{"id":103201,"date":"2003-08-23T16:32:14","date_gmt":"2003-08-23T14:32:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=103201"},"modified":"2022-05-23T16:33:41","modified_gmt":"2022-05-23T14:33:41","slug":"keramika","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/08\/23\/keramika\/","title":{"rendered":"KERAMIKA"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem menschen, der die heutige kultur besitzt, gefallen gebrauchsgegenst\u00e4nde aus glas, porzellan, majolika und steingut am besten, wenn sie undekoriert sind. Aus dem trinkglas will ich trinken. Ob wasser oder wein, bier oder schnaps, das glas sei so beschaffen, da\u00df mir das getr\u00e4nk am besten schmeckt. Das ist die hauptsache. Und aus diesem grunde opfere ich gern alle altdeutschen spr\u00fcche oder secessionistischen ornamente. Wohl gibt es mittel, das glas zu behandeln, da\u00df die farbe des getr\u00e4nkes erh\u00f6ht, versch\u00f6nert wird. Dasselbe wasser kann in einem glase schal und matt, in einem andern frisch wie aus der bergquelle aussehen. Das kann man durch gutes material oder durch den schliff erreichen. Beim gl\u00e4serkaufen l\u00e4\u00dft man sich daher die vorgelegten gl\u00e4ser mit wasser f\u00fcllen und w\u00e4hlt nun das beste aus. Dann bleiben die gl\u00e4ser, die dekoriert sind, als schw\u00e4mmen gr\u00fcne blutegel darin, unverkauft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das getr\u00e4nk soll nicht nur gut aussehen, es soll auch gut getrunken werden. Die gl\u00e4ser, die in den letzten drei jahrhunderten angefertigt wurden, erf\u00fcllen diese forderung fast immer. Unserer zeit \u2013 nein, ich will unsere zeit nicht schm\u00e4hen \u2013, unseren k\u00fcnstlern war es vorbehalten, au\u00dfer unappetitlichem dekor auch noch glasformen zu erfinden, aus denen man nicht trinken kann. Es gibt wassergl\u00e4ser, aus denen einem das wasser rechts und links bei den mundwinkeln herausrinnt. Es gibt liqueurgl\u00e4ser, die nur zur h\u00e4lfte geleert werden k\u00f6nnen. Bei neuen formen sei man daher vorsichtig und w\u00e4hle lieber die alten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau so ist es beim teller. Wir f\u00fchlen feiner als die menschen der renaissance, die noch ihr fleisch auf mythologischen darstellungen schneiden konnten. Wir f\u00fchlen auch feiner als die menschen des rokoko, die sich nichts daraus machten, wenn die suppe durch das blaue zwiebelmuster eine unappetitliche gr\u00fcngraue farbe bekam. Wir essen am liebsten von wei\u00dfem grunde. Wir. Die k\u00fcnstler denken dar\u00fcber anders.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber die objekte der keramik dienen nicht nur zum kochen, essen und trinken. Sie dienen uns als fensterscheibe, als fliese, wand- und tischplattenverkleidung, als \u00f6fen oder kamine, als blumenvasen oder schirmst\u00e4nder. Und endlich kann sich der k\u00fcnstler des tones bedienen, um ihn zu formen, zu glasieren und zu brennen, weil er den drang in sich f\u00fchlt, menschen und tiere, pflanzen und steine so darzustellen, wie er sie sieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einst sa\u00df ich mit einigen \u201eangewandten k\u00fcnstlern\u201c im kaffeehause. Man sprach davon, eine keramische versuchsanstalt in der kunstgewerbeschule zu gr\u00fcnden. Ich war gegen alles, was die herren vorbrachten, und alle waren gegen mich. Ich vertrat den standpunkt des meisters, des einfachen arbeiters. Und sie vertraten den standpunkt des k\u00fcnstlers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jemand hatte eine wunderbare rote bl\u00fcte mit samtenen bl\u00e4ttern mitgebracht. Die stand in einem wasserglas auf dem tisch. Und einer sagte: \u201eSehen sie, herr Loos, sie verlangen nur, da\u00df man t\u00f6pfe macht. Wir aber wollen versuchen, eine glasur zu erzeugen, die dieselbe farbe hat wie diese blume hier.\u201c Man war feuer und flamme f\u00fcr diese idee. Ja, alle bl\u00fcten der welt sollten ihre farben f\u00fcr neue glasuren hergeben. Man sprach und sprach \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun hat mich aber die natur mit einer kostbaren gabe beschenkt. Sie hat mich schwerh\u00f6rig gemacht. Und so kann ich denn unter laut streitenden und debattierenden menschen sitzen, ohne verurteilt zu sein, das blech zu h\u00f6ren, das sie reden. Dann h\u00e4nge ich meinen gedanken nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damals fiel mir mein meister ein. Kein k\u00fcnstler. Ein arbeiter. Blumen sieht er nicht. Er liebt sie auch nicht. Er kennt ihre farben nicht. Aber seine seele ist von farben erf\u00fcllt, die sich nur in glasur auf ton darstellen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sehe den meister vor mir. Er sitzt vor dem brennofen und wartet. Farben hat er getr\u00e4umt, die der sch\u00f6pfer zu tr\u00e4umen vergessen hat. Keine blume, keine perle, kein erz hat eine \u00e4hnliche farbe. Und diese farben sollen nun wirklichkeit werden, sollen funkeln und strahlen, die menschen mit lust und melancholie erf\u00fcllen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas feuer brennt. Brennt es f\u00fcr mich oder brennt es gegen mich? Gibt es meinen tr\u00e4umen feste formen oder fri\u00dft es meine tr\u00e4ume auf? Ich kenne jahrtausende von werkstatt-traditionen. Was irgend dem t\u00f6pfer frommt, ich wei\u00df es, ich habe es angewendet. Aber wir sind noch nicht am ende. Der geist der materie ist noch nicht \u00fcberwunden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">M\u00f6ge er es nie werden. M\u00f6gen die geheimnisse der materie immer f\u00fcr uns mysterien bleiben. Sonst s\u00e4\u00dfe nicht der meister in qualvollem gl\u00fcck vor dem brennofen, harrend, hoffend, tr\u00e4umend von neuen farben und t\u00f6nen, die gott in seiner weisheit zu erschaffen verga\u00df, um den menschen an der herrlichen lust des sch\u00f6pfens teilnehmen zu lassen \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAlso was meinen sie dazu, herr Loos?\u201c fragte einer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich meinte nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsere k\u00fcnstler sitzen am rei\u00dfbrett und machen entw\u00fcrfe f\u00fcr die keramik. Sie teilen sich in zwei lager. Die einen entwerfen in allen stilarten, die andern nur \u201emodern\u201c. Beide lager verachten einander gr\u00fcndlich. Aber auch die modernen k\u00fcnstler haben sich gespalten. Die einen verlangen, da\u00df das ornament der natur entnommen werde, die an dem, da\u00df das ornament nur der phantasie entspringe. Aber alle drei verachten den meister. Warum? Weil er nicht zeichnen kann. Das schadet dem meister aber nicht. Kacheln, die Bigot in Paris vor zehn jahren geschaffen hat, haben noch nichts von ihrem zauber eingeb\u00fc\u00dft. Aber die muster, die die k\u00fcnstler vor f\u00fcnf jahren auf den markt brachten, bereiten selbst ihnen heute schon nervenschmerzen. Das gilt nat\u00fcrlich von allen entw\u00fcrfen dieser richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer keramische produkte kauft, m\u00f6ge sich das stets vor augen halten. Man gibt doch nicht sein geld aus, um sich in drei jahren \u00fcber das erworbene zu \u00e4rgern. Gegenst\u00e4nde, die das meisterliche, sch\u00f6pferische gepr\u00e4ge tragen, werden ihren wert stets behalten. Gegenst\u00e4nde, die mit secessionistischem ornament versehen sind, sollen, wenn sie einem auch gefallen, zur\u00fcckgewiesen werden. Sie gefallen, nicht, weil sie sch\u00f6n sind oder unserem empfinden entsprechen, sondern, weil man versucht hat, uns diese richtung aufzudr\u00e4ngen. Man verlasse sich auf das empfinden, das man besa\u00df, bevor Hermann Bahr \u00fcber diese dinge schrieb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rei\u00dfbrett und brennofen! Eine welt scheidet sie. Hier exaktheit des zirkelschlages, dort die unbestimmtheit des zufalles, des feuers, der menschentr\u00e4ume und das mysterium des werdens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich schreibe nur f\u00fcr menschen, die modernes empfinden besitzen. F\u00fcr menschen, die der weltordnung dankbar sind, da\u00df sie heute und nicht in fr\u00fcheren jahrhunderten zu leben haben. F\u00fcr menschen, die sich in sehnsucht nach der renaissance oder dem rokoko verzehren, schreibe ich nicht. Es gibt solche menschen. Sie weisen immer auf die vergangenen jahrhunderte hin, in denen maler und bildhauer entw\u00fcrfe f\u00fcr den handwerker geliefert haben. Sie weisen auf die renaissance hin, in der die menschen aus kr\u00fcgen tranken, in die eine ganze amazonenschlacht modelliert oder geschnitten war. Sie weisen auf salzf\u00e4sser in der form eines schiffes hin, das tritonen halten, wobei dann das ruder als salzl\u00f6ffel verwendet wurde. Unmoderne menschen. Die liefern dann entw\u00fcrfe f\u00fcr das handwerk. Oder sie modellieren, wenn sie zuf\u00e4llig von ihren eltern auf die bildhauerschule geschickt wurden, gleich alles selber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wollt ihr einen spiegel? Hier ist er: ein nacktes frauenzimmer h\u00e4lt ihn. Wollt ihr ein tintenfa\u00df? Hier ist es: najaden baden um zwei felsenriffe; in einem ist tinte, im anderen streusand. Wollt ihr eine aschenschale? Hier ist sie: eine serpentint\u00e4nzerin liegt vor euch ausgebreitet und an ihrer nasenspitze k\u00f6nnt ihr eure zigarrenasche abstreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich fand das nicht gut. Und da sagten die k\u00fcnstler: Seht, er ist ein feind der kunst. Aber nicht, weil ich ein feind der kunst bin, fand ich es nicht gut, sondern weil ich die kunst gegen ihre bedr\u00e4nger in schutz nehmen wollte. Man hat mich aufgefordert, in der Secession auszustellen. Ich werde es tun, wenn die h\u00e4ndler aus dem tempel vertrieben sind. Die h\u00e4ndler? Nein. Die prostituierer der kunst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wendet euch ab von den propheten der renaissance! Liebt eure modernen gegenst\u00e4nde! Seht den herrlichen spiegel! Konnte die renaissance ein glas hervorbringen, das ein wei\u00dfes taschentuch mit derselben reinheit und frische reflektiert? Seht das herrliche tintenfa\u00df! Wie der gro\u00dfe kristallw\u00fcrfel funkelt und glei\u00dft! Er kann nicht umfallen. Seht die herrliche aschenschale! Eine gro\u00dfe glasschale, mit silber montiert. Wasser ist darin, um die gl\u00fchenden zigarrenreste sofort auszul\u00f6schen. Die silberne montierung hat einbuchtungen, in die man die brennenden zigarren legen kann. Hat die renaissance so herrliche dinge aufzuweisen? Freut euch, freut euch, ihr menschen des zwanzigsten jahrhunderts!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den auslagen sieht man tiere aus wei\u00dfem porzellan. Gelbe oder blaue flecke unter der glasur geben ihnen einen charakteristischen \u201echic\u201c. Sie sind h\u00fcbsch, diese kopenhagener arbeiten. Die eingerollte katze. Oder die beiden h\u00fcndchen, die sich aneinander dr\u00fccken. Mir gefallen sie ungemein, \u2013 in den auslagen. Denn \u2013 wie merkw\u00fcrdig! \u2013 ich w\u00e4re in verlegenheit, wenn mir ein solches tier geschenkt w\u00fcrde. Ich wollte es in meiner wohnung nicht zur schau stellen. Gewi\u00df, die besucher kommen und sagen: ah, Kopenhagen! Das macht einem freude. Wie es einem freude macht, wenn man eine zigarre anbietet und den ruf vernimmt: bock imperiales! Zwei kronen das st\u00fcck! Denn auch diese freude ist teuer erkauft. Den ganzen tag mu\u00df ich mich von dem vieh anglotzen lassen. In seiner perfiden humoristischen weise. Dazu bin ich nicht immer zu haben. Daf\u00fcr bin ich nicht immer gestimmt. Indifferente dinge will ich in meinem zimmer sehen. Korbfauteuils oder reproduktionen nach Klinger. Oder die witzigen erzeugnisse fr\u00fcherer jahrhunderte. Vieux saxe! Die greifen nicht mehr in mein leben. Die sind durch ein jahrhundert von mir geschieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die altdeutschen spr\u00fcche an den w\u00e4nden sind wir jetzt gl\u00fccklich los. Aber wenn nun die \u201eangewandten k\u00fcnstler\u201c k\u00e4men und sagten: schafft moderne spr\u00fcche!? Ich sage: nein, gar keine spr\u00fcche! Mit witzbl\u00e4ttern werde ich mir nicht mein zimmer austapezieren. Daf\u00fcr wei\u00df ich mir einen anderen ort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kopenhagen macht auch blumenvasen. Blumenvasen ist nicht das richtige wort. Vasen ist vielleicht richtiger gesagt. Denn diese vasen wirken besser, wenn keine blumen darin sind. Blumen will ich im zimmer haben. Aber mit den raffinierten kunsterzeugnissen aus Kopenhagen k\u00f6nnen sie nicht konkurrieren. In bunzlauer geschirr kommen sie besser zur geltung. Das f\u00fchlt jeder. Und daher sieht man die kopenhagener vasen immer leer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich glaube, die zeit w\u00e4re nun gl\u00fccklich vorbei, wo sich das st\u00fcrmen und dr\u00e4ngen der menschen in gebrauchsgegenst\u00e4nde verkroch, die unbenutzbar waren, in bierkr\u00fcgel, aus denen man nicht trinken, in schusterh\u00e4mmer, mit denen man nicht stifte einschlagen konnte. Der moderne mensch hat das mittel, seine \u00fcbersch\u00fcssigkeiten los zu werden. Einmal wachte ich fr\u00f6hlich auf. Mir hatte getr\u00e4umt, das ganze kopenhagener getier sei toll geworden und m\u00fcsse dem kopenhagener vasenmeister \u00fcbergeben werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manche leute sagen mir nach, da\u00df ich geschmack besitze. Wenn man einmal in diesen ruf kommt, wird man gerne von den leuten bei ihren eink\u00e4ufen mitgenommen. So bat mich eine dame, mit ihr in die Secession zu gehen, um ihr bei einem einkauf zu helfen. Zimmerschmuck. Geld spielte keine rolle. Aber gro\u00df durfte es nicht sein. Ich riet zu einem kleinen marmorblock von Rodin. Ein herrliches antlitz entrang sich m\u00fchsam dem stein. Die dame besah das st\u00fcck von allen seiten. Sie wurde verlegen. Dann sagte sie: wozu dient das? Nun war es an mir, verlegen zu werden. Das merkte sie, und sie sagte: Sehen sie, herr Loos, sie sind immer so gegen Gurschner und die andern. Aber bei denen wei\u00df ich doch, was sie wollen. Kann ich an diesem stein streichh\u00f6lzer anz\u00fcnden? Und wenn schon! Wo soll ich sie hinlegen? Kann ich eine kerze daranstecken? Wo ist die vorrichtung daf\u00fcr? Kann ich asche daran abstreifen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sagte ich doch vorhin? Prostituierer der kunst!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-84374 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-201x300.jpg\" alt=\"\" width=\"201\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-201x300.jpg 201w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-687x1024.jpg 687w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-768x1144.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-1031x1536.jpg 1031w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-560x834.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-260x387.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat-160x238.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Adolf_Loos_Ornament_und_Verbrechen_Plakat.jpg 1208w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/a>Adolf Loos war ein \u00f6sterreichischer Architekt, Architekturkritiker und Kulturpublizist. Er gilt als einer der Wegbereiter der modernen Architektur. Seine bekanteste Schrift ist der Vortrag <em>Ornament und Verbrechen<\/em> (1910). Darin wird argumentiert, dass Funktionalit\u00e4t und Abwesenheit von Ornamenten im Sinne menschlicher Kraftersparnis ein Zeichen hoher Kulturentwicklung seien und dass der moderne Mensch wirkliche Kunst allein im Sinne der Bildenden Kunst erschaffen k\u00f6nne. Ornamentale Verzierungen oder andere besondere k\u00fcnstlerische Gestaltungsversuche an einem Gebrauchsgegenstand seien eine ebenso unangemessene wie \u00fcberfl\u00fcssige Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong>Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Dem menschen, der die heutige kultur besitzt, gefallen gebrauchsgegenst\u00e4nde aus glas, porzellan, majolika und steingut am besten, wenn sie undekoriert sind. Aus dem trinkglas will ich trinken. 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