{"id":104145,"date":"2003-12-05T00:11:50","date_gmt":"2003-12-04T23:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=104145"},"modified":"2024-07-22T11:30:56","modified_gmt":"2024-07-22T09:30:56","slug":"der-letzte-amerikanische-nonkonformist","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/12\/05\/der-letzte-amerikanische-nonkonformist\/","title":{"rendered":"Der letzte amerikanische Nonkonformist"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Was Zappa an Var\u00e8se und Strawinsky inspirierte \u2013 Klangbl\u00f6cke und Elektronik, komplexe Taktzahlen und metrische Verschiebungen, Ger\u00e4uschfarben und seltsame harmonische Fortschreibungen \u2013, das mutete er auch seiner Rockband und dem Publikum zu<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Hans-J\u00fcrgen Schaal<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn sich Zappa in fr\u00fchen Jahren durch Auftreten und Kleidung als Freak von b\u00fcrgerlichen Idealen absetzte, distanzierte er sich recht schnell von der in den 1960er Jahren entstehenden Hippie-Bewegung. Die \u201eBlumenkinder\u201c nahm er in seinen Liedern und in Konzert\u00e4u\u00dferungen h\u00e4ufig satirisch auf. Die Szene San Franciscos wurde von den Hippies gepr\u00e4gt, die in Los Angeles, wo auch Zappa lebte, jedoch als Freaks bezeichnet wurden. In deren Art zu leben sah Zappa ein ad\u00e4quates \u201eMittel gegen die gnadenlose Konsumkultur Amerikas\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_105103\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-105103\" class=\"wp-image-105103 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Freakout_Cover-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-105103\" class=\"wp-caption-text\">The Mother of Invention erfanden mit &#8222;Freak out!&#8220; das erste &#8222;Konzeptalbum&#8220;. &#8211; nachweisslich ein Jahr vor dem <span class=\"mw-page-title-main\">Sgt. Pepper<\/span>-Album<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mothers erfanden das Konzept-Album, das Rock-Doppelalbums, den Jazz-Rock und spitzten die Popmusik als Gesellschaft-Satire und surrealistisches Welttheater zu. Zappas Kompositionen sind unverwechselbar. Die collagehafte und oft hoch komplexe Kompositionstechnik, die rhythmische Vielfalt der Kompositionen, die Stil-Anleihen in vielen Bereichen der E- und U-Musik, die immer wieder eingeflochtenen Musikzitate, das ironische und satirische Ausma\u00df in Musik und Text, die ausgekl\u00fcgelten Arrangements \u2013 all das geht \u201e\u00fcber den engen Umkreis des als rocktypisch definierten Formenvorrats\u201c hinaus. Dabei montierte Zappa die verschiedenen Elemente in einen f\u00fcr ihn typischen Zusammenhang. Zappas Musikkonzept ist weiter gefasst als das im Rockgenre \u00fcblicherweise gebotene. Er komponierte und arrangierte nicht nur f\u00fcr die Rockband (auch wenn diese Arbeiten in seinem Gesamtwerk den gr\u00f6\u00dften Anteil haben), sondern auch f\u00fcr die jazzorientierte Big Band und f\u00fcr unterschiedlich zusammengestellte Orchester verschiedener Besetzungsst\u00e4rke vom Kammerorchester bis hin zum Symphonieorchester.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei war Zappa offen f\u00fcr Einfl\u00fcsse jedweder Art, machte Anleihen in den \u201eunterschiedlichsten Formen und Stoffen\u201c, benutzte wie selbstverst\u00e4ndlich Elemente unterschiedlichster Stilrichtungen und Gattungen. Trotz aller Verschiedenheit in den Arbeiten beispielsweise eines Edgar Var\u00e8se einerseits und den Liedern von R&amp;B-Gruppen wie die Robins andererseits hielt Zappa beides f\u00fcr gute Musik; f\u00fcr ihn schien \u201edie Seele aus der gleichen universellen Quelle zu kommen\u201c. Ob Doo-Wop-Schlager oder Strawinsky-Strenge, bodenst\u00e4ndiger Rhythm &amp; Blues oder ausgelassener Spike-Jones-Klamauk, ob ungarische Folklore oder krachender Hardrock, minimalistische John-Cage-Kl\u00e4nge oder wilder Free Jazz \u2013 das alles und noch vieles mehr verband Zappa mit Humor und Ironie zu Kompositionen. Zappa hatte f\u00fcr seine Arbeitsweise allerlei F\u00fcrsprecher \u2013 im popmusikalischen Sektor sowieso, aber auch im Bereich der zeitgen\u00f6ssischen Musik, wovon die gemeinsamen Projekte mit Zubin Mehta, Pierre Boulez oder Kent Nagano Zeugnis ablegen. Im Auftrag des Kronos Quartetts und des Aspen Bl\u00e4serquintetts entstanden Kompositionen, mit dem Ensemble Modern studierte er im Rahmen des Projektes <em>The Yellow Shark<\/em> noch kurz vor seinem Tod 19 Kompositionen bis zur Auff\u00fchrungsreife ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Aberwitzig \u2013 aber witzig.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Volker Rebell<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auff\u00e4llig ist Zappas collagenhafte Kompositionstechnik, bei der er seine St\u00fccke in wochenlanger Detailarbeit mit musikalischen Schnipseln, Ger\u00e4uschen oder Interview-Material durchsetzte. Rasend vorgetragene, auskomponierte Passagen l\u00f6sen sich in zerbrechlich-wehm\u00fctigem Melodie-Wohlklang auf, der von mehreren gleichzeitig gespielten Rhythmen und gegenl\u00e4ufigen Melodien abgel\u00f6st wird, die zerrissen werden von elektronisch oder mit dem Tonband erzeugten Klangfetzen, um sich am Ende in h\u00f6hnischem Bandgel\u00e4chter aufzul\u00f6sen. Dabei greifen die Elemente in Zappas Kompositionen ineinander und parodieren einander. Zappa nutzt Musikzitate gekonnt als \u201eexotische Versatzst\u00fccke im Mosaik der Rhythmen und (Dis-)harmonien\u201c. Dies ist etwa zu erkennen in den Jazz-Anleihen in <em>The Eric Dolphy Memorial Barbecue<\/em> (Album <em>Weasels Ripped My Flesh<\/em>) und in <em>Be-Bop Tango (of the Old Jazzmen\u2019s Church)<\/em> (Album <em>Roxy and Elsewhere<\/em>), in der Bob-Dylan-Persiflage in <em>Flakes<\/em> (Album <em>Sheik Yerbouti<\/em>), oder auch der Country-and-Western-Parodie in <em>Harder Than Your Husband<\/em> (Album <em>You Are What You Is<\/em>). Auch eigene St\u00fccke und Kompositionen werden immer wieder zitiert und neu interpretiert. \u00c4sthetisch unterstreicht das Zitat beabsichtigte Aussagen und dient damit als Zusatz-Kommentar oder ironisch oder parodistisch als Anspielung auf Wissenssedimente.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diffizile Architektur, Raffinement und Detailverliebtheit sind f\u00fcr die Arrangements kennzeichnend. Diese umfassen auf dem Notenblatt nicht selten 15 und mehr Liniensysteme. Auff\u00e4llig ist die oft unkonventionelle und oft f\u00fcr Rock-Bands atypische Instrumentation. Besonders charakteristisch ist die Vielzahl der Perkussionsinstrumente: Vibraphon, Marimbaphon und Xylophon dominieren, daneben werden Glocken, Aufschlagr\u00f6hren, Schellenreif, Triangel und andere Idiophone eingesetzt. Tasteninstrumente kommen in praktisch allen Aufnahmen Zappas vor, dabei wird in der Regel das gesamte Klangspektrum genutzt, gern nutzt Zappa auch gerade verf\u00fcgbare Neuentwicklungen, wie etwa den Minimoog auf dem Album <em>Fillmore East, June 1971<\/em>. Neben der E-Gitarre, die au\u00dfer Zappa auch andere Bandmusiker als Rhythmus-, Lead- oder \u201eStunt-\u201cGitarre spielen, werden auch akustische Gitarren eingesetzt. Auch Blasinstrumente sind h\u00e4ufig zu h\u00f6ren, auch f\u00fcr Rockbands weniger gebr\u00e4uchliche, wie das Sarrusophon, die Kontrabassklarinette oder das Basssaxophon.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Mein besonderes Interesse gilt den un\u00fcblichen Taktarten.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Frank Zappa<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zappas Metrik verwendet unterschiedliche Taktarten, die h\u00e4ufig auch innerhalb eines St\u00fcckes wechseln. Neben dem 4\/4-Takt, der haupts\u00e4chlich in rockbetonten St\u00fccken und bei Soli erscheint, verwendet Zappa h\u00e4ufig Dreiertakte wie 3\/4-, 6\/8- und 12\/8-Takt. Zum Beispiel steht das St\u00fcck <em>What\u2019s the Ugliest Part of Your Body<\/em> (Album <em>We\u2019re Only in It for the Money<\/em>) im 6\/8-Takt und <em>The Illinois Enema Bandit<\/em> (Album <em>Zappa in New York<\/em>) im 12\/8-Takt. Der 3\/4-Takt findet sich h\u00e4ufiger, beispielsweise in <em>King Kong<\/em> (Album <em>Uncle Meat<\/em>), <em>Sofa<\/em> (Album <em>One Size Fits All<\/em>) oder <em>Overture to a Holiday in Berlin<\/em> (Album <em>Burnt Weeny Sandwich<\/em>). Den 2\/4-Takt setzt Zappa oft dort ein, wo Ankl\u00e4nge an Marschmusik deutlich werden sollen, etwa in <em>Who Needs the Peace Corps<\/em> (Album <em>We\u2019re Only in It for the Money<\/em>). Aber auch in Westeuropa ungebr\u00e4uchlichere ungerade Taktarten sind f\u00fcr Zappa charakteristisch. Dazu geh\u00f6ren der 5\/4, 5\/8, 7\/4 und 7\/8-Takt sowie tern\u00e4r, also im Shuffle-Rhythmus gespielte Metren. So sind einige Textzeilen des Liedes <em>What\u2019s the Ugliest Part of Your Body<\/em> (Album <em>We\u2019re Only in It for the Money<\/em>) im 7\/8-Takt geschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das\u00a0Hauptmotiv\u00a0von <em>Big Swifty<\/em> (Album <em>Waka\/Jawaka<\/em>) wird in parallelen Dezimen gef\u00fchrt und wechselt zweimal von einem 7\/8 in einen 3\/4 Takt, bis nach mehreren Wiederholungen und Variationen im Chorus schlie\u00dflich ein 4\/4-Takt erreicht wird. Generell sind ungerade Taktarten oft mit Grundmustern gekoppelt, die sich wiederholen. Aber auch verschiedene Metren mit wiederholten Patterns, oder gleichbleibende Metren mit wechselnden Grundmustern kommen vor. In einigen F\u00e4llen setzt Zappa auch Polyrhythmik ein: In dem St\u00fcck <em>Rubber Shirt<\/em> \u00fcberlagern sich so beispielsweise eine Bassspur im 4\/4-Takt und eine Schlagzeugspur im 11\/4-Takt. Die beiden Spuren wurden bei verschiedenen Anl\u00e4ssen aufgezeichnet und erst nachtr\u00e4glich im Studio kombiniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Taktwechsel markieren auch oft inhaltliche oder melodische \u00dcberg\u00e4nge und werden beispielsweise bei Motivwechseln sowie zur Phrasen- und Themenformung eingesetzt. Bei einigen St\u00fccken, wie <em>The Dangerous Kitchen<\/em> (Album <em>The Man from Utopia<\/em>), ist die Metrik an den zugrundeliegenden Sprechtext angepasst. Dies f\u00fchrt zu best\u00e4ndigen Taktwechseln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rhythmik in Zappas Musik ist stilbildend und sehr vielschichtig, oft steht sie im Vordergrund. Die Noten- und Pausenwerte weisen eine gro\u00dfe Spannweite auf. Oft werden Triolen oder Quintolen verwendet. Triolen, Quartolen oder Quintolen werden dabei aber auch auf zwei oder mehr Z\u00e4hlzeiten gespielt. Diese sogenannten Tonl\u00e4ngen-Konflikte sowie die rhythmischen Akzentverschiebungen (Hemiolen) und Verschiebungen des Taktschwerpunktes (Synkopen) sind typisch f\u00fcr Zappa. Oft werden dadurch unerwartete Effekte erzielt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abweichungen von rhythmischen Grundmustern finden sich bei fast allen St\u00fccken Zappas. Mit der Ausnahme von Riffbildungen und Begleitstimmen bei Soli gibt es in seinen St\u00fccken selten Phasen, w\u00e4hrend deren ein bestimmter Rhythmus l\u00e4nger beibehalten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ich interessiere mich f\u00fcr Melodien, und das ist das, woran es der meisten Musik heutzutage mangelt. Es ist eine gro\u00dfe Herausforderung, eine gute Melodie zu schreiben.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Frank Zappa<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die H\u00e4ufigkeitsanalyse der in Zappas Melodien vorkommenden Intervalle zeigt einen Unterschied zu in der Rockmusik \u00fcblichen Verteilungen. Das in Zappas Melodien am h\u00e4ufigsten verwendete Intervall ist die Quarte, die etwa ein Drittel aller vorkommenden Tonh\u00f6hen\u00e4nderungen ausmacht, gefolgt von der kleinen Terz mit 23\u00a0Prozent und der gro\u00dfen Terz mit 13\u00a0Prozent. Auff\u00e4llig sind au\u00dferdem die kleinen und gro\u00dfen Septspr\u00fcnge, deren Anteil 15\u00a0Prozent betr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die h\u00e4ufigen Quartspr\u00fcnge sind recht ungew\u00f6hnlich, w\u00e4hrend Sekunden und Terzen \u201e[\u2026] bei der melodischen Gestaltung allgemein am h\u00e4ufigsten auftreten [d\u00fcrften].\u201c In einer an den Jazz angelehnten Einteilung der Intervalle wird der Terz als prim\u00e4rer Konsonanz ein besonderer Wohlklang zugeschrieben, w\u00e4hrend die gro\u00dfe Septime als Dissonanz gewertet wird. Die Quarte wird in ihrer Wirkung als differierend beschrieben. \u00a0Die Verwendung der genannten Intervalle durch Zappa zeigt damit eine gro\u00dfe Bandbreite und ist ein charakteristisches Stilelement seiner Melodien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4ufig sind bei Zappa auch Sequenzen anzutreffen. Dabei werden gleiche Tonfolgen versetzt wiederholt, beispielsweise in der melodischen Sequenz in <em>King Kong<\/em> vom Album <em>Uncle Meat<\/em>. Zappa setzt auch mehrfache Tonwiederholungen ein, etwa in dem Lied <em>You Didn\u2019t Try to Call Me<\/em> auf dem Album <em>Freak Out!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Typisch f\u00fcr die Melodien sind auch h\u00e4ufige Wechsel der Bewegungsrichtung, bei denen stufenweise zwischen Tonerh\u00f6hung und Tonerniedrigung gewechselt wird, hier demonstriert an einem kurzen Ausschnitt des Liedes <em>Absolutely Free<\/em> vom Album <em>We\u2019re Only in It for the Money<\/em>: Von Note zu Note wechselt jeweils die Richtung, in der sich die Tonh\u00f6he \u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zappa setzt auch kontrapunktische Techniken ein, die gew\u00f6hnlich in Rockmusik nicht vorkommen. Dazu geh\u00f6rt beispielsweise der Krebs, bei dem die Melodie erst vorw\u00e4rts und dann erneut r\u00fcckw\u00e4rts gespielt wird, etwa in <em>Zombie Woof<\/em> vom Album <em>Over-Nite Sensation<\/em>. Zu weiteren Stilelementen z\u00e4hlt der Triller, das rasche wiederholte Spielen zweier nahe beieinander liegender T\u00f6ne. Insbesondere beim Vibrafon werden diese h\u00e4ufig eingesetzt, beispielsweise in <em>What\u2019s New in Baltimore<\/em> vom Album <em>Frank Zappa Meets the Mothers of Prevention<\/em>. Auch Glissandi, rasche kontinuierliche Tonh\u00f6hen\u00e4nderungen, finden sich in vielen St\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Gesangsstimmen f\u00e4llt auf, dass die Verteilung der Gesangssilben auf die Melodiet\u00f6ne oft bewusst geformt wird: In bestimmten Abschnitten wird pro Silbe genau ein Ton gesungen, diese auch als Syllabik bezeichnete Technik wird etwa in der Bridge vom <em>The Illinois Enema Bandit<\/em> (Album <em>Zappa in New York<\/em>) verwendet. Das Gegenteil\u00a0\u2013 die Verteilung von mehreren Noten auf eine Silbe, die sogenannte Melismatik\u00a0\u2013 wird ebenfalls als Stilmittel eingesetzt, etwa in <em>Advance Romance<\/em> vom Album <em>Bongo Fury<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Tats\u00e4chlich stehen wohl 80\u00a0Prozent unserer St\u00fccke, die Soli enthalten, in dieser Tonart und enthalten die gleichen Taktwechsel. Ich liebe einfach d-Moll-Improvisationen; d-Moll mit einem vorangestellten Dur-Akkord ergibt einen netten modalen Effekt.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Frank Zappa<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben seinen Qualit\u00e4ten als Komponist, Arrangeur und Bandleader konnte Zappa auf der E-Gitarre auch als Instrumentalist \u00fcberzeugen. Er selbst sah sich an \u201eals Komponisten, dessen Hauptinstrument eben die Gitarre ist\u201c. Wesentliche Einfl\u00fcsse f\u00fcr den Gitarristen Zappa waren Guitar Slim und Johnny Watson. Zappa arbeitete mit vielf\u00e4ltigen Gitarrenkl\u00e4ngen. Beitr\u00e4ge auf akustischer Gitarre (zumeist auf einer Ovation mit E-Gitarrenhals gespielt) finden sich ebenso wie die gesamte Bandbreite an E-Gitarrenkl\u00e4ngen, von unverzerrt (\u201eclean\u201c) \u00fcber leicht verzerrt bis hin zu extrem \u00fcbersteuerten Bombast-Sounds wie auf dem Album <em>Tinsel Town Rebellion<\/em>. Die Klangfarbe beeinflusste Zappa vor allem mit dem Wah-Wah-Pedal, das er vornehmlich statisch einsetzte. Ebenfalls zu h\u00f6ren, wenn auch nicht allzu h\u00e4ufig, sind Phasing-, Flanging- oder Choruseffekte, seltener benutzte er ein Echoger\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die weite Spannbreite zappaschen Spielverm\u00f6gens stehen vom Charakter her so unterschiedliche Beitr\u00e4ge wie die rockig-wilden Soli in <em>Rat Tomago<\/em> (Album <em>Sheik Yerbouti<\/em>) oder <em>Willie the Pimp<\/em> (Album <em>Hot Rats<\/em>), das getragene, auf akustischen Instrumenten eingespielte Gitarrenduett <em>Sleep Dirt<\/em> (Album <em>Sleep Dirt<\/em>), das swingende Solo in <em>The Orange County Lumber Truck<\/em> (Teilversion auf dem Album <em>Weasels Ripped My Flesh<\/em>; vollst\u00e4ndige Version auf <em>Ahead of Their Time<\/em>), das jazzige Solo in <em>Grand Wazoo<\/em> (Album <em>The Grand Wazoo<\/em>), jeweils mit orientalischer Anmutung das Gitarreninstrumental <em>Theme from the 3rd Movement of Sinister Footwear<\/em> (Album <em>You Are What You Is<\/em>) sowie das Eingangssolo in <em>Filthy Habits<\/em> (Album <em>Sleep Dirt<\/em>), die getragene, gleichsam aus hingetupften T\u00f6nen bestehende Instrumentalnummer <em>Pink Napkins<\/em> (Album <em>Shut Up \u2019N Play Yer Guitar<\/em>), melodi\u00f6s-schwebende Soli wie in <em>Inca Roads<\/em> (Album <em>One Size Fits All<\/em>) oder <em>Any Kind of Pain<\/em> (Album <em>Broadway The Hard Way<\/em>), das ebenso der Melodie wie treibendem Rock verpflichtete Solo in <em>Son of Orange County<\/em> (Album <em>Roxy &amp; Elsewhere<\/em>) oder <em>Zoot Allures<\/em> (Album <em>Zoot Allures<\/em>), ein Gitarreninstrumental mit viel Feedback.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ich erhebe nicht den Anspruch, ein Dichter zu sein. Meine Texte dienen allein der Unterhaltung und sind nicht zur inneren Anwendung gedacht.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Frank Zappa<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Haltung etlicher Kabarettisten seiner Zeit folgend, k\u00fcmmerte auch Zappa sich in seinen Beitr\u00e4gen nicht um die gro\u00dfen Linien der Politik, was ihn im Einzelfall aber nicht hinderte, an von ihm ausgemachten Missst\u00e4nden in der Gesellschaft harsche Kritik zu \u00fcben. So brandmarkte er in <em>Trouble Every Day<\/em> (Album <em>Freak Out!<\/em>) die Rassenunruhen Mitte der 1960er-Jahre in Los Angeles und die Art und Weise, wie die Medien das Ungl\u00fcck anderer vermarkteten; er kommentierte seine Haltung im St\u00fcck selbst mit den Worten:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ich bin kein Schwarzer, aber sehr oft w\u00fcnschte ich mir sagen zu k\u00f6nnen, dass ich kein Wei\u00dfer bin.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem St\u00fcck <em>I\u2019m the Slime<\/em> vom Album <em>Over-Nite Sensation<\/em> betrachtete er die verf\u00fchrerische Allmacht des Fernsehens, die f\u00fcr ihn wie Schleim aus den Fernsehger\u00e4ten quillt. Er beschrieb nicht nur die Wirkmechanismen des Mediums mit den Worten \u201eIch mag abscheulich und sch\u00e4dlich sein, aber ihr k\u00f6nnt nicht wegsehen\u201c, sondern nannte auch deren Nutznie\u00dfer: \u201eIch bin das Werkzeug der Regierung und auch der Industrie, und ich bin dazu da, euch zu beherrschen und euer Verhalten zu bestimmen\u201c. In <em>Dumb All Over<\/em> und <em>Heavenly Bank Account<\/em> (beide auf dem Album <em>You Are What You Is<\/em>) brandmarkte er die Geldgier amerikanischer Fernseh-Evangelisten, deren Verflechtungen mit der Politik und ihren Einfluss auf die Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zappa sah sich eher als Journalist, der \u00fcber das Leben berichtet, so wie er es beobachtet. Dabei teilte er seine Beobachtungen schonungslos und ohne R\u00fccksicht auf Tabus mit, wobei er jegliche Einordnung und Bewertung des Gesagten unterlie\u00df. Seine Texte sind ironisch, oft auch zynisch. Zappa war gepr\u00e4gt durch die aufkeimende sexuelle Revolution und setzte sich auch in seinen Texten mit dem Umgang der amerikanischen Gesellschaft mit der Sexualit\u00e4t auseinander. Dabei stellte er diese in der Regel klischeehaft und scherenschnittartig dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Aus mehr besteht doch Amerika gar nicht: ausgedrehte Sexualbegierden und extremer Drogenkonsum.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">Frank Zappa<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><img decoding=\"async\" class=\"alignright\" 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alt=\"\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zappa besang er etwa in <em>Catholic Girls<\/em> (Album <em>Joe\u2019s Garage<\/em>) sexuelle Erfahrungen von Jugendlichen in der Pubert\u00e4t oder in <em>Penis Dimension<\/em> (Album <em>Frank Zappa\u2019s 200 Motels<\/em>) die Einstellung von M\u00e4nnern und Frauen zu ihrem Penis bzw. ihren Br\u00fcsten. In <em>Dinah-Moe Humm<\/em> (Album <em>Over-Nite Sensation<\/em>) ging es um Gruppensex und Voyeurismus, in <em>Brown Shoes Don\u2019t Make It<\/em> (Album <em>Absolutely Free<\/em>) um die Phantasien eines Politikers \u00fcber inzestu\u00f6sen Sex mit der minderj\u00e4hrigen eigenen Tochter und in <em>Crew Slut<\/em> (Album <em>Joe\u2019s Garage<\/em>) um die Beziehungen zwischen Bandmitgliedern und Groupies. In <em>Bobby Brown Goes Down<\/em> (Album <em>Sheik Yerbouti<\/em>) machte er Sexspielzeuge (den \u201eTower of Power\u201c) und urophile Sexualpraktiken (\u201egolden shower\u201c) zum Thema ebenso wie Stereotype \u00fcber Homosexuelle. Auch \u00fcber Geschlechtskrankheiten singt Zappa in <em>Why Does It Hurt When I Pee?<\/em> (Album <em>Joe\u2019s Garage<\/em>). Zappa sah und beschrieb all das, ohne es zu kommentieren, er distanzierte sich auch nicht. Ihm wurde wegen dieser Haltung oft Sexismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen, und er war deshalb auch bei Musikkritikern umstritten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch anderen Themenbereichen n\u00e4herte sich Zappa, indem er sie \u2013\u00a0eher belustigt\u00a0\u2013 beschrieb. In <em>Cosmik Debris<\/em> (Album <em>Apostrophe (\u2019)<\/em>) behandelte er den aufkommenden Esoterikboom, indem er ein Gespr\u00e4ch mit einem der hochstaplerischen \u201eGurus\u201c beschreibt, in dem dieser vergeblich versucht, dem Ich-Erz\u00e4hler esoterischen \u201emumbo jumbo\u201c zu verkaufen. Das St\u00fcck <em>Valley Girl<\/em> (Album <em>Ship Arriving Too Late to Save a Drowning Witch<\/em>), zu dem Zappas Tochter Moon den Text beigetragen hatte, beschrieb den selbstverliebten Szenejargon unreifer Teenies der besseren Gesellschaft und erreichte in den Billboard Charts Platz\u00a032. Oft widmete sich Zappa auch Zeiterscheinungen, so beispielsweise der Hippiekultur (<em>Flower Punk<\/em>, Album <em>We\u2019re Only in It for the Money<\/em>), der Discoszene (<em>Disco Boy<\/em>, Album <em>Zoot Allures<\/em>) oder den Yuppies (<em>Yo Cats<\/em>, Album <em>Frank Zappa Meets The Mothers Of Prevention<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Er nimmt sich des Allt\u00e4glichen an, \u00fcberh\u00f6ht es, l\u00e4dt es mit Bedeutung auf und macht es derart zum Symbol f\u00fcr das Menschliche an sich<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Barry Miles<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zappa hatte ein ausgepr\u00e4gtes Faible f\u00fcr Dadaismus und f\u00fcr Absurdes, welches sich auch in seinen Texten widerspiegelte. So schilderte er in <em>Montana<\/em> (Album <em>Over-Nite Sensation<\/em>) den Wunsch, als Landwirt durch die weite Landschaft reitend mit einer gro\u00dfen strassbesetzten Pinzette Zahnseide zu ernten. In der Eskimo-Suite (Album <em>Apostrophe (\u2019)<\/em>) erz\u00e4hlt er die Geschichte des jungen Eskimos <em>Nanook<\/em>, der sich an einem Robbenj\u00e4ger r\u00e4cht, indem er ihn mit Schnee blendet, der mit Husky-Urin versetzt ist. Das St\u00fcck <em>The Dangerous Kitchen<\/em> vom Album <em>The Man from Utopia<\/em> setzt sich mit absurden Bedrohungen auseinander, die im Abfluss einer K\u00fcchensp\u00fcle lauern k\u00f6nnen. Einige seiner Beitr\u00e4ge fallen in die Kategorie \u201eschnulziges Liebeslied\u201c. Sie entsprangen Zappas Vorliebe f\u00fcr Rhythm and Blues und Doo Wop, zwei Popmusikstile der 1950er-Jahre, die auf Zappas Kompositionen gro\u00dfen Einfluss hatten. Beispiele f\u00fcr solche banalen, keineswegs satirisch gemeinten Texte finden sich unter anderem in St\u00fccken wie <em>Love of My Life<\/em> und <em>Fountain of Love<\/em> (beide auf dem Album <em>Cruising with Ruben &amp; The Jets<\/em>) und in <em>Sharleena<\/em> (Album <em>Chunga\u2019s Revenge<\/em>). Ein Lied wie beispielsweise <em>Big Leg Emma<\/em> (Album <em>Zappa in New York<\/em>) zeigt, dass Zappa dieses Genre bisweilen auch mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis nahm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Nonkonformist griff Tabus an und bef\u00f6rderte Verdr\u00e4ngtes ans Tageslicht. Er deckte Hohlheit und Selbstverliebtheit, Gemeinpl\u00e4tze und Ammenm\u00e4rchen auf und gab diese dem Spott preis. Satire und Spott vermitteln sich dabei nicht alleine \u00fcber Wortwahl und Tonfall, sondern sind substanzieller Bestandteil von Komposition und Arrangement. So weit das Feld der von Zappa beackerten Themen ist, so umfangreich ist die Formenpalette, derer er sich dabei bediente. Es finden sich Beitr\u00e4ge im klassischen Aufbau mit Strophe, Refrain und Hookline ebenso wie Textbeitr\u00e4ge in freiem Erz\u00e4hlstil. In gereimten Beitr\u00e4gen finden sich der Paarreim, der Kreuzreim, umarmende Reime oder auch der Schweifreim; reine wie unreine Reime kommen vor, in einigen Texten wird auf den Reim ganz verzichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Zappa-Texte werden gesungen, aber auch Sprechgesang findet sich in seinen St\u00fccken. Zappa griff damit eine der afroamerikanischen Kultur entstammende Vortragsform auf, die im Blues als \u201eTalking Blues\u201c ab etwa den 1920er-Jahren vorkam, und machte sie im Bereich der Popkultur einer gr\u00f6\u00dferen Zuh\u00f6rerschaft bekannt, lange bevor Rap und Hip-Hop Massenwirkung entfalteten. Beispiele f\u00fcr diesen Sprechgesang finden sich in den St\u00fccken <em>Trouble Every Day<\/em>, <em>I\u2019m the Slime<\/em>, <em>Dinah-Moe Humm<\/em>, <em>Dumb All Over<\/em> oder auch <em>The Dangerous Kitchen<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Musikkritiker Ben Watson bezeichnet \u201eZappas Mothers of Invention\u201c als \u201epolitisch wirksamste musikalische Kraft seit Bertolt Brecht und Kurt Weill\u201c wegen deren radikalem, aktuellen Bezug auf die negativen Aspekte der Massengesellschaft. So besehen war Frank Zappa neben <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/10\/17\/eine-chronotransduction\/\">Carla Bley<\/a> einer der bedeutendsten und pr\u00e4gendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_105780\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-105780\" class=\"wp-image-105780 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2003\/12\/Zappa-Toilett-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-105780\" class=\"wp-caption-text\">Am 16. August 1967 war der 25-j\u00e4hrige Robert Davidson im Royal Garden Hotel im Rahmen eines Pressegespr\u00e4chs f\u00fcr Frank Zappas bevorstehendes Konzert in der Royal Albert Halle. Zappa verschwand, um auf die Toilette zu gehen. Als Robert auf der Suche nach einem Fotomotiv durch die Penthouse-Wohnung schlenderte, fand er Zappa, nackt, mit Hosen um die Kn\u00f6chel, auf der Toilette sitzend und mit seiner Frau Gail telefonierend. Diese Bilderreihe erlangte sofort Kultstatus, eine Meinung, die Zappa selbst aufgriff, als er sagte: \u201eIch bin wahrscheinlich ber\u00fchmter daf\u00fcr, auf der Toilette zu sitzen als f\u00fcr alles andere.\u201c<\/p><\/div>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was Zappa an Var\u00e8se und Strawinsky inspirierte \u2013 Klangbl\u00f6cke und Elektronik, komplexe Taktzahlen und metrische Verschiebungen, Ger\u00e4uschfarben und seltsame harmonische Fortschreibungen \u2013, das mutete er auch seiner Rockband und dem Publikum zu Hans-J\u00fcrgen Schaal Auch wenn sich Zappa in fr\u00fchen&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/12\/05\/der-letzte-amerikanische-nonkonformist\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":254,"featured_media":105780,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1602,4047,4050,3957,4006,1902,3955,4048,3956,4046,3958,4049,35],"class_list":["post-104145","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-frank-zappa","tag-george-duke","tag-ian-underwood","tag-jimmy-carl-black","tag-johannes-schmidt","tag-john-cage","tag-kurt-weill","tag-napoleon-murphy-brock","tag-ray-collins","tag-ray-hunt","tag-roy-estrada","tag-ruth-underwood","tag-tom-tager"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/254"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104145"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104145\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105781,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104145\/revisions\/105781"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/105780"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=104145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}