Reyer. Die Wiener Autorin geht im Essay <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17985\"><em>Referenzuniversum<\/em><\/a><\/span> der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende Analysieren gebrochen wird. Sie gestaltet sich einen Allegorienaufmarsch mit Texteinheiten voller Schalk und Weisheit. Wie jede Schriftstellerin erschafft Reyer eine ganz eigene Wahrnehmung, eine Beobachtung, die sich sowohl aus dem kollektiven wie auch individuellen Bewusstsein speist.\u00a0Die Generation um Reyer setzt auf die Intelligenz der Menge, auf die Selbstorganisation des Schwarms, auf die Macht derer, die sich selbst erkannt und aus freien St\u00fccken miteinander verbunden haben. Es geht ihnen nicht mehr darum, dass die Einzelnen in einem grossen Ganzen vereinheitlicht werden und ihre eigenen Ideen, Geistesblitze und ihre Kreativit\u00e4t einem fertigen Weltbild unterordnen. Diese Generation kann viele werden und dabei Einzelne bleiben, die mit all ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit, Verr\u00fccktheit und mit ihrem individuellen Eigensinn dazu beitragen, die Idee einer Poesie immer wieder neu entstehen zu lassen. Reyer bricht die Idee vom objektiven Ich und vom subjektiven Ich auf und thematisiert in ihrer Poesie Verletztheit, es ist eine wohltuend unsentimentale Sichtweise auf die Welt und ihre Mechanik.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der Essay bedarf keiner enzyklop\u00e4dischen Stimmigkeit, seine Suggestivkraft erlaubt es, eine Pluralit\u00e4t von Partialwelten koexistieren zu lassen.<\/span><\/p>\r\n<div id=\"attachment_99677\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-99677\" class=\"wp-image-99677 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/jan-kuhlbrodt-240.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"149\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/jan-kuhlbrodt-240.jpg 240w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/jan-kuhlbrodt-240-160x99.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><p id=\"caption-attachment-99677\" class=\"wp-caption-text\">Jan Kuhlbrodt, Photo: Privat<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz im Sinne Montaignes wagt sich Jan Kuhlbrodt an einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12944\"><em><span style=\"color: #ff0000;\">Versuch \u00fcber Ingold<\/span><\/em><\/a>. Das Tastende dieses<em> Vermittlers<\/em> l\u00e4sst sich durchweg in seinem Schreiben finden, etwa in seinem Langgedicht <em>St\u00f6tzers Lied. Gesang vom Leben danach<\/em>. Dieser Zyklus tr\u00e4gt viel Bewusstsein f\u00fcr die eigenen Quellen in sich, gelegentlich glaubt man das Faksimile-Knistern alter Amigaplatten zu h\u00f6ren. Sein Gedichtband enth\u00e4lt eine Vielstimmigkeit in der Einheit. Und es sind \u00fcberwiegend Lyriker, denen sich Kuhlbrodt essayistisch widmet. Stoische Geringsch\u00e4tzung von \u00c4usserlichkeiten, Kritik des Wissenschaftsaberglaubens und der menschlichen \u00dcberheblichkeit gegen\u00fcber anderen Naturgesch\u00f6pfen sowie Skepsis gegen\u00fcber jeglichen Dogmen kennzeichnen seine essayistischen Portr\u00e4ts. Seine trefflichsten Essays sind auch verkappte Selbstportr\u00e4ts. Dieser Aussenseiter versteht problematischen Naturen. In den Details erkennt er die Eigenwilligkeiten. F\u00fcr einen Autor, der vorgibt, die Literatur sei sein Lebensgef\u00fchl, ist das ein Triumph der Kritik \u00fcber ihren Gegenstand. <em>\u201e<\/em><em>Man interessierte sich weniger f\u00fcrs Analytische als f\u00fcrs Anekdotische\u201c<\/em>, schreibt Kuhlbrodt etwa \u00fcber die Jahre bei der Frankfurter AStA. Ebenso wie im \u201eSchnecken\u00adparadies\u201c interessiert sich der Autor auch in seinen Essays f\u00fcr beides: daf\u00fcr, Anekdoten zu erz\u00e4hlen, ebenso wie daf\u00fcr, die Umst\u00e4nde der Anekdoten und die Erinnerung an die Anekdoten zu analysieren. Kuhlbrodt \u00fcberwindet die traditionelle deutsche Kritikfeindschaft, die schon Lessing beklagte zugunsten einer Kunstbetrachtung. Dabei \u00fcberwiegt die Reflexion und Analyse deutlich, dies geschieht jedoch nie ohne Empathie.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Think befor you read. \u2013 M\u00fcssen Sie sich diesen Essay nicht ausdrucken? Sparen Sie sich Verspannungen am Bildschirm.<\/em><\/span><\/p>\r\n<div id=\"attachment_103624\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-103624\" class=\"wp-image-103624\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Christine-Kappe-150x150-1.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/><p id=\"caption-attachment-103624\" class=\"wp-caption-text\">Christine Kappe, Fotograf: Ric G\u00f6tting<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Christine Kappe stellt die Frage: <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17565\">Findet das Heute \u00fcberhaupt statt?<\/a><\/span> Inspiriert durch den Literaturvermittler und gleichfalls findigen Essayisten Theo Breuer startete Kappe auf KUNO mit dem Essay <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=2978\">Das Licht ist mein Thema, nicht der Himmel oder: Ilya Kabakov und das Licht auf meiner Posttour<\/a><\/span>. Diese Autorin wartet in ihren Essays mit skurriler Metaphorik auf. Obzwar sie Sprachwissenschaft und Geschichte studierte, wurde sie nicht verbildet. Gute Autoren erkennt man daran, dass sie besser werden. Kappe exerziert auf lakonische und unterhaltsame Weise, wie ein neugieriges, zwanghaft sprachverliebtes Cham\u00e4leon Entfremdung, Fragmentierung und erneute Synthese betreibt. Ihre Essays haben die Tendenz das Ich und seinen Gegenstand zu entgrenzen und diese Entgrenzung sprachlich weiterzutreiben, sie miteinander und mit skurrilen Einzelheiten und Beobachtungen zu vermischen und einfallsreich in surreale Gebilde zu verwandeln. Diese Autorin ist eine wilde Denkerin im besten Sinne, allein schon wegen der gr\u00f6sseren Textsammlung zu den Themen Nacht und Hannover h\u00e4tte ihr dieser Preis geb\u00fchrt. Auf die Knie ging die Jury jedoch vor der scheinbaren Einfachheit ihres preisw\u00fcrdigen Essays und stimmt der Autorin vollauf zu Die Literatur wird parallel zu den neuen Medien weiterexistieren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Ullrich spinnt doch sowieso, sagte mal einer, der macht sich sein Leben unn\u00f6tig schwer. Wenig sp\u00e4ter sagte jemand \u00c4hnliches; und ferner sagten viele andere Entsprechendes. Wie sind froh dar\u00fcber, dass er zwischen 2013 \u2013 2018 bei KUNO spintisiert hat.<\/em><\/span><\/p>\r\n<div id=\"attachment_98720\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98720\" class=\"wp-image-98720 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/denis-ullrich.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/denis-ullrich.jpg 200w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/denis-ullrich-160x200.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><p id=\"caption-attachment-98720\" class=\"wp-caption-text\">Denis Ullrich, Photo: Privat<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr seinen Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/12\/08\/romanvernichtungsdreck-errorcreatingtweet\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">Romanvernichtungsdreck! #errorcreatingtweet<\/span><\/a> erhielt Denis Ullrich den KUNO-Essay-Preis. Geschrieben hat der Ullrich schon immer, wie man so sagt, blo\u00df mit der sogenannten \u00d6ffentlichkeit &#8211; na ja, das war so eine Sache; da war nicht wirklich der Wunsch vorhanden, sich der anonymen Masse preiszugeben; also schrieb er f\u00fcr die Schublade, von sporadischen Ver\u00f6ffentlichungen kurzer Essays und Kolumnen in \u00f6rtlichen Bl\u00e4ttern abgesehen, mit einem K\u00fcrzel darunter; dabei konnte man den eigenen Bekanntheitsgrad einigerma\u00dfen eingrenzen und somit die Identit\u00e4t sch\u00fctzen. Und dann \u2013 nach 15 Jahren als Dev in Deutschland, Frankreich und den USA, mit Projekten u. a. f\u00fcr UGO\/IGN Entertainment &#8211; durchschritt dieser komplizierte Ullrich, nach einem existenziell einschneidenden Ereignis, \u00fcber das niemand sonst Genaues wissen muss, eine Art Stargate auf seiner irren Ego-Zeitreise und beendete radikal seine Existenz als Avatar der virtuellen Welt. Pl\u00f6tzlich der Wunsch nach fleischlicher Realit\u00e4t, nach \u00d6ffentlichkeit und nach Sinn. Mit seiner <em>micropoetry<\/em> gelingt es Denis Ullrich eine \u00fcbernutzte Sprache zu entkernen. Seine vielgestaltigen Texte auf KUNO bewegen sich zwischen Transzendenz und K\u00f6rperlichkeit. Zuweilen hat man den Eindruck, als wollte dieser Autor das ber\u00fchmte Diktum Wittgensteins widerlegen: Wovon man nicht sprechen kann, dar\u00fcber muss man \u2013 nicht schweigen \u2013 sondern dichten! Dieser viel zu fr\u00fch gestorbene Autor hinterliess eine <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/author\/denis-ullrich\/\"><em>Twitteratur<\/em><\/a><\/span> bei der weder \u00e4sthetische \u00dcberh\u00f6hung noch schn\u00f6der Realismus infrage kommen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ob alle, die miteinander \u00fcber Kunst reden, auch \u00fcber das Gleiche reden?<\/span><\/p>\r\n<!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<!-- wp:image {\"align\":\"left\",\"id\":56960,\"width\":225,\"height\":342} -->\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-56960 alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Oehm_Coer.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"342\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Oehm_Coer.jpg 450w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Oehm_Coer-198x300.jpg 198w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Oehm_Coer-260x395.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Oehm_Coer-160x243.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n<!-- \/wp:image -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob Buch oder Bau, Malerei oder Musik \u2013 die Menge dessen, was unsere Kultur t\u00e4glich an Kunst ausst\u00f6\u00dft, ist unermesslich. Das meiste wird schnell ausgeschieden, manches macht seinen Weg, weniges wird zum Klassiker. Dies durchaus nicht aus Zufall &#8211; langwierige Erfindungsn und Entdeckungsprozesse stecken dahinter. Stefan Oehm legt in seinen Assoziationen zur Frage: <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/06\/01\/assoziationen-zur-frage-ist-das-kunst\/\">Ist das Kunst<\/a><\/span>\u00a0 dar, dass ein gro\u00dfer Teil derer, die \u00fcber Kunst reden, einige grundlegende Erkenntnisse au\u00dfer acht l\u00e4sst. Und \u00fcber genau deshalb hat er dieses Buch geschrieben. Seine Verfahrensweisen, sein Stil und seine \u00e4sthetische Dimension wirkt erfolgreich der methodischen Freih\u00e4ndigkeit bisheriger Interpretationen entgegen. Oehms Verst\u00e4ndnisweise der Kunst ist erfrischend, weil sie, anders als die gleichnamige kulturwissenschaftliche Phrase ist, der es zwar nicht an suggestivem Glamour, aber notorisch an Problembewusstsein mangelt. Er proklamiert nicht bequem das vermeintliche Versagen der klassischen Konzeptionen; vielmehr buchstabiert er umgekehrt das Paradox aus, dass eine solche \u201eThese\u201c, die nicht zuf\u00e4llig in aller Regel mit einer gewissen Erleichterung dar\u00fcber vorgebracht wird, sich die erheblichen Denkanstrengungen der notwendigen Lekt\u00fcre vom Leibe gehalten zu haben. Die Kunstgeschichte h\u00e4tte viel zu tun, wollte sie sich mit allem besch\u00e4ftigen, was den Anspruch erhebt, Kunst zu sein. Tats\u00e4chlich ist sie in ihrer Wahrnehmung der Kunst h\u00f6chst selektiv. Sie besch\u00e4ftigt sich nur mit der kleinen Auswahl bedeutender Kunst. Bedeutend wird Kunst durch ihre \u00e4sthetische Qualit\u00e4t.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>2017 waren von julia kulewatz, die in erfurt und berlin lebt, phantasievolle kurzgeschichten unterm titel \u00bbVom lustvollen Seufzen des Sudank\u00e4fers\u00ab und 2019 \u00bbJenseits BlassBlau\u00ab erschienen, in denen man traumundm\u00e4rchenhafte zwischenwelten findet, die auch abgr\u00fcndiges enthalten.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Holger Benkel<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-104161 alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Ko\u0308niginKulewatz-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" \/>Julia Kulewatz erh\u00e4lt f\u00fcr den Essay \u201eZum Dazwischen als generative Grauzone im Schreiben Herta M\u00fcllers\u201c den KUNO-Essay-Preis 2023. Gerne verweist die Redaktion auf ihre neue Publikation. Mit dem Essay \u201eK\u00f6nigin der Nacht\u201c begr\u00fcndet die Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin Julia Kulewatz die Edition Schwarzer Kater &#8211; eine Reihe, in der auf den ersten Blick vor allem ungew\u00f6hnliche literarisch-wissenschaftliche Texte ver\u00f6ffentlicht werden. Die vorliegende Publikation verhandelt die Frage nach der Gegens\u00e4tzlichkeit von Sein und Schein, Wahrheit und L\u00fcge, Licht und Dunkelheit anhand der K\u00f6nigin der Nacht in Mozarts \/ Schikaneders <em>Zauberfl\u00f6te<\/em>. Im Unterschied zu den meisten ihrer \u201afortschrittlich[\u2026]\u2018 denkenden Zeitgenossen verfallen Mozart und Schikaneder dem neuen \u201aReich der Vernunft\u2018 gegen\u00fcber nicht in idealisierende Euphorie, in blinde Vorfreude, sondern sie unterscheiden mit best\u00fcrzend klarem Vorausblick und feinstem Gesp\u00fcr zwischen dem \u201asch\u00f6nen Schein\u2018 und der erschreckenden Wirklichkeit dessen, was sich da ank\u00fcndigt. Und sie verhehlen keineswegs, dass da nicht alle Hoffnungen, Sehns\u00fcchte und Utopien ihre Erf\u00fcllung finden werden. Kulewatz legt dem Essay \u201eK\u00f6nigin der Nacht\u201c einen wertvollen Forschungsbeitrag vor: \u201eWerden und Vergehen reichen einander die Hand. Mit Tagesanbruch hat sich das Spektakel erledigt, und so mancher Betrachter meint, einem Traum oder einer bet\u00f6renden n\u00e4chtlichen Sinnest\u00e4uschung erlegen zu sein.\u201c Die kraftvolle Metaphorik, durch die sich ihre zahlreichen Texte auszeichnen, spiegelt sich auch in diesem Essay wider. Die Redaktion freut sich besonders am \u201eWelttag des Buches\u201c auf diesen fein gestalteten Band hinweisen zu k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der Essay bedarf keiner enzyklop\u00e4dischen Stimmigkeit, seine Suggestivkraft erlaubt es, eine Pluralit\u00e4t von Partialwelten koexistieren zu lassen.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Essays sind keine Forum des Denkens nach DER \u201eGro\u00dfen Theorie\u201c und schon gar nach DEN \u201eGro\u00dfen Ideologien\u201c und Antagonismen, die das 20. Jahrhundert auf totalisiert\u00e4re Weise beherrscht haben. Auf die offene Form, die diese Essayisten bespielen, geht die abstrakte Reflexion mit der einnehmenden Anekdote einher, sie sprechen von Gef\u00fchlen ebenso wie von Fakten, dies in einer Form des freien Denkens zu lesen, ist erhellend und zugleich erhebend. KUNO ist jedem Autor dankbar f\u00fcr die Beitr\u00e4ge, mit denen sie dieses Online-Magazin bereichert haben. Ihre Essays begeistern auch beim Wiederlesen aufgrund ihrer Metaphern, ihrer ganz eigenen Sichtweise und ihrer Originalit\u00e4t.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>K\u00f6nigin der Nacht<\/strong>, Essay von Julia Kulewatz, kul-ja, 2022<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vorlass<\/strong>, Gebrauchsprosa von A.J. Weigoni, Edition Das Labor 2019.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wor\u00fcber reden wir, wenn wir \u00fcber Kunst reden?<\/strong> von Stefan Oehm, K\u00f6nigshausen und Neumann, 2019<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Essays<\/strong> von Holger Benkel, Edition Das Labor 2014<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>TRANS- <\/strong>Reflexionen \u00fcber Menschen, Medien, Netze und Maschinen. Aufs\u00e4tze 1996 \u2013 2013 von Joachim Paul.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\r\n<div id=\"attachment_98415\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98415\" class=\"wp-image-98415 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Vorlass-195x300.jpg\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-98415\" class=\"wp-caption-text\">Cover: Original-Schablonendruck von Haimo Hieronymus<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Im <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/01\/18\/nackte-fakten-verkleidete-fiktionen\/\"><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Vorlass<\/em><\/span><\/a> b\u00fcndelt A.J. Weigoni die Motive seines Schreibens in einem vielstimmigen Buch. Dieser Zusatzband des Prosa-Schubers ist ein Dokument des poetischen Realismus. Was den Essays von Weigoni die \u00dcberzeugungskraft verleiht, ist die philosophische Anstrengung, denen er sein Material unterwirft. In diesem Band findet sich die dekonstruktive Aufl\u00f6sung der mehr oder weniger strikt gezogenen Grenzen zwischen Elite- und Massenkultur, zwischen Literatur und Wissenschaft, Kunst und Publizistik. Simultanit\u00e4t ist ein gef\u00e4hrlicher Reichtum, die \u00dcberf\u00fclle von Gelerntem und fl\u00fcchtig Aneigbarem, f\u00fchrt zur Abstraktionen. Weigoni wirft Schlaglichter auf die zwischen Medium und Textur changierende Beschaffenheit des Lesens.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong><strong>\u00a0<\/strong>Die aktuellen Krisen, die unseren Globus sch\u00fctteln, sind begleitet von einer Krise unseres Denkens, die damit auch zu einer Krise unseres politischen, kulturellen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Handelns wird. Wir m\u00fcssen unser Denken und Handeln ver\u00e4ndern und weiterentwickeln. Das ist eine politische Forderung, die in nahezu allen <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16147\">Essays<\/a><\/span> von Joachim Paul implizit enthalten ist.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong><strong>\u00a0<\/strong>Was den <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21478\">Rezensionsessays<\/a><\/span> von Holger Benkel die \u00dcberzeugungskraft verleiht, ist die philosophische Anstrengung, denen er sein Material unterwirft, seine Texte zeigen, was der Fokus auf eine Fragestellung sichtbar machen kann, wie diese Konzentration aufdeckt, was dem Schreibenden selbst verborgen blieb, wohl wissend, dass die F\u00fclle der Literatur, der Kunst und des Lebens eben darin liegen, nie alles wissen zu k\u00f6nnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1995 erkl\u00e4rte die UNESCO den 23. April zum \u201eWelttag des Buches\u201c, dem weltweiten Feiertag f\u00fcr das Lesen, f\u00fcr B\u00fccher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation f\u00fcr Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/04\/23\/klarheit-und-schaerfe-des-blicks\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":98980,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,239,1331,94,924,86,2399,1083,394,2074],"class_list":["post-104175","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-christine-kappe","tag-denis-ullrich","tag-holger-benkel","tag-jan-kuhlbrodt","tag-joachim-paul","tag-julia-kulewatz","tag-michel-de-montaigne","tag-sophie-reyer","tag-stefan-oehm"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104175"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104530,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104175\/revisions\/104530"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98980"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=104175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}