{"id":102907,"date":"1995-08-17T14:52:03","date_gmt":"1995-08-17T12:52:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=102907"},"modified":"2024-02-05T09:28:43","modified_gmt":"2024-02-05T08:28:43","slug":"umschlagsmoment-der-lebensentwuerfe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/08\/17\/umschlagsmoment-der-lebensentwuerfe\/","title":{"rendered":"Umschlagsmoment der Lebensentw\u00fcrfe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the Negro streets at dawn looking for an angry fix<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Allen Ginsberg<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jede Kultur hat ihre Ursprungsmythen, von denen sie sich herleitet und damit verbundene Rituale und Ideen. Auch wenn es altmodisch klingt, es braucht eine Haltung, die individuelles Denken nicht nur erlaubt, sondern geradezu einfordert. Der Begriff <em>Beat Generation<\/em> wurde etwa 1948 von Kerouac eingef\u00fchrt, der so sein soziales Umfeld im Gespr\u00e4ch mit John Clellon Holmes beschrieb. Holmes ver\u00f6ffentlichte 1952 <em>Go<\/em>, einen fr\u00fchen Roman \u00fcber die Beat Generation, und das Manifest <em>This Is the Beat Generation<\/em> in der <em>Sunday New York Times<\/em>. Das Adjektiv <em>beat<\/em> aus dem Slang der Kriminellen, den Herbert Huncke in die Gruppe um Kerouac, Ginsberg und Burroughs einbrachte, hatte die Bedeutungen \u201ebesiegt\u201c, \u201em\u00fcde\u201c und \u201eheruntergekommen\u201c, aber Kerouac pr\u00e4gte zus\u00e4tzlich die Bedeutungen \u201eeuphorisch\u201c (<em>upbeat<\/em>), \u201eseligmachend\u201c (<em>beatific<\/em>) und in Bezug auf Musik, vor allem Bebop, auch <em>being on the beat<\/em> (\u201eim Rhythmus sein\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Eine kleine Gruppe von Autoren und ihren Freunden als \u201eGeneration\u201c zu bezeichnen, sollte den Anspruch verst\u00e4rken, dass sie repr\u00e4sentativ und wichtig f\u00fcr die Entwicklung einer neuen Stilrichtung waren, man beanspruchte das Erbe der <em>Lost Generation<\/em> um Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway zwischen den Weltkriegen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <em>Beatniks<\/em> lebten unkonventionell und zeichneten sich durch ihre Spontaneit\u00e4t und ihre teils chaotische, aber meist kreative Veranlagung aus. Auch wenn Kerouac den Begriff <em>Beat Generation<\/em> schon 1948 gepr\u00e4gt hatte, erhielt sie erst in den sp\u00e4ten 1950ern regen Zulauf. Sein ma\u00dfgebliches Werk <em>Unterwegs<\/em> (<em>On The Road<\/em>) wurde erst 1957 ver\u00f6ffentlicht. Bis dahin hatte die Beat Generation schon im Mainstream Fu\u00df gefasst. Ihr Einfluss als erste \u201emoderne literarische Subkultur\u201c zieht sich durch die nachfolgenden alternativen und gesellschaftskritischen Kulturentwicklungen; direkte Nachfolger waren die politischen, intellektuellen Hippies der Ostk\u00fcste, die Yippies, vor allem Ed Sanders wird oft als Br\u00fccke zwischen beiden genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">a page is not a four sided white void<\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #999999;\">in which to practice zeroness.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ed Sanders<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die bekanntesten Werke waren Kerouacs Roman <em>Unterwegs<\/em> (<em>On the Road<\/em>), das lange Gedicht <em>Howl<\/em>, das Ginsberg 1955 beim Six Gallery reading vorstellte, und <em>Naked Lunch<\/em> von Burroughs. <em>Howl<\/em> und <em>Naked Lunch<\/em> standen wegen angeblicher Obsz\u00f6nitat im Mittelpunkt von Gerichtsprozessen und verhalfen durch Freispr\u00fcche zu freiz\u00fcgigeren Publikationsm\u00f6glichkeiten in den pr\u00fcden USA. Die Autoren der Beat Generation trafen sich in New York City: Kerouac, Ginsberg, Burroughs und Gregory Corso, der 1950 dazustie\u00df. In New York ver\u00f6ffentlichten LeRoi Jones und seine Frau Hettie Jones sp\u00e4ter Beat Lyrik in ihrer Literaturzeitschrift <em>Y\u016bgen<\/em> (1958\u201362), L. Jones verlegte auch den ersten eigenen Gedichtband 1961 in seiner <em>Totem<\/em>-Presse. Mitte der 1950er-Jahre zogen Kerouac und Ginsberg nach San Francisco, wo sich die San Francisco Renaissance um den bekannten Dichter und Aktivisten Kenneth Rexroth, den Buchh\u00e4ndler und Dichter Lawrence Ferlinghetti, Gary Snyder, Philip Whalen, William Everson (<em>Brother Antoninus<\/em>) und andere entwickelte. Ginsberg brachte <em>Howl<\/em> bewusst in Ferlinghettis billiger <em>City Lights Pocket Poets<\/em> Reihe heraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der interessanteste Autor, den die\u00a0<em>Beat Generation<\/em> hervorgebracht hat, war eine Frau.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/ruthweiss.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-76152 alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/ruthweiss.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"268\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/ruthweiss.jpg 182w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/ruthweiss-160x236.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/a>Ruth Weiss wurde in einer j\u00fcdischen Familie (ihre Eltern waren Oscar und Fani Weiss) geboren. 1933 kehrten ihre Eltern auf der Flucht vor den Nazis vorerst mit ihr von Berlin nach Wien zur\u00fcck, wo sie die entscheidenden Kindheitsjahre im immer radikaler werdenden Klima des aufkommenden Nationalsozialismus erlebte. Ende 1938 konnte die Familie mit dem letzten Zug nach Holland und von dort in die USA emigrierten (ihre in Wien verbliebenen Verwandten kamen im Holocaust um), zun\u00e4chst nach New York, dann nach Chicago, wo sie sich 1949 niederlie\u00df und w\u00e4hrend einer Jam-Session erste (private) Lesungen mit Jazzmusik-Begleitung gab, wobei sie, wie sie in einem Interview \u00e4u\u00dferte,<sup id=\"cite_ref-2\" class=\"reference\"> <\/sup>Bebop f\u00fcr ihre Lesungen bevorzugte. 1952 zog sie nach San Francisco.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiss trat ab Mitte der 1950er-Jahre im Umfeld der US-amerikanischen \u201ebeat poets\u201c auf. Legend\u00e4r wurden ihre Jazz-Text-Performances 1956 auf der B\u00fchne des Clubs \u201eThe Cellar\u201c in North Beach, San Francisco, wo Ruth Weiss als erste Poesie und Jazz miteinander verband. Der Club war von den mit ihr befreundeten Jazzmusikern Sonny Nelson, Jack Minger und Wil Carlton aus New Orleans begr\u00fcndet worden, den Begleitmusikern f\u00fcr ihre Lesungen. Sie war mit den Autoren Jack Kerouac und Neal Cassady befreundet, mit denen sie Haikus tauschte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Die sogenannten \u201e68er\u201c ersch\u00f6pfen ihr Publikum in der BRD mit Berichten aus der Zeit der abgesagten Revolte.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_99899\" style=\"width: 128px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-99899\" class=\"wp-image-99899 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Rolf-Dieter-Brinkmann.jpg\" alt=\"\" width=\"118\" height=\"159\" \/><p id=\"caption-attachment-99899\" class=\"wp-caption-text\">The Notorious RDB<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e68\u201c begann bereits <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">1966 in Princeton. Peter Handke bezeichnete die Prosa der Autoren der <em>Gruppe 47<\/em> als <\/span><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/04\/22\/beschreibungsimpotenz\/\">Beschreibungsimpotenz<\/a>. Er stand somit in der Reihe der \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/04\/16\/dirty-speech-revisited\/\">Dirty Speech<\/a>\u201c-Bewegung in der BRD, die 1969 mit der Rolf Dieter Brinkmanns ACID ihren publizistischen Ausrucks fand. Bereits der Titel war Programm: <em>Acid<\/em> &#8211; zu Deutsch S\u00e4ure oder LSD &#8211; vermittelt Provokation und Aufbegehren, ist radikaler Ausdruck einer jungen, unangepassten Protestkultur. Die viel gelobte, auch auch beschimpfte Dokumentation \u00fcber die amerikanische Subkultur der Beatniks und Hippies bietet ein Konglomerat aus Lyrik, Prosa, Essayistik, Interviews, Textmontagen, pornografischen Texten, Comic-Strips und Fotos &#8211; damals eine gewagte Grenz\u00fcberschreitung zwischen Hoch- und Trivialliteratur, heute mindestens ebenso faszinierend im R\u00fcckblick auf die Zeit der Flower-Power-Bewegung und der sexuellen Revolution. Brinkmanns ACID war eine Anthologie amerikanischer Beatliteratur, gesammelt und damit den Versuch er\u00f6ffnend, auch in der deutschen Dichtung die b\u00fcrgerliche Moral zu br\u00fcskieren, lyrische Formen zu banalisieren, den Alltag zum Thema zu machen und Sex, Brutalit\u00e4t, Perversion als Sujets zu akzeptieren. In der BRD kreiste eine Gesellschaftsschicht so sehr um ihre prim\u00e4ren Hochkultur-Bed\u00fcrfnisse, dass sie nie dazu kam, sie zu befriedigen. Den Nonkonformismus der 1960ger und 1970ger Jahre belebten Jugendszenen mit literarischen Ambitionen. Sehr zum \u00c4rger des Establishments, sie beschimpfen die Keller-Poeten als Nonkonformisten. Autoren Hadayatullah H\u00fcbsch, Tiny Stricker und Rolf-Dieter Brinkmann verstanden das als Ehrentitel und begannen, laut und deutlich gegenzureden. Ihnen war es wichtig, sich kommerziellen und gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen ganz zu entziehen, man versuchte sie in der Schublade \u201eUnderground-Literatur\u201c abzulegen. Ihr Schreibstil, den die Autoren als spontane Prosa bezeichnen, wurde von der b\u00fcrgerlichen Literaturkritik als \u201eGeschreibsel\u201c abgetan. J\u00fcrgen Ploog oder J\u00f6rg Fauser waren ab 1970 bekannte deutsche Cut-up- und Beat-Autoren: Ploog ver\u00f6ffentlichte bei Melzer und in den <em>Expanded Media Editions<\/em> Udo Bregers, die kleinere Texte von unter anderem W. S. Burroughs, A. Ginsberg, Mary Beach und Claude Pelieu, Sinclair Beiles und Charles Plymell vertrieben. Fausers erstes Buch erschien auch bei <em>e.m.e.<\/em>, die n\u00e4chsten im Maro Verlag, der weitere deutsche Autoren verlegte und auch Charles Bukowski. Peer Schr\u00f6der schrieb inspiriert von der Beat-Literatur seine eigene Cover-Version.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em><span class=\"mw-page-title-main\">Der letzte Mohikaner<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der wahrscheinlich letztverbliebene Beat war Stuttgarter Autor Ossi Eichhorn. Er d\u00fcrfte nur noch einem kleinen Kreis von Literaturkennern ein Begriff sein &#8211; vielleicht eher als Gr\u00fcnder der Zeitschrift &#8222;Flugasche&#8220; denn als Lyriker. 1958 in Sivac\/Jugoslawien geboren, verbrachte er die letzten Jahre seines kurzen Lebens in Stuttgart, bis er, an den Folgen eines schweren Autounfalls leidend, 1982 selbstbestimmt aus dem Leben schied.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-95573 size-medium alignright\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2005\/01\/Eichhorn_Cover-229x300.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2005\/01\/Eichhorn_Cover-229x300.jpg 229w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2005\/01\/Eichhorn_Cover-382x500.jpg 382w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2005\/01\/Eichhorn_Cover-768x1005.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2005\/01\/Eichhorn_Cover-160x209.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2005\/01\/Eichhorn_Cover.jpg 1068w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ossi Eichhorn ver\u00f6ffentlichte Gedichte in Literaturzeitschriften und den Lyrikband &#8222;DIE ZEIT STEHT STILL IN DER LUFT LIEGT EIN LEICHTER DUFT VON VERMOUTH DOCH DU FEHLST &#8230;&#8220; (mit Graphiken von Eva W\u00fcnsch). 1988 erschienen in der von Axel Kutsch und Michael Rupprecht herausgegebenen Anthologie &#8222;Wortnetze&#8220;, die Erich Fried und Ossi Eichhorn gewidmet war, vier seiner Gedichte mit der sein lyrisches Werk pr\u00e4genden kraftvollen Verwendung von Alltagsparlando.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ein Erforscher von Trivialmythen sollte Hoch- und Popul\u00e4rkultur souver\u00e4n miteinander verbinden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">A.J. Weigoni \u00fcber das Projekt &#8222;<\/span><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/11\/perlen-des-trash-%C2%B7-revisited\/\">Gossenhefte<\/a><span style=\"color: #999999;\">&#8222;. Diese Gossenheftreihe des Krash-Verlags pr\u00e4sentiert eine \u00c4sthetik der Nichtpriviligierten und zeigt die Kehrseite einer Kultur, ihr Anderes, Verleugnetes, Verbotenes und Begehrtes. Diese Literatur besch\u00e4ftigt sich mit dem Anderen in dieser Doppeldeutung und holt etwas in die Kultur zur\u00fcck, was den Ausgrenzungen zum Opfer gefallen ist. Sie nimmt sich dessen an, was eine gegebene Kultur von dem abgrenzt, was sie als Gegenkultur oder Unkultur betrachtet.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den 1990ern kn\u00fcpfen junge Autoren mit der Social-Beat-Bewegung an den alten Geist der Beat- und Underground-Autoren an. Der unerm\u00fcdliche Aktivist Michael Sch\u00f6nauer hat f\u00fcr den <em>Social Beat<\/em> in etwa die Bedeutung, die Josef \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/09\/24\/bye-bye-biby\/\">Biby<\/a>\u201c Wintjes f\u00fcr das <em>Nonkonfirmistische Literarisches Informationszentrum<\/em> hatte. Die \u201eUnderground-Anthologie\u201c <em>Downtown Deutschland<\/em> wird als die Geburtsstunde des <em>Social Beat<\/em> angesehen. Diese Cover-Version einer \u201eJugendbewegung\u201c wurde 1993 als Schlagwort des Berliner Literaturfestivals \u201e<em>T\u00f6te den Affen<\/em>\u201c von J\u00f6rg A. Dahlmeyer und Thomas N\u00f6ske, abgeleitet von der amerikanischen <em>Beat Generation<\/em>, Charles Bukowski ist gleichfalls ein Vorbild. Der Aktivist Michael Sch\u00f6nauer schuf sodann wesentliche Strukturen f\u00fcr die <em>Social Beat<\/em>-Szene. Aber das ist <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">eine andere Geschichte<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Light and Other Poems<\/strong>, by Ruth Weiss, San Francisco : Peace &amp; Pieces Foundation, 1976<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-98312 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag.jpg 214w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/social-beat-umschlag-160x224.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/>Weiterf\u00fchrend <\/strong><strong>\u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl die nonkonformistische Literatur ehrlich und transparent zugleich sein wollte, war gegen Ende der 1960er nur schwer zu fassen, die Redaktion entdeckt die Keimzelle des Nonkonformismus in der die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/12\/10\/die-keimzelle-des-nonkonformismus\/\">Romantiker-WG in Jena<\/a>. Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I saw the best minds of my generation destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the Negro streets at dawn looking for an angry fix Allen Ginsberg Jede Kultur hat ihre Ursprungsmythen, von denen sie sich herleitet und&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/08\/17\/umschlagsmoment-der-lebensentwuerfe\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":98312,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,899,2621,3647,3645,3634,3648,3638,3635,249,3633,3636,2670,3642,617,2585,1707,3637,573,2631,1999,3643,2608,1601,2696,3639,241,2761,3646,3641,2668,2605,3644,3640,1471],"class_list":["post-102907","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-allen-ginsberg","tag-boris-kerenski","tag-charles-plymell","tag-claude-pelieu","tag-ed-sanders","tag-eva-wuensch","tag-gary-snyder","tag-gregory-corso","tag-hadayatullah-hubsch","tag-herbert-huncke","tag-hettie-jones","tag-jack-kerouac","tag-jack-minger","tag-jorg-fauser","tag-josef-wintjes","tag-juergen-ploog","tag-kenneth-rexroth","tag-kersten-flenter","tag-lawrence-ferlinghetti","tag-michael-schoenauer","tag-neal-cassady","tag-ni-gudix","tag-ossi-eichhorn","tag-peer-schroeder","tag-philip-whalen","tag-rolf-dieter-brinkmann","tag-ruth-weiss","tag-sinclair-beiles","tag-sonny-nelson","tag-thomas-noeske","tag-tiny-stricker","tag-udo-breger","tag-william-everson","tag-william-s-burroughs"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102907"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102907\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102909,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102907\/revisions\/102909"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98312"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=102907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=102907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}