{"id":102321,"date":"2012-12-04T14:58:59","date_gmt":"2012-12-04T13:58:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=102321"},"modified":"2022-03-21T15:21:05","modified_gmt":"2022-03-21T14:21:05","slug":"zungenschlag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/12\/04\/zungenschlag\/","title":{"rendered":"Zungenschlag"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die rum\u00e4niendeutsche Literatur in der Bundesrepublik Deutschland Mehr als zwanzig Jahre nach der letzten Ausreisewelle der deutsch schreibenden und publizierenden Autoren aus Siebenb\u00fcrgen, dem Banat und Bukarest dr\u00e4ngt sich eine Reihe von Fragen auf, die in der Zwischenzeit von der rum\u00e4niendeutschen Germanistik unter unterschiedlichen Aspekten aufgeworfen worden sind. Es handelt sich dabei auch um den Zusammenhang zwischen literarischem Erbe, Bewahrung kultureller Traditionen, historischer Aufarbeitung von politischer Verfolgung und ideologischen Irrwegen, Beurteilung \u00e4sthetischer Verfahren und die Rezeption einer \u201erandst\u00e4ndigen\u201c Literatur im bundesdeutschen Literaturbetrieb. Einige dieser Themen sind in den 1990-er und in den 2010-er Jahren auf wissenschaftlichen Tagungen in Deutschland und in Rum\u00e4nien bereits er\u00f6rtert worden. Parallel zu diesen Veranstaltungen trafen sich die aus ihrer ehemaligen Heimat stammenden Schriftsteller mit den wenigen in Rum\u00e4nien verbliebenen Autoren zu Lesungen und Diskussionen im Banat und in Siebenb\u00fcrgen, aber auch im Rahmen von Lesungen der germanistischen Fakult\u00e4t an der Universit\u00e4t in Bukarest. Die vom 16.-18. November 2012 in die Tagungsst\u00e4tte \u201eHeiligenhof\u201c (Bad Kissingen) eingeladenen Literaten und Literaturwissenschaftler sollten sich, angeregt von den Veranstaltern, einer von diesen \u2013 oben genannten Unternehmungen \u2013 abweichenden Fragestellung widmen. Unter dem Thema \u201eHeimat \u2013 gerettete Zunge. Die rum\u00e4niendeutsche Literatur in der Bundesrepublik Deutschland\u201c hatten die renommierten Vertreter der schreibenden Zunft aus den Bereichen Prosa, Lyrik, Dramatik und Essayistik die Aufgabe, aus ihren Texten zu lesen und sich anschlie\u00dfend den Fragen der Moderatoren und des Publikums zu stellen. Gemeinsam mit zwei vom Exil-P.E.N. eingeladenen Vertretern der Banater Literaturszene sollte auf dieser Tagung auch der Erfahrungsaustausch zwischen den in der Heimat verbliebenen und den in Deutschland angekommenen Pro-tagonisten bewertet und bef\u00f6rdert werden. Auf dem Hintergrund dieser beiden Intentionen spielte der Aspekt der politischen und ideologischen Implikationen, denen der Literaturbetrieb in Rum\u00e4nien ausgesetzt war, nur eine marginale Rolle. Vielmehr ging es in den durch die Moderatoren eingeleiteten Lesungen um die thematischen und \u00e4sthetischen Implikationen in den Werken der vortragenden Autoren und ihre Rezeption in den bundesdeutschen Fachzeitschriften, wie auch zum Teil um das Echo solcher Texte in deutschsprachigen Zeitungen in Rum\u00e4nien. Dieser wechselseitige Transfer wurde durch die themenbezogenen Referate der Literaturwissenschaftler insofern bereichert und vertieft, als die auf der Tagung pr\u00e4sentierten und in den Tagungsband nunmehr aufgenommenen Essays ein breites Spektrum an literaturhistorischen, rezeptions\u00e4sthetischen und literatursoziologischen Aspekten anboten. Diese zwischen die Lesungen eingeschalteten Referate wie auch an die jeweiligen Lese-Panels anschlie\u00dfenden Vortr\u00e4ge trugen zu den besonderen Lerneffekten der Tagung bei. \u201eHeimat \u2013 gerettete Zunge?\u201c Der Versuch einer Antwort wirft eine Reihe von Implikationen auf, die in neue Fragestellungen m\u00fcnden wie: Was und wie wurde etwas gerettet von dem literarischen Erbe, das in den sch\u00f6pferischen Werken der auf Deutsch schreibenden Autoren angelegt ist? Welchen Rezeptionsbedingungen sind Texte ausgesetzt, die meist unter gro\u00dfen Schwierigkeiten und noch dazu in zensierter Fassung verlegt wurden? Was also ist gerettet worden, aufgehoben in der Literaturkritik, eingem\u00fcndet in die entstehende Literaturgeschichte? Was ist und was wird bewahrt, um denen etwas zu \u00fcberliefern, die in der deutschen Sprachheimat geblieben sind und seit 1990 von den literarischen Werken \u201eihrer\u201c Schriftsteller und Dichter aus den wieder entstandenen kleinen Verlagsanstalten geistig versorgt werden? Auf welche Weise aber werden auch die aus ihren rum\u00e4nischen Siedlungsorten in die Bundesrepublik Deutschland ausgewanderten Banater Schwaben und Siebenb\u00fcrger Sachsen mit B\u00fcchern ihrer Lieblingsautoren bekannt gemacht? Die sich daraus ergebende Frage zielt auf die Br\u00fcckenfunktion derjenigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in dieser Anthologie versammelt sind wie auch derjenigen Autorinnen und Autoren, die sich wie Herta M\u00fcller und Richard Wagner einer weltweiten und deutschlandweiten Anerkennung erfreuen und aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nicht an der Tagung teilnehmen konnten. Es bleibt also die Frage: Welche literarischen Sch\u00e4tze transportieren diese Werke aus den beiden, nunmehr sprachlich ausged\u00fcnnten gro\u00dfen Siedlungsgebieten in die bundesrepublikanische literarische \u00d6ffentlichkeit? Mit welchen transformierten \u00e4sthetischen Verfahren sind diejenigen Texte ausger\u00fcstet, die vor allem in den letzten zwanzig Jahren f\u00fcr den deutschen Literaturmarkt geschaffen wurden? Erweist sich die Zungen-Metaphorik in dem eingangs zitierten Gedicht von Hellmut Seiler als Wegweiser in eine vielschichtig zerkl\u00fcftete, von vielen Unstimmigkeiten und Entfremdungen erf\u00fcllte \u201eHeimat\u201c als der existentiell und sch\u00f6pferisch ideale neue Ort? Mit welchem Zungenschlag sind die mehr als drei Dutzend bereits in Rum\u00e4nien publizierenden Autorinnen und Autoren in der neuen Heimat angekommen? War es noch eine \u201ealte\u201c Heimat, die nach den Worten von Seiler \u201esich an sich selbst verschluckt\u201c? Oder ist es nunmehr eine \u201eneue\u201c Heimat, in der die Angekommenen sich wieder einer Sprache bedienen, in der die geretteten sprachlichen Wurzeln neu verortet werden m\u00fcssen? In der ihr \u201erandst\u00e4ndiges\u201c Idiom sich auf dem umk\u00e4mpften literarischen Feld behaupten muss. Und nicht zuletzt: Gibt es bemerkenswerte literarische und \u00e4sthetische Ans\u00e4tze, in denen die Abwendung von den tradierten stilistischen und ethnisch fundierten, oft auch ideologisierten Schreibweisen die Voraussetzung f\u00fcr den Durchbruch auf dem turbulenten deutschsprachigen Literaturmarkt sind? Zeichnen sich fremde Verfahren ab, die gewohnte, eingefahrene Darstellungen von historischen Abl\u00e4ufen und pathologischen Handlungsweisen durchbrechen? Mit solchen Fragestellungen ausger\u00fcstet erkundigen sich die Veranstalter der Tagung, neben den bereits erw\u00e4hnten \u00e4sthetischen Aspekten der abgedruckten Texte, auch nach dem informativen Gewinn von Texten. Sie f\u00fchren uns nicht nur in die \u201ealte\u201c Heimat, sondern entfernen sich aus den nationalen Gefilden, um sich in transkulturellen Kontexten mit \u201eCross-over\u201c-Erkenntnissen aus unterschiedlichen Wahrnehmungsbereichen auszustatten. Auf diesen breit angelegten Textfeldern kommen unterschiedliche perspektivische Einstellungen gegen\u00fcber der beschriebenen \u201aWelt\u2019 zum Ausdruck. Das f\u00fchrt unter anderem auch zur Frage, ob bestimmte narrative Verfahren an Attraktivit\u00e4t gewinnen, wenn sie sich eines regionalsprachlichen Kolorits bedienen, um kulturelles Substrat zu retten und auch die Generationen \u00fcbergreifende Ged\u00e4chtnisarbeit zu f\u00f6rdern. Die vorliegenden Tagungstexte und erg\u00e4nzenden Beitr\u00e4ge verm\u00f6gen zum Beispiel bestimmte Einblicke in politisch brisante Phasen der rum\u00e4nischen Nachkriegsgeschichte zu geben. Hans Bergel, der seit 1968 in der Bundesrepublik lebt, hat in zahlreichen Romanen und Erz\u00e4hlb\u00e4nden seine repressiven Erfahrungen mit dem kommunistischen Regime aufgearbeitet. In den beiden Erz\u00e4hlungen \u201eDer Barackentrottel\u201c und \u201eDer Major und die Mitternachtsglocke\u201c, die den Bereich der Prosa einleiten, berichtet ein Ich-Erz\u00e4hler \u00fcber seine Begegnung mit H\u00e4ftlingen in einer Baracke im Straflager und \u00fcber den Ablauf einer Minute vor der Urteilsverk\u00fcndigung im ber\u00fcchtigten Kronst\u00e4dter Schriftsteller-prozess im Jahr 1959. In beiden narrativen Strukturen \u00fcberwiegt die distanzierte Beschreibung der Umst\u00e4nde, unter denen die H\u00e4ftlingen und Untersuchungsgefangenen der staatlichen Willk\u00fcr ausgeliefert sind. Es sind Umst\u00e4nde, die aber auch die Voraussetzungen f\u00fcr den Widerstand gegen manipulierte Aussagen und erzwungene Gest\u00e4ndnisse liefern. Johann Lippet, Autor einiger Romane und Erz\u00e4hlb\u00e4nde \u00fcber die d\u00f6rfliche Welt des Banats, macht seine Leser in der Erz\u00e4hlung \u201e\u00dcber Kimme und Korn\u201c, ein Auszug aus dem Roman \u201eBruchst\u00fccke aus erster und zweiter Hand\u201c (2012), mit autobiographisch verdichteten Erlebnissen vertraut. Sein jugendlicher Ich-Erz\u00e4hler, ausgestattet mit dem Erfahrungswissen der \u00e4lteren Generation, berichtet auch \u00fcber die kl\u00e4glichen Ergebnisse der sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaft, \u00fcber den Betrug des rum\u00e4nischen Staats an den Kleinbauern, die f\u00fcr das enteignete Land keine Entsch\u00e4digung erhielten und \u00fcber das Kopfgeld, das der rum\u00e4nische Staat der Bundesrepublik Deutschland f\u00fcr die auswandernden Bauern abverlangte. Es sind eingehende, ethnologisch verdichtete Bilder aus einer untergehenden Welt, die l\u00e4ngst ihre magische Anziehungskraft verloren hat. Aus einer g\u00e4nzlich anderen Perspektive nehmen die Protagonisten in Balthasar Waitz\u2019 Erz\u00e4hlband \u201eKr\u00e4hensommer und andere Geschichten aus dem Hinterland\u201c (2011) die d\u00f6rfliche, nicht mehr vertraute Welt wahr. Ein Wir-Erz\u00e4hler, in dem das gemeinschaftliche Wissen \u00fcber die Gewohnheiten der Musiker einer Blaskapelle wie auch anderer Dorfbewohner gespeichert ist, plaudert frank und frei die Geheimnisse aus, um die es in dieser Welt geht: um illegitime Beziehungen, um uneheliche Kinder, um kuriose Verh\u00e4ltnisse bei den Auftritten der \u201eschw\u00e4bischen Blaskapelle\u201c und nat\u00fcrlich um Bes\u00e4ufnisse. Es ist eine chaotisch sich verhaltende und zugleich gedem\u00fctigte d\u00f6rfliche Gemeinschaft, die die neue sozialistische Ordnung im Dorf misstrauisch und \u00e4ngstlich beobachtet. Sie leidet unter ihr, wie in \u201eDie gro\u00dfe Aufruhr im Dorf\u201c. Kommunistische Funktion\u00e4re setzen unter Androhung von Strafen die Technisierung der entstehenden Kolchosen durch. Aus diesem Grund lassen sie die Pferde, materielle und emotionale Absicherung der Kleinbauern, abschlachten. Sie vernichten mit dieser hirnverbrannten Willk\u00fcr nicht nur jahrhundertelange d\u00f6rfliche Traditionen, sie erniedrigen und traumatisieren auch die schw\u00e4bischen Bauern, unter denen die meisten zwischen 1945 und 1950 in ukrainisch-sowjetischen Straflagern Sklavenarbeit leisten mussten. Bis in die fr\u00fchen 1940-er Jahre zur\u00fcck reichen die Handlungsstr\u00e4nge in der Erz\u00e4hlung \u201eSchwarzer\u201c. Diesen Spitznamen tr\u00e4gt der Dorfarzt, dessen Praxis sich in dem ehemaligen Bekleidungsgesch\u00e4ft des Juden Krebs befindet. Der vor den Nazis in die USA geflohene Kaufmann bleibt in der Erinnerung der D\u00f6rfler mit einer gleichsam paradoxen Begr\u00fcndung: \u201eDer Krebs war der beste Mensch auf der Welt, wenn er nur, um Gottes Willen, nicht ein Jude gewesen w\u00e4re.\u201c Gerhard Ortinau, einer der wesentlichen Protagonisten der \u201eAktionsgruppe Banat\u201c, seit seiner Emigration 1980 in Berlin lebend, setzt sich in seinem Prosatext \u201eWehner auf \u00d6land. Eine Verkleinerung\u201c in der Form eines inneren Monologs mit dem bekannten, 1990 verstorbenen SPD-Politiker auseinander. Wehner, der nach seinem Aufenthalt in Moskau als Mitglied der KPD im Auftrag der Komintern 1941 nach Schweden geschickt wurde und dort zwischen 1942 bis 1946 inhaftiert war, hatte sich in den sp\u00e4ten 1950-er Jahren ein Ferienhaus auf der schwedischen Insel \u00d6land gekauft. Dort verbrachte er gemeinsam mit Ehefrau und seiner Stieftochter Greta nach dem R\u00fcckzug aus dem Parteileben 1982 seine letzten Lebensjahre, schwer gezeichnet von Multi-Infarkt-Demenz. Ortinaus Monolog-Text stellt eine auf vielen Ebenen ablaufende qu\u00e4lende Abrechnung der Figur Wehner mit sich selbst dar. Sie bezieht sich auf die dokumentarisch belegten Denunziationen von Parteimitgliedern in der Moskauer NKWD-Zentrale, seine abgr\u00fcndigen Visionen und apokalyptisch ausgemalten Lebensbilder, auf seine ver\u00e4chtlichen \u00c4u\u00dferungen \u00fcber ehemalige Parteifunktion\u00e4re. W\u00e4hrend Wehner \u2013 in der Funktion einer mit dramatischen Effekten aufgeladenen Figur des politischen Welttheaters \u2013 allm\u00e4hlich seine Identit\u00e4t verliert, kreist um die Insel das mythische Totenschiff Naglfar. Es ist ein mutig konstruierter, vielschichtiger Text, dem man in naher Zukunft eine dramaturgische Inszenierung w\u00fcnscht. Die lyrischen Texte des Tagungsbandes tragen sehr unterschiedliche Handschriften, an denen sich multiperspektivische Kulturmodelle abzeichnen. Ilse Hehns bilderreiche, ornamental aufgeladene Reiseimpressionen erfassen \u00e4gyptische Kulturdenkm\u00e4ler wie auch Alltagssituationen aus der Sicht eines kunstwissenschaftlich bewanderten lyrischen Ichs. Dabei \u00fcberlagern sich visuelle, olfaktorische und taktile Wahrnehmungsfelder. Anders strukturiert erweisen sich die Begegnungen mit dem aus der Jugendzeit vertrauten Temeswar im Banat. Die nunmehr entfremdete Atmosph\u00e4re spiegelt sich in zerbrochenen Erinnerungsbildern, die sich beim Rundgang durch \u201eheimatliche\u201c Gefilde ebenso einstellen wie in den verlogenen Empfindungen: \u201edas nichtgesagte Wort \/ ist Schmerz \/ schamlos das gesprochene\u201c. Franz Heinz\u2019 poetische Visionen bedienen sich europ\u00e4ischer Topographien, um sich mit existentiellen Fragen wie \u00dcberleben in der Zivilisation oder die Wahrnehmung von Naturr\u00e4umen durch eine verunsicherte Psyche auseinanderzusetzen. Klaus Hensels lyrisches Ich hingegen beklagt sich in \u201eWie ein guter Tag\u201c \u00fcber den Verlust der Zeitwahrnehmung. Sie komme als Flaschenpost zur\u00fcck, die wie \u201eein Fingerzeig in dem Buch Glas, Ironie und Gott als Widmung\u201c auftaucht. Dennoch erweisen sich die Erinnerungsstr\u00e4nge als tragf\u00e4hig genug, um die Bukarester produktive Zeit wachzurufen, wie den literarischen Diskurs mit Heinz Czechowski, einem bekannten Vertreter der s\u00e4chsischen Dichterschule. Franz Hodjak, renommierter Lyriker und Prosaautor, besch\u00e4ftigt sich in den vorliegenden Gedichten mit bedeutenden Kunstwerken, wie dem Heilig Blut Altar von Tilman Riemenschneider in der Rothenburger St. Jacobs-Kirche oder Yves Kleins Gem\u00e4lden, gestaltet im International Klein Blue (IKB), einer Mischung aus tiefdunklem Blau und Ultramarin. Er reflektiert einstige Begegnungen mit den Gagausen, einer altgl\u00e4ubigen Sekte im Raum zwischen Rum\u00e4nien und der Ukraine, oder den Lipowenern, einer Ethnie, die im Donaudelta lebt, deren Stimmen \u201everst\u00e4ndlicher \/ als jede Stimme, egal, woher \/ sie kommt\u201c seien. Seine Widmungsgedichte f\u00fcr die Dichterkollegen Horst Samson und Georg Aescht wie auch f\u00fcr den Herausgeber der Dresdner Literaturzeitschrift \u201eOstragehege\u201c, Axel Helbig, sind mit poetisch aufgeladenen Metaphern und konkreten Topoi versehen, die sich auf lieb gewonnene Begegnungen an Orten beziehen, an denen sich nat\u00fcrliche, zivilisatorische und phantasiebeladene Ph\u00e4nomene \u00fcberlagern. Johann Lippets \u201eHyperlinks\u201c sind reich an l\u00e4ndlich und d\u00f6rflich idyllischen Bildern, die durch die Eingriffe der Staatsmacht zerst\u00f6rt werden. Sie wirft dem lyrischen Erz\u00e4hler die Herstellung von \u201estaatsfeindlichen Schriften\u201c vor, klagt ihn wegen deren Verbreitung an. Horst Samsons Poetik ist von der Sehnsucht nach dem im Weltall fixierten, einzigartigen Augenblick erf\u00fcllt. In seinen lyrischen Verfahren gehen die Tageszeiten ineinander \u00fcber, Ph\u00e4nomene der Natur verbinden sich mit moralischen Kategorien und Erinnerungen an gesch\u00e4tzte Zeitgenossen \u00fcberschreiten \u201eunsere Zeit in den Urnen\u201c. Dieter Schlesaks poetologisch verdichtete Reflexionen sp\u00fcren seit den 1970-er Jahren die Ontologie eines Daseins auf, das ihn, den philosophisch gebildeten Wanderer zwischen Rum\u00e4nien, Deutschland und Italien und den gelegentlichen Heim- und R\u00fcckkehrer aus Siebenb\u00fcrgen, zu Aussagen bewegt, die Zeit und Raum transzendieren. In diesem schwebenden und zugleich an Orte und K\u00f6rper festgemachten Diskurs wird der Zuh\u00f6rer pl\u00f6tzlich von der Tragik des von Herrschaftszw\u00e4ngen erf\u00fcllten Seins aufgeschreckt, wie in Schlesaks Poem \u201eEinem, der nie ankam\u201c. Es ist dem Dichter Rolf Bossert gewidmet, der nur wenige Monate nach seiner Ankunft in Deutschland sich am 17. Februar 1986 in Frankfurt am Main, im \u00dcbergangswohnheim f\u00fcr Aussiedler, das Leben nahm. \u201eDu aber kommst von unten. Und du hast einen K\u00f6rper \/ verf\u00fcgt der Beamte, schlie\u00dft die Akte Deutschland \/ im Himmel. Du aber kamst blutend ins Nichts.\u201c Hellmut Seilers semantisch, syntaktisch und rhythmisch durchstrukturiertes Gedicht \u00fcber die gerettete Heimatzunge, das als Motto f\u00fcr diesen Tagungsband benutzt wird, analysiert auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen jene verschwimmenden \u201eheimatlichen\u201c Gef\u00fchle, die von der Grobheit der geschichtlichen Abl\u00e4ufe getroffen, sich \u2013 einem Zungentanz gleich \u2013 gegen die verr\u00e4terische Sprache (vgl. \u201eZungenschlagseite\u201c) wenden. Die Zunge verwandele sich damit in einen \u201eblamierte(n) F\u00fcllungsgehilfe(n) der Peristaltik\u201c; die \u201esich an sich selbst verschluckt\u201c. Seilers hoch reflektierte Poetik durchdringt auch das Gedicht \u201eVerfolgte verfolgen Verfolger\u201c, das von der Wachheit gegen\u00fcber den eigenen verr\u00e4terischen, von blo\u00dfer Mimikry erf\u00fcllten Gedanken zeugt. Das Genre der Dramatik, das in der deutschsprachigen Literatur Rum\u00e4niens bislang unterbewertet ist, wird in diesem Band durch Frieder Schullers Theaterst\u00fcck \u201eOssis Stein oder Der werfe das erste Buch\u201c pr\u00e4sentiert. Der Autor, der seit den fr\u00fchen achtziger Jahren in Deutschland lebt, ist seit 1990 wieder mit seinem Heimatort Katzendorf (rum. Ca\u0163a) in vieler Hinsicht verbunden. Er dient ihm als Inspirationsquelle, als d\u00f6rflicher Kulturspeicher und als Schatztruhe ethnischer Br\u00e4uche. Das 2012 im Deutschen Theater Hermannstadt aufgef\u00fchrte St\u00fcck, das hier in Ausz\u00fcgen publiziert wird, ist eine Politfarce. Die in ihr auftretenden Figuren Dan, ein Genosse und Mitl\u00e4ufer, Silvia, das Flittchen Poesie, Paul, ein Handlanger, Nicu, der politische Witz, dem es in der Diktatur pr\u00e4chtig geht, danach aber miserabel, und Ossi, ein Rundfunkreporter, sind Wesen mit zweierlei \u00dcberlebensstrategien. Sie passen sich in der Diktatur an, erz\u00e4hlen sich im Fl\u00fcsterton politische Witze, denunzieren auch mal einen unliebsamen Kollegen, flirten mit dem Flittchen Poesie und spielen nach der Revolution die unbeugsamen Widerst\u00e4ndler, sind auf der Suche nach lukrativen Jobs bei der Schnellverwertung von brisanten Stoffen und Kriminal-stories. Auf ihrem theatralischen Spielfeld bedienen sie sich unterschiedlicher dramatischer Formen. Die mit Couplets und volkst\u00fcmlichen Versen wie auch mit witzigen Anspielun-gen gef\u00fctterten Dialoge brechen die ideologisch ges\u00e4ttigte offizielle Rede auf, entbl\u00f6\u00dfen die Funktion von geheuchelter Staatslyrik, machen nicht Halt vor der Kritik an der Besserwisserei westlicher Journalisten und setzen sich in der Figur des Ossi auch mit wissentlicher Denunziation und Verrat auseinander. Die essayistischen Beitr\u00e4ge widmen sich Themenfeldern, auf denen unterschiedliche Aspekte behandelt werden. Es ist die Rezeption deutschsprachiger Literatur aus Rum\u00e4nien in einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern (Ingmar Brantsch) und die Beleuchtung der Innen- und Au\u00dfenwelt des Banats an zwei narrativen Texten (Walter Engel). Franz Heinz setzt sich mit dem Bestseller \u201eDie deutsche Seele\u201c, einer Koproduktion von Thea Dorn und Richard Wagner, auseinander und bewertet sie als gegl\u00fccktes Beispiel f\u00fcr eine produktive Wiederentdeckung der (deutschen) Innerlichkeit. Peter Motzan analysiert die Erfolgs- und Endzeitgeschichte der deutschsprachigen Literatur aus Rum\u00e4nien. Horst Samson erz\u00e4hlt am Beispiel seines Gedichts \u201eP\u00fcnktlicher Lebenslauf\u201c einen Abschnitt aus dem Lebenslauf seines Vaters unter einem doppelten Blickwinkel, als bildunterst\u00fctzte Projektion und nachempfundene Vision der Kriegserlebnisse aus der Sicht des Sohnes und als Versuch, mittels eines Motorrads, Marke NSU, den Vater in die virulente Erinnerung zur\u00fcckzuholen. Renate Windisch schlie\u00dflich vergleicht am Beispiel der Lebensl\u00e4ufe von zwei Autoren aus unterschiedlichen Generationen: Hans Bergel, geboren 1925 in Rosenau bei Kronstadt, und Horst Samson, geboren 1954 in der B\u00e3r\u00e3gan-Steppe, wo Bergel als Strafgefangener in den fr\u00fchen f\u00fcnfziger Jahren lebte, die unterschiedlichen und gemeinsamen Merkmale von Schriftstellerkarrieren unter einem kommunistischen Regime und unter den Bedingungen einer Demokratie. Die der Intention und dem Charakter eines Essays eigenen Argumentationsstrukturen schlagen sich in den einzelnen Beitr\u00e4gen in stark voneinander abweichenden Beweisf\u00fchrungen nieder. Der Literaturwissenschaftler und Prosaautor Ingmar Brantsch listet in der Rolle des Rezensenten die Beitr\u00e4ge in dem Sammelband \u201eOst-West-Identit\u00e4ten und \u2013 Perspektiven. Deutschsprachige Literatur in und aus Rum\u00e4nien im interkulturellen Dialog\u201c (2012) zun\u00e4chst summarisch auf, indem er die Studien derjenigen Germanisten bewertend nennt, die sich um die Rezeptionsforschung deutscher Literatur aus Rum\u00e4nien in universit\u00e4ren Seminaren und Projekten k\u00fcmmern. Sein fundiertes Wissen um literaturhistorische Abl\u00e4ufe und \u00e4sthetische Beziehungsfelder bef\u00e4higen ihn, nicht nur die Ergebnisse dieser Forschungen im Hinblick auf die schwierige Rezeption der deutschen Literatur aus Rum\u00e4nien in deutschsprachigen und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern einzusch\u00e4tzen. Es gelingt ihm auch, wesentliche \u00e4sthetische Faktoren aus den umfangreichen Untersuchungsmaterialien hervorzuheben, die als Grundlage f\u00fcr die Anerkennung der Werke von Herta M\u00fcller, Oskar Pastior oder Rolf Bossert in dem bundesdeutschen Feuilleton dienen. Mehr noch: Er stemmt sich gegen die These von der abgewanderten rum\u00e4niendeutschen Literatur, die er mit dem Verweis auf deutsch publizierende literarische Talente rum\u00e4nischer Herkunft st\u00fctzt. Mit dieser, angesichts gewisser Kassandrarufe sich aufdr\u00e4ngenden Fragestellung besch\u00e4ftigt sich Peter Motzan. \u201eEine Erfolgs- und\/oder eine Endzeitgeschichte? Zur Pr\u00e4senz (ex)rum\u00e4niendeutscher Autoren im bundesdeutschen Literaturbetrieb\u201c nennt er seine Publikations- und Rezeptionsgeschichte, die er mit einem Zitat des aus der Bukowina stammenden Dichters Alfred Kittner aus dem Jahr 1971 einleitet: \u201e\u2026die rum\u00e4niendeutsche Lyrik (ist) weit besser als ihr Ruf, denn sie hat gar keinen.\u201c An diesem Zustand habe sich auch bis zum Beginn der 1990er Jahre nichts ge\u00e4ndert. Der dann eingeleitete Publikations- und Rezeptionsprozess habe den deutschsprachigen Autoren aus Rum\u00e4nien bis zur Verleihung des Literaturnobelpreises an Herta M\u00fcller eine breit angelegte Anerkennung gebracht, deren \u00e4sthetisch innovative Merkmale Peter Motzan wie folgt definiert: \u201eSie (die rum\u00e4niendeutschen Autoren, WS) durchsto\u00dfen eingerostete Wahrnehmungen und Eigenstereotype, verfremden das Vertraute ins Unvertraute, sp\u00fcren die Diskrepanzen zwischen Zeichen und Bezeichnetem, zwischen Schein und Sein auf, entwickeln ungewohnte und erhellende Sichtweisen auf die deutsche Wirklichkeit und die Gesinnungslage der Nation, als deren Teil sie sich begreifen.\u201c Diese \u00fcberzeugend dargelegten \u00e4sthetischen und literatursoziologischen Wirkungsmechanismen sind auch der Gegenstand der Ausf\u00fchrungen, die Olivia Spiridon in ihrem Tagungsbeitrag unter Verweis auf ihre 2012 erschienene Anthologie \u201eDeutsche Erz\u00e4hler aus Rum\u00e4nien nach 1945\u201c pr\u00e4sentiert. Ihre Fragestellung \u201eWer liest heutzutage \u201arum\u00e4niendeutsche\u2019 Literatur?\u201c zielt zun\u00e4chst \u2013 nach der einleitenden Kl\u00e4rung des Begriffs, einer \u201ebizarren Nomen-Adjektiv-Verbindung\u201c \u2013 auf die Festlegung von potenziellen \u201eKundenkreisen\u201c, die sich f\u00fcr diese Minderheitenliteratur interessieren k\u00f6nnten. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es drei Lesergruppen gebe: die aus den s\u00fcdosteurop\u00e4ischen Kulturkreisen stammende deutschsprachige Gruppe, der Leserkreis aus den deutschsprachigen Gebieten, dessen Mitglieder ein gewisses Interesse f\u00fcr randst\u00e4ndige Kulturen entwickeln, die den Zw\u00e4ngen von Diktaturen ausgesetzt waren, und eine rum\u00e4nische Lesergruppe, die aufgrund von zuk\u00fcnftig zahlreicheren zweisprachigen Ver\u00f6ffentlichungen und \u00dcbersetzungen in ihre Muttersprache Zugang zu einer Reihe von deutschsprachigen Werken h\u00e4tten. Vor allem die beiden zuletzt genannten Leserkreise m\u00fcssten, so Spiridon, in literaturgeschichtliche und thematische Hintergr\u00fcnde der ver\u00f6ffentlichten \u201erum\u00e4niendeutschen\u201c Werke eingeweiht werden. Aus diesen Erw\u00e4gungen heraus pl\u00e4diert sie f\u00fcr die Einf\u00fcgung von ausf\u00fchrlichen Kommentaren, um diese Lesergruppen auf der Grundlage von kulturgeschichtlichen, soziokulturellen und auch politischen Informationen mit den Kontexten der literarischen Werke vertraut zu machen. Auf welche Weise ein Autor aus dem rum\u00e4niendeutschen Kulturkreis einen spezifischen Beitrag zur Bereicherung der deutschen Sprachgeschichte leistet, kommentiert und analysiert Franz Heinz in seinen rezeptions\u00e4sthetischen Ausf\u00fchrungen zum kulturhistorischen Nachschlagewerk \u201eDie deutsche Seele\u201c (2011). Die von Thea Dorn und Richard Wagner geschaffene Publikation mit enzyklop\u00e4dischem Charakter, die auf dem deutschsprachigen B\u00fcchermarkt zahlreiche Rezensionen und einen breiten Absatz gefunden hat, hinterlasse, so Heinz, manche pr\u00e4gnante Spur, deren Ursprung auf die heimatliche Erfahrung im Banat zur\u00fcckzuf\u00fchren sei. Die Erinnerung an die \u201eStreiflichter aus dem Elternhaus\u201c veranlassten Richard Wagner, der seine Herkunft einst als \u201eR\u00fchreilandschaft\u201c bezeichnet habe, zu einem Bekenntnis zu dem sch\u00f6nen deutschen Wort Heimat. Gibt es ein \u00fcberzeugenderes Argument f\u00fcr die Notwendigkeit, randst\u00e4ndige Kulturbereiche in eine deutsche Kultur aufzunehmen, in der die Wiederkehr der Innerlichkeit nunmehr mit neuen Akzenten versehen wird? Dieser vergleichenden Betrachtung von zwei Landstrichen an den Randzonen von Mitteleuropa ist auch Walter Engel in seinem transparent gestalteten Beitrag \u00fcber Innen- und Au\u00dfenwelten des Banats nachgegangen. Auf der Grundlage von zwei Erz\u00e4hlwerken, Esther Kinskys \u201eBanatsko\u201c (2011) und Balthasar Waitz\u2019 \u201eKr\u00e4hensommer und andere Geschichten aus dem Hinterland\u201c (2011) zeichnet er den kulturellen Niedergang des Banats nach, einer Landschaft, die aus drei Siedlungsgebieten besteht. Er verweist auf die unterschiedlichen perspektivischen Einstellungen und Erz\u00e4hlverfahren bei der Beschreibung rum\u00e4nischer, serbischer und ungarischer beziehungsweise ehemaliger deutscher Dorfkulturen, deren Geschichte nunmehr den literarischen Rohstoff f\u00fcr melancholische, aber auch f\u00fcr humorvolle und ironische Betrachtungen liefern. Der vorliegende Tagungsband ist dank der Bem\u00fchungen von Horst Samson um die Zusammenkunft der Autorinnen und Autoren wie auch der Referentinnen und Referenten zustande gekommen. Besonderer Dank gilt dem Bundesbeauftragten f\u00fcr Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Bernd Neumann, dessen finanzielle F\u00f6rderung die Tagung und die vorliegende Publikation erst erm\u00f6glichte. Wir hoffen, dass die Publikation, die so viele substantielle Aspekte der Bedeutung der rum\u00e4niendeutschen Literatur f\u00fcr die deutschsprachigen Kulturlandschaften anspricht, ein breites Echo in der \u00d6ffentlichkeit findet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Heimat &#8211; gerettete Zunge<\/strong>: Visionen und Fiktionen deutsch- sprachiger Autoren aus Rum\u00e4nien. Erscheint im Pop-Verlag 2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die rum\u00e4niendeutsche Literatur in der Bundesrepublik Deutschland Mehr als zwanzig Jahre nach der letzten Ausreisewelle der deutsch schreibenden und publizierenden Autoren aus Siebenb\u00fcrgen, dem Banat und Bukarest dr\u00e4ngt sich eine Reihe von Fragen auf, die in der Zwischenzeit von der&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/12\/04\/zungenschlag\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":88,"featured_media":98673,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[1158],"class_list":["post-102321","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-wolfgang-schlott"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/88"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=102321"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102327,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/102321\/revisions\/102327"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98673"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=102321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=102321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}