{"id":103459,"date":"2003-12-27T08:20:16","date_gmt":"2003-12-27T07:20:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=103459"},"modified":"2022-06-06T08:29:13","modified_gmt":"2022-06-06T06:29:13","slug":"nichts-ueber-uns-ohne-uns","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/12\/27\/nichts-ueber-uns-ohne-uns\/","title":{"rendered":"Nichts \u00fcber uns ohne uns"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Um F\u00e4higkeiten, Leistungen, W\u00fcnsche und Probleme ins \u00f6ffentliche Bewusstsein zu r\u00fccken und L\u00f6sungen zu realisieren, wurde das Jahr 2003 von den Staats- und Regierungschefs der Europ\u00e4ischen Union zum \u201eJahr der Menschen mit Behinderungen\u201c proklamiert.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zur Sprache bringen\u2026<\/em> ist ein Beitrag von \u201eMenschen mit M\u00f6glichkeiten\u201c zum europ\u00e4ischen Jahr f\u00fcr Menschen mit Behinderung 2003 mit den zentralen Botschaften: Teilhabe verwirklichen, Gleichstellung durchsetzen, Selbstbestimmung erm\u00f6glichen. Das Projekt h\u00e4lt sich eng an den Leitsatz: \u201eNichts \u00fcber uns ohne uns\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Menschen mit M\u00f6glichkeiten<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Radio\u2013Machen ist ein Medium, bei dem man Behinderung nicht sieht. Bei dem H\u00f6r\u2013Spiel\u2013Projekt <em>Zur Sprache bringen\u2026<\/em> steht das Geschichten\u2013Erz\u00e4hlen und die gemeinsame Arbeit von \u201eMenschen mit M\u00f6glichkeiten\u201c im Vordergrund. Die H\u00f6rerInnen spricht die Direktheit der dargestellten Konflikte an, auch die Ungesch\u00fctztheit, mit der berichtet wird, sowie eine gewisse Dringlichkeit des Tons. In diesem H\u00f6r\u2013Spiel\u2013Projekt geht es um verschiedene Arten, ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Die Lust an der gesprochenen Sprache, an der Sch\u00f6nheit von Worten: Tonfall, Melodie und Rhythmus. Rhythmisch, lautmalerisch und konsonantenreich machen die Bewohner des Benninghofs Sprache als Geschichte sichtbar, als ihre Geschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Selbstbestimmung, Assistenz und Integration<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Collage ist ein Platz f\u00fcr Geschichten ausserhalb normierter Sprachregularien, ein Oszillieren zwischen Eigenart und Eigensinn. Es geht nicht darum, auf der Armseligkeit der Menschen rumzutrampeln und sich \u00fcber sie lustig zu machen. Sondern darum, das wahre Leben abzubilden und zu zeigen, welche liebensw\u00fcrdigen, tragikomischen Seiten das so genannte einfache Leben haben kann. Man muss diese Menschen lieben, um in das eigent\u00fcmliche Wesen jedes Einzelnen einzudringen, es darf einem keiner zu gering, keiner zu h\u00e4sslich sein, erst dann kann man sie verstehen. Die O-Ton-Collage mit Bewohnern des Benninghofs zeigt einen Einblick in den Alltag behinderter Menschen. Diese \u201eMenschen mit M\u00f6glichkeiten\u201c versuchen den schweren Dingen Leichtigkeit zu geben und die Wortfolge: \u201eSelbstbestimmung, Assistenz und Integration\u201c \u2013 mit Inhalt zu f\u00fcllen, ohne dass der Zuh\u00f6rer auf den Spass verzichten muss. Dieser Spass geht nicht auf Kosten der behinderten Menschen, sondern transportiert sich mit ihrer Hilfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zur Sprache bringen<\/strong>&#8230;, O-Ton-H\u00f6rspiel von A.J. Weigoni. Ursendung auf DeutschlandRadio Kultur. Die Aufnahme ist in HiFi-Stereo-Qualit\u00e4t auf CD erh\u00e4ltlich \u00fcber:\u00a0<a href=\"mailto:info@tonstudio-an-der-ruhr.de?subject=Zur Sprache bringen ...\"> <u>info@tonstudio-an-der-ruhr.de <\/u><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_12668\" style=\"width: 224px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZurSpracheBringen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12668\" class=\"wp-image-12668 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZurSpracheBringen-214x300.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZurSpracheBringen-214x300.jpg 214w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/ZurSpracheBringen.jpg 472w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12668\" class=\"wp-caption-text\">Die Akteure des O-Ton-H\u00f6rspiels<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Medienkompetenz umfasst aus Weigonis Sicht vier Punkte: Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung und Mediengestaltung. Diesen Weg zeichnet er mit seinem essayhaften Text <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25505\"><em>Produktorientiertes medienp\u00e4dagogisches Arbeiten mit Jugendlichen<\/em><\/a> nach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um F\u00e4higkeiten, Leistungen, W\u00fcnsche und Probleme ins \u00f6ffentliche Bewusstsein zu r\u00fccken und L\u00f6sungen zu realisieren, wurde das Jahr 2003 von den Staats- und Regierungschefs der Europ\u00e4ischen Union zum \u201eJahr der Menschen mit Behinderungen\u201c proklamiert. &nbsp; Zur Sprache bringen\u2026 ist ein&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/12\/27\/nichts-ueber-uns-ohne-uns\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":101193,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,35],"class_list":["post-103459","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-tom-tager"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103459"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103463,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103459\/revisions\/103463"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101193"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}