{"id":103159,"date":"2003-01-01T00:54:02","date_gmt":"2002-12-31T23:54:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=103159"},"modified":"2022-12-29T16:20:49","modified_gmt":"2022-12-29T15:20:49","slug":"der-essay-als-versuchsanordnung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/01\/01\/der-essay-als-versuchsanordnung\/","title":{"rendered":"Der Essay als Versuchsanordnung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Essay tr\u00e4gt dem Bewusstsein der Nichtidentit\u00e4t Rechnung, ohne es auch nur auszusprechen; radikal im Nichtradikalismus, in der Enthaltung von aller Reduktion auf ein Prinzip, im Akzentuieren des Partiellen gegen\u00fcber<\/em><em><br \/>\n<\/em><em>der Totale, im St\u00fcckhaften.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Theodor W. Adorno<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine R\u00fcckblende auf die Herkunftsgeschichte: Der Essay ist eine neue denkerische Form, die in der Kunst- und geistesgeschichtlichen Epoche der Renaissance aufkommt und die eine Wiederbelebung antiker Kunst und Gedanken zum Ziel hatte. Sein auf Vorstellungen wie \u201eAngebot\u201c, \u201eProbe\u201c, \u201eStil\u00fcbung\u201c oder \u201eVersuch\u201c abzielender Begriff taucht als Textsortenbezeichnung um 1580 in Frankreich bei Michel de Montaigne auf und wird um 1600 vor allem in England \u00fcber seine Wiederaufnahme bei Francis Bacon und nicht zuletzt auch durch die englische \u00dcbersetzung Montaignes durch John Florio gattungsm\u00e4\u00dfig institutionalisiert. Gegenstand ist ein zumeist r\u00e4tselhaftes, oft paradoxes oder sogar entzogenes Ph\u00e4nomen der Lebenswelt; die Sprechhaltung ist oftmals an die \u00d6ffentlichkeit gerichtet, zuweilen aber auch streng selbsterkundend meditativ. Das Wesen des Essays ist seine doppelte Zugeh\u00f6rigkeit zur Kunst und zur Wissenschaft. Grenzen werden flie\u00dfend. Im Gegensatz zu einer wissenschaftlichen Arbeit wird das Thema eines Essays nicht objektiv betrachtet, sondern die Fragestellung durch eigene Argumente und Beispiele beantwortet, sodass die subjektive Meinung des Autors\/der Autorin dargestellt wird. Der Essay situiert sich entsprechend im \u201eDazwischen\u201c; er ist steter Prozess und bleibt letztlich Fragment. Es geht ihm also weniger um das Resultat als um den Weg. Diese <em>Versuche<\/em> sind weniger auf Ereignisse fokussiert, sondern auf den Subtext, Atmosph\u00e4ren spielen eine Rolle und oft werden subjektive Wahrnehmungen geschildert. Das Medium dieses Weges ist die Prosa; sie ebnet dem Essay die Bahn und findet auf ihr die Gedanken. Auf diese Weise zeigt sich der Essay als Spur endloser Verfertigung, als Raum offener Erkundung. Und als solches tr\u00e4gt er die Signatur der Renaissance als einer Epoche beginnend infiniten \u201eSuchens\u201c, \u201eUntersuchens\u201c und \u201eVersuchens\u201c, als Zeit zukunftsweisender \u201ePluralisierung\u201c, als Periode eines prozessual in die Zeit geschriebenen \u201eRealisierens von Resultaten\u201c. So wie alle Wege nach Rom f\u00fchren, f\u00fchren alle denkbaren M\u00f6glichkeiten zu einem neuen Inhalt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ihre Aufgabe ist es, den Integrationsprozess der Wissenschaft [\u2026] durch eine Analyse des Kunstwerks zu f\u00f6rdern, die in ihm einen integralen, nach keiner Seite gebietsm\u00e4\u00dfig einzuschr\u00e4nkenden Ausdruck der religi\u00f6sen, metaphysischen, politischen, wirtschaftlichen Tendenzen einer Epoche erkennt.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Walter Benjamin<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_98980\" style=\"width: 285px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98980\" class=\"wp-image-98980 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Michel_de_Montaigne_1-275x300.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-98980\" class=\"wp-caption-text\">Michel de Montaigne, ein analoger Blogger<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der franz\u00f6sischen Autor Michel de Montaigne (1533\u20131592). Montaigne entwickelte den Essay aus den Adagia des Erasmus von Rotterdam. Was bei diesem noch eine Sammlung von Spr\u00fcchen, Aphorismen und Weisheiten ist, versieht Montaigne nun mit Kommentaren und Kritik. Dabei stellt er, aus einer skeptischen Grundhaltung heraus, seine Erfahrungen und Abw\u00e4gungen dem scholastischen Absolutheitsanspruch entgegen. Montaignes Bekenntnis zur Subjektivit\u00e4t und sein Zweifel an der Existenz absoluter Wahrheit widersprachen der damaligen offiziellen Lehrmeinung des Vatikans. Der Vatikan ver\u00f6ffentlichte 1559 erstmals einen Index Librorum Prohibitorum; Montaignes Essays (<i>Les essais<\/i>) wurden 1676 (also 84 Jahre nach seinem Tod) auf den Index gesetzt.<sup id=\"cite_ref-3\" class=\"reference\"><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein Nachfolger, der Engl\u00e4nder Francis Bacon, erweiterte die Gattung des Essays in Richtung einer belehrenden, moralisierenden Form mit deduktiver Beweisf\u00fchrung; in der Folge pendelt der Essay zwischen diesen beiden Ausrichtungen. So wurde der Essay auch zu einer beliebten literarischen Form von Moralisten und Aufkl\u00e4rern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Enzyklop\u00e4disten adaptierten die urspr\u00fcnglich literarisch-philosophische Form zu einem wissenschaftlichen Stil. Im Gegensatz zum Traktat oder zur wissenschaftlichen Abhandlung verzichtet ein Essay auf objektive Nachweise und definitive Antworten. Das schlie\u00dft aber keine Parteinahme aus, wie etwa in Virginia Woolfs Essay \u201eEin eigenes Zimmer\u201c, in dem sie f\u00fcr Frauenrechte eintrat, oder Jonathan Lethem, der in \u201eBekenntnisse eines Tiefstaplers\u201c f\u00fcr einen gro\u00dfz\u00fcgigen Umgang mit dem Kopieren von Ideen pl\u00e4dierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Das Essay ist nicht nur eine hybride, sondern auch eine ambivalente Form. Es ist ein Diskurs, aber so, dass bei ihm immer versucht wird, Dialoge zu provozieren. Ein Faden, der in der Einsamkeit gesponnen wird, aber dessen anderes Ende so baumelt, dass er von anderen aufgegriffen und weitergesponnen werden k\u00f6nne. <\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Vil\u00e9m Flusser<\/span><span id=\"Form\" class=\"mw-headline\"><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die essayistische Methode ist eine experimentelle Art, sich dem Gegenstand der \u00dcberlegungen zu n\u00e4hern und ihn aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das Wichtigste ist jedoch nicht der Gegenstand der \u00dcberlegungen, sondern das Entwickeln der Gedanken vor den Augen des Lesers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Essays zeichnen sich aus durch eine gewisse Leichtigkeit, stilistische Ausgefeiltheit, Verst\u00e4ndlichkeit und Humor. Jeder neue Begriff wird eingef\u00fchrt und vorgestellt. Handlungen werden chronologisch erz\u00e4hlt und Zitate deutlich gekennzeichnet; meist ist er aber befreit von vielen Zitaten, Fu\u00dfnoten und Randbemerkungen. Zuweilen ist es auch schlicht eine stilisierte, \u00e4sthetisierte Plauderei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Autor einer wissenschaftlichen Analyse gehalten ist, sein Thema systematisch und umfassend darzustellen, wird ein Essay eher dialektisch verfasst: mit Strenge in der Methodik, nicht aber in der Systematik. Essays sind Denkversuche, Deutungen \u2013 unbefangen, oft zuf\u00e4llig scheinend. Damit ein Essay \u00fcberzeugen kann, sollte er im Gedanken scharf, in der Form klar und im Stil \u201egeschmeidig\u201c sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Was ist eigentlich ein Essay, wenn er keine wissenschaftliche Abhandlung, kein Traktat, kein Pamphlet und kein Roman ist?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"ILfuVd\"><span class=\"hgKElc\">Wir betrachten die essayistische Methode auf KUNO als eine experimentelle Art, sich dem Gegenstand der \u00dcberlegungen zu n\u00e4hern und ihn aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das Wichtigste ist jedoch nicht der Gegenstand der \u00dcberlegungen, sondern das Entwickeln der Gedanken vor den Augen des Lesers. Im Mittelpunkt steht oft die pers\u00f6nliche Auseinandersetzung des Autors mit einem Thema. Die Kriterien wissenschaftlicher Methodik k\u00f6nnen dabei vernachl\u00e4ssigt werden; der Essayist hat also relativ gro\u00dfe Freiheiten. Die in diesem Jahr vorgestellten Essays sind so subjektiv wie die Herangehensweise der vorgestellten Autoren.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ihre Aufgabe ist es, den Integrationsprozess der Wissenschaft [\u2026] durch eine Analyse des Kunstwerks zu f\u00f6rdern, die in ihm einen integralen, nach keiner Seite gebietsm\u00e4\u00dfig einzuschr\u00e4nkenden Ausdruck der religi\u00f6sen, metaphysischen, politischen, wirtschaftlichen Tendenzen einer Epoche erkennt.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Walter Benjamin<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Falls die Auguren richtig gez\u00e4hlt haben, sind bei der Gattung <em>Essay<\/em> drei Haupttypen auszumachen, alle gleicherma\u00dfen in jener Tradition, die Michel de Montaigne einstmals begr\u00fcndete. Zum einen eine Mischung aus Rezension und Reportage, dann der Essay \u00fcber entlegene Dinge, und zu guter Letzt der Erinnerungsessay. Dem \u203aliterarischen Versuch\u2039, so k\u00f6nnte man das Wort vielleicht \u00fcbersetzen, schreibt man als Form der geistig-schriftlichen Auseinandersetzung folgende Kennzeichen zu: Unverwechselbarkeit, Pers\u00f6nlichkeit, eine bewegliche Freiheit des Geistes, die Liebe zur offenen Form, der \u00fcberraschende Blickwinkel, die Neigung zum Vorl\u00e4ufigen, aber auch Pointierten, eine gewisse unternehmungslustige Heiterkeit. Sie umrei\u00dfen positiv das essayistische Temperament, wie es sich skeptisch, auch kritisch zum Systematischen, Scholastischen, Dogmatischen verh\u00e4lt. Philosophie als strenge Wissenschaft ist dem Essayisten ein Gel\u00e4chter, die Attit\u00fcde des Wahrheitsbesitzes, \u00fcberhaupt alles Fixierte, Gebundene ist verp\u00f6nt; Zweifel ist ihm die prim\u00e4re Tugend intellektueller Redlichkeit, Langeweile die S\u00fcnde wider den Geist.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Essay ist grunds\u00e4tzlich systemfeindlich und geplant planlos.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Nikolaus Egel<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Essays, die wir auf KUNO Jahr pr\u00e4sentieren, sind ein Fest des Intellekts. Die Redaktion versucht den Bestand der Gegenwartssprache zu sichten. Der Essay vollzieht eine Bewegung, die durch die Erinnerung hindurch zugleich ins Offene, Unbegrenzte, Ungebundene, vom 16. ins 21. Jahrhundert hinein f\u00fchrt. Das KUNO-Online-Archiv zeigt Wegmarken in der Biographie von Nonkonformisten auf. \u00a0Ein Essayist beherrscht die Technik des sezierenden Chirurgen, so lesen wir <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/03\/20\/hyperion\/\">Hyperions Rede<\/a> wie einen Gegenbrief zu Schillers Briefen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/05\/09\/ueber-naive-und-sentimentalische-dichtung\/\"><em>\u00dcber die \u00e4sthetische Erziehung<\/em><\/a> des Menschen mit ihrer Autonomieerkl\u00e4rung und Ganzheitsbestimmung des Menschen. Die Reflexion ist eine Erinnerung in doppelter Faktur, sie erinnert nicht nur Erlebtes, Verlorenes, sondern erinnert sich, an was einst war und sein wird. Sie ahnt das Zuk\u00fcnftige. Erinnerung und Ahnung, das k\u00f6nnen wir seit 500 Jahren in Essays lesen. In diesem Jahr versuchen wir die Evolutionsgeschichte des Essays zu vervollst\u00e4ndigen. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> \u201eBiby\u201c Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_102191\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102191\" class=\"wp-image-102191 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1999\/11\/Fakel_Cover-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-102191\" class=\"wp-caption-text\">Die Fakel, ein analoger Blog<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Wir begreifen die Gattung des Essays auf KUNO als eine Versuchsanordnung, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen. Essayistik unterst\u00fctzt das Subjektwerden des Menschen, das Denken in der M\u00f6glichkeitsform ist pure Lebensnotwendigkeit. Essays erzeugen auf eine subtile Weise, Neugierde, Abwechslung und Rhythmik. Der einfache Schein dieser Texte tr\u00fcgt, diese Gattung ist mit ihrer Form verwoben; Lesende erfahren etwas \u00fcber sich und die Beziehung zur Welt, indem sie darin lesen. Die unmittelbare Wahrnehmung dient als Ausgangspunkt der menschlichen Erkenntnisf\u00e4higkeit. Der Essay bietet in seinen k\u00fchnsten Momenten etwas Aufw\u00fchlendes, Aufr\u00fchrerisches und Nonkonformistisches. Diese Abweichungs\u00e4sthetik schenkt dem Leser eine gedankliche Weite, die klein wirkt gegen\u00fcber dem geistigen Horizonts, den diese <em>Versuche<\/em> heraufbeschw\u00f6ren. Essays sind somit ein Mittel zur geistigen Beschleunigung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Essay tr\u00e4gt dem Bewusstsein der Nichtidentit\u00e4t Rechnung, ohne es auch nur auszusprechen; radikal im Nichtradikalismus, in der Enthaltung von aller Reduktion auf ein Prinzip, im Akzentuieren des Partiellen gegen\u00fcber der Totale, im St\u00fcckhaften. Theodor W. Adorno Eine R\u00fcckblende auf&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/01\/01\/der-essay-als-versuchsanordnung\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":98980,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,1065,3374,94,149,86,2585,202,2608,2836,1247,448,866,2586,279,428],"class_list":["post-103159","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-enrik-lauer","tag-francis-bacon","tag-holger-benkel","tag-j-c-albers","tag-joachim-paul","tag-josef-wintjes","tag-karl-kraus","tag-ni-gudix","tag-nikolaus-egel","tag-rosa-luxemburg","tag-theodor-w-adorno","tag-ulrich-bergmann","tag-vilem-flusser","tag-virginia-woolf","tag-walter-benjamin"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103159"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104359,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103159\/revisions\/104359"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98980"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}