{"id":102972,"date":"2024-01-30T00:01:40","date_gmt":"2024-01-29T23:01:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=102972"},"modified":"2023-12-19T16:22:54","modified_gmt":"2023-12-19T15:22:54","slug":"underground-lyrik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/01\/30\/underground-lyrik\/","title":{"rendered":"Underground-Lyrik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Eine Erinnerung an die \u201e<span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/09\/11\/dirty-speech\/\">Dirty Speech<\/a><\/span>\u201c-Bewegung in der BRD, die 1969 mit der Rolf Dieter Brinkmanns \u201eAcid\u201c zu verorten ist. Es war eine Anthologie amerikanischer Beatliteratur, gesammelt und damit den Versuch er\u00f6ffnend, auch in der deutschen Dichtung die b\u00fcrgerliche Moral zu br\u00fcskieren, lyrische Formen zu banalisieren, den Alltag zum Thema zu machen und Sex, Brutalit\u00e4t, Perversion als Sujets zu akzeptieren.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Begriff Underground-Lyrik existiert in der Germanistik nicht. Vielmehr werden ihre Anf\u00e4nge der so genannten Popliteratur zugeschlagen. Gut vorstellbar, dass sich Rolf Dieter Brinkmann bei diesem Gedanken im Grabe umdrehen w\u00fcrde. Es ist also an der Zeit, dieses Missverst\u00e4ndnis auszur\u00e4umen und den Begriff Underground-Lyrik mit Leben zu f\u00fcllen, da der Bogen mittlerweile bis in die Gegenwart gespannt werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_99899\" style=\"width: 128px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-99899\" class=\"wp-image-99899 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Rolf-Dieter-Brinkmann.jpg\" alt=\"\" width=\"118\" height=\"159\" \/><p id=\"caption-attachment-99899\" class=\"wp-caption-text\">The Notorious R.D.B<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kreis der Dichter ist anfangs noch \u00fcberschaubar. Die wichtigsten Protagonisten sind eben Brinkmann und Wolf Wondratschek, die beide Mitte der 1960er ihre ersten Texte entwerfen, angefacht durch die Beatniks. J\u00fcrgen Theobaldy, Christoph Derschau und Kiev Stingl sto\u00dfen in den 1970ern dazu, nachdem die 1969 erschienenen Anthologien \u201eAcid\u201c und \u201eSilverscreen\u201c, an denen Brinkmann beteiligt war, \u00fcber die amerikanische Underground-Szene nachhaltig junge deutsche Dichter und Schriftsteller pr\u00e4gten. Mitte der 1970er bildet sich dann in Hamburg und im Gro\u00dfraum Frankfurt eine sehr dynamische Szene. Mittelpunkt der herausgeberischen Aktivit\u00e4ten sind die Zeitschriften <em>Boa Vista<\/em> und <em>Gasolin 23<\/em>. Dar\u00fcber hinaus ver\u00f6ffentlichen der Maro-Verlag und der Pohl\u2018n\u2019Mayer Verlag Einzelpublikationen der Szenegr\u00f6\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Gedichten geht es besonders um innerliche Befindlichkeiten, was ein charakteristisches Merkmal der U-Lyrik werden sollte, einhergehend mit einer pessimistischen, ins Finstere abdriftenden Haltung. So schreibt Brinkmann von \u201eder verfluchten dunstigen Abgestorbenheit K\u00f6lns\u201c, bei Theobaldy \u201egehen die Krankheiten (in der Stadt) um\u201c, w\u00e4hrend es bei Derschau hei\u00dft: \u201eDas Blut ergraut in den Adern \/ und meine K\u00fcsse \/ sterben langsam vor sich hin\u201c<sup> <strong>1<\/strong><\/sup>. Allenthalben ist von Trostlosigkeit, Zerfall und Tod die Rede. Eine Schablone f\u00fcr den aufkommenden Punk, der sp\u00e4ter die Basis f\u00fcr die Regeneration der U-Lyrik sorgen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alfred Miersch, der zwar auch Alltagsdichtung benutzt, wird in seiner Gesellschaftskritik konkreter:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All diese Konzerte, die mit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHINSETZEN\u201c-Ch\u00f6ren beginnen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">all diese Leute, die ihre \u201eRock\u2018n\u2019Roll-Gala\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00fcberstreifen als ginge es in die gro\u00dfe Oper.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All diese S\u00e4nger, die den gro\u00dfen Harlekin spielen,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">all diese Leute mit ihren naiven Ideen,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johnny Rotten ist Johnny Rotten ist Jagger<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">nicht mehr &amp; und jede Platte ist ein PRODUKT im System.<strong><sup>2<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend Brinkmann Anfang der 70er in seinem Hauptwerk \u201eWestw\u00e4rts 1 &amp; 2\u201c pers\u00f6nliche Beobachtungen (besonders von seinen diversen Reisen) mit Naturbeschreibungen und alptraum-hafter Sprache zu einer eigenen Zivilisationsskepsis vermischt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Panik der Baugesch\u00e4ftsunternehmer, die d\u00fcnne W\u00e4nde<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">hochziehen, die jeden Laut durchlassen, Husten, Pi\u00dfger\u00e4usche<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">das Wimmern eines neuen Babys, M\u00e4nner und Frauen, die sich<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">verletzen, schreien, einander anspucken und weitermachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Panik auf den Konten, die verw\u00fcstet sind, Panik am<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stra\u00dfenrand, in der Abflu\u00dfrinne, Panik zerlaufene Uhren,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Panikb\u00e4ume, Panikgrundst\u00fccke, Panikmieten, die Panik in den<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">vertrockneten st\u00e4dtischen Anlagen und Kinderspielpl\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Aus: \u201eRolltreppen im August\u201c)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den 1980ern l\u00f6st sich die Szene allm\u00e4hlich auf. Nach den wilden Anfangstagen machen sich die Akteure auf die Suche nach ihren individuellen Entfaltungsm\u00f6glichkeiten. Der Gedanke, von der Schreiberei leben zu k\u00f6nnen, ist auch f\u00fcr sie treibende Kraft. Nur Lyrik verspricht kein Auskommen, Wondratschek bleibt eine Ausnahmeerscheinung. Und so wendet man sich den profitableren Genres zu: Kriminalroman, Reisereportagen oder Drehb\u00fcchern. Einige ziehen es vor, sich g\u00e4nzlich abzuwenden und der Dichtung den R\u00fccken zu kehren. Mit der Einstellung des \u201eGasolin 23\u201c 1986 und dem Tod von J\u00f6rg Fauser 1987, und damit der zweiten Gallionsfigur, Brinkmann war zw\u00f6lf Jahre zuvor gestorben, endet diese \u00c4ra vorerst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hadayatullah H\u00fcbsch, der bereits Ende der 1960er, Anfang der 1970er mit drei Gedichtb\u00e4nden in Erscheinung getreten war, versuchte den alten Spirit zu beleben und initiierte die 60\/90 Treffen in Frankfurt Mitte der 1980er, frei nach dem Motto \u201eLa\u00dft uns doch all die Jungs und M\u00e4dels von fr\u00fcher wieder versammeln, aber nicht als Veteranentreffen, sondern gemeinsam mit Leuten von heute, die was zu sagen haben.\u201c H\u00fcbsch sollte dann besonders in den 1990ern mit seinen wilden, nicht enden wollenden Wortspielen, die sich \u00e4u\u00dferst kritisch mit unserer Lebensweise auseinandersetzen, f\u00fcr Furore sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrenddessen fabrizierten Punks unabh\u00e4ngig von diesen Ereignissen selbstkopierte Literaturhefte, inspiriert durch die musikalische Fanzine-Szene, um ihren Gedanken freien Lauf zu lassen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcrde gern mal mit Dir an der Pommesbude<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">stehn und eine Currywurst lustlos in das<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Senft\u00f6pfchen stecken und wiehern<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">und meinen Wurstzipfel in Deine hei\u00dfe<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">fettige Fritteuse stecken, lustvoll,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">erregt den Junk genie\u00dfen, Dir ein Ohr<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">blutig bei\u00dfen, Deine Nippel mit Majo<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">bedecken, da\u00df sie aussehen wie die Zugspitze in einem<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">echten Alpenwinter<sup> <strong>3<\/strong><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dichtet Detlef Handelmann in dem Duisburger Lit-Fanzine <em>Produkt<\/em> ungest\u00fcm, anarchisch, gegen alle Regeln. Oder Roland Adelmann, der ohne R\u00fccksicht auf Verluste textet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie ich anfing zu schreiben<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">lallte ich irgendetwas<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00fcber ausged\u00f6rrte Zitronen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&amp; sie nahmen es mir nicht ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danach versuchte ich es<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">mit ausgefransten Bananen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">aber es gefiel ihnen immer noch nicht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute schreib\u00b4 ich Gedichte<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00fcber ausgelutschte Orangen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&amp; trotzdem ist es ihnen nicht gut g\u2026,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">HA, HABT IHR GEDACHT!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab sie n\u00e4mlich alle get\u00e4uscht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Wahrheit schreib ich, \u00e4h \u2026<strong><sup>3<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sich selbst auf die Schippe nehmen, sich selbst nicht allzu ernst nehmen, ja, im Grunde alles in Frage zu stellen, was so todernst und von sich v\u00f6llig \u00fcberzeugt daherkommt, in einer Zeit, in der die Welt dem Untergang geweiht scheint, in der sich die Jugend fragt, wann der Atomkrieg losbricht oder das n\u00e4chste AKW in die Luft fliegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nicht nur in Duisburg wird wild drauflos gedichtet. Ab der 2. H\u00e4lfte der 1980er erscheinen eine Reihe so genannter Lit-Fanzines: <em>Ikarus<\/em> aus Mainz, <em>Kopfzerschmettern<\/em> aus Hanau, <em>Der St\u00f6rer<\/em> aus Braunschweig, <em>Cocksucker<\/em> aus Riedstadt oder <em>HOKAHE<\/em> aus G\u00f6ttingen. Die Macher dieser Hefte bilden sp\u00e4ter den harten Kern der Social Beat Bewegung, durch die die Underground-Lyrik einen enormen Aufschwung erfahren sollte. Bis dato hatten sich Wenige Gedichten verschrieben, Prosa war der f\u00fchrende Schreibstil.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Direkte Alltagssprache blieb auch jetzt ein stilpr\u00e4gendes Element der Gedichte, die ohne k\u00fcnstlerischen Anspruch ihren Themen auf die Zw\u00f6lf geben. Rohe, zum Teil brachiale Wut bricht sich Bahn, die als unmittelbare Reaktionen auf die politischen Verh\u00e4ltnisse anzusehen sind. Dabei lassen sich zwei Hauptstr\u00f6mungen erkennen. Die eine stark beeinflusst durch Charles Bukowski, der gerade in den 80ern \u00e4u\u00dferst popul\u00e4r wurde, die andere durch den Deutschpunk, wie der Underground an sich stark durch Musik gepr\u00e4gt ist, deren umst\u00fcrzlerische Texte die Punkfraktion gierig aufgesogen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hartmuth Malorny und Robert \u201eRobsie\u201c Richter sind zwei der pr\u00e4gendsten Dichter dieser Stilarten. W\u00e4hrend Richter schreibt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Katakomben ist es noch ruhig<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwo \u00fcber den Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Scheint eine m\u00f6rderische Sonne<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und verbrennt dieses Land<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sitze in meiner Nische<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und warte darauf da\u00df<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwas passiert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Kakerlakenarmee marschiert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An meinen F\u00fc\u00dfen vorbei<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um mir zu sagen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wir sind deine letzten Freunde<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Aus: \u201eKatakomben\u201c)<strong><sup>4<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">geht es bei Malorny oft um den n\u00e4chsten Drink, meist unr\u00fchmliche Frauengeschichten oder den Alltagswahnsinn, auch gerne gepaart mit Sozialkritik:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In das Land der UNBEGRENZTEN M\u00d6GLICHKEITEN<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">kommen sie<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">durch den schadhaften Zaun<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">r\u00fcber, von Mexico<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie versto\u00dfen gegen das Einwanderungsgesetz<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">f\u00fcr einen miesen, schlechtbezahlten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Job, ohne F\u00fcrsorge- oder Rentenanspruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Aus: \u201eFreiheit, Gleichberechtigung und Br\u00fcderlichkeit\u201c)<strong><sup>4<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es w\u00e4re viel zu kurz, die U-Lyrik der 1990er darauf zu reduzieren, auch wenn das Gros der prosaischen Alltagsdichtung zugeordnet werden kann und der Beat eine untergeordnete Rolle spielt. Immer wieder finden sich experimentelle, gar avantgardistische Texte, die durchaus kritisch ausfallen wie \u201esatans pupillen\u201c von Stefan Wirner:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">augen aus geld, in m\u00fcnzen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">eingravierte knechtschaft<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">blutzoll f\u00fcr schmutziges papier<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">das flattert im wind<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">der b\u00f6rse und taumelt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00fcber den hunger<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ganzer l\u00e4nder.<strong><sup>5<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder wenn H\u00fcbsch poltert (bezeichnenderweise ohne Titel):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun beben wir wieder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor unserem TV<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unsagbar Verletzten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ausgesto\u00dfenen, Zerm\u00fcrbten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die, denen die Beine, die Arme<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zerquetscht von herabgest\u00fcrzten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Brocken Steinen Beton Stahl<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun beben wir wieder<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sollen wir mit diesem Krieg machen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sollen wir mit diesem Krieg tun<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sollen wir \u2026<strong><sup>4<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00fcbsch gilt als einer der Hauptvertreter des deutschsprachigen Beat und ver\u00e4ndert die U-Lyrik erheblich, baut Rap-Elemente ein und erzeugt durch st\u00e4ndige Wiederholungen eine unwider-stehliche Dynamik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch der Blues schimmert durch Texte. F\u00fcr den Underground geradezu lyrisch dichtet Kersten Flenter, der Alltagssituationen in origineller Bildsprache transportiert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anfangen nachts um drei aufgeschreckt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Lippenschauml\u00e4rm unten in der Stra\u00dfe<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo sie ihren Zorn vergeuden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Baseballschl\u00e4gern und Sprays aufgeweckt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vom Schaben der K\u00e4fer im Bad<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erst ein Ende findet als ein<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Scientology-Prospekt auf ihre Sch\u00e4del knallt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein absurdes Ringen mit authentischer Angst (ey)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz bevor der Blues umschl\u00e4gt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In ein Leben das die Kunst imitiert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Aus: \u201eEselsbr\u00fccken\u201c)<strong><sup>6<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entgegen der oberfl\u00e4chlichen Betrachtung, dass der deutschsprachige Underground m\u00e4nner-dominiert ist, gab und gibt es immer wieder starke weibliche Stimmen, die mit derber Sprache sich Geh\u00f6r verschaffen. Die mittlerweile bekannte Tanja D\u00fcckers ver\u00f6ffentlichte in den ein-schl\u00e4gigen Publikationen ihre ersten Gedichte, Dora Diamant nutzt die zu Unrecht charak-teristischen Undergroundthemen Suff &amp; Sex zu einem k\u00e4mpferischen Anti-Liebes-Gedicht:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe versucht, dich im Suff zu ertr\u00e4nken<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe versucht, deinen Schwanz durch andere zu ersetzen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe versucht, so zu tun, als ob du mir gleichg\u00fcltig w\u00e4rst<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe versucht, dich zu verdr\u00e4ngen, habe gearbeitet<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe deine mit Liebe gearbeiteten Geschenke in kleine St\u00fccke zerhackt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe versucht, nicht verr\u00fcckt zu werden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe im Wald die B\u00e4ume angeschrien<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">die Erde gebeten, mich zu verschlucken<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">im Hochsitz gehockt, mich im Moos gew\u00e4lzt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wie der schizophrene Dichter Alexander M\u00e4rz<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">habe gejammert, geschrien und geweint<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ich will dich nicht wiederhaben.<sup> <strong>7<\/strong><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die \u201efeindliche\u201c \u00dcbernahme der Slam Poetry l\u00f6st sich Ende der 1990er die Social Beat Szene auf. Die Editionen der mittlerweile unz\u00e4hligen Zeitschriften sukzessive. Mit dem letzten Buchfrust-Festival 2000 in Hannover wird das vorl\u00e4ufige Ende zelebriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Regeneration folgt jedoch auf der Stelle. Junge Punks begeistern sich f\u00fcr U-Lyrik, kopieren eigene Lit-Fanzines, Marcus Mohr den \u201eStra\u00dfenfeger\u201c, Alexander Strucken sein gefeiertes (u. a. von Thomas Kling) Fanzine \u201eVorsicht Schreie\u201c, Urs B\u00f6ke und Jerk G\u00f6tterwind f\u00fchren ihre bereits in den 90ern entstandenen Fanzines \u201eRatriot\u201c und \u201eMy Choice\u201c fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier regiert vor allem wieder die Alltagsdichtung, wieder mit einem kr\u00e4ftigen Schuss Punk, wenn z. B. Markus Hintzen schreibt: \u201eFickt euch alle \/ Feiert weiter eure Party \/ Und erstickt irgendwann \/ An eurer Dummheit\u201c oder titelt \u201eHeute billig: Scheisse!\u201c<sup> <strong>8<\/strong><\/sup>, gerne garniert mit einem ordentlichen Schuss Gesellschaftskritik:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nacht bricht heran<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neonlicht und Leuchtreklame<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">L\u00f6sen die Sonne ab<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischen den H\u00e4userreihen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stelzen sie mir entgegen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sch\u00f6ngeistige Arschl\u00f6cher<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frisch rasiert und sch\u00f6n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herausgeputzt in ihren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgehuniformen ummantelt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geben sie alles was sie haben<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Marcus Mohr, aus: \u201eMensch 2000\u201c)<sup> <strong>8<\/strong><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Urs B\u00f6ke dagegen kn\u00fcpft an die Urspr\u00fcnge an, kombiniert Gesellschaftskritik und Def\u00e4tismus mit kryptischen Wortgef\u00fcgen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und w\u00e4hrend sie dort drei Jobs haben<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">weil alles unterbezahlt wird und ihre Frauen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">t\u00e4glich acht Hamburger fressen stehen wir<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier \u00f6stlich vom Andreasgraben und finden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">uns ab mit new choo choo economy ihre dumpfen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mutmacher taugen nicht einmal mehr f\u00fcr gepflegte<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Menschenverachtung Insolvenz hei\u00dft der Rhythmus<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">bei dem jeder mit mu\u00df \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Aus: \u201eF\u00fcr einen aus Frankfurt\u201c)<strong><sup>9<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grunds\u00e4tzlich muss festgehalten werden, dass Charles Bukowski auf das Schreiben in den 1990ern einen ma\u00dfgeblichen Einfluss hatte, nicht nur, was Sprache anbelangt, sondern auch Haltung und Thematik. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts verliert dieser Einfluss best\u00e4ndig an Bedeutung, heute l\u00e4sst sich zweifelsfrei feststellen, dass er nur noch marginal zum Vorschein kommt. Vielmehr tritt der Alltag in den Hintergrund, mit poetischer Ironie wird dem urbanen Chaos begegnet, die Apokalypse weicht einem lustvollen Schwelgen in Tristesse, konkrete Poesie weicht kryptischem Formulieren und wird immer st\u00e4rker verdichtet. Das Literaturmagazin MAULhURE (www.undergroundpress.de) spiegelt die aktuelle Szene zurzeit am besten wider, die vor allem hervorsticht durch junge Dichter*innnen wie Lars Banhold aka weylthaar:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">komm schon<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wir wollen jetzt pommes essen gehen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">schick mich nicht nach brandenburg<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">gib mir bitte eine chance<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ich brauche keinen erfolg<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00fcberlassen wir meine w\u00fcnsche halt sich selbst<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ungenutzt ist potential doch eh am sch\u00f6nsten<strong><sup>10<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder Dakini B\u00f6hmer:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">mich wundert nicht dass wir auf leere sitzen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dass da nichts ist unter uns<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">mich wundert auch nicht dass ich im grunde<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ganz allein in dunkelheit bin<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">und niemand mir singt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">oder gin mit mir trinkt<strong><sup>11<\/sup><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder durch Marco Kerler, Sybille Lengauer oder Fabian Lenthe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein R\u00fcckblick \u2192 <\/strong>Die Redaktion verortete in 2003 den Beginn der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/09\/11\/dirty-speech\/\">Dirty Speech<\/a><strong>\u2013<\/strong>Bewegung in der BRD 1969 mit der Rolf Dieter Brinkmanns \u201eAcid\u201c und zieht Parallelen zur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/11\/perlen-des-trash-%c2%b7-revisited\/\">Gossenheftreihe<\/a> des KRASH-Verlags. In 2013 betrachtete die Redaktion in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/04\/16\/dirty-speech-ein-recap\/\">Dirty Speech, ein Recap<\/a> Parallelen zwischen Brinkmann, Handke und Weigoni. In 2023 gestattete sich die Redaktion ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/04\/16\/dirty-speech-revisited\/\">Dirty Speech Revisited<\/a> mit dem Schwerpunkt Beat-Literatur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-104929 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover-160x160.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/DvD_Cover.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zu diesen \u00dcberlegungen ist aus Sicht der Redaktion die DVD, die inzwischen bei KILLROY media erschien und Manfred Heinfelder, Boris Kerenski und Joachim Sch\u00f6nauer als Zeitzeugen zu Wort kommen l\u00e4sst. Der Betrachter darf sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass es eine visuelle Ausstellung <strong>SOCIAL BEAT &amp; BEAT \u2013 Ein literarischer Urknall<\/strong> im Stuttgarter Literaturhaus gab. Neben dem Katalog wird eine quasi unerz\u00e4hlte Geschichte f\u00fcr den b\u00fcrgerlichen Kulturbetrieb neu erz\u00e4hlt, die im Stuttgarter Literaturhaus pr\u00e4sentiert wurde. Die Ausstellung dokumentierte die Social-Beat-Szene, in der der Gro\u00dfraum Stuttgart eine wichtige Rolle spielte, mit Original-Dokumenten aller Art. Die Aktivisten der Szene haben ihr Archiv zur Verf\u00fcgung gestellt. Umrahmt wird das Ganze von Portr\u00e4ts und Dokumenten der Beats, exklusiven Portraits der Beat-Autoren von Jim Avignon und garniert mit Veranstaltungen und Lesungen, Filmen, Audioclips und B\u00fccher-Vitrinen. Erstmals \u00f6ffentlich zu sehen ist zudem eine Foto-Serie der Social-Beat-K\u00fcnstlerin YAM \u00fcber den lange vergessenen Beat-Lyriker Taylor Mead. Bevor der &#8222;Beat&#8220; zur Pop-Literatur verniedlicht wurde, war er gef\u00e4hrlich. In einer Zeit, da Originalit\u00e4t von der Stange erh\u00e4ltlich ist, pr\u00e4sentiert sich der Underground schriller, um Aufmerksamkeit zu wecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die DVD ist ab sofort gegen eine Schutzgeb\u00fchr von 10 \u20ac hier im Buch-Shop erh\u00e4ltlich des KILLROY media Verlags erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-98312 alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg 214w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag-160x224.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/>Obwohl die nonkonformistische Literatur ehrlich und transparent zugleich sein wollte, war gegen Ende der 1960er nur schwer zu fassen, die Redaktion entdeckt die Keimzelle des Nonkonformismus in der die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/12\/10\/die-keimzelle-des-nonkonformismus\/\">Romantiker-WG in Jena<\/a>. Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong><sup>1<\/sup><\/strong> Aus \u201eDer Kopf voll Suff und Kino\u201c, Maro Verlag, Augsburg, 1976. <strong><sup>2<\/sup><\/strong> Aus \u201eLauter Helden\u201c Maro Verlag, Augsburg, 1981. <strong><sup>3<\/sup><\/strong> Aus \u201eProdukt\u201c Nr. VI, 1988, Duisburg. <strong><sup>4<\/sup><\/strong> Aus \u201eKopfzerschmettern\u201c Nr. 6, 1991, Hanau. <strong><sup>5 <\/sup><\/strong>Aus \u201eRude Look\u201c Nr. 4, 1994, Bederkesa <strong><sup>6<\/sup><\/strong> Aus \u201eLabyrinth &amp; Minenfeld\u201c Nr. 9, 1996, Osnabr\u00fcck. <strong><sup>7 <\/sup><\/strong>Aus \u201eCocksucker\u201c Nr. 14, 1995, Gro\u00df-Gerau. <strong><sup>8<\/sup><\/strong> Aus \u201eMy Choice\u201c Nr. 15, 2006, Gro\u00df-Gerau. <strong><sup>9<\/sup><\/strong> Aus \u201eVorsicht Schreie\u201c Nr. 5, 2005, Neuss. <strong><sup>10<\/sup><\/strong> Aus \u201eSerotoninloch\u201c, Rodneys Underground Press, Dortmund, 2021. <strong><sup>11<\/sup><\/strong> Aus \u201eBlau \u2013 ohne Kontur\u201c, Rodneys Underground Press, Dortmund, 2021.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Erinnerung an die \u201eDirty Speech\u201c-Bewegung in der BRD, die 1969 mit der Rolf Dieter Brinkmanns \u201eAcid\u201c zu verorten ist. 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